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Plaudereien => Themendiskussionen => Thema gestartet von: ganter am 03. September 2015, 23:46:28

Titel: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 03. September 2015, 23:46:28
Die Emotionen kochen in ganz Europa hoch, also sollte auch hier sich ein eigener thread dem Problem widmen
Ich würd ja gerne wie in der Überschrift differenzieren
Es gibt Flüchtlinge, die vor Krieg und Verfolgung flüchten, zur Zeit aus Syrien
Es gibt Auswanderer, die aus wirtschaftlichen Gründen ihr Land verlassen und in anderen Ländern ein neues Leben beginnen wollen.
Es gibt religiös oder politisch Verfolgte aus vielen Ländern, die hier wegen religiöser oder politischer Verfolgung Asyl beantragen.

Erstere verdienen uneingeschränkte Solidarität, das nennt mann Nächstenliebe. Interessant, dass ausgerechnet die Parteien mit dem C das nicht so ganz verinnerlichen.

Die Nächsten wird mann differenziert betrachten müssen. Wen braucht unsere Gesellschaft, wen können wir integrieren. Fast jeder Staat hat ein Einwanderungsgesetz, das die Kriterien festsetzt, nach denen jemand einwandern kann oder eben auch nicht. Nur schland nicht, ein Land, das nach seiner demografischen Entwicklung Einwanderer dringend benötigt.

Religiös oder politisch Verfolgte genießen uneingeschränkten Schutz. Steht so im Grundgesetz. Wer das ablehnt, sollte auswandern oder flüchten.

Der Rest ist Verwaltung.
Doch über eins sollte mann sich nichts vormachen: Jeder, der abgeschoben wird, steht demnächst wieder vor der Tür.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 03. September 2015, 23:48:49
http://www.spiegel.de/politik/ausland/osteuropa-fluechtlingskrise-spaltet-europa-a-1051193.html
Interessant, wie Europa darüber denkt
Besonders interessant, wie die angeblich doch so humanen frauen darüber reden:
"Warschau stemmt sich gegen höhere Flüchtlingsquoten in der EU. Bisher hat Polen gerade einmal die Aufnahme von rund 2000 Flüchtlingen in den kommenden zwei Jahren zugesagt. Inzwischen hat die Regierung ihre Bereitschaft angedeutet, die Zahl zu erhöhen - allerdings "auf freiwilliger Grundlage", wie Regierungschefin Ewa Kopacz am Donnerstag ankündigte."

Präsidentin Dalia Grybauskaite wehrt sich gegen mehr Flüchtlinge in Litauen, die Verteilung innerhalb der EU nennt sie "unfair und nicht sinnvoll". Die Regierung weist Vorwürfe mangelnder Solidarität zurück.

Bislang hat das Land die Aufnahme von 325 Flüchtlingen aus Afrika und dem Nahen Osten zugesagt.



Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 03. September 2015, 23:56:25
Du warst schneller, Ganter  ;)

Der Rest ist Verwaltung.

was meinst mit dem Rest und die Verwaltung?

und das habe ich nicht verstanden
Zitat
Doch über eins sollte mann sich nichts vormachen: Jeder, der abgeschoben wird, steht demnächst wieder vor der Tür.


Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 04. September 2015, 00:12:06
Dann mal für Unwissende:
Die Legislative (das Parlament) erlässt die Regeln, die von der Exekutive (der Verwaltung) umzusetzen sind. Je eindeutiger die Regeln, desto einfacher die Umsetzung. Wenn die Legislative, angeführt von der alternativlosen kanzlerin, es unterlässt, notwendige Regeln zu erlassen, muss sie sich über Umsetzungsdefizite nicht wundern.

Der Irrglaube, abgeschobene Ausländer würden sich brav an den Ausweisungsbescheid halten und nicht wieder versuchen, ins gelobte Land zu kommen, scheint in der Politik inflationär zu sein. In meinen Augen sind die alle irre.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 04. September 2015, 00:31:25
Dann mal für Unwissende:
Die Legislative (das Parlament) erlässt die Regeln, die von der Exekutive (der Verwaltung) umzusetzen sind.

Das ist mir schon bekannt.

Zitat
Wenn die Legislative, angeführt von der alternativlosen kanzlerin, es unterlässt, notwendige Regeln zu erlassen, muss sie sich über Umsetzungsdefizite nicht wundern.

kennst du ein konkretes Beispiel oder einen bestimmten Fall?

Zitat
Der Irrglaube, abgeschobene Ausländer würden sich brav an den Ausweisungsbescheid halten und nicht wieder versuchen, ins gelobte Land zu kommen, scheint in der Politik inflationär zu sein. In meinen Augen sind die alle irre.

Das ist mir neu, wozu denn die EU-weiten Datenbank wo die Fingerabdrücke der Asylbewerber abgespeichert wird und bei einem erneuten Versuch alles geprüft wird?
Zumindest war es vor 20 Jahren so.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 04. September 2015, 00:38:35
ach ja und es gibt keine Schlepperbanden, die Einwanderer über verschlungene Wege und Pfade in die EU schleusen? Wieviel illegale Einwanderer gibt es denn in schland und anderen Staaten? 0? oder doch zigtausend.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 04. September 2015, 00:56:21
natürlich gibt es, diese Banden. Das war aber keine Antwort  ???
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 04. September 2015, 01:01:44
Doch, das war es. Streng dein Hirn an. Wenn du 3000 km Wüste, Zäune, Meer und Grenzkontrollen hinter dich gebracht hast und anschließend mit dem Flugzeug wieder nach Haus geflogen wirst, in die gleiche Scheiße, vor der du geflohen bist, was machst du. Andächtig den Ausweisungsbescheid anbeten oder dich gleich wieder auf den Weg machen.
Die Menschen, die verzweifelt genug sind, diesen Weg auf sich zu nehmen, lassen sich nicht aufhalten. Außer, du bringst sie um. War das verständlich genug?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 04. September 2015, 01:15:20
ich greif gern auch noch mal den Gedanken von nigel auf:
Es kommen nicht die Dummen und Schlaffen.
Die dummen und schlaffen sitzen vor dem Mietstall und sinnieren darüber, dass sie sich demnäxt auf den Weg machen. Bald.  Wenn es denn passt.

Es kommen die, die sich aufraffen und die den langen Weg überleben. Das sind menschen, die was erreichen wollen. Unsere Gesellschaft wird profitieren (auch in Geld), wenn wir diese menschen annehmen und integrieren. Wenn wir sie dumm ausgrenzen und ausschließen, wird uns das übelst auf die Füße fallen. Soll keiner sagen, ich hätte sie nicht gewarnt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 04. September 2015, 01:21:31
und noch ein Gedanke
MeckPomm war seit Jahrhunderten ein Auswanderungsland.
Genauso wie England und Irland
Religiös oder politisch Verfolgte oder Wirtschaftsflüchtlinge.
Und sollte hier auf einmal die Bankenkrise zur Vernichtung sämtlicher Vermögenswerte und Erwerbschancen führen, wo sollen wir denn hin? Die Dresdner werden wahrscheinlich lieber verhungern, bevor sie irgendwo Asyl beantragen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 04. September 2015, 06:41:44
es merkelt: wir müssen eine gemeinsame lösung finden...( wird schon irgendwo eine rumliegen)
es straußt aus dem süden : roberto ist ein lieber neger, aber das boot ist gleich voll..

ergebnis: prekariat++ geht auf noch schwächere los, denn gegen oben trauen sie sich nicht.
aber häuser abfackel ist nicht gut, da werden sachwerte vernichtet, arme versicherungen und investoren..-da muss die mafiaspitze (in berlin++) aber mal etwas dudu machen.

das ist alles so zum kotzen dämlich und durchschaubar.

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roma aus rumänien also zurück ins sichere herkunftsland. ... aha. http://www.spiegel.tv/filme/magazin-vom-28122014/ (http://www.spiegel.tv/filme/magazin-vom-28122014/)
lang und sprunghaft der film, aber: investoren aus westeuropa, auch aus D, kaufen ländereien auf, installieren riesenfarmen mit maschinenpark. roma sind landarbeiterjobs los, betteln in italien bringts auch nicht.. im land sind sie unerwünscht... also tun sie, was roma seit jahrhunderten machen: wandern.

afrika schmeißen "wir" mit altkleidercontainern voll. diese billigstlumpen ruinieren die textil-handwerker .
durch nilbarsche im victoriasee , großen fangschiffen, und flugtransport (fisch weg, waffen rein) verwandelt ganze landstriche in hunger-gebiete...voller waffen.

hier im supermarkt kaufen wir geflügelbrust und keulen und flügel. (huhn + pute) . was ist mit dem rest? such mal beim discounter nach hühnerklein für ne suppe... nee wird eingefrohren und nach afrika geschippert. containerweise. und dort billig vekauft. so billig, dass die kleinbauern kaputtgehen und verelendet in die städte wandern und billighuhnmatsch fressen. -und weil die eh schon ihr land verlassen haben, ist da platz für technisierte farmen (komisch dass es bei aldi jetzt immer süßkartoffeln gibt. kochbanen gibts auch ab und zu, ) die brauchen wasser. grundwasser. nicht eimerweise wie vorher, jetzt qbm/sek- weise. -> dürre. ausser man hat monster-pumpen.

und jetzt wollen dies faulen schwarzen wirtschaftsflüchtlinge einfach hierher.. europa, schlad... solln die doch unten bleiben und sich arbeit suchen. zb auf meiner farm-investion in ghana. trecker reparieren- ach nee, können die ungebildeten bauertrampel ja nicht. eltern waren schon zu geizig für das schulgeld und  die kleinen negerlein zu faul 10 km zur schule zu laufen...

------------
jedes mal wenn mir einer kommt: die sind doch alle zu faul... bin ich kurz davor, dem stumpf vors maul zu kloppen. - weil erklären lassen diese besorgten mitbürger sich nix...

https://www.youtube.com/watch?v=GfJPirhtQSQ (https://www.youtube.com/watch?v=GfJPirhtQSQ)      (1980  erschienen !!!)

etwas langatmig und dröge, aber gut: https://www.youtube.com/watch?v=xDYgCocjMVM (https://www.youtube.com/watch?v=xDYgCocjMVM)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: grashopper am 04. September 2015, 07:08:36
Ich bin sicher, dass ein großer Teil der aktuellen syrischen Flüchtlinge wieder in die Heimat zurückgehen wird, sofern dort mal Frieden einkehren sollte.

Aber sie wollen überleben. Oder es zumindest versuchen. Die Angst muss schon enorm hoch sein, um den Weg der Flucht auf sich zu nehmen und alles - außer dem Notwendigsten - zurück zu lassen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 04. September 2015, 07:13:34
nee, hopper, die wollen sich alle hier mit H-IV den arsch vergolden.
 :iro
- demnächst bin ich nur noch mit nem 9er-eisen unterwegs und hau jedem vors schienbeil, der son blödsinn aus dem mund purzeln läßt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 04. September 2015, 07:17:37
Doch, das war es. Streng dein Hirn an. Wenn du 3000 km Wüste, Zäune, Meer und Grenzkontrollen hinter dich gebracht hast und anschließend mit dem Flugzeug wieder nach Haus geflogen wirst, in die gleiche Scheiße, vor der du geflohen bist, was machst du.

Kommt drauf an, wieviel Geld Du noch übrig hast. Oder glaubst Du, diese Schlepper lassen sich nur einmal bezahlen und hinterher hast Du ein kostenloses Freiabo bei denen, bis es endlich klappt?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 04. September 2015, 08:09:11
und noch ein Gedanke
MeckPomm war seit Jahrhunderten ein Auswanderungsland.
Genauso wie England und Irland
Religiös oder politisch Verfolgte oder Wirtschaftsflüchtlinge.
Und sollte hier auf einmal die Bankenkrise zur Vernichtung sämtlicher Vermögenswerte und Erwerbschancen führen, wo sollen wir denn hin? Die Dresdner werden wahrscheinlich lieber verhungern, bevor sie irgendwo Asyl beantragen.

Ich will jedenfalls auch möglichst keine Sachsen in Mecklenburg haben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 04. September 2015, 08:29:54
ich greif gern auch noch mal den Gedanken von nigel auf:
Es kommen nicht die Dummen und Schlaffen.
Die dummen und schlaffen sitzen vor dem Mietstall und sinnieren darüber, dass sie sich demnäxt auf den Weg machen. Bald.  Wenn es denn passt.

Es kommen die, die sich aufraffen und die den langen Weg überleben. Das sind menschen, die was erreichen wollen. Unsere Gesellschaft wird profitieren (auch in Geld), wenn wir diese menschen annehmen und integrieren. Wenn wir sie dumm ausgrenzen und ausschließen, wird uns das übelst auf die Füße fallen. Soll keiner sagen, ich hätte sie nicht gewarnt.

Du vergißt aber, daß diese Menschen für hiesige Verhältnisse nicht die richtige Ausbildung haben, daß sie andere Werte, Vorstellungen, Ideale haben, daß sie es schwer haben, sich an unsere Gesellschaft mit ihren zahlreichen Regeln sozialen Zusammenhängen anzupassen.

Die von Dir beschriebenen Sichaufraffer werden Anführer oder Verbrecher, aber niemals Arbeitsbienchen. Eingewanderte Aufraffer werden sehr wahrscheinlich letzteres, denn eine legale Karriere wird durch die o. g. Nachteile erschwert bis verhindert.

Verhindern kannst Du das kaum. Wir haben hier selber schon genug antriebsstarke, rücksichtslose und stets zuerst auf ihren Vorteil bedachte Arschlöcher rumlaufen, die nix anderes wollen, als ein paar willensschwache Idioten unter sich zu haben, die sie zum Arbeiten anhalten können.

Jedenfalls bringt es nix, immer so positive und nett gemeinte Aussagen abzusondern. Man muß auch mal analysieren, planen, umsetzen.

Man könnte z. B. gucken, daß man die Aufraffer schnell einzeln und individuell untersucht, psychologisch beurteilt, auf Wissen und Können untersucht, einen Karriereplan erstellt, ihnen ein maßgeschneidertes Assimilierungskonzept mit Aus- Weiterbildung anbietet und ihnen eine reale Chance auf eine deutsche Normalität mit Job, Auto, Frau, Häuschen mit Garten und so bietet.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 04. September 2015, 08:37:08
Und sollte hier auf einmal die Bankenkrise zur Vernichtung sämtlicher Vermögenswerte und Erwerbschancen führen, wo sollen wir denn hin?

Dann wären wir reine Wirtschaftsflüchtlinge. Merkst Du was?

Du vergißt aber, daß diese Menschen für hiesige Verhältnisse nicht die richtige Ausbildung haben, daß sie andere Werte, Vorstellungen, Ideale haben, daß sie es schwer haben, sich an unsere Gesellschaft mit ihren zahlreichen Regeln sozialen Zusammenhängen anzupassen.

Das Problem sehe ich auch.

Zitat
Jedenfalls bringt es nix, immer so positive und nett gemeinte Aussagen abzusondern. Man muß auch mal analysieren, planen, umsetzen.

So ist es.

Und es wird vor allem immer so getan, als sei es etwas naturgesetzartiges, daß diese Leute fliehen müssen. Flüchtlinge hier aufzunehmen ist eins; das tatsächliche Augenmerk sollte aber darauf liegen, diesen Menschen in ihrer Heimat vernünftige Lebensbedingungen (wieder) herzustellen.

Und da kommt wieder das kulturelle Problem. Nicht alle von den Leuten dort wollen eine Demokratie nach westlichem Muster. Und nicht wenige von denen, die zu uns kommen, lehnen unsere Gesellschaftsform ab. Sie kommen, um ihre Haut zu retten, haben aber keinerlei Bedürfnis oder Einsicht, sich hier unseren Werten anpassen zu wollen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 04. September 2015, 08:46:44
Vielleicht kann man die Aufraffer dabei unterstützen, in ihrer Heimat etwas zu verändern. Vielleicht wollen sie gar nicht in Hamburg mit Gras handeln, sondern lieber zu Hause ein richtiges Unternehmen aufbauen. Vielleicht ist solchen Aufraffern am besten geholfen, wenn man ihnen Buchführung und Unternehmertum beibringt, mit ihnen eine Geschäftsidee entwickelt, ihnen eine Startfinanzierung gibt ... Das würde u. U. sogar denen helfen, die zu Hause vor der Hütte hocken.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 04. September 2015, 08:49:42
Vielleicht kann man die Aufraffer dabei unterstützen, in ihrer Heimat etwas zu verändern.

Was willst Du denn in Syrien verändern, so als einzelner Aufraffer?

Ich meine, so mitten im Bürgerkrieg ist BuHa eher von zweitrangigem Interesse.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 04. September 2015, 08:53:32
Ich meinte damit eher den 27 jährigen Mann aus Togo, der hier an der Ecke steht und dealt.

Erstaunlicherweise verkaufen sie hier Drogen, in Italien hingegen Sonnenbrillen und Regenschirme.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 04. September 2015, 08:56:48
Die Syrer müssen wir hierbehalten und integrieren, da führt kein Weg dran vorbei. Das dürfte aber gehen, die sind uns und unseren westlichen Denkmustern sehr nah.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 04. September 2015, 13:45:58
es wird immer krauser... https://www.netzplanet.net/strafanzeige-gegen-til-schweiger-vorwurf-der-volksverhetzung/
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 04. September 2015, 14:23:41
Wieso kraus? Schweiger ist offensichtlicht ein Anhänger totalitärer Ideen, und er ruft zu deren Umsetzung auf. Daß er dabei altruistische Motive verfolgt, macht überhaupt keinen Unterschied.

EDIT: Was fordert er denn als nächstes, wenn die Inhaftierung für eine Nacht noch nix bringt? Will er die Andersdenkenden in Umerziehungslager stecken? Mit verschärfter Behandlung in Fällen von Verstocktheit? Sollen sie erforderlichenfalls auch ausgepeitscht werden? Was macht man, wenn das alles nichts bringt?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 04. September 2015, 15:13:56
Lobotomieren.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 04. September 2015, 15:56:34
Lobotomieren.

Das könnte helfen, ja.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 04. September 2015, 16:01:19
Ist jedenfalls sehr viel billiger als abzuwarten, bis mann die Kerle wieder stalingradisieren muss.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 04. September 2015, 16:04:58
Was hat das mit Stalingrad zu tun? Wieso verherrlichst Du hier Krieg, Gewalt und Tod?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 04. September 2015, 16:06:07
Tu ich nicht.
Ich habe nur darin erinnern wollen, wie mühsam es sein kann, das braune Pack wieder loszuwerden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 04. September 2015, 16:25:53
Ich habe nur darin erinnern wollen, wie mühsam es sein kann, das braune Pack wieder loszuwerden.

Und wie schnell man dabei selbst faschistoid werden kann. Mit den besten Absichten natürlich.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 04. September 2015, 16:29:50
Tu ich nicht.
Ich habe nur darin erinnern wollen, wie mühsam es sein kann, das braune Pack wieder loszuwerden.

Willst Du allen Ernstes die in Stalingrad gestorbenen deutschen Soldaten als braunes Pack bezeichnen?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 04. September 2015, 16:32:25
Ja, da waren nur handverlesene, überzeugte Nazis, und die sind alle freiwillig dort gewesen.  :evil
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 04. September 2015, 16:37:59
Ach ja, von den in Stalingrad in Gefangenschaft gegangenen sind noch mal über 100.000 in der Gefangenschaft gestorben.

Und das waren nicht alles Nazis, die meisten waren ganz schlicht Wehrpflichtige.

Ich will hier nix verherrlichen oder relativieren, und sowjetische Kriegsgefangene sind in Deutschland schlechter behandelt worden als deutsche Gefangene in der SU, und Millionen sind gestorben. Das macht aber die toten Deutschen nicht zu Nazis.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: grashopper am 04. September 2015, 16:40:43
Du vergißt aber, daß diese Menschen für hiesige Verhältnisse nicht die richtige Ausbildung haben, daß sie andere Werte, Vorstellungen, Ideale haben, daß sie es schwer haben, sich an unsere Gesellschaft mit ihren zahlreichen Regeln sozialen Zusammenhängen anzupassen.

Die von Dir beschriebenen Sichaufraffer werden Anführer oder Verbrecher, aber niemals Arbeitsbienchen. Eingewanderte Aufraffer werden sehr wahrscheinlich letzteres, denn eine legale Karriere wird durch die o. g. Nachteile erschwert bis verhindert.

Verhindern kannst Du das kaum. Wir haben hier selber schon genug antriebsstarke, rücksichtslose und stets zuerst auf ihren Vorteil bedachte Arschlöcher rumlaufen, die nix anderes wollen, als ein paar willensschwache Idioten unter sich zu haben, die sie zum Arbeiten anhalten können.



Mooooooooooooment! Es gab schon einmal Flüchtlinge aus Syrien (damals aber eher Kriegsverweigerer), die sich gut integrieren konnten. Zwei von ihnen kenne ich persönlich seit Jahren.

Man sollte sich mal von dem Gedanken verabschieden, dass die Flüchtlinge aus einem armen Land kommen. Sie müssen nur alles zurücklassen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 04. September 2015, 16:44:39
Willst Du allen Ernstes die in Stalingrad gestorbenen deutschen Soldaten als braunes Pack bezeichnen?

Ja, da waren nur handverlesene, überzeugte Nazis, und die sind alle freiwillig dort gewesen.  :evil
Ihr versteht mich wieder gewaltsam falsch.

Ab einem bestimmten Zeitpunkt der 12 Jahre gab es keinen anderen Weg mehr, als den Krieg zu gewinnen, den die Nazis angefangen hatten.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 04. September 2015, 16:50:49
Ihr versteht mich wieder gewaltsam falsch.

Bei Deinen Steilvorlagen...  :.)

Zitat
Ab einem bestimmten Zeitpunkt der 12 Jahre gab es keinen anderen Weg mehr, als den Krieg zu gewinnen, den die Nazis angefangen hatten.

Sag doch gleich, was Du meinst.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 04. September 2015, 22:24:08
Die Menschen, die verzweifelt genug sind, diesen Weg auf sich zu nehmen, lassen sich nicht aufhalten. Außer, du bringst sie um.

Sie umzubringen ist nicht nötig, manche haben sich schon auf dem Weg vom Leben verabschiedet, der Rest hat es mit ansehen müssen, eine Wiederholung kommt für sie im schlimmsten Fall(Abschiebung) nicht in Frage. Das habe ich von eine Flüchtlingsfamilie gehört.

Zitat
Wenn du 3000 km Wüste, Zäune, Meer und Grenzkontrollen hinter dich gebracht hast und anschließend mit dem Flugzeug wieder nach Haus geflogen wirst, in die gleiche Scheiße, vor der du geflohen bist, was machst du. Andächtig den Ausweisungsbescheid anbeten oder dich gleich wieder auf den Weg machen.
immer noch spekulativ, eine Familie aus mindestens 4 Mitglieder kann sich die Kosten nur einmal leisten und auf viel Glück hoffen, überhaupt irgendwo anzukommen und aufgenommen zu werden. Aber soweit wird es bei einer Familie nicht kommen, ich meine die Abschiebung, davon habe ich noch nie gehört.

Die 2. Gruppe deiner Klassifizierung kommt als Wiederholungstäter in Frage. Früher war es so, Asylbewerber aus welchem Grund auch immer, wurde denen einen 2.Versuch im selben Fluchtland mit anderen Personalien oder im andern EU-Land unterbunden, in dem die Fingerabdrücke beim 1.Versuch abgespeichert werden, meine Meinung nach kontraproduktiv.

Die Amis sind schlauer, sie haben in allen Kriegsgebieten die Türen für Auswanderer offen, und nehmen nur handverlesene auf und was bleibt sucht den illegalen Weg nach EU.

Ich strenge mein Hirn und will verstehen, warum gerade schland der beliebte Ziel dieser Leute ist oder geworden ist?
Ich habe vorgestern von meiner Schwester erfahren, ihr Schwager sei auf dem Fluchtweg, hat die Türkei verlassen und gestern hat er München erreicht. Sie waren zu dritt, die Österreicher haben ihnen angeboten dort zu bleiben, sie wollten aber unbedingt nach Deutschland.

Eine Familie mit 3 Kinder (10-14 Jahre) wollen hier bleiben, obwohl sie eine Zusage von der Amis bekommen haben und einige Verwandte dort haben, die Mutter ist Elektroingenieurin, der Vater kann sich jetzt schon in Deutsch verständigen, will schnellst möglich arbeiten und die Kinder, laut Eltern, waren sehr gut in der Schule.

Ich versuche auch zu verstehen, wie werden alle zumindest am Anfang versorgt? allein die Schulen haben Alarm geschlagen. das Problem der abgeschafften Stellen und des Mangels an Lehrkräfte steht immer wieder zur Debatte.

Es kommt mir merkwürdig vor, hier wurden die letzten 2 Jahren einige Kasernen umgebaut und renoviert, die Sanierung weiterer ist bereits geplant, alles war Vorbereitung für die Flüchtlingsaufnahme. Auf einer Veranstaltung "frag die Experte" habe ich den OBB gefragt, ob es Pläne für die Zukunft so viele Flüchtlinge gibt, Versorgung, Arbeit, Integration,... die Antwort war: wir haben keine Pläne, die Aufenthalt ist vorübergehend, es ist Sache des FSB...häääää 
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 05. September 2015, 08:42:57
Sie waren zu dritt, die Österreicher haben ihnen angeboten dort zu bleiben, sie wollten aber unbedingt nach Deutschland.

Warum? Was ist falsch an Österreich? Sind die doof?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: grashopper am 05. September 2015, 09:28:19
Warum? Was ist falsch an Österreich? Sind die doof?

Paranoia on:

Meldungen dieser Tage:

Österreich agiert schnell bei Ankünften von Flüchtlingen mit Notbetten etc.


Kommt gut in der Presse, wenn man weiß, dass die Menschen ja weiterziehen wollen.


Budapest stoppt Zug mit Flüchtlingen, die weiter nach Deutschland wollen. Und sich weigern, zunächst in ein dort eingerichetes Aufnahmelager zu ziehen.


Morgens im Radio: Hintergrund wäre eine Bitte aus Schland gewesen, damit die Helfer und Kommunen den schon vorhandenen Zustrom erst einmal deixeln können.

Das kann nichts mehr mit "Schland, dem Wirtschaftswunder und Versorger" zu tun haben. Darüber sind wir dank unserer Politik schon längst hinaus, sonst gäbe es nicht die unzähligen Armen im eigenen Lande.

Irgendetwas ist da im Hintergrund der EU-Kommi gelaufen, dass ein großer Teil der Flüchtlinge nach Schland und Co. sollen bzw. wollen.

Paranoia off:

Es gilt dennoch: Unsere Vorgenerationen haben im Krieg auch die Flucht versucht und haben - sofern sie auf der Flucht überlebten - , ein friedvolles Leben (wo auch immer) gefunden. Mit anschließendem Einsatz für Arbeit und zur Finanzierung ihres Lebensunterhaltes.

Das für externe "wunderbare" Deutschland" gibt es nicht mehr. Auch wenn es fortwährend in der Schuld steht, einen furchtbaren Krieg ausgelöst zu haben.

Der Mittelstand an Unternehmen leidet (inzwischen wohl nicht mehr so) an ausgebildeten Arbeitskräften.

Weil--> Alle wollen ja studieren und gleich in die höchste Klasse kommen.

Die schlanden Unternehmen sind wahrscheinlich froh, wenn sie engagierte Mitarbeiter rekrutieren können. Und viele von den Unternehmen sind auch bereit, in die Aus- und Fortbildung zu investieren.

Wer hier im Lande dauerhaft ansässig werden will, wird sich auch der deutschen Sprache via Sprachkurs bemühen wollen.

Wir sind doch eh mittlerweile multikulti. Und das ist gut!


Einzig die schlandeigene Problematik sollte beim derzeitig "aktuellem" Problem nicht untergehen.





Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 05. September 2015, 11:30:24
Irgendetwas ist da im Hintergrund der EU-Kommi gelaufen, dass ein großer Teil der Flüchtlinge nach Schland und Co. sollen bzw. wollen.

Paranoia off

Man muß nicht paranoid sein, um auf Deine Gedanken zu kommen.

Zitat
Es gilt dennoch: Unsere Vorgenerationen haben im Krieg auch die Flucht versucht und haben - sofern sie auf der Flucht überlebten - , ein friedvolles Leben (wo auch immer) gefunden. Mit anschließendem Einsatz für Arbeit und zur Finanzierung ihres Lebensunterhaltes.

Die Flüchtlinge waren dort, wo sie in der heutigen BRD angekommen waren, durchaus nicht unbedingt willkommen; das wird oft vergessen. Gerade in den Zeiten der Wohnraumzwangsbewirtschaftung  muß es da manchmal zwischen "Ureinwohnern" und einquartierten Flüchtlingen manchmal hoch hergegangen sein.

Unabhängig davon hatten diese Leute aber den immensen Vorteil, aus demselben Kulturkreis zu kommen und (mehr oder weniger) die selbe Sprache zu sprechen wie die Leute, die sie aufgenommen haben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 07. September 2015, 01:12:25
Warum? Was ist falsch an Österreich? Sind die doof?

Ich kann keinen Vergleich ziehen, dafür kenne ich Österreich nicht aber ich weiss wenigstens, dass der Weg etwas anständiges in Schland zu erreichen ist alles andere als eben und frage mich, wie konnte ein "Fremder" zwischen 2 fremden Länder aussuchen, wo er sein Leben weiterführen will oder ein neues Lebensabschnitt plant?

Gestern sind weitere 1000 hier eingetroffen, der Sonnemann hat bis um 3 in der Früh Bereitschaft gehabt. 
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 07. September 2015, 01:37:29
Du vergißt aber, daß diese Menschen für hiesige Verhältnisse nicht die richtige Ausbildung haben, daß sie andere Werte, Vorstellungen, Ideale haben, daß sie es schwer haben, sich an unsere Gesellschaft mit ihren zahlreichen Regeln sozialen Zusammenhängen anzupassen.

Die von Dir beschriebenen Sichaufraffer werden Anführer oder Verbrecher, aber niemals Arbeitsbienchen. Eingewanderte Aufraffer werden sehr wahrscheinlich letzteres, denn eine legale Karriere wird durch die o. g. Nachteile erschwert bis verhindert.

auf den Punkt gebracht.
Eine der Sorgen der Mutter war, sie macht sich Sorgen, ob ihre Töchter in einem fremden Land Ehemänner finden  :.) ...ich dachte, die Mädels gehen noch in die Schule und sagte ihr, erst schauen wie sie die Schule und Studium schaffen. Ich sagte ihr auch, es wäre in dieser Hinsicht doch die USA bessere alternative, dort ist die muslimische Gemeinde einschließlich ihre Verwandte größer auch die Sprachen Hurde wird ausfallen.

Mal schauen, wie es so entwickelt  ???
 
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 07. September 2015, 10:40:25
Eine der Sorgen der Mutter war, sie macht sich Sorgen, ob ihre Töchter in einem fremden Land Ehemänner finden

Wie bescheuert ist das denn?  :o

Zitat
es wäre in dieser Hinsicht doch die USA bessere alternative, dort ist die muslimische Gemeinde einschließlich ihre Verwandte größer auch die Sprachen Hurde wird ausfallen.

Ist das denn wichtig? Sollte man so eine Auswanderung nicht vielleicht auch dazu nutzen, endlich mal (s)eine Religion loszuwerden?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 07. September 2015, 11:17:21
Ich will Syrer sein (http://www.khaleejtimes.com/international/europe/why-everyone-wants-to-be-syrian)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 07. September 2015, 11:20:38
Wie bescheuert ist das denn?  :o

Ja, Bescheuert hoch 3....frag mich nicht, solche Diskussionen führe ich nicht mehr  :kotz

Zitat
Ist das denn wichtig? Sollte man so eine Auswanderung nicht vielleicht auch dazu nutzen, endlich mal (s)eine Religion loszuwerden?
Es hat wirklich nicht mehr mit Religion zu tun.
Ich habe mich mit dem Paar fast 3 Stunden unterhalten, sie sind relativ locker und offen, aber ich wollte denen keinen kulturellen Schock verursachen und habe ich den empfohlen die angebotene Hilfe der zuständigen Ämter ernst zu nehmen, ob es um Schule/ Sprachführer/ Ausbildung, selbst wenn die Kinder zurückgestuft werden, da dies die kommenden Schuljahren erleichtern kann.

Die Auswanderung garantiert die Befreiung nicht, gegen die inneren Fesseln müssen die Gedanken befreit, Das ist nicht einfach.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 07. September 2015, 11:41:32
Die Auswanderung garantiert die Befreiung nicht, gegen die inneren Fesseln müssen die Gedanken befreit, Das ist nicht einfach.

Natürlich.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Faulpelz am 07. September 2015, 11:57:46
Früher ging es in erster Linie darum, das Land zu verlassen, heute bekomme ich so langsam das Gefühl, es ginge in erster Linie darum, sich das beste Land herauszusuchen.
Ich kann den Seehofer zwar nicht gut leiden, aber mit der Aussage, Deutschland kann nicht alle Flüchtlinge übernehmen, hat er Recht.
Wozu haben wir eine europäische Gemeinschaft, wenn jeder macht, was ihm gerade passt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 07. September 2015, 12:09:02
Früher ging es in erster Linie darum, das Land zu verlassen,
Syrien?
Wer mag da bleiben wollen. Vielleicht sollten nicht ständig so viel Waffen exportiert werden.

Zitat
heute bekomme ich so langsam das Gefühl, es ginge in erster Linie darum, sich das beste Land herauszusuchen.
Wenn das Narrativ des globalen Kapitalismus wahr wäre, müsste es auch einen freien Arbeitsmarkt geben, d.h. es müsste jedem Menschen freigestellt sein, seine Arbeitskraft dort anzubieten, wo er möchte.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Stachelhaut am 07. September 2015, 12:40:01
Wenn das so wäre, dann müßten die Flüchtlinge sich allerdings auch gleich mal selbst auf dem hiesigen Markt Unterkunft, Kleidung und Nahrung besorgen. Und würden reihenweise elend sterben. Das wären dann "schmerzhafte Anpassungsprozesse".

Hör auf mit Deinem Kapitalismus, der hilft hier nicht weiter, weil er keine Moral kennt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 07. September 2015, 12:41:45
Früher ging es in erster Linie darum, das Land zu verlassen, heute bekomme ich so langsam das Gefühl, es ginge in erster Linie darum, sich das beste Land herauszusuchen.

Das schließt sich gegenseitig ja nicht aus.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Stachelhaut am 07. September 2015, 12:43:10
Allerdings sind wir gar nicht das beste Land; vielleicht müssen wir einfach nur ein wenig Aufklärungsarbeit betreiben, und schon gehen die Flüchtlinge anderswo hin.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Faulpelz am 07. September 2015, 19:17:13
Syrien?
Wer mag da bleiben wollen. Vielleicht sollten nicht ständig so viel Waffen exportiert werden.
Wenn das Narrativ des globalen Kapitalismus wahr wäre, müsste es auch einen freien Arbeitsmarkt geben, d.h. es müsste jedem Menschen freigestellt sein, seine Arbeitskraft dort anzubieten, wo er möchte.
Zum zweiten erinnere ich an Canada. Kommen kann, wer einen Arbeitsplatz nachweisenn kann.
Zum ersten, sie sollen nicht bleiben müssen, auch wenn ich fürchte, dass so das Land ausblutet. Doch wer fliehen muss, weil sein Leben bedroht wird, sollte in erster Linie die Freiheit wählen und sich dann selbst wieder um einen Wohlstand kümmern und nicht zuerst nach Wohlstand streben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 07. September 2015, 21:11:41
sollte in erster Linie die Freiheit wählen und sich dann selbst wieder um einen Wohlstand kümmern und nicht zuerst nach Wohlstand streben.
Das ist paradox. Merkst Du das nicht?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 07. September 2015, 21:55:03
Kommen kann, wer einen Arbeitsplatz nachweisen kann.
Auch hier beisst sich Deine Katze in den Schwanz. Das mag, mit Abstrichen, noch für die Völkerwanderung aus dem Balkan anzusetzen sein, aber für die "echten" Syrer kann das nicht gelten. Und für die Leute aus Afrika und vom Subkontinent (Pakistan, Bangladesh) sind ebenfalls unterschiedliche Maßstäbe zu definieren.
Wer hat denen eigentlich erzählt, dass Schland ein gelobtes Land wäre? Oh, ich vergaß, unsere lobbygeschützte/-gestützte Regierung ....
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 07. September 2015, 21:59:06
Was ist denn mit den VAE und den anderen Ländern drumherum, den Saudis z.B. Wie viele syrische Flüchtlinge nehmen die denn so monatlich auf?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 07. September 2015, 22:04:13
Schweigen im Walde ....
Von da kommt nix.
Die pflegen lieber die Scharmützel im Jemen.
Hier wird durch die kontrollierte Presse nur manchmal Betroffenheit gezeigt.
Frag' mich jetzt bitte nicht warum.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Korinthenkackerin am 07. September 2015, 22:04:38
Eine der Sorgen der Mutter war, sie macht sich Sorgen, ob ihre Töchter in einem fremden Land Ehemänner finden  :.)

Da ist dieser Herr ganz anderer Meinung (https://maximiliankrah.wordpress.com/2015/08/29/was-kommt-auf-uns-zu-fakten-und-schlussfolgerungen-zur-fluechtlingsdebatte/) .
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 07. September 2015, 22:11:07
Der Kollege steht damit sowas gegen die Luftballone und Klatschern. By the way: meinereiner sieht das genauso. Passt Einigen hier vielleicht nicht, ist aber so.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 07. September 2015, 22:20:30
Das Problem ist, daß das, was er in dem Blogbeitrag beschreibt, in Deutschland laut zu sagen nicht politsch korrekt ist und deshalb den Dummbolzen von Pegida & Co überlassen wird, anstatt mal die Augen aufzumachen und sich mit den uns überrollenden Problemen ernsthaft auseinanderzusetzen.

Ansonsten schreibt der Herr Doktor bei ersten Querlesen in seinem Blog allerdings auch ne Menge Scheiß.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 07. September 2015, 22:26:40
... anstatt mal die Augen aufzumachen und sich mit den uns überrollenden Problemen ernsthaft auseinanderzusetzen.
Daran sind wir doch Weltmeister.
Ansonsten schreibt der Herr Doktor bei ersten Querlesen in seinem Blog allerdings auch ne Menge Scheiß.
Finde ich nun so nicht wirklich. Werde das Teil morgen versuchen zu sezieren.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 07. September 2015, 22:44:00
Ich meinte nicht den von Korinthe zitierten Blogeintrag. Aber wenn Du mal ein bißchen bei ihm stöberst, steht da auch viel echter Müll.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 07. September 2015, 22:48:45
So tief war ich nicht vorgedrungen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Korinthenkackerin am 07. September 2015, 23:05:45
Mein Sohn hat mich auf die Existenz dieses Beitrags aufmerksam gemacht. Ich fand den Artikel beim ersten Lesen einfach nur interessant, wenn auch nicht besonders gut belegt. Trotzdem gehöre ich zur Sorte: "mein Mitleid für die Situation der Flüchtlinge überwiegt". Wenn ich mir aus Elternsicht überlege, wie schlecht es uns persönlich gehen müsste, um meinen Sohn in ein fremdes Land zu schicken, ohne zu wissen, ob er überlebt... - für mich nicht vorstellbar in meiner kleinen heilen Welt.

Passte eben gut zum Posting der Frau, deswegen fiel mir ein, dass ich diesen Artikel doch kürzlich gelesen habe. Ansonsten habe ich mich mit dem Blogger nicht beschäftigt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 07. September 2015, 23:24:38
Da ist dieser Herr ganz anderer Meinung (https://maximiliankrah.wordpress.com/2015/08/29/was-kommt-auf-uns-zu-fakten-und-schlussfolgerungen-zur-fluechtlingsdebatte/) .

so sehe ich es auch, so planlos, so untypisch  ??? was steckt dahinter, ich meine hinter dieser Haltung?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 08. September 2015, 00:02:26
syrer haben zum großtenteil ihr haushalt, teilweise geschäfte verkauft, reisen mir bussen, zügen oder fliegen. bis an den rand der türkei wohnen sie, dh die ganze familie in hotels oder pensionen. erst auf kos oder lesbos sind sie plötzlich lumpenproleteriat. obwohl sie immer noch geld haben. und deren papiere sind in ordnung.
bekommen die sofort vorsorglich eine aufenthalserlaubnis für 1jahr - bis das asylverfahren abgeschlossen ist-. eine wohnung, sprachkurse und arbeitserlaubnis, diffudieren die inerhalb von ein-zwei jahren hier in die gesellschaft.

aus afrika kommen junge männer, weil die die strapazen einer flucht ohne irgend welche mittel- ausser smartfon- besser überstehen. evtl haben sie keinen schulabschluß, was nicht bedeutet, dass sie doof sind. - sonst wären sie nicht bis hier gekommen. jeden tag 1 std deutschunterricht, danach BEZAHLTE arbeit. von mir aus auch fortbildung. - und da müssen wir flexiebler werden. (stell morgens 10 schwarze vor den altmetallcontainer im recylinghof, mit ganz simplen werkzeugen... am abend haben die total verrückte sachen gebaut, die sie entweder selbst nutzen können oder verkaufen)
oder gebt ihnen holz, farbe, stoff, und z.b. hanfdämmmatten. - die bauen möbel damit.
albaner sin meist handwerker oder geschäftleute. gebt denen ein jahr zeit um von stütze runterzukommen...
roma - hab ich vor kurzem gelernt- als solche gibt es nicht. sie haben gilden, die unter sich bleiben. musiker, kesselflicker, theaterleute.... die haben verschiedene sprachen. rumänische musiker haben die gleiche sprache wie belgische musiker, aber eine andere als die kesselflicker in der eigenen stadt. - wenn man nun zwei gilden in einen wohnblock sperrt, gibts zoff.

wir erleben gerade den beginn einer großen völkerwanderung. den anlässe können wir benennnen, aber nicht den grund. das passiert einfach von zeit zu zeit.

unsere einzige chance ist das gespräch. wir müssen uns mit den zuwanderern verständigen. einsperren und füttern ist NICHT der weg. das wird uns teuer zu stehen kommen - in sämtlichen bereichen.
ich bin auch nicht dafür, denen zucker in den arsch zu blasen.
radikale prediger, ab nach hause. diebe, gewalttäter, ab nach hause.

aber - in einem video haben sie auf kos einen syrischen deutschlehrer interviewt. der pennt mit seiner famile am strand, weil er trotz geld kein hotelzimmer bekommt, und wenn er es bis hier schafft, sitzt er bis zur freigabe in einem auffanglager rum. sein freund ,auch auf kos ingenieur der englisch, französisch, urdu und arabisch kann. in 6 moten spricht der besser deutsch als unsere sachsen und bayern. aber nee, die kommen auf halde.
unser umgang mit den ankommenden ist nicht nur unmenschlich sondern vor allem strohdumm.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 08. September 2015, 21:28:44
Die arabische Halbinsel schottet sich ab. (http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/die-golfstaaten-schotten-sich-gegenueber-fluechtlingen-ab-13789932.html)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 08. September 2015, 21:38:01
Die Herrschaften, im wahrsten Sinne des Wortes, dulden keine Meinungen.
Den Artikel habe ich auch gelesen.
Wir, mein Kollege und ich, vermuten, dass Stillhaltungsgelder an den IS gezahlt werden, bis irgendeiner den Hals nicht voll bekommt und die erste Moschee platt gemacht wird. Die Einschläge werden näher kommen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 08. September 2015, 21:46:14
vermuten, dass Stillhaltungsgelder an den IS gezahlt werden, bis irgendeiner den Hals nicht voll bekommt und die erste Moschee platt gemacht wird.

Na hoffentlich passiert das bald, damit die Bande wach wird.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Faulpelz am 09. September 2015, 14:06:13
Mit Freiheit wollte ich nur sagen, dass es den i Flüchtlingen aus Kriegsregionen in erster Linie darum gehen sollte, in ein freies demokratisches Land zu kommen und es nicht darum gehen kann, das eine Land zu akzeptieren und das andere abzulehnen
Das Beispiel mit Canada galt für Asylanten, nicht für Flüchtlinge.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Faulpelz am 09. September 2015, 14:12:51
Gestern las ich, dass Deutschland Ende diesem Jahres mehr als 800 000 Flüchtlinge unterbringen wird und Frankreich 60 000.
Was haben dann die Europaväter gedacht, als sie von einem geeinten Europa sprachen? Nie wurde deutlicher, wie jetzt, dass es immer noch in erster Linie um die Wahrung nationaler Interessen geht .
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 09. September 2015, 15:16:30
Gestern las ich, dass Deutschland Ende diesem Jahres mehr als 800 000 Flüchtlinge unterbringen wird und Frankreich 60 000.
Was haben dann die Europaväter gedacht, als sie von einem geeinten Europa sprachen? Nie wurde deutlicher, wie jetzt, dass es immer noch in erster Linie um die Wahrung nationaler Interessen geht .

Natürlich geht's um Interessen. De Gaulle: "Staaten haben keine Freunde, nur Interessen."

Die Franzosen haben vermutlich Schiss wegen ihrer verkorksten Integration der Bewohner ihrer ehemaligen Kolonien. Es muß aber nicht zwangsläufig so schlecht laufen. Über die Syrer kann man sich am Ende freuen. Da sind viele gut ausgebildete und studierte Leute dabei. Die kriegt man hoffentlich recht gut integriert. Und am Ende helfen sie noch dabei, das Hartz 4 der Protestierer in Heidenheim zu bezahlen.

Und Flüchtlinge nach Osteuropa: ja, im Prinzip schon, aber die Umgebung wäre da nicht besonders freundlich. Ich weiß noch, wie man bei der Fussball-EM in Polen/Ukraine ausländische Fans vor Fremdenfeindlichkeit gewarnt hat. Das sind keine besonders einwanderungsfreundlichen Länder.

Man sollte nur immer auch hingucken, ob da irgendwelche Dschihadisten mit reinsickern. Mir fehlt irgendwie das Begleitprogramm. Man hört ständig von irgendwelchen Moscheen in Wolfsburg usw. an denen für den IS geworben wird. Verstehe ich nicht, warum man das hinnimmt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 09. September 2015, 15:38:29
Das Beispiel mit Canada galt für Asylanten, nicht für Flüchtlinge.

Das ist das Problem, die Neukommlinge wissen nicht, dass es ein Unterschied gibt. Für sie gibt es nur Auswanderer, sie sind nur ein " illegalen" Weg gegangen.

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 09. September 2015, 15:47:37
Über die Syrer kann man sich am Ende freuen. Da sind viele gut ausgebildete und studierte Leute dabei. Die kriegt man hoffentlich recht gut integriert.

Da werde ich an deiner Stelle vorsichtiger sein, Ausbildung und Studium schließt verkorkste Hirne nicht aus! ich war selber von einem ausgebildeten Syrer, der mehr als 18 Jahre seines Lebens hier verbracht hat überrascht/ enttäuscht und musste die Unterhaltung unterbrechen.
Also nicht verallgemeinern, Ach und noch was, er war nicht Muslim  ???
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 09. September 2015, 16:13:01
Man sollte nur immer auch hingucken, ob da irgendwelche Dschihadisten mit reinsickern. Mir fehlt irgendwie das Begleitprogramm. Man hört ständig von irgendwelchen Moscheen in Wolfsburg usw. an denen für den IS geworben wird. Verstehe ich nicht, warum man das hinnimmt.
Auf das Instrument, das dieses verhindert könnte, bin ich gespannt. Mittlerweile gibt es einige Trittbrettfahrer, die auf den Syrien-Zug aufspringen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 09. September 2015, 17:00:53
Weiß ich auch nicht, ob's das gibt. Ich wundere mich nur immer, wie weit die Toleranz bei sowas reicht. Man liest, daß es schon in den Auffangstellen religiöse Hardliner gibt, die das große Wort führen und andere unter Druck setzen. Da muß man sich dann vielleicht trauen, die Leute rauszupicken udn abzuschieben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 09. September 2015, 17:06:42
Da werde ich an deiner Stelle vorsichtiger sein, Ausbildung und Studium schließt verkorkste Hirne nicht aus! ich war selber von einem ausgebildeten Syrer, der mehr als 18 Jahre seines Lebens hier verbracht hat überrascht/ enttäuscht und musste die Unterhaltung unterbrechen.
Also nicht verallgemeinern, Ach und noch was, er war nicht Muslim  ???

klar, ich habe auch mal einen gleichaltrigen Marokkaner kennengelernt. Der war immer in der gleichen Tischtenniskneipe. Netter Kerl, aber irgendwann meinte er mal, eine deutsche Frau kommt für ihn nicht in Frage. Das sind alles Schlampen. Ich glaube, der hatte sogar eine zeitlang eine deutsche Freundin gehabt. Schizophrenie.

Ich kenne auch die Berichte zu Vorbereitungskursen deutscher Behörden im Libanon, wo den Leuten beigebracht wird, daß Hitler kein großer Mann war und man über Homosexuelle nicht lacht. Es ist auch bekannt, daß es unter jungen Türken einen weit größeren Antisemitismus gibt als unter jungen Deutschen. Längerfristig muß man sich mit dem kulturellen Unterschied befassen und auf etwas weniger zimperlich auf eine Anpassung hinarbeiten. Das geht am besten mit Bildung und mit weniger Hinterhof-Koranschulen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 09. September 2015, 17:23:52
Das sind alles Schlampen. Ich glaube, der hatte sogar eine zeitlang eine deutsche Freundin gehabt. Schizophrenie.

Der Grund für diesen Ruf ist ihre Zugehörigkeit zum Christentum(so begründen sie ihre Bezeichnung), der Typ war aber Christ und hat mich so indirekt als eine bezeichnet  :.), das ist Schizophrenie ^3
Nicht die Religion allein, Kultur, die Erziehung und die Gesellschaft schafen es solche verdorbene Hirne mit Misst zu füllen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 09. September 2015, 17:32:13
eine deutsche Frau kommt für ihn nicht in Frage. Das sind alles Schlampen. Ich glaube, der hatte sogar eine zeitlang eine deutsche Freundin gehabt. Schizophrenie.

Sind wir nach anderen Maßstäben ja auch. Und er meinte inakzeptabel als Ehefrau. Als Freundin ist eine "Schlampe" ja nicht das Schlechteste. Wir haben auch ohne Ehering oder -versprechen Sex, sind sexuell freizügig erzogen, erwarten meistens keine Gegenleistung für Sex…

Eine Ehefrau sollte in vielen Teilen der Welt immer noch jungfräulich das Ja-Wort sprechen.

Das für uns ( migrationspolitisch gesehen) Blöde daran ist nur, dass es ein weiteres Vorurteil ist, was eine echte Integration erschwert. Es gibt kaum Eheschliessungen zwischen uns und Migranten aus anderen Kulturkreisen. Die Grenze bleibt.



Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 09. September 2015, 17:32:35
frankreich hat seine portion zuzügler schon seit einigen jahren/jahrzehnten. - aus den ehemaligen kolonien .

jetzt ernten wir die früchte unseres witschafts-kolonialismus.
- landgrabbing von investoren
- industrialisierung der landwirtschaft zu lasten der kleinbauern
- müllverklappung : elektroschrott, klamotten, fleischbfälle ruiniern die kleinbetriebe.
- wasserklau
- chemische verseuchung und saatgutsklaverei
- waffenexport
-

getarnt als investion ( teilweise mit abschreibunggeffekt hier beim finanzamt) oder entwicklungshilfe.



Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 09. September 2015, 17:45:04
...

Und Flüchtlinge nach Osteuropa: ja, im Prinzip schon, aber die Umgebung wäre da nicht besonders freundlich. Ich weiß noch, wie man bei der Fussball-EM in Polen/Ukraine ausländische Fans vor Fremdenfeindlichkeit gewarnt hat. Das sind keine besonders einwanderungsfreundlichen Länder....
Die Dänen drehen auch grade so richtig am Rad.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/daenemark-stoppt-fluechtlinge-zugverkehr-mit-deutschland-eingestellt-a-1052173.html
Dabei wollen die Flüchtlinge gar nicht nach Dänemark, sondern nach Schweden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 09. September 2015, 17:53:10
frankreich hat seine portion zuzügler schon seit einigen jahren/jahrzehnten. - aus den ehemaligen kolonien .

jetzt ernten wir die früchte unseres witschafts-kolonialismus.
- landgrabbing von investoren
- industrialisierung der landwirtschaft zu lasten der kleinbauern
- müllverklappung : elektroschrott, klamotten, fleischbfälle ruiniern die kleinbetriebe.
- wasserklau
- chemische verseuchung und saatgutsklaverei
- waffenexport
-

Kannst du mal erklären, was davon in Syrien stattgefunden hat? Also ja, Waffenexport, aber eher durch Russen und Chinesen. Der Rest?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 09. September 2015, 18:07:31
Dabei wollen die Flüchtlinge gar nicht nach Dänemark, sondern nach Schweden.

Ei dann sollen sie halt über's Meer oder durch Rußland und Finnland reisen. Die Dänen haben ihre schönen Brücken über den kleinen Belt, den großen Belt und den Öresund schließlich für die Dänen gebaut, und vielleicht noch für ein paar mautzahlende Touristen.  :iro
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 09. September 2015, 18:11:34
Zitat
Kannst du mal erklären, was davon in Syrien stattgefunde hat? Also ja, Waffenexport, aber eher durch Russen und Chinesen. Der Rest?


 :.)  wo steht in meinem post was von syrern?
ausserdem hast du deine eigene frage schon selbst beantwortet.


wenn "unser" beyer/basf++ in entwicklungsländern tonnenweise gifte ausbringen läßt, der böden langfristig unbrauchbar macht, mit dünger das wasser unbrauchbar macht und böden fariziert, auf denen ausser bestimmtem saatgut, das sie natürlich liefern nix wächst, schon gar nichts , was die einheimischen konsumieren könnten...- dann müssen wir uns nicht wundern, wenn die hier her kommen. bzw. abwabdern, andere verdrängen und so eine wellenbewegung entsteht.


das ganze ist zwar voraussehbar, aber UNBERECHENBAR - kein wunder also, dass es mit deiner art zu denken kollidiert.
das ist jetzt nicht böse oder aggressiv oder flapsig gemeint. künstler und mathematiker haben eine unterschiedliche wahrnehmung und denkweise.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 09. September 2015, 18:28:15

 :.)  wo steht in meinem post was von syrern?

