Autor Thema: Robin Hood des Altersheimes  (Gelesen 6279 mal)

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Yossarian

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kmartin

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Re:Robin Hood des Altersheimes
« Antwort #1 am: 16. April 2010, 10:13:31 »
das mit dem finanzberater ist schon krass. andererseits - wenn er das ganze ersparte verfeuert hat und man kaum noch ein hemd zum anziehen hat, kommt man schon mal auf dumme gedanken...
« Letzte Änderung: 23. April 2010, 10:09:45 von kmartin »

Offline Unikum

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Re:Robin Hood des Altersheimes
« Antwort #2 am: 16. April 2010, 12:07:51 »
das mit dem finanzberater ist schon krass. andererseits - wenn er das ganze ersparte verfeuert hat und man kaum noch ein hemd zum anziehen hat, kommt man schon mal auf dumme gedanken...
Wer so spekuliert das er kein Hemd mehr zum anziehen hat statt sich Reserven sicher anzulegen dem gehörts nicht anders.
NICHTS rechtfertigt körperliche Gewalt!
Früher war alles besser, sogar die Höhlen waren größer.

Wer, wenn nicht ich?

Offline DüDo

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Re:Robin Hood des Altersheimes
« Antwort #3 am: 16. April 2010, 13:19:11 »
wenn du einem vertrauenswürdigen banker gegenüber sitzt, der auf seriös macht - ist ja sein job - und du keine ahnung hast, dann ist das keine spekulation sondern vertrauen in seinen dienstleister.

du gehst ja auch mit deinem defekten auto nicht in die werkstatt, um dich im nachhinein selber unter das auto zu stellen...

natürlich ist körperliche gewalt keine lösung, aber...

Offline Unikum

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Re:Robin Hood des Altersheimes
« Antwort #4 am: 16. April 2010, 13:45:22 »
wenn du einem vertrauenswürdigen banker gegenüber sitzt, der auf seriös macht - ist ja sein job - und du keine ahnung hast, dann ist das keine spekulation sondern vertrauen in seinen dienstleister.

du gehst ja auch mit deinem defekten auto nicht in die werkstatt, um dich im nachhinein selber unter das auto zu stellen...

natürlich ist körperliche gewalt keine lösung, aber...
Was soll das sein?

Der aufgeklärte Bürger weiss: Banker dienen nur einem Herrn, ihrer Bank.

Ich lass mir auch von einem Arzt nicht jeden Blödsinn aufschwatzen (Stichwort IGEL-Leistungen) nur weil man den gemeinhin "Vertrauenswürdig" nennt.

Und das Verhalten einer Kfz-Werkstatt an meinem Fahrzeug nehme ich nicht im nachhinein sondern unmittelbar und parallel zur Tätigkeit in Augenschein.

Im übrigen gehts im obigen medial wirksamen Fall nicht um einen Banker sondern um einen Finanzberater bei dem einer der Täter auch noch angstellt war, im weiteren gehts nicht ums "letzte Hemd" ...es waren noch reichlich Immobilien in Florida vorhanden... sondern um reine Gier, also gewalttätiges Kapitalverbrechen aus Habsucht, da ist in meinen Augen jede Strafe gerechtfertigt.
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Offline DüDo

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Re:Robin Hood des Altersheimes
« Antwort #5 am: 16. April 2010, 15:30:23 »
Was soll das sein?

Der aufgeklärte Bürger weiss: Banker dienen nur einem Herrn, ihrer Bank.

Ich lass mir auch von einem Arzt nicht jeden Blödsinn aufschwatzen (Stichwort IGEL-Leistungen) nur weil man den gemeinhin "Vertrauenswürdig" nennt.

Und das Verhalten einer Kfz-Werkstatt an meinem Fahrzeug nehme ich nicht im nachhinein sondern unmittelbar und parallel zur Tätigkeit in Augenschein.

Im übrigen gehts im obigen medial wirksamen Fall nicht um einen Banker sondern um einen Finanzberater bei dem einer der Täter auch noch angstellt war, im weiteren gehts nicht ums "letzte Hemd" ...es waren noch reichlich Immobilien in Florida vorhanden... sondern um reine Gier, also gewalttätiges Kapitalverbrechen aus Habsucht, da ist in meinen Augen jede Strafe gerechtfertigt.
habsucht wohl nicht. sie wollten nur das ihm anvertrauten geld wiederhaben. ohne zinsen.

umso schlimmer, wenn der betrüger einen angestellten betrogen hat!

sie hatten nur angst und bange, dass er ohne blessuren aus seinen betrügereien herauskommt. haben sie ja geschafft. als er in der öffentlichkeit stand, nahm die staatsanwaltschaft ihre arbeit auf, obwohl vorher schon zig anzeigen gegen ihn liefen...

