Autor Thema: Weird Scenes Inside a Law Firm  (Gelesen 210192 mal)

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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2145 am: 30. April 2019, 16:01:10 »
Geschäftsidee: Boot-Camp für Männer in Familienrechtsstreitigkeiten. Ich hab das so satt, gegen diese bornierten Dorffeministinnen bei den Famiiengerichten auf die Nase zu fallen, weil der eigene Mandant blöd ist...
"I came to a point where I needed solitude and just stop the machine of thinking and enjoying what they call living, I just wanted to lie in the grass and look at the clouds."

— Jack Kerouac

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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2146 am: 08. Mai 2019, 10:43:47 »
Steht Hessen vor der Staatspleite? Wenn nur die Hälfte meiner abgerechneten Prozeßkostenhilfegebühren reinkäme, könnte ich davon ziemlich gediegen in Urlaub fahren.
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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2147 am: 13. Mai 2019, 08:57:59 »
Es ist offensichtlich, daß der hessischen Sozialgerichtsbarkeit mal wieder das Geld ausgegangen ist; dabei ist gerade erst Mai. Die Rechtspfleger fangen bei Prozeßkostenhilfeabrechnungen wieder an, mir vorzurechnen, wie viele Fotokopien aus der Behördenakte zur Fallbearbeitung notwendig waren, und daß meine Tätigkeit so unterdurchschnittlich gewesen sei, daß die Staatskasse mir nicht einmal die Mittelgebühren auszahlen muß.
« Letzte Änderung: 13. Mai 2019, 13:07:20 von Yossarian »
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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2148 am: 13. Mai 2019, 13:06:16 »
Der Mandant jammert rum, daß er nur noch 10,- € habe. Ich weiß nicht, wie ich ihm da behilflich sein könnte. Morgen wird er eine Rechnung von mir über knapp 500,- € im Briefkasten haben; da wird er noch mehr jammern...
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Offline Nikibo

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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2149 am: 13. Mai 2019, 13:15:18 »
Gib ja nicht nach!
Hat mal einer die Telefonnummer von Schneewittchens Stiefmutter? Ich brauche dringend ein paar Äpfel!

Offline Yossarian

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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2150 am: 13. Mai 2019, 14:28:41 »
Nö, werde ich nicht. Nachdem er meinte, mich Samstagfrüh um 9.30 Uhr während meines Wochenendeinkaufs anrufen zu müssen, habe ich da keine Hemmungen mehr.  ;)
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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2151 am: 13. Mai 2019, 14:40:43 »
Was ich schlimmer finde und in letzter Zeit häufiger passiert, sind Mandanten, die "kippen".

Man vertritt jemanden jahrelang, schreibt auch nicht wegen jedem Quark gleich eine Rechnung, und dann läuft irgendwann mal etwas nicht wie gewohnt und erwartet. Dann wird sich nicht an die eigene Nase gefaßt, sondern sofort davon ausgegangen, daß das nur der eigene Anwalt verbockt haben kann.

Ich habe hier gerade einen - jetzt ehemaligen - guten Bekannten, der aus heiterem Himmel meinte, ich hätte ihm durch Falschberatung einen Schaden von rund 9.000,- € verursacht. Wirklich erklären konnte er auch nicht, wie er darauf kommt, aber durch gezieltes Nachfragen kam dann heraus, daß er den Erhalt von zwei fetten Zahlungseingängen einfach abgestritten hatte, nach denen sein Schaden, so ich denn tatsächlich etwas falsch gemacht hätte, tatsächlich bei rund 700,- € gelegen hätte, was ja schon mal eine ganz andere Hausnummer ist. Er zog sich dann auf die Behauptung zurück, mir rhetorisch nicht das Wasser reichen zu können, was wohl so viel bedeuten soll, als daß er trotz nachgewiesener Zahlungen immer noch der Meinung ist, er habe einen Schaden von 9.000,- € erlitten. Im Moment schmollt er. Vielleicht findet er aber auch einen Kollegen, der seiner Rechtsschutzversicherung eine Deckungszusage aus dem Kreuz leiert und der dann gegen mich zu regressieren versucht.

Manchmal bin ich einfach nur noch müde...
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Die "Unannehmlichkeit" als neuer Rechtsbegriff
« Antwort #2152 am: 20. Mai 2019, 11:19:51 »
Der Inkasso-Service der Bundesagentur für Arbeit, die zentrale Beitreibungsstelle für Forderungen und behauptete Forderungen der Arbeitsagenturen und Jobcenter, hat mal wieder den Text ihrer Mahnungen geändert.

Es heißt da jetzt neben anderem wirren Zeug:

Lassen Sie den Zahlungstermin erfolglos verstreichen, werde ich weitere Schritte gegen Sie prüfen. Hierdurch können Ihnen zusätzliche Kosten und Unannehmlichkeiten entstehen.

Soso. Das macht mich dann doch neugierig:

Den in Ihrer Zahlungserinnerung für den Fall des Nichtzahlens in Aussicht gestellten zusätzliche Kosten sowie „Unannehmlichkeiten“ wird mit Interesse entgegengesehen. Es wird anheimgegeben, die avisierten „Unannehmlichkeiten“ genauer zu spezifizieren, da sich meiner Kenntnis aus 35 Jahren Anwaltspraxis nach weder im Sozialgesetzbuch, noch im Verwaltungsvollstreckungsrecht der Begriff „Unannehmlichkeiten“ findet, es sich hierbei also um einen dem deutschen Recht bis dato unbekannten Rechtsbegriff handelt.