Da stand: "jetzt ernten wir die früchte unseres witschafts-kolonialismus."

Das "jetzt" bezog ich auf die aktuelle Situation und da reden wir vor allem über Flüchtlinge aus Syrien. Ich halte nicht viel davon, die Sache einfach zu pauschalieren und dann die ebenso pauschale Standarderklärung anzubringen.

Zitat
ausserdem hast du deine eigene frage schon selbst beantwortet.

nein.

Zitat
wenn "unser" beyer/basf++ in entwicklungsländern tonnenweise gifte ausbringen läßt, der böden langfristig unbrauchbar macht, mit dünger das wasser unbrauchbar macht und böden fariziert, auf denen ausser bestimmtem saatgut, das sie natürlich liefern nix wächst, schon gar nichts , was die einheimischen konsumieren könnten...- dann müssen wir uns nicht wundern, wenn die hier her kommen. bzw. abwabdern, andere verdrängen und so eine wellenbewegung entsteht.

und das haben die in Syrien gemacht? Und das ist nun der Grund für den Bürgerkrieg dort? Am Ende war BASF schon dafür verantwortlich, daß sich der frühe Islam in zwei Richtungen geteilt hat? Bayer (mit a) und BASF haben auch die Assads ins Amt gehievt? BASF hat die unsinnigen Grenzziehungen in der Region gemacht und BASF ist auch im Irak einmarschirt?

Ich will gar nicht bestreiten, daß es diese Erklärung für andere Probleme andernorts gibt, aber man sollte vielleicht nicht auf jede Problematik seine vorgefertigten Erklärung anwenden, zumal Syrien nunmal eher russisches und iranisches Einflußgebiet ist. Bevor man also in zwanghafter Selbstkasteiung wieder "den Westen" pauschal verantwortlich macht, sollte man sich zuerst die Verantwortung dieser beiden Länder anschauen. Und was den IS angeht, vielleicht auch noch die der Golfstaaten. Und der Assad-Clan trägt sicher auch eine Verantwortung.

Bei diesen Erklärungsmustern mit Post-Kolonialismus und der prinzipiellen Verantwortung des Westens für alles, fällt mir immer auf, mit welcher Arroganz damit den Menschen ein eigener Willen und Handlungsspielraum abgesprochen wird. Da macht der Gutmensch mit seiner gut gemeinten Kritik am Westen den Drittweltbewohner zum unmündigen Subjekt.

Und man verstellt sich damit den Blick auf die tatsächliche Komplexität der Sache. Wenn alles so monokausal wäre, müßte die Situation auf der ganzen Welt gleich sein. Ist sie aber nicht. Der IS, Al Nusra und dergleichen, sind schon eine ziemlich spezielle Erscheinung. Und alleine mit Armut läßt sich die auch nicht erklären.

Zitat
das ganze ist zwar voraussehbar, aber UNBERECHENBAR - kein wunder also, dass es mit deiner art zu denken kollidiert.
das ist jetzt nicht böse oder aggressiv oder flapsig gemeint. künstler und mathematiker haben eine unterschiedliche wahrnehmung und denkweise.

Ich traue beim Denken von Mathematikern eher über den Weg. Die wissen wenigstens, wie man schlussfolgert.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Faulpelz am 09. September 2015, 19:16:00
Wenn ich das alles lese und für mich zusammenfasse, kann ich verstehen, dass es auch Menschen gibt, die mittelfristig vor Überfremdung und Unterwanderung Angst haben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 09. September 2015, 20:51:55
Da muß man sich dann vielleicht trauen, die Leute rauszupicken udn abzuschieben.

Natürlich. Ich verstehe nicht, warum das nicht geschieht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 09. September 2015, 20:58:08
Sind wir nach anderen Maßstäben ja auch. Und er meinte inakzeptabel als Ehefrau. Als Freundin ist eine "Schlampe" ja nicht das Schlechteste.

Ich hatte mal das zweifelhafte Vergnügen, so einen Typen zu verteidigen. Junger Marokkaner, war mit einer Marokkanerin verlobt, die er natürlich nicht anrührte. Angeklagt war ein versuchter Totschlag mit einem Rattenschwanz von Sexualdelikten, alle begangen an deutschen Mädchen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 09. September 2015, 21:04:16
Ein orthodoxes Regelwerk wird eben immer da gebraucht, wo die Menschen am anfälligsten für Ausschweifungen sind. Deswegen findet man die wirklichen "Schlampen" auch genau da, wo das moralische Regelwerk besonders streng gehalten wird. Das gilt für Tea-Party-Republikaner genauso wie für saudische Moralapostel.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 09. September 2015, 21:11:17
wo steht in meinem post was von syrern?

Es geht hier im wesentlichen um die syrischen Flüchtlinge, und alles, was Dir einfällt, ist:

jetzt ernten wir die früchte unseres witschafts-kolonialismus.

Ich krieg schon gerade wieder das Kotzen, wenn ich schon wieder Dein "wir" lesen muß. Ich gehöre nicht zu Deinem "wir". Wenn Du Dich zu dem von Dir ausgeführten "wir" dazuzählst, dann hast Du Dir ganz persönlich das hier zuschulden kommen lassen:

Zitat
- landgrabbing von Investoren (mit Dir als Investor, wohlgemerkt)
- industrialisierung der landwirtschaft zu lasten der kleinbauern
- müllverklappung : elektroschrott, klamotten, fleischbfälle ruiniern die kleinbetriebe.
- wasserklau
- chemische verseuchung und saatgutsklaverei
- waffenexport
-

getarnt als investion ( teilweise mit abschreibunggeffekt hier beim finanzamt) oder entwicklungshilfe.

Na, da hast Du ja ganz schön Dreck am Stecken.  8) Aber laß mich da raus.

Ich bin mit Araxes sicher nicht oft einer Meinung, aber Deine oft platten Pauschalisierungen, in die Du andere, namentlich mich mit einbeziehst ("wir"), gehen mir ziemlich auf die Nerven.

Merk Dir ein für allemal: ICH GEHÖRE NICHT ZU DEINEM "WIR"!

Kannst Du mir folgen?

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 09. September 2015, 21:31:13
Vielleicht sollte man auch mal die Geschichte der Region anschauen. Da gab es seit 5000 Jahren gegenseitige Eroberungen und immer wieder Kolonialisierungen durch Babylonier, Ägypter,  Hethiter, Perser, Römer, Osmanen... und immer nur dann Ruhe, wenn einigermaßen autokratisch geherrscht wurde, oft durch Fremdherrscher. Deshalb ist die Katastrophe heute kein besonderes Ereignis, für dessen Erklärung man unbedingt den europäischen Kolonialismus braucht. Zumal der sich auch der Zerstrittenheit der lokalen Herrscher bedient hat. Ich sehe darin eher den Rückfall in Zustände, die dort immer wieder so waren.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 09. September 2015, 21:41:42
dann streich das wir und setze dafür BRD, wenn es deinem gemüt zuträglicher ist. - als ob es darum ginge.

es kommen aber nicht nur syrer.

und durch die kleinstückelei bis zu einem steinchen vom großen mosaik löast man das problem nich, und wenn man noch so viel von der einen scherbe weiß...

anderer aspekt: yossi, wenn du dir "deine" banken und versicherungen anschaust und forscht, wo die investieren, bist du evtl mehr in das "wir" involviert als ich. EVENTUELL.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 09. September 2015, 21:50:29
es kommen aber nicht nur syrer.

Ich glaube, die nächstgrößere Gruppe kommt aus Osteuropa mit Schwerpunkt Balkan. Da ist der deutsche Wirtschaftskolonialismus nun auch nicht wirklich verantwortlich für die Fluchtgründe.

Zitat
und durch die kleinstückelei bis zu einem steinchen vom großen mosaik löast man das problem nich, und wenn man noch so viel von der einen scherbe weiß...

Das ist eine schlechte Entschuldigung für Oberflächlichkeit.

Zitat
anderer aspekt: yossi, wenn du dir "deine" banken und versicherungen anschaust und forscht, wo die investieren, bist du evtl mehr in das "wir" involviert als ich. EVENTUELL.

Ich stelle mal die Behauptung auf, daß es mehr Flüchtlinge von dort gibt, wo die NICHT investieren. Und begründe das damit, daß Länder mit chaotischen, instabilen Zuständen keine Investitionen anziehen und umgekehrt Investitionen zur Schaffung einer gewissen wirtschaftlichen Grundlage beitragen, woraus wieder Stabilität entsteht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 09. September 2015, 21:58:04
dann streich das wir und setze dafür BRD, wenn es deinem gemüt zuträglicher ist. - als ob es darum ginge.

Doch, ganz genau darum geht es! Du vergewaltigst vereinnahmst andere ("wir") für Deine oft platte Rummoralisiererei. Ich will damit nichts zu tun haben. Ich bin auch keiner von Deinen "wirs", die Blinde anschreien, damit sie besser sehen oder was immer Du da kürzlich für einem Mist abgelassen hast.

Zitat
es kommen aber nicht nur syrer.

Mir doch scheißegal. Ich habe mich auch gegenüber Flüchtligen aus anderen Ländern nicht der Dinge schuldig gemacht, die Du mir ("wir") gerade vor ein paar Posts unterstellt hast. Zieh Dir selber die Schuhe an, die Du willst, aber laß andere ("wir") da raus.

Zitat
wenn du dir "deine" banken und versicherungen anschaust und forscht, wo die investieren, bist du evtl mehr in das "wir" involviert als ich.

"Meinen" Banken schulde ich Geld. Worin die auch immer investieren, von meinen Schulden bei denen tun sie es jedenfalls nicht. Dafür müßte ich *Guthaben* bei denen haben.

Ob meine Kfz-Haftpflichtversicherung irgendwo investiert, weiß ich nicht, könnte es auch nicht verhindern. Es sind nämlich Haft*pflicht*Versicherungen. Aber ich kann gerne versuchen, ein paar Unfälle zu verursachen, damit die was zahlen müssen und ich sicher sein kann, daß meine Versicherungsbeiträge nicht für unmoralische Investitionen mißbraucht werden.  :P
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 09. September 2015, 22:29:33
immer noch unterschätzt wird die Wirtschaftskraft, die mit den Auswanderern kommt. Gerade Orte, aus denen die Bundeswehr abgezogen ist, leiden unter dem Kaufkraftverlust. Da können ein paar Hundert Neuansiedler gerade recht kommen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 09. September 2015, 23:05:30
falls das thema roma interessiert: http://www.spiegel.tv/filme/magazin-vom-28122014/
und wenn, dann den ganzen film anschauen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 09. September 2015, 23:58:10
das Geschäft boomt
http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-aus-syrien-und-irak-warum-gerade-jetzt-so-viele-fliehen-a-1052095.html
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 10. September 2015, 01:32:20
Einwanderer
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/einwanderungsland-deutschland-jeder-fuenfte-hat-wurzeln-im-ausland-a-1052140.html
besonders gut fand ich diesen Kommentar
Jeder zwanzigste Bayer hat Wurzeln in Preußen :-)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 10. September 2015, 01:59:44
Die Dänen drehen auch grade so richtig am Rad.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/daenemark-stoppt-fluechtlinge-zugverkehr-mit-deutschland-eingestellt-a-1052173.html
Dabei wollen die Flüchtlinge gar nicht nach Dänemark, sondern nach Schweden.
dazu dieses Zitat
"Die dänische Polizei kann in Dänemark ankommende Flüchtlinge nicht dauerhaft von der Weiterreise nach Schweden abhalten. "Wir haben laut dem Ausländergesetz Befugnis, Menschen dreimal 24 Stunden zurückzuhalten", sagt Reichspolizeichef Jens Henrik Højbjerg bei einer Pressekonferenz am Abend. "Es ist klar, dass wenn die Zeit, in der wir die Menschen zurückhalten können, abläuft, wir nicht verhindern können, dass sie in ein anderes Land reisen"."

Was also soll das Ganze?

So langsam sollte auch dem langsamsten aller Politiker aufgehen, dass mann diese Massenauswanderung nicht mit bürokratischen Hindernissen und dem Verweis auf irgendwelche Gesetze stoppen kann. Dazu gehört auch dieses Gebetsmühlenartige "wir brauchen schnellere Abschiebeverfahren und müssen die Wirtschaftsflüchtlinge, insbesondere vom Balkan, wieder zurückschicken."
Die stehen drei Tage später wieder vor der Tür.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 10. September 2015, 02:45:44
von hier bis zum see 2 dörfer weiter..
ende audust stehen 5 reiher auf den wiesen und äbgeernteten feldern. nächsten tag 10, dann 20...eines tages alles voll mit reihern. und dann sind sie weg. mehrere tausend. eines morgens sind sie weg.
nun, dass ist jedes jahr so.

was, wenn es beim menschen solche impulse auch gibt. unabhängig von den anlässen.
warum machen sich so viele auf den weg und "wandern" mit alexander bis indien?
die vandalen, die mongolen, die azteken... nur weil durchgeknallter könig ein land erobern will?
warum sind unsere vorfahren von afrika zum donaudelta gezogen?
warum der exodus nach amerika ? im osten war genug platz..ohne meer dazwischen.
vielleicht ist das ein phänomen wie der vogelzug.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 10. September 2015, 06:47:42
vielleicht ist das ein phänomen wie der vogelzug.

Jetzt wird´s albern.  :.)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 10. September 2015, 08:05:12
Jetzt wird´s albern.  :.)
Durchaus nicht. Völkerwanderungen verschiedenster Art hat es tatsächlich immer gegeben. Das ist die Frage nach einer anthropologischen Konstante nicht unbegründet.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 10. September 2015, 08:33:12
Zumindest die Ursachen der zweiten Völkerwanderung düften inzwischen festgestellt sein und eindeutig nicht auf eine anthropologische Konstante zurückzuführen sein.

Was die Achäer damals veranlaßt hat, in das heutige Griechenland einzuwandern, wird man vielleicht auch noch herausbekommen. Die gängige These ist meines Wissens nach (hab mich lange nicht mehr mit dem Thema beschäftigt), daß sie einfach nomadisierende Hirten waren, die in der Peleponnes in eine Sackgasse gelaufen sind, die sie daran gehindert hat, weiterzuwandern.

warum machen sich so viele auf den weg und "wandern" mit alexander bis indien?

Gier auf Eroberungen und Beute. Oder dachest Du, Alexander betrieb ethnologische Feldforschungen?

Zitat
die vandalen

Zweite Völkerwanderung; die sind selbst nur dem Druck anderer, nachschiebender Völker gewichen und wären ansonsten wahrscheinlich gerne dort gebliben, wo sie herkamen.

Zitat
die mongolen

Ein auf Raub gegründetes expansives Wirtschaftsmodell ohne jegliche Eigenproduktion. Konnte nicht lange gutgehen, weshalb die auch sehr schnell wieder von der Bildfläche verschwunden waren.

Zitat
die azteken...

Die sind mal gewandert? Man lernt nie aus.

Zitat
warum sind unsere vorfahren von afrika zum donaudelta gezogen?

Warum die junge Spezies Mensch irgendwas gemacht hat, ist nur sehr schwer zu ergründen. Immerhin sind ja nicht alle ausgewandert, sonst wäre Afrika menschenleer. Ich würde mal vermuten, daß die damals noch nicht sesshafte Menschheit immer der Nase nach gelaufen ist, wo sie Futter vermutete.

Zitat
warum der exodus nach amerika ? im osten war genug platz..ohne meer dazwischen.

Weil es die Menschen auf ihrem damaligen Bildungsniveau nicht besser wußten. Wenn ihnen einer einen Globus hingestellt und ihn erklärt hätte, wären sicher auch mehr Menschen in den Osten gegangen. Immerhin haben das genug gemacht und sind sogar für den Osten angeworben worden (Donauschwaben etc.).

Zitat
vielleicht ist das ein phänomen wie der vogelzug.

Vielleicht. Ganz bestimmt aber was Spirituelles.  :.)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 10. September 2015, 09:06:49
Jede historische Wanderung hat natürlich ihre besonderen Gründe.
Die Konstante ist die, dass Menschen geneigt sind, gewissen Problemlagen durch Wanderung zu begegnen, und die Wanderung daher ein natürliches Verhaltensmuster ist.
Die Vögel ziehen auch nicht grundlos.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Faulpelz am 10. September 2015, 09:10:57
Die Massenbewegungen der vergangenen Zeiten hatten viele Gründe. Hunger, Überbevölkerung, Klimaveränderungen, Flucht vor fremden Angreifern aber auch Hoffnung auf leichte Beute und auf die Eroberung eines fremden Landes ließen ganze Völkerscharen auf der Suche nach einem besseren Leben aufbrechen.
Das Jahr 375, als die Hunnen in Europa eindrangen, gilt als Beginn der Völkerwanderungszeit. Die Germanen wurden vertrieben, mussten sich neu zurechtfinden und haben ein neues Bild Europas geschaffen.

Wenn wir heute davon ausgehen müssen, dass wie Frau Merkel sagte, das erst der Anfang ist, und der Klimawandel zudem dafür sorgen wird, dass Völker ihre Heimat verlieren, scheint mir das kein allzu utopischer Gedanke.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 10. September 2015, 09:22:48
Die Konstante ist die, dass Menschen geneigt sind, gewissen Problemlagen durch Wanderung zu begegnen, und die Wanderung daher ein natürliches Verhaltensmuster ist.

Das Ausweichen scheint mir ein völlig natürliches Verhalten zu sein, wenn Aufgeriebenwerden die Alternative ist. Das gleich zu einer anthropologischen Konstante hochzustilisieren, halte ich für etwas gewagt.

Zu Völkerwanderungszeiten gab es praktisch keine Infrastruktur, die ein individuelles "Auswandern" ermöglicht hätte. Man konnte nicht einfach seine Koffer packen und sich in den nächsten Zug setzen. Da haben sich eben ganze Dörfer, Clans etc. auf den Weg gemacht. Man hatte von irgendwelchen tollen Gegenden mit fruchtbaren Böden in irgendeiner Richtung hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen gehört und machte sich in seiner Verzweiflung auf.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 10. September 2015, 09:40:26
Das Ausweichen scheint mir ein völlig natürliches Verhalten zu sein, wenn Aufgeriebenwerden die Alternative ist.
Das tun aber nicht alle Species.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 10. September 2015, 09:51:37
Es gibt nicht nur hier Menschen und dort Lemminge.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 10. September 2015, 09:53:24
Hä?

Mit "Spiritualität" hat es jedenfalls genausowenig zu tun wie der Vogelzug.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 10. September 2015, 09:59:36
Hä?

Du schriebst, daß nicht alle Spezies ausweichen.

Klar. Lemminge tun das wahrscheinlich nicht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 10. September 2015, 11:02:44
Man muss nicht bis zu den Hunnen zurückgehen. Noch im 20. Jahrhundert sind auch massenhaft Deutsche ausgewandert. Um 1900 rum wegen Armut, 40 Jahre später wegen Krieg und Verfolgung.

Wenn man sich die heutigen Migrationsdaten anschaut, bilden in der Schweiz und in Österreich Deutsche JETZTeine der drei größten Einwanderergruppen. Und das sind Wirtschafts"flüchtlinge".

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 10. September 2015, 12:15:28
Einwanderer
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/einwanderungsland-deutschland-jeder-fuenfte-hat-wurzeln-im-ausland-a-1052140.html
besonders gut fand ich diesen Kommentar
Jeder zwanzigste Bayer hat Wurzeln in Preußen :-)

Jeder zweite Ruhrpottbewohner hat Vorfahren in Polen. Überhaupt sind die Deutschen außerhalb Bayerns genetisch enger mit Polen verwandt als mit Bayern. Und jeder dritte Ostpreusse stammt von Österreichern ab. Meine Vorfahren auch.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 10. September 2015, 12:24:42
warum machen sich so viele auf den weg und "wandern" mit alexander bis indien?

Aussicht auf Ruhm und Beute.

Zitat
die vandalen, die mongolen, die azteken... nur weil durchgeknallter könig ein land erobern will?

Vandalen: hatten kein eigenes Siedlungsgebiet und wurden immer wieder vertrieben.
Mongolen: waren kriegsgeil
Azteken: sind die wirklich ausgewandert?

Zitat
warum sind unsere vorfahren von afrika zum donaudelta gezogen?

wahrscheinlich Klimawandel. Das Habitat ist zu unfruchtbar geworden. Es gab wahrscheinlich auch eine Rückwanderung und eine erneute Auswanderung. Jedes Mal mit Klimawechseln verbunden.

Zitat
warum der exodus nach amerika ? im osten war genug platz..ohne meer dazwischen.

Es sind ja auch welche nach Osten gegangen. Russland war aber eher kein typisches Einwanderungsland. Da dürfte die Aufnahmebereitschaft, rechtliche Situation und der Status der Ankommenden eine Rolle gespielt haben. Das hat der Zar sicher anders gehandhabt als die US-Bundesstaaten oder die Südamerikaner. In Russland gab's noch Leibeigene und u.a. davor ist man aus Deutschland geflohen.

Zitat
vielleicht ist das ein phänomen wie der vogelzug.

ein bißchen so. 1989 sind auch viele in den Westen gegangen, weil sie das Gefühl hatten, sonst die letzten zu sein. Trotzdem sind die Gründe heute anderen. Die Syrer fliehen vor dem Krieg. Vom Balkan kommen die Roma wegen der der Diskriminierung und Ausgrenzung und sicher auch wegen der sozialen Sicherung.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 10. September 2015, 12:32:41
jeder dritte Ostpreusse stammt von Österreichern ab.

Echt? Wie kommt das?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 10. September 2015, 13:10:09
araxeas,
das sind die anlässe...
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 10. September 2015, 13:11:59
Echt? Wie kommt das?

Der Erzbischof von Salzburg Leopold Anton von Firmian hat 1731 die Protestanten ausgewiesen, und zwar gegen die Vereinbarungen des Westfälischen Friedens. Teilweise wurden sie gewaltsam deportiert. Friedrich Wilhelm I. (Soldatenkönig, Vater von FII) hat sie nach Ostpreussen kommen lassen. Die Süddeutschen wollten sie wohl auch nicht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Salzburger_Exulanten

Die meisten sind in Ostpreußen gelandet, aber auch an anderen Orten. Ich habe mal eine Doku über ein chilenisches Dorf gesehen. Das waren Nachfahren von Salzburgern, die erst nach Schlesien gegangen sind und dann von dort geschlossen nach Chile. Das Dorf da sah aus wie in Österreich mit geschnitzten Balkonen und Alpenpanorama, nur eben am Meer.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 10. September 2015, 13:12:28
araxeas,
das sind die anlässe...

Ohne Anlaß wandern nur ganz wenige aus.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 10. September 2015, 13:13:54
Auch Zugvögel nicht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 10. September 2015, 13:15:30
Auch Zugvögel nicht.

Interessanter Einwand. Es bleiben nämlich immer mehr Zugvögel hier.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 10. September 2015, 13:16:18
Nicht ohne Grund.

P.S. Oder glaubst Du, die haben inzwischen das Dublinabkommen ratifiziert?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 10. September 2015, 13:36:28
glaubst Du, die haben inzwischen das Dublinabkommen ratifiziert?

Keine Ahnung. Welche Staatsangehörigkeit haben Zugvögel eigentlich?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 10. September 2015, 13:46:00
Das kommt darauf an, wo sie sich mindestens 183 Tage im Jahr aufhalten ....
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 10. September 2015, 13:51:50
Auch das hat nichts mit "Spiritualität" zu tun und Nigels Gedanke an Parallelen zwischen dem Vogelzug und Völkerwanderungen war durchaus  kein wie auch immer geartetes "Geschwurbel", sondern ging vielleicht nur über irgendwems Tellerrand hinaus.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 10. September 2015, 14:07:28
Die Parallele gibt es ja. Nennt sich Nomaden. Die ziehen dorthin, wo es Wild oder Futter für's Vieh gibt und manche beziehen auch ein Winterquartier. Nur sind Nomaden eben keine Flüchtlinge. Flüchtling zu sein ist keine Lebensweise.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 10. September 2015, 14:14:54
Wir könnten auch sagen, die Vögel fliehen vor dem Winter.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Faulpelz am 10. September 2015, 15:36:02
Die Parallele gibt es ja. Nennt sich Nomaden. Die ziehen dorthin, wo es Wild oder Futter für's Vieh gibt und manche beziehen auch ein Winterquartier. Nur sind Nomaden eben keine Flüchtlinge. Flüchtling zu sein ist keine Lebensweise.
Aber auch bei den heutigen Flüchtlingsströmen scheint eine Art Völkerwanderung in Gang zu kommen.Wie man hört, wollen sie hier studieren oder arbeiten und in Sicherheit und Freiheit leben. Und das sind nun wirklich Gründe, die bereits zur Zeit der Hunnen und Germanen Menschen in Bewegung setzten.
Mir scheint, der große Unterschied liegt in der Geschwindigkeit. Früher waren sie zu Fuß oder mit Pferd und Wagen unterwegs. Heure kommen sie mit Schiffen, Bussen, Zügen oder mit dem Flugzeug. Plötzlich sind sie da und es gibt zu wenig Zeit, sich darauf vorzubereiten, was wiederum Ängste auslösen kann.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 10. September 2015, 15:44:21
War ja klar. (http://www.welt.de/politik/deutschland/article146220804/Salafisten-auf-Rekrutierungstour-unter-Fluechtlingen.html?wtrid=newsletter.wasdieweltbewegt.newsteaser...meistgelesen)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 10. September 2015, 16:00:02
Mir scheint, der große Unterschied liegt in der Geschwindigkeit. Früher waren sie zu Fuß oder mit Pferd und Wagen unterwegs. Heure kommen sie mit Schiffen, Bussen, Zügen oder mit dem Flugzeug. Plötzlich sind sie da und es gibt zu wenig Zeit, sich darauf vorzubereiten, was wiederum Ängste auslösen kann.

das ist relativ. Wenn man nur 30 km weit gucken kann und Nachrichten Wochen brauchen, um Distanzen zurückzulegen, sind sie auch plötzlich da.

Ob man Angst hat, hängt eher davon ab, was man in Flüchtlingen sieht: Konkurrenz, Bereicherung, Last. Und in welcher Situation man selber ist und ob man Erfahrung mit anderen Kulturen hat. Ich sehe in den Protesten in Heidenau und auch in Pegida eine Art Futterneid von Menschen mit begrenztem Horizont. Da sind Leute, die von der Unterstützung der Gesellschaft leben und nun sehen, daß andere kommen, die diese Unterstützung auch brauchen und bekommen werden. Dann hat man Angst, ob man selber zurückgestuft wird. Wenn man Flüchtlinge ins Arbeitsleben integriert, tragen die aber zur sozialen Sicherung bei, auch von denen, die da protestieren. Da wage ich bei so manch einem Demonstranten vor dem Flüchtlingsheim eine schlechtere Prognose.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 10. September 2015, 16:01:12
War ja klar. (http://www.welt.de/politik/deutschland/article146220804/Salafisten-auf-Rekrutierungstour-unter-Fluechtlingen.html?wtrid=newsletter.wasdieweltbewegt.newsteaser...meistgelesen)

An dem Punkt sollte man dann auch mal Platzverbote aussprechen und Zuwiderhandlungen nicht mit der üblichen Eiapopeia-Justiz ahnden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 10. September 2015, 23:24:19
Flüchtlinge lassen die Kasse klingeln
http://blog.zeit.de/herdentrieb/2015/09/10/wie-viele-fluechtlinge-koennen-wir-uns-leisten_8840
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 10. September 2015, 23:48:59
Mit 700.000 Menschen pro Jahr wird das eine gigantische Aufgabe und natürlich wird es mehr oder weniger große lokale syrische Communities geben, die sich hoffentlich nicht zu sehr abschotten.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: moody am 11. September 2015, 00:01:47
Die Alkoholdebatte bitte einen Thread nebenan weiterführen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 11. September 2015, 00:40:58
auch in Dänemark scheint es noch Menschen mit Herz zu geben
"Aus der dänischen Hafenstadt Rødby nehmen Dutzende Dänen am Donnerstag Flüchtlinge Richtung Schweden mit, manche fuhren sie über die Öresund-Brücke oder segelten mit ihnen ans andere Ufer."
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-nachrichtenueberblick-des-tages-a-1052383.html
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 11. September 2015, 01:07:52
DAS gefällt
https://www.youtube.com/watch?v=87YgZmbB7a4&feature=youtu.be
Die Goldies - Schrei nach Liebe (Die Ärzte, Cover)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 11. September 2015, 08:47:17
"Aus der dänischen Hafenstadt Rødby nehmen Dutzende Dänen am Donnerstag Flüchtlinge Richtung Schweden mit, manche fuhren sie über die Öresund-Brücke oder segelten mit ihnen ans andere Ufer."
Das hat Tradition in Dänemark. Auf ähnliche Weise haben sie unter deutscher Besatzung ihre jüdischen Mitbürger gerettet.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 11. September 2015, 10:16:22
Bißchen arg verkürzt dargestellt, aber weil der Vergleich ständig gezogen wird:

Völkerwanderung (http://www.welt.de/geschichte/article146277646/Das-war-es-dann-mit-der-roemischen-Zivilisation.html?wtrid=newsletter.wasdieweltbewegt.newsteaser...meistgelesen)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 11. September 2015, 10:56:27
Ach, der Demandt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 11. September 2015, 11:08:57
Wir könnten auch sagen, die Vögel fliehen vor dem Winter.

Nein, kann man nicht. Was die Zugvögel machen, ist keine Flucht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 11. September 2015, 11:14:27
Alles eine Frage der Definition.
Ich fliehe hier gleich vor meinem scheiß Job.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 11. September 2015, 11:28:08
Ich fliehe hier gleich vor meinem scheiß Job.

Machst Du doch eh nicht. Ich sitz heute ja auch im Büro
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 11. September 2015, 11:29:38
Eben. Wer macht das schon.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Faulpelz am 11. September 2015, 19:29:14
Alles eine Frage der Definition.
Ich fliehe hier gleich vor meinem scheiß Job.
Und an welches Auffanglager denkst du dabei?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 11. September 2015, 20:10:24
Und an welches Auffanglager denkst du dabei?

 :musik :evil :musik :evil
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 11. September 2015, 21:36:27
Und an welches Auffanglager denkst du dabei?
พระนครศรีอยุธยา.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 11. September 2015, 22:45:35
tja, nun sind die staatlichen Aufnahmekapazitäten erschöpft und am WE erwarten wir weitere 40.000 Emigranten.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/innenminister-warnen-vor-noch-mehr-fluechtlingen-a-1052575.html

Ich werd wohl ein Hauszelt kaufen und im Garten aufstellen. Wenn das jeder Grundstücksbesitzer hier im Dorf macht, sind schon mal 3000 von der Straße.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 11. September 2015, 23:48:15
Ich werd wohl einen Acker kaufen...
http://www.zeit.de/2015/37/fluechtlinge-asyl-europa-zukunft
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Faulpelz am 12. September 2015, 00:28:59
tja, nun sind die staatlichen Aufnahmekapazitäten erschöpft und am WE erwarten wir weitere 40.000 Emigranten.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/innenminister-warnen-vor-noch-mehr-fluechtlingen-a-1052575.html

Ich werd wohl ein Hauszelt kaufen und im Garten aufstellen. Wenn das jeder Grundstücksbesitzer hier im Dorf macht, sind schon mal 3000 von der Straße.

Wenn schon unser Innenminister mit sorgenvoller Miene sagt, dass es zu schnell geht, sollte man vielleicht doch lieber die Aussengenzen Schlüssen und Mauern mit Stacheldraht hochziehen und ein Niemandsland einrichten
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 12. September 2015, 01:10:49
Wenn schon unser Innenminister mit sorgenvoller Miene sagt, dass es zu schnell geht, sollte man vielleicht doch lieber die Aussengenzen Schlüssen und Mauern mit Stacheldraht hochziehen und ein Niemandsland einrichten

"Sollte man" oder "willst du" das?

 

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 12. September 2015, 01:34:05
für den Spruch sollte mann ihn drei Tage sperren, damit er in Ruhe darüber nachdenken kann, was für einen Scheiß er hier verbreitet.

Ich kann dieses "Ich bin kein Nazi, aber..." nicht mehr ab.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 12. September 2015, 02:47:30
Das ist die unselige Denke der Eliten dieses unseres Landes. Abgreifen und die Infrastruktur nutzen, wo immer es geht, aber bloß nix dazu beitragen, wenns eng wird.
So wie einige Anwohner in Hamburg Eimsbüttel
http://www.zeit.de/hamburg/2015-01/hamburg-harvestehude-fluechtlinge-wohnheim-baustopp-verwaltungsgericht
Da kommt aber anscheinend Bewegung in die festgefahrene Situation.

Das muss mann sich mal geben:
Aus Syrien flieht mittlerweile die Ober- und Mittelschicht. Also auch etliche Unternehmer, mit denen die Pfeffersäcke vor kurzem noch glänzende Geschäfte gemacht haben. Die sind nicht arm, die haben ihre Kohle auf Bankkonten oder in bar dabei. Und auf einmal werden die in ihrem Land angesehenen Unternehmer, Ärzte, Anwälte, Architekten hier zu Menschen 2. Klasse degradiert. Nicht zu fassen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 12. September 2015, 03:10:00
Die ganze Hilflosigkeit der Politik wäre mit einem mehr oder weniger großen Federstrich zu beseitigen. Erfordert natürlich Mut und Weitsicht, der merkelseehoferundkonsorten völlig abgeht.
1. Ein Gesetz zur Zwangszuweisung
Hausgrundstückseigentümer mit mehr als 2000 qm Land werden verpflichtet, winterfeste Zelte für mindestens 4 Personen aufzustellen. Die Kosten trägt das Land, monatlich wird eine Pauschale für die Unterbringung gezahlt. Bei Benutzung innerhäuslicher sanitärer Anlagen und/oder Verpflegung werden die Aufwendungen erstattet.

Haushalte, die über 2 Zimmer mehr als Bewohner verfügen, werden verpflichtet, einen Flüchtling aufzunehmen, vorzugsweise alleinstehende Kinder.

2. Deutschunterricht
Jedem Flüchtling muss Zugang zu einem Deutschunterricht gewährt werden.

3. Jeder arbeitsfähige Flüchtling muss beschäftigt  und angemessen entlohnt werden. Und wenn sie den Rasen vor dem Erstaufnahmelager mit ner Nagelschere kürzen. Oder mit nem Müllsack durch die Wälder geschickt werden. Je sinnvoller und produktiver, desto besser. Noch effektiver wäre, sie ihrem erlernten Beruf entsprechend zu beschäftigen. Wenns nicht anders geht, in extra dafür gegründeten Beschäftigungsunternehmen.

gibt bestimmt noch mehr Ideen.

guck mal, geht doch
http://www.stern.de/wirtschaft/news/siemens--daimler-und-co---diese-jobs-haben-sie-fuer-fluechtlinge-6444360.html
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 12. September 2015, 03:16:20
in etlichen Ländern, in denen die Regierungen Abschottung präferieren, regt sich Widerstand.
Auch in England.
http://www.stern.de/lifestyle/leute/benedict-cumberbatch-und-sein-cooles-engagement-fuer-fluechtlinge-6446210.html
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 12. September 2015, 03:39:48
...
Man sollte nur immer auch hingucken, ob da irgendwelche Dschihadisten mit reinsickern. Mir fehlt irgendwie das Begleitprogramm. Man hört ständig von irgendwelchen Moscheen in Wolfsburg usw. an denen für den IS geworben wird. Verstehe ich nicht, warum man das hinnimmt.
http://blog.zeit.de/radikale-ansichten/2015/09/11/haette-haette-terrorkette/
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 12. September 2015, 06:04:37
Wenn schon unser Innenminister mit sorgenvoller Miene sagt, dass es zu schnell geht, sollte man vielleicht doch lieber die Aussengenzen Schlüssen und Mauern mit Stacheldraht hochziehen und ein Niemandsland einrichten

Die Erstaufnahme und Unterbringung läßt sich organisieren. Das große Problem ist die anschließende Integration. Die Leute müssen Deutsch lernen, eine Berufsausbildung kriegen oder ihre Abschlüsse nachweisen können. All diese Dinge.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 12. September 2015, 06:07:49
gibt bestimmt noch mehr Ideen.

Tauschen. Deutsche Dumpfbacken gegen Flüchtlinge. Bin mir sicher, daß die Schlepper auch die andere Richtung bedienen können.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: grashopper am 12. September 2015, 07:26:43
Tauschen. Deutsche Dumpfbacken gegen Flüchtlinge. Bin mir sicher, daß die Schlepper auch die andere Richtung bedienen können.

Klaro.

Flucht nach Syrien (http://www.der-postillon.com/2015/09/nazis-rachen-sich-fluchtlingen-indem.html?m=1)

Hoffentlich werden sie dort behalten.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 12. September 2015, 07:58:36
für den Spruch sollte mann ihn drei Tage sperren, damit er in Ruhe darüber nachdenken kann, was für einen Scheiß er hier verbreitet.

Dazu fällt mir ein bekanntes Voltaire-Zitat ein.

Ich werde niemanden sperren, nur weil mir seine Meinung nicht paßt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 12. September 2015, 08:03:16
auf einmal werden die in ihrem Land angesehenen Unternehmer, Ärzte, Anwälte, Architekten hier zu Menschen 2. Klasse degradiert. Nicht zu fassen.

Das ging den Menschen, die vor Hitler aus Deutschland geflohen sind, in ihren Aufnahmeländern auch nicht besser. Da hat sich der Anwalt schon mal als Liftboy durchgeschlagen. Was erwartest Du, daß wir Flüchtlingen Bestandsschutz für ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Position aus ihrem Heimatland geben?

Würdest Du Dich von einem syrischen Rechtsanwalt vertreten lassen, der nicht nur kein deutsch spricht, sondern auch das hiesige Rechtssystem nicht kennt?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 12. September 2015, 08:07:01
1. Ein Gesetz zur Zwangszuweisung

Hatten wir schon mal. Meine Mutter erinnert sich mit Schrecken an die Wohnraumzwangsbewirtschaftung nach dem Krieg, obwohl sie da noch ein Kind war.

Zitat
Haushalte, die über 2 Zimmer mehr als Bewohner verfügen, werden verpflichtet, einen Flüchtling aufzunehmen, vorzugsweise alleinstehende Kinder.

Da kannst Du ja Dein renitentes Gössel rausschmeißen und durch ein dankbares Flüchtlingskind ersetzen.  :evil
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 12. September 2015, 08:10:03
guck mal, geht doch
http://www.stern.de/wirtschaft/news/siemens--daimler-und-co---diese-jobs-haben-sie-fuer-fluechtlinge-6444360.html

Toll. Und welche Jobs haben sie für meine 55jährige Freundin? Die wird nämlich gerade mal wieder arbeitslos. Oder soll sie sich erst um einen syrischen Paß bemühen, um ihre Erfolgschancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Faulpelz am 12. September 2015, 08:20:32
Die Erstaufnahme und Unterbringung läßt sich organisieren. Das große Problem ist die anschließende Integration. Die Leute müssen Deutsch lernen, eine Berufsausbildung kriegen oder ihre Abschlüsse nachweisen können. All diese Dinge.
Doch wer denkt an die andere Seite?
 Integration muss von beiden Seiten gewollt sein. Ist der Kollege, der den Neuen einarbeiten soll, der Nachbar, der  nebenan wohnt,  die Mutter, deren Tochter plötzlich ein Mädchen aus dem Libanon mit nach Hause bringt usw. wurden  wir darauf vorbereitet?
Was ist mit uns und unseren Ängsten und unseren Vorurteilen, die wir bisher in unseren Wohnsilos hausten,  und nicht verstehen, was da draussen passiert, das Prolearitat im positiven Sinne? Wer kümmert sich um die?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 12. September 2015, 15:41:02
Was meinst du konkret mit kümmern? Willst du einen Sozialarbeiter haben, der dich in orientalische Gebräuche einführt?

Ich ahne, was du meinst. Du willst Aufmerksamkeit, ein bißchen an die Hand genommen werden. ok, ist das die Aufgabe eines Staates? In engen Grenzen vielleicht ja, aber letztlich ist jeder für sein Leben selbst verantwortlich.

Angst ist kein guter Berater. Integration gibt's mal mehr und mal weniger. Ich bin auch nicht mit xenophoben Angstbürgern integriert. Ich kenne Ausländer als Kollegen, den Beitreber vom libanesischen Imbiß und von der türkischen Bäckerei unten. Kein Grund für Berührungsängste. Vollverschleierte schwarze Witwen will ich aber auch nicht sehen. Sieht man hier aber nicht so viel wie z.B. in München. Das sind da aber wohl auch größtenteils Golf-Touristen. Die kann ich aber genauso ignorieren wie die deutsche Dumpfbacke.

Für deine Ängste und Vorurteile bist du als erwachsener Mensch am Ende selber verantwortlich. Ein paar davon werden begründet sein, andere nicht. Das mußt du selber rausfinden. Reisen bildet sag' ich mal.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: phoenix am 13. September 2015, 01:40:37
für den Spruch sollte mann ihn drei Tage sperren, damit er in Ruhe darüber nachdenken kann, was für einen Scheiß er hier verbreitet.

Ich kann dieses "Ich bin kein Nazi, aber..." nicht mehr ab.

Und ich kann dieses rechts /links in die Schublade einordnen nicht mehr ab.

Berücksichtigst  Du Dein Mutterland bist Du "rechts", berücksichtigst Du Einwanderer/Asylanten/ Flüchtline, bist Du "links". 

Ganz tolle Wurst.
ich vermisse  irgendwie die Mitte. 

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 13. September 2015, 01:53:29
Wenn schon unser Innenminister mit sorgenvoller Miene sagt, dass es zu schnell geht, sollte man vielleicht doch lieber die Aussengenzen Schlüssen und Mauern mit Stacheldraht hochziehen und ein Niemandsland einrichten
sorry, hab überreagiert. Las was von Schüssen. Soll der Pelz doch "schließen" schreiben.

Die Idee mit dem großen Gelände in der Ukraine ist schließlich von mir. Allerdings würd ich da das braune Pack hinverfrachten, da können sie dann ihren "Führerstaat" ausprobieren.
Aber mann sollte alle Seiten gleich behandeln. 1 km daneben noch ein großen Grundstück, da könnten diese linken Gewalttäter und Extremisten ihren Vorstellungen nachgehen. Und einmal in der Woche gibts auf dem neutralen Gelände dazwischen ne große Keilerei.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 13. September 2015, 01:55:15
...
ich vermisse  irgendwie die Mitte.
Die Mitte ist in Hamburg, München und sonst wo dabei, das Chaos, das die Politik angerichtet hat, aufzufeudeln.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 13. September 2015, 01:58:43
ich bin auch fafü, schnorrer und kriminelle und agressive prediger wieder wegzuschicken.
und ich bin dafür, allen, die teil der gesellschaft werden wollen, die reelle chance geben, dies auch zu tun. weg mit dem arbeitsverbot. und schluß mit den ghettos.usw.

knalltüten, die mit 30 noch bei mutti wohnen , seit jahren h4 kassieren, zu ungebildet, faul und ungeschickt zum arbeiten, hier rumgröhlend behauten, das sei hier "ihr" vaterland" - nein danke. denen nimmt niemand den job weg. die haben keinen.
und leute, die häuser abfackeln und brunnen vergiften wurden von jeher aus de gemeinschaft vertrieben.
von mir aus konnen wir die gern gegen roma eintauschen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 13. September 2015, 02:12:29
Austauschen, sagt Dieter Nuhr
https://www.youtube.com/watch?v=ElBBFWwA0fE
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 13. September 2015, 02:42:58
...

Da kannst Du ja Dein renitentes Gössel rausschmeißen und durch ein dankbares Flüchtlingskind ersetzen.  :evil
Hab ich auch schon drüber nachgedacht. Fliegt sie raus, werden ca. 800 Ocken jeden Monat fällig. Zur Zeit sinds 300. Die Differenz wär so in etwa der Preis für die Aufnahme einer Flüchtlingswaise. Soll das Land doch mal ne Homepage einrichten. Wer nimmt Refugees auf? Kann doch nicht so schwer sein.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 13. September 2015, 15:05:47
Wie blöd du bist
https://youtu.be/ZQekL3C1wPw
Carolin Kebekus
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 13. September 2015, 15:34:01
Berücksichtigst  Du Dein Mutterland bist Du "rechts", berücksichtigst Du Einwanderer/Asylanten/ Flüchtline, bist Du "links". 

Das ist ja auch keine Frage von links oder rechts. Man erinnert sich an Oskar Lafontaine: "Das Boot ist voll." Es ist eher die Angst der sozial Abgehängten vor Konkurrenz am unteren Ende des Sozialstaats. Da spielt links oder rechts keine Rolle. Natürlich gibt's Ablehnung auch beim gutsituierten Bürgertum. Da ist es die Angst vor kulturellem Wandel. Immerhin drücken die das offen aus, wogegen die Prenzlberger Grünenwähler von Multikulti reden und ihre Kinder trotzdem nicht an Schulen mit hohem Ausländeranteil geben.

Irgendwo haben sie alle auch ein bißchen Recht und wer seine Position ohne Hass vorträgt, dem soll man auch zuhören. Die Deutschen haben aber selber eine Geschichte von Flucht und Vertreibung hinter sich. (Darf man mittlerweile immerhin daran erinnern, ohne gleich einen Disclaimer zur Schuldfrage bringen zu müssen, die aus meiner Sicht für den einzelnen Vertriebenen eh nicht relevant ist). Es kann einem kaum was Schlimmeres passieren als daß morgens ein Bewaffneter vor der Tür steht und sagt, entweder du gehst sofort und nimmst nicht mehr als einen Koffer mit oder du wirst erschossen oder erschlagen. Oder wenn man abends nach Hause kommt und das Haus ist weggebombt. Da ist man froh, wenn man irgendwo hin kann.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Faulpelz am 13. September 2015, 18:09:33
Wie blöd du bist
https://youtu.be/ZQekL3C1wPw
Carolin Kebekus
Was für ein sinniger Text, sollte auch hier viel häufiger gespielt werden
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 13. September 2015, 19:22:29
Fliegt sie raus, werden ca. 800 Ocken jeden Monat fällig.

Ganz sicher? Dann verdient das Gänslein zu viel. Nehmt noch ne Hypothek auf die Hütte für notwendige Dinge wie Swimmingpool, Sauna, vergoldete Wasserhähne sowie die bomförtionöseste neue Heizung, die man für Geld kriegen kann.

Zitat
Zur Zeit sinds 300.

Wegen der restlichen 500 laßt Euch von dem Blag verklagen. So als Reality Check.  :evil
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 13. September 2015, 22:08:05
Ganz sicher? ...
Regelunterhalt plus Sonderbedarf.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 13. September 2015, 22:32:55
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-09/fluechtlingskrise-grenzkontrollen-deutschland-oesterreich-strassensperrungen

Und dann?
Schieben wir das Problem auf die Österreicher, die dann an der Grenze tausende Menschen versorgen müssen. Die dann wieder die Nase voll haben. Was wollen die deutschen Grenzer denn machen, wenn auf einmal 2-3Tausend Menschen über die Grenze stürmen?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 13. September 2015, 22:47:23
Was wollen die deutschen Grenzer denn machen, wenn auf einmal 2-3Tausend Menschen über die Grenze stürmen?

Na was wohl. (http://user.uni-frankfurt.de/~weinkauf/Lehre/Larchiv/WS0405/poplizei.jpg)  :evil
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 13. September 2015, 23:34:05
hab heute im auto gehört, dass brd die grenze dicht macht.
schöß mir ein gedanke durch den kopf, der sich auch hartnäckig festsetzte.
kaum daheim, lese ich im SPON

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/oktoberfestung-seehofer-will-muenchen-zur-wiesn-abschotten-a-1052743.html

soll ich jetzt lachen oder kotzen?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: phoenix am 13. September 2015, 23:46:00
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-09/fluechtlingskrise-grenzkontrollen-deutschland-oesterreich-strassensperrungen

Und dann?
Schieben wir das Problem auf die Österreicher, die dann an der Grenze tausende Menschen versorgen müssen. Die dann wieder die Nase voll haben. Was wollen die deutschen Grenzer denn machen, wenn auf einmal 2-3Tausend Menschen über die Grenze stürmen?

Eigentlich müssten wir das an allen  EU Außengrenzen machen und erzwingen.

 Das ist zwar für wirkliche politische Flüchtlinge absolut demütigend,  aber wie willst Du das sonst geregelt bekommen?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 13. September 2015, 23:57:21
hmm, das problem dabei:

jetzt stapeln sich die flüchtlinge hinter der grenze in AUT. und nun?
irgendwann ist die kritische masse erreicht. bei 30T ? 20t hugrige, übermüdete, durchgefrohrene junge männer, 10 T verzweifelte familien. wenn DER lindwurm sich in bewegung setzt... gut nacht.
was dann ? MG- posten?

die sind so dämlich in der regierung...dafür braucht man nicht mal phantasie, nur 2 schritte weiterdenken. wie in der sesamstrasse.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: phoenix am 14. September 2015, 00:08:22
Wenn sich Menschenmassen derart in  Bewegung setzen, dann gute Nacht.
Da bin ich bei Dir.

Welche Alternativen haben wir sonst noch?
Bis sich jetzt alle  EU Staaten geeinigt haben, wie das einheitlich funktionieren soll, ist der Kahn abgesoffen.

Wir haben halt keine einheitliche EU Regierung...

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 14. September 2015, 00:10:37
Eigentlich müssten wir das an allen  EU Außengrenzen machen und erzwingen.

...
das wurde und wird doch versucht. Und mit welchem Ergebnis? Hätten wir seit 2010 einen geregelten Abfluß der Kriegsflüchtlinge aus den Lagern im Libanon und in der Türkei, würd uns das Problem jetzt nicht überrollen.

Das Dubliner Abkommen hat uns jahrelang die Flüchtlinge vom Hals gehalten, - auf Kosten der Grenzstaaten - und nu kriegen wir die Quittung.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 14. September 2015, 00:14:46
alternative? so schnell, unbürokratisch und weitflächig wie möglich verteilen.
verwaltungsbeamte in die züge mit rei, photo, fingerabdrücke und einen schnellen, laminierten ausweis. daten speicher... geht alles online.
dann eben westerhauderfehn statt oktoberfest. ist bier und schnaps eh besser und billiger. und halal-fisch jede menge..
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 14. September 2015, 00:16:47
ich fordere das steichen der worte eigentlich +aber aus dem wortschatz für 3 monate. wer das benutzt kommt 24 std in die zelle.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: phoenix am 14. September 2015, 00:26:15
alternative? so schnell, unbürokratisch und weitflächig wie möglich verteilen.

Das erledigt sich automatisch, dass muss nicht mehr geplant werden. :P
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 14. September 2015, 00:31:33
nicht, wenn man sie für 3 monate in zelten kaserniert, nur um die papiere zu prüfen...
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: phoenix am 14. September 2015, 23:16:41
Bei illegalen Grenzübertritten brauchen wir uns da keine Gedanken mehr zu machen.

Als Flüchtling würdest Du auch spätestens im zweiten Versuch illegal die Grenze überqueren.
Einmal drin, muss das System erstmal Deiner habhaft werden, um Deinen Asylstatus (berechtigt oder nicht) zu prüfen. 
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 14. September 2015, 23:23:35
ja und warum kommen die illegal über die grenze?

es wäre doch für alle besser, wenn es eine schnellerfassung gäbe, zentral. vorläufige ausweise...von mir aus auch gen-proben.

die kommen sowieso.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 14. September 2015, 23:25:03
die 2 Posts unterschreib ich zustimmend murmelnd
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: phoenix am 15. September 2015, 00:31:11
Mit anderen Worten, mit Ausweisen ausstatten, und dann später in Ruhe prüfen?
Fände ich auch gut.

Das mit der DNA finde ich aber nicht so gut, da müssen Fingerabdrücke reichen müssen.
Das haben wir ja bereits auch in unseren Ausweisen, das ist eh nicht mehr reversibel.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: phoenix am 15. September 2015, 00:33:52
Allerdings bleibt immer noch die Unterbringungsfrage und der Protest der Bevölkerung.
 
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 15. September 2015, 01:01:06
Allerdings bleibt immer noch die Unterbringungsfrage und der Protest der Bevölkerung.
welcher Protest? Meinst du die 1,0 %, die rumkrakeelen und "Ausländer raus" schreien?
Wenn wir die manpower hätten, sollten wir diese Krakeeler alle mal rausziehen und gucken, was die denn so fürs Gemeinwohl beitragen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 15. September 2015, 01:09:47
Die EU versagt
http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-eu-innenminister-verschieben-beschluss-ueber-quote-a-1052919.html

Die sabbeln über 120.000 Menschen, dabei sollen angeblich 800.000  bis 1,0 Millionen allein nach Schland streben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 15. September 2015, 01:14:17
das
http://www.spiegel.de/panorama/fluechtlinge-wie-aerzte-in-berlin-ehrenamtlich-helfen-a-1052796.html
ist die Mitte
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 15. September 2015, 01:42:02
und dem hier
http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-09/reinhold-wuerth-interview
wird mann schwerlich Kompetenz absprechen können.
Zitat:
Ich sehe in der Zuwanderung auch eine große Chance für unser Land. Viele, die jetzt zu uns kommen, sind gebildete Menschen voller Tatendrang, Akademiker, Ärzte. Sie sind eine Bereicherung.
Es ist eine unsinnige Lüge, zu behaupten, die Ausländer lägen unserem Sozialsystem nur auf der Tasche. Sie zahlen im Gegenteil Steuern und Sozialversicherungsbeiträge und tragen zum Gelingen unseres Systems bei. Gerade in Baden-Württemberg sehen das übrigens viele Unternehmer so, die nach Fachkräften suchen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: grashopper am 15. September 2015, 05:29:00
Der Mittelstand sucht händerringend Fachkräfte. Wer will denn heute noch Dachdecker, Maurer, Klempner, Rolladenbauer und Co. werden. Da ist Not angesagt.

Dennoch sehe ich das Problem, dass alles auf Deutschland und Schweden konzentriert ist. Alleine bekommen sie die Flut an Flüchtlingen nicht mehr gewuppt. Was ist mit Frankreich oder Spanien? Wieso will keiner dorthin?
Die Sprache müssen die Flüchtlinge eh lernen. Egal, welche.