Tommi

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Re:Robin Hood des Altersheimes
« Antwort #6 am: 21. April 2010, 15:35:05 »
ich glaub das war sogar so, dass das ein Freund von denen war, dem sie ihr Geld anvertraut haben. Da ist das noch viel schlimmer, aber trotzdem haben sie nicht das recht, ihn dann einfach zu entführen und so. davon bekommen sie das geld ja auch nicht wieder.... wenn man sich vorstellt, dass das geld ja bis zum lebensende reichen sollte und dann kommt son hammer, dann hat man schon angst sein haus zu verlieren und dann wohlmöglich in ein Altersheim umziehen zu müssen...

bitte keine werbung. danke. das männerboard
« Letzte Änderung: 26. April 2010, 21:08:22 von sibbdipp »

Yossarian

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Re: Robin Hood des Altersheimes
« Antwort #7 am: 29. August 2014, 09:05:02 »
Gestern war ich nach dem Büro noch mit einem Freund unterwegs, einen Schrank für eine Bekannte transportieren. Der war in einer Altenwohnanlage abzuholen; die Bewohnerin der Wohnung war ins Pflegeheim umgesiedelt und konnte den Schrank nicht mitnehmen.

Die Anlage war ziemlich neu, groß, viel Beton und pseudogemütlich:, d.h. sinnlos verwinkelte Wohnung etc. (ich habe keine Ahnung, warum Planer glauben, alte Menschen fänden verwinkelte Räume angenehm.)

Man sollte meinen, daß so was eine tolle Einrichtung ist, aber ich wollte da so schnell wie nöglich wieder weg.

Die ganze Anlage wirkte auf mich wie ein Altenghetto, über allem waberte eine Aura der freundlichen, aber bestimmten Entmündigung. Empfangen wurden wir von einer Nachbarin der leeren Wohnung, die den Schlüssel hatte. Eine nette alte Dame mit einem deutlichen Sprachfehler (oder einem kaputten Gebiß). Sie wiederholte stereotyp die gleichen drei Sätze. Nach den dritten Durchgang hatte man trotz Sprachfehler verstanden, was sie von einem wollte, ab den 10. Durchgang wurde es lästig. In der Zwischenzeit (Schrank mußte erst zerlegt werden) tummelten sich noch ein paar Alte vor der Wohnung, die im Erdgeschoß lag, und sahen uns zu. Mir war entfallen, welches Geschick eine Ansammlung von Rentner darin entwickeln kann, im Weg zu stehen. Wahrscheinlich verblödet man, wenn man keine Aufgabe mehr hat und dazu noch in so einer Atmosphäre lebt. Irgendwann fingen bei mir sämtliche Nackenhaare an, sich aufzustellen und ich bildete mir ein, einen deutlichen Verwesungsgeruch wahrzunehmen.

Die ganze Angelegenheit war einfach schrecklich.

Ich denke, diese Altenghettos sind eine Sackgasse; da muß man ja so werden. Man kann alte Menschen nicht so behandeln; die müssen weiter unter "jungen" Menschen bleiben, damit sie nicht gaga werden.

Ich will jedenfalls lieber von der Straßenbahn überrollt werden, als in so einem Ding zu enden.

Conte Palmieri

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Re: Robin Hood des Altersheimes
« Antwort #8 am: 29. August 2014, 09:48:25 »
Ich will jedenfalls lieber von der Straßenbahn überrollt werden, als in so einem Ding zu enden.
Straßenbahnen gibt es auch in Rom.

Yossarian

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Re: Robin Hood des Altersheimes
« Antwort #9 am: 29. August 2014, 09:51:44 »
Natürlich würde ich lieber in Rom als in Frankfurt von einer Straßenbahn überrollt werden.

Offline DieFrau

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Re: Robin Hood des Altersheimes
« Antwort #10 am: 29. August 2014, 12:28:32 »
Natürlich würde ich lieber in Rom als in Frankfurt von einer Straßenbahn überrollt werden.

 ??? und wer hilft mir dann in der Küche?!!
Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat!...Einstein

Conte Palmieri

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Re: Robin Hood des Altersheimes
« Antwort #11 am: 29. August 2014, 12:31:44 »
Hopper und ich  :-*

Offline DieFrau

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Re: Robin Hood des Altersheimes
« Antwort #12 am: 29. August 2014, 12:35:33 »
na dann ist es gut  :D
Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat!...Einstein

Yossarian

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Re: Robin Hood des Altersheimes
« Antwort #13 am: 29. August 2014, 13:24:10 »
Schön zu wissen, daß ich so entbehrlich bin.  :D

Conte Palmieri

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Re: Robin Hood des Altersheimes
« Antwort #14 am: 29. August 2014, 13:34:56 »
Wir sind alle entbehrlich. Das Universum ist 13,ebbes Milliarden Jahre ohne uns ausgekommen und wird es wieder tun.
Wer immer mich vermisst, wird mir bald folgen.
Es ist alles ganz eitel.