Autor Thema: Weird Scenes Inside a Law Firm  (Gelesen 183213 mal)

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Offline Mattieu

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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2100 am: 12. März 2019, 10:23:36 »
 Versuchs doch mal mit "weissu alter,".    8)
Scheiße ist, wenn der Furz was wiegt.

Offline DieFrau

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Re: Etikette
« Antwort #2101 am: 12. März 2019, 10:29:48 »
Ich tu mich gerade ein bißchen schwer mit der Anrede im Brief. "Sehr geehrter Herr Kollege Graf von und zu Inzest"  klingt Scheiße. "Sehr geehrter Kollege Graf von und zu Inzest" klingt aber auch Scheiße.

Welche Scheiße nehme ich denn jetzt?


Man kann sich das Leben auch so schwer machen.
 
Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat!...Einstein

Offline Nikibo

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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2102 am: 12. März 2019, 16:50:44 »
Ich würde, so rein vom Gefühl her, die Anrede "Sehr geehrter Herr Kollege von und zu" wählen, wobei ich lieber noch das Wort "Kollege" weglassen würde.

Wiki sagt dazu:

Anrede bei vormals adligen Namen

Für die Fragen der Anrede bei Trägern vormals adliger Namen gibt es keine gesetzlich verbindliche Regelung, sondern lediglich einen üblichen Gebrauch, zum Teil auch Verwaltungsanweisungen.

Übliche Praxis nach 1919 war es (und ist es im Regelfall noch heute), die Anredewirkung von Adelsprädikaten ausreichen zu lassen. Jemand konnte Herr/Frau Sachsenhausen sein oder Graf/Gräfin Sachsenhausen, aber niemals Herr/Frau Graf/Gräfin Sachsenhausen. Der Graf ersetzt die Anrede Herr, die Gräfin die Anrede Frau. Dieser Gebrauch ist bis heute üblich und entspricht für die Betroffenen der gewohnten Namensverwendung. Diese Verwendung wird historisch begründet: So wurden Adelige traditionell nur von Personen, die ihnen direkt untergeordnet waren (etwa Bedienstete), als „Herr Graf“ usw. angesprochen, womit zusätzlich zur Adelswürde noch ein unmittelbares Herrschaftsverhältnis zum Ausdruck kam. Aus diesem Grund gilt die Anrede „Herr/Frau + Adelstitel“ heute im gesellschaftlichen Bereich als zu unterwürfig und ist daher nur in ausgesprochenen Dienstleistungsberufen (z. B. in der Gastronomie) üblich.[14]

Es gibt – abweichend vom vorher Gesagten – aber die Auffassung, dass die Anrede etwas grundsätzlich anderes als ein Namensbestandteil sei und dass daher hier eine weitere Anpassung an das allgemeine Namensrecht zu erfolgen habe. Nach dieser Auffassung ist die Anrede „Herr“ oder „Frau“ auch bei Verwendung von Adelsprädikaten nicht überflüssig. Dann hieße es „Herr Graf Sachsenhausen“ bzw. auch „Frau Gräfin Sachsenhausen“. Da „Freiherr/Freifrau von Sachsenhausen“ der Familienname ist, würde die Anrede „Herr Freiherr von Sachsenhausen“ und „Frau Freifrau von Sachsenhausen“ zwar dem Prinzip der Behandlung als Namensbestandteil entsprechen, aber eine sprachlich verunglückte Dopplung zur Folge haben. Wo auf die Anrede „Herr“ nicht verzichtet werden soll, bietet es sich daher eher an, das Prädikat „Freiherr/Freifrau“ komplett weg zu lassen. Üblich ist daher neben „Freiherr von Sachsenhausen“ auch „Herr von Sachsenhausen“. Zu beachten ist, dass die Adelsprädikate „Freiherr/Freifrau“ historisch in Deutschland nie gesprochen wurden und daher auch heute nicht gesprochen werden. In der gesprochenen Sprache bleibt es daher bei der Anrede „Herr von Sachsenhausen“ bzw. „Frau von Sachsenhausen“ (landschaftlich üblich teilweise auch "Baron Sachsenhausen" oder "Baronin Sachsenhausen"), auch wenn dies eine weitere Abweichung vom allgemeinen Namensrecht darstellt. Das Adelsprädikat „Edler“ oder "Ritter", das teilweise mit der Verleihung bestimmter Orden verbunden war, wird grundsätzlich in der Anrede weggelassen.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Anrede#Der_Namensbestandteil_%E2%80%9Evon%E2%80%9C
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Offline Yossarian

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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2103 am: 20. März 2019, 11:27:37 »
Sehr geehrter Herr O.,

ich komme zurück auf Ihren heutigen Anruf und darf folgendes festhalten:

Entgegen Ihrer Behauptung kann ich meine Tätigkeit in dem Verfahren auf Festsetzung des Kindesunterhalts, das meiner Kostennote vom 10.09.2018 zugrunde liegt, nicht nachträglich auf Beratungshilfe abrechnen, da es sich um ein gerichtliches Verfahren handelte. Nachdem Sie das Mandat gekündigt hatten, kann ich auch nicht nachträglich auf Prozeßkostenhilfe abrechnen; ich nehme darüber hinaus an, daß Ihr aktueller Pozeßbevollmächtigter dies für sich in Anspruch genommen hat.

Sie haben meine Rechnung außerdem durch Ihre Bitte um Zahlungsaufschub vom 23.10.2018 auch anerkannt.

Seit dieser Bitte haben Sie auf keine meiner Mahnungen reagiert und sich tot gestellt. Nun fällt es Ihnen nach Zugang des Vollstreckungsbescheides plötzlich ein, meine Rechnung in Zweifel zu ziehen.

Mich befremdet Ihr Verhalten doch sehr, und ich rate Ihnen dringend, es nicht auf eine Zwangsvollstreckung ankommen zu lassen.

Ihre Einschätzung der Qualität meiner Tätigkeit für Sie teile ich nicht. Ich hoffe jedoch für Sie, daß es Ihrem aktuellen Bevollmächtigten gelungen ist, Ihr doch sehr individuelles familienrechtliches Weltbild ein wenig geradezurücken.

Mit freundlichen Grüßen

M.
Rechtsanwalt


Wie streiten hier um schlappe 250 Ocken bei einem  Mandant, das es locker gerechtfertigt hätte, statt der gesetzlichen Gebühren ein Stundenhonorar zu vereinbaren, und bei dem der Mandant ("Neue" Männer und ihre Gefühle  :P ) nicht damit klar kam, daß die juristische Realität nicht mit seinem gefühlten Rechtsempfinden kompatibel ist.
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Offline Yossarian

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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2104 am: 21. März 2019, 11:25:22 »
Ich hasse es, wenn ich in einer Sache, bei der ich weiß, daß die Kundschaft wenig Kohle hat, einen Supersonderdiscountsozialrabattpreis mache, und die Kundschaft dann vor mir sitzt und mit traurigen Dackelaugen fragt, ob es nicht ein bißchen billiger geht.  :.)

Ich sollte mir angewöhnen, in solchen Fällen alternativ als Entwurf eine "korrekte" Rechnung zu schreiben und mit der zu drohen...  :P

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Offline Nikibo

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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2105 am: 21. März 2019, 11:29:42 »
Zu Deinem eigenen Schutz solltest Du nie sofort den günstigen Satz anbieten. Die Kundschaft ist dankbar, wenn sie noch einen Fuffi Nachlass bekommt und Du musst kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie es ohne Nachfrage bezahlen.
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Offline Yossarian

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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2106 am: 21. März 2019, 11:31:56 »
Guter Tip, danke!
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