Ich frage mich immer noch, wieso alles nach Teutschland strömt. So doll ist es ja hier nun auch nicht, wenn wir mal die eigenen Armutsfälle betrachten.


Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 15. September 2015, 08:40:49
Der Mittelstand sucht händerringend Fachkräfte. Wer will denn heute noch Dachdecker, Maurer, Klempner, Rolladenbauer und Co. werden. Da ist Not angesagt.

Deshalb braucht Deutschland ja auch so dringend syrische Akademiker. Der syrische Arzt, Anwalt oder Ingenieur als solcher hat ja bekanntlich weltweit einen Ruf als begnadeter Dachdecker, Maurer, Klempner oder Rolladenbauer.  :evil

Zitat
Dennoch sehe ich das Problem, dass alles auf Deutschland und Schweden konzentriert ist.

Das hat sich halt bei denen so rumgesprochen, daß es hier und in Schweden ganz toll sei. Bekanntlich haben auch die tollsten Scheißhausparolen nicht unbedingt einen wahren Hintergrund. Österreich z.B. bietet für diese Leute mindestens genauso viele Möglichkeiten wie D, Norwegen oder Finland. Das weiß halt keiner von denen.

Zitat
Was ist mit Frankreich oder Spanien? Wieso will keiner dorthin?

Weil weder die Franzosen noch die Spanier so blöd sind, die Flüchtlinge mit Blumen am Bahnhof zu empfangen. Frankreich hat genug ethnische Probleme mit der Zuwanderung von Leuten aus seinen Ex-Kolonien an der Backe, und Spanien geht es wirtschaftlich beschissen, da gibt es keine Arbeitsplätze für syrische Akademiker. Beide Länder haben keinerlei Interesse, die Leute aufzunehmen.

Zitat
So doll ist es ja hier nun auch nicht, wenn wir mal die eigenen Armutsfälle betrachten.

Das wissen diese Leute aber nicht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 15. September 2015, 12:59:27
Soviel  (http://7days.ae/why-cant-you-send-a-boat-to-collect-refugees/70486#comment-258304)mal zu der hier herrschenden Dummheit im Lande  :o
Keine Ahnung aus welchem Land der Spinner kommt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Korinthenkackerin am 15. September 2015, 13:32:24
welcher Protest? Meinst du die 1,0 %, die rumkrakeelen und "Ausländer raus" schreien?

Täusch dich nicht. Ich war gestern beim 76. Geburtstag meines Vaters mit einigen Gästen und natürlich kam das Thema Flüchtlinge auf. Nachdem die Diskussion dazu neigte demnächst unschön zu werden, bin ich in die Küche und habe (um den Geburtstag nicht zu versauen) eine Stunde lang Geschirr gespült und aufgeräumt. Die in allen Bereichen pauschalisierende Hauptakteurin ("die wollen alle nicht arbeiten", "das sind doch alle Kriminelle", blablabla) ging dann irgendwann nach Hause, danach war ein halbwegs neutrales Gespräch möglich und ich setzte mich wieder dazu. Mich hat schon erschreckt wie die Generation so denkt (alle zwischen 65 und 76), Menschen, die ich seit Jahren kenne. Wenn es nicht ausgerechnet eine Geburtstagsfeier gewesen wäre, hätte ich schon mal gerne nachgefragt, wieviele besagte Dame denn schon mal von "allen" kennengelernt bzw. gesprochen hat. Aber, wie gesagt, das hätte den Geburtstag gesprengt und wäre gegenüber der Familie nicht nett gewesen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 15. September 2015, 13:33:45
Das erledigt sich automatisch, dass muss nicht mehr geplant werden. :P

Stimmt, gehen alle in die Ballungszentren. Da muß man sich keine Illusionen machen. Das wird für vor allem für Städte wie Berlin, Hamburg, Frankfurt, München, Ruhrpott eine Aufgabe. Die eh schon entvölkerten Landstriche werden kaum was abkriegen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 15. September 2015, 13:38:38
Also hier in Frankfurt habe ich noch keine gesehen. Keine Ahnung, wo die ankommen und untergebracht werden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 15. September 2015, 13:40:32
schade, gibt keine pillen gegen xenophobie.
gegen dummheit ja leider auch nicht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 15. September 2015, 13:42:59
Ich sehe in der Zuwanderung auch eine große Chance für unser Land. Viele, die jetzt zu uns kommen, sind gebildete Menschen voller Tatendrang, Akademiker, Ärzte. Sie sind eine Bereicherung.

man darf sich da nicht zu viele Illusionen machen. Was die absoluten Zahlen angeht, ist der syrische Arzt ist wohl doch eher eine Fata Morgana. Syrien gehört sicher zu den Ländern mit einem besseren Bildungswesen in der Region, aber es ist immer noch Naher Osten. Da sind die Standards nicht die gleichen. In der Berufsausbildung sind sie schon in Spanien oder Italien nicht die gleichen.

Gestern wurde gesagt, daß momentan erstmal die Mittelschicht kommt, weil die sich die Flucht als erste leisten konnte. Hinterher kommen dann die Leute mit geringfügiger oder gar keiner Qualifikation, die man auf Jahre nicht in den Arbeitsmarkt kriegt.

Zitat
Es ist eine unsinnige Lüge, zu behaupten, die Ausländer lägen unserem Sozialsystem nur auf der Tasche. Sie zahlen im Gegenteil Steuern und Sozialversicherungsbeiträge und tragen zum Gelingen unseres Systems bei.

jein. 30% der Arbeitslosen haben Migrationshintergrund. Reichen die anderen aus, um das zu finanzieren?

Zitat
Gerade in Baden-Württemberg sehen das übrigens viele Unternehmer so, die nach Fachkräften suchen.

Und trotzdem keine bekommen, weil man nach der 10. Klasse mindestens mal richtig lesen, schreiben und rechnen können sollte, um ausbildungsfähig zu sein. Da muß sich ganz stark was ändern. Ich bin da verhalten optimistisch, was die Syrer angeht, aber man sollte sich keine Illusionen machen. Eine Million pro Jahr kriegt man so nicht integriert. Da werden zwangsläufig Parallelgesellschaften entstehen, die von Transfers abhängig sind. Und vielleicht sind es dann auch zu viele, um die Leute noch zu veranlassen, die Sprache zu lernen und sich zu integrieren. Wenn du erstmal 30.000 Syrer in einem Viertel hast, dann bildet sich da Klein-Damaskus. Kulinarisch sicher ganz interessant, aber netto bestimmt abhängig vom Sozialstaat mit all den Problem von abgehängten Jugendlichen, die das Problem in die zweite Generation tragen, in die Kleinkriminalität rutschen oder sich religiös radikalisieren. Immerhin hat man das Problem rückwirkend bei der mangelhaften Integration der Gastarbeiter erkannt und will es diesmal besser machen. Das wird nicht leicht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 15. September 2015, 13:45:49
Also hier in Frankfurt habe ich noch keine gesehen. Keine Ahnung, wo die ankommen und untergebracht werden.

geht mir ähnlich. Vielleicht gibt's die gar nicht und das ganze ist ein reiner Medien-Hoax. Berlin wird vor allem von Spaniern überrannt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 15. September 2015, 13:49:28
in bbgibts jede menge leere wohnblöcke. so 3etagen, mit garage und garten zu jeder wohnung... ok in einigen haben sie die heizkörper und wasserhähne geklaut,
flüchtlinge rein, material hinstellen, eine woche dixiklo und tankwagen und danach sind die wohnungen fertig.
dann kann man auch wieder die kleinen dorfschulen öffnen und kleine lebensmittelläden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 15. September 2015, 13:50:55


Täusch dich nicht. Ich war gestern

Ging mir am WE genau so. Bei einer Party - ein Hauptredner, ein Thema.

Dann fiel der Satz "Du bist doch Eisenbahner, DU musst dir ja keine Gedanken um deinen Job machen, ob du die nu nach Ausschwitz fährst oder sonstwohin, dein Job ist doch gesichert."

Das war der Moment, wo ich ihm die Bekanntschaft kündigte. Eigentlich sollte er in meinem Auto mit heimfahren - hab ihm den Zutritt verweigert.

Zum "Glück" saßen "nur" 5 Leute von etwa 70 kopfnickend bei ihm, dem Rest ging sein Gesülze auf den Keks. Aber ob sie jetzt grundsätzlich anderer Meinung waren oder einfach seine Dauerschleife nicht mehr hören konnten - keine Ahnung.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 15. September 2015, 13:51:38
in bbgibts jede menge leere wohnblöcke. so 3etagen, mit garage und garten zu jeder wohnung... ok in einigen haben sie die heizkörper und wasserhähne geklaut,
flüchtlinge rein, material hinstellen, eine woche dixiklo und tankwagen und danach sind die wohnungen fertig.
dann kann man auch wieder die kleinen dorfschulen öffnen und kleine lebensmittelläden.

ja, für die Erstaufnahme geht das, aber die kaufen sich irgendwann alle ein Ticket in die nächste Großstadt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 15. September 2015, 13:57:01
Was die absoluten Zahlen angeht, ist der syrische Arzt ist wohl doch eher eine Fata Morgana.
Viele Aerzte haben sich schon fruehzeitiger auf die Socken gemacht. In Laender, in denen es mehr zu verdienen gibt und es ruhig zugeht. Hier in den VAE haben wir recht viele und gute syrische Aerzte. Die duerfen auch ueber die Altersbeschraenkung von 65 Jahren hinaus im Lande bleiben.
Die Aerzte, die in Syrien geblieben sind, haben es eventuell nicht rechtzeitig geschafft oder sind aus Verantwortung gegenueber ihrem Job und der Bevoelkerung da geblieben. Wir sollten nicht vergessen, dass seit 2011 die Kacke dort am Dampfen ist.

..., aber es ist immer noch Naher Osten. Da sind die Standards nicht die gleichen.
Was handwerkliche Fertigkeiten betrifft, mache ich mir keinen Kopf. Nicht nur im Nahen Osten, sondern auch in anderen Regionen der Welt koennen die Menschen auch mit weniger guter Ausruestung ordentlich werkeln. Es ist an den Vorarbeitern und den Chefs den zukuenftigen Mitarbeitern die Regeln zu erklaeren. Wenn es an der Sprache hapert, einfach mal vormachen und denglischen, das klappt schon.
Ingenieure, die Europa erreichen werden, werden sich ueber Englisch mit den Regularien, Vorschriften und sonstigen Standards vertraut machen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 15. September 2015, 14:00:18
... dann kann man auch wieder die kleinen dorfschulen öffnen ...
Und woher nimmst Du die Lehrer? Das schlandsche Bildungssystem ist derart abgewirtschaftet worden, da kannst Du nicht in den Wald rufen : "Ihr Lehrerlein kommet".
Und wir reden hier nicht ueber Islamunterricht und Koranschulen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 15. September 2015, 14:17:57
nach 45 haben sie unteroffizier und offiziere der wehrmacht in 6-wochen-kurse gesteckt und als lehrer losgeschickt. ich kenne noch schulleiter und 2 schulräte (na gut die sind jetzt tot) mit dem hintergrund.
ende der 60 haben sie hausfrauen mit abitur, hauswirschafterinnen und ähnliches genauso rekrutiert. 6-8 wochen einweisung und das wars.
es geht darum , erste deutschkenntnisse und kultur und verhaltensweisen zu vermitteln.
wir können mit provisoien anfangen, der rest entwickelt sich gemeinsam...

alle was man braucht, sind ein paar grundprinzipien, die müßten bundesweit gelten.

in den jobcentern lagern jede menge ü50 arbeitslose, die rechen,schreiben und lesen können und schon mal anderren was beigebracht haben. für fahrgeld und nen 20er extra am tag machen die das sofort.

himmel hilf! das muß doch nicht alles pefekt sein, das kann doch wachsen.
sonst haben wir hier ratzfatz hundertausende hauptmänner von köpenik.

raxi. ich weiss das das sehr grob benannt ist vo mir. ich schmeiß nur einen stein in die richtung..
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 15. September 2015, 14:25:53
@nigel48
Alles gut und schoen. Und in diversen Punkten auch umsetzbar, wenn, ja wenn da nicht unsere ueberbordende Buerokratie entgegenstehen wuerde.

Die arbeitslosen Altvorderen koennten das machen, aber fast jeder Euro, der dazu verdient wird, duerfen die dann wieder abliefern. Hierzu muesste das ALGII geaendert werden. Unmoeglich, behaupte ich mal.

Und doch, es muss perfekt sein, nach schlandschen Ansichten. Nicht nach denen der Bevoelkerung, da wuerden sich einige finden, die da mitziehen wuerden, aber die Ansichten der Aemter. Und dann noch uebergreifend in unserer Republik? Herr Seehofer uebernehmen Sie ....
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 15. September 2015, 14:26:43
in den jobcentern lagern jede menge ü50 arbeitslose, die rechen,schreiben und lesen können und schon mal anderren was beigebracht haben. für fahrgeld und nen 20er extra am tag machen die das sofort.

nimm mal die rosarote Brille ab. Das ist sicher ein ganz schön aufreibender Job. Für Fahrgeld und einen 20er?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 15. September 2015, 14:40:37
die ältern arbeitslosen sind froh, wenn sie irgend was zu tun haben, unter menschen kommen...
und h4 + fahrgeld und n 20er am tag... die nicht angerechnet werden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 15. September 2015, 14:42:39
die ältern arbeitslosen sind froh, wenn sie irgend was zu tun haben, unter menschen kommen...

Es käme auf einen Versuch an. Um den ganzen Leuten deutsch beizubringen, werden wir hier unsere bürokratischen Standards deutlich herunterschrauben müssen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 15. September 2015, 14:46:23
werden wir hier unsere bürokratischen Standards deutlich herunterschrauben müssen.

ja, und dass in einem land, wo türken ihrer schrebegärten verwiesen verden, weill sie alles voll gemüse pflanzen...
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 15. September 2015, 14:49:16
ja, und dass in einem land, wo türken ihrer schrebegärten verwiesen verden, weill sie alles voll gemüse pflanzen...

Da hat wohl so mancher Kleingartenverein vergessen, was den Herrn Schreber damals umgetrieben hat.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Mattieu am 15. September 2015, 14:51:28
Nicht lange, dann werden die Schrebergärten mitsamt den draufstehenden Lauben als Festunterbringungsmöglichkeit konfisziert.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 15. September 2015, 14:55:00
... schrebegärten ...
DAS ist eine ganz eigene Klientel. Mit ungeheuerlichen Auflagen und Vorschriften. Da ist jeder Furz und Feuerstein geregelt. Diese Bereiche duerfen auf keinen Fall unterwandert werden. Da passt der deutsche Michel schon auf.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 15. September 2015, 15:08:21
die ältern arbeitslosen sind froh, wenn sie irgend was zu tun haben, unter menschen kommen...
und h4 + fahrgeld und n 20er am tag... die nicht angerechnet werden.

Ich bin da äußerst skeptisch. Vielleicht findet man welche, die das 2x die Woche für 4h machen. Die machen das dann auch ohne die 20 €. Aber als Vollzeitjob? Ich weiß nicht, ob das erfolgreicher wäre als die Ein-Euro-Jobber. Da war der Enthusiasmus auch nicht besonders groß. Klar, es gab welche, aber wie viele würde man als Lehrer finden?

Und selbst wenn, wäre das kein haltbarer Zustand. Dann schmeißen wird doch auch gleich unsere Grundschullehrer raus, geben ihnen Hartz 4 und stellen sie für 20 € + Fahrgeld wieder ein.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 15. September 2015, 15:27:03
Nun beisst euch doch nicht an 20€ und Fahrgeld fest. Das war ein Spruch.

Tatsache ist, dass es nicht genug öffentliche Schulungsmöglichkeiten gibt für die Menge an Fremdsprachlern, die jetzt kommen könnten. Und wie ich die merkwürdigen Entscheidungen unserer Regierung kennenlernen durfte, kann es auch passieren, dass sie in private Fremdsprachenschulen gesteckt werden, wo dann ein Kurs gleich richtig Geld kostet.

Da wäre ein normaler Grundschullehrerlohn ein Klacks dagegen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 15. September 2015, 15:30:52
Wir können auch eine syrische Kolonie gründen. Haben die Deutschen im Ausland auch gerne gemacht. Wäre das so abwegig?

...und bei Sonnenuntergang schallt der Ruf des Muezzins über den Stechlin.

Das waren allerdings auch noch Zeiten, in denen die Landbevölkerung ausgewandert ist und sich wieder auf dem Land angesiedelt hat.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 15. September 2015, 15:38:21
wie ich die merkwürdigen Entscheidungen unserer Regierung kennenlernen durfte, kann es auch passieren, dass sie in private Fremdsprachenschulen gesteckt werden, wo dann ein Kurs gleich richtig Geld kostet.

Das wird ein Riesengeschäft. Wir sollten Deutschkurse anbieten.  :evil
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 15. September 2015, 15:41:39
Das wird ein Riesengeschäft. Wir sollten Deutschkurse anbieten.  :evil

Ich bin mir sicher, dass es genug Kriegsgewinnler bei dieser Sache auch hier geben wird.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 15. September 2015, 15:46:01
Integrationskurse und Deutschunterricht für Immigranten gibt es schon. Organisiert das Arbeitsamt, Lehrer sind scheinselbständig, schlecht bezahlt, rechtlos. Meist alte, kranke Leute, die arbeiten wollen, weil sie mit Hartz IV und der Tag gehört Dir nicht zufrieden sind, die aber sonst keiner mehr nimmt. Hab ich öfter mit zu tun, zeigt mir stets deutlich auf, daß ich in meinem Scheißjob besser nicht aufmucken sollte, weil danach genau dasselbe Schicksal auf mich wartet.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 15. September 2015, 16:13:00
Integrationskurse und Deutschunterricht für Immigranten gibt es schon

Der Markt ist groß genug für noch ein paar Unternehmen.

Zitat
Organisiert das Arbeitsamt

Aber doch nicht selbst, oder? Hier wird so was an irgendwelche mediokren Firmen abgegeben, die dann bei der Arbeitsagentur abkassieren. Das ist ein gigantischer Markt, wenn man skrupellos genug für so was ist.

Zitat
zeigt mir stets deutlich auf, daß ich in meinem Scheißjob besser nicht aufmucken sollte, weil danach genau dasselbe Schicksal auf mich wartet.

Das halte ich für Quatsch. Du bist noch jung genug, irgendwas anderes anzufangen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 15. September 2015, 16:31:20
Der Markt ist groß genug für noch ein paar Unternehmen.

Aber doch nicht selbst, oder? Hier wird so was an irgendwelche mediokren Firmen abgegeben, die dann bei der Arbeitsagentur abkassieren.

Das stimmt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 15. September 2015, 18:05:13
Das halte ich für Quatsch. Du bist noch jung genug, irgendwas anderes anzufangen.

Imker oder eine Kneipe aufmachen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 15. September 2015, 19:56:35
http://www.krone.at/Welt/Niemand_kann_die_Fluechtlinge_stoppen-Mazedoniens_Premier_-Story-469503
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 15. September 2015, 20:04:24
Uups (http://www.spiegel.de/politik/ausland/einreise-fluechtlinge-suchen-sich-ihren-weg-durch-europa-a-1053071.html) sind das die ersten Auswüchse?
Ich möchte niemanden angehen, aber mit Blauäugigkeit ist keinem geholfen. Ich hatte ein paar Seiten zuvor bereits einen Artikel eingestellt, in dem die Situation - wenn auch von einer arabischen Zeitung - aufgezeigt wurden.
Flüchtlingen aus Kriegsgebieten muss geholfen werden, ohne Wenn und Aber, jedoch sollte sich die EU (nicht nur D) vor anders gearteten Interessen schützen. Oder nicht?
Im begrenzten Bereich habe ich auch Verständnis für die sogenannten "Wirtschaftsflüchtlingen", sei es vom Balkan, aus Afrika oder sonstwo. Es gibt ein Anrecht auf ein besseres Leben, auch wenn Herr Orban das so nicht so sieht. Wo immer das auch sein soll. D kann das nicht alles stemmen.
Ich beobachte die Entwicklung in D - aus meiner Entfernung - mit Spannung. Die Stimmung wird leider recht bald kippen - "Willkommenskultur" hin oder her. Und das wird nicht nur von der braunen Sosse kommen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 15. September 2015, 20:13:52
Der Kollege von der Keone hat absolut Recht. Solange die zuschauende Welt, wer auch immer das ist, nicht entsprechend auf die Situation in Syrien und dem Irak einwirken, wird der Treck weiter gehen. Jordanien und der Libanon können nicht mehr, sind am Anschlag. Und was kommt von Russland, USA und Europa? Nüscht.
Es sollte gemeinsam mit den Russen mal so richtig Tabularasa gemacht werden. Gebt denen doch weiter die vorhandene Seebasis. War schon lange da und hat nicht gestört. Treibt die Kriegstreiber (IS) raus. Dann kann(?) in dieser Region Ruhe einkehren.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 15. September 2015, 20:18:26
Gleichzeitig sollte der Spinner aus Ankara eingefangen werden. Da droht die nächste Eskalation.
Sorry, ich bin wirklich kein Anhänger von militärischer Gewalt, aber was muss das muss.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kulle am 15. September 2015, 20:39:55
,,,, Und was kommt von Russland, ....
Na , die bringen grad militärisches Großgerät und Soldaten Vorort in Stellung um Assad zu unterstützen.

So langsam komme ich zu der Einstellung dass ein weiterer Kreuzzug nötig wird. Sprich, die EU muss militärisch Syrien und den Irak besetzen und neue Strukturen aufbauen. Die einheimische Bevölkerung ist doch bereits mehrheitlich auf der Flucht vor den Radikalen (IS usw.) da unten.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 15. September 2015, 20:51:03
nee, die waffenlogistik stoppen. saudis und var unter druck setzen..

man kann feuer nicht mit benzin löschen, verdammt noch mal.
is und konsorten baut keine mgs und bastelt keine munition selbst.
beschenkt die mit dick+doof-filmen und schokolade, tonnenweise. oder was auch immer...
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 15. September 2015, 20:53:07
Na , die bringen grad militärisches Großgerät und Soldaten Vorort in Stellung um Assad zu unterstützen.
Und die Amis haben einen feuchten Fleck im vorderen Bereich ihrer Hosen.
Mr. Putin geht mittlerweile nicht mehr so konform mit Assad, möchte aber seine Präsenz im Mittelmeer nicht verlieren.
Lass ihn doch. War bekannt und gut so.
Aber die sogenannten "Demokraten" wollen ein selbstbestimmtes Syrien. Immer noch nicht begriffen: Die und auch andere arabische Staaten können das nicht. Die Leute brauchen eine Führung, auch wenn es ein Despot ist, der sich die Taschen füllt. Egal. Klare Anweisung und das war es. Tunesien, Ägypten und Libyen und auch Afghanistan leben das doch gerade vor. Völliger Schwachsinn in Ländern, die zuvorderst von der Religion bestimmt sind, zu versuchen eine wie auch immer geartete Demokratie zu errichten. Die Sharia allein lässt das gar nicht zu.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kulle am 15. September 2015, 20:56:49
....man kann feuer nicht mit benzin löschen, verdammt noch mal...
Doch! Der Oberindianer der Ukraine möchte Waffen vom Westen, weil er zur Zeit mit Technik aus dem 20, Jahrhundert gegen Waffen aus dem 21  kämpfen muss. Mit modernen Waffen ist enorm viel möglich. Du musst nur die UN hinter dich bringen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 15. September 2015, 21:01:21
nee, die waffenlogistik stoppen. saudis und var unter druck setzen..

man kann feuer nicht mit benzin löschen, verdammt noch mal.
is und konsorten baut keine mgs und bastelt keine munition selbst.
beschenkt die mit dick+doof-filmen und schokolade, tonnenweise. oder was auch immer...
Ein interessanter Ansatz.
Leider stossen da Interessen aufeinander. Nicht die paar Panzer, Gewehre - funktionieren sowieso nicht - oder sonstige Gerätschaften aus D machen die Nummer. Da läuft im Hintergrund viel mehr. Oder glaubst Du, dass die Saudies, die den IS vorher unterstützt haben, nur bei Heckler&Koch eingekauft haben?
Waffenlieferungen werden niemals zu kontrollieren sein, die Kanäle sind unterirdisch.
Wenn es so einfach wäre, könnten die Rosinenbomber wieder startklar gemacht werden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kulle am 15. September 2015, 21:04:14
Und die Amis haben einen feuchten Fleck im vorderen Bereich ihrer Hosen.....
Nö! Die haben wegen Frakking usw. nicht mehr so das Interesse an dem Öl dort. Deshalb brodelt es doch auf der gesamten Linie.

...Aber die sogenannten "Demokraten" wollen ein selbstbestimmtes Syrien. Immer noch nicht begriffen: Die und auch andere arabische Staaten können das nicht. ...
Deshalb muss die EU rein und "unser" System aufstülpen. Speziell Syrien sollte da recht empfänglich dafür sein. Wenn nicht dort anfangen.....
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 15. September 2015, 21:09:03
Vergiss es!
Der gemeine Araber ist obrigkeitshörig. Und da zähle ich die Syrer dazu, auch wenn dort viele Christen leben. Und gerade die EU mit ihrem Lobbyismus wäre nicht das beste Beispiel. Aber wo ist der (Lobbyismus) in demokratischen Regierungen nicht allgegenwärtig? Ich wüsste so spontan keine ...
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 15. September 2015, 21:11:23
So langsam komme ich zu der Einstellung dass ein weiterer Kreuzzug nötig wird. Sprich, die EU muss militärisch Syrien und den Irak besetzen und neue Strukturen aufbauen. Die einheimische Bevölkerung ist doch bereits mehrheitlich auf der Flucht vor den Radikalen (IS usw.) da unten.

Damit anschließend wieder der europäische Kolonialismus an allem Schuld sein kann? Ich weiß nicht. Gegen den Willen der Leute dort, kann man mit unseren Mitteln, die hinreichende Repression ausschließen, dort keine Ruhe schaffen. Man sieht's in Lybien. Ist die repressive Staatsmacht weg, gehen sich alle gegenseitig an die Gurgel. Da muß erstmal eine Mentalitätswechsel her. Das Recht des Stärkeren muß aus den Köpfen raus. So lange haben wir als Europäer dort nichts verloren. Das kriegen die Chinesen oder Russen besser hin.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kulle am 15. September 2015, 21:12:43
Naja, Lobbyismus  ist auch nur eine demokratische Form von Korruption.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kulle am 15. September 2015, 21:15:57
....... Gegen den Willen der Leute dort, .....
So viele Leute und Willen ist da nicht mehr da.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 15. September 2015, 21:18:03
Nö! Die haben wegen Frakking usw. nicht mehr so das Interesse an dem Öl dort. Deshalb brodelt es doch auf der gesamten Linie.
Syrien hat kein/kaum Öl. Und die OPEC hat den Amis mal soeben die Grenzen aufgezeigt mit ihrer Ünerschussproduktion. Die haben auf das Bruttoinlandsprodukt geschissen, weil sie genau wissen, dass sie am längeren Hebel sitzen. Da kann der Ami und auch der Europäer fracken was immer er will. Enorme Kosten gegen null Rendite.
Hätten die Amis das mal soeben still und heimlich gemacht und ihre Vorräte ganz stickum aufgefüllt, hätte sich das für die gelohnt. Aber nein, immer schön mit grosser Fresse voraus. Dumm gelaufen ...
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 15. September 2015, 21:19:24
Naja, Lobbyismus  ist auch nur eine demokratische Form von Korruption.
Yep, wird nur anders verkauft
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 15. September 2015, 21:26:01
http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-syrer-verabreden-sich-zum-sturm-auf-griechische-grenze-a-1053072.html

ich gewinne zunehmend den eindruck, dass es irgendeine absprache gibt, die flüchtlinge aggressiv zu machen. so lange provoziern, bis sie sich richtig wehren und dann feste druff...
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 15. September 2015, 21:39:04
https://www.facebook.com/Finanz.Diktatur/videos/497687800399472/

"Diesmal ist Deutschland der Köder"
In diesem Interview erläutert Johann Saiger (Midas Goldbrief) seine Ansichten zur momentanen geopolitischen Situation Deut...
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 15. September 2015, 21:40:29
Mensch nigel48,
die Panik unter den Flüchtlingen wird immer grösser das gelobte Land, welches das auch immer ist, nicht zu erreichen. Grenzen werden (zu Recht?) geschlossen, Zäune werden errichtet. Die Hoffnung schwindet mehr und mehr. Dass sich potentielle Aufnahmeländer irgendwann verweigern, war doch - für uns - klar. Für die Kommenden nicht.
Es wird noch mehr Auswüchse geben, jeder, der das nicht wahr haben will, wird in den nächsten Tagen und Wochen eines Besseren belehrt werden. Nur Phantasten werden weiterhin an das nur noch Gute glauben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 15. September 2015, 21:50:14
http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-syrer-verabreden-sich-zum-sturm-auf-griechische-grenze-a-1053072.html

ich gewinne zunehmend den eindruck, dass es irgendeine absprache gibt, die flüchtlinge aggressiv zu machen. so lange provoziern, bis sie sich richtig wehren und dann feste druff...

Bei einer Mio Flüchtlingen gibt es keinen Plan oder eine Absprache. Da kann man nur irgendwie die Situation retten.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 15. September 2015, 21:51:26
https://www.facebook.com/Finanz.Diktatur/videos/497687800399472/

"Diesmal ist Deutschland der Köder"
In diesem Interview erläutert Johann Saiger (Midas Goldbrief) seine Ansichten zur momentanen geopolitischen Situation Deut...

Geh mir weg mit den Gold-Bugs. Das sind größtenteils Verschwörungstheoretiker.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 16. September 2015, 06:07:10
Der Markt ist groß genug für noch ein paar Unternehmen.

Versuch's.


Zitat
Aber doch nicht selbst, oder? Hier wird so was an irgendwelche mediokren Firmen abgegeben, die dann bei der Arbeitsagentur abkassieren. Das ist ein gigantischer Markt, wenn man skrupellos genug für so was ist.

Stimmt genau. Skrupellos genug sein reicht aber nicht. Du brauchst auch Vitamin B, sonst kriegst Du keine Aufträge vom Amt.

Zitat
Das halte ich für Quatsch. Du bist noch jung genug, irgendwas anderes anzufangen.

40 ist tatsächlich schon ein Alter, in dem sich die Chancen auf dem "Markt" deutlich verschlechtern.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 16. September 2015, 06:33:36
Ich denke einfach, daß in D. zuviel Naivität im Spiel ist, und daß deshalb Merkel, Medien und Menschen viel Unsinn reden, und viele unangemessene Dinge sagen.

Flüchtlingen muß man helfen, tut man es nicht, hat man bald Blut an den Fingern kleben. Punkt.

Auf die europäischen Nachbarn kann man nicht bauen. Die sind unsolidarischer und egoistischer als wir, deshalb will da auch keiner hin.

Zwingend nötig ist es aber auch, Ordnung zu halten und alle Ankommenden zu registrieren und in geordneten Verfahren jeden Einzelfall zu bearbeiten, schon aus Gründen der Sicherheit. Außerdem klappt eine Integration nur, wenn wir sehr schnell herausfinden, wer bleibt und wer geht, und wenn wir die Dableiber so schnell wie möglich optimal fördern, und wenn wir die Weggeher so schnell wie möglich wegschicken. Und man braucht klare Regeln darüber, wer bleibt und wer geht. Die muß man erstmal diskutieren und finden, das aber schnell.

Im Moment passiert von alldem leider fast nichts, eigentlich gibt es nur in Bayern zaghafte Versuche.

Es ist nicht nur falsch anzunehmen, daß die Ankommenden hier ein Demografieproblem lösen, die Wirtschaft ankurbeln und den Wohlstand mehren. Es ist auch unangemessen, sich darüber zu freuen und die Flüchtlinge mit dieser Aussage willkommen zu heißen. Wer dem Elend von Krieg und Flüchtlingslagern entkommen ist, der hat zunächst andere Sorgen als die um den Wohlstand in D.; ich finde es im übrigen geradezu anstößig, wenn Leute in diesem Land ständig in Zusammenhängen, in denen es um Menschlichkeit, Miteinander, menschliche Opfer, Gesundheit, Krankheit, Elend, Katastrophen ... geht, immer nur Dollarzeichen in den Augen haben und die jeweiligen Auswirkungen auf "die Wirtschaft" beleuchten.

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 16. September 2015, 07:31:33
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/immigranten_schwedischer_oder_kanadischer_weg
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: grashopper am 16. September 2015, 07:58:59
Ich denke einfach, daß in D. zuviel Naivität im Spiel ist, und daß deshalb Merkel, Medien und Menschen viel Unsinn reden, und viele unangemessene Dinge sagen.

Flüchtlingen muß man helfen, tut man es nicht, hat man bald Blut an den Fingern kleben. Punkt.

Auf die europäischen Nachbarn kann man nicht bauen. Die sind unsolidarischer und egoistischer als wir, deshalb will da auch keiner hin.

Zwingend nötig ist es aber auch, Ordnung zu halten und alle Ankommenden zu registrieren und in geordneten Verfahren jeden Einzelfall zu bearbeiten, schon aus Gründen der Sicherheit. Außerdem klappt eine Integration nur, wenn wir sehr schnell herausfinden, wer bleibt und wer geht, und wenn wir die Dableiber so schnell wie möglich optimal fördern, und wenn wir die Weggeher so schnell wie möglich wegschicken. Und man braucht klare Regeln darüber, wer bleibt und wer geht. Die muß man erstmal diskutieren und finden, das aber schnell.

Im Moment passiert von alldem leider fast nichts, eigentlich gibt es nur in Bayern zaghafte Versuche.

Es ist nicht nur falsch anzunehmen, daß die Ankommenden hier ein Demografieproblem lösen, die Wirtschaft ankurbeln und den Wohlstand mehren. Es ist auch unangemessen, sich darüber zu freuen und die Flüchtlinge mit dieser Aussage willkommen zu heißen. Wer dem Elend von Krieg und Flüchtlingslagern entkommen ist, der hat zunächst andere Sorgen als die um den Wohlstand in D.; ich finde es im übrigen geradezu anstößig, wenn Leute in diesem Land ständig in Zusammenhängen, in denen es um Menschlichkeit, Miteinander, menschliche Opfer, Gesundheit, Krankheit, Elend, Katastrophen ... geht, immer nur Dollarzeichen in den Augen haben und die jeweiligen Auswirkungen auf "die Wirtschaft" beleuchten.

Zustimmendes Gemurmel.

Und ich habe die Befürchtung, dass sich mit der Flüchtlingswelle noch Schleicher mit einschleusen.

Was nix Gutes bedeutet.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 16. September 2015, 10:58:19
Ich denke einfach, daß in D. zuviel Naivität im Spiel ist, und daß deshalb Merkel, Medien und Menschen viel Unsinn reden, und viele unangemessene Dinge sagen.

Flüchtlingen muß man helfen, tut man es nicht, hat man bald Blut an den Fingern kleben. Punkt.

Du solltest nicht Naivität beklagen und dann gleich so ein plakatives Ding in den Raum hauen.

Zitat
Auf die europäischen Nachbarn kann man nicht bauen. Die sind unsolidarischer und egoistischer als wir, deshalb will da auch keiner hin.

dito. Die wollen zu uns, weil hier die Chance auf Wohlstand oder ein Auskommen ohne Wohlstand am größten ist.

Zitat
Zwingend nötig ist es aber auch, Ordnung zu halten und alle Ankommenden zu registrieren und in geordneten Verfahren jeden Einzelfall zu bearbeiten, schon aus Gründen der Sicherheit. Außerdem klappt eine Integration nur, wenn wir sehr schnell herausfinden, wer bleibt und wer geht,

Wie macht man das? Es wird nicht wenige geben, die die nächsten 30 Jahre sagen, daß sie wieder zurück wollen, aber es dann doch nicht tun. Das war bei den Gastarbeitern schon so. Der Wunsch und die Realität sind zwei verschiedene Sachen.

Zitat
und wenn wir die Dableiber so schnell wie möglich optimal fördern, und wenn wir die Weggeher so schnell wie möglich wegschicken. Und man braucht klare Regeln darüber, wer bleibt und wer geht. Die muß man erstmal diskutieren und finden, das aber schnell.

Eigentlich haben wir die in Form eines Asylgesetzes. Wir brauchen außerdem ein Einwanderungsgesetz. Die Regeln da werden aber nicht jedem gefallen, denn die müssen einigermaßen egoistisch formuliert sein und Quoten beinhalten.

Zitat
Es ist nicht nur falsch anzunehmen, daß die Ankommenden hier ein Demografieproblem lösen, die Wirtschaft ankurbeln und den Wohlstand mehren.
Es ist auch unangemessen, sich darüber zu freuen und die Flüchtlinge mit dieser Aussage willkommen zu heißen.

Sofern sie nur im Sozialsystem landen ist das richtig. Jeder, der darüber hinaus etwas erreichen will, mehrt seinen eigenen Wohlstand und damit den der Gesellschaft. Das darf man auch benennen und sich darüber freuen. Man muß da nicht in reiner Selbstlosigkeit die eigenen Interessen verneinen.

Zitat
Wer dem Elend von Krieg und Flüchtlingslagern entkommen ist, der hat zunächst andere Sorgen als die um den Wohlstand in D.

"zunächst" begrenzt sich aber auf die Zeitspanne bis zur Ankunft in Sicherheit und dem Bleiberecht. Anschließend geht's natürlich darum, sich wieder ein Leben und damit einen Wohlstand aufzubauen.

Zitat
; ich finde es im übrigen geradezu anstößig, wenn Leute in diesem Land ständig in Zusammenhängen, in denen es um Menschlichkeit, Miteinander, menschliche Opfer, Gesundheit, Krankheit, Elend, Katastrophen ... geht, immer nur Dollarzeichen in den Augen haben und die jeweiligen Auswirkungen auf "die Wirtschaft" beleuchten.

Deine Moralinsäure nervt langsam. Ohne "die Wirtschaft" gibt's keine Basis für einen Sozialstaat. Man kann das doch nicht trennen, es sei denn man ist so naiv zu glauben, daß alles Gute vom Staate ausgeht und Geld vom Himmel fällt. Wenn man den Sozialstaat erhalten will, muß man natürlich schauen, wie man die Leute in den Arbeitsmarkt kriegt. Ansonsten kann man nur bei allen kürzen. Du bist doch der erste, der über "die Wirtschaft" meckert, wenn die Arbeitslosenzahlen steigen und deshalb die Beiträge zu den Versicherungen oder die Leistungen gesenkt werden müssen. Und mit Menschlichkeit und Miteinander ist es ganz schnell vorbei, wenn man das nicht hinkriegt. Dann rennen die Leute zu Pegida oder zur NPD.

Hast du eine Claudia Roth verschluckt?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 16. September 2015, 11:24:50
Schleicher mit einschleusen.

Wie? Schleicher auch? Scheiße! Aber erkennt man die nicht am Gang?  ;D
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 16. September 2015, 11:53:06
Du solltest nicht Naivität beklagen und dann gleich so ein plakatives Ding in den Raum hauen.

Das mag plakativ sein. Aber mehr gibt es zu dem Punkt aus meiner Sicht nicht zu sagen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 16. September 2015, 11:58:31
Deine Moralinsäure nervt langsam. Ohne "die Wirtschaft" gibt's keine Basis für einen Sozialstaat. Man kann das doch nicht trennen, es sei denn man ist so naiv zu glauben, daß alles Gute vom Staate ausgeht und Geld vom Himmel fällt. Wenn man den Sozialstaat erhalten will, muß man natürlich schauen, wie man die Leute in den Arbeitsmarkt kriegt. Ansonsten kann man nur bei allen kürzen. Du bist doch der erste, der über "die Wirtschaft" meckert, wenn die Arbeitslosenzahlen steigen und deshalb die Beiträge zu den Versicherungen oder die Leistungen gesenkt werden müssen. Und mit Menschlichkeit und Miteinander ist es ganz schnell vorbei, wenn man das nicht hinkriegt. Dann rennen die Leute zu Pegida oder zur NPD.

Hast du eine Claudia Roth verschluckt?

Bis auf die Moralinsäure und Rio Reisers Tourmanagerin stimme ich Dir hier doch zu. Man darf nur aus meiner Sicht nicht jetzt damit kommen. Es kommen hunderttausende an. Sie begeben sich in unsere Hand, weil es für sie erstmal keinen Weg zurück gibt, und weil sie ohne Hilfe verhungern, verdursten, erfrieren. In der Situation gibt es nur eins, was zu tun ist: Tach, komm rein, setz Dich hin, was möchtest Du trinken/essen ...

Es verbietet sich:

- Tach, schön, daß Du da bist, Du kannst dann unserer Oma den Hintern abputzen, in Zukunft, weil, wir schaffen das nicht mehr.
- Tach, schön, daß Du da bist, Du kannst dann mal unseren Wohlstand mehren.
- Du, der Du ankommst, laß alle Hoffnung fahren ...
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 16. September 2015, 12:13:30
Wie? Schleicher auch? Scheiße! Aber erkennt man die nicht am Gang?  ;D

Näh, den Schleicher erkennt man an den ehlastieschen Beinen, und daran, daß er gefährlich in den Knien federn kann. Weiß man doch.  :.)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 16. September 2015, 12:56:10
http://www.heise.de/tp/artikel/45/45998/1.html

So seh ich das auch.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 16. September 2015, 13:09:02
Es verbietet sich:

- Tach, schön, daß Du da bist, Du kannst dann unserer Oma den Hintern abputzen, in Zukunft, weil, wir schaffen das nicht mehr.
- Tach, schön, daß Du da bist, Du kannst dann mal unseren Wohlstand mehren.
- Du, der Du ankommst, laß alle Hoffnung fahren ...

Und warum? Ein Flüchtling fühlt sich doch willkommener, wenn man ihn nicht nur aus Nächstenliebe aufnimmt, sondern auch, weil man an sein Potential glaubt. Meinst du, die reine Bittstellerpose macht denen mehr Spaß?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 16. September 2015, 13:16:52
http://www.heise.de/tp/artikel/45/45998/1.html

So seh ich das auch.

"Verantwortungsethisch ist jetzt geboten, nicht mit Schiffeversenken Symptome zu bekämpfen, sondern die Ursachen der Massenflucht anzugehen

...

Wer die Flüchtlingswelle wirklich stoppen will, kann an einer Fortsetzung der "Somalisierung" des Nahen Ostens kein Interesse haben - und muss aus dieser Politik aussteigen. Der US-gezüchtete Flaschengeist muss von einer internationalen Koalition unter UN-Mandat militärisch unschädlich gemacht und Friedensverhandlungen zwischen Assad, der Opposition und den Kurden initiiert werden."


Also rein mit Bodentruppen? Telepolis sind doch die ersten, die aufschreien, wenn da ein IS-Tanklaster bombardiert wird und dabei Zivilisten umkommen.

Abgesehen davon, daß der IS nicht US-gezüchtet ist. Fehlt nur noch, daß sie den Russen für ihre Truppenverlegungen zujubeln. Ich will keine Kommentare mehr hören, die mit Stereotypen ankommen.

Die Somalisierung hat dort offenbar so viele Profiteure, daß der Rest der Bevölkerung sie nicht abschütteln kann. Da können wir auch nicht viel machen. Wenn man schon den Begriff verwendet: An den Versuch in Somalia kann man sich vielleicht noch erinnern. Gegen große Teile der Bevölkerung, die das Chaos für sich nutzen, kann man da nichts ausrichten. Erst müssen die kriegsmüde sein und in der Lage sein, vergangene Untaten zu vergessen. Und darauf kann man noch ein paar Jahrzehnte warten. Die tragen lieber den Konflikt in die nächste Generation statt ihr Leben auf friedliche Weise zu verbessern. Das weiß man doch von den radikalen Palästinensern.

Vielleicht wäre es ein Anfang, wenn die islamische Welt mal die Ökumene erfindet und sich die zwei großen Richtungen zusammensetzen und ihre Differenzen beilegen. Gibt es dazu irgendwelche Versuche? Ich kenne keinen. Eine Religion aus Schlachten und Eroberung geboren mit zwei sich seit 1500 Jahren blutig bekämpfenden Strömungen. Da sollen wir jetzt mal eben rein und das kitten? Die müssen das erst selber wollen. Da komme ich gerne auf die Analogie mit dem Alkoholiker. Noch ist der Schmerz nicht groß genug. Da bricht gerade das aus, was ein paar Jahrzehnte durch den gemeinsamen Hass auf Israel notdürftig zusammengehalten wurde. Schlimm nur für die kleinen, gemäßigten Strömungen, die sich eigentlich raushalten wollen, aber völlig zwischen den Stühlen sitzen... und die paar Christen da unten. Wobei natürlich mit der Unterstützung für Assad auch nicht so ganz außen vor sind.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 16. September 2015, 13:51:30
Die USA haben Saddam im Irak beseitigt, waren an der Beseitigung Gaddafis nicht unbeteiligt, haben mit Bombenangriffen gegen Assad gekämpft. Sie sind nicht ganz unwesentlich daran beteiligt, daß in der Region ein Machtvakuum entstanden ist, das der IS nun ausgefüllt hat.

Das muß man nun notgedrungen wohl reparieren, notfalls auch mit Bodentruppen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 16. September 2015, 13:59:02
Die USA haben Saddam im Irak beseitigt, waren an der Beseitigung Gaddafis nicht unbeteiligt, haben mit Bombenangriffen gegen Assad gekämpft. Sie sind nicht ganz unwesentlich daran beteiligt, daß in der Region ein Machtvakuum entstanden ist, das der IS nun ausgefüllt hat.

Niemand hat die Leute dort gezwungen, das Machtvakuum so zu füllen. Sie hätten auch einen runden Tisch machen und sich einigen können. Geht in der Region wohl nicht, ist aber nicht Schuld der USA, daß jeder gegen jeden, Auge um Auge und die Ehre über alles dort eine in einer machistischen Männergesellschaft verwurzelte Traditionen sind. Dazu noch ein mittelalterliches Religionsverständnis vertreten von bildungsfernen Jugendlichen. Klar hätten die den Deckel drauf lassen können. Wer meint, daß das besser war, sollte an seinem Demokratieverständnis arbeiten oder zumindest erklären, warum Knäste voll mit politischen Häftlingen und Senfgas auf aufmuckende Minderheiten besser ist.

Anderenfalls darfst du gerne Saudi-Arabien für seine Stabilität und Ruhe loben und wir sollten dort mehr Panzer hinliefern, damit das Regime die auch weiterhin garantieren kann.

Zitat
Das muß man nun notgedrungen wohl reparieren, notfalls auch mit Bodentruppen.

Und dann macht man was? Wieder einen Diktator installieren? Es wird genau so passieren:
1. sie einigen sich vorübergehend, daß die Invasoren der wahre Feind sind und kämpfen gemeinsam gegen den
2. wenn sie die fremden Truppen geschlagen haben, gehen sie wieder aufeinander los.

Beides ist so in Afghanistan passiert.

Und wenn keine Einigkeit besteht, daß man in den Krieg zieht und daß zivile Opfer einfach dazugehören, kann man das eh vergessen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 16. September 2015, 14:09:54
Wer A sagt, muß auch B sagen.

Du hast doch Pinochet auch als das kleinere Übel angesehen, mit Assad ist es nix anderes, eigentlich.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 16. September 2015, 14:20:58
die usa haben ein prizip, wie sie ganze regionen "umformen".
das das  in der praxis manchmal anders aussieht und auch mal nicht zum gewünschten ergebnis füht, ändert nichts daran.

1. ausspioniern
2. dessinformieren
3. unruhe stiften
4. an alle produzierten fronten waffen liefern.

das ziehen sie durch, von der ukraine bis afghanistan , rund um rusland herum.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 16. September 2015, 14:40:17
Wer A sagt, muß auch B sagen.

Du hast doch Pinochet auch als das kleinere Übel angesehen, mit Assad ist es nix anderes, eigentlich.

Ich habe nirgendwo Pinochet als das kleinere Übel angesehen oder bezeichnet. Ich habe lediglich vorgebracht, daß seine Wirtschaftsreformen die Grundlage der heute vergleichsweise bessere wirtschaftlichen Situation sind.

Hier fehlt's an präzisem Textverständnis. Oder sollte man nur mit Stereotypen argumentieren, weil ohnehin nur Stereotypen rausgelesen werden?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 16. September 2015, 14:43:53
die usa haben ein prizip, wie sie ganze regionen "umformen".
das das  in der praxis manchmal anders aussieht und auch mal nicht zum gewünschten ergebnis füht, ändert nichts daran.

1. ausspioniern
2. dessinformieren
3. unruhe stiften
4. an alle produzierten fronten waffen liefern.

das ziehen sie durch, von der ukraine bis afghanistan , rund um rusland herum.

Der Unsinn, den du verbreitest, wird langsam hanebüchen.

In dem Konflikt kommen eher Beschwerden, daß sie keine Waffen liefern. Dann gibt's natürlich noch die in linken wie rechten Verschwörer-Blogs vertretene Version, daß die USA den IS ausrüsten. Du solltest weniger von diesen abwegigen Verschwörer-Blogs lesen.

Besonders witzlos wird's dann, wenn die gleichen Leute, die mit dieser Version kommen, dann verlangen, daß die USA da nun mit Bodentruppen eingreifen sollen.... und am Ende wir auch noch.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 16. September 2015, 17:15:16
Schlimm nur für die kleinen, gemäßigten Strömungen, die sich eigentlich raushalten wollen, aber völlig zwischen den Stühlen sitzen... und die paar Christen da unten. Wobei natürlich mit der Unterstützung für Assad auch nicht so ganz außen vor sind.

Die Christen in Syrien unterstützen Assad?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 16. September 2015, 20:31:09
http://www.spiegel.tv/filme/emanzipation-auf-zwei-raedern/
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 17. September 2015, 00:22:05
Durch die Grenzkontrollen laden wir unser Prob erst mal bei den Österreichern ab.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-09/oesterreich-fluechtlinge-aus-ungarn
Die scheinen - noch? -  das Prob in den Griff zu kriegen.

Darüber hinaus scheinen auch andere so wie ich zu ticken
Kommentar von unländer


Absurdes Schauspiel

Die Fluchtbewegungen nach Europa sind ein zwangsläufiges! Ergebnis und jeder der noch einigermaßen eins und eins zusammenrechnen konnte, wusste, dass die Flüchtlinge kommen, nach den von westlichen Staaten geführten Kriegen im Kosovo, in Afghanistan, im Irak und in Libyen. Und nach der verfehlten und träumerischen westliche Politik in Sachen arabischer Frühling, die jeglichen Sachverstand über die Macht-Strukturen in Syrien und im Nahen-Osten in den Orkus trat.

Anstatt sich auf die Flüchtlinge vorzubereiten, versuchte Europa sich abzuschotten und förderte sehenden Auges damit das Chaos.

Konfrontiert mit der Realität und bei den heutigen Reaktionen auf die Flüchtlinge in den einzelnen Ländern der EU, seien sie freundlich oder feindlich, überwiegen die Absurditäten. Mittlerweile regiert die reine Show. Im Grunde geht es nicht mehr um die Flüchtlinge, sondern um Wettläufe von einzelnen Verhinderungsmaßnahmen, die allesamt an der Wand enden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 17. September 2015, 00:45:16
Prinzipiell stimm ich deinem Post zu.
...
Es ist nicht nur falsch anzunehmen, daß die Ankommenden hier ein Demografieproblem lösen, die Wirtschaft ankurbeln und den Wohlstand mehren. Es ist auch unangemessen, sich darüber zu freuen und die Flüchtlinge mit dieser Aussage willkommen zu heißen. Wer dem Elend von Krieg und Flüchtlingslagern entkommen ist, der hat zunächst andere Sorgen als die um den Wohlstand in D.; ich finde es im übrigen geradezu anstößig, wenn Leute in diesem Land ständig in Zusammenhängen, in denen es um Menschlichkeit, Miteinander, menschliche Opfer, Gesundheit, Krankheit, Elend, Katastrophen ... geht, immer nur Dollarzeichen in den Augen haben und die jeweiligen Auswirkungen auf "die Wirtschaft" beleuchten.
Das allerdings, was du als anstößig empfindest, ist mein Argument denen gegenüber, die immer nur auf Wirtschaftsflüchtlinge, Asylbetrüger, AufderTascheLieger und ähnliches schimpfen. Und ich zitier jeden, der mich in dieser Auffassung stützt.
Ich hab schon etliche in der Kneipe mit genau diesem Argument mundtot gemacht, in dem ich einfach fragte, ob sie wüßten, wer denn in 30 oder 40 Jahren die Renten ihrer Kinder bezahlt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 17. September 2015, 01:05:45
fatal ist, dass es keine zuverlässigen quellen gibt.
ich lese kreuz und quer und was entsteht ist ein schemenhaftes bild.

was mir sicher zu sein scheint, ist, dass hier jede menge flüchtlinge ankommen werden, wieviele, wann und in welchem zustand und in welcher stimmung...

sagen wir 1million. bis"jahresende". geistert jetzt durch die medien.
und dann ? nach 1.1.2016 kommen keine mehr? wg winter werden es evtl weniger aber dann?

wenn europa weiter waffen in den orient schickt und ggf auch noch bodentruppen... = mehr krieg = mehr flüchtlinge...
die nächsten 5 jahre werden nicht lustig...
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 17. September 2015, 01:19:19
fatal ist, dass es keine zuverlässigen quellen gibt.
ich lese kreuz und quer und was entsteht ist ein schemenhaftes bild.

was mir sicher zu sein scheint, ist, dass hier jede menge flüchtlinge ankommen werden, wieviele, wann und in welchem zustand und in welcher stimmung...

sagen wir 1million. bis"jahresende". geistert jetzt durch die medien.
und dann ? nach 1.1.2016 kommen keine mehr? wg winter werden es evtl weniger aber dann?

wenn europa weiter waffen in den orient schickt und ggf auch noch bodentruppen... = mehr krieg = mehr flüchtlinge...
die nächsten 5 jahre werden nicht lustig...
vllt. werden die nächsten 20 jahre nicht lustig.
Mögest Du in interessanten Zeiten leben...
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 17. September 2015, 12:16:43
Vielen Flüchtlingen droht die Arbeitslosigkeit (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/vielen-fluechtlingen-droht-die-arbeitslosigkeit-13807121.html)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 17. September 2015, 15:45:28
...blärch... diese intellektuellen bedenkenträger gehen mir auf den sack...

das einzig sinnvolle ist doch, zu schauen, wo und wie die chancen sind.

das sind neue verbraucher und arbeitskräfte und geschäftsleute und creative....
wenn man sie läßt, werden sie sich innerhalb eines jahres selbst tragen...

evtl hat das ganze den vorteil, dass bürokratische hemmnisse auch für uns weniger werden, phantsie und risikofreude wachsen.

im moment läuft hier alles im ersten gang mit angezogener handbremse. so kommen wir nicht weit..
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 17. September 2015, 17:50:06
Die Christen in Syrien unterstützen Assad?

ungünstiger Satzbau. Ich meinte "die kleinen, gemäßigten Strömungen", also Alewiten und Drusen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 17. September 2015, 18:02:30
das sind neue verbraucher und arbeitskräfte und geschäftsleute und creative....
wenn man sie läßt, werden sie sich innerhalb eines jahres selbst tragen...

