Es gibt Neuigkeiten!
Ich habe mein Manuskript an den von lookcool empfohlenen Novum Verlag gesendet, die haben sich damit ordentlich Zeit gelassen, und mir dann eine Zusage gemailt. Nun musste ich online einen Fragebogen ausfüllen und in 2-3 Wochen geht es dann weiter, und da erfahre ich dann auch weitere Einzelheiten.
Die Kehrseite der Medaille ist: Du könntest das Hamburger Telefonbuch rückwärts abtippen, und selbst das würden die veröffentlichen. Das ist nämlich so ein Zuschussverlag, oder wie die sich schimpfen. Die wollen also zunächst Kohle von Dir sehen.
https://www.ndr.de/kultur/buch/Kostenfalle-fuer-Autoren-Vorsicht-bei-der-ersten-Buchveroeffentlichung,druckkosten100.htmlEs gibt über die noch weitere Storys im Web. Mich hat einfach mal interessiert, wie die vorgehen, deshalb hab ich mich bei denen gemeldet.
Also auf keinen Fall empfehlenswert!!!
Ich wurde neulich an BOD erinnert, und deren Angebot sieht tatsächlich SEHR interessant aus.
https://www.bod.de/preiseSpannend ist, dass selbst Verlage wie Suhrkamp & Co dort drucken lassen.
Ein Buch dort veröffentlichen kostet läppische 39,- EUR, und schon die ISBN ist im freien Verkauf doppelt so teuer.
Dann musst Du nochmals 100,- EUR für das VLB, Verzeichnis lieferbarer Bücher hinblättern, damit die Buchhändler Dich auch sehen, und auch das ist bei BOD inklusive.
Das solltest Du Dir wohl mal etwas genauer ansehen und mit Deinen Anforderungen vergleichen.
Es gibt eine neue Software auf dem Markt, und die macht einen SEHR guten Eindruck:
https://alpacinoscodingcorner.webelona.de/novel-writer-studio/Noch dazu ist sie kostenlos und soll es auch bleiben.
Und JA, Dein Word reicht völlig aus um alles zu erstellen und bei Amazon hochzuladen, allerdings haben solche Apps gewaltige Vorteile, auch wenn man sich zunächst 1-2 Tage darin einarbeiten muss.
Ich habe heute Nacht mein Taschenbuch von Frau_*:/-Innen bei Amazon hochgeladen. Nun gibt es davon ein E-Book und ein Taschenbuch.
So einfach wie immer erzählt, ist die Sache definitiv nicht.
Amazon bietet viele Formate an, davon sucht man sich eines aus und stellt alles in der App, wie zB MS-Word entsprechend ein. Dass nun mit einem Klick das komplette Manuskript brauchbar formatiert wird, ist ein Wunschdenken. Ich hab ein paar Tage benötigt.
Anschließend sucht man sich aus, ob man für das Cover den Baukasten von Amazon benutzen oder selbst Hand anlegen will. Will man selbst basteln, kann man das fertige Manuskript hochladen und bekommt dann eine passgenaue Vorlage von Amazon, die man in Photoshop öffnet und als Vorlage verwendet - schon sehr cool, wenn man die Basics von Photoshop & Co beherrscht.
Hat man allerdings schon eine Vorlage erstellt, mit 78 dpi fürs Web und RGB Farbe, kann man alles auf CMYK und 300 dpi ändern.
Dann werden die Fehler im Manuskript aufgezeigt (es geht hier nicht um Schreibfehler!), und schon kann man Manuskript und Cover nochmals überarbeiten.
Wenn denn irgendwann alles geklappt hat, kann man sich kostenpflichtig einen Probedruck bestellen. Man bestellt und irgendwann bekommt man per E-Mail einen Link zu seinem Einkaufswagen, in dem dann der Probedruck lieg... en sollte, es aber nicht tut.
Bei Amazon liegt eine ganze Menge im Argen. Es sind eigentlich Sachen, die man ›mal eben‹ verbessern könnte, was aber nicht geschieht.
Ich würde Dir jetzt gerne mal schreiben, was ich pro Buch verdiene, ich hab es nicht im Kopf, aber wenn ich das nun aufrufe, muss ich den ganzen Rotz an Einstellungen nochmals durchziehen, und dann wird das Buch nochmals überprüft und nochmals freigeschaltet.... es ist wirklich sooooo umständlich und sinnlos. Gerade solche Daten sollten 24/7 zur Verfügung stehen.
Anschließend muss man zwei Exemplare nach Berlin zur Nationalbibliothek und eines in die Landesbibliothek senden.
Ein Exemplar muss man für sich bestellen, damit Amazon Dein Buch überhaupt listet. Gebühren für Marketing kommen noch dazu.
Fazit: Selfpublishing ist, wenn Du ein akzeptables Ergebnis haben willst, KEINE einfache und preisgünstige Angelegenheit ... PUNKT!Ich bin wirklich SEHR, SEHR, SEHR froh, dass ich zwei Versuche gestartet habe, bevor ich meinen Weltbestseller vermarkte.
Die Alternative sind die Verlage, und was die den Autoren zahlen, ist ja bekannt. Und wenn ich sehe, dass das neue !!! E-Book von Walter Moers mal eben 40,- EUR kostet, dann könnt ich gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen könnte. Mit welchem Recht kostet ein E-Book 40,- EUR!!!!!!
Das wars nun mit meiner Erfahrung, was das Veröffentlichen eines Buches angeht.
Ich habe übrigens noch weitere Post bekommen, die aber nicht von einem Verlag sondern von einem bekannten Autoren. Nein, nicht der mit dem Drehbuch.
Er schrieb, dass ich ganz offensichtlich schreiben kann, und schrieb noch was von intellektuell und irgendwelchen verschachtelten Sätzen, AAABER... dass ich in diesem Leben für das Buch keinen Verlag finden werde, weil das Thema viel zu heiß ist :-)
Bingo, Mission erfüllt!Ich wünsch Dir viel Erfolg mit Deinem Buch!
Edith meint: Ja, ich weiß, dass meine Beiträge hier recht negativ ausfallen, aber POSITIV (nicht selten völlig überzogen) hast Du bei YouTube & Co. ja zuhauf.
Ich hab Dir nun auch die Schattenseiten aufgezeigt.
Und trotz alledem will ich nichts anderes mehr machen... es sei denn, ich könnte das als Perpetual Traveler ausüben, und daran arbeite ich ja.
Schreiben ist echt der geilste Job im Universum!