Ob ich wohl eine Antwort kriege?
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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2153 am: 20. Mai 2019, 13:11:52 »

"Unannehmlichkeiten" - interessant,... - erinnert mich, als ich vor 25 Jahren meinen Dienst bei der Gemeinde Wien antrat - mit den Abkürzungen z.B.: h.a. und h.o. konnte ich nix anfangen - und auch den Begriff "Kalamitäten" hatte ich damals bis dato noch nie gehört,... . Bin schon gespannt, ob du Antwort erhältst,...

LG v. Druiden

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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2154 am: 27. Mai 2019, 11:51:16 »
Vielleicht findet er aber auch einen Kollegen,

Und er hat einen gefunden. Der soll allerdings für ihn bis jetzt nur die Zwangsvollstreckung betreiben aus dem Urteil, das ich erstritten hatte. Angeblich hätte ich mit ihm vereinbart, daß die Zwangsvollstreckung von einem lokalen Anwalt betrieben werden soll.  :.)
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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2155 am: 04. Juni 2019, 12:08:51 »
Da hat sich doch heute tatsächlich ein Mandant bei mir entschuldigt, den ich gestern per Mail wegen seiner immer fordernder werdenden Art ziemlich zusammengefaltet hatte.  :evil
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Urgent Divorce Case
« Antwort #2156 am: 06. Juni 2019, 14:01:03 »
Dear,

My name is Maria Suarez. I would love to be represented in a pending divorce case by you. I am married to Mr. Steve Suarez who resides in your jurisdiction. Do let me know so I send to you the necessary documents to proceed with.

Sincerely

Maria Suarez


Ja nee, is klar.
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opa

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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2157 am: 07. Juni 2019, 09:17:02 »
Warum nicht, wenn Du den Vorschuss bei Steve kassieren kannst?

Bein meiner Scheidung wollte die HExe einen Vorschuss. Ich zu Fleissiger und dennoch zu Verschuldeter. Sie mit 2 nicht mehr kleinen Kindern und dennoch fast ohne Erwerbseinkommen. Eigentuemerin einer kaum belasteten Villa. Mit einem Gruss an ihren Anwalt: "Njet!". Kaum war die Tinte unter dem Scheidungsurteil trocken zog sie rund 100 km weit in einen anderen Kanton und arbeitete Halbzeit. Was meine Kinderbesuchskosten expolidieren liess. Fuer das Verfahren zur Anpassung meines horrenden Unterhaltsbeitrages an die neuen Verhaeltnisse stellte ihr die Gemeinde trotz ihres Vermoegens einen Armenschein fuer unentgeltliches Prozessieren aus....

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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2158 am: 07. Juni 2019, 09:50:11 »
Warum nicht, wenn Du den Vorschuss bei Steve kassieren kannst?

Weil das eine dämliche Abzocke ist; so was wie der Nigeria Spam, nur für Anwälte. Es gibt nur Mailkontakt, man bekommt lauter ganz tolle Dokumente als PDF-Dateien gemailt, sieht alles ganz echt aus; dann zeigt sich der Gegner überraschend kooperativ, er werden finanzielle Forderungen anerkannt, die sofort mit einem Scheck beglichen werden, der selbstverständlich auch das eigene Honorar beinhaltet, so daß man ihn auf das Kanzleikonto einliefert und später den Differenzbetrag an die Mandantin weiterleitet. Dieser Auslandsscheck platzt dann nach längerer Zeit (ca. ein Jahr), und man sitzt auf hohen fünfstelligen Schulden. Die Anwaltskammern warnen vor dieser Masche, trotzdem fallen gutgläubige Kollegen immer noch darauf rein.
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opa

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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2159 am: 07. Juni 2019, 18:30:31 »
Wow! Betrugsanzeigen von unbedarften Konsumenten werden von Polizei, StA und Juxtiz meistens mit der Begruendung abgeschmettert, er haette dem legenden Profi nicht gleubig sein duerfen.

Exfrauen von zu Fleissigen kaufen mit dem ersten Aliment meistens eine Rostlaube beim Haenlder. Wenn das "Schnaeppchen" dann nicht mehr faehrt, oder gar in voller Fahrt nicht mehr bremst oder lenkt, wird ihr vorgeworfen, sie haette das Fahrzeug begutachten lassen muessen. Betrug wird erst verfolgt, wenn der Rostlaubenhaendler am km-Zaehler gedreht hat. Leugnet er aber bei noch fuenfstelligen km-Zaehlern ein oder einige hunderttausend km weg, ist er strafrechtlich fein raus.

Der Staat schuetzt nicht nur sich selbst vorbildlich vor staatlichen und privaten Cyberangriffen aus dem Ausland. Gratisvollschutz geniessen auch Baenkster, Versicherungsgaengster und andere Exportkonzerne. Als blosse Konsumenten oder Kleinselbstaendige, werden Opfer von Cyberbetrug aus dem Ausland oder gar nur Versuch dazu jemmerlich im Stich gelassen....
« Letzte Änderung: 07. Juni 2019, 18:34:30 von opa »