Das meinst du ernst? Ein Jahr? Meine Meinung: wenn es gut läuft, hat man nach einem Jahr 20% in einem Job und nach 10 Jahren 50% und von der nachfolgenden Generation irgendwann mal 80%. Und wenn es richtig gut läuft, entsteht keine Schicht von dauerhaft abgehängten Bildungsfernen. Das wird noch schwer.

Die können sich ja nicht alle gegenseitig Schawarma verkaufen.

Vielleicht mal als Reality Check: Migranten in Deutschland leiden unter hoher Arbeitslosigkeit  (http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2013/09/489151/nicht-eu-auslaender-in-deutschland-leiden-unter-hoher-arbeitslosigkeit/)

Arbeitslosigkeitsquote
Deutsche 7%
Migranten 14%

Libanesen 55%
Afghanen 37,5%
Iraner 37%
Ukrainer 30,2%
Russen 24,4
Kasachen 23%
Vietnamesen 21,9%
Türken 21,5%
Griechen 13,3%
Italiener 12,7%

Also ein Wert um 40% scheint mir mittelfristig realistisch. Damit tragen die sich nicht selber und man wird sich sehr darum kümmern müssen, daß da keine prekären Parallelgesellschaften entstehen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 17. September 2015, 18:09:14
Na ja. Das sind die gemeldeten Arbeitslosen. Interessant wären die Quoten der Erwerbstätigen, also wieviel Prozent der in D. lebenden Libanesen sind erwerbstätig? Diese Zahl dürfte das Problem noch sehr viel deutlicher machen, weil die ganzen mitzuversorgenden Hausfrauen und Mütter, Großeltern und sonstigen Verwandten, die sich gar nicht erst arbeitslos melden, dann indirekt mit erfaßt sind.

Alles in allem hat jedenfalls bisher die Integration ziemlich versagt. Jedenfalls die Integration in das Wirtschaftsleben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 17. September 2015, 18:23:51
...blärch... diese intellektuellen bedenkenträger gehen mir auf den sack...

Genau. Nachdenken schadet nur.  :.)

Zitat
das sind neue verbraucher

Und wessen Geld hauen die gleich wieder auf den Kopp, wenn sie von Transferleistungen leben? Merkst Du noch was?

Zitat
wenn man sie läßt, werden sie sich innerhalb eines jahres selbst tragen...

Janatürlich.  8)

Wie heißt das Zeug gleich noch mal, das Ihr bei Dir in der Ecke anbaut und raucht?

Das meinst du ernst?

Ich fürchte schon...

Zitat
Und wenn es richtig gut läuft, entsteht keine Schicht von dauerhaft abgehängten Bildungsfernen.

Ja klar. Und Alice Schwarzer heiratet den Papst.  :evil
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 17. September 2015, 18:32:26
... man wird sich sehr darum kümmern müssen, daß da keine prekären Parallelgesellschaften entstehen.
Sag' das denen, die ein Interesse an einem großen Prekariat haben.

Achso, das sind ja die, die die Rendite deiner Wertpapiere erwirtschaften wollen ... dann sag' lieber nichts.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 17. September 2015, 18:36:50
Vielleicht lohnt es sich, auch hier mal wieder zu fragen: Cui bono?

Ich fürchte jedenfalls, daß die Antwort so aussieht, daß "die kleinen Leute" mit ihren Steuern und Sozialabgaben die Transferleistungen finanzieren, und daß die Transferleistungen einen neuen Absatzmarkt für Waren und Dienstleistungen generieren. Davon profitieren die Anbieter von Waren und Dienstleistungen, die andere für sich arbeiten lassen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: phoenix am 17. September 2015, 23:26:19
das sind neue verbraucher und arbeitskräfte und geschäftsleute und creative....
wenn man sie läßt, werden sie sich innerhalb eines jahres selbst tragen...

Von Hartz IV?
Oder meinst Du die haben ein Wunderheilmittel um die Jobs zu bekommen, die jetzt schon nicht da sind?
Den einen und anderen Ausreißer wird es geben, ja bestimmt.

Die treten in die gleichen Hemmnisse, wie die einheimische Bevölkerung.
Die haben vielleicht weniger zu verlieren, und sind risikobereiter,ja.


evtl hat das ganze den vorteil, dass bürokratische hemmnisse auch für uns weniger werden, phantsie und risikofreude wachsen.

Ja, den Osterhasen gibt es auch....  :.)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 17. September 2015, 23:33:52
Na ja. Das sind die gemeldeten Arbeitslosen. Interessant wären die Quoten der Erwerbstätigen, also wieviel Prozent der in D. lebenden Libanesen sind erwerbstätig? Diese Zahl dürfte das Problem noch sehr viel deutlicher machen, weil die ganzen mitzuversorgenden Hausfrauen und Mütter, Großeltern und sonstigen Verwandten, die sich gar nicht erst arbeitslos melden, dann indirekt mit erfaßt sind.

Alles in allem hat jedenfalls bisher die Integration ziemlich versagt. Jedenfalls die Integration in das Wirtschaftsleben.

Die Libanesen sind in Berlin zumindest eine ziemlich geschlossene Gesellschaft und da wird sicher sehr viel schwarz in der Bekanntschaft und Verwandtschaft gearbeitet. Ist natürlich trotzdem kein Zustand.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 17. September 2015, 23:51:54
Alles in allem hat jedenfalls bisher die Integration ziemlich versagt. Jedenfalls die Integration in das Wirtschaftsleben.

Wobei mich die hohe Zahl bei den Iranern wundert. Die sind größtenteils als politische Flüchtlinge gekommen und stammen aus der gebildeten Mittelschicht. Die Iraner, die ich selber kennengelernt habe, waren alle im Job, und das sind schon ein paar.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 17. September 2015, 23:54:10
Sag' das denen, die ein Interesse an einem großen Prekariat haben.

Achso, das sind ja die, die die Rendite deiner Wertpapiere erwirtschaften wollen ... dann sag' lieber nichts.

Nee, sag lieber nichts. Niemand hat ein Interesse an einem möglichst großen Prekariat. Genauso könnte man unterstellen, daß das Interesse daran bei deinen politischen Freunden besonders groß ist, weil es ohne ein hinreichend großes Prekariat nie eine Weltrevolution geben wird.

Ich weiß nicht, ob da noch mit marxistischen Stereotypen weiterkommt.

Wo ich es erlebt habe, daß die Leute ein Interesse an prekären Zuständen habe, ist in Brasilien, aber nicht die Unternehmen, sondern die normale Mittelschicht, weil der sonst die billigen Haushaltshilfen abhanden kommen, die da fast jeder hat.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 17. September 2015, 23:58:34
Vielleicht lohnt es sich, auch hier mal wieder zu fragen: Cui bono?

Ich fürchte jedenfalls, daß die Antwort so aussieht, daß "die kleinen Leute" mit ihren Steuern und Sozialabgaben die Transferleistungen finanzieren, und daß die Transferleistungen einen neuen Absatzmarkt für Waren und Dienstleistungen generieren. Davon profitieren die Anbieter von Waren und Dienstleistungen, die andere für sich arbeiten lassen.

Mit Verlaub, das ist eine fragwürdige Logik. Diese Sozialabgaben und Transfers müssen finanziert werden und das geschieht mit Lohnnebenkosten, die die Arbeit verteuern, und Steuern, die Gewinne schmälern.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 18. September 2015, 00:21:23
Ich beobachte immer noch skeptisch.

Der Schwager erzählte gestern, die Flüchtlinge in der Nähe von der Landeshauptstadt würden in einem anderen Heim untergebracht, das einem 5 Sterne Hotel nah kommt, seine Beschreibung: schöne Außenanlage, die Beleuchtung der Sanitärräume sind mit Bewegungsmelder ausgestattet. Die meisten haben das Abendessen nach draußen getragen und im Grünen gegessen und Haufen Mühl hinterlassen, bis spät in der Nacht draußen gefeiert, so laut, dass die Nachbarschaft sich beschwert hat, man konnte sie erst um 3 in der Nacht rein bringen. Am nächsten Tag war die Beleuchtung hin und die Abflüsse verstopft (ein Kinderschuh steckte drin).

Ich habe gefragt woher sie waren, die waren Iraker, Syrer und Afghanis. Zum Glück als ich geholfen habe, kam sowas nicht vor und das Chaos hielt sich in Grenzen, aber wenn 50% sich so verhalten, wer trägt die Kosten für die entstehenden Schäden? nochmal die Steuer erhöhen ? :o

Der Sohnemann erzählte mir, dass in der Schule 2 Flüchtlingsklassen eingerichtet werden dabei beteiligen sich die Schüler der oberen Klassen und helfen bei der Vorbereitung der Flüchtlinge, ich habe ihn gesagt, als erstes bring denen bitte bei "wo der Mühl hingehört".

Ganter, ich hoffe dass du gut versichert bist falls du doch welche aufnehmen willst.

Nigel, die Realität sieht anderes aus.

 
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 18. September 2015, 03:43:57
die realität sieht ganau so aus, wie du sie beschrieben hast.
vermutlich haben auch ein paar von denen feuer im backofen gemacht um brot in der glut zu backen.
vermutlich ist das haus auch überbelgt und auf einen schlag besiedelt worden.
statt erst mal fünf familien , die die ersten drei tage begleitet werden. dann die nächsten 5, die von den "alten" eingewiesen werden, dann10...

klo mit bewegungsmelder ist der größte scheiß, der je erfunden wurde. möglichst ineinem raum ohne fenster. du sitzt da in deiner zelle, und plötzlich ist es zappenduster...bloß der lüfter läuft noch und du hast die tür von innen verriegelt.

muttern war ´45 noch in Cottbus, da haben sie in allen häusern je 1-2 soldaten einquartiert....- wasser au dem hahn kannte"ihr russe" überhaupt nicht. also hat er versucht, seine socken im klo zu waschen. war fuchsteufels wild, als die plötzlich weg waren. mutterns lachkrampf fand er auch nicht witzig. - ein sehr netter, freundlicher, hilfsbereiter junger mann, der 4000 km in einem jahr zurückgelegt hatte und zum ersten mal nicht mehr im zelt schlafen mußte.

solche kulturellen kleinigkeiten können gern mal zu katastrophen führen.

hast du den film über die muslima gesehen, die rad fahren lernen? letzte szene eiert eine somali rum und fällt saft um. ha ha, zu doof zum radeln. - nee, das rad ist zu groß.
da hat einer ne tolle idee, vermittelt können und wissen nur dummerweise mit unzureichenden oder falschen mitteln.

deutschunterricht für migranten. auch ne tolle wurst.
hab ne ausbildung für türkisch  gemacht, war auch sinnvoll, weil türkisch ein vollig anderes satzbauprinzip hat als deutsch.
ein jahr, jede woche eintag fortbildung.
ab nächstem schuljahr jeden tag eine std DFA . jeden tag andere kinder, dh, die kids hatten 1, max 2 std deutsch.
nach 2 wochen - kollegin krank, spontan fällt DFA aus, wegen vertretung. und nach 3 monaten bist du im prinzip die vertrtungsreserve., und es ist ein wunder wenn mal DFA stattfindet, aber denn schickt dir die kollege die kids nicht, also gehst du sie holen. ..
im zeugnis stht daan, dass die kinder förderunterricht D hatten. aber seltsamerweise haben sie sehr wenig gelent.
statt alle sprachanfänger in eine gruppe zu packen und sie ganztags dort zu lassen, nö sie müssen dem jahrgang zugeordnet werden...
bürokratisch ,dumm und scheiheilig. hauptsache es sieht nach aussen gut aus.

ich bin durchaus realistisch. aber ich lasse mir keine angst machen und ich gebe die hoffnung nicht auf.
hier haben wir so einige H4 pflegefälle.
a. sie bekommen nie den vollen satz ausgezahlt irgendwas wird immer gestrichen oder gekürzt. bei widerspruch wird der bedarf neu geprüft und nächsten monat kommt gar kein geld.
b. andauernd geht irgendwas kaputt, eigentlich brauchten sie zusätzlich kohle, bekommen sie aber nicht.
c. sie kommen trotzdem klar. ackern machen, helfen gegenseitig. trotz streit und stress und jammern.

und wenn die hier  klarkommen, schaffen das menschen , die solche strecken zürückgelegt haben, es erst recht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 18. September 2015, 13:49:52
ich bin durchaus realistisch. aber ich lasse mir keine angst machen und ich gebe die hoffnung nicht auf.
hier haben wir so einige H4 pflegefälle.
a. sie bekommen nie den vollen satz ausgezahlt irgendwas wird immer gestrichen oder gekürzt. bei widerspruch wird der bedarf neu geprüft und nächsten monat kommt gar kein geld.
b. andauernd geht irgendwas kaputt, eigentlich brauchten sie zusätzlich kohle, bekommen sie aber nicht.
c. sie kommen trotzdem klar. ackern machen, helfen gegenseitig. trotz streit und stress und jammern.

und wenn die hier  klarkommen, schaffen das menschen , die solche strecken zürückgelegt haben, es erst recht.

Sie kommen ja eben nicht klar. Sonst bräuchten sie nicht die Unterstützung der Gesellschaft.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 18. September 2015, 15:29:41
Beide zu platt. Sie kommen nicht klar, stimmt. Sie könnten aber klarkommen, wenn man ihnen eine Chance geben würde, also einen Job, der richtig bezahlt wird. Tut man aber nicht, weil man lieber auf maximale Effizienz und minimale Kosten optimiert, und die dann überflüssigen Arbeitskräfte aus Steuergeldern alimentiert, damit sie wenigstens noch als Konsumenten erhalten bleiben.

Ist doch ganz einfach: Zahlst Du einem Arbeitnehmer 2.000 € netto, dann spart der Arsch jeden Monat ein paar Hunderter, statt sie auszugeben. Die Kohle ist für den Konsum verloren. Zwackst Du ihm von den 2.000 € ein paar Steuern ab und gibst die Transferempfängern, die mit 700 € pro Monat auskommen müssen, dann kommen die in voller Höhe in den Kreislauf zurück, denn sparen können die nichts.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 18. September 2015, 17:55:53
Das deutsche Staunen über den Migranten (http://www.faz.net/aktuell/politik/denk-ich-an-deutschland-1/fluechtlingskrise-deutsche-staunen-ueber-den-migranten-13795710-p3.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 18. September 2015, 18:50:08
Beide zu platt. Sie kommen nicht klar, stimmt. Sie könnten aber klarkommen, wenn man ihnen eine Chance geben würde, also einen Job, der richtig bezahlt wird.

Wer ist "man"? Es steht dir völlig frei, ein Geschäft zu gründen und Mitarbeiter einzustellen.

Zitat
Tut man aber nicht, weil man lieber auf maximale Effizienz und minimale Kosten optimiert, und die dann überflüssigen Arbeitskräfte aus Steuergeldern alimentiert, damit sie wenigstens noch als Konsumenten erhalten bleiben.

Sie werden aus Steuergeldern alimentiert, weil wir einen Sozialstaat haben. Mit "als Konsumenten erhalten bleiben" hat das wenig zu tun. Als wüßte man nicht, was man mit dem Geld sonst noch so tun könnte...

Zitat
Ist doch ganz einfach: Zahlst Du einem Arbeitnehmer 2.000 € netto, dann spart der Arsch jeden Monat ein paar Hunderter, statt sie auszugeben. Die Kohle ist für den Konsum verloren. Zwackst Du ihm von den 2.000 € ein paar Steuern ab und gibst die Transferempfängern, die mit 700 € pro Monat auskommen müssen, dann kommen die in voller Höhe in den Kreislauf zurück, denn sparen können die nichts.

Und das Gesparte landet in einem schwarzen Loch? Mitnichten. Das wird natürlich genauso ausgegeben, nur mit dem Umweg über irgendeine Sparform.

Immer dieses statische Denken.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 18. September 2015, 19:39:33
Wird es eben nicht. Es wird gespart und in irgendwelche absurden Finanzprodukte gesteckt, die den Banken die gewünschte Rendite versprechen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kulle am 18. September 2015, 19:41:44
Und was machen diese "Finanzprodukte" mit dem Geld? Konsumieren?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 18. September 2015, 19:44:12
Das wird natürlich genauso ausgegeben, nur mit dem Umweg über irgendeine Sparform.

Das versteh ich jetzt nicht. Was meinst Du?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 18. September 2015, 19:45:43
Und was machen diese "Finanzprodukte" mit dem Geld? Konsumieren?

Die werden aus dem Nichts erschaffen. Die Bank legt halt eine Daxoption auf und verkauft die Scheine. Nennt man Blase.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 18. September 2015, 20:03:24
Wird es eben nicht. Es wird gespart und in irgendwelche absurden Finanzprodukte gesteckt, die den Banken die gewünschte Rendite versprechen.

ok, und die absurden Finanzprodukte sind dann ein schwarzes Loch, in dem das Geld hängen bleibt oder einfach aufhört zu existieren?

Ich staune immer wieder, wieviele Leute glauben, daß Geld, das man auf ein Konto einzahlt, dann da liegen bleibt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 18. September 2015, 20:05:57
Das versteh ich jetzt nicht. Was meinst Du?

Gelder, die auf Sparkonten gezahlt werden, werden weiterverliehen und dann ggfls. verkonsumiert
Gelder, die für Aktien oder Fonds ausgegeben werden, wechseln den Besitzer und werden dann ggfls. konsumiert.
Gelder, die in Kapitallebensversicherungen gesteckt werden, werden in Staatsanleihen oder Immobilien angelegt und und vom Verkäufer weiterverwendet => Konsum

Wobei sich "ggfls" ersetzen läßt durch beliebig viele Stationen, die das Geld durchläuft, bis damit jemand in den Supermarkt geht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 18. September 2015, 20:09:40
ok, und die absurden Finanzprodukte sind dann ein schwarzes Loch, in dem das Geld hängen bleibt oder einfach aufhört zu existieren?

Es verbrennt dort?  :evil
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 18. September 2015, 20:10:34
Die werden aus dem Nichts erschaffen. Die Bank legt halt eine Daxoption auf und verkauft die Scheine. Nennt man Blase.

Du hast seine Frage nicht beantwortet. Was macht die Bank mit dem Geld?

Zitat
Die werden aus dem Nichts erschaffen. Die Bank legt halt eine Daxoption auf und verkauft die Scheine. Nennt man Blase.

nennt man keine Ahnung haben, wovon man redet. Du meintest vermutlich die Schaffung von Buchgeld bei der Kreditvergabe aus dem Nichts. Das ist aber wieder eine andere Geschichte.

Optionen können am Laufzeitende ausgeübt werden, wenn es sich für den Besitzer lohnt, und dann der Gegenpart sich die Aktie beschaffen, wenn er sie nicht schon hat und per Option den den Kauf garantiert hat (Call). Oder er muß sie dem Gegenpart abkaufen, wenn er mit der Option den Verkauf garantiert hat (Put).

Dazu kommt es meist gar nicht, sondern die Option verfällt entweder wertlos oder wird mit Gewinn wieder an den Emittenten verkauft. Hat mit einer Blase relativ wenig zu tun. In jedem Fall verschwindet der Kaufpreis der Option nicht im Nichts, sondern wechselt den Besitzer oder nicht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 18. September 2015, 20:38:04
Mein Kollege, der mit dem Faible für Asiatinnen, engagiert sich in seinem örtlichen Kirchenvorstand. Dort, wo er wohnt, gibt es inzwischen eine Flüchtlingsunterkunft.

Die Bewohner der Unterkunft rennen anscheinend als Allererstes zum Anwalt, um sich um ihren Aufenthaltsstatus zu kümmern (die Details des Asylrechts blenden wir mal aus, aber mit Art. 16a GG allein kommen die wenigsten dieser Leute weiter).

Jetzt regen sich ein paar dieser Gutmenschen auf, daß diese Anwälte den armen Leuten Geld abnehmen, ja sich sogar weigern, ohne die Zahlung eines Vorschusses überhaupt tätig zu werden. In der Regel werden von den Anwälten 500 Ocken Vorschuß aufgerufen (Das Detail, daß alle Bewohner der Unterkunft, die zum Anwalt gehen, diese 500 Ocken auch mal eben so auf den Tisch legen können, blenden wir mal aus). Einer dieser Gutmenschen hat über die örtliche katholische Gutmenschenmalingliste rumposaunt, daß diese Anwälte auch genausogut auf Beratungshilfe (https://de.wikipedia.org/wiki/Beratungshilfe) tätig werden könnten und da aus der Staatskasse 120 Ocken erhalten.

Große Entrüstung auf der katholischen Gutmenschenmailingliste über die gierigen Anwälte, die den armen Asylanten angeblich die letzten Kröten abnehmen (Wir blenden mal aus, daß der Anwalt als solcher sowieso reich zur Welt kommt und wie durch Zauberei immer ein gefülltes Konto hat, es sich bei der Rechnungstellung also prinzipiell lediglich um eine Schikane gegenüber dem Mandanten handelt).

Da ist meinem Kollegen (Er macht kein Asylrecht mehr, ich mache kein Asylrecht mehr, keiner macht bei uns im Laden mehr Asylrecht - aus gutem Grund) der Kragen geplatzt und er hat diesen bigotten Wichsern in einer Antwortmail mal grob dargelegt, wie viel Aufwand so ein Mandat macht, wie groß die Chance ist, tatsächlich über Beratungshilfe abrechnen zu können, und daß 500 Ocken gerade mal die Geschäftsgebühr plus Auslagen und Mehrwertsteuer aus dem verwaltungsgerichtlichen Regelstreitwert sind.

Bin mal gespannt, ob sein katholischer Verein irgendwas von seinen Ausführungen verstanden hat oder es überhaupt verstehen will. Mal sehen, was er am Montag erzählt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 18. September 2015, 22:10:51
Es verbrennt dort?  :evil

naja, weiß ich nicht. Ganz Unrecht hat der Stachelhaut nicht. Wenn man das vorhandene Geld auf mehr Menschen verteilt, wird erstmals mehr im Supermarkt gekauft. Der Absatz an Lebensmitteln und täglichen Dingen wird zunehmen. Dafür werden dann andere Dinge weniger gekauft, auf die man länger sparen muß.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 18. September 2015, 22:21:59
Bin mal gespannt, ob sein katholischer Verein irgendwas von seinen Ausführungen verstanden hat oder es überhaupt verstehen will. Mal sehen, was er am Montag erzählt.

Naja, interessant wäre, was die Leute selber so von Beruf sind.

Mal eine andere Frage. Warum hat man diesen Rafik Y. nicht in den Irak abgeschoben? ok, im drohte da die Todesstrafe. Aber kann man von dem Typen nicht erwarten, daß er sich in Deutschland so verhält, daß es nicht dazu kommt?

Stattdessen verursacht der 1.2 Mio Kosten für den Prozeß, sitzt 8 Jahre im Knast und kriegt hinterher ALG2, kriegt eine Fußfessel, die überwacht werden muß, Sozialarbeiter, die er als unislamisch beschimpft....

Da hätte man doch mal eine Mio. drauflegen können und rumfragen, welches Land ohne Todesstrafe ihn mit der Kohle nimmt. Muß man für so einen Typen verantwortlich sein, nur weil der es hierhergeschafft hat?

 Erschossener Islamist Rafik Y.: "Hölle im Kopf" (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/berlin-erschossener-islamist-war-behoerden-jahrelang-bekannt-a-1053619.html)

"Handelte der Islamist aus einem spontanen Impuls heraus? Litt er an psychischen Problemen und suchte den Tod durch Polizistenhand vielleicht sogar gezielt?"

Was für eine Frage. Jeder Islamist leidet an psychischen Problemen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 18. September 2015, 22:33:20
Naja, interessant wäre, was die Leute selber so von Beruf sind.

Wahrscheinlich verbeamtete Lehrer.  8)

Zitat
Mal eine andere Frage. Warum hat man diesen Rafik Y. nicht in den Irak abgeschoben? ok, im drohte da die Todesstrafe.


Da hast Du die Antwort doch schon.

Zitat
Aber kann man von dem Typen nicht erwarten, daß er sich in Deutschland so verhält, daß es nicht dazu kommt?

Kann man von einem Islamisten überhaupt irgendwas erwarten?

Zitat
Da hätte man doch mal eine Mio. drauflegen können und rumfragen, welches Land ohne Todesstrafe ihn mit der Kohle nimmt.

Den wird kein Land nehmen.

Zitat
Muß man für so einen Typen verantwortlich sein, nur weil der es hierhergeschafft hat?

Wenn man ihn nicht abschieben kann, hat man ihn an der Backe.

Immerhin ist er ja jetzt bei seinen 12 3/4 Jungfrauen.  :evil
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 18. September 2015, 22:40:01
Da hast Du die Antwort doch schon.

War mir schon klar. Ich bin nur einigermaßen fassungslos darüber, wie fest man in die Hand, die einen füttert, beißen kann.

Zitat
Immerhin ist er ja jetzt bei seinen 12 3/4 Jungfrauen.  :evil

Die werden sich freuen. Fragt da irgendwer die Jungfrauen, ob sie so einen Fusselbartträger haben wollen?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 20. September 2015, 19:41:33
Vergewaltigung und Zwangsprostitution im Asylheim (http://sichtplatz.de/?p=4051)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 20. September 2015, 21:44:09
http://www.zeit.de/2015/36/fluechtlinge-migration-kapitalismus-rassismus
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 21. September 2015, 10:55:02
Bin mal gespannt, ob sein katholischer Verein irgendwas von seinen Ausführungen verstanden hat oder es überhaupt verstehen will. Mal sehen, was er am Montag erzählt.

Nichts. Absolut nichts. Nicht eine Antwort auf seine Mail.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 21. September 2015, 11:10:19
Beratungshilfe ist auch böse, da werden ja Steuergelder der anwaltlichen Geldgier geopfert.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 21. September 2015, 11:13:23
http://www.zeit.de/2015/36/fluechtlinge-migration-kapitalismus-rassismus

Schwurbelsalat.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 21. September 2015, 11:28:23
Da ist meinem Kollegen (Er macht kein Asylrecht mehr, ich mache kein Asylrecht mehr, keiner macht bei uns im Laden mehr Asylrecht - aus gutem Grund) der Kragen geplatzt und er hat diesen bigotten Wichsern in einer Antwortmail mal grob dargelegt, wie viel Aufwand so ein Mandat macht, wie groß die Chance ist, tatsächlich über Beratungshilfe abrechnen zu können, und daß 500 Ocken gerade mal die Geschäftsgebühr plus Auslagen und Mehrwertsteuer aus dem verwaltungsgerichtlichen Regelstreitwert sind.

Bin mal gespannt, ob sein katholischer Verein irgendwas von seinen Ausführungen verstanden hat oder es überhaupt verstehen will. Mal sehen, was er am Montag erzählt.
Muss mann eigentlich so böse werden, bloß weil ein paar arme Menschen einfach keine Ahnung haben?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 21. September 2015, 11:29:38
Welche armen Menschen meinst Du? Die Flüchtlinge?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 21. September 2015, 11:36:36
Beratungshilfe ist auch böse, da werden ja Steuergelder der anwaltlichen Geldgier geopfert.

Viel böser sind die Anwälte, die sich das nicht für die bloße Aussicht auf alberne 120 Ocken geben wollen und stattdessen einen angemessenen Vorschuß nehmen.

Die Flüchtlinge, die ungerührt die 500 Ocken auf den Tisch legen, scheinen jedenfalls selbst damit kein Problem zu haben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 21. September 2015, 11:54:24
Wahrscheinlich haben sie sich die 500 mühsam in der Verwandtschaft zusammengebettelt, u. U. mußten sie sich auch prostituieren. Es ist gewissenlos, das Geld anzunehmen.

Hier in Hamburg gibt es übrigens keine Beratungshilfe, stattdessen können sich Bedürftige an die Öffentliche Rechtsauskunft (ÖRA) wenden. Das ist eine städtische Einrichtung. Genau wie das Ausländeramt, das VerwG, die Staatsanwaltschaft ... auch.  :kotz
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 21. September 2015, 12:52:53
Wahrscheinlich haben sie sich die 500 mühsam in der Verwandtschaft zusammengebettelt, u. U. mußten sie sich auch prostituieren. Es ist gewissenlos, das Geld anzunehmen.

Du hast den Ironiesmiley vergessen. Es gibt gerade unter den zuhause gutsituiert gewesenen Syrern genug, die das Geld ohne mit der Wimper zu zucken mal eben aus der Hemdentasche ziehen.

Zitat
Hier in Hamburg gibt es übrigens keine Beratungshilfe, stattdessen können sich Bedürftige an die Öffentliche Rechtsauskunft (ÖRA) wenden. Das ist eine städtische Einrichtung. Genau wie das Ausländeramt, das VerwG, die Staatsanwaltschaft ... auch.  :kotz

Und? Werden die da mit Shuttlebussen von ihrer Unterkunft hingefahren?  :.)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 21. September 2015, 13:17:48
Welche armen Menschen meinst Du? Die Flüchtlinge?
Heilige Einfalt! Die Katholiken natürlich. Diejenige Ansichten über das Anwaltshandwerk, die Du ihnen ironisch unterstellt hast, haben die wahrscheinlich reinen Herzens wirklich. Die sind nicht böse, die wissen es einfach nicht besser.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 21. September 2015, 13:32:26
Heilige Einfalt! Die Katholiken natürlich.

Ja, die sind wirklich einfältig.  :.)

Zitat
Diejenige Ansichten über das Anwaltshandwerk, die Du ihnen ironisch unterstellt hast, haben die wahrscheinlich reinen Herzens wirklich.

Und weil die "reinen Herzens" der festen Überzeugung sind, "die" Anwälte seien alles geldgierige Halsabschneider und könnten ein komplettes Asylverfahren locker für 120 Ocken brutto aus dem Ärmel schütteln, soll ich nicht angepißt sein?

Mir ist das ziemlich egal, ob mich ein Vollidiot "reinen Herzens" oder aus böser Absicht für geldgierig hält. Nein, stimmt nicht! Wenn jemand so was "reinen Herzens" über mich behauptet, dann ist er eigentlich noch viel schlimmer als einer, der so was in böser Absicht sagt.

Diese Gutmenschen haben nicht nur keine Ahnung von was sie reden. Nein, sie maßen sich in ihrer Ahnungslosigkeit sogar an, zu bestimmen, was ein angemessenes Entgelt für eine Tätigkeit ist und zu bestimmen, daß jemand, der mehr verlangt, "böse" ist. Von der ekelhaften moralischen Überheblichkeit, mit der das über diese Mailingliste verbreitet worden ist, fange ich erst gar nicht an. Ich habe ein paar dieser Mails von diesen ekelerregenden Gutmenschen gelesen und habe Lust bekommen, bei der nächsten Sitzung des katholischen Kirchenvorstandes von K. im Taunus eine Ladung Stinkbomben in den Saal zu werfen.

Zitat
Die sind nicht böse, die wissen es einfach nicht besser.

der gemeine SA-Mann war auch nicht böse; er wußte es halt nicht besser.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 21. September 2015, 13:41:58
(Jetzt hat er das Wort "Gutmensch" oft genug untergebracht und wartet darauf, dass ich mich wieder ärgere).
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Korinthenkackerin am 21. September 2015, 13:43:44
(Jetzt hat er das Wort "Gutmensch" oft genug untergebracht und wartet darauf, dass ich mich wieder ärgere).

Und? Ärgerst du dich?  :evil
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 21. September 2015, 13:47:19
(Jetzt hat er das Wort "Gutmensch" oft genug untergebracht und wartet darauf, dass ich mich wieder ärgere).

Schön, daß Du keine inhaltlichen Einwände gegen meinen Post hast.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 21. September 2015, 14:24:33
Und? Ärgerst du dich?  :evil
Das geht Euch nichts an.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 21. September 2015, 14:47:01
http://www.zeit.de/2015/36/fluechtlinge-migration-kapitalismus-rassismus

"Die gesamte Unterscheidung von Wirtschafts- versus Kriegsflüchtlingen ist eine verlogene – oder genauer:..."

Ich  meine schon, daß es da Unterschiede gibt.

"Denn die vermeintlichen Kriege der anderen sind immer auch unsere Kriege: Die von uns gewählten Regierungen haben sie angezettelt, und wir (wir alle!) sind die Kriegsgewinnler der ökonomisch motivierten geopolitischen Aktivitäten des weiterhin – gerade noch irgendwie, mit Ächzen und Krächzen – hegemonialen Westens."

ok, da muß ich nicht weiterlesen. Soll der gute Mann mir mal erklären, inwiefern ich ein Kriegsgewinnler des syrischen Bürgerkriegs bin. Und soll er auch gleich erklären, wo da die Hegemonie des Westen ist und inwiefer wir den Bürgerkrieg in Syrien angezettelt haben. Der Begann mit friedlichen Demonstrationnen gegen Assad, die er zusammenschießen ließ. Ich wüßte nicht, daß da unsere Politiker involviert waren.

Ich finde es intellektuell immer ein bißchen schwach, mit diesen vorgefertigten Argumentationsmustern zu kommen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 21. September 2015, 15:05:15
"Denn die vermeintlichen Kriege der anderen sind immer auch unsere Kriege

Ich kann dieses "uns" nicht mehr hören.  :kotz

Zitat
Die von uns gewählten Regierungen haben sie angezettelt

Ich habe diese Regierung nicht gewählt

Zitat
und wir (wir alle!) sind die Kriegsgewinnler der ökonomisch motivierten geopolitischen Aktivitäten des weiterhin – gerade noch irgendwie, mit Ächzen und Krächzen – hegemonialen Westens."

Das würde mich dann doch mal interessieren, welchen konkreten Gewinn ich da gezogen hätte.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 21. September 2015, 15:16:33
Ich kann dieses "uns" nicht mehr hören.  :kotz

Mit der Einstellung wirst du leicht zum "Nadelstreifen-Rassisten in unserer politischen Mitte".

Zitat
Ich habe diese Regierung nicht gewählt

Das würde mich dann doch mal interessieren, welchen konkreten Gewinn ich da gezogen hätte.

Und was ist "struktureller Rassismus"?

http://www.zeit.de/2015/36/fluechtlinge-migration-kapitalismus-rassismus

"Mit dem Philosophen und Literaturwissenschaftler Armen Avanessian ist vor einiger Zeit noch so ein kapitalismuskritischer, links denkender, die Ränder bewohnender Wiener in die deutsche Bundeshauptstadt gezogen."

"Zum Interview im beinahe hippen Berlin-Mitte-Café Keyser Soze erscheint Armen Avanessian mit audiophilen Bowers & Wilkins-Kopfhörern an den Ohren. Es ist bekannt: Zu wissenschaftlichen Vorträgen zieht er machmal bequeme Hoodies an. Im Herbst 2013 bloggte er im Netz auf den sehr trendy #60pages über Denis Diderot, Katastrophendenken und Schreibblockaden. Der Mann spricht an hektischen Tagen unfassbar schnell. Es wirkt, als hätte er selbst die Geschwindigkeit seiner Denkrichtung aufgenommen. Derzeit erscheint alle fünf Wochen ein Buch von ihm – auf Deutsch, Englisch, Russisch, Holländisch. Er spricht über die Poetik des Präsens, über Phantome des Realen, über das „dringende Bedürfnis nach einem neuen Realismus“."

So'n Polit-Hipster. Ich kann nur schwer verhehlen, daß mir diese selbtverliebten abgehobenen Labertaschen unheimlichauf die Nerven gehen. Das sind die, die schon jede Studentenversammlung mit ihrem Wortschwall dominiert haben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 21. September 2015, 15:20:51
Ich habe diese Regierung nicht gewählt
Siehste.
Deswegen ist das Konsensprinzip dem Mehrheitsprinzip vorzuziehen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 21. September 2015, 15:28:19
Deswegen ist das Konsensprinzip dem Mehrheitsprinzip vorzuziehen.

Kann ich nicht finden. Beim Mehrheitsprinzip kann ich wenigstens erhobenen Hauptes sagen, daß ich irgendeinen beschlossenen Müll nicht mitgetragen habe. Beim Konsensprinzip säße ich mit im Boot. Nee, da sitze ich ja sowieso drin; aber wenigstens nicht freiwillig.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 21. September 2015, 15:29:43
Mit der Einstellung wirst du leicht zum "Nadelstreifen-Rassisten in unserer politischen Mitte".

Weißt Du, wie scheißegal mir das ist? Ich bin schon ganz andere Dinge geschimpft worden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 21. September 2015, 15:46:40
Ich staune ja nur über den Philosophen. Die Richtung "Akzelerationismus" war mir gar nicht bekannt und soll wohl was relativ Neues sein, nur gibt der ganze Text eben doch nur die altbekannten Versatzstücke wider. Am Ende ist der Westen Schuld und der Kapitalismus. Sämtliche regionalen oder kulturellen Faktoren werden übergangen. Kommen gar nicht vor. Ist das deshalb so, weil man seine vorgefertigte Philosophie einfacher auf alles anwenden kann, wenn man eine konkrete Betrachtung des "Gegenstand" einfach mal wegläßt?

Der Mann hat's geschafft, 3 Seiten über Flüchtlinge aus Syrien zu schreiben und die Worte "Islam", "Assad", "IS, "Iran", "Türkei" kommen nicht ein Mal vor. Das geht ja nur, wenn man davon ausgeht, daß jeder Konflikt genau gleich ist und die gleichen Ursachen hat, eben die, die er meint herausgefunden zu haben. Den Westen eben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 23. September 2015, 00:46:56
oha
Nun drücken die EU Länder eine Mehrheitsentscheidung durch und verteilen 120.000 Flüchtlinge auch in Staaten, die die gar nicht haben wollen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-innenminister-ueberstimmen-osteuropa-a-1054256.html
Wie soll das denn gehen? Knicken die dann ein und bauen Kasernen in Flüchtlingsunterkünfte um? Oder lassen die die Flüchtlinge in Zelten auf grünen Wiesen campieren, auf das sich das Problem durch einen strengen Winter von selbst erledigt?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 24. September 2015, 14:23:44
Sarrazin wird mir immer sympathischer.
http://waz.m.derwesten.de/dw/politik/stadt-kuendigt-mietern-damit-fluechtlinge-in-wohnungen-ziehen-id11123044.html?service=mobile

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 24. September 2015, 14:38:52
Die Hand soll mir verdorren, bevor mir irgendein Nazi symphatisch wird.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 24. September 2015, 14:49:34
Nun drücken die EU Länder eine Mehrheitsentscheidung durch und verteilen 120.000 Flüchtlinge auch in Staaten, die die gar nicht haben wollen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-innenminister-ueberstimmen-osteuropa-a-1054256.html
Wie soll das denn gehen? Knicken die dann ein und bauen Kasernen in Flüchtlingsunterkünfte um? Oder lassen die die Flüchtlinge in Zelten auf grünen Wiesen campieren, auf das sich das Problem durch einen strengen Winter von selbst erledigt?

Man wird ihnen einfach noch mehr Geld geben, statt ihnen das Geld zu kürzen, wenn sie EU-Verordnungen nicht umsetzen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 24. September 2015, 14:50:19
Die Hand soll mir verdorren, bevor mir irgendein Nazi symphatisch wird.

Nun ist Sarrazin aber kein Nazi.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 24. September 2015, 14:54:02
Sarrazin wird mir immer sympathischer.
http://waz.m.derwesten.de/dw/politik/stadt-kuendigt-mietern-damit-fluechtlinge-in-wohnungen-ziehen-id11123044.html?service=mobile

Da wird wohl irgendwer in Nieheim andere Pläne mit der Immobilie haben. Der Fall wurde schon bei Plasberg erwähnt. Da meinte die Stadt, daß man nur diese eine Immobilie in zentraler Lage hat. Bei "zentraler Lage" hatte ich aufgemerkt. Da denkt sich wohl wer, daß man die jetzt auf die Weise leer kriegt. Wenn die Flüchtlinge dann mal raus sind, kann man die an irgendeinen "Freund" oder "Geschäftspartner" verhökern, der sich diskret erkenntlich zeigt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 24. September 2015, 15:12:48
http://waz.m.derwesten.de/dw/politik/stadt-kuendigt-mietern-damit-fluechtlinge-in-wohnungen-ziehen-id11123044.html?service=mobile

Wie wollen die die Kündigungen denn begründen? Das ist doch hanebüchen.

Da wird wohl irgendwer in Nieheim andere Pläne mit der Immobilie haben. Der Fall wurde schon bei Plasberg erwähnt. Da meinte die Stadt, daß man nur diese eine Immobilie in zentraler Lage hat. Bei "zentraler Lage" hatte ich aufgemerkt. Da denkt sich wohl wer, daß man die jetzt auf die Weise leer kriegt. Wenn die Flüchtlinge dann mal raus sind, kann man die an irgendeinen "Freund" oder "Geschäftspartner" verhökern, der sich diskret erkenntlich zeigt.

So was in der Art wird dahinterstecken.

Die Hand soll mir verdorren, bevor mir irgendein Nazi symphatisch wird.

Da läßt Du Dich lieber von einem Nichtnazi aus der Wohnung jagen und wohnst im Winter im Zelt.  :.)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 24. September 2015, 15:33:02
So was in der Art wird dahinterstecken.
In Nieheim gibt es eine rechte Mehrheit im Stadtrat. Also keine Gutmenschen, sondern Arschlöcher.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 24. September 2015, 15:34:26
Nun ist Sarrazin aber kein Nazi.
Das wird man doch noch sagen dürfen!
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 24. September 2015, 15:48:12
In Nieheim gibt es eine rechte Mehrheit im Stadtrat.

50 % CDU laut Wikipedia, dazu knapp 9 % Unabhängige Wählergemeinschaft, von der man natürlich nicht weiß, wer dahintersteckt. Sonst nur SPD und FDP, keine NPD oder so.

Ich weiß jetzt nicht, ob man die CDU bei dem politischen Einheitsbrei noch als eindeutig rechts bezeichnen kann; die SPD ist ja auch nicht mehr links.

Man müßte herausbekommen, ob die Aktion dort nur passiert ist, um irgendeinem "Freund" eine billige Immobilie zu verschaffen, wie Araxes vermutet, oder ob das eine gezielte ausländerfeindliche Aktion war. Da der Bürgermeister sich wohl recht lange überhaupt nicht zu Medienanfragen geäußert hat, ist wohl am ehesten zu vermuten, daß da eine Horde von Deppen sitzt, die überhaupt nicht nachgedacht hat; sonst hätten die sofort eine Erklärung bereit gehabt.

Im Übrigen teile ich die in den Medien verbreitete mietrechtliche Einschätzung, nach der die Kündigungen wohl für den Arsch sind. Hoffentlich wehren sich die Mieter dagegen.

Das wird man doch noch sagen dürfen!

Hier darfst Du alles sagen, das weißt Du doch, mein Hase.  8)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 24. September 2015, 16:03:43
Heute wurden 6 neue Stellen ausgeschrieben, alle sind extra für die Betreuung der Flüchtlinge geschafft, ab die Erstaufnahme Bis zum.  .  .... 
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 24. September 2015, 16:05:38
Ich weiß jetzt nicht, ob man die CDU bei dem politischen Einheitsbrei noch als eindeutig rechts bezeichnen kann; die SPD ist ja auch nicht mehr links.
Ich habe die CDU/NSU immer als rechts wahrgenommen und bislang keinen Anlass gefunden, das zu ändern.

Zitat
Man müßte herausbekommen, ob die Aktion dort nur passiert ist, um irgendeinem "Freund" eine billige Immobilie zu verschaffen, wie Araxes vermutet, oder ob das eine gezielte ausländerfeindliche Aktion war. Da der Bürgermeister sich wohl recht lange überhaupt nicht zu Medienanfragen geäußert hat, ist wohl am ehesten zu vermuten, daß da eine Horde von Deppen sitzt, die überhaupt nicht nachgedacht hat; sonst hätten die sofort eine Erklärung bereit gehabt.
Wahrscheinlich alles. Ein Eigentümer hat seine poltischen Freunde veranlasst, ihm beim Reichwerden zu helfen, in deren Kreisen sich genug rassistische und nationale Ressentissement finden, um die Gelegenheit zu einer Manipulation der Öffentlichkeit wahrzunehmen. So kann man trefflich Stimmung gegen die Gutmenschen machen, das ist bester Stürmerstil. Und die übrigen Deppen von der CDU-Basis haben wie üblich nichts begriffen.

Und da wagen es irgendwelche Flachköppe noch, sich über Länder wie Italien, Thailand oder gar Griechenland zu erheben.  :kotz :kotz :kotz

Zitat
Im Übrigen teile ich die in den Medien verbreitete mietrechtliche Einschätzung, nach der die Kündigungen wohl für den Arsch sind. Hoffentlich wehren sich die Mieter dagegen.
Hoffentlich hast Du Recht damit.

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 24. September 2015, 16:09:14
Das wird man doch noch sagen dürfen!

Wenn einer Nazi ist, ja. Sarrazin ist vielleicht konservativ, vielleicht sogar fremdenfeindlich, aber kein Nazi.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 24. September 2015, 16:16:49
Und da wagen es irgendwelche Flachköppe noch, sich über Länder wie Italien, Thailand oder gar Griechenland zu erheben.  :kotz :kotz :kotz

hmmm.... 30 Sekunden rätseln darüber, was das nun genau mit denen zu tun hat und was die gemeinsam haben, haben mich nicht weniger ratlos gemacht.

Ach, du meinst, daß man sich nicht darüber erheben darf, daß diese Länder korrupt und unorganisiert sind? Naja, wenn man das alles gleichsetzt, darf man das nicht.

Wie ist es denn in Thailand so, wenn man da von einer Behörde Dokumente braucht? Oder wenn man einen Schwarzbau legalisieren will? Also in Brasilien baut die Mittelschicht gerne schwarz und bekommt irgendwann die Grundstücke legal übertragen. Da werden ganze Condominiums so hingesetzt. Da sehe ich schon noch einen Unterschied zu Deutschland, wo man mit Sicherheit eine saftige Strafe bekommt und vielleicht sogar abreißen muß.

Oder reicht es schon, daß man sich in Deutschland u.U. um ein Parkknöllchen rumtricksen kann, um die ganz große Korruption in anderen Ländern nicht kritisieren zu dürfen?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 24. September 2015, 16:21:23
Reicht es wenn Stadtverwaltungen illegale Aktionen starten, um ihre Spekulanten reich zu machen?
Reicht es, wenn Regierungen falsche Abgastests akzeptieren, damit Aktionäre keine Verluste erleiden?
Reicht es, wenn Militärs bei immer den gleichen Firmen dysfunktionalen Scheiß kaufen?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 24. September 2015, 16:46:31
Reicht es wenn Stadtverwaltungen illegale Aktionen starten, um ihre Spekulanten reich zu machen?
Reicht es, wenn Regierungen falsche Abgastests akzeptieren, damit Aktionäre keine Verluste erleiden?
Reicht es, wenn Militärs bei immer den gleichen Firmen dysfunktionalen Scheiß kaufen?

nee, reicht nicht, denn die Unterschiede sind immer noch gewaltig. Der entscheidende Unterschied ist, ob es allgemein akzeptiertes Verhalten ist und gar nicht mehr als anstößig wahrgenommen wird.

Selbst in Frankreich wird es beim Kauf einer Immobilie häufig so gemacht, daß man zum Notartermin einen Teil des Kaufpreises bar mitbringt. Der offizielle Preis ist dann niedriger als der inoffizielle. Meinst du, da hätte ich im Traum drüber nachgedacht? Ich habe auch sonst noch nie einen Umschlag über den Schreibtisch geschoben.

Also noch mal die Frage: wie ist das in Thailand mit Korruption und Bestechung?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 24. September 2015, 19:30:16
Meine Gefährtin war sehr froh zu erfahren, dass es Korruption auch in Deutschland gibt. Weil sie sich dann nicht mehr ganz so schämen musste. Soviel zum Thema "Wahrnehmung".
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 24. September 2015, 19:44:56
Freut mich, daß du eine anständige Frau gefunden hast. Trotzdem war das nicht wirklich eine Antwort auf die Frage. Ich vermute mal ins Blaue, daß Korruption und Bestechung in Thailand sehr viel alltäglicher sind, wenn nicht sogar so weit verbreitet, daß man ohne Bestechung immer wieder gegen die Wand läuft. Das sind einfach andere Dimensionen. Da kann es einen trösten, daß die deutsche Regierung die Hand über die deutschen Autofirmen hält (vermutlich sogar, ohne sie dabei auch noch aufzuhalten). Es ändert aber nichts daran, daß der Vergleich etwas verquer ist.

Bei uns ist noch kein Staatschef durchs Amt zum Milliardär geworden und ich würde mich auf dem Bürgeramt nicht trauen, einen Sachbearbeiter zu bestechen.

Da liegen auch Welten zwischen Deutschland und Griechenland. Es gibt nicht nur korrupt und nicht korrupt, sondern diverse Abstufungen dazwischen. Genauso, wie es nicht nur gute und schlechte Menschen gibt. Und dann darf man es auch sagen wenn die Zustände woanders deutlich schlimmer sind.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 24. September 2015, 20:28:09
Wichtiger Hinweis für Flüchtlingshelfer in Berlin. (http://www.schleckysilberstein.com/2015/09/wichtiger-hinweis-fur-fluchtlingshelfer-in-berlin/)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 24. September 2015, 20:31:09
Ich habe die CDU/NSU immer als rechts wahrgenommen und bislang keinen Anlass gefunden, das zu ändern.

Vielleicht solltest Du endlich anfangen, die andere Mischpoke auch als rechts wahzunehmen.

Oder noch besser, endlich wahrzunehmen, daß diese rechts-links-Kathegorisierungen einen nicht mehr weiterbringen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 25. September 2015, 07:48:25
Wolle mer se neilasse? (https://www.youtube.com/watch?t=1&v=bFofTVjWrjo)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 25. September 2015, 08:24:22
Freut mich, daß du eine anständige Frau gefunden hast. Trotzdem war das nicht wirklich eine Antwort auf die Frage. Ich vermute mal ins Blaue, daß Korruption und Bestechung in Thailand sehr viel alltäglicher sind, wenn nicht sogar so weit verbreitet, daß man ohne Bestechung immer wieder gegen die Wand läuft. Das sind einfach andere Dimensionen.
Alle Leute in Thailand wissen das. Sie reden aber nicht mit jedem darüber, weil sie nicht wegen Majestätsbeleidigung ins Gefängnis wollen. Übrigens werden auch in der teutschen Botschaft Nebenkosten fällig, wenn man ein Schengenvisum will.

Zitat
Da kann es einen trösten, daß die deutsche Regierung die Hand über die deutschen Autofirmen hält (vermutlich sogar, ohne sie dabei auch noch aufzuhalten). Es ändert aber nichts daran, daß der Vergleich etwas verquer ist.
Hä? Dass die deutsche Regierung die Hand über Kriminelle hält, soll mich worüber hinwegtrösten?
Selbstverständlich halten die die Hand auf. Nur etwas wendiger.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 25. September 2015, 08:26:22
Vielleicht solltest Du endlich anfangen, die andere Mischpoke auch als rechts wahzunehmen.
Mach' Dir da mal keine Sorgen. Aber Rassismus und nationalen Dünkel kannst Du den Grüninnen kaum vorwerfen.

Zitat
Oder noch besser, endlich wahrzunehmen, daß diese rechts-links-Kathegorisierungen einen nicht mehr weiterbringen.
Wat denn, Querfront-Yossie? Das erklärt einiges ...
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 25. September 2015, 13:29:15
Alle Leute in Thailand wissen das. Sie reden aber nicht mit jedem darüber, weil sie nicht wegen Majestätsbeleidigung ins Gefängnis wollen.

Nur die königliche Familie ist korrupt?

Zitat
Übrigens werden auch in der teutschen Botschaft Nebenkosten fällig, wenn man ein Schengenvisum will.

Tatsächlich Bestechung?

Zitat
Hä? Dass die deutsche Regierung die Hand über Kriminelle hält, soll mich worüber hinwegtrösten?
Selbstverständlich halten die die Hand auf. Nur etwas wendiger.

Protektion ist schon noch was anderes als Korruption. Wenn du Hinweise auf tatsächlich Korruption hast, also persönliche Bereicherung, dann sag das ruhig. Ich halte das für unwahrscheinlich. Vielleicht hat's Parteispenden gegeben, aber letztlich geht's darum, Abgasnormen auszutricksen, die dazu gemacht wurden, die deutsche Konkurrenz draußen zu halten. Ist das kriminell? Ja, in den USA. Es ist aber eben auch im Sinne deutscher Arbeitsplätze, und das sind viele.

Was sagen eigentlich die TTIP-Neurotiker dazu? Haben die jetzt Angst, daß mit TTIP die strengeren Ami-Normen in Europa gelten? Oder sind die noch am überlegen, wie sie das ganze als Argument gegen TTIP interpretieren können?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 25. September 2015, 13:43:10
Nur die königliche Familie ist korrupt?
Nein. Der Vorwurf der Majestätsbeleidigung ist weit gefasst und geht fast nie vom Palast selbst aus. Thailand ist komplex.

Zitat
Tatsächlich Bestechung?
Wer weiß? Wir haben eine Vermittler eingeschaltet.

Zitat
Protektion ist schon noch was anderes als Korruption. Wenn du Hinweise auf tatsächlich Korruption hast, also persönliche Bereicherung, dann sag das ruhig. Ich halte das für unwahrscheinlich. Vielleicht hat's Parteispenden gegeben, aber letztlich geht's darum, Abgasnormen auszutricksen, die dazu gemacht wurden, die deutsche Konkurrenz draußen zu halten. Ist das kriminell? Ja, in den USA. Es ist aber eben auch im Sinne deutscher Arbeitsplätze, und das sind viele.
Das System ist so angelegt, dass wer den Konzernen nicht willfährig ist, nie in den entsprechenden Positionen ankommt. Wer aber ankommt, genießt bekannter Maßen gewaltige Privilegien. Wer sich dann noch querstellt, gefährdet die Privilegien der ParteifreundInnen. Und das gilt nicht nur für die Posten in den Ministerien, sondern auch für die in den Medien etc.

Zitat
Was sagen eigentlich die TTIP-Neurotiker dazu? Haben die jetzt Angst, daß mit TTIP die strengeren Ami-Normen in Europa gelten? Oder sind die noch am überlegen, wie sie das ganze als Argument gegen TTIP interpretieren können?
Die TTIP-Pläne besagen, dass die Unternehmen solche Sachen unter sich ausmachen dürften, ohne durch Demokratie, Rechtsstaatlichkeit oder sonstige Handelshemmnisse behelligt zu werden. (Pairs-"Schieds"gerichte). VW-Aktionäre fänden das jetzt sicher toll, Leute, die saubere Luft wollen, weniger.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 25. September 2015, 13:53:20
Das System ist so angelegt, dass wer den Konzernen nicht willfährig ist, nie in den entsprechenden Positionen ankommt. Wer aber ankommt, genießt bekannter Maßen gewaltige Privilegien. Wer sich dann noch querstellt, gefährdet die Privilegien der ParteifreundInnen. Und das gilt nicht nur für die Posten in den Ministerien, sondern auch für die in den Medien etc.

"das System"..."bekanntermaßen"... Gibt's da mehr als nur Gerüchte und Vermutungen?

Zitat
Die TTIP-Pläne besagen, dass die Unternehmen solche Sachen unter sich ausmachen dürften,

"solche Sachen"? Wie Abgastests? Mit Sicherheit nicht. Wenn, dann wird da geregelt, welche Standards jeweils gelten sollen.

Zitat
..ohne durch Demokratie, Rechtsstaatlichkeit oder sonstige Handelshemmnisse behelligt zu werden. (Pairs-"Schieds"gerichte). VW-Aktionäre fänden das jetzt sicher toll, Leute, die saubere Luft wollen, weniger.

Ich glaube, du bist da auf dem Holzweg. Und ja, wenn VW in den USA Schiedsgerichte bemühen kann, um sich dort durchzusetzen, finde ich das toll. Um saubere Luft geht's doch eh nicht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 25. September 2015, 14:31:06
"das System"...
Nenn' es, wie Du willst.

Zitat
"bekanntermaßen"...
Ministergehälter und -pensionen habe ich als bekannt vorausgesetzt.

Zitat
Gibt's da mehr als nur Gerüchte und Vermutungen?
Zig Regalmeter.

Zitat
"solche Sachen"? Wie Abgastests? Mit Sicherheit nicht. Wenn, dann wird da geregelt, welche Standards jeweils gelten sollen.
Am besten, überhaupt keine.

Zitat
Um saubere Luft geht's doch eh nicht.
Mir schon.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 25. September 2015, 16:08:52
Nenn' es, wie Du willst.

jedenfalls nicht "das System".

Zitat
Ministergehälter und -pensionen habe ich als bekannt vorausgesetzt.

...werden von der Auto-Industrie bezahlt?

Zitat
Zig Regalmeter.

schön

Zitat
Am besten, überhaupt keine.

Sicher? keine?

Zitat
Mir schon.

ohne Standards?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 25. September 2015, 16:30:20
jedenfalls nicht "das System".
Dann nenn' es eben "Schweinesystem".

Zitat
...werden von der Auto-Industrie bezahlt?
Wer den Konzernen nicht willwährig ist, kommt nicht in den Genuss, hab ich gesagt.

Zitat
Sicher? keine?
Ironietags ....
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 25. September 2015, 16:48:57
Aber Rassismus und nationalen Dünkel kannst Du den Grüninnen kaum vorwerfen.

Da wär ich mir nicht so sicher. Was ist denn diese Genderscheiße z.B. anderes als blanker Rassismus und Menschen- / Männerhass?

Zitat
Wat denn, Querfront-Yossie? Das erklärt einiges ...

Was, bitte, ist "Querfront"?

Hupps, weg isser.

Mal wieder.

Mädchen.  :P
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 25. September 2015, 17:22:42
Kann mir dann vielleicht bitte jemand anderes erklären, was mit "Querfront" gemeint ist?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 25. September 2015, 17:28:29
Mach' Dir da mal keine Sorgen. Aber Rassismus und nationalen Dünkel kannst Du den Grüninnen kaum vorwerfen.

Das sind doch Schönwetter-Multikultis.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 25. September 2015, 17:29:01
Hupps, weg isser.

Vielleicht hat ihn jetzt seine Freundin gelöscht, damit er mehr mit ihr redet als mit uns.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: schnorchel am 25. September 2015, 18:39:37
Kann mir dann vielleicht bitte jemand anderes erklären, was mit "Querfront" gemeint ist?
https://de.wikipedia.org/wiki/Querfront
http://www.fr-online.de/politik/querfront--ausgrenzung-stiftet-identitaet,1472596,31477388.html
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 25. September 2015, 20:04:58
Was, bitte, ist "Querfront"?

Vielleicht meinte er "Queer-Front".
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 26. September 2015, 15:56:09
Irgendwie komisch, nicht fair und auch dumm, meine Schwester sollte mit weiteren 7 Ärzte gruppenweise jeweils 2 in einem Krankenhaus hier 2 monatige Praktikum machen. Die ersten 4 haben das Visum und das Praktikum problemlos bekommen und absolviert, für 2 Monate versteht sich. Aufgrund der Flüchtlingskrise wurde das Praktikum seitens Arbeitsagentur auf 2 Wochen gekürzt mit Haufen Auflagen und Absicherungsmaßnahmen, sie fürchten dass die eingeladene doch hier bleiben.

Für mich unverständlich und paradox was da passiert, die Tore werden weit geöffnet für X00.000 Leute, von denen man weisst, dass ein entscheidende Teil so gut wie keine Bildung hat wenn nicht gerade Ü 50 sind und auf finanzielle Hilfe angewiesen werden, aber für paar ausgewählte Ärzte den Weg für eine "begrenzte" Aufenthalt holprig machen  :.)

zum  :kotz       
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kjeld am 26. September 2015, 17:54:13
Du kennst schon die inoffizielle Nationalhymne dieses Landes, ja?

Es könnt' alles
so einfach sein,
ist es aber nicht.

...
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 26. September 2015, 18:08:11
Ich vermisse die Verhältnismäßigkeit, die ist nirgends zu finden  :(
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 26. September 2015, 18:37:52
Ich vermisse die Verhältnismäßigkeit, die ist nirgends zu finden  :(

Wir brauchen ein Einwanderungsgesetz. Dann kann man gezielt aussuchen, wenn man außerhalb des Asylverfahrens reinläßt. Aber dann wird es jede Menge Kritik geben, daß es ja total egoistisch ist, wenn man nur die Gebildeten und gut ausgebildeten nimmt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 27. September 2015, 22:07:00
http://www.welt.de/politik/deutschland/article146919471/Islamisten-bedrohen-Christen-in-Fluechtlingsheimen.html?wtrid=newsletter.wasdieweltbewegt.newsteaser...dreier-block
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 28. September 2015, 13:21:51
Wir brauchen ein Einwanderungsgesetz. Dann kann man gezielt aussuchen, wenn man außerhalb des Asylverfahrens reinläßt.
Das wäre sowieso sinnvoll, ich verstehe auch nicht warum es bisher nicht gibt?
Was die Arbeitsagentur angeht, habe ich manchmal das Gefühl, dass keine Menschen die Fälle bearbeiten, sondern gestörte Roboter.
 
Zitat
Aber dann wird es jede Menge Kritik geben, daß es ja total egoistisch ist, wenn man nur die Gebildeten und gut ausgebildeten nimmt.

Wer kritisiert und weshalb?
Werden Länder wie Kanada, USA,... auch deswegen kritisiert?...nein
Es ist nicht egoistisch, es ist sogar erforderlich um neue Ressourcen zu gewinnen und einen Ausgleich zu schaffen für das was das Ausylgesetz/verfahren mit sich bringt.

Jetzt stelle ich mal eine Frage, sitzt irgendwo tief in die Deutschepolitik das Schuldgefühl wegen den 2. Weltkrieg, man will es guasi wieder gut machen?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 28. September 2015, 14:11:59
Jetzt stelle ich mal eine Frage, sitzt irgendwo tief in die Deutschepolitik das Schuldgefühl wegen den 2. Weltkrieg, man will es guasi wieder gut machen?

Ich würde es nicht Schuldgefühl sondern Verantwortung nennen. Und ich meine damit nicht nur den 2.WK sondern überhaupt die Nationen, die durch ihre Kolonialpolitik entscheidend zum Verarmen "ihrer" Kolonien beigetragen haben.

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 28. September 2015, 14:33:48
Ich würde es nicht Schuldgefühl sondern Verantwortung nennen. Und ich meine damit nicht nur den 2.WK sondern überhaupt die Nationen, die durch ihre Kolonialpolitik entscheidend zum Verarmen "ihrer" Kolonien beigetragen haben.

Als wären die vorher wohlhabend und prosperierend gewesen... Waren sie nicht. Das Elend fand nur unter anderer Herrschaft statt.

Wie das ging, kann man sich heute noch in Swasiland anschauen: 40 000 Mädchen und Frauen tanzen für den König  (http://www.sueddeutsche.de/panorama/ritual-in-swasiland-junge-frauen-tanzen-fuer-den-koenig-1.2628907)

Wenn man den Kolonialismus anprangert, muß man schon dazusagen, ob man das, was dadurch abgelöst wurde, besser fand.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 28. September 2015, 14:37:54
Das wäre sowieso sinnvoll, ich verstehe auch nicht warum es bisher nicht gibt?

Weil die CSU die Illusion aufrecht erhalten will, daß wir kein Einwanderungsland sind.

Zitat
Wer kritisiert und weshalb?
Werden Länder wie Kanada, USA,... auch deswegen kritisiert?...nein

Da hast  du ganz schnell den den deutschen Schönwetter-Multi-Kulti-Gutmenschen auf dem Plan, der eine Lust dabei empfindet, Deutschland für alles Elend der Welt verantwortlich zu machen. Natürlich will er die prekären, bildungsfernen, schwer integrierbaren Einwanderer nicht in seiner Nachbarschaft haben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 28. September 2015, 14:40:44
ich meine damit nicht nur den 2.WK sondern überhaupt die Nationen, die durch ihre Kolonialpolitik entscheidend zum Verarmen "ihrer" Kolonien beigetragen haben.

Syrien war deutsche Kolonie?  :o
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 28. September 2015, 14:42:29
Syrien war deutsche Kolonie?  :o

natürlich, und der Irak, Palästina, Asien... Überhaupt wäre ohne den Kolonialismus da jetzt alles in Butter. Es würde Wohlstand und Friede, Feuer, Eierkuchen herrschen.

Tatsächlich ist es eher umgekehrt. Der Kolonialismus hat für eine Weile durchaus gewaltsam den Deckel drauf gehalten und dadurch ältere Konflikte für eine Weile unterdrückt. In Kenia z.B. gehen sich die Stämme jetzt wieder bei jeder Präsidentenwahl an die Gurgel und massakrieren sich gegenseitig.

Wenn man so will, waren die relativ ruhigen Jahre unter den arabischen Despoten eher die Ausnahme und durchaus ein Ergebnis des Kolonialismus. jetzt sind die Kolonialherren weg und man meuchelt sich wieder gegenseitig, wie schon die 1500 Jahre davor.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 28. September 2015, 14:49:21
natürlich, und der Irak, Palästina, Asien...

Und die East India Company war in Wirklichkeit ein Franchisenehmer des damals gerade nicht mehr wirklich existierenden deutschen Reichs...
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 28. September 2015, 14:59:23
Ich würde es nicht Schuldgefühl sondern Verantwortung nennen.
Wenn es angemessen ist, die Aktion (Flüchtlingsaufnahme) sich in Massen hält, kann man es als Verantwortung Anerkennen aber so allein stemmen zu versuchen, unendlich und unkontrolliert, hat nicht mehr viel mit Verantwortung zu tun.

Verantwortung und Schuldgefühl dazwischen passt genau ein Haar.


Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 28. September 2015, 15:03:49
Syrien war deutsche Kolonie?  :o

Ich denke, Marple hat mit "ihre" die Deutschen selber gemeint.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 28. September 2015, 15:10:05
Ich denke, Marple hat mit "ihre" die Deutschen selber gemeint.

Wäre immer noch die Frage, ob Namibia, Tansania, Papua, Togo, Kamerun durch die deutsche Kolonialpolitik verarmt sind, wenn man das so behauptet. Ich kann mir eben nur schwer den Wohlstand vorstellen, der vorher geherrscht haben muß.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 28. September 2015, 15:37:02
Weil die CSU die Illusion aufrecht erhalten will, daß wir kein Einwanderungsland sind.
Vielleicht war es mal so richtig, aber wenn man die Ergebnisse der Einwohnerzählung anschaut, braucht das Land Regeneration, um das Volk zu verjüngen.

Zitat
Da hast  du ganz schnell den den deutschen Schönwetter-Multi-Kulti-Gutmenschen auf dem Plan, der eine Lust dabei empfindet, Deutschland für alles Elend der Welt verantwortlich zu machen.
Das ist natürlich blödsinn

Ich denke, die Deutschen haben ammeisten unter die Folgen des Krieges gelitten, während dessen sowieso.
An dem Elend in den Osten, Afrika,.... waren aktiv bzw. direkt andere Beteiligt,(gut, D war vielleicht an die Ausrüstung beteiligt aber hat diese Kriege nicht geführt) diese sollen eher die Folgen tragen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 28. September 2015, 15:43:01
Ich denke, die Deutschen haben ammeisten unter die Folgen des Krieges gelitten, während dessen sowieso.

Wie kommst Du denn darauf?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 28. September 2015, 15:46:22
Wäre immer noch die Frage, ob Namibia, Tansania, Papua, Togo, Kamerun durch die deutsche Kolonialpolitik verarmt sind, wenn man das so behauptet. Ich kann mir eben nur schwer den Wohlstand vorstellen, der vorher geherrscht haben muß.

Klar kann man sich jetzt an meinen Worten so richtig festbeissen.

Zu Zeiten der Kolonialmächte gab es in den jeweiligen Kolonialnationen selber genug Armut. Dann muss man schon die Lebensbedingungen eines Londoner Hafenarbeiters oder der breiten englischen Unterschicht um 1860 rum mit den Lebensbedingungen indischer Unterschichtler zur selben Zeit vergleichen.

Tatsache ist, dass natürliche Ressourcen aus den Kolonien abgezogen und den Kolonialmächten zugeführt wurden. Das hat alles mit vorher dort herrschendem allgemeinem "Wohlstand" nichts zu tun. Was sie daraus in der Weiterentwicklung hätten machen können, kann man heute nur vermuten - nicht unterstellen.

Außerdem habe ich nur auf die Frage von der Frau geantwortet.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 28. September 2015, 15:55:13
natürlich, und der Irak, Palästina, Asien... Überhaupt wäre ohne den Kolonialismus da jetzt alles in Butter. Es würde Wohlstand und Friede, Feuer, Eierkuchen herrschen.

Tatsächlich ist es eher umgekehrt. Der Kolonialismus hat für eine Weile durchaus gewaltsam den Deckel drauf gehalten und dadurch ältere Konflikte für eine Weile unterdrückt. In Kenia z.B. gehen sich die Stämme jetzt wieder bei jeder Präsidentenwahl an die Gurgel und massakrieren sich gegenseitig.

Wenn man so will, waren die relativ ruhigen Jahre unter den arabischen Despoten eher die Ausnahme und durchaus ein Ergebnis des Kolonialismus. jetzt sind die Kolonialherren weg und man meuchelt sich wieder gegenseitig, wie schon die 1500 Jahre davor.


Das ist gequirlte europäische Arroganzkacke. Und nein, ich mach mir jetzt nicht die Mühe und belege meine Meinung mit Fakten. Weil man die nicht erruieren kann. Keiner kann ermessen, was ohne koloniale Eingriffe passiert wäre. Genauso, wie man nicht ermessen kann, wie die Konflikte untereinander geregelt worden wären.

Damals gab es auch in Europa blutige Auseinandersetzungen. Allein schon zur Reichsbildung Deutschlands. Krim, Frankreich, 1848-er Revolutionen etc. Da könnte man auch behaupten, eine arabische Kolonialmacht über Europa hätte das alles schön gedeckelt.

Machtverhältnisse wurden verschoben, Ressourcen geplündert, eine fremde Religion aufgedrückt, europäische "Wertvorstellungen" zum Gesetz erhoben, europäische Wurzeln verankert. Wie willst du das bitte alles in Rechnung bringen?






Und es ging immer um Geld. Nicht darum, den armen Eingeborenen Hilfe und Frieden zu bringen.
Titel: Querfront-Yossie
Beitrag von: Yossarian am 28. September 2015, 15:58:29
Querfront-Yossie? Das erklärt einiges ...

Irgendwie hatte mir der Begriff "Querfront" keine Ruhe gelassen. (https://de.wikipedia.org/wiki/Querfront)

Zitat
Der Begriff Querfront bezeichnet eine rechtsextreme Bündnisstrategie, die Gemeinsamkeiten zwischen den politischen Lagern betont oder zu konstruieren versucht, mit dem Ziel, die politische Macht eines Nationalstaats zu übernehmen

Zitat
Heute wird der Begriff in der politischen Diskussion verwendet, um Überschneidungen von rechts- und linksradikalen Gruppierungen zu beschreiben. Derzeit gibt es zwei rechtsextreme Gruppierungen, die Querfrontstrategien aufgreifen: die Nationalrevolutionäre und die Autonomen Nationalisten. Während Nationalrevolutionäre stark auf Theoriebildung setzen, die Diskussionen ab der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg aufgreift, sind die Autonomen Nationalisten eine neue Strömung, die vor allem von gewaltbereiten, aktionistisch orientierten jungen Rechtsextremisten Zulauf erhält

Ich glaube, ich werde gerade ziemlich sauer.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 28. September 2015, 16:02:54
Da könnte man auch behaupten, eine arabische Kolonialmacht über Europa hätte das alles schön gedeckelt.

Dazu könnte man z.B. sehr schön die Türkenherrschaft über den Balkan heranziehen.

Zitat
Machtverhältnisse wurden verschoben, Ressourcen geplündert, eine fremde Religion aufgedrückt, europäische "Wertvorstellungen" zum Gesetz erhoben, europäische Wurzeln verankert. Wie willst du das bitte alles in Rechnung bringen?

Völlig unmöglich.

Zitat
Und es ging immer um Geld. Nicht darum, den armen Eingeborenen Hilfe und Frieden zu bringen.

Natürlich. Trotzdem ist es eine hochinteressante Frage, wie man den Schaden des Kolonialismus überhaupt quantifizeren will.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 28. September 2015, 16:05:42
araxes:
 - sklaverei. - egal, ob das damals tradition war in anderen kulturen. europa hat da neue standards gesetzt.
 - woher willst du wissen, was für andere kulturen wohlstand bedeutet? oder kultur ?

http://gutenberg.spiegel.de/buch/robinson-crusoe-747/1 (http://gutenberg.spiegel.de/buch/robinson-crusoe-747/1)

kapitel 1-3.  - und nein, das ist kein kinderbuch.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 28. September 2015, 16:21:09
Wie kommst Du denn darauf?

Die meisten Deutschen, die ich kenne oder begegnet habe waren oder sind gegen den Krieg (2.Weltkrieg), dies wiederum bestätigt die eigene Erfahrung welches Leid so ein Ereignis mit sich bringt, daher ist es unfair eine ganze Nation und das Generationen übergreifend für die Taten einer "kleine Gruppe" büßen zu lassen.finde ich.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 28. September 2015, 16:27:24
Dazu könnte man z.B. sehr schön die Türkenherrschaft über den Balkan heranziehen.

Oder eben über Syrien. Syrien gehörte von 1516 bis Anfang 20.Jahrhunderts zum Osmanischen Reich.


Vorläufer des europäischen Kolonialsmus begannen Ende des 15.Jahrhunderts. Und endeten teilweise erst nach dem 2.Weltkrieg. Wir reden über hunderte von Jahren der Fremdbestimmung.

Da kommt mir bei solchen Sätzen der Kaffee hoch:

Wäre immer noch die Frage, ob Namibia, Tansania, Papua, Togo, Kamerun durch die deutsche Kolonialpolitik verarmt sind, wenn man das so behauptet. Ich kann mir eben nur schwer den Wohlstand vorstellen, der vorher geherrscht haben muß.

Wenn man den Kolonialismus anprangert, muß man schon dazusagen, ob man das, was dadurch abgelöst wurde, besser fand.

Es geht nicht darum, was Scheisseuropa für besser/richtiger hält oder gehalten hat. Besetzung ist und bleibt Besetzung.

Wie kann man im selben Atemzug über Asylanten und Einwanderer diskutieren, die "an unserem Wohlstand nagen" könnten und vielleicht andere Religionen und Anschauungen hereinbringen und auf der anderen Seite den Kolonialismus verharmlosen oder gar rechtfertigen? 

Eurozentrismus pur. Das ist SelbstverHERRlichung.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 28. September 2015, 16:41:56
https://de.wikipedia.org/wiki/Querfront
http://www.fr-online.de/politik/querfront--ausgrenzung-stiftet-identitaet,1472596,31477388.html

Hatte ich im Trubel übersehen, sorry.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 28. September 2015, 17:08:18
Klar kann man sich jetzt an meinen Worten so richtig festbeissen.

ja, natürlich. Die Aussage war ja sehr konkret, daß "die durch ihre Kolonialpolitik entscheidend zum Verarmen "ihrer" Kolonien beigetragen haben."

Verarmung heißt doch, daß Armut als Zustand herbeigeführt wurde. Also war da vorher was anderes.

Zitat
Zu Zeiten der Kolonialmächte gab es in den jeweiligen Kolonialnationen selber genug Armut. Dann muss man schon die Lebensbedingungen eines Londoner Hafenarbeiters oder der breiten englischen Unterschicht um 1860 rum mit den Lebensbedingungen indischer Unterschichtler zur selben Zeit vergleichen.

Das kommt noch dazu.

Zitat
Tatsache ist, dass natürliche Ressourcen aus den Kolonien abgezogen und den Kolonialmächten zugeführt wurden. Das hat alles mit vorher dort herrschendem allgemeinem "Wohlstand" nichts zu tun. Was sie daraus in der Weiterentwicklung hätten machen können, kann man heute nur vermuten - nicht unterstellen.

Welche Ressourcen hat das Deutsche Reich aus seinen Kolonien abgezogen? Kaffee? Kakao? Ist es nicht eher so, daß die Kolonien ein Zuschußgeschäft waren? Immerhin hat Namibia dadurch heute ein paar Eisenbahnstrecken, die es sonst wohl immer noch nicht gäbe.

Andere Nationen mögen mehr wirtschaftlichen Nutzen daraus gezogen haben, etwa die Briten in Indien oder die Niederländer mit ihrem Muskathandel. Und ja, es gab auch Beispiele von Verelendung durch Zerstörung der alten Strukturen. Dazu muß man aber auch genau hinschauen. Die Deutschen waren da auch nicht die nettesten, aber ich weiß nicht, ob es für die Tansanier vorher schöner war, vom Sultan von Sansibar als Sklaven verkauft zu werden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 28. September 2015, 17:13:29
Das ist gequirlte europäische Arroganzkacke.

mag sein, aber Arroganz hat auch ihre Gründe.

Zitat
Damals gab es auch in Europa blutige Auseinandersetzungen. Allein schon zur Reichsbildung Deutschlands. Krim, Frankreich, 1848-er Revolutionen etc. Da könnte man auch behaupten, eine arabische Kolonialmacht über Europa hätte das alles schön gedeckelt.

Kann man eben nicht behaupten und wir können auch nicht bis in alle Ewigkeit irgendwelche früheren Kolonialmächte für unsere Probleme verwantwortlich machen.

Zitat
Machtverhältnisse wurden verschoben, Ressourcen geplündert, eine fremde Religion aufgedrückt, europäische "Wertvorstellungen" zum Gesetz erhoben, europäische Wurzeln verankert. Wie willst du das bitte alles in Rechnung bringen?

Und das subsumierst du alles unter "Verarmung"? Und das hat es da vorher alles nicht gegeben? Vergiß nicht, daß die Europäer in vielen Regionen nur andere Kolonialherren abgelöst haben.

Zitat
Und es ging immer um Geld. Nicht darum, den armen Eingeborenen Hilfe und Frieden zu bringen.

Da bin ich mir gar nicht mal so sicher. Ich glaube, es ging mehr um Status, der damit kam, in die Liga das großen Kolonialmächte aufzusteigen. Geld? Wurde da sicher mehr verbrannt als daß man etwas davon gehabt hätte. Nicht mal die Spanier sind an ihren Kolonien reich geworden. Portugal hatte sich durch die Seefahrt ein massives demographisches Problem erzeugt, weil die jungen Männer fehlten.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 28. September 2015, 17:22:15
araxes:
 - sklaverei. - egal, ob das damals tradition war in anderen kulturen. europa hat da neue standards gesetzt.

Mit Verlaub. Nein! Ich muß mich als Europäer nicht für die Sklaverei der US-Südstaaten oder der portugiesischen Kolonien verantwortlich fühlen, die übrigens nur möglich war, weil lokale afrikanische Herrscher die Sklaven in ihrem Hinterland einfangen haben.

Übrigens war einer der Auslöser für die französische Besetzung Algeriens (Algier, Tunis und Tripolis) die von dort ausgehende Mittelmeer-Piraterie und der dort betriebene Sklavenhandel. Und ja, auch europäische Sklaven, denn die Besatzungen wurden in die Sklaverei verkauft. Auch das Osmanische Reich hatte einen florierenden Sklavenhandel.

Zitat
- woher willst du wissen, was für andere kulturen wohlstand bedeutet? oder kultur ?

Der Begriff Verarmung ist konkret. Dann hätte es schon heißen müssen: kulturelle Verarmung.

Zitat
http://gutenberg.spiegel.de/buch/robinson-crusoe-747/1 (http://gutenberg.spiegel.de/buch/robinson-crusoe-747/1)

kapitel 1-3.  - und nein, das ist kein kinderbuch.

Meinst du, ich befasse mich mit Links, die einfach so hingerotzt werden, ohne zu sagen, was man darin finden wird oder warum der überhaupt gebracht wird?

Ich habe auch einen Links für dich: James Somerset (https://de.wikipedia.org/wiki/James_Somerset)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 28. September 2015, 17:26:19
Die meisten Deutschen, die ich kenne oder begegnet habe waren oder sind gegen den Krieg (2.Weltkrieg), dies wiederum bestätigt die eigene Erfahrung welches Leid so ein Ereignis mit sich bringt, daher ist es unfair eine ganze Nation und das Generationen übergreifend für die Taten einer "kleine Gruppe" büßen zu lassen.finde ich.

Es war nur keine kleine Gruppe. Laß dir das nicht erzählen. Gerade in Westdeutschland hängt noch in manchem Wohnzimmer ein Bild vom Opa in Waffen-SS-Uniform.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 28. September 2015, 17:29:36
Wie kann man im selben Atemzug über Asylanten und Einwanderer diskutieren, die "an unserem Wohlstand nagen" könnten und vielleicht andere Religionen und Anschauungen hereinbringen und auf der anderen Seite den Kolonialismus verharmlosen oder gar rechtfertigen? 

Wenn man eine pauschaul geäußerte und nicht untermauerte Behauptung hinterfragt, ist das keine Verharmlosung oder Rechtfertigung. Mit Verlaub, es ist ein idiotischer Diskussionsstil, eine Behauptung in den Raum zu werfen und dann keine Gegenargumente zuzulassen, weil dadurch der Kolonialismus vermharmlost wird. So kann man jede Diskussion abwürgen.

Wie wäre es mal mit Differenzierung?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 28. September 2015, 17:39:59
Es geht nicht darum, was Scheisseuropa für besser/richtiger hält oder gehalten hat. Besetzung ist und bleibt Besetzung.

Das klingt nach einem neurotischen Verhältnis zu deinem Heimatkontinent. Klar bleibt Besatzung Besatzung. Und das heißt jetzt genau was? Daß dieser Besatzung jede Niedertracht und jedes Übel anhängen kann, ohne dagegen argumentieren zu dürfen, weil man damit ja die Besatzung verteidigt?

Dann entschuldige ich mich mal für die Besatzung der slawischen ostelbischen Gebiete durch die Germanen, wobei ich selber nicht genau weiß, wieviel Slave und wieviel Germane in mir steckt.

Die ganze Menschheitsgeschichte besteht immer nur aus Besatzung, Vertreibung und Assimilation. Aber "Scheiß-Europa" war auf jeden Fall der schlimmste Finger dabei und wage es bloß jemand, was dagegen zu sagen!
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 28. September 2015, 17:42:46
Ich habe definitiv von ALLEN Kolonialmächten geschrieben. Nicht explizit von Deutschland.

Deutschland als Staat wurde erst 1871 gegründet. Vorher hatten sie genug mit ihrer Kleinstaaterei und den Nachwirkungen des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation zu tun.

Als Kolonialmacht kamen sie zu spät, um noch irgendwelche nennenswerten Ländereien erobern zu können.


ja, natürlich. Die Aussage war ja sehr konkret, daß "die durch ihre Kolonialpolitik entscheidend zum Verarmen "ihrer" Kolonien beigetragen haben."

Verarmung heißt doch, daß Armut als Zustand herbeigeführt wurde. Also war da vorher was anderes.

Klar war da vorher was anders: Ihre natürlichen Ressourcen waren noch vorhanden. Edelsteine, Metalle, Holz, Mineralien, Ernten, Gewürze, Stoffe, Tiere lebendig oder tot, Menschen, Ackerland, Bauland, Weideland, egal was. Alles, was Geld brachte eben.

Zusätzlich die Oberherrschaft über die (sich weltweit gerade erst entwickelnde) Industrialisierung: Arbeitskraft, Wissen, benötigtes Territorium, Wasser als Energielieferant… alles in Fremdbestimmung - eigene Entwicklung konnte nicht stattfinden. Dadurch wurde eine Abhängigkeit geschaffen, die bis heute anhält.

Wie gesagt - die wirtschaftliche Welt hat sich zu Kolonialzeiten grundsätzlich geändert - eben unter anderem durch die Industrialisierung. Von dieser Entwicklung wurden die Kolonien abgeschnitten.

Wie sie sich entwickelt hätten - keiner weiss es. Kann man auch nicht wissen.

Grundgesetz des Kolonialismus war, dass man den "Naturvölkern" ihre Befähigkeit zur Selbstbestimmung absprach. Und daran hat sich in vielen Köpfen bis heute nichts geändert. Dazu gehören eben auch Unkenrufe wie - "wie weit wären die schon ohne uns gekommen".


Die Deutschen waren da auch nicht die nettesten, aber ich weiß nicht, ob es für die Tansanier vorher schöner war, vom Sultan von Sansibar als Sklaven verkauft zu werden.

Welcher auch kein Tansanier war. Besetzung bleibt Besetzung.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 28. September 2015, 17:51:05
Wenn man eine pauschaul geäußerte und nicht untermauerte Behauptung hinterfragt, ist das keine Verharmlosung oder Rechtfertigung. Mit Verlaub, es ist ein idiotischer Diskussionsstil, eine Behauptung in den Raum zu werfen und dann keine Gegenargumente zuzulassen, weil dadurch der Kolonialismus vermharmlost wird. So kann man jede Diskussion abwürgen.

Wie wäre es mal mit Differenzierung?

Ich habe keine Behauptung in den Raum geworfen. Ich habe von Verantwortung gesprochen.

Es steht dir nicht zu, meinen Diskussionsstil als "idiotisch" zu bezeichnen.

Ich bin auf deine Gegenargumente eingegangen - vielleicht beginnst du mal mit Differenzierung?

mag sein, aber Arroganz hat auch ihre Gründe.

Klar. Man fühlt sich erhaben. Das ist eine Selbstwahrnehmung. Kein Beweis.

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 28. September 2015, 17:59:57
Ich habe definitiv von ALLEN Kolonialmächten geschrieben. Nicht explizit von Deutschland.

Hast du nicht. Ich finde nur ein "Zu Zeiten der Kolonialmächte" was eben ziemlich sicher die europäischen meint. Nicht die arabischen, japanischen, chinesischen, indischen, mongolischen, aztekischen, diversen afrikanischen...

Zitat
Deutschland als Staat wurde erst 1871 gegründet. Vorher hatten sie genug mit ihrer Kleinstaaterei und den Nachwirkungen des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation zu tun.

Und das heißt jetzt was? Preussen war ja wohl auch vorher schon größer als die Niederlande und trotzdem keine Kolonialmacht.

Zitat
Als Kolonialmacht kamen sie zu spät, um noch irgendwelche nennenswerten Ländereien erobern zu können.

Die Japaner haben das noch im 20. Jahrundert gemacht.

Zitat
Klar war da vorher was anders: Ihre natürlichen Ressourcen waren noch vorhanden. Edelsteine, Metalle, Holz, Mineralien, Ernten, Gewürze, Stoffe, Tiere lebendig oder tot, Menschen, Ackerland, Bauland, Weideland, egal was. Alles, was Geld brachte eben.

Und das war dann alles nicht mehr da? Denk noch mal drüber nach.

Zitat
Zusätzlich die Oberherrschaft über die (sich weltweit gerade erst entwickelnde) Industrialisierung: Arbeitskraft, Wissen, benötigtes Territorium, Wasser als Energielieferant… alles in Fremdbestimmung - eigene Entwicklung konnte nicht stattfinden. Dadurch wurde eine Abhängigkeit geschaffen, die bis heute anhält.

Du meinst, die Kolonialherren haben in ihren Kolonien die Industrialisierung abgewürgt? Eher das Gegenteil war der Fall. Es hindert niemand die Leute in Namibia, wieder als nomadische Hirten zu leben, außer vielleicht ihr Wunsch, der Armut zu entrinnen, die das mit sich bringen würde, die angeblich vorher der Kolonialisierung nicht bestand.

Zitat
Wie gesagt - die wirtschaftliche Welt hat sich zu Kolonialzeiten grundsätzlich geändert - eben unter anderem durch die Industrialisierung. Von dieser Entwicklung wurden die Kolonien abgeschnitten.

Das ist 'ne steile These. Du meinst also, ohne Kolonialisierung hätte Tansania aus eigener Kraft und Entwicklung eine Industrialisierung wie in Europa hingelegt? Nicht im Ernst...

Zitat
Wie sie sich entwickelt hätten - keiner weiss es. Kann man auch nicht wissen.

Wenn man annimmt, daß die Anfänge europäischer Wissenschaft und Industrialisierung bis ins Spätmittelalter reichen, müßten vergleichbare Entwicklungen auch schon in Afrika stattgefunden haben. Jetzt zeige die mir mal in Namibia oder Tansania. Bis auf ein bißchen Verhüttung von minderwertigem Eisen ist da nichts, was irgendwie an Industrie erinnert, meist auch nicht mal eine Schriftsprache. Entwicklungsgeschichtlicht ist das Jungsteinzeit bis Eisenzeit. Da fehlen locker ein paar tausend Jahre. Die Schrift haben erst die bösen Kolonialherren eingeführt. Wie soll da Wissenschaft und Industrialisierung entstehen?

Zitat
Grundgesetz des Kolonialismus war, dass man den "Naturvölkern" ihre Befähigkeit zur Selbstbestimmung absprach. Und daran hat sich in vielen Köpfen bis heute nichts geändert. Dazu gehören eben auch Unkenrufe wie - "wie weit wären die schon ohne uns gekommen".

Der Fehler ist eher zu meinen, daß sie dort "weit kommen" müssen, im Sinne europäischer Entwicklung. Da du aber selber auf dieses Pferd aufspringst und unterstellst, Afrika wäre durch die Kolonialherren ein eigener Weg zur Moderne verwehrt worden, kann man dir die Frage stellen, wie weit Afrika in dieser Hinsicht heute ohne europäische Technologie und Wissen wäre.

Zitat
Welcher auch kein Tansanier war. Besetzung bleibt Besetzung.

Eben. Deine Behauptung war aber, die Europäer hätten die Kolonien verarmt. Wie paßt das zu der Tatsache, daß es schon vorher Besatzer gab?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 28. September 2015, 18:01:49
Ich habe keine Behauptung in den Raum geworfen. Ich habe von Verantwortung gesprochen.

Du hast von diesem hier gesprochen:

"Wie kann man im selben Atemzug über Asylanten und Einwanderer diskutieren, die "an unserem Wohlstand nagen" könnten und vielleicht andere Religionen und Anschauungen hereinbringen und auf der anderen Seite den Kolonialismus verharmlosen oder gar rechtfertigen?

Eurozentrismus pur. Das ist SelbstverHERRlichung."


Zitat
Ich bin auf deine Gegenargumente eingegangen - vielleicht beginnst du mal mit Differenzierung?

Nein, bist du nicht, du hast mir das Recht abgesprochen, überhaupt welche anzubringen, weil das ja Verharmlosung und Rechtfertigung sei.

Du schaffst es ja nicht mal, den Kolonialismusbegriff so weit zu fassen, daß er nicht nur die Europäer umfaßt. Das ist auch eine Form von Eurozentrismus.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 28. September 2015, 18:15:34
Araxes, deine Welt unterscheidet sich von meiner. Da gibt es keinen Konsens. Und weder du noch ich sind darauf trainiert, aufzugeben. Lassen wir die Diskussion. Ich hab wichtigere Probleme zu lösen.

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kulle am 28. September 2015, 18:48:13
.....Grundgesetz des Kolonialismus war, dass man den "Naturvölkern" ihre Befähigkeit zur Selbstbestimmung absprach......
Ich denke man hat es kolonisiert weil man es kann. Expansion und so.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 28. September 2015, 18:57:50
Es war nur keine kleine Gruppe. Laß dir das nicht erzählen. Gerade in Westdeutschland hängt noch in manchem Wohnzimmer ein Bild vom Opa in Waffen-SS-Uniform.

Yep!
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 28. September 2015, 20:25:33
araxes,
robinson crusoe beschreibt im ersten teil, bis zum schiffbruch auf der insel. sehr plastisch die ursprüngliche akkumulation des kapitals.
und die geisteshaltung der europäer.

du hängst einfach im buchhalterdenken der fugger fest. alles muss in geld bewertbar und verrechenbar sein.

wohwr nimmst du eigentlich die dreistigkeit zu behaupten, dass sich vieh-nomaden in afrika nicht wohlfühlen, ihre kultur wertlos ist und ihr leben ärmlich und unglücklich?
https://www.google.com/search?q=Wodaabe,&es_sm=93&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0CAcQ_AUoAWoVChMIgeKJyqqayAIVpodyCh1Kmw5F&biw=1366&bih=705 (https://www.google.com/search?q=Wodaabe,&es_sm=93&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0CAcQ_AUoAWoVChMIgeKJyqqayAIVpodyCh1Kmw5F&biw=1366&bih=705)

https://de.wikipedia.org/wiki/Wodaabe (https://de.wikipedia.org/wiki/Wodaabe)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 28. September 2015, 21:19:44
wohwr nimmst du eigentlich die dreistigkeit zu behaupten, dass sich vieh-nomaden in afrika nicht wohlfühlen, ihre kultur wertlos ist und ihr leben ärmlich und unglücklich?

Wo hat er das gesagt? Muß ich überlesen haben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 28. September 2015, 21:40:52
Zitat
Wenn man annimmt, daß die Anfänge europäischer Wissenschaft und Industrialisierung bis ins Spätmittelalter reichen, müßten vergleichbare Entwicklungen auch schon in Afrika stattgefunden haben. Jetzt zeige die mir mal in Namibia oder Tansania. Bis auf ein bißchen Verhüttung von minderwertigem Eisen ist da nichts, was irgendwie an Industrie erinnert, meist auch nicht mal eine Schriftsprache. Entwicklungsgeschichtlicht ist das Jungsteinzeit bis Eisenzeit. Da fehlen locker ein paar tausend Jahre. Die Schrift haben erst die bösen Kolonialherren eingeführt. Wie soll da Wissenschaft und Industrialisierung entstehen?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 28. September 2015, 21:51:48
Und wo steht da, daß sie sich nicht wohlgefühlt haben und ihre Kultur nichts Wert war?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 28. September 2015, 22:38:41
araxes,
robinson crusoe beschreibt im ersten teil, bis zum schiffbruch auf der insel. sehr plastisch die ursprüngliche akkumulation des kapitals.
und die geisteshaltung der europäer.

ja und zu welchen Schlüssen kommt er da? Und bevor du jetzt Schnellschüsse machst, befasse dich mal mit der Kolonialisierung der ostafrikanischen Küste durch arabische Händler, *bevor* die Portugiesen da überhaupt hinkamen.

Zitat
du hängst einfach im buchhalterdenken der fugger fest. alles muss in geld bewertbar und verrechenbar sein.

Sorry, mein Gutster. Ich bin nicht der, der die Welt immer nur mit Geld erklären will. Das machen hier andere, einer von denen bist du. Ich habe ausdrücklich meine Zweifel geäußert, daß es bei der Kolonialisierung vorrangig um Geld ging. Zumindest bei den deutschen Kolonien nicht. Die Deutschen hatten zwar auch eine Seehandelsgesellschaft, aber nichts Vergleichbares mit der britischen oder indischen East India Company.

Zitat
wohwr nimmst du eigentlich die dreistigkeit zu behaupten, dass sich vieh-nomaden in afrika nicht wohlfühlen, ihre kultur wertlos ist und ihr leben ärmlich und unglücklich?

Woher nimmst DU die Dreistigkeit, mir zu unterstellen, ich hätte das behauptet?

kannst du vielleicht irgendwann mal lernen, Texte zu verstehen? Wenn du das nicht kannst, dann halte dich einfach raus. Anscheinend hat nicht nur die Jugend damit Probleme.

Ich versuche, ich schon präzise auszudrücken, damit nicht hinterher jeder Mist behauptet werden kann, aber ich habe kein Mittel gegen Leute, die beim Lesen was völlig anderes verstehen, weil sie das Gelesene (und auch das gar nicht Geschriebene) mit ihren Vorurteilen anreichern.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 28. September 2015, 22:53:26
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Kolonien_und_Schutzgebiete

Zitat
Wirtschaftlich gesehen waren die deutschen Kolonien ein Verlustgeschäft. Lediglich die kleinsten und wirtschaftlich unbedeutendsten Kolonien Samoa und Togo erwirtschafteten in den letzten Jahren der deutschen Herrschaft einen geringen Überschuss.[68] Alle anderen Kolonien hatten gegenüber dem Reich eine passive Handelsbilanz, das heißt der Wert der Güter, die aus Deutschland in diese Kolonien geliefert wurden (Konsumgüter für die Deutschen in den Kolonien, Textilien, Metallwaren, Alkohol und Waffen zum Tauschhandel mit der indigenen Bevölkerung, Investitionsgüter zum Aufbau der Infrastruktur), überstieg den Wert der Lieferungen aus den Kolonien nach Deutschland zum Teil drastisch. Hinzu kam, dass sich die Kolonien finanziell nicht selber trugen. Im Allgemeinen bildete jede Kolonie ein abgeschlossenes Zollgebiet mit einem eigenen Zolltarif. Der weitaus größte Teil der Zolleinnahmen kam aus den Einfuhrzöllen. Nur in Deutsch-Südwestafrika gab es dank der Diamantenexporte mehr Einnahmen aus den Ausfuhrzöllen.[69] Weil die Steuer- und die Zolleinnahmen, die Deutschland mit den Kolonien erwirtschaftete, unter den Kosten für die Verwaltung und die Aufstandsbekämpfung blieben, waren die meisten deutschen Kolonien Zuschussprojekte der Reichskolonialverwaltung. Besonders teuer waren das aufstandsgeplagte Südwestafrika und das infrastrukturintensive Kiautschou. Ausnahmen waren wieder Togo und Samoa.[70]

In Kurzform: es wurde weit mehr mehr reingesteckt als rausgeholt wurde. Damit kann man die Argumentation, daß Geld die Motivation hinter der Kolonialisierung war, vergessen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 28. September 2015, 22:58:10
Nur im Falle Deutschlands.

Zudem beweist die Endbilanz nicht, dass es so geplant war. Motiv ist nicht gleich Ergebnis.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 28. September 2015, 23:41:40
60 Jahre lang zieht man sowas nicht mit Verlusten durch, wenn die Absicht war, daraus Profit zu holen. Es muß schon noch andere Absichten gegeben haben.

Einige Erklärungsversuche folgen der Außenpolitik Bismarcks. Da ging es um eine deutsch-französische Allianz gegen England, um die englische Seeherrschaft zu brechen. Eine andere These sagt, daß Bismarck französische Kräfte in den Kolonien binden wollte, um einen Revanche-Krieg Frankreichs gegen Deutschland zu erschweren.

Wieder eine andere These sagt, Bismarck wollte den england-freundlichen Friedrich Wilhelm in Konflikt mit England bringen.

Grundsätzlich war er der Meinung, daß Deutschland durch Kolonien angreifbar wird und sie reine Prestigeprojekte sind: "Diese ganze Koloniegeschichte wäre für uns genau so wie der seidne Zobelpelz in polnischen Adelsfamilien, die keine Hemden haben."

Das hat er gesagt als Frankreich 1871 Kolonien an Deutschland als Reparation abtreten wollte.

Später hat Bismarck versucht, Kolonien wieder loszuwerden. Mit wenig Erfolg.

Geld? Das ist so phantasielos...

Rohstoffe waren damals noch kein Thema. Ein bißchen was mit Diamanten in Namibia.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 29. September 2015, 00:11:44
Leider kann man aus diesem Text nicht kopieren, da er geschützt ist. Es ist aber ein sehr guter Artikel zur deutschen Kolonialgeschichte.

http://m.bpb.de/internationales/afrika/afrika/58870/deutschland-in-afrika?p=all

Im Kapitel "Imperialistischer Denkstil" wird deutlich, dass Raum und Ressourcen sehr wohl wichtig im ausgehenden 19. Jahrhundert waren.

Dass die Deutschen in ihrer vergleichsweisen Unerfahrenheit Fehler begingen, bedeutet nicht, dass sie überhaupt keine materiellen Motive hatten.

Sie konnten nur nichts ernten.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 29. September 2015, 00:36:19
Im Kapitel "Imperialistischer Denkstil" wird deutlich, dass Raum und Ressourcen sehr wohl wichtig im ausgehenden 19. Jahrhundert waren.

ja, natürlich auch, aber "Raum und Ressourcen" ist eben was anderes als einfach nur platt: "Geld."

Zitat
Dass die Deutschen in ihrer vergleichsweisen Unerfahrenheit Fehler begingen, bedeutet nicht, dass sie überhaupt keine materiellen Motive hatten.

Es gibt einen Unterschied zwischen "überhaupt keine materiellen Motiven" und "es ging immer um Geld".

Irgendwie klappt es mit den Zwischentönen nicht.

Hier im Forum - oder vielleicht überhaupt - gibt es eine Vorliebe für monokausale Erklärungen. Es gibt immer genau den einen Grund, mit dem man alles erklären will. Vielleicht sind Menschen einfach so, weil alles andere sie ratlos und verunsichert zurückläßt. Früher wurden deshalb Religionen erfunden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 29. September 2015, 00:47:03
Monokausal ist jeder aus dem Blickwinkel seines Diskussionsgegners.

Man liest, was man lesen will. Davon bist du nicht ausgenommen.

Schon allein die Frage, wieso ich in einem thread über die europäische Flüchtlingssituation auf europäischen Kolonialismus und nicht auf Sarazener und Byzantiner verweise, zeigt, dass du mit bestimmten Voreinstellungen an meine Texte gehst. Et vice versa.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 29. September 2015, 00:51:15
und heute liefern links- und rechtsradikale einfache Antworten auf komplexe Fragen und haben deshalb Zulauf. Und "besorgte Bürger" randalieren deshalb vor Flüchtlingsheimen.
Schade. Der einzige, der zum Thema "Kolonialismus, Ursachen, Wirkung und Auswirkung" kompetent Auskunft geben könnte, beglückt uns mal wieder durch eine hoffentlich temporäre Auszeit.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 29. September 2015, 00:57:10
Glaubenskriege quer durch alle Lager. Man erwägt eine Trennung nach Glaubensrichtung.
Das kann ja noch heiter werden.

Waren die nicht alle auf der Flucht vor Krieg und Gewalt?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 29. September 2015, 01:04:50
yepp. Und dann kriegen sie sich auf nem überfüllten Flüchtlingsschiff das Kloppen und schmeißen sich gegenseitig ins Wasser. Es wird nicht einfach. Aber das ist das einzige mal, dass ich mit dem merkelchen übereinstimme: Wir schaffen das!
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 29. September 2015, 01:34:30
Man liest, was man lesen will. Davon bist du nicht ausgenommen.

Besser man liest, was wirklich geschrieben steht.

Zitat
Schon allein die Frage, wieso ich in einem thread über die europäische Flüchtlingssituation auf europäischen Kolonialismus und nicht auf Sarazener und Byzantiner verweise, zeigt, dass du mit bestimmten Voreinstellungen an meine Texte gehst. Et vice versa.

Vielleicht, weil die *der europäische Kolonialismus* und *die Flüchtlingssituation* einfach zwei viel zu pauschale Kategorien sind. Beides sind sehr differenzierte Erscheinungen. Oder erkläre mir mal, wo aus deutscher Sicht der Zusammenhang zwischen dem Kolonialismus der Kaiserzeit und syrischen Bürgerkriegsflüchtlingen ist.

Und tut mir leid, wenn ich mir da nicht die britischen oder französischen Schuhe anziehe. Wenn überhaupt, dann käme noch der amerikanische Kolonialismus in Frage. Schließlich haben die den Irak aufgelöst. Das sind aber keine Europäer.

Und noch ein Seitenhieb: gerade aus den ehemaligen deutschen Kolonien kommen weniger Flüchtlinge als aus anderen afrikanischen Ländern. Die meisten kommen aus:
Somalia
Sudan
Kongo
Zentralafrikanische Republik
Eritrea

Quelle (http://de.statista.com/statistik/daten/studie/186108/umfrage/herkunftslaender-von-fluechtlingen/)

Namibia, Tansania, Kamerun, Togo tauchen gar nicht auf.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 29. September 2015, 01:35:58
Glaubenskriege quer durch alle Lager. Man erwägt eine Trennung nach Glaubensrichtung.
Das kann ja noch heiter werden.

Waren die nicht alle auf der Flucht vor Krieg und Gewalt?

Klar, aber genau da lohnt es sich nachzuforschen, ob die Konfklikte, die selbst noch in deutschen Flüchtlingsheimen ausgetragen werden, nicht viel ursächlicher sind als der europäische Kolonialismus.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 29. September 2015, 01:41:42
Bessere man liest, was wirklich geschrieben steht.


Oh Mann. Tut mir leid, mag sein, dass du wirklich glaubst, für Arroganz gäbe es Gründe. Aber deine Sozialkompetenz kann keiner davon sein. Auch nicht dein Leseverständnis.

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 29. September 2015, 01:48:20

Oh Mann. Tut mir leid, mag sein, dass du wirklich glaubst, für Arroganz gäbe es Gründe. Aber deine Sozialkompetenz kann keiner davon sein. Auch nicht dein Leseverständnis.

Also bitte, Nigel hat mir vorhin völligen Unsinn unterstellt, den er keineswegs bei mir gelesen haben kann. Und du schriebst: "Und es ging immer um Geld."

Das ist schon ziemlich monokausal.

Geh mir weg mit Sozialkompetenz, solange ihr nicht richtig lesen könnt und mir mit platten Argumentationen von wegen Scheiss-Europa ist an allem Schuld, kommt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 29. September 2015, 02:46:02
Lesenkönnen allein reicht nicht. Man sollte schon auch in der Lage sein, realen Menschen zuzuhören und über ihre Aussagen nachzudenken, ehe man sich darüber hochmütig lustig macht.

Nicht nur Zitate zusammenzukramen, die die eigene unverrückbare Meinung "beweisen" sollen.

Das kann jeder, der sich ein bisschen Mühe gibt. Das erfordert keinen Intellekt.

Und es ist ganz schön obrigkeitshörig, nur Argumente anzuerkennen, die irgendwo mal publiziert wurden.


Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 29. September 2015, 03:48:15
Wir schaffen das
Wir? Die! Die müssen es erst mal schaffen, sich gegenseitig in ihren Glaubensrichtungen zu akzeptieren.
Und das wird nix. Da nutzt auch keine räumliche Trennung von ein paar Metern.

Klare Ansagen, klare Regeln. Vermummungsverbot, keine Burka, kein Kopftuch. Deutsch nach 6 Monaten. 100% Wohlverhalten. Ansonsten geht es zurück. Ausnahmslos.

Aber wir sind ja doof.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 29. September 2015, 05:10:09
Zitat
Oder erkläre mir mal, wo aus deutscher Sicht der Zusammenhang zwischen dem Kolonialismus der Kaiserzeit und syrischen Bürgerkriegsflüchtlingen ist.


nebenher: wieso aus deutscher sicht? entweder gibt es einen zusammenhang oder eben nicht.


https://tapferimnirgendwo.files.wordpress.com/2012/06/karte-naher-osten.gif (https://tapferimnirgendwo.files.wordpress.com/2012/06/karte-naher-osten.gif)


allein an der form der grenzlinien kann man erkennen, wo die europäer aktiv waren.
die grenze türkei-syrien ist geograpgisch, d.h. sie folgt pässen,tälern, flüssen... halt einigermaßen natürliche grenzen.
ebenso irak-iran.
der rest ist wie mit dem lineal am tisch gezogen. da hat europa das land aufgeteilt, ohne ansehen der landschaft, der völker, sprachen, kultur..


was zusammengehörte haben sie getrennt und dafür einander unliebsame zusammengeklebt.


den gleichen effekt haben wir jetzt gerade in großen unterkünften. christen, jessiden , sunniten und shiiten auf engstem raum bei knappen mitteln und evtl ungeeigneter nahrung... - dort passiert im zeitraffer genau das gleiche wie in den ländern in "arabien".


assad hat mit zuckerbrot und peitsche eine weile für ruhe gesorgt. kaum ist seine polizei und die armee weg, gehen sie sich gegenseitig ans fell. IS macht alles bloß schlimmer.
in libyen ist es ähnlich, in ägypten... genau wie beim zerfall jugoslaviens.


hat natürlich alles nichts mit kontrolle der handelswege, der landwirtschaft ( ~1900) oder  "jetzt" mit dem öl zu tun....
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 29. September 2015, 08:13:55
Waren die nicht alle auf der Flucht vor Krieg und Gewalt?

Genau. Um sich hier weiter gegenseitig die Fresse zu vermöbeln.

Wir schaffen das!

Wir? Wer ist wir?

Nee, wenn die aus ihrer eigenen Flucht nichts gelernt haben und munter damit weiter machen, sich gegenseitig an die Kehle zu gehen, dann ist das nichts, was "wir" schaffen müßten.

Im Gegenteil sollte man Gewalttäter sofort wieder rausschmeißen, ob asylberechtigt oder nicht.

Man sollte sich auch keinen Illusionen hingeben, daß alle Flüchtlinge die Freiheit, die sie hier geboten bekommen, auch schätzen. Im Gegenteil. Gerade die radikalen Muslims bekämpfen unsere (sic!) Freiheit wie der Teufel das Weihwasser. Wir sollten uns sehr genau anschauen, wen wir ins Land lassen und wen nicht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 29. September 2015, 08:30:10
nebenher: wieso aus deutscher sicht? entweder gibt es einen zusammenhang oder eben nicht.

Weil mit dem Kolonialismus der Kaiserzeit ganz speziell der deutsche Kolonialismus gemeint ist. Araxes schrieb explizit "Kolonialismus der Kaiserzeit" und nicht einfach nur "Kolonialismus".

Ich nehme jedenfalls nicht an, daß er diverse chinesische Kaiser damit gemeint hat.

Zitat
allein an der form der grenzlinien kann man erkennen, wo die europäer aktiv waren.
die grenze türkei-syrien ist geograpgisch, d.h. sie folgt pässen,tälern, flüssen... halt einigermaßen natürliche grenzen.
ebenso irak-iran.
der rest ist wie mit dem lineal am tisch gezogen. da hat europa das land aufgeteilt, ohne ansehen der landschaft, der völker, sprachen, kultur..

Und weil man den späten Kolonialismus der Europäer an den mit einem Lineal gezogenen Grenzen erkennt, gab es davon und parallel dazu keine anderen Kolonialmächte? Um bei der jüngeren Kolonialisierung zu bleiben: Wie hat das denn z.B. Japan in seiner Kolonialisierungszeit vor dem zweiten Weltkrieg gehandhabt? Oder haben die gar keine Grenzen gezogen, weil sie in ihrem Größenwahn davon ausgingen, sowieso ganz Asien unter ihre Knute zu bekommen?

Zitat
was zusammengehörte haben sie getrennt und dafür einander unliebsame zusammengeklebt.

divide et impera. Ist ja nun wirklich nichts Neues.

Zitat
den gleichen effekt haben wir jetzt gerade in großen unterkünften.


Hä? Kolonialismus in Flüchtlingsunterkünften oder was?

Zitat
christen, jessiden , sunniten und shiiten auf engstem raum bei knappen mitteln und evtl ungeeigneter nahrung... - dort passiert im zeitraffer genau das gleiche wie in den ländern in "arabien".

Das ist doch Blödsinn. Wenn die hier integriert werden sollen, kann man überhaupt nicht früh genug damit anfangen, bestehende Verbände aufzulösen.

Wie sollen die sich hier jemals anpassen, wenn die weiterhin in ihrem Mikrokosmos zusammenglucken?

Die sind auf der Flucht vor der Bedrohung ihres Lebens und nicht auf einem Pauschalurlaub, wo man sich bei der Reiseleitung beschweren kann, daß der Kaffee am Frühstückstisch zu dünn ist und die Kellnerin mit ihrem dicken Arsch den Ausblick auf den Sonnenuntergang versperrt.

Wenn ich nur mein blankes Leben rette und mich irgendjemand aufnimmt, dann darf ich mich nicht auch noch über "ungeeignetes Essen" (Was soll das eigentlich sein? Trill "ohne" Jod S-11 Körnchen?) aufregen.

Zitat
hat natürlich alles nichts mit kontrolle der handelswege, der landwirtschaft ( ~1900) oder  "jetzt" mit dem öl zu tun....

Doch, hat es. Das wurde nie bestritten.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Mattieu am 29. September 2015, 09:58:22
Glaubenskriege quer durch alle Lager. Man erwägt eine Trennung nach Glaubensrichtung.
Das kann ja noch heiter werden.

Waren die nicht alle auf der Flucht vor Krieg und Gewalt?

Die haben Hunger und seit ewigen Zeiten keine Privatsphäre. Sind wie Vieh zusammengepfercht und haben immer noch eine unsichere Perspektive. Ich würd das nicht zu hoch hängen. Dass da mal wer austickt, ist zu erwarten, auch ohne Glaubensfrage.

Trennung in den Lagern nach Glaubensrichtung halte ich für nicht dienlich. Die Kapazitäten dafür sind eh nicht vorhanden. Außerdem würde das nur eine Ghettoisierung befeuern.   
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Mattieu am 29. September 2015, 10:02:16
Aber das ist das einzige mal, dass ich mit dem merkelchen übereinstimme: Wir schaffen das!

Was Merkel sagt, ist in dem Zusammenhang irrelevant. Uns wird gar nichts anders übrig bleiben, als das zu schaffen. Die kommen so oder so, ob willkommen oder nicht. Wie will man das denn verhindern? Da muss man die schon abknallen.   
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 29. September 2015, 10:12:34
Artikel 2  Allgemeine Verpflichtungen

Jeder Flüchtling hat gegenüber dem Land, in dem er sich befindet, Pflichten, zu denen insbesondere der Verpflichtung gehört, die Gesetze und sonstigen Rechtsvorschriften sowie die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung getroffenen Maßnahmen zu beachten.   


Genfer Flüchtlingskonvention.

Sollte man nicht vergessen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Mattieu am 29. September 2015, 10:29:47
Jeder Flüchtling hat gegenüber dem Land, in dem er sich befindet, Pflichten, zu denen insbesondere der Verpflichtung gehört, die Gesetze und sonstigen Rechtsvorschriften sowie die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung getroffenen Maßnahmen zu beachten.   [/i]

Ohne zugkräftige und vor allem durchsetzungsfähige Sanktionierungsandrohung leider keinen Pfifferling wert.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 29. September 2015, 10:38:56
Artikel 2  Allgemeine Verpflichtungen

Jeder Flüchtling hat gegenüber dem Land, in dem er sich befindet, Pflichten, zu denen insbesondere der Verpflichtung gehört, die Gesetze und sonstigen Rechtsvorschriften sowie die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung getroffenen Maßnahmen zu beachten.   


Genfer Flüchtlingskonvention.

Sollte man nicht vergessen.

In mehreren Sprachen übersetzen und als erstes die Flüchtlinge aushändigen.



Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 29. September 2015, 10:40:59
Das wäre mal ein Anfang.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 29. September 2015, 10:54:43
Die haben Hunger und seit ewigen Zeiten keine Privatsphäre. Sind wie Vieh zusammengepfercht und haben immer noch eine unsichere Perspektive. Ich würd das nicht zu hoch hängen. Dass da mal wer austickt, ist zu erwarten, auch ohne Glaubensfrage.

So ist es. Dort wo ich geholfen habe haben die Familien aus Baustellenzäune kleine Räume erstellt, irgendwann müssten die Etagenbetten wo anderes eingesetzt werden und mit Lagerbetten umgetauscht, sie haben drauf verzichtet und auf dem Boden geschlafen aber die Zäune dürfte keine anfassen. Ich denke mindestens ein ausgebildete Sozialarbeiter in jedem Lager wäre sehr hilfreich.
 
Aber Nigel, an die Nahrung/Versorgung kann man wirklich nicht aussetzen.

Zitat
Trennung in den Lagern nach Glaubensrichtung halte ich für nicht dienlich. Die Kapazitäten dafür sind eh nicht vorhanden. Außerdem würde das nur eine Ghettoisierung befeuern.
Sehe ich auch so, es liegt eher an blank liegenden Nerven und mangelnde Privatsphäre.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 29. September 2015, 10:59:21
Das wäre mal ein Anfang.

Das ist sehr wichtig. Trotz gute Englischkenntnisse versagte die Kommunikation immer wieder, ich habe einiges an Hinweise übersetzt und aufgehängt, weil ich nicht die ganze Zeit dabei sein kann.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 29. September 2015, 11:11:07
Es war nur keine kleine Gruppe.

Mit "klein" meinte ich das Verhältnis zu den Deutschen.

Zitat
Laß dir das nicht erzählen. Gerade in Westdeutschland hängt noch in manchem Wohnzimmer ein Bild vom Opa in Waffen-SS-Uniform.


Das ist mir wohl bekannt. Am krassesten fand ich die Aussage des Großvaters von dem Freund meines Sohnes väterlicher Seite, er fordert ein Gesetzt zu erlassen, das die Todesstrafe für alle Ausländer vorzieht   :evil... mein Sohn ist immer herzlich willkommen und gilt für die Familie wie ein zweite Sohn, aber eben bei den anderen Großeltern  ;D 
 
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 29. September 2015, 22:48:40
Lesenkönnen allein reicht nicht. Man sollte schon auch in der Lage sein, realen Menschen zuzuhören und über ihre Aussagen nachzudenken, ehe man sich darüber hochmütig lustig macht.

Nicht nur Zitate zusammenzukramen, die die eigene unverrückbare Meinung "beweisen" sollen.

Ist mir völlig schnuppe, wie du das jetzt rumrücken willst. Nigel hat das hier über mich behauptet:

wohwr nimmst du eigentlich die dreistigkeit zu behaupten, dass sich vieh-nomaden in afrika nicht wohlfühlen, ihre kultur wertlos ist und ihr leben ärmlich und unglücklich?

Das ist ein bißchen mehr als nur "Zitate zusammenrücken". Es ist einfach nur eine Lüge, eine Unterstellung. Und wie kommt sowas? Da ist die Vermutung, daß es am Leseverständnis  mangelt, ja noch die nette Variante. Die andere wäre, daß es Absicht war.

Zitat
Und es ist ganz schön obrigkeitshörig, nur Argumente anzuerkennen, die irgendwo mal publiziert wurden.

Auch das wieder: eine falsche Behauptung. Wo hätte ich jemals gesagt, daß ich nur publizierte Argumente anerkenne?

Ist es denn so schwer, nicht immer einfach was zu unterstellen, sondern darauf zu achten, was wirklich geschrieben wurde?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 29. September 2015, 22:52:07
nebenher: wieso aus deutscher sicht?

Weil ich Deutscher bin. Ich verlange auch von keinem Franzosen, für den Holocaust Verantwortung zu übernehmen.

Zitat
entweder gibt es einen zusammenhang oder eben nicht.

entweder oder, so einfach ist das also. Schöne binäre Weltsicht.

Zitat
was zusammengehörte haben sie getrennt und dafür einander unliebsame zusammengeklebt.

ach, und vorher, im Osmanischen Reich, war das nicht so? Da haben auch verschiedenste Völker in einem Konglomerat zusammengelebt und es war mit Sicherheit auch nicht immer friedlich. Es ist eine völlig falsche Vorstellung, daß der Nahe Osten erst durch die europäische Kolonialisierung chaotisch und kriegerisch geworden ist. Es war dort schlichtweg nie anders. Ein bißchen Ruhe hat es im Perserreich gegeben, das ja nun bekanntlich durch Alexander aufgelöst wurde. Wann war es dort danach mal ruhig und friedlich? Und bevor der Einwand kommt: Europa war es in diesen Zeiträumen auch nicht. Als Europäer kann man aber zumindest die Schuld am zweiten Weltkrieg keiner fiktiven Kolonialmacht geben, die falsche Grenzen gezogen hätte.

Und der Kolonialismus im Nahen Osten ist nun auch langsam mal lange genug her, damit man sich dort eigenverantwortlich eine Friedensordnung geben kann. Die Länder dort können das aber nicht! Und sie werden die Ursachen dafür auch nicht angehen, solange sie für ihre Miseren Europa verantwortlich machen, bis zur Eroberung Jerusalems. Die gehen ja wirklich so weit zurück, wenn sie mit Erklärungen anfangen.

Als allererstes wäre in der gesamten arabischen Welt eine Säkularisierung von Staat und Gesellschaft nötig. Wie realistisch ist die? Überhaupt nicht. Das wird noch locker 100-200 Jahre dauern. So lange wird es dort weiter Mord und Totschlag geben.

Was meinst du, was irgendwann in Saudi-Arabien los ist, wenn der Ölpreis so billig bleibt. Die haben jetzt 20% Haushaltsdefizit. Das Land wird nur mühsam durch den Öl-Wohlstand zusammengehalten. Wenn das mal nicht mehr gegeben ist, hast du da das nächste Syrien. Und ist dann wieder der Westen Schuld? SA hat eine große schiitische Minderheit, die nicht wirklich akzeptiert ist und das zu spüren bekommt. Das hatte 2011 schon mal richtig gebrodelt.

Zitat
den gleichen effekt haben wir jetzt gerade in großen unterkünften. christen, jessiden , sunniten und shiiten auf engstem raum bei knappen mitteln und evtl ungeeigneter nahrung... - dort passiert im zeitraffer genau das gleiche wie in den ländern in "arabien".

Ach, und Europa ist dafür verantwortlich, daß es in arabischen Ländern religiöse Minderheiten gibt?

Zitat
assad hat mit zuckerbrot und peitsche eine weile für ruhe gesorgt. kaum ist seine polizei und die armee weg, gehen sie sich gegenseitig ans fell. IS macht alles bloß schlimmer.

Da ist es bestimmt besser, wenn Assad entscheidet, wer umzubringen ist.

Zitat
hat natürlich alles nichts mit kontrolle der handelswege, der landwirtschaft ( ~1900) oder  "jetzt" mit dem öl zu tun....

nein, nicht der Syrien-Konflikt. Da geht es um Schiiten gegen Sunniten und im größeren Kontext Saudi-Arabien gegen Iran. Das ist aber eine Sichtweise, die Leuten wie dir nicht zusagt, weil Europa darin als Schuldiger nur am Rande vorkommt. Eher spielen da noch die Russen eine Rolle, ohne die Assad schon lange weg wäre. Auch da gibt es von den üblichen Euro-US-Kritikern kein negatives Wörtchen, eher noch unverhohlenen Beifall. Klar, Russen sind gut, weil sie ja Antagonisten des teuflischen Westens sind.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 29. September 2015, 23:34:21
Auch da gibt es von den üblichen Euro-US-Kritikern kein negatives Wörtchen, eher noch unverhohlenen Beifall. Klar, Russen sind gut, weil sie ja Antagonisten des teuflischen Westens sind.

Beherrsch dich mal in deiner tollwütigen Maßlosigkeit.

Sowas lasse ich mir nicht vorwerfen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 29. September 2015, 23:47:07
assad hat mit zuckerbrot und peitsche eine weile für ruhe gesorgt. kaum ist seine polizei und die armee weg, gehen sie sich gegenseitig ans fell. IS macht alles bloß schlimmer.

Nun ist es aber so, daß ausgerechnet Assad und der IS dort eine Art Stillhalteabkommen haben. Die bekriegen sich am wenigsten. Assad kauf dem IS sogar Öl ab. Die Menschen, die hier als Flüchtlinge ankommen, flüchten meist vor Assads Bomben. Und die fallen nicht auf den IS, sondern auf Städte, in denen er die Opposition vermutet.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 29. September 2015, 23:49:17
Zitat
Auch da gibt es von den üblichen Euro-US-Kritikern kein negatives Wörtchen, eher noch unverhohlenen Beifall. Klar, Russen sind gut, weil sie ja Antagonisten des teuflischen Westens sind.

Beherrsch dich mal in deiner tollwütigen Maßlosigkeit.

Sowas lasse ich mir nicht vorwerfen.

Wenn du dir den Schuh anziehen willst... Ich habe auf Nigel geantwortet, nicht auf dich. Man erkennt das oben an der Zitat-Markierung. Der Beifall für Russland bei den US-Kritikern ist eine reale Erscheinung. Da wird sogar der Assad zum "gebildeten, wohlmeinenden Diktator". Wer hat das wohl gesagt? Findest du hier im Forum.

Obwohl: eigentlich kann man dich durchaus darunter fassen. Von wegen "Scheisseuropa".... DAS ist tollwütig.

So, und jetzt darfst du mir gerne wieder irgendwas vorwerfen, was ich nicht gesagt habe, was aber deiner Vorstellung von mir entspricht. Darum geht's ja wohl am Ende.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 29. September 2015, 23:56:33
Warum sollte ich? Du liest dir ja deinen eigen Mist nicht mal durch. "die üblichen" ist Mehrzahl und nicht Nigel.

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 30. September 2015, 01:34:36
Warum sollte ich? Du liest dir ja deinen eigen Mist nicht mal durch. "die üblichen" ist Mehrzahl und nicht Nigel.

Und du bist eine "übliche"? Daß es von üblichen US-Europa-Kritiern (genauer US-West-Europa-Kritiern) jede Menge Beifall für Putin und ganz konkret jetzt auch für sein militärisches Engagement in Syrien gibt, ist eine Tatsache. Ob du dich dazuzählst, ist deine Sache. Ich habe nirgendwo geschrieben: "marple hat behauptet, daß...."

Wie gesagt: Textverständnis und nicht einfach nur reindichten.

Genau das hat aber nigel mir gegenüber getan mit seinem "wohwr nimmst du eigentlich die dreistigkeit zu behaupten..." Da ist schon ein qualitativer Unterschied. Das war eine konkret an mich gerichtete falsche Anschuldigung. Es sei denn, man mißt mit zweierlei Maß, dann mag das durchgehen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 30. September 2015, 13:47:04
ok, ich finde wir haben uns jetzt genug vors schienbein getreten und abgewatscht.

zurück zum thema. OK?

vielleicht schaffen wir es ja, zitate als bezugspunkt zu nehmen, ohne sich persönlich angegriffen zu fühlen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 30. September 2015, 15:24:27
Heute bombardieren die Russen Homs. Da ist aber nicht der IS, sondern die syrische Opposition. War so zu erwarten. Gegen den IS werden weder Assad noch die Russen viel unternehmen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 30. September 2015, 15:25:18
vielleicht schaffen wir es ja, zitate als bezugspunkt zu nehmen, ohne sich persönlich angegriffen zu fühlen.

Das wäre mal ein guter neuer Einstieg ins das eigentliche Thema.
Mir hat es einiges erklärt/gebracht bis auf diese manchmal unendliche Schlammschlachterei, das muss wirklich nicht sein.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 30. September 2015, 15:26:50
War so zu erwarten. Gegen den IS werden weder Assad noch die Russen viel unternehmen.

Warum eigentlich?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 30. September 2015, 19:23:11
Warum eigentlich?

Weil sie Assad stützen wollen, und dessen Problem ist erstmal die FSA. Die sitzt in den großen Städten und ist quasi der militärische Nachfolger der ursprünlich mal friedlichen Opposition. Natürlich angereichert mit allen möglichen Gruppierungen, auch Dschihadisten. Der IS macht im Grunde sein eigenes Ding in den kleinere Wüstenstädten und versucht daraus ein Gebilde zusammen seinen irakischen Besitzungen zu formen. Wenn man auf die Karte schaut, dann muß man sich Assad-Syrien eher so wie den Libanon vorstellen, also die Ballungszentren an der Küste. Da finden auch die Kämpfe mit der FSA und al-Nusra statt.

Jedenfalls ist der IS für Putin erstmal gar nicht von Interesse. Der will ja seinen Hafen behalten und dazu braucht er Assad. Das Ausbomben der Zivilbevölkerung wird nun eher zunehmen. Heute war es schon so, daß erst Assad seine Fassbomben abwirft und anschließend kommen die Russen mit Boden-Luft-Raketen. Da gibt es auch die meisten Opfer. Viel mehr als durch den IS.

Der IS schlachtet seine Hinrichtungen nur medial stärker aus, weil er Schrecken verbreiten will. Assad will das nicht. Der will einfach wirklich die Leute umbringen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 30. September 2015, 21:53:41
Und Assad macht mit, damit er an die Macht bleiben kann.
grausam und ungerecht :(
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 30. September 2015, 22:36:59
Assad hat vor ein paar Jahren die Weichen gestellt, als er sich entschieden hat, mit der Opposition nicht zu reden, sondern sie zusammenzuschießen. In letzter Zeit hört man mehr Stimmen, die sagen, daß man mit ihm verhandeln soll. Da frage ich mich nur, worüber? Der Mann hat seinen Rücktritt immer ausgeschlossen. Dann kann man sich auch jede Verhandlung sparen. Und mit der russischen Hilfe wird seine Motivation dazu eher noch geringer geworden sein.

Jedenfalls kriegen wir jetzt bald Flüchtlinge, die vor russischen Bomben geflohen sind.

Die Türkei wird weiter die PKK und YPG bombardieren und der lachende Dritte ist der IS.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: phoenix am 30. September 2015, 22:42:44
Assad hat vor ein paar Jahren die Weichen gestellt, als er sich entschieden hat, mit der Opposition nicht zu reden, sondern sie zusammenzuschießen. In letzter Zeit hört man mehr Stimmen, die sagen, daß man mit ihm verhandeln soll. Da frage ich mich nur, worüber? Der Mann hat seinen Rücktritt immer ausgeschlossen. Dann kann man sich auch jede Verhandlung sparen. Und mit der russischen Hilfe wird seine Motivation dazu eher noch geringer geworden sein.

Jedenfalls kriegen wir jetzt bald Flüchtlinge, die vor russischen Bomben geflohen sind.

Die Türkei wird weiter die PKK und YPG bombardieren und der lachende Dritte ist der IS.

Das befürchte ich leider auch.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kulle am 30. September 2015, 22:58:25
..... Der Mann hat seinen Rücktritt immer ausgeschlossen. ....
Es geht nicht um den Mann alleine. Das ist ein ganzer Klan der sehr mächtig ist in Syrien..
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 30. September 2015, 23:08:29
http://www.fr-online.de/flucht-und-zuwanderung/armutszuwanderung-warum-wir-die-roma-nicht-verstehen,24931854,26170222.html
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kulle am 30. September 2015, 23:12:59
http://www.fr-online.de/flucht-und-zuwanderung/armutszuwanderung-warum-wir-die-roma-nicht-verstehen,24931854,26170222.html
Du bleibst eine Linkschleuder!
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kulle am 30. September 2015, 23:26:53
Und überhaupt, die Frankfurter Rundschau (fr) scheint eine bessere Bildzeitung sein wollen. 
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 30. September 2015, 23:32:31
hast du sonst nennenswerte neuigkeiten?

https://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/diskussionen/im_dialog:_alfred_schier_mit_heinz_buschkowsky/990102?datum=2015-09-05 (https://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/diskussionen/im_dialog:_alfred_schier_mit_heinz_buschkowsky/990102?datum=2015-09-05)

buschi hat genauso recht, aber mit allem was er in dem zusammenhang sagt, seine für und wider und was zu tun sei... -
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 30. September 2015, 23:46:28
Es geht nicht um den Mann alleine. Das ist ein ganzer Klan der sehr mächtig ist in Syrien..

Klar, nach ein paar Jahrzehnten sowieso. Dazu kommt, daß in Regionen mit schwachen staatlichen Strukturen (mal abgesehen vom Geheimdienst) die Beziehungen in Clan, Familie, Stamm, Ethnie viel wichtiger sind als bei uns. Die Ersetzen da staatliche Funktionen. Ein bißchen kennen wir das aus Griechenland.

Witzigerweise sind die Assads selber zerstritten und haben ihre Probleme. Da gab's neulich den Fall eines Assad-Großneffen, der mal eben im Straßenverkehr einen Mann mit der Kalaschnikoff erschossen hat. Das war dummerweise in alewitischer Luftwaffenoffizier, weshalb es die ersten alewetischen Demonstrationen gab, und nun muß der junge Mann aus dem Weg geschafft werden, bevor die Alewiten sich auch noch gegen Assad stellen.

Das kann man mit unseren Maßstäben alles überhaupt nicht verstehen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 01. Oktober 2015, 00:11:48
Die sind ja auch keine Rechtstaaten oder sind sie schon lange nicht mehr.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 01. Oktober 2015, 20:26:24
Amnesty verbreitet Falschinformationen (http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/amnesty_taeuschung_der_oeffentlichkeit)

Die beabsichtigte Abschaffung des Rechtsstaates (http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/im_kleingedruckten_steht_die_beabsichtigte_abschaffung_des_rechtsstaats)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 01. Oktober 2015, 20:51:09
Ich kann gar nicht mehr so viel fressen, wie ich kotzen möchte.

Sollte dieser Friedhelm auch in den Fragebogen aufnehmen ...
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 01. Oktober 2015, 23:52:05
Die beabsichtigte Abschaffung des Rechtsstaates (http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/im_kleingedruckten_steht_die_beabsichtigte_abschaffung_des_rechtsstaats)

Die Formulierung "Unser Zusammenleben muss täglich neu ausgehandelt werden." kann man natürlich beanstanden. Daß man damit darin die beabsichtigte Abschaffung des Rechtsstaates erkennen kan, ist ein bißchen weit hergeholt. Naja, die Lengsfeld. Von der SED in die Bürgerbewegung, zu den Grünen, zur CDU und demnächst zur AfD?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: phoenix am 02. Oktober 2015, 00:06:28
Vielleicht sollten die Politiker mal darüber nachdenken, was ggf. bald täglich mit dem Volk neu ausgehandelt werden muss.

Das Verhältnis steht 80,x Mio gegen xxx Regierungsabgeordnete.    Das ist etwas ungünstig
:.)  >:(
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: phoenix am 02. Oktober 2015, 00:11:50
Zitat
Die Formulierung "Unser Zusammenleben muss täglich neu ausgehandelt werden." kann man natürlich beanstanden.

Aber sowas von.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Frühstücksdirektor am 02. Oktober 2015, 09:35:42
Es wird immer bescheuerter! (http://www.welt.de/politik/deutschland/article147113546/Fluechtlingsfamilie-redet-nur-mit-maennlichem-Makler.html?wtrid=newsletter.wasdieweltbewegt.newsteaser...meistgelesen)  :kotz

Ähnlich sieht es ihre Parteifreundin Klöckner, die jüngst ein vergleichbares Erlebnis hatte. Die rheinland-pfälzische CDU-Partei- und Fraktionschefin wurde von einem Imam düpiert, der sie wissen ließ, dass er ihr beim Besuch eines Flüchtlingsheims nicht die Hand geben werde. Als Konsequenz verzichtete Klöckner ganz auf das eigentlich geplante Treffen mit dem islamischen Geistlichen und fordert nun ein Gesetz zur Integrationspflicht für Flüchtlinge.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 02. Oktober 2015, 11:13:52
ok, bei den syrern besteht evtl nur etwas lenbedarf, aber den imam sollte man ggf wegen volksverhetzung rauswerfen. der hat schon etliche bolzen gebracht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 02. Oktober 2015, 11:27:31
Red Dir die Sache nur weiter schön.  :.)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 02. Oktober 2015, 11:32:38
das land braucht ein gesamtkonzept. löhne rauf, sodass jeder von einem vollzeitjob anständig leben kann, öpnv vernünftig ausbauen.
praktika (ausser für schüler zur berufsfindung) verbieten. leiharbeit wie in frankreich regeln..
schulen bauen und renovieren, lehrer einstellen (auch quereinsteiger).
und dusselige vorschriften ersatzlos streichen. vor allem durchführungsverordnungen..

im moment machen nur nörgler und erbsenzähler dicke backen. nee, nicht hier, im ganzen land.

vielleicht einen kongress organisieren. politiker, wirtschaft, künstler, komiker, feuerwehr, polizei, militärs. architekten, handwerker.. und it-ler, die planungen durchrechnen können.
so 2000 leute ca. wenn die 3 monate planen, entwerfen, durchspielen .... da müßte was sinnvolles bei rauskommen.
aber auf mich hört jakeiner..
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 02. Oktober 2015, 12:11:35
das land braucht ein gesamtkonzept. löhne rauf, sodass jeder von einem vollzeitjob anständig leben kann, öpnv vernünftig ausbauen.
praktika (ausser für schüler zur berufsfindung) verbieten. leiharbeit wie in frankreich regeln..
schulen bauen und renovieren, lehrer einstellen (auch quereinsteiger).

Und das kuriert durchgeknallte militante Moslems, die hier zwar aufgenommen werden wollen, sich aber ansonsten danebenbenehmen, wo es nur geht?

Sorry, aber hast Du den von mir verlinkten Artikel überhaupt gelesen?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 02. Oktober 2015, 12:48:37
ja habe ich. ich bin auch dafür, leute, die sich nicht an die regeln halten, rauszuwerfen.

bloß: wenn wir und gegenseitig erzählen : die sollen sich gefälligst an die regeln halten, nützt das nicht viel.

das ist schon lange schief gelaufen.

da müssen halt alle neu zugereisten und alle, die schon ne weile hier sind über die "must" und "don´ts" eindringlich belehrt werden. in ihrer muttersprache, dann unterschreiben sie, dass sie das verstanden haben, bekommen den text als buch, dass sie mit dem ausweis zusammen bei sich zu tragen haben.
und dann können "wir" mit gelb/roter karte arbeiten.

ich finde auch es sollten wieder mehr polizisten nach dem prinzip der bobbies eingesetzt werden. nur mit funke statt trillerpfeife.
aber als vertreter des staates und nicht die albernen privaten security-hansel.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 02. Oktober 2015, 16:21:49
vielleicht einen kongress organisieren. politiker, wirtschaft, künstler, komiker, feuerwehr, polizei, militärs. architekten, handwerker.. und it-ler, die planungen durchrechnen können.
so 2000 leute ca. wenn die 3 monate planen, entwerfen, durchspielen .... da müßte was sinnvolles bei rauskommen.
aber auf mich hört jakeiner..

Das glaubst du im Ernst? Da kommt der kleinste gemeinsame Nenner raus, der dann quasi nicht mehr existent ist.

Einen runden Tisch mit den Islamverbänden gibt es schon. Da kommt regelmäßig nichts bei raus. Das krankt schon daran, daß die Communities viel zu zersplittert sind und sich gar nicht auf eine zentrale Vertretung einigen können.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 02. Oktober 2015, 16:40:28
die islamvertreter haben auch kein interesse daran, ihre "rechte" einzuschränken.

ich weiß nicht, ob so ein kongress funktionieren würde, käme ja auch auf die zielformulierung an.

hast du den evtl eine idee, was man machen könnte. - ausser : das kann nix werden, weil...
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 02. Oktober 2015, 17:03:04
Man soll die Gesetze durchsetzen und dabei auf zu viel political correctness verzichten. Bei Ausländern mit Duldung und befristeteter Aufenthaltserlaubnis sollte man einen Katalog mit Straftaten machen, der zur Abschiebung führt.

Man soll die Deutschkenntnisse von Einwanderern überprüfen und insbesondere die Schulfähigkeit ihrer Kinder. Wenn die nicht gegeben ist, weil die Kinder schlecht Deutsch können, muß das Jugendamt ran und nach den Gründen forschen. Dann müssen die Familien in Betreuung. Eltern wie Kinder müssen dann Deutschunterricht nehmen. Wenn sie dabei nicht kooperativ sind, dann Leistungen kürzen oder Abschiebung.

Islamunterricht nur durch Imame, die in Deutschland mit deutschem Abschluß ausgebildet wurden, und auf Deutsch.

Ausländische Abschlüsse unbürokratischer anerkennen.

Vollverschleierung verbieten.

Die Regeln sollten vor allem klar und nachvollziehbar sein.

Man muß sich natürlich auch für Ausländer öffnen und Benachteiligungen abschaffen. Dazu vielleicht als erstes bei Bewerbungen auf Stellen - wie bei den Amis - Namen und Fotos verbieten.

Zitat
das land braucht ein gesamtkonzept. löhne rauf, sodass jeder von einem vollzeitjob anständig leben kann, öpnv vernünftig ausbauen.

Das erstere ist kein Konzept, das ist ein Wunsch. Ein Konzept wäre, wie man das erreicht. Der ÖPNV ist ja nicht so schlecht. Ich weiß jetzt auch nicht, was der mit Einwanderung zu tun hat.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 02. Oktober 2015, 19:15:44
Der ÖPNV ist ja nicht so schlecht. Ich weiß jetzt auch nicht, was der mit Einwanderung zu tun hat.

Ja nix halt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 02. Oktober 2015, 19:46:29
der öpnv ist vielleicht in städten gut, aber nicht auf dem land.
hier kann man morgens um 7 mit in den schulbus. gegen 11 fährt noch mal einer, aber in eine andere stadt. ob man dann auch wieder zurück kann ist ne andere sache.
wenn jemand einen termin hat, ist der tag hin.
des halb sind die riesenbusse auch fast leer.
hier braucht es kleine busse, die öfter fahren.

in den dörfern gibt es ganze wohnblöcke, die leer stehen. haben "ivestoren" z.t. für eine DM gekauft. -etwas farbe und evtl geklaute wasserhähne und heizkörper ersetzen und fertig.
evtl kleine lebensmitttelläden in den dörfern sponsern.
wenn in so einem 600- tausend-seelen.dorf 12 oder 16 flüchtlingsfamilien untergebracht werden wirkt sich das anders aus als 3000 in einem baumarkt...
das land braucht vielfalt und kreativität. es kann nicht EINE lösung geben. aber mehrere, viele. "wir" müssen auch einfach ausprobieren was geht und was nicht.

was mit sicherheit daneben ist, ist jammern, nörgeln und "ja aber,wenn...".

UND : löhne, von denen ein arbeitnehmer leben kann, ist ein konzept, zumindest steht eines dahinter : die würde des menschen ist unantastbar. denn: 40 wochenstd arbeiten und dann noch um unterstützung betteln müssen ist entwürdigend.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 02. Oktober 2015, 19:48:42
der öpnv hat mit flüchtlingen in dem moment was zu tun, wenn man sie irgendwo in der walachei deponiert. z.b. in ehemaligen kasernen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 02. Oktober 2015, 19:54:18
der öpnv hat mit flüchtlingen in dem moment was zu tun, wenn man sie irgendwo in der walachei deponiert. z.b. in ehemaligen kasernen.

Das ist doch mal ne Aussage, mit der man was anfangen kann.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 02. Oktober 2015, 20:33:56
der öpnv hat mit flüchtlingen in dem moment was zu tun, wenn man sie irgendwo in der walachei deponiert. z.b. in ehemaligen kasernen.

Da brauchste'n Shuttle. Aber die anerkannten Flüchtlinge gehen eh alle in die Ballungsgebiete und da gibt's ÖPNV. Da gehen dann auch die eigentlichen Probleme los. Die Unterbringung in Auffanglagern ist ja nicht das langfristige Problem, sondern die Integration in den Jahren danach.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 02. Oktober 2015, 20:35:32
Man sollte die Leute, die nicht mit der Maklerin reden wollten, hier einquartieren. (http://www.schleckysilberstein.com/2015/10/fluchtlingsunterkunft-neben-porno-messe-ditt-is-berlin/)  :evil :musik
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: grashopper am 02. Oktober 2015, 20:49:27
Da brauchste'n Shuttle. Aber die anerkannten Flüchtlinge gehen eh alle in die Ballungsgebiete und da gibt's ÖPNV. Da gehen dann auch die eigentlichen Probleme los. Die Unterbringung in Auffanglagern ist ja nicht das langfristige Problem, sondern die Integration in den Jahren danach.

Eben. Auf dem Land wird es schwierig. Es gäbe bestimmt zahlreiche Möglichkeiten der Unterbringung. Aber die Infrastruktur zur Selbstversorgung fehlt halt.

Z.B. in meiner Heimatgemeinde gibt es es derzeit noch nicht mal einen Lebensmittelladen. Busse fahren morgens früh, ggf. nachmittags und gegen Abend mal in bestimmte Richtungen und zurück.

Das ist es dann auch.

Heißt, selbst die älteren Dorfeinwohner sind aufgeschmissen, wenn sie nicht noch Familienmitglieder haben, die sich um den Einkauf  für sie kümmern.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 02. Oktober 2015, 21:16:41
Da braucht man einen Laden-Bus, der rumfährt. Geht aber auch nur, wenn die Leute bei dem dann wirklich was kaufen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 03. Oktober 2015, 15:01:17
raxi, die müssen da kaufen.

meine ex nachbarn, ende 70, sie parkinson, er schlaganfall, zusammen 800€ rente. er war jahrzehnte hauptmann der freiwilligen feuerwehr. vor 6 monaten ist der LM -laden abgebrannt, mit im haus frisör und bank.
von den 600 leuten im dorf haben ~ 50 ein auto, und die sind tagsüber damit zur arbeit.
wenn da hundert flüchtlinge in leere blöcke ziehen, könnte man die grundschule reaktivieren.
würden dann die nachbardörfer ähnlich belebt, lohten sich auch kleine läden denn 3-4 km fahren auch ältere noch mit dem rad.
(aber nicht 20 bis aldi etc. bergauf und im winter..) kleine busse im stundentakt, in mehrfach überschneidenden kreisen durch den landkreis. dann kommen alle innerhalb eines halben tages überallhin und vor allem auch wieder zurück.
wenn man mit den handwerkern dort redet.. die überlegen ständig, ob sie dicht machen, weil sie keine leute haben, die aufträge kaum abarbeiten können und sie dadurch kunden verlieren.
tausen flüchtlinge auf 10 dörfer verteilt...leere häuser, die nur etwas aufgemöbelt werden müsten gibts genug.
frisches blut, junge leute, bessere infrastruktur würde den landkreis beleben und in 10 jahren produzieren sie mehr steuern und sozialabgaben als vorher reingesteckt wurden.
große lager in der walachei mit shuttle wäre das dümmste, was man machen kann.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 03. Oktober 2015, 16:50:50
wenn da hundert flüchtlinge in leere blöcke ziehen, könnte man die grundschule reaktivieren.

Was machen die 100 Flüchtlinge da? Gar nichts. Also werden sie weggehen.

Zitat
würden dann die nachbardörfer ähnlich belebt, lohten sich auch kleine läden denn 3-4 km fahren auch ältere noch mit dem rad.

ja, und die Leute leben alle von Transferleistungen. Das ist nicht tragfähig. Mindestens ein größerer Teil von denen muß selber Geld verdienen, und das werden sie in diesen Dörfern nicht.

Zitat
(aber nicht 20 bis aldi etc. bergauf und im winter..) kleine busse im stundentakt, in mehrfach überschneidenden kreisen durch den landkreis. dann kommen alle innerhalb eines halben tages überallhin und vor allem auch wieder zurück.

Ein halber Tag mag für Arbeitslose, die zum Shoppen wollen (uh?) vielleicht eine Möglichkeit sein. Um zur Arbeit zu pendeln, eher nicht.

Zitat
wenn man mit den handwerkern dort redet.. die überlegen ständig, ob sie dicht machen, weil sie keine leute haben, die aufträge kaum abarbeiten können und sie dadurch kunden verlieren.

Tatsächlich? Was zahlen die denn so? Kann es sein, daß die einfach zu wenig zahlen und andererseits aber auch nicht die wahnsinnig zahlungskräftigen Kunden haben?

Zitat
tausen flüchtlinge auf 10 dörfer verteilt...leere häuser, die nur etwas aufgemöbelt werden müsten gibts genug.

"aufgemöbelt"? Wer bezahlt das und unter welchem Modus überläßt man diese Häuser? Miete, die dann wer bezahlt? Die ohnehin klammen Dörfer?

Zitat
frisches blut, junge leute, bessere infrastruktur würde den landkreis beleben und in 10 jahren produzieren sie mehr steuern und sozialabgaben als vorher reingesteckt wurden.

Damit steigt nur der Anteil der Transferempfänger von 30% auf 40%. Andererseits ist es auch wieder egal, ob sie in der Stadt oder auf dem Dorf Transferempfänger sind. In der Stadt können sie sich aber besser darunter mischen oder Parallelgesellschaften bilden. Die meisten Syrer, die zu uns kommen, sind Stadtmenschen. Ich kann mir schwer vorstellen, daß die nun furchtbar gerne bei uns in strukturschwache Dörfer ziehen. Und so ausgebildet ist die Willkommenskultur auf den Dörfern nicht. Jedenfalls nicht bei Leuten, die selber schon arbeitslos oder frühverrentet sind. Und dann kommen die Flüchtlinge und kriegen ihre Häuser geschenkt oder billig überlassen?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: grashopper am 03. Oktober 2015, 18:34:49

Ein halber Tag mag für Arbeitslose, die zum Shoppen wollen (uh?) vielleicht eine Möglichkeit sein. Um zur Arbeit zu pendeln, eher nicht.


Das ist es eben. Damit haben doch schon Einheimische Probleme, wenn sie kein Kfz. besitzen. Die meisten Westerwälder müssen täglich Richtung Frankfurt oder Richtung Köln zur Arbeit fahren. Zumindest bis zum nächsten ICE-Bahnhof, der auch mindestens 30 km entfernt ist.

Es gab mal einen Bauern, der auch mit sonstigen Lebensmitteln durch die Dörfer gefahren ist. Very beliebt und natürlich auch etwas teurer. Dennoch wurde das Angebot gerne genutzt.

Leider ist er inzwischen verstorben und seine Nachkommen haben diesen Service nicht weitergeführt. Sehr schade, denn eigentlich wäre das inzwischen eine Marktlücke.

Wenn Flüchtlinge in die Großstädte strömen, ist das mithin auch nachvollziehbar.  Sollten sie Fuß fassen und irgendwo Arbeit wie auch Mobilität (Kfz. oder ÖPNV) finden (wollen), sieht es dann schon anders aus. Dann verteilt sich der Zustrom an Bevölkerung auch in diesem unseren Lande.

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 03. Oktober 2015, 19:18:43
Das ist es eben. Damit haben doch schon Einheimische Probleme, wenn sie kein Kfz. besitzen. Die meisten Westerwälder müssen täglich Richtung Frankfurt oder Richtung Köln zur Arbeit fahren. Zumindest bis zum nächsten ICE-Bahnhof, der auch mindestens 30 km entfernt ist.

Immerhin können die noch irgendwohin pendeln. Wenn man in der Prignitz wohnt, dann ist das nächste Pritzwalk oder Perleberg oder ein bißchen weiter weg dann Schwerin.

Zitat
Es gab mal einen Bauern, der auch mit sonstigen Lebensmitteln durch die Dörfer gefahren ist. Very beliebt und natürlich auch etwas teurer. Dennoch wurde das Angebot gerne genutzt.

Da könnte ich mir durchaus einen Syrer vorstellen, der sowas macht. Das ist dann immerhin einer, der eine Existenz gefunden hat.

Zitat
Wenn Flüchtlinge in die Großstädte strömen, ist das mithin auch nachvollziehbar.  Sollten sie Fuß fassen und irgendwo Arbeit wie auch Mobilität (Kfz. oder ÖPNV) finden (wollen), sieht es dann schon anders aus. Dann verteilt sich der Zustrom an Bevölkerung auch in diesem unseren Lande.

Ich weiß nicht, ob da mehr passiert, als dass sich zu dem obligatorischen griechischen Restaurant in Kleinckleckersdorf noch der Falafel-Imbiß gesellt. Mit der Landwirtschaft kann man da keinen großen Zuzug in Lohn und Brot bringen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 05. Oktober 2015, 18:19:39
CSU will Christen von anderen Flüchtlingen trennen (http://www.welt.de/politik/deutschland/article147200224/CSU-will-Christen-von-anderen-Fluechtlingen-trennen.html)

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 06. Oktober 2015, 11:06:50
Echte und gefühlte Statistik (http://www.czyslansky.net/valium-ist-keine-antwort-auf-pegida/)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 06. Oktober 2015, 14:14:57
http://www.der-postillon.com/2015/10/landerfaschistenausgleich-regierung.html
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 06. Oktober 2015, 19:00:08
Angekommen. (http://www.welt.de/politik/deutschland/article147271719/Fluechtlinge-bestellten-fuer-120-000-Euro-bei-Zalando.html?wtrid=newsletter.wasdieweltbewegt.newsteaser...meistgelesen)  :evil
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 07. Oktober 2015, 23:23:16
Noch länger als bis 67?

http://www.welt.de/wirtschaft/article147318985/Rentenalter-muss-steigen-um-Fluechtlinge-zu-ernaehren.html

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 08. Oktober 2015, 00:03:30
Klar. Wer Gründe sucht, wird Gründe finden. So wie Datenschutz wegen 911 gekippt wurde.

Und es ist auch ch noch extrem praktisch, noch ein wenig mehr Stimmung gegen Flüchtling zu verbreiten.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 08. Oktober 2015, 00:22:34
so was gehört in den Pegida-sprech.
Der Sinn macht keinen Sinn mehr.
Vllt. sollte er mit Sarazin vor den Flüchtlingen  in ein sicheres Aufnahmeland fliehen.
Saudi - Arabien wäre da wohl die 1. Wahl.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 08. Oktober 2015, 00:25:11
hier spricht einer die Versäumnisse der letzten Jahre noch mal richtig an
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-abschottung-und-abschreckung-sind-gescheitert-a-1056558.html

Nützt aber nix. Wir brauchen Konzepte und Pläne, wie wir mit den Flüchtlingsströmen klar kommen.
Da les ich bislang wenig.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 08. Oktober 2015, 00:30:36
Klar. Wer Gründe sucht, wird Gründe finden. So wie Datenschutz wegen 911 gekippt wurde.

Natürlich. Die werden uns noch viel mehr Sauereien "wegen der Flüchtlinge" unterjubeln.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 08. Oktober 2015, 00:39:39
so was gehört in den Pegida-sprech.

Ich finde es immer ein wenig grenzwertig, wenn man direkt in eine solche Ecke gestellt wird, nur weil man offene Grenzen und den Zustrom Hundertausender Flüchtlinge nicht bejubelt.

Gott sei Dank herrscht hier noch Meinungsfreiheit. Wer das mit solchen Ansagen unterdrücken will, ist genau dieser Ecke sehr viel näher als er denkt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 08. Oktober 2015, 00:46:10
den Sinn stelle ich noch in ganz andere Ecken. Wer so etwas veröffentlicht, muss sich negative Kritik gefallen lassen. Mainzwegen kann er schreiben, was er will, das kann ihm keiner verbieten, aber mir kann keiner verbieten, darauf entsprechend zu antworten. Ohne mich in irgendeine Ecke zu stellen.
Die ganze Flüchtlingsdebatte ist dermaßen ideologisch aufgeheizt, mann kann gar nicht sachlich argumentieren, ohne gleich von irgendeiner Seite angeschossen zu werden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 08. Oktober 2015, 01:09:48
Gott sei Dank herrscht hier noch Meinungsfreiheit. Wer das mit solchen Ansagen unterdrücken will, ist genau dieser Ecke sehr viel näher als er denkt.

Meinung ist Meinung.

Man kann Äußerungen nicht mal so oder so "befreien".
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: grashopper am 08. Oktober 2015, 06:51:54
Irgendwie werden derzeit aber auch Baustellen aufgemacht, die nicht gut für das Klima sind und am falschen Ende anpacken.

Da soll Flüchtlingen der Führerschein finanziert werden. Was nutzt ein Führerschein, wenn man noch gar kein Auto und ganz andere Probleme hat? Z.B. zeitnah aus den Massenunterkünften herauszukommen und wieder eine Privatatmosphäre zu erhalten.
Den ÖPNV in der Provinz ausbauen. Das wäre sogar für die einheimischen Provinzler von Vorteil, damit sie flexibler sind.

Da sollen einer rheinland-pfälzischen Gemeinde mit 4000 Einwohnern 3000 Flüchtlinge in Zeltlagern zugeordnet werden.
Hallo? Das kann doch nur böses Blut geben.

Die Gemeinde hat einen Hilferuf gestartet und bekommt jetzt erst einmal "nur" an die 1000 Flüchtlinge, die in einer noch umzubauenden Fabrikhalle untergebracht werden.

Es werden zig Milliarden sonstwohin verschleudert und das Rentensystem leidet sowieso schon darunter, in dem das Rentenalter hoch geschraubt wurde.

Das Geld benötigen wir erst einmal selbst, um die eigenen und vor allem auch die aktuellen Probleme zu lösen.

Wenn es den Teutschen besser geht, dann sind Flüchtlinge für sie auch kein Problem mehr. So wird nur Hass geschürt.











Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 08. Oktober 2015, 09:06:30
Wenn hier schon Sinn und Sarazin aufgefuehrt werden, dann sollte mann sich den Slapstick des Comedyduos Kuenast & Augstein vom Dienstag bei Maischberger nochmals genau anschauen. Ich habe keine Ahnung in welchem Wolkenkuckucksheim die leben, aber so richtig am Leben teilzunehmen scheinen die nicht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 08. Oktober 2015, 09:11:08
Was nutzt ein Führerschein, wenn man noch gar kein Auto (...) hat?
Es werden sehr bald sehr viele Fahrzeuge mit einem EA189-Motor zur Verfuegung stehen ...  :evil
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 08. Oktober 2015, 09:29:47
Wenn hier schon Sinn und Sarazin aufgefuehrt werden, dann sollte mann sich den Slapstick des Comedyduos Kuenast & Augstein vom Dienstag bei Maischberger nochmals genau anschauen. Ich habe keine Ahnung in welchem Wolkenkuckucksheim die leben, aber so richtig am Leben teilzunehmen scheinen die nicht.

Wenn es doch nur Slapstick gewesen wäre...  :P :kotz
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 08. Oktober 2015, 09:34:05
Wenn es doch nur Slapstick gewesen wäre...  :P :kotz
Ich befuerchte auch, dass die das ernst meinen mit dem, was sie so abgesondert haben.
Ich war kurz davor mein Kaltgetraenk in den Bildschirm zu werfen - ob der daraus entstehenden Kosten habe ich dann davon Abstand genommen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 08. Oktober 2015, 10:00:30
Ich befuerchte auch, dass die das ernst meinen mit dem, was sie so abgesondert haben.

Natürlich, das ist ja das Schlimme.

Irgendwie werden derzeit aber auch Baustellen aufgemacht, die nicht gut für das Klima sind und am falschen Ende anpacken.

Und man weiß nicht, ob die das aus Dummheit machen oder aus Kalkül.

Zitat
Da soll Flüchtlingen der Führerschein finanziert werden.

Sagt wer?

Zitat
Den ÖPNV in der Provinz ausbauen. Das wäre sogar für die einheimischen Provinzler von Vorteil, damit sie flexibler sind.

Klar.

Zitat
Da sollen einer rheinland-pfälzischen Gemeinde mit 4000 Einwohnern 3000 Flüchtlinge in Zeltlagern zugeordnet werden.
Hallo? Das kann doch nur böses Blut geben.

Ich höre gerade im Radio, daß hier in Frankfurt einem Kinderhort der Mietvertrag gekündigt wurde, weil die Stadt dort Flüchtlingskinder unterbringen will.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 08. Oktober 2015, 11:01:29
Der Kinderhort hier? Da steht es etwas anders.

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Mit-dem-Ruecken-zur-Wand;art675,1628553
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 08. Oktober 2015, 11:07:16
Da steht es etwas anders.

In der Tat. Die Darstellung ist eine andere als das, was ich vorhin auf HR-Info gehört habe.

Im Radio hieß es, daß die Räume *ausschließlich* für Flüchtlingskinder gebraucht würden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 08. Oktober 2015, 11:32:55
Ich kann irgendwie noch nicht direkt den Finger rauflegen, aber ich versuch mal, meine Gedanken zu ordnen:

Da ist eine Kanzlerin, die sagt "ihr Kinderlein kommet ". Da ist eine Stimmung, die politisch korrekt pro Flüchtlinge spricht - von A-Z-Promis.

Aber da sind auch Realitäten, die ungeordnet und unorganisiert im Weg stehen, von den Finanzen mal abgesehen.

Und dann werden "gute" Proflüchtlingstaten medial gehypt, die von vornherein in der Bevölkerung Widerstand schaffen müssen. Mieter, denen gekündigt wird, Minigemeinden, denen man zu viel aufbürdet, Kitas etc.

Das scheint mir eine sehr perfide Art zu sein, das, was öffentlich gesprochen wird, hinterrücks selbst zu sabotieren.
Nach dem Motto - WIR waren ja dafür, aber das doofe Volk hats verhindert.

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: grashopper am 08. Oktober 2015, 11:49:22

Sagt wer?


Diejenigen, die dann das Geld dafür einkassieren. Also den Profit haben.
Aber damit kommen sie nicht durch, denke ich mal. Oder hoffe es zumindest.
Staat soll Flüchtlingen Führerschein bezahlen (http://www.focus.de/regional/rheinland-pfalz/vorschlag-der-fahrlehrer-staat-soll-fluechtlingen-fuehrerschein-bezahlen_id_4998053.html)

(Aber jetzt müsste er funktionieren)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 08. Oktober 2015, 11:50:58
Ich kann irgendwie noch nicht direkt den Finger rauflegen

Das geht mir ähnlich; hier ist eine ganze Menge nicht stimmig.

Staat soll Flüchtlingen Führerschein bezahlen (http://http://www.focus.de/regional/rheinland-pfalz/vorschlag-der-fahrlehrer-staat-soll-fluechtlingen-fuehrerschein-bezahlen_id_4998053.html)

Der Link funzt nicht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 08. Oktober 2015, 11:56:38
Und jetzt wird der Peter alles richten ...
Marple, Du liegst schon ganz gut im Rennen mit Deinen Einschaetzungen.
Die Herrschaften in Berlin, egal welcher Partei, haben sich derart weit von der Realitaet entfernt, dass nur noch mit Gemurkse versucht wird die Sache irgendwie zu steuern.
Und dann sind da die Laender und speziell die Kommunen, die diese Murkserei auffangen sollen.
Wie ich aus recht gut unterrichteten Quellen weiss, gibt es in Niedersachsen eine Nachrichtensperre ueber Vorkommnisse in den Lagern, damit alle schoen ruhig bleiben. Die Keilerei in meiner Heimatstadt ging schon durch die Presse, aber auch wohl nur, weil es sich nicht verheimlichen liess.
Wobei ich fuer die eingepferchten Menschen viel Verstaendnis aufbringe. Kapazitaet im Lager um das 5-6-fache ueberschritten, das muss zwangslaeufig zu Eskalationen fuehren. Nicht nur aus moeglichen religioesen Gruenden. Lagerkoller at its best. Null Privatsphaere. Perspektive - gleich null.

Die, die es sich leisten wollen oder koennen, machen sich zum naechstgelegenen Einkaufszentrum auf und besorgen sich Sprit, um die Situation zumindest im Nebel halbwegs ertraeglich zu gestalten.

Die Politiker und solche, die sich als soetwas bezeichnen, sind neben ihren Lobbytaetigkeiten voellig ueberfordert, auch nur ansatzweise Loesungsvorschlaege vorzubereiten.
Wer als Promi momentan was auf sich haelt, springt auf den Zug auf - ebenfalls ahnungslos.
Und dann ist da noch ein nuschelnder Schauspieler, der vollmundig Versprechen abgibt. Die vorgesehene Kaserne in Osterrode, seit Jahren leerstehend, steht immer noch unberuehrt da vor sich hin.
Wo ist eigentlich der Herr Zetsche? Wirtschaftswunder? 50.000 neue Arbeitsplaetze? (Oder schnueffelt der auch gerade an seinen Dieselmotoren?)
In Schland wird eine Sau nach der naechsten durchs Dorf gejagt. Und keiner will wahrhaben, dass die Stimmung schon laengst gekippt ist. Nicht nur an den Stammtischen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 08. Oktober 2015, 11:59:42
Wobei der Focus das einzige "Nachrichtenmagazin" war, das dieses Thema aufgegriffen hat. Noch nicht mal das allwissende Revolverblatt hatte diese Meldung. Auf der Homepage das Pfaelzer Fahrlehrerverbandes steht nichts.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 08. Oktober 2015, 12:01:18
(Aber jetzt müsste er funktionieren)

Ja, tut er.

Über den Vorschlag können wir diskutieren, sobald ausnahmslos jeder Arbeitslose den Führerschein subventioniert bekommt.

Die spinnen doch beim Fahrlehrerverband.

Auf der Homepage das Pfaelzer Fahrlehrerverbandes steht nichts.

Dann sollte man dort vielleicht mal nachfragen. Die wissen vielleicht noch gar nichts von ihrem eigenen Vorschlag.  O0

Edit: Ich habe den Fahrlehrerverband gerade mal angemailt deshalb.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 08. Oktober 2015, 12:10:33
Wie ich aus recht gut unterrichteten Quellen weiss, gibt es in Niedersachsen eine Nachrichtensperre ueber Vorkommnisse in den Lagern, damit alle schoen ruhig bleiben.

Und nicht nur dort. Ich habe interne Berichte aus Gießen gelesen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 08. Oktober 2015, 12:14:26
Wer als Promi momentan was auf sich haelt, springt auf den Zug auf - ebenfalls ahnungslos.

Oder dreist und verlogen, wie der Grönemeyer. Hat seit Jahren seinen Wohnsitz in London und zahlt hier keine Steuern mehr, räsonniert aber über eine spezielle Reichensteuer (in Deutschland) zur Finanzierung der Flüchtlinge. Man sollte ihn mal ganz konkret fragen, was sein ganz persönlicher finanzieller Beitrag für die Flüchtlinge ist.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Mattieu am 08. Oktober 2015, 12:38:11
Ich meine, das hat er ungefragt beiläufig im gleichem Atemzug erzählt: Er ist in zahllose Initiativen involviert, die er hauptsächlich finanziell unterstützt.

Ganz davon abgesehen hat er wohlfeil Altmeier Paroli geboten. Die Fans freuts.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 08. Oktober 2015, 12:42:41
Er ist in zahllose Initiativen involviert, die er hauptsächlich finanziell unterstützt.

Das wär ja wenigstens mal was.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 08. Oktober 2015, 12:45:59
Vielleicht bräuchte man die zahllosen Initiativen gar nicht, wenn jeder, der hier Geld verdient, auch hier seine Steuern zahlt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 08. Oktober 2015, 12:53:31
Das wär ja wenigstens mal was.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 08. Oktober 2015, 13:16:28
Vielleicht bräuchte man die zahllosen Initiativen gar nicht, wenn jeder, der hier Geld verdient, auch hier seine Steuern zahlt.
Doch, die werden gebraucht ...
Damit wird das Gewissen beruhigt, waehrend der Initiator auf den Seychellen, in der Karibik oder wo-auch-immer seinen Longdrink geniesst und er/sie sich die Sache aus der Ferne anschauen kann.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 08. Oktober 2015, 13:30:28
Erinnert mich irgendwie an die Diskussion um Schumacher, warum er nur 10 Mio an Tsunamiopfer spendet...
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 08. Oktober 2015, 13:45:42
Herrlich ist der Brief der Gemeinde Hardheim in Baden-Wuerttemberg (Homepage momentan nicht erreichbar) an die neuen Mitbuerger.
Wenn sich doch bloss die Deutschen mal daran halten wuerden  :.)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 08. Oktober 2015, 14:14:06
Herrlich ist der Brief der Gemeinde Hardheim in Baden-Wuerttemberg (Homepage momentan nicht erreichbar) an die neuen Mitbuerger.
Wenn sich doch bloss die Deutschen mal daran halten wuerden  :.)

Kenne ich nicht. Ist die Site irgendwo gespiegelt bzw. steht der Text sonst noch wo?

Doch, die werden gebraucht ...
Damit wird das Gewissen beruhigt, waehrend der Initiator auf den Seychellen, in der Karibik oder wo-auch-immer seinen Longdrink geniesst und er/sie sich die Sache aus der Ferne anschauen kann.

Naja, eine steuerlich absetzbare Spende hat jedenfalls den Vorteil, daß ich weiß, wo mein Geld gelandet ist. Bei Steuern gebe ich der Finanzverwaltung meine Kohle und habe keinen Einfluß darauf, was die damit anstellt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 08. Oktober 2015, 14:17:16
http://www.stern.de/panorama/leitfaden-fuer-fluechtlinge--hardheimer-buergermeister-ueberrascht-mit-benimm-regeln-6490412.html#utm_campaign=panorama&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Mattieu am 08. Oktober 2015, 14:52:35
Naja, eine steuerlich absetzbare Spende hat jedenfalls den Vorteil, daß ich weiß, wo mein Geld gelandet ist. Bei Steuern gebe ich der Finanzverwaltung meine Kohle und habe keinen Einfluß darauf, was die damit anstellt.

Das ist ohne Zweifel so.
Was allerdings immer wieder nicht verstanden werden will, ist, dass es da keine Wahlfreiheit gibt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 08. Oktober 2015, 14:56:16
Ich meine, mich ganz dunkel zu erinnern, daß es in den USA die Möglichkeit gibt, einen Teil der geschuldeten Steuern direkt irgendwelchen Institutionen zufließen lassen zu können. Das wäre dann zumindest eine teilweise Wahlfreiheit.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 08. Oktober 2015, 16:21:04
ich bin grad an einem Laden vorbeigefahren, da stand groß "Halal" drüber. Vor kurzen hätt ich gar nicht gewusst, was das ist. Mal schaun, wann die erste Frittenbude Halal aufmacht. Und der Araber-Shop. Friseursalon nur für frauen. Ich find es extrem spannend, was jetzt passiert.
Und so ein Kleingeist wie Sinn schwadroniert über die Heraufsetzung des rentenalters. Komisch: Vor nicht allzulanger Zeit war die Rente mit 70 im Gespräch, weil wir keine Zuwanderung haben.

Wie yossi an anderer Stelle schrieb, will kein deutscher Jugendlicher mehr Koch werden. Gut, dann gibts demnächst wohl etliche Gerichte mit arabischem Einschlag in den Restaurants.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 08. Oktober 2015, 16:45:45
Da soll Flüchtlingen der Führerschein finanziert werden. 

Verlangt der Fahrschullehrerverband. 8)  Nicht der Staat. Medien sind doch was Feines.


Obwohl - wenn ich genau überlege, sollte der Staat auch jedem Flüchtling Visitenkarten und Umhängeschilder bezahlen. Und ihre Autos bekleben lassen. Und bedruckte Textilien. Und Ampelkastenwerbung. Für jeden einzelnen.

Das verlange ich. Ich bin absolut dafür. Ich werde das mal einreichen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 08. Oktober 2015, 19:13:02
Mal schaun, wann die erste Frittenbude Halal aufmacht.

Willst Du den Kartoffeln einzeln den Hals durchschneiden und sie ausbluten lassen?

Zitat
Friseursalon nur für frauen.

Gibt´s doch schon seit 500 Jahren.

Zitat
Und so ein Kleingeist wie Sinn schwadroniert über die Heraufsetzung des rentenalters. Komisch: Vor nicht allzulanger Zeit war die Rente mit 70 im Gespräch, weil wir keine Zuwanderung haben.

Die Forderung bleibt, nur die Ausreden Argumente ändern sich, je nachdem, welche Gründe gerade wohlfeil sind.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 08. Oktober 2015, 19:54:39
http://www.stern.de/panorama/gesellschaft/extra-3-clip-ueber-pegida-in-dresden-wird-zum-web-hit-6491026.html
zu komisch
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 09. Oktober 2015, 22:25:38
Vor Jahren hatte ich zum Montieren einen türkischen Helfer. Als wir uns Mittags auf einen Döner geeinigt hatten, brachte er mich schier zum Verzweifeln - er hat erst die achte Bude akzeptiert.

Und da gings nicht um Halal. Er ist immer reingerast, hat geschnuppert, den Salat und den Spieß angeschaut und ist wieder raus. Ich hab ihn gefragt, woran er eine gute Bude erkennt, aber er konnte es nicht richtig benennen. Ich glaube, ihm gings vor allem um einen bestimmten Geruch.

Ich hätte in jeder dieser Buden gegessen. Ich hatte Hunger.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 09. Oktober 2015, 23:06:32
Waren wir nicht eben noch bei Herrn Sinn und seinen komischen Ideen?
http://www.zeit.de/kultur/2015-10/hans-werner-sinn-fluechtlinge-niedriglohn-10nach8
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: grashopper am 10. Oktober 2015, 08:49:47
Waren wir nicht eben noch bei Herrn Sinn und seinen komischen Ideen?
http://www.zeit.de/kultur/2015-10/hans-werner-sinn-fluechtlinge-niedriglohn-10nach8

Ironie on:
Tolle Idee von Herrn Sinn. Ein gutes Konzept zur Sicherung der zukünftigen Renten.
Ironie off:
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 10. Oktober 2015, 11:24:46
Es wird immer "besser". (http://www.welt.de/wirtschaft/article147437066/Bruessel-und-Berlin-erwaegen-Fluechtlings-Soli.html?wtrid=newsletter.wasdieweltbewegt.newsteaser...aufmacher)  :kotz
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: grashopper am 10. Oktober 2015, 12:04:24
Wir steuern bei dieser unfähigen Regierung auf ein Chaos und einen Aufstand zu.

Bevor es wieder die Kleinen trifft, sollten erst einmal die Alimente gekürzt und nicht noch mehr erhöht werden.
Diesen Luxus brauchen wir nicht, zumal wir NULL Nutzen davon haben. Im Gegenteil.

Tausende von Ladengeschäften stehen leer, weil sie durch Großhandelsketten mit Niedriglohn-Beschäftigten aufgeben mussten. Eigentümer bzw. Vermieter lassen die Läden lieber monatelang leer stehen, da sie ihren hoch angesetzten Mietpreis haben wollen. Macht das Sinn? Und für wen?

Wenn sich kein Existenzgründer so einen hohen Mietpreis für ein eigenes Geschäft mehr leisten kann, macht es doch Sinn, subventioniert die Läden in Wohnungen umzuwandeln. Staatliche Förderungen sind doch eh angesagt, von uns Steuerzahlern zu bezahlen und nicht von den Alimentierten, die uns alles aufobtruieren.

Es gibt genug leerstehende Räume/Unterkünfte in diesem unseren Lande. Sorry, aber dann haben die Eigentümer zwar nicht den gewünschten Mietpreis, aber dennoch einen regelmäßigen Mietzins. Auch wenn der nicht so hoch ist, wie erwünscht.

Vereinen, Turnhallen, Kindergärten etc. pp. jetzt auch noch ihre Existenz für gesellschaftliches Miteinander wegzunehmen, grenzt an Unverschämtheit sondergleichen.

Fangt bei Euren eigenen Residenzen und Nebenwohnungen an! Da kommen auch Flüchtlinge unter und müssen nicht in Massenlagern untergebracht werden!!!

Herrgott nochmal :kotz









Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 10. Oktober 2015, 12:19:24
Bevor es wieder die Kleinen trifft, sollten erst einmal die Alimente gekürzt und nicht noch mehr erhöht werden.

Äh, was haben unterhaltsberechtigte Kinder jetzt damit zu tun?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: grashopper am 10. Oktober 2015, 12:28:58
Äh, was haben unterhaltsberechtigte Kinder jetzt damit zu tun?

Diäten, Alimente für Abgeordnete/Politiker sind gemeint.

Schon lustig, dass hier generell nicht von Lohn, Gehalt, Entgelt, Vergütung oder Besoldung für die Arbeit gesprochen wird.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 10. Oktober 2015, 12:51:02
Die Alimentation des Beamten hat aus historischen Gründen nichts damit zu tun, ob und gegebenenfalls wie viel er arbeitet.

Wir steuern bei dieser unfähigen Regierung auf ein Chaos und einen Aufstand zu.

Ich möchte für die Unfähigkeit der Regierung nicht die Hand ins Feuer legen. Ich versuche, Paranoia nach Kräften zu vermeiden. Aber die derzeitige Situation dürfte in diversen Think Tanks schon vor Jahren durchgespielt worden sein. Es gibt da bestimmt nichts im Detail, aber so eine grobe Richtung, in der das alles gehen soll, gibt es bestimmt. Und darüber wird das Volk mal wieder nicht aufgeklärt, was die vorhaben.

Es ist jedenfalls eine nicht wirklich unerwartete "Ausnahme"situation, in der man schaut, was man uns so alles an "Ausnahme"regelungen unterjubeln kann.

Demokratie und Rechtsstaatlichkeit werden in naher Zukunft irreparabel erheblichen Schaden nehmen. Diejenigen, die sonst ein waches Auge haben, sind ich ihrem Gutmenschentum gefangen, lassen sich als willige Büttel einspannen und nehmen den Herrschenden die Drecksarbeit weg. Im Übrigen wird die Entsolidarisierung der Bevölkerung weiterbetrieben. Die Flüchtlinge sehen keine Veranlassung, sich mit der vorhandenen Bevölkerung zu solidarisieren. Die sehen, wo sie selbst bleiben, und die anderen sind ihnen egal.

Was mich ankotzt ist die Mär von den armen Flüchtlingen. Es sind genug unter denen, die Kohle haben. Es gibt keinen Grund, denen etwas zu schenken. Die Menschen, die vor den Nazis geflohen waren, bekamen in den USA und wo immer sie Unterschlupf gefunden haben, auch nichts geschenkt und mußten sehen, wo sie bleiben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 10. Oktober 2015, 21:27:52
Demokratie und Rechtsstaatlichkeit werden in naher Zukunft irreparabel erheblichen Schaden nehmen.
Das sehe ich ganz genau so.

Wenn man dieses Überrollen mit fremden Kulturen nicht will - und das sind sehr sehr viele, auch die vielen freiwilligen Helfer werden irgendwann ermüden -, welche Partei soll denn dann gewählt werden - die spinnen ja alle. Ergo wird gerade der Boden für eine wunderbare neue braune Diktatur vorbereitet. Nenn es Paranoia, aber die Befürchtung habe ich wirklich.

Und die Nachrichtensperre aus allen Lagern macht klar, wie groß die Bedenken mittlerweile sind. Spiegelforum ist auch vom Netz.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: grashopper am 10. Oktober 2015, 23:35:49

Nenn es Paranoia, aber die Befürchtung habe ich wirklich.


Nicht nur Du. Die Braunen erhalten jetzt mehr Stoff für die Rekrutierung neuer Mitglieder.

Alle sind gefrustet. Die Flüchtlinge, die endlich "ankommen" wollen. Aber auch die Einheimischen, denen es wieder ans Geld geht.

Wie es den Polizisten, den Hilfsdiensten und den sonstigen ehrenamtlichen Helfern momentan geht und wie sie das Chaos mental verarbeiten, kann man nur ansatzweise in den Medien lesen.

Es würde dann nicht wundern, wenn die Braunen enormen Zulauf erhalten.

Aber dann packe ich meine sieben Sachen und flüchte auch...

Scheiß der Hund droff...... Alle Ersparnisse zusammengerafft und irgendwo neu anfangen. Mit weniger oder kaum Geld, aber mehr innerer Ruhe.

So haben es unsere Vorfahren vor Jahrzehnten auch gemacht.




Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 11. Oktober 2015, 00:18:50
Nach 911 wurden uns hier in diesem Land viele Rechte vom Staat gestrichen. Schlagworte - Vorratsdatenspeicherung, Rasterfahndung, Abschaffung von großen Bereichen des Datenschutzes etc.

Das waren unsere Politiker. Aber es wurde uns verkauft als Schuld der Terroristen, die Moslems waren.

Jetzt wird hier in diesem Land wieder mit der Abschaffung vieler Rechte geliebäugelt - Mindestlohn, Rentenalter, bald ist die Mehrwertsteuer dran, da wette ich drauf. Und das passiert durch unsere Leute.

Wieder wird uns ein "guter" Grund verkauft, die Flüchtlinge. Und das sind wieder Moslems.
Eine Kultur, die uns fremd ist und uns darum ängstigt wie der schwarze Mann in der Kindheit.

Ich bezweifle oder hoffe zumindest nicht, dass wir in der großen Masse zu blöd zum Begreifen sind.

Und es macht mich traurig, wenn ich Begriffe wie "Überrollen durch fremde Kulturen" höre. Das ist einfach nicht gegeben. Genau so, wie es eben nicht gegeben ist, dass wir hier permanent derart von Terrorismus bedroht sind, dass die Abschaffung der Datenschutzrechte gerechtfertigt waren.

Die Geschichte wiederholt sich. Und Schuld sind immer die Fremden.

Wenn unsere Wirtschaft oder Finanzlage wirklich derart bedroht wäre durch die Flüchtlinge, stünden schon längst Bundeswehrsoldaten an der kompletten Grenze. Dann würde nicht über Abschaffung unliebsamer Gesetze geschwafelt werden, sondern das Land dicht gemacht. Unsere Wirtschaftslobby ist dafür stark genug in der Politik.

Dass das nicht passiert, zeigt deutlich, dass keine echte Gefahr für Geld und Wirtschaft und unser Land besteht.

Es zeigt auch, dass wir, das blöde Lämmervolk, nur wieder um soziale Errungenschaften gebracht werden sollen. Was zu normalen Zeiten zu Unruhen führen würde. Sofort und massiv. Aber jetzt wird ja mit dem Schwarzen Mann gewedelt und die Unruhen richten sich gegen den.

Wie überaus praktisch. 
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 11. Oktober 2015, 00:39:43
Und es macht mich traurig, wenn ich Begriffe wie "Überrollen durch fremde Kulturen" höre. Das ist einfach nicht gegeben.

Doch, genau das passiert. Schon seit vielen Jahren mit immer größer werdenden Ansprüchen.
Und der Deutsche mit seiner Erbschuld duckt sich und toleriert.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 11. Oktober 2015, 01:06:33
Ach. Weil wir ja so tolerant sind.

Andersartigkeit wurde hier noch nie besonders toleriert. Egal, womit du dich unterscheidest.

Wie sieht denn Überrollen durch Kulturen aus? Du musst schon mal entschuldigen, vielleicht bin ick als Berliner dem einfach nicht so ausgesetzt. Ich versteh das nicht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 11. Oktober 2015, 01:55:15
Es werden zig Milliarden sonstwohin verschleudert und das Rentensystem leidet sowieso schon darunter, in dem das Rentenalter hoch geschraubt wurde.

Erstmal wurde auf 62 abgesenkt. Da haben sich dann auch gleich 3x so viele gemeldet wie die Nahles versprochen hatte.  Für die Beutragszahler ein Tritt in den Arsch.

Zitat
Wenn es den Teutschen besser geht, dann sind Flüchtlinge für sie auch kein Problem mehr. So wird nur Hass geschürt.

Denen geht's schon gut. Sonst würden nicht ein paar Hunderttausend mal eben auf das Einkommen der letzten 3 Berufsjahre verzichten. Insbesondere der Generation geht's gut. Die vererbt hunderte Milliarden Euro.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 11. Oktober 2015, 02:05:40
Vielleicht bräuchte man die zahllosen Initiativen gar nicht, wenn jeder, der hier Geld verdient, auch hier seine Steuern zahlt.

Also meine Frau lebt und arbeitet in Brasilien und muß trotzdem hier ihr Einkommen ein zweites Mal versteuern. Und nun?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 11. Oktober 2015, 02:09:04
Und so ein Kleingeist wie Sinn schwadroniert über die Heraufsetzung des rentenalters. Komisch: Vor nicht allzulanger Zeit war die Rente mit 70 im Gespräch, weil wir keine Zuwanderung haben.

Wenn die Zuwanderung in die Sozialsysteme geschieht, muß das Geld dafür irgendwo herkommen.

Zitat
Wie yossi an anderer Stelle schrieb, will kein deutscher Jugendlicher mehr Koch werden. Gut, dann gibts demnächst wohl etliche Gerichte mit arabischem Einschlag in den Restaurants.

Als Koch muß man Prozentrechnung beherrschen. Ohne Abitur wird das heute nichts mehr.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 11. Oktober 2015, 02:28:21
Doch, genau das passiert. Schon seit vielen Jahren mit immer größer werdenden Ansprüchen.
Und der Deutsche mit seiner Erbschuld duckt sich und toleriert.

Ich wäre da vorsichtig. Die Deutschen sind selber nur das Produkt von 2000 Jahren ethnischer Vermischung von Slawen, Angeln, Sachsen, Goten, Sueben, Römern, Polenn, Franzosen... name it. Ein multikultureller, Vielvölker-Mischmasch.

Und religiöse Konflikte gab's in der Zeit viel blutiger als heute Die Sachsen haben sich nicht freiwillig christianisieren lassen. Die mußten erst zu Tausenden amgeschlachtet werden.

Wir dürfen es nur heute nicht versäumen, den Extremisten rechtzeitig die rote Karte zu zeigen, weil man politisch korrekt sein will. Dann werden wir uns auch mit Moslems arrangieren. Und vielleicht kommt man dabei auch mal auf den Trichter, das Land wirklich zu säkularisieren.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 11. Oktober 2015, 02:35:44
Ach. Weil wir ja so tolerant sind.

Schon toleranter als viele andere.

Zitat
Andersartigkeit wurde hier noch nie besonders toleriert. Egal, womit du dich unterscheidest.

Andersartigkeit ist überall erstmal ein Stein des Anstoßes. Die Deutschen machen das seit 1945 gar nicht schlecht und eigentlich waren wir vor 1933 auch nicht so schlecht. Es gab immer wieder Einwanderungswellen, die gut integriert wurden. Man merkt's schon daran, daß die meisten gar nicht mehr wissen, daß sie Migrationshintergrund habe. All die -inskis, -anskis, -eks. Oder die Hugenotten-Nachkommen, die heute ihre Nachnahmen deutsch aussprechen.

Wie sieht denn Überrollen durch Kulturen aus? Du musst schon mal entschuldigen, vielleicht bin ick als Berliner dem einfach nicht so ausgesetzt. Ich versteh das nicht.
[/quote]
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 11. Oktober 2015, 07:18:12
Also meine Frau lebt und arbeitet in Brasilien und muß trotzdem hier ihr Einkommen ein zweites Mal versteuern. Und nun?
Das macht es noch schlimmer in Bezug auf amazon und Co.

Ich wäre da vorsichtig. Die Deutschen sind selber nur das Produkt von 2000 Jahren ethnischer Vermischung von Slawen, Angeln, Sachsen, Goten, Sueben, Römern, Polenn, Franzosen... name it. Ein multikultureller, Vielvölker-Mischmasch.
Ja, das Argument kommt immer wieder. Na und? Gibt das anderen Völkern das Recht, uns ihr Mittelalterdenken aufzuzwingen? Und wir, weil wir sonst als Nazis beschimpft werden, zu Rücksicht darauf verdonnert zu werden? Ohne mich.

Und religiöse Konflikte gab's in der Zeit viel blutiger als heute Die Sachsen haben sich nicht freiwillig christianisieren lassen. Die mußten erst zu Tausenden amgeschlachtet werden.
Ich möchte niemanden schlachten. Religionen abschaffen dagegen schon.

Wir dürfen es nur heute nicht versäumen, den Extremisten rechtzeitig die rote Karte zu zeigen, weil man politisch korrekt sein will. Dann werden wir uns auch mit Moslems arrangieren. Und vielleicht kommt man dabei auch mal auf den Trichter, das Land wirklich zu säkularisieren.
Bingo. Davon sehe ich nur nix.

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 11. Oktober 2015, 11:33:40
Gibt das anderen Völkern das Recht, uns ihr Mittelalterdenken aufzuzwingen? Und wir, weil wir sonst als Nazis beschimpft werden, zu Rücksicht darauf verdonnert zu werden? Ohne mich.

Welche Völker zwingen uns was auf? Werd doch mal konkret.

Wenn man ein oder zwei oder auch drei doofe, unsympathische Moslems oder andere Ausländer kennt, sind das noch lange keine Völker.

Ich weiß, dass du gerade privat angepiekt bist, aber glaub mir, es gibt den selben Menschen auch in deutsch.

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 11. Oktober 2015, 11:37:38
Und grölend durch die Straßen ziehende Neonazidemos sind auch nicht unser ganzes Volk.

Da wirst du mir wohl zustimmen. Sonst würdest du "Nazi" nicht als Beschimpfung bezeichnen. Schliesslich gibts einige davon in unserem Land tatsächlich.

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: grashopper am 11. Oktober 2015, 12:28:59
Und grölend durch die Straßen ziehende Neonazidemos sind auch nicht unser ganzes Volk.

Die kriegen jetzt bestimmt auch genug Zustrom. Dank der Medien, die Weigerungen der Flüchtlinge, vorübergehend in Turnhallen und Co. zu ziehen, entsprechend verarbeiten und das Volk aufzuhetzen.

Sicherlich gibt es Einige der Flüchtlinge, denen ggf. "Deutschland = Schlaraffenland" suggeriert wurde. Pech, dem ist eben nicht so.

Aber die Nerven liegen eben mittlerweile auf beiden Seiten blank. Aus jeweiliger Sicht auch im gewissen Maße nachvollziehbar.

Und das ist sehr gefährlich für die allgemeine Stimmung, zumal die Helfer vor Ort am meisten darunter leiden müssen.












Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 11. Oktober 2015, 17:58:01
Als Koch muß man Prozentrechnung beherrschen. Ohne Abitur wird das heute nichts mehr.

Und welcher Abiturient ist so doof, sich die Arbeitszeiten und den Lohn eines Kochs zu geben?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 11. Oktober 2015, 18:13:04
Nach 911 wurden uns hier in diesem Land viele Rechte vom Staat gestrichen. Schlagworte - Vorratsdatenspeicherung, Rasterfahndung, Abschaffung von großen Bereichen des Datenschutzes etc.

Das waren unsere Politiker. Aber es wurde uns verkauft als Schuld der Terroristen, die Moslems waren.

Jetzt wird hier in diesem Land wieder mit der Abschaffung vieler Rechte geliebäugelt - Mindestlohn, Rentenalter, bald ist die Mehrwertsteuer dran, da wette ich drauf. Und das passiert durch unsere Leute.

Ja natürlich. Die Flüchtlinge sind nicht *schuld*, daß es passiert, sie sind der willkommene Anlaß und die günstige Gelegenheit für unsere Politiker, uns jetzt alles das unterzujubeln.

Zitat
Ich bezweifle oder hoffe zumindest nicht, dass wir in der großen Masse zu blöd zum Begreifen sind.

Doch, die große Masse ist zu blöd, zu begreifen. Und die gezielte Desinformation durch die Massenmedien tut ihr übriges dazu.

Zitat
Und es macht mich traurig, wenn ich Begriffe wie "Überrollen durch fremde Kulturen" höre. Das ist einfach nicht gegeben.

Das sehe ich nicht ganz so optimistisch. Die Anzahl der anpassungswilligen und anpassungsfähigen Flüchtlinge halte ich für nicht so hoch, wie Du hoffst. Und ich glaube auch nicht, daß es für die Flüchtlinge irgendeine Veranlassung gibt, sich mit uns "Ureinwohnern" zu solidarisieren. Das ist einfach eine andere Kultur. Die sind ja nicht mal untereinander solidarisch; da zählt die Familie, der Clan, sonst nichts. Der Rest (u.a. wir) ist der Gegner, dem man nichts gönnt und nichts schenkt.

Zitat
Dass das nicht passiert, zeigt deutlich, dass keine echte Gefahr für Geld und Wirtschaft und unser Land besteht.

Schön, daß Geld und Wirtschaft in diesem Land außer Gefahr sind. Leider haben das Wohl und Wehe von Geld und Wirtschaft nicht unbedingt was mit dem Wohl und Wehe der (einheimischen) Bevölkerung zu tun.

Zitat
Es zeigt auch, dass wir, das blöde Lämmervolk, nur wieder um soziale Errungenschaften gebracht werden sollen. Was zu normalen Zeiten zu Unruhen führen würde. Sofort und massiv.

Genau.

Und die Herrschenden holen sich eine neue Bevölkerungsgruppe ins Land, die man prima gegen die Alteingesessenen ausspielen kann und wird. Aber die spielen nicht nur uns gegen die aus, sondern auch umgekehrt. Also erwarte keine Solidarität von den Flüchtlingen!
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 11. Oktober 2015, 18:51:06
Ja, das Argument kommt immer wieder. Na und? Gibt das anderen Völkern das Recht, uns ihr Mittelalterdenken aufzuzwingen?

Das tun sie ja nur so weit, wie wir es mit uns machen lassen. Man kann den Leuten helfen, ohne sich verbiegen zu müssen.

Zitat
Und wir, weil wir sonst als Nazis beschimpft werden, zu Rücksicht darauf verdonnert zu werden? Ohne mich.

Hat das wirklich was damit zu tun? Es ist doch eher so, daß die Erinnerung an die Kriegsgeschehnisse und -verbrechen auf deutschem Boden lange Zeit nicht opportun war. Deshalb ist es eher eher eine Emanzipation von der Nazi-Täter-Rolle, wenn man sich an seine eigenen Erfahrungen mit Bombardements auf Wohngebiete und Vertreibung erinnert und das zum Anlaß nimmt, anderen zu helfen. Das hat lange tief dringesteckt, ohne daß davon erzählt werden durfte. Ich sehe darin aber den Hauptgrund für die Hilfsbereitschaft, und natürlich das Bewußtsein vom eigenen Wohlstand.

Zitat
Zitat
Wir dürfen es nur heute nicht versäumen, den Extremisten rechtzeitig die rote Karte zu zeigen, weil man politisch korrekt sein will. Dann werden wir uns auch mit Moslems arrangieren. Und vielleicht kommt man dabei auch mal auf den Trichter, das Land wirklich zu säkularisieren.

Bingo. Davon sehe ich nur nix.

Dazu fehlt uns wohl doch noch das Selbstbewußtsein. Kommt aber hoffentlich noch.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 11. Oktober 2015, 19:01:03
Ja natürlich. Die Flüchtlinge sind nicht *schuld*, daß es passiert, sie sind der willkommene Anlaß und die günstige Gelegenheit für unsere Politiker, uns jetzt alles das unterzujubeln.
...
Und die Herrschenden holen sich eine neue Bevölkerungsgruppe ins Land, die man prima gegen die Alteingesessenen ausspielen kann und wird. Aber die spielen nicht nur uns gegen die aus, sondern auch umgekehrt. Also erwarte keine Solidarität von den Flüchtlingen!

Das geht dann doch alles ein bißchen weit in Richtung Verschwörungstheorie. Ausgerechnet eine CDU-geführte Regierung holt Moslems ins Land, um die Deutschen auszutricksen? nee, also....

Was den Rest angeht, gebe ich dir teilweise Recht. Ich würde von den Einwanderern auch nicht mit allzuviel Optimismus entgegentreten, was Integrationswille oder mindestens Symapthie für westliche Werte angeht. Tatsächlich kriegen wir eine Menge an Frauenfeindlichkeit, Homophobie, Antisemtismus, übersteigertem Ehrgefühl, Bildungsferne, Machismus...

Da ist es einfach naiv, mit dem Grundgesetz zu wedeln oder das am Ende noch unterschreiben zu lassen.

Man muß trotzdem helfen. Man sollte aber vielleicht klarmachen, daß es um Krisenhilfe geht, nicht um Einwanderung. Wenn der Krieg vorbei ist, muß man wieder zurück. Das war bei den Jugoslawien-Flüchtlingen auch so.

Trotzdem gibt's auch immer wieder Fälle funktionierender Integration, wo man sich fragt, warum derjenige abgeschoben werden soll. Dafür braucht man dann doch ein Einwanderungsgesetz. Die Einzelfallprüfung wird aber Jahre dauern und vielleicht daran scheitern.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 11. Oktober 2015, 19:11:49
Dazu fehlt uns wohl doch noch das Selbstbewußtsein. Kommt aber hoffentlich noch.

In dem Augenblick, wo man Stop sagt, steht schon irgendein Gutmensch in den Startlöchern um Dir zu erklären, daß Du ein ausländerfeindlicher Faschist bist.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 11. Oktober 2015, 19:18:07

Das sehe ich nicht ganz so optimistisch. Die Anzahl der anpassungswilligen und anpassungsfähigen Flüchtlinge halte ich für nicht so hoch, wie Du hoffst. Und ich glaube auch nicht, daß es für die Flüchtlinge irgendeine Veranlassung gibt, sich mit uns "Ureinwohnern" zu solidarisieren. Das ist einfach eine andere Kultur. Die sind ja nicht mal untereinander solidarisch; da zählt die Familie, der Clan, sonst nichts. Der Rest (u.a. wir) ist der Gegner, dem man nichts gönnt und nichts schenkt.

Das mag so sein oder auch nicht. Es hat aber einfach rein garnichts mit Überrollen durch fremde Kulturen zu tun.

In Berlin lebt nan nebeneinander. Die Berührungspunkte sind minimal. Und mich hat hier noch nie jemand versucht, für irgendwas zu rekrutieren. Oder mir etwas vorzuschreiben. Ich höre in der Bekanntschaft oft solche Sprüche, aber wenn du dann nachfragst, ist auch von denen noch keiner rekrutiert oder angesprochen worden.

Klar, wenn man einen unangenehmen Typen in der Familie vorgesetzt bekommt, ärgert man sich über den. Vielleicht hasst man ihn und seine Anschauungen sogar irgendwann. Aber auch das ist kein Massenphänome  und man kann nicht alle Anderen dafür in Sippenhaft nehmen.

Außerdem kann man Leuten, die man nicht mag, einfach aus dem Weg gehen. Es gibt in bedem Land Parallelgesellschaften, die wenig bis nichts miteinander zu tun haben.

Dazu kommt noch das Paradoxon, sich darüber zu mokieren, dass man wegen der deutschen Vergangenheit ungerechtfertigt die Nazierbschuld angehängt bekommen könnte , aber gleichzeitig dem Großteil seiner Mitmenschen zuzutrauen, dass sie jetzt genau das, nämlich Nazis werden könnten.

Entweder ist D ein Land potentieller Nazis oder nicht. Man kann nicht beides gleichzeitig behaupten.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 11. Oktober 2015, 19:19:10
Ausgerechnet eine CDU-geführte Regierung holt Moslems ins Land, um die Deutschen auszutricksen?

Niemand holt sie ins Land, sie kommen von selbst. Die Situation wird "lediglich" ausgenutzt. Und mach Dich bitte endlich mal von dem Gedanken frei, die CDU hätte irgendwas mit Christentum zu tun.

Zitat
Man muß trotzdem helfen.

Natürlich.

Zitat
Man sollte aber vielleicht klarmachen, daß es um Krisenhilfe geht, nicht um Einwanderung.

Und das auch umsetzen. Wenn Merkel & Co. öffentlich was vor Arbeitskräftemangel und den qualifizierten Syrern sülzen, weshalb sollten die Flüchtlinge dann glauben, sie würden *nicht* einwandern?

Zitat
Trotzdem gibt's auch immer wieder Fälle funktionierender Integration, wo man sich fragt, warum derjenige abgeschoben werden soll.

Keine Frage.

Zitat
Dafür braucht man dann doch ein Einwanderungsgesetz.

Ja.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kulle am 11. Oktober 2015, 19:44:29
...... Ausgerechnet eine CDU-geführte Regierung holt Moslems ins Land, um die Deutschen auszutricksen?...
Es gibt genug CDU-ler die ihre eigene Religion nicht wirklich kennen. Wir haben hier einen CDU-Stadtrat der sich dagegen ausgesprochen hat ein DDR-Bürogebäude mitten in der Innenstadt für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Als Begründung u.a. weil demnächst direkt in der Nähe der Weihnachtsmarkt startet und Weihnachten das Hauptfest der Christen ist. Das Gebäude wäre eigentlich garnicht schlecht. Es gibt sehr viele kleine Räume. Also es wäre Privatsphäre möglich. Sanitär habe ich zweifel. Aber dummerweise tut sehr nah Legida da regelmäßig seine Demos starten.

Was anderes. Ich war das WE bei meinem Araber in seiner Firma werkeln. Er ist im Gebiet Palästina/Libanon aufgewachsen aber über 20 Jahre in D. Seinen Koran darf man nur mit gewaschenen Händen anfassen. Seine Frau rannte aber gestern in Minirock und Leggings rum und seine Tochter (4) gab mir zur Begrüßung die Hand.
Er hat eher selber Angst vor den "bösen" Buben unter den Flüchtlingen. Auf die Frage wieso da eher Männer als Frauen und Kinder hier aufschlagen weiß er keine Antwort. Er meinte nur die deutsche Regierung muss so schnell wie möglich aussieben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 11. Oktober 2015, 20:02:42
In Berlin lebt nan nebeneinander. Die Berührungspunkte sind minimal.

Problematisch wird's, wenn die Zahl der Wohnungseinbrüche weiter steigt. Das sind dann allerdings eher Banden aus Osteuropa und keine Flüchtlinge.

Zitat
Ich höre in der Bekanntschaft oft solche Sprüche, aber wenn du dann nachfragst, ist auch von denen noch keiner rekrutiert oder angesprochen worden.

Man hört sie meist von Leuten, die nur einmal die Woche aus der Eigenheimkolonie ihrer Kleinstadt rauskommen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 11. Oktober 2015, 20:07:47
Niemand holt sie ins Land, sie kommen von selbst. Die Situation wird "lediglich" ausgenutzt. Und mach Dich bitte endlich mal von dem Gedanken frei, die CDU hätte irgendwas mit Christentum zu tun.

Mir ging's nicht ums Christentum, sondern um den Umstand, daß die CDU in der Vergangenheit nicht einwanderungsfreundlich war und eigentlich immer noch nicht ist. Ja, Zuwanderer kommen von sich aus, aber unsere Regierung macht das schon sehr einladend. Selbst die Sozis sind momentan stärker auf der Bremse. Die fürchten aber auch die soziale Konkurrenz stärker, wobei ich das nun wieder für eine "sozial"demokratische Partei eine komische Einstellung halte, Menschen aus Kriegsgebieten nur soweit zu helfen, wie das keine zusätzliche Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt bedeutet. Dabei müßte auch denen klar sein, daß jeder Asylbewerber, der arbeiten geht, die Solidargemeinschaft entlastet.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 11. Oktober 2015, 20:13:37
Als Begründung u.a. weil demnächst direkt in der Nähe der Weihnachtsmarkt startet und Weihnachten das Hauptfest der Christen ist.

Die sollten mal auf den Weihnachtsmarkt in der Nähe vom Alexanderplatz (Alexa) kommen. Der ist immer voll von jungen Türken. Vielleicht sollte man da mal Bibeln verteilen. Lieber nicht. Konvertiten sind besonders schlimm.

Zitat
Seine Frau rannte aber gestern in Minirock und Leggings rum und seine Tochter (4) gab mir zur Begrüßung die Hand.

Mit 4 darf sie das noch. Kritisch wird's nach der ersten Blutung.

Zitat
Er hat eher selber Angst vor den "bösen" Buben unter den Flüchtlingen. Auf die Frage wieso da eher Männer als Frauen und Kinder hier aufschlagen weiß er keine Antwort. Er meinte nur die deutsche Regierung muss so schnell wie möglich aussieben.

Das Phänomen, daß die früheren Einwanderer besonders ablehnend gegen spätere Einwanderer sind, ist nicht neu. Das gibt's manchmal. Wie das Sieben gehen soll, ist mir nicht klar. Es gibt meist keine Papiere und keine überprüfbaren Fakten. Man kann das eigentlich nur am Verhalten festmachen. Da würde ich jedem, der sich z.B. in salafistische Kreise begibt, die gelbe Karte geben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 11. Oktober 2015, 21:12:50
Deshalb ist es eher eher eine Emanzipation von der Nazi-Täter-Rolle, wenn man sich an seine eigenen Erfahrungen mit Bombardements auf Wohngebiete und Vertreibung erinnert und das zum Anlaß nimmt, anderen zu helfen.
An seine eigenen Erfahrungen? 1945 war der Krieg zu Ende und wenn ich auf den Kalender gucke, steht da 2015. Es ist seit 7 Jahrzehnten vorbei.


In dem Augenblick, wo man Stop sagt, steht schon irgendein Gutmensch in den Startlöchern um Dir zu erklären, daß Du ein ausländerfeindlicher Faschist bist.
Genau so ist es.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kulle am 11. Oktober 2015, 21:33:34
......Mit 4 darf sie das noch. Kritisch wird's nach der ersten Blutung.....
Die kleine geht in einen ganz normalen Kindergarten.. Sein Sohn (18+) kann nicht Arabisch.
Wenn die Menschen von da unten wollen geht eine ganze Menge.
Ich muss aber auch sagen dass mein Araber ein übelster Zeit- und Energiedieb ist. Sehr extrem anstrengend. Und wie eher jeder Ausländer hat er Möglichkeiten Geld am Finanzamt vorbei verschwinden zu lassen. Das Finanzamt befürwortet aber auch solche Handlungen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 11. Oktober 2015, 21:34:35
Die fürchten aber auch die soziale Konkurrenz stärker, wobei ich das nun wieder für eine "sozial"demokratische Partei eine komische Einstellung halte, Menschen aus Kriegsgebieten nur soweit zu helfen, wie das keine zusätzliche Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt bedeutet.

Eine Schizophrenie, mit der viele Linke und viele Gewerkschafter leben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 11. Oktober 2015, 21:45:49
An seine eigenen Erfahrungen? 1945 war der Krieg zu Ende und wenn ich auf den Kalender gucke, steht da 2015. Es ist seit 7 Jahrzehnten vorbei.

Mag ja sein, daß ihr nicht viel darüber redet oder geredet habt. Mag auch sein, daß man im Südwesten weniger vom Krieg mitgekriegt hat und dort auch die Vertriebenen vorrangig als lästige Einquartierungen empfunden hat.

Meine Eltern haben das noch selber miterlebt und erzählen bis heute davon. Jedes Mal, wenn die Generation sich trifft, dreht sich alles wieder um den Krieg, die Vertreibung aus Ostpreußen, da war meine Mutter betroffen, die Bombardierung von Dresden, zu dem Zeitpunkt war mein Vater von Frankfurt/Oder hinverschickt, mein Großvater, der von einer Bombe zerfetzt wurde, die Besatzung durch Russen und Amis. Die wurden das ein Leben lang nie los und haben zum Glück nicht einfach nur darüber geschwiegen.

Allerdings waren meine Großeltern auch keine Nazis, nicht in SA oder SS und auch nicht in der Armee (nur beim Volkssturm). Meine Eltern waren auch nicht in HJ oder BDM. Man hatte also nichts zu verschweigen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 11. Oktober 2015, 21:57:23
Allerdings waren meine Großeltern auch keine Nazis, nicht in SA oder SS und auch nicht in der Armee. Meine Eltern waren auch nicht in HJ oder BDM.

Ab dem 9. Mai 1945 waren sie alle Widerstandskämpfer. Alle Nazis waren auf einmal spurlos verschwunden.

Von meinem Großvater mütterlicherseits weiß ich nicht, ob er in der Partei war. Er schwieg und beantwortete keine Fragen. Von Fotos weiß ich, daß er eine normale Wehrmachtsuniform trug, also wenigstens nicht in der SS war. Meine Großmutter war dienstverpflichtet und hielt auf dem hiesigen Wasserturm Ausschau nach alliierten Bombern auf dem Weg nach Frankfurt/M.; auch hier eine Wand des Schweigens über irgendwelche Verstrickungen. Meine Mutter ist 1934 geboren und war bei Kriegsende 11 Jahre alt. Es ist anzunehmen, daß sie ab ihrem 10. Geburtstag 1944 im Jungmädelbund war, so wie alle anderen auch.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 11. Oktober 2015, 23:12:58
Mag ja sein, daß ihr nicht viel darüber redet oder geredet habt.
Nicht so sehr viel. Mein Vater, 1915 geboren, starb schon 1980. Er war durch einen Unfall gehbehindert und wurde relativ spät wohl noch eingezogen. Ich glaube schon, dass sie Nazis waren; das schließe ich aus der ein oder anderen Bemerkung, die eher ungewollt an meine Kinderohren drang.
Ich weiß nicht, ob ich die Kraft hätte, mich einem solchen Regime zu widersetzen.





Mir ging es aber darum, dass Du angemerkt hattest, aufgrund der eigenen Erfahrungen zu helfen. Die Helfer mit den eigenen Erfahrungen dürften mindestens um die 80/90 Jahre sein.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: moody am 12. Oktober 2015, 00:52:38
hab mal durchgefeudelt. Der kulinarische Teil ist hier
http://maennerboard.de/index.php?topic=3811.0
gelandet.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 12. Oktober 2015, 01:28:21
Ab dem 9. Mai 1945 waren sie alle Widerstandskämpfer. Alle Nazis waren auf einmal spurlos verschwunden.

Meine Großeltern waren keine Widerstandskämpfer, aber auch keine Nazis. Der eine Großvater war Geschäftsführer einer Firma. Die hatte das Problem, daß in der Geschäftsführung kein NSDAP-Mitglied war und deshalb einer eintreten mußte, weil sie Angst vor Enteignung hatten, wenn keiner drin ist. Wir wissen nicht genau, ob die Wahl auf ihn oder einen anderen fiel. Mein Vater hält es für möglich, aber Fakten haben wir nicht. Ansonsten hat er eben Kartoffeln verarbeitet.

Er war zu alt für die Armee. Später kam er dann zum Volkssturm am Ostwall. Das sind die Tunnel hinter der Oder - viel größer als die Maginot-Linie. Der Hauptmann hat den Kopf aus dem Ausgang gesteckt, der ihm sofort weggeschossen wurde. Sie sind dann hinter die Front geraten und er ist auf dem Rückweg von einer Granate getroffen worden. Meine Großmutter war Hauswirtschaftslehrerin und hat später die Bahnhofsmission geleitet.

Mein anderer Großvater war Sozialdemokrat und Beamter- Chef des Arbeitsamts in einer ostpreußischen Kleinstadt. Nach der Wahl 1933 hatten NSDAP-Leute die Hakenkreuzfahne auf dem Amt gehißt. Meine Großmutter meinte, der Lappen muß weg und mein Großvater hat sie mit der Begründung, daß da keine Parteifahne gehißt werden darf, abgenommen. Daraufhin ist er gefeuert worden und mußte die Stadt verlassen. Sie hatten noch eine Landwirtschaft. Da haben sie ihn in Ruhe gelassen. Bis er 1944 doch noch ins Gefängnis gekommen ist und erst durch Hilfe des Polizeichefs im Chaos der anrückende Russen rauskommen konnte. Diesem Mann hatte er mehr als 10 Jahre vorher einen Job als Hilfspolizist besorgt. Über den Draht konnte er auch schon in den Dreißigiern für einen jüdischen Nachbarn Papiere für die Ausreise nach Russland besorgen. Der Kontakt zu diesen besteht heute noch zu meinen Eltern. Das war in der DDR immer ein Problem. Die mochten keine Kontakte nach Israel. Meine Eltern waren beide nicht in den Jugendorganisationen. Von meiner Mutter weiß ich, daß mein Großvater sie nicht ließ. Mein Vater war vielleicht noch zu klein. Jedenfalls war er auch nicht drin.

Meines Großvaers  Entlassung unter den Nazis ist ihm in Westdeutschland immer vorgehalten worden. Dahin waren sie in den Fünfzigern ausgereist, nachdem er aus der SED geflogen ist. Ein guter Beamter wird nicht entlassen. Dort waren die Nazis alle noch im Amt.

Und meine Mutter wußte als Zehnjährige ganz genau, daß im KZ Menschen ermordet werden. Sie hat aber auch gesehen, wie eine Frau, die Brot "fallenließ", sofort mitgenommen wurde. Sie wußte, daß ihre Eltern heimlich BBC hören und daß das gefährlich war und daß man wegen den Nazi-Nachbarn aufpassen mußte. Sie hat auch mitgekriegt, wie die jüdischen Nachbarn deportiert wurden. Sie sagt heute, wer hinterher behauptete, nichts gewußt zu haben, lügt einfach. Sie hat schon als Kind das meiste gewußt. Sie erzählt noch die Geschichte von dem alten jüdischen Mann aus der Straße, der am nächsten Tag zum Sammelpunkt sollte und ihr noch mal die Hand schütteln wollte. Sie war dann zu schüchtern und hat die Hände versteckt. Das verfolgt sie bis heute.

Für die Landwirtschaft bekamen sie irgendwann eine polnische Zwangsarbeiterin zugeteilt. Die war knapp 20. Die durfte mit der Familie essen und meine Oma hat sie manchmal ins Kino mitgenommen. Das war natürlich nicht erlaubt und ging so lange, bis eine Nazi-Nachbarin sie verpetzt haben. Das Mädchen mußte woanders hin und sie verloren sich aus den Augen. Vor ein paar Jahren ist der Kontakt wieder zustande gekommen und meine Eltern haben sie in Polen besucht. Das stand dann da sogar in der Zeitung.

Meine Mutter hatte immerhin zwei Tanten, die Hitler angebetet haben. Die waren einfach dumme Personen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 12. Oktober 2015, 01:42:35
Mir ging es aber darum, dass Du angemerkt hattest, aufgrund der eigenen Erfahrungen zu helfen. Die Helfer mit den eigenen Erfahrungen dürften mindestens um die 80/90 Jahre sein.

Ich meinte eher allgemein. Es steckt im Bewußtsein. Die Bilder von zerbombten Städten kennt jeder.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 12. Oktober 2015, 08:20:59
Meine Großeltern waren keine Widerstandskämpfer, aber ...

Jetzt krieg Dich mal wieder ein. Du brauchst hier nicht Deine gesamte Familiengeschichte darzulegen.

Letztendlich kommt es nicht auf das an, was unsere Eltern und Großeltern getan haben, sondern auf das, was wir tun.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 12. Oktober 2015, 08:22:38
Ich weiß nicht, ob ich die Kraft hätte, mich einem solchen Regime zu widersetzen.

Das ist wieder eine ganz andere Frage. man kann es für sich nur hoffen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 12. Oktober 2015, 08:27:20
Meines Großvaers  Entlassung unter den Nazis ist ihm in Westdeutschland immer vorgehalten worden. Dahin waren sie in den Fünfzigern ausgereist, nachdem er aus der SED geflogen ist. Ein guter Beamter wird nicht entlassen. Dort waren die Nazis alle noch im Amt.

Zu dem Thema kann ich dringend den Film "Der Staat gegen Fritz Bauer" (http://www.zeit.de/kultur/film/2015-09/staat-gegen-fritz-bauer-lars-kraume) empfehlen, den ich am Samstag gesehen habe. Der beschreibt sehr gut die Seilschaften der alten Nazis in den 50ern und frühen 60ern, und wie man denjenigen, die nicht Nazis waren, das Leben schwer machte.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 12. Oktober 2015, 09:24:25
Dazu kommt noch das Paradoxon, sich darüber zu mokieren, dass man wegen der deutschen Vergangenheit ungerechtfertigt die Nazierbschuld angehängt bekommen könnte , aber gleichzeitig dem Großteil seiner Mitmenschen zuzutrauen, dass sie jetzt genau das, nämlich Nazis werden könnten.
Ich traue niemanden zu, dass er das bewusst werden will. Aber solche Geschehnisse können dazu führen, dass Parteien wie die AfD wesentlich mehr Zulauf bekommen. Der Mensch ist erst einmal egoistisch. Man wählt das vermeintlich kleinere Übel mangels Alternativen in der Hoffnung, dass es schon gut gehen wird.
Darin sehe ich schon eine Gefahr.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 12. Oktober 2015, 09:47:01
Töchting hat mir gestern ein Filmchen zur Flüchtlingssituation geschickt.

http://www.vagabomb.com/The-Syrian-Refugee-Crisis-Explained-Perfectly-With-a-Simple-Animation-Video/
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 12. Oktober 2015, 09:49:14
Ich traue niemanden zu, dass er das bewusst werden will.

Ich glaube, eine politische Überzeugung kann man sich nicht bewußt zulegen.

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 12. Oktober 2015, 10:41:01
Töchting hat mir gestern ein Filmchen zur Flüchtlingssituation geschickt.

Nett gemacht. Immer wieder überraschend zu sehen, daß die arabische Welt 0 (null) Flüchtlinge aufnimmt.  :kotz
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 12. Oktober 2015, 10:51:06
Nett gemacht. Immer wieder überraschend zu sehen, daß die arabische Welt 0 (null) Flüchtlinge aufnimmt.  :kotz
Die arabische Welt hat Angst vor dem naechsten Fruehling. Die, die da fluechten, sprechen arabisch, sind aber, im Gegensatz zu manch anderen Laendern in der arabischen Welt, aufgeklaerter und mit Befehlen und Handlungsweisungen von Obrigkeiten nicht mehr einverstanden. Warum sollen die sich die Leute ins Land holen, die moeglicherweise fuer Unruhe sorgen?
Die Leute mit "wichtigen" Berufen (Aerzte, Ingenieure, Anwaelte und Professoren) und Geld sind schon frueh genug hierher gekommen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Mattieu am 12. Oktober 2015, 11:08:03
Jetzt krieg Dich mal wieder ein. Du brauchst hier nicht Deine gesamte Familiengeschichte darzulegen.

Lass ihn mal. Ich finde es sehr interessant, zumal mir das Erleben aus ostdeutscher Sicht noch fremder ist als das auch nur aus Erzählungen bekannte westdeutsche.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 12. Oktober 2015, 11:10:46
Warum sollen die sich die Leute ins Land holen, die moeglicherweise fuer Unruhe sorgen?

Warum sollten "wir" es tun? Kulturell stehen die sich näher.

Gibt es im Islam nicht auch so ein Nächstenliebeding? Wahrscheinlich schon. Mich würde mal interessieren, mit welcher Ausrede die Machthaber dort sich vor ihrer moralischen / religiösen Verpflichtung drücken.

Was das von Marple verlinkte Filmchen in seiner Kürze nicht darstellen kann, ist, daß man eine Million Menschen nicht innerhalb weniger Wochen oder Monate vernünftig unterbringen und verpflegen, geschweige denn integrieren kann, und daß diese Last sehr ungleich verteilt ist. Die Zahlen, die dort genannt werden, muß man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen. Was Australien und die USA an Flüchtlingen aufnehmen, ist bitter. Und die Null bei den Flüchtlingen kulturell nahestehenden Ländern ist ein Schlag ins Gesicht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 12. Oktober 2015, 11:14:21
Lass ihn mal.

Hier muß sich niemand für irgendwas rechtfertigen, am allerwenigsten für seine Altvorderen.

Zitat
Ich finde es sehr interessant, zumal mir das Erleben aus ostdeutscher Sicht noch fremder ist als das auch nur aus Erzählungen bekannte westdeutsche.

Natürlich ist es interessant, mir geht es da genauso wie Dir. Aber es soll sich niemand deshalb in eine Verteidigungshaltung gedrängt fühlen. Ich geh ja andersrum auch nicht mit meiner Familiengeschichte väterlicherseits hausieren.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Mattieu am 12. Oktober 2015, 11:19:03
Und wie eher jeder Ausländer hat er Möglichkeiten Geld am Finanzamt vorbei verschwinden zu lassen. Das Finanzamt befürwortet aber auch solche Handlungen.

Wie meinen?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Mattieu am 12. Oktober 2015, 11:22:54
Und die Null bei den Flüchtlingen kulturell nahestehenden Ländern ist ein Schlag ins Gesicht.

Ich hab da bei Jordanien eine 800.000 gesehen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 12. Oktober 2015, 11:30:27
Ich hab da bei Jordanien eine 800.000 gesehen.
Ich denke, dass wir Jordanien in diesem Fall anders betrachten sollten. Die Syrer, die sich dahin aufgemacht haben, schauen sich das Geschehen in ihrem Land aus der Naehe an. Immer auf dem Sprung zurueck, sobald sich die Lage beruhigt hat. Nur erstmal schnell weg, ohne allzu grosse Entfernung zu ueberbruecken. Die Zeltstaedte dort sind grenznah. Die Jordanier sind ueberrollt worden und haben sich der Situation ergeben/fuegen muessen. Bedauerlicherweise findet von aussen relativ wenig Unterstuetzung (UN, etc.) statt, um die Zustaende fuer alle Beteiligten ertraeglicher zu gestalten. Und der naechste Winter ist im Anmarsch.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 12. Oktober 2015, 11:36:07
Ich hab da bei Jordanien eine 800.000 gesehen.

Ja, die habe ich auch gesehen, und die verdient meine uneingeschränkte Anerkennung.

Ich meinte Saudi Arabien & Co.

Wie meinen?

Ich glaube, da kann ich einspringen.

Im Zusammenhang:

Ich muss aber auch sagen dass mein Araber ein übelster Zeit- und Energiedieb ist. Sehr extrem anstrengend.

Manche meinen, die Gutmütigkeit ihrer Mitmenschen, insbesondere von Dienstleistern überstrapazieren zu müssen. Die Sorte gibt es hier bei uns natürlich auch; aber trotzdem ist es anders, ohne, daß ich es präzise benennen könnte.

Mein Kollege, der mit dem Asiatinnenfimmel und dem undankbaren Engagement in seiner Kirchengemeinde, hat relativ viel chinesische und vietnamesische Kundschaft. Es ist notwendig, da schnell Grenzen zu ziehen und klar zu machen, daß die Dienstleistung Geld kostet. Manche kommen schnell mit jedem Scheiß und verwechseln den Anwalt mit ihrem persönlichen Privatsekretär für die tägliche Korrespondenz, andere stellen sich deutlich ärmer dar, als sie sind. Es gibt da tendenziell noch weniger Skrupel, jemanden auszunutzen, als bei deutschen Schnorrern. Vielleicht ist es auch so, daß man die Signale, daß man verarscht wird, bei diesen Leuten später erkennt.

Hier sind aber Fälle von AlG2-Beziehern bekannt, die fünfstellige Eurobeträge bar irgendwo rumliegen haben.

Zitat
Und wie eher jeder Ausländer hat er Möglichkeiten Geld am Finanzamt vorbei verschwinden zu lassen.

Ich denke, damit mein Kulle die dort noch intakten Familien- und Clanstrukturen, die einfach vieles möglich machen, solange es in Bargeld abgewickelt werden kann.

Zitat
Das Finanzamt befürwortet aber auch solche Handlungen.

Das versteh ich allerdings auch nicht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 12. Oktober 2015, 11:56:30
Zu Jordanien habe ich einen ziemlich aufschlussreichen Artikel gefunden. Mir scheint, Europa hat einen großen Fehler gemacht. Jetzt wird es definitiv teurer.

http://www.sueddeutsche.de/politik/syrien-fluechtlinge-was-merkel-uebersehen-hat-1.2662655


Und wenn ich im Anschluss den Focus dazu lese, bekomme ich Wut. Wie überaus gehässig und dumm. 15 Millionen für drei Länder mit fast einer Millionen Flüchtlinge als große Leistung darzustellen und dann noch zu betonen, Jordanien würde davon leben, ist eine Frechheit ohne Gleichen.

http://m.focus.de/politik/ausland/wuestenstaat-als-fluechtlingshaus-wenn-ihr-geld-weg-ist-kippt-die-stimmung-so-lebt-jordanien-von-fluechtlingen_id_4881210.html
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 12. Oktober 2015, 12:09:22
Und wenn ich im Anschluss den Focus dazu lese, bekomme ich Wut. Wie überaus gehässig und dumm. 15 Millionen für drei Länder mit fast einer Millionen Flüchtlinge als große Leistung darzustellen und dann noch zu betonen, Jordanien würde davon leben, ist eine Frechheit ohne Gleichen.

Hmm.

Jordanien gibt Zahl der Flüchtlinge höher an, um mehr Unterstützung zu bekommen.
Ein Teil des Geldes versickert im Staatsapparat.


Ich weiß nicht, ob sich das wirklich gegenseitig ausschließt.

Sicher ist die Berichterstattung im Focus tendenziös.

Aber die Zahl der Flüchtlinge höher anzugeben, als sie ist, halte ich für fast schon legitim bei den Zahlungen, die tatsächlich geleitet werden. Es wird eine größere Zahl angegeben, damit wenigstens halbwegs genug für die tatsächlich vorhandenen Flüchtlinge rumkommt. Zahlen schönen können halt nicht nur VW oder sie Arbeitslosenstatistik.

Und daß in arabischen Ländern schon mal Kohle irgendwo versickert - naja, da müssen wir nicht erst bis nach Jordanien fahren...
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 12. Oktober 2015, 12:13:34
Das meine ich auch. Mich regt nur auf, dass behauptet wird, Jordanien würde von den Flüchtlingen leben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 12. Oktober 2015, 12:28:23
Das ist natürlich dreist.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 12. Oktober 2015, 12:39:57
Da sollte man mal den deutschen Steuerzahler fragen, wofür er sein Geld lieber gegeben hätte: in den Nahen Osten, damit die Flüchtlinge dort bleiben oder an den verreckten Berliner Flughafen. Wären beides um die 4 Milliarden. Beim Flughafen natürlich nur allein für die Mittelaufstockung.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 12. Oktober 2015, 12:52:44
... beides um die 4 Milliarden. ...
Die werden in den jetzt abzureissenden Mauern gefunden werden ...

Diese Frage hat sich den "Zustaendigen" niemals gestellt.
Im Fall 1 (Syrien) haben sie die Augen, Mund und Ohren verschlossen und Fall 2 (Flughafen) ist ein Prestigeobjekt, das dem deutschen Michel aufzeigen sollte, wie gut Politiker planen und umsetzen koennen (neben Stuttgart 21 und der Elbphilharmonie).
Beides ist voellig in die Hose gegangen.

Und seit wann wird denn das Volk befragt?
Die Onkels und Tanten wurden doch gewaehlt und sind damit legitimiert Unsinn zu verzapfen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: phoenix am 12. Oktober 2015, 13:01:29
Das Politiker planen und umsetzen können ist eigentlich ein Widerspruch in sich...  :P
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 12. Oktober 2015, 13:29:29
Da sollte man mal den deutschen Steuerzahler fragen, wofür er sein Geld lieber gegeben hätte: in den Nahen Osten, damit die Flüchtlinge dort bleiben oder an den verreckten Berliner Flughafen.

Das Geld geht in den Nahen Osten mit der Auflage, daß die vorbeikommen und die Bauruine hier abholen.  :evil
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: grashopper am 12. Oktober 2015, 13:47:17
Unglaubliche Dinge passieren.... (http://www.huffingtonpost.de/2015/06/12/asyl-bewerber-nachbarn_n_7569550.html)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 12. Oktober 2015, 14:17:24
Was Australien und die USA an Flüchtlingen aufnehmen, ist bitter. Und die Null bei den Flüchtlingen kulturell nahestehenden Ländern ist ein Schlag ins Gesicht.

Die größte Last tragen Libanon und Türkei. Die sind auch kulturell nahestehend. Die Golfstaaten? Vergiß die. Die wollen shoppen und sich von ihren 80% Ausländern die Arbeit machen lassen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 12. Oktober 2015, 14:23:01
Hier muß sich niemand für irgendwas rechtfertigen, am allerwenigsten für seine Altvorderen.

Ich rechtfertige mich auch nicht. Ich fand nur die Aussage falsch, daß das alles ja so lange her sein und deshalb keine Rolle mehr spielt. Bei mir ist es gerade noch ein Generationensprung zu denen, die das noch live erlebt haben und die haben immer viel davon erzählt. Es gab aber eben auch keine Leichen im Keller.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 12. Oktober 2015, 14:50:55
Lass ihn mal. Ich finde es sehr interessant, zumal mir das Erleben aus ostdeutscher Sicht noch fremder ist als das auch nur aus Erzählungen bekannte westdeutsche.

Da gäb's noch viel mehr. Wir sind als Kinder noch durch die alten, überwucherten Laufgräben an der Oder gekrabbelt und im Garten kommt immer mal wieder ein toter Russe zum Vorschein, der zu flach verbuddelt wurde. Häufiger als deutsche Soldaten.

Ich habe einen Band mit Augenzeugenberichten aus dem Oderbruch vom Januar bis April 1945. Die Schilderungen sind interessant und gleichzeitig seltsam absurd. Die üblichen Stories von Ortsgruppenleitern, die erzählen, alles sei gut, während die Russen schon den Ort beschießen. Oder deutsche Soldaten, die sich im Weinkeller vom Herrenhaus besaufen, während oben die Russen die Räume durchsuchen.

Der Artikel ist nicht schlecht: http://storytelling.moz.de/die-russen-sind-da/
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kulle am 12. Oktober 2015, 19:41:59
Wie meinen?
Ausländer haben steuerliche Vorteile wenn sie eine Firma hier aufmachen. Die müssen anfangs keine oder wesentlich weniger Steuer bezahlen. Ist die Frist rum überträgst du die Bude auf den nächsten in der Familie oder Bekanntenkreis und die Frist fängt von vorn an.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 12. Oktober 2015, 21:20:18
Das halte ich mal für ein Gerücht. Schwer vorzustellen, was das für Ausnahmen sein sollen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 13. Oktober 2015, 20:56:53
Der "Große Kurfürst" empfängt französische Réfugiés in Potsdam am 10. November 1685
Gemälde 1885 von Hugo Vogel. Hängt in Prag im Palais Sternberg.

(http://up.picr.de/23396420bw.jpg)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kulle am 13. Oktober 2015, 21:20:44
Das halte ich mal für ein Gerücht. Schwer vorzustellen, was das für Ausnahmen sein sollen.
Das habe ich von meiner Freundin. Die arbeitet im Großhandel. Dort haben sie einige Fidschis (eher Chinesen und so) als Kunden die es genau so halten.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 13. Oktober 2015, 21:39:59
Das habe ich von meiner Freundin. Die arbeitet im Großhandel. Dort haben sie einige Fidschis (eher Chinesen und so) als Kunden die es genau so halten.

Ich kann mir eher vorstellen, daß die Quatsch erzählen oder aus Unwissenheit mit der Steuer tricksen. Es gibt ja viele Leute, die meinen, daß man z.B. als Gründer oder Kleingewerbetreibender Rabatt bekommt. Oder daß diese Bekannte einfach keine Ahnung hat.

Der Begriff "Fidschis" kommt irgendwo gleich nach "Nigger" und "Kanacken". Man kann ruhig Vietnamesen sagen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 13. Oktober 2015, 21:44:58
Aber die Vietnamesen kommen doch gar nicht von den Fidschi-Inseln.   :.) :P
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kulle am 13. Oktober 2015, 22:01:05
Ich kann mir eher vorstellen, daß die Quatsch erzählen oder aus Unwissenheit mit der Steuer tricksen. ....
Kann ich nichts entgegenhalten.
....Der Begriff "Fidschis" kommt irgendwo gleich nach "Nigger" und "Kanacken". Man kann ruhig Vietnamesen sagen.
Wir haben hier ein paar "Asia Großmärkte". Ich kann diese Schlitzaugen kaum unterscheiden. Hier im Osten ist dafür "Fidschi" der Begriff. Ich werde auch weiter Neger und Zigeuner sagen wenn ich entsprechende Menschengruppe nennen will. Oder sind das nun Negerinnen und Zigeunerinnen?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 13. Oktober 2015, 22:26:35
Ich kann diese Schlitzaugen kaum unterscheiden. Hier im Osten ist dafür "Fidschi" der Begriff. Ich werde auch weiter Neger und Zigeuner sagen wenn ich entsprechende Menschengruppe nennen will. Oder sind das nun Negerinnen und Zigeunerinnen?

Es gibt auch im Osten nicht nur rassistische Vollpfosten.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 14. Oktober 2015, 00:06:04
Es gibt auch im Osten nicht nur rassistische Vollpfosten.

Ironie on:
Stimmt. "Wir" sagen manchmal lieber Kanacken.
Ironie off

Wenn man Asiaten nicht auseinanderhalten kann, könnte man auch Asiaten sagen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 14. Oktober 2015, 00:35:36
Ironie on:
Stimmt. "Wir" sagen manchmal lieber Kanacken.
Ironie off

Muß man alles nicht sagen.

Zitat
Wenn man Asiaten nicht auseinanderhalten kann, könnte man auch Asiaten sagen.

Eben, zumal jeder weiß, daß es meist Vietnamesen sind und wenn nicht, kann man sie sogar fragen, wo sie herkommen. "Fidschis" ist einfach abwertend und außerdem noch dumm, weil sie mit Polynesiern gar nichts zu tun haben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 14. Oktober 2015, 01:20:16
der kleine Rassist ist halt immer und überall.
Manchmal guckt er ums Eck, wenn man gar nicht damit rechnet.

Letztens hab ich Maß genommen, als ein guter Bekannter meinte:
Ich bin ja kein Rassist, aber ich mag meine Tochter gar nicht mehr allein in der Großstadt wohnen lassen.

Nu mault er mit mir, kann ich auch nicht ändern.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 14. Oktober 2015, 01:30:03
es geht doch
http://www.spiegel.de/panorama/luechow-im-wendland-wie-eine-kleinstadt-die-fluechtlingskrise-meistert-a-1057348.html

und hier schreibt ein Bundesrichter, was er von einigen Politikern und Dummschwätzern hält
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-10/fluechtlinge-fischer-im-recht

Der Satz gefällt mir besonders gut:
"Das Erbärmlichste, was uns Politiker zurzeit liefern – ob mit oder gegen ihre Überzeugung – ist die Reaktivierung von nationalistischen Dummheiten und einer Kultur der Abschottung, die angeblich dem "Interesse der Menschen" entspricht. "S.6
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: grashopper am 14. Oktober 2015, 07:03:45
So isses hier:
http://www.heute.de/in-mainz-sind-fluechtlinge-willkommen-und-ehrenamtliche-stehen-schlange-39047952.html

Ich kenne es auch nicht anders. Das Multikulturelle ist Standard bei uns.

Wenn ich mal abends nach der Arbeit noch einkaufen fahre, sind außer mir nur wenige Deutsche im Laden. Geht alles geschmeidig ab.

In manchen Discountern stehen Securities, aber das schon seit Jahren, weil es dort schon einige Vorfälle gab.
Nicht von ausländischen Mitbürgern verursacht, sondern von rumpöbelnden Deutschen. Vor denen habe ich mehr Angst.
Und damit sind nicht die Obdachlosen gemeint, die sich sowieso am Abend irgendwo verkriechen.

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 14. Oktober 2015, 08:20:55
Wenn man Asiaten nicht auseinanderhalten kann, könnte man auch Asiaten sagen.

Das wäre dann ja nicht abwertend. Wo kämen wir denn hin, wenn die deutsche Herrenrasse den Asiaten und den Negern auf gleicher Augenhöhe begegnete?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 14. Oktober 2015, 13:13:53
und hier schreibt ein Bundesrichter, was er von einigen Politikern und Dummschwätzern hält

Ich hab nur nicht begriffen, was er (mir) damit wirklich sagen will. Wie immer, wenn jemand das Wort "wir" meint benutzen zu müssen, wenn er über irgendwas schwadroniert, habe ich erhebliche Probleme damit, mich angesprochen zu fühlen. Und zu verstehen, was denn eigentlich wirklich gemeint ist. Man kann jetzt natürlich darüber räsonnieren, daß der Herr Fischer dieses Wort "wir" in seinem Text immer schön umschifft und (fast) nie ausspricht. Aber der Mann ist Jurist, Richter am BGH sogar; er weiß also, wie man etwas sagt, ohne es auszusprechen.

Das hier ist mir besonders aufgefallen:

Die Grenzen

Die "Grenze der Kapazität" ist in aller Munde. Sie ist aber, so scheint mir, bislang nur die Grenze, bei deren Überschreiten sich an unserem eigenen Leben etwas ändern könnte. Das hat mit "Kapazität" nichts zu tun und auch nichts mit "Möglichkeit", sondern mit der Definition von Selbst und Fremd, Innen und Außen


Das ist genau der casus knacktus, und da ist er dann endlich beim "wir", das sich der Herr Richter am BGH so sehr verkniffen hat.

Die Grenze der Kapazität ist in der Tat in sozialadäquater Form noch zu definieren. Im Extremfall endet sie dort, wo wir, d.h. die bereits in Deutschland beheimateten Menschen, wegen der Flüchtlinge selbst nichts mehr zu fressen und kein Dach mehr überm Kopf haben. Alles, was früher kommt, ist nicht die Grenze der Kapazität, sondern die Grenze der Veränderung und Unbequemlichkeit, die man ob des Flüchtlingsstromes zu akzeptieren bereit ist. Und hier sage ich ganz bewußt nicht "wir", obwohl "wir" mit solchen Aussagen auf Eingriffe in unsere Art zu leben, den Rechtsstaat, wie wir ihn kennen und vieles andere mehr vorbereitet werden sollen.

"Wir" werden durch die aktuellen Geschehnisse mit einiger Sicherheit keine erfreulichen Veränderungen in unserem Leben erfahren. Klar, es wird ein paar syrische Spezialitätenrestaurants geben und ein paar mehr orientalische Gemüseläden. Aber für die Finanzierung des ganzen Spaßes wird sicherlich nicht der Herr Ri. a. BGH mit seinen Bezügen oder seiner Pension herhalten müssen, und wenn, wird es ihn in einem deutlich verschmerzbareren Umfang treffen als denjenigen, der mit seinem Job gerade mal eben zu viel verdient, um AlG2-Aufstocker sein zu dürfen und der (berechtigte?) Angst hat, daß ihm sein Job demnächst von einem Flüchtling weggenommen wird, der ob seiner eigenen Not für noch weniger Lohn arbeiten muß. "Wir" werden uns mit Sicherheit auch nicht die 4 Milliarden Mehrkosten für die Flughafentotgeburt BER schenken, um damit die Flüchtlinge zu finanzieren, obwohl das locker möglich wäre.

Mit solchen zynischen Artikeln wie dem des Herrn Fischer werden diejenigen unter uns verhöhnt, die den ganzen Spaß wirklich aufs Auge gedrückt bekommen und ausbaden dürfen. Und der Herr Fischer mit seiner Pension und seiner Villa im Speckgürtel von Karlsruhe wird das wahrscheinlich nicht sein; genausowenig wie diejenigen, die an BER und anderen toten Großprojekten verdienen.

Hier werden ernstzunehmende Bedenken und Ängste vieler Menschen erst ignoriert und solchen Typen wie Sarrazin und Pegida überlassen. Und wenn sich diese Menschen dann in ihren Ängsten wirklich solchen Typen zuwenden, weil sie von der Politik und Menschen wie dem Herrn Fischer alleingelassen werden und nicht wissen, wohin sonst, dann werden sie von ebendiesen noch als dumm, Nazis oder sonstwas verhöhnt und beschimpft. Womit Pegida & Co. nur noch mehr Menschen in die Fänge getrieben werden. Aber so was sieht man im Elfenbeinturm namens BGH anscheinend nicht mehr. Die Politik und Leute wie Fischer machen die Menschen erst zu Pegida-Anhängern und Nazis.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 14. Oktober 2015, 14:41:41
 Zuwanderung als Wirtschaftstreiber: Deutsche Bank lobt Merkels Flüchtlingspolitik (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/fluechtlinge-deutsche-bank-chefvolkswirt-lobt-angela-merkel-a-1057747.html)

"Deutschland hält die Chance in den Händen, seinen Ruf als globales wirtschaftliches 'Powerhaus' zu festigen und kann längerfristig wieder zu dem wissenschaftlichen und kulturellen Zentrum werden, das es einmal war."

Also naja. Ob die jetzt kommenden Flüchtlinge wirklich dabei helfen, möchte ich mal bezweifeln. Ich weiß nicht. Dazu müßte man die Einwanderung steuern. Da erwarte ich schon eher was von den mittlerweile etlichen tausend Israelis, die nach Berlin gekommen sind - aber auch nur dahin. Die sind gut ausgebildet und in der Start-up-Szene aktiv.

"Wenn sich nichts ändert, erwartet uns eine Zukunft mit weniger Arbeitskräften und mickrigen Wachstumsraten. Die Älteren werden an politischer Macht und Einfluss gewinnen. Deutschland wird zu einem statischen, risikoscheuen und in sich gekehrten Land. Besitzstände zu wahren wird wichtiger sein, als Neues zu schaffen."

Damit hat er zweifelsohne Recht und deshalb kann ich der Zuwanderung von insbesondere jungen Menschen auch dann was Positives abgewinnen, wenn die nicht alle best-ausgebildet sind.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 17. Oktober 2015, 12:24:41
Trümper schmeißt hin (http://www.welt.de/politik/deutschland/article147704582/Mir-wurde-nahegelegt-meine-Meinung-nicht-zu-sagen.html?wtrid=newsletter.wasdieweltbewegt.newsteaser...meistgelesen)

Zitat
Vielleicht ist es so, weil Linke und Grüne immer wieder behaupten, derjenige, der immer wieder auf die Probleme hinweise, spiele den Rechten in die Hände.

Meiner Ansicht nach ist das falsch. Im Gegenteil: Wenn man das Thema verschweigt oder behauptet, wir können alle aufnehmen, dann treibt man die Menschen auf die Straße und in die Arme der Rechten.

Mein Reden. Der Mann spricht mir aus der Seele.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 18. Oktober 2015, 01:29:57
hinwerfen ist einfach.
Der Mahner gibt es viele.
Was ich vermisse, sind die Handlungsalternativen.
Dieses " es sind zu viele", "das schaffen wir nicht", "wo sollen wir mit den Leuten hin?"
oder noch besser
"wir werden überfremdet", "die Kriminalität steigt", "wer soll das bezahlen?"
hilft doch nicht weiter.
Wenn Kassadra ihr dräuendes Haupt erhebt, der Pegida-Seele Innerstes erbebt.

Dabei ist es von der Ausgangssituation gans einfach: Entweder schaffen wir es, die Bürgerkriegsflüchtlinge zu integrieren, mit allen Mitteln und Ressourcen, die wir als reiches Land haben, oder dieses Land wird so dermaßen tief gespalten, dass es keinen Spass mehr machen wird, hier zu leben. Dazu eine gesteuerte Einwanderung und eine Außenwirtschaftspolitik, die ihren Namen endlich verdient.

Der Angriff auf eine frau, parteilos, die lediglich ihren Job macht, zeigt die ganze Ignoranz dieser selbstgerechten Weltverbesserer.

Um es mal auf den Punkt zu bringen:
Anzahl der durch Islamisten in schland getöteten Bürger: Null
Anzahl der hier lebenden Bürger, die durch fremdenfeindliche Attacken getötet oder verletzt wurden. Tausende
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 18. Oktober 2015, 03:48:28
Dieses " es sind zu viele", "das schaffen wir nicht", "wo sollen wir mit den Leuten hin?"
oder noch besser
"wir werden überfremdet", "die Kriminalität steigt", "wer soll das bezahlen?"
hilft doch nicht weiter.

Genau darum geht's aber. Die Belastung für die Sozialsysteme, kulturelle Anpassung, Kosten. Und mehr Kriminalität, wenn es nicht gelingt. Es hilft doch nicht, diese Dinge auszublenden, nur weil dann die Welt netter aussieht. Im Gegenteil, man muß die dazu explizit ansprechen. Sonst werden sie ignoriert und der Boomerang kommt irgendwann zurück.

Zitat
Dabei ist es von der Ausgangssituation gans einfach: Entweder schaffen wir es, die Bürgerkriegsflüchtlinge zu integrieren, mit allen Mitteln und Ressourcen, die wir als reiches Land haben,...

Wollen sie denn integriert werden? Und wenn ja, wieviele? Und das heißt: zu unseren Bedingungen. Also Integration in ein Land mit westlich-abendländischem Wertesystem, das man dann annehmen muß. Die ehrliche Antwort lautet: nein, ein bedeutender Teil will das nicht. Oder er hat eine andere Vorstellung von Integration. Er hat gar nicht auf dem Schirm, daß man hier ein anderes Leben führen muß als in Syrien und daß der clash of cultures in weiten Teilen nicht verhandelbar ist, sondern man sich einfach unterordnen muß. Und genau da muß der gemeine Gutmensch eben auch eine Antwort finden. Flüchtlinge und Einwanderung ja, aber nur, wenn man ebenso rigoros mit denen verfährt, die die Bedingungen nicht akzeptieren. Kann der Gutmensch sich damit anfreunden? Wenn nein, welche Alternative kann er nennen? Oder bestreitet er einfach, daß es diese Problematik gibt?

Die Frage wäre auch noch, ob man Bürgerkriegsflüchtlinge integrieren muß oder ob man ihnen nur so lange Zuflucht biete, bis sie zurück können. Dann müßte man auch nicht so hohe Anforderungen an die Integrationsbereitschaft stellen.

Natürlich: je länger es dauert, desto mehr muß man integrieren, aber mit Mitteln und Ressourcen kann man nicht alle Probleme lösen. Wie vermeidet man mit "Mitteln und Ressourcen", daß es wieder eine Einwanderer gibt, die 30 Jahre lang kein Deutsch lernen? An irgendeinem Punkt ist man mit seinem Latein am Ende. Und wenn da eine Mio auf einmal kommt, ist das Problem noch viel gravierender. Das sind so viele, daß die auf längere Zeit nur unter sich bleiben. Da bildet sich eine vom Sozialsystem finanzierte Parallelwelt. Wie vermeidet man das? Oder macht man es wie im 19. Jh in den USA, daß man den Leuten einen Landstrich überläßt und sagt: "baut Farmen, bestellt das Land, ernährt euch dort von eurer Hände Arbeit oder verhungert."

Zitat
...oder dieses Land wird so dermaßen tief gespalten, dass es keinen Spass mehr machen wird, hier zu leben.

Deshalb gibt's ja den Ärger, weil das befürchtet wird. Der ist natürlich in Teilen irrational, aber mit "wir sind reich und schaffen das" ist es nicht getan. Dazu muß man nur nach Dortmund schauen. Und es braucht dazu immer zwei.

Zitat
Dazu eine gesteuerte Einwanderung und eine Außenwirtschaftspolitik, die ihren Namen endlich verdient.

Und das heißt? Mir schwant, daß da gleich wieder die Ursache aller Probleme der Welt in der deutschen Politik gesucht werden.

Zitat
Anzahl der durch Islamisten in schland getöteten Bürger: Null
Anzahl der hier lebenden Bürger, die durch fremdenfeindliche Attacken getötet oder verletzt wurden. Tausende

Das ist ein etwas schiefer Vergleich. Du vergleichst "getötet" mit "verletzt oder getötet"?

Und mach es dir nicht zu einfach. Nicht nur Islamisten töten. Die Fälle von Messerstechereien mit Migrationshintergrund sind nun mal auch nicht selten und da gibt es auch Tote: Todesfall Jonny K. (https://de.wikipedia.org/wiki/Todesfall_Jonny_K.)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 18. Oktober 2015, 20:19:01
hinwerfen ist einfach.

Der hat sich das mit Sicherheit nicht einfach gemacht. Der hat mal eben seine ganze politische Karriere hingeschmissen.

Zitat
Was ich vermisse, sind die Handlungsalternativen.

Nur, weil die gleichgeschalteten Mainstreammedien darüber nicht berichten, bedeutet das nicht, daß es die nicht gibt.

Zitat
"wo sollen wir mit den Leuten hin?"

Und wo sollen "wir" Deiner Meinung nach mit den Leuten hin? Wie viele hast Du denn schon bei Dir zuhause aufgenommen? Da kannst Du jeden Tag gleich nach Feierabend mit dem Integrieren anfangen. Ich würde so was ja mit Schweinshaxe beginnen. Jeden Abend.  8)

Zitat
"wer soll das bezahlen?"

Ja, wer? Und wovon? Das ist eine immens wichtige Frage in dem Zusammenhang. Wird mal eben BER gestrichen, um das mit den dann freiwerdenden Mitteln zu wuppen? Oder dürfen "wir" das wieder mal bezahlen?

Zitat
Wenn Kassadra ihr dräuendes Haupt erhebt, der Pegida-Seele Innerstes erbebt.

Schlecht gereimt und falsch noch dazu. Du hast das, was der Trümper gesagt hast, einfach nicht verstanden oder willst es nicht verstehen.

Zitat
Dabei ist es von der Ausgangssituation gans einfach: Entweder schaffen wir es, die Bürgerkriegsflüchtlinge zu integrieren

Und was ist mit allen anderen, die hier reinströmen? Es sind ja nicht nur die paar tausend (echte) Syrer.

Zitat
mit allen Mitteln und Ressourcen, die wir als reiches Land haben

Wir? Ich bin nicht reich. Ich habe weder Mittel noch Ressourcen.

Zitat
oder dieses Land wird so dermaßen tief gespalten, dass es keinen Spass mehr machen wird, hier zu leben.

Das tut es doch jetzt schon nicht mehr.

Zitat
Dazu eine gesteuerte Einwanderung und eine Außenwirtschaftspolitik, die ihren Namen endlich verdient.

Ah! Das ist der erste vernünftige Satz, den ich in Deinem Beitrag lese.

Zitat
Der Angriff auf eine frau, parteilos

Die war Asylbewerberin?  :o

Zitat
die lediglich ihren Job macht

Nanana! Ein Straßenbahnfahrer macht lediglich seinen Job. Die Frau will Oberbürgermeisterin einer Großstadt werden. Das ist ein hochkarätiges politisches Amt und nicht "lediglich ein Job".

Zitat
zeigt die ganze Ignoranz dieser selbstgerechten Weltverbesserer.

Schön, daß wenigstens Du kein bißchen selbstgerecht bist. Und wie Du auf die Idee kommst, einen durchgeknallten Nazi als Weltverbesserer zu bezeichnen, mußt Du mir auch mal erklären.

Zitat
Anzahl der durch Islamisten in schland getöteten Bürger: Null

Das kommt schon noch. Oder glaubst Du, das passiert nur in Paris in den Redaktionen von Satirezeitschriften? Nur Geduld, wir werden das hier früh genug erleben.

Zitat
Anzahl der hier lebenden Bürger, die durch fremdenfeindliche Attacken getötet oder verletzt wurden. Tausende

Tausende? Leider wahr. Zwischen 1933 und 1945, wenn ich es recht auf dem Schirm habe. Wenn Du der Meinung sein solltest, seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland seien hier "tausende" Menschen durch fremdenfeindliche Attacken getötet worden, würde ich Dich bitten, das ein wenig auszuführen. Ich fürchte nämlich, daß ich dann da irgendwas Grundlegendes verpaßt habe.

Hab ich was vergessen? Ach ja, die steigende Kriminalität. Naja, auf die kommt es auch nicht mehr an. Wenn ich die Sitzungsaushänge der hiesigen Strafgerichte lese, stehen da auch jetzt schon nicht mehr viele deutsche Namen. Aber ich denke nicht, daß es prozentual mehr ausländische Straftäter gegen wird, jedenfalls nicht signifikant mehr. Es wird auch unter den Deutschen mehr Verlierer geben. Die Kriminalität insgesamt wird zunehmen. Und unterm Strich isses ja auch egal, ob mir ein Einheimischer oder ein Zugereister ein Messer an die Kehle hält, um mir meine Brieftasche abzunehmen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 18. Oktober 2015, 20:43:38
Genau darum geht's aber. Die Belastung für die Sozialsysteme, kulturelle Anpassung, Kosten. Und mehr Kriminalität, wenn es nicht gelingt. Es hilft doch nicht, diese Dinge auszublenden, nur weil dann die Welt netter aussieht. Im Gegenteil, man muß die dazu explizit ansprechen. Sonst werden sie ignoriert und der Boomerang kommt irgendwann zurück.

Amen.

Zitat
Wollen sie denn integriert werden? Und wenn ja, wieviele? Und das heißt: zu unseren Bedingungen. Also Integration in ein Land mit westlich-abendländischem Wertesystem, das man dann annehmen muß.

Eine sehr wichtige Frage.

Zitat
Und genau da muß der gemeine Gutmensch eben auch eine Antwort finden.

 :.) 8)

Zitat
Flüchtlinge und Einwanderung ja, aber nur, wenn man ebenso rigoros mit denen verfährt, die die Bedingungen nicht akzeptieren. Kann der Gutmensch sich damit anfreunden? Wenn nein, welche Alternative kann er nennen? Oder bestreitet er einfach, daß es diese Problematik gibt?

Leider schmollt unser Forengutmensch noch, weshalb wir auf diese Frage auf absehbare Zeit keine Antwort erhalten werden.  :.)

Zitat
Die Frage wäre auch noch, ob man Bürgerkriegsflüchtlinge integrieren muß oder ob man ihnen nur so lange Zuflucht biete, bis sie zurück können. Dann müßte man auch nicht so hohe Anforderungen an die Integrationsbereitschaft stellen.

Das wäre eine Möglichkeit.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 18. Oktober 2015, 21:02:01
Schweden vor dem Kollaps (http://www.gatestoneinstitute.org/6697/sweden-collapse)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 18. Oktober 2015, 22:40:12
Unsere syrische Zahnärztin hat sich über einen arabischen Fernsehbericht aus Good Old Germany schlapp gelacht, in dem ein sehr dunkelhäutiger Mann von unserer Bundeskanzlerin gefragt wurde, woher denn komme: "Syrien". Nach diversem weiteren belanglosen Small Talk kam die Frage: "Von wo denn da?" "Ho... Ho ... Homs." Nouran hat sich weggeworfen vor Lachen. Schwarz aus Syrien - eher nicht. Und mehr als Homs fiel dem Kollegen nicht ein.
Aber versuchen kann mann es ja, mit Mutti geht das.
Nee, mal im Ernst, da sind Trittbrettfahrer unterwegs, die aber mal ganz schnell aussortiert gehören. Die deutsche Bürokratie scheitert an sich selbst.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 19. Oktober 2015, 00:38:41
Leider schmollt unser Forengutmensch noch, weshalb wir auf diese Frage auf absehbare Zeit keine Antwort erhalten werden.  :.)

Das war gar nicht so sehr auf ihn gemünzt. Ich finde ja auch, daß man nicht von vornherein alles negativ sehen sollte, aber man muß die Probleme schon benennen. Durch Ignoreren lösen die sich nicht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 19. Oktober 2015, 00:41:05
Nee, mal im Ernst, da sind Trittbrettfahrer unterwegs, die aber mal ganz schnell aussortiert gehören. Die deutsche Bürokratie scheitert an sich selbst.

Kann man denn zweifelsfrei feststellen, ob einer Syrer ist? Oder sollte man alle ablehnen, die ohne Papiere kommen? Die syrische Botschaft wird ja nicht unbedingt kooperieren.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 19. Oktober 2015, 08:04:38
Kann man denn zweifelsfrei feststellen, ob einer Syrer ist?

Man kann es zumindest ziemlich eng eingrenzen. Meine letzten persönlichen Erfahrungen mit Asylanträgen betrafen afghanische Asylbewerber. Da waren die Jungs in Zirndorf total up to date und in enger Kooperation mit dem auswärtigen Amt. Die kannten den Stadtplan von Kabul besser als den von ihrer eigenen Heimatstadt. Oft genügt es ja, ein oder zwei Fragen nach der näheren Umgebung des Ortes zu stellen, aus dem der Asylberwerber behauptet, zu stammen. Die wenigsten sind darauf gefaßt, präzise Fragen nach ihrer unmittelbaren Nachbarschaft gestellt zu bekommen.

Zitat
Oder sollte man alle ablehnen, die ohne Papiere kommen?

Denen sollte jedenfalls genauer auf den Zahn gefühlt werden. Die Anzahl der angeblichen Syrer scheint jedenfalls inflationär anzusteigen.

Ich finde ja auch, daß man nicht von vornherein alles negativ sehen sollte

Das tu ich auch nicht.

Zitat
aber man muß die Probleme schon benennen. Durch Ignoreren lösen die sich nicht.

Genau so ist es.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 19. Oktober 2015, 12:03:18
Kann man denn zweifelsfrei feststellen, ob einer Syrer ist? Oder sollte man alle ablehnen, die ohne Papiere kommen? Die syrische Botschaft wird ja nicht unbedingt kooperieren.
Das grosse Problem ist, dass viele Fluechtlinge ueberhaupt keine Paesse haben. Brauchten sie auch nicht, da an Ausreise nicht zu denken war. Nur die, die geschaeftlich unterwegs sind, sowie die, die es sich leisten konnten, haben einen Pass beantragt.
Wie jede Sprache hat auch Arabisch seine regionalen Unterschiede. Syrisches Arabisch hat andere Woerter und Redewendungen als z.B. das aegyptische Arabisch. Mit gescheiten Dolmetschern sollte sich das recht einfach herausfinden lassen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 19. Oktober 2015, 12:55:13
Das größte Interesse an der Aussiebung "falscher" Syrer müssten die echten Syrer haben. Ich bin immer noch stark dafür, dass Syrer zur Unterstützung bei der Befragung neuer Ankömmlinge herangezogen werden. Ein Deutscher würde sofort Schweizer und Österreicher erkennen.

Und man mag ja von der Linken halten, was man will, aber die Anregung, dass die Rüstungsindustrie für Unterbringung und Kosten aufkommt, hat was Bestechendes. Wird nur leider nicht passieren.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 19. Oktober 2015, 13:19:49
Das größte Interesse an der Aussiebung "falscher" Syrer müssten die echten Syrer haben. Ich bin immer noch stark dafür, dass Syrer zur Unterstützung bei der Befragung neuer Ankömmlinge herangezogen werden. Ein Deutscher würde sofort Schweizer und Österreicher erkennen.

Da ist was dran.

Zitat
Und man mag ja von der Linken halten, was man will, aber die Anregung, dass die Rüstungsindustrie für Unterbringung und Kosten aufkommt, hat was Bestechendes. Wird nur leider nicht passieren.

Da ist auch was dran. Nur wird es leider nicht passieren.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 19. Oktober 2015, 13:58:42
"wer soll das bezahlen?"

http://www.welt.de/wirtschaft/article147740981/Beamte-sollen-wegen-Fluechtlingen-laenger-arbeiten.html?wtrid=newsletter.wasdieweltbewegt.newsteaser...aufmacher

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article147708655/Was-uns-die-Fluechtlinge-in-Deutschland-wert-sind.html?wtrid=newsletter.wasdieweltbewegt.newsteaser...dreier-block

http://www.welt.de/wirtschaft/article147697183/Kosten-von-bis-zu-30-Milliarden-Euro-jedes-Jahr.html

http://www.welt.de/wirtschaft/article147622502/Sozialexperte-erwartet-massive-Steuererhoehungen.html?wtrid=newsletter.wasdieweltbewegt.newsteaser...dreier-block

Nirgendwo steht da der Vorschlag, die Rüstungsindustrie zur Kasse zu bitten, die eigentlich für BER gedachte Kohle (ich frag mich, wo Marple die ganzen tollen Ideen her hat) für die Flüchtlinge zu verwenden oder sonst etwas interessantes. Also werden "wir" das alles bezahlen. Auch Du.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 19. Oktober 2015, 14:13:38
Und man mag ja von der Linken halten, was man will, aber die Anregung, dass die Rüstungsindustrie für Unterbringung und Kosten aufkommt, hat was Bestechendes. Wird nur leider nicht passieren.

Da müßte man sich auch an Russen und Chinesen wenden. Ich kann's nicht mehr hören, daß wir da für den Krieg verantwortlich sind. Der wird größtenteils mit russischen Waffen geführt. Assads Luftwaffe fliegt nicht mit F16 oder Eurofightern, sondern mit Suchoj und MIG und Kalaschnikoffs aus russischer oder Lizenproduktion sind in allen Krisenherden der Welt anzutreffen.

Assads Panzer sind russische T-55, T-62, T-72  und ebenfalls russische BMPs. Da fahren keine Leoparden rum.

Die Rechnung also bitte nach Moskau schicken.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 19. Oktober 2015, 14:20:04
Da müßte man sich auch an Russen und Chinesen wenden.

Na klar. An alle, die mit dem Verkauf von Waffen Kohle machen.

Edit: Vielleicht kann man ja auch Toyota zu einer großzügigen Spende bewegen. Daß der IS bevorzugt Pick-Ups von Toyota fährt, ist ja nicht unbemerkt geblieben.  :evil
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 19. Oktober 2015, 16:39:29
Da müßte man sich auch an Russen und Chinesen wenden. Ich kann's nicht mehr hören, daß wir da für den Krieg verantwortlich sind.

Für mich ist die Rüstungsindustrie international. Die verdienen ja auch weltweit. Ich schrieb nichts von DEUTSCHER Rüstungsindustrie.

Davon abgesehen, kommen ja nicht nur Syrer. Was meinst du, wo "unsere" Waffen hingehen? Leoparden verteilen Gulaschkanonen?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 19. Oktober 2015, 16:45:45
ich frag mich, wo Marple die ganzen tollen Ideen her hat

Ich hätt noch mehr. Ich bin aber nicht Kanzlerin.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 19. Oktober 2015, 17:24:52
Ich bin aber nicht Kanzlerin.
Noch nicht!?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: schnorchel am 19. Oktober 2015, 18:36:39
Ich hätt noch mehr.

Her mit den Ideen! Ich fände das toll, wenn dieser Thread mehr als nur Links und Kommentare Unbeteiligter hervorbringt. Die Kanzlerin kann natürlich nicht alles organisieren, aber die Richtung vorgeben (sie hat die Richtlinienkompetenz, wie das so schön heißt) und im Rahmen ihrer Möglichkeiten flankieren. Das hat sie getan (nachdem sie leider erst wieder aufs Schlachtfeld getragen werden mußte) und tut es nun erstaunlicherweise weiter.

Ich finde es richtig und wichtig, daß auch Bedenken vorgebracht und einbezogen werden, aber mir geht die öffentliche Diskussion derzeit zu sehr in Richtung Bedenkenträger und Augenverschließen und zu wenig in Überlegen, was zu tun ist, damit die Sache akzeptabel bewältigt werden kann.

Ich sehe das wie Merkel (oder interpretiere es in ihre Erklärung hinein), daß Deutschland an sich so viel Power, Einfallsreichtum und Fähigkeiten hat, daß es die Aufgabe bewältigen kann. Ob das nun heißt, daß alle Flüchtlinge integriert werden, oder ob eine jährliche Obergrenze zu welchen Bedingungen gesetzt wird, und welche Bevölkerungsgruppen im Zuge dessen ebenfalls endlich mal berücksichtigt werden, wird sich zeigen. Aber bitteschön in Lösungen denken, nicht in Schwarzseherei verfallen, noch bevor alles versucht wurde.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 19. Oktober 2015, 20:03:56
Nehmen wir das Thema Arbeit:

Wenn jetzt hier bei mir jemand anklopft und fragt, ob ich Arbeit für ihn hätte, könnte ich theoretisch JA sagen, weil ich ihn dann mit paar Montagearbeiten loshetzen würde.
Praktisch muss ich NEIN sagen, weil es Schwarzarbeit wäre, da ich keine Stelle, auch nicht auf 400 Euro-Basis, schaffen kann und will.

Die anerkannten Flüchtlinge könnten so etwas wie einen freien Kleingewerbeschein bekommen, damit sie eben solche vielfältigen Dienste erbringen und dafür Rechnungen schreiben können. Ihnen Steuerhilfe zu geben, dürfte kostengünstiger sein als Vollallimentierung.

Ich hab da so ein Bild vor Augen aus irgendwelchen Amifilmen, wo es Standplätze gibt, wo du bei Bedarf morgens ranfährst und dir Helfer holst. Wenn das alles mit dem Mindestlohn vereinbar bleibt und steuerlich rechtmäßig, wäre das eine gute Sache für mich.

Eine Weile hatte ich das bei Studenten, aber die prügeln sich eher um Bürojobs oder was im Warmen. Mehr als einmal wollten sie die Arbeit, die auch ich mache, nicht annehmen. Zu "anstrengend". Und das waren alles grundsätzlich immer Männer.  8)

Mit Kleingewerbescheinen könnten auch traditionelle Handwerksgeschichten eventuell wieder reanimiert werden: "echte" Schuster, bezahlbare Schneider, Scherenschleifer, Töpfer abseits vom Sich-selbst-Findungspreis gelangweilter Mittelstandsdamen, was weiss ich, was alles an Fähigkeiten in den Leuten stecken, wenn sie es für Geld ausüben dürfen.

OHNE elendiglanges bürokratisches Hickhack.

Sollte das Neid bei "unseren" Arbeitslosen hervorrufen, sollten sie das natürlich auch dürfen. Ich hab selber immer wieder Ideen, was ich noch so nebenbei herstellen und verklickern könnte, wenn ich denn unbürokratisch dürfte.

Mir fehlen bunte Märkte, wo man alles mögliche findet und Handwerkern noch beim Arbeiten zusieht. In Bulgarien gibt es das natürlich noch. (Hier in Berlin gibts paar Wochenmärkte, die ziemlich oberpreisig sind. Alles Bio oder was?! Und alles hier Selbstgemachte ist gleich "Kunst".)


in armen Ländern kramt jeder seine Fähigkeiten raus, um etwas z verdienen, da es kein Arbeitslosengeld gibt. Omas hängen Selbstgesticktes und -gehäkeltes raus - und werden es los. Zum Beispiel an solche, wie mich. Jeder, der handwerken kann, tut es.


Natürlich schwarz. Dafür müsste hier eine einfache Lösung her - zum Beispiel, dass du einen bestimmten Satz hast, den du jeden Monat für dein Gewerbe abführen musst und dann kannst du dir die Steuerschreiberei sparen.


(Oh, wie würde ich das lieben)




Momentan sieht es aber so aus, dass eher kaum ein Flüchtling Chancen auf einen Arbeitsplatz hat, weil keiner weiss, wie lange er überhaupt da ist und an welchem Ort, ob er abgeschoben oder geduldet wird. Und weil er für eine Festanstellung ziemlich gut Deutsch können muss.


Also Vollallimentierung (durch Steuergelder) statt Steuereinnahmen durch Gewerbegesetz-Öffnung.

 

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 19. Oktober 2015, 20:40:41
Ich fände das toll, wenn dieser Thread mehr als nur Links und Kommentare Unbeteiligter hervorbringt.

Du hast ja Recht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 19. Oktober 2015, 21:40:26
was zb ersatzlos gestrichen gehört, ist, dass wer essen offen verkauft eine bis zur decke gefließte personaltoilette vorweisen muß. (muss in bestimmter max.-entfernung sein.) daher imbisse nur an baumärkten oder einkaufszentren, wo eh schon jede menge bistros sind.

mobilen zweirad / kfz reparaturdienst.

internetseite mit handwerker-markt , alle angebote in ? 5 verschiedenen sprachen.


Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: phoenix am 19. Oktober 2015, 22:25:05
was zb ersatzlos gestrichen gehört, ist, dass wer essen offen verkauft eine bis zur decke gefließte personaltoilette vorweisen muß. (muss in bestimmter max.-entfernung sein.) daher imbisse nur an baumärkten oder einkaufszentren, wo eh schon jede menge bistros sind.

mobilen zweirad / kfz reparaturdienst.

internetseite mit handwerker-markt , alle angebote in ? 5 verschiedenen sprachen.

Schön und gut, aber das löst das Problem mit den integrationsunwilligen Flüchtlingen nicht.
Für den Umgang mit diesen Menschen brauchen wir eine halbwegs brauchbare und praktikable Lösung.

Letztendlich führt an einer irgendeiner Art der Registrierung/Verwaltung der Flüchtline in ganz Europa kein Weg vorbei. Das ich das mal sagen würde, hätte ich auch nicht geglaubt, als Gegner der VDS. Das ist ein zadministrativ und  logistisches Problem. Die Kommunen schreien doch jetzt schon Alarm. :P

Und jeder der sich in unsere Kultur eingliedert, gerne. Arbeit soll sich lohnen auch für Immigranten und integrationswillige Flüchtlinge.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 19. Oktober 2015, 22:29:48
Für mich ist die Rüstungsindustrie international. Die verdienen ja auch weltweit. Ich schrieb nichts von DEUTSCHER Rüstungsindustrie.

So kommt's aber immer rüber.

Zitat
Davon abgesehen, kommen ja nicht nur Syrer. Was meinst du, wo "unsere" Waffen hingehen? Leoparden verteilen Gulaschkanonen?

Welche kommen denn aus Kriegsgebieten, in denen mit deutschen Waffen gekämpft wird?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 19. Oktober 2015, 22:34:50
Aber bitteschön in Lösungen denken, nicht in Schwarzseherei verfallen, noch bevor alles versucht wurde.

Wenn zum Großteil Menschen mit unzureichender Bildung und schlechter Prognose kommen, hat man zwei Möglichkeiten:
1. Transferleistungen
2. Zulassen, daß sich im Einwanderermilieu eine prekäre Unterschicht bildet.

Eigentlich ist beides das gleiche, nur der Umfang der Alimentierung wäre die Stellschraube. Jedenfalls muß man mit staatlichem Druck und teilweise gegen die familiäre Selbstbestimmung dafür sorgen, daß die folgende Generation aus diesem Milieu herauskommt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 19. Oktober 2015, 22:40:07
Ich hab da so ein Bild vor Augen aus irgendwelchen Amifilmen, wo es Standplätze gibt, wo du bei Bedarf morgens ranfährst und dir Helfer holst. Wenn das alles mit dem Mindestlohn vereinbar bleibt und steuerlich rechtmäßig, wäre das eine gute Sache für mich.

Ja, sowas nennt man Tagelöhner. Mies bezahlt, keine soziale Absicherung. Dafür findet man nur Leute, wenn man denen Hartz streicht und sie es tun müssen, um nicht zu verhungern. Und zum Mindestlohn wird da da keiner holen. Momentan läuft's so, daß die ARGE Arbeitsverhältnisse von Asyslbewerbern ablehnt, wenn dadurch das Lohnniveau gedrückt wird. Kann man sehen, wie man will. Vom Standpunkt des Gelernten, der sich nicht sein Gehalt kaputtmachen lassen will oder vom Standpunkt des Ungelernten, der lieber wenig als gar kein Geld verdienen will.

Leiharbeitsfirmen gibt es übrigens schon.

Zitat
Mit Kleingewerbescheinen könnten auch traditionelle Handwerksgeschichten eventuell wieder reanimiert werden: "echte" Schuster, bezahlbare Schneider, Scherenschleifer, Töpfer abseits vom Sich-selbst-Findungspreis gelangweilter Mittelstandsdamen, was weiss ich, was alles an Fähigkeiten in den Leuten stecken, wenn sie es für Geld ausüben dürfen.

Man darf für Geld ausübern, was man will. Die Tatsache, daß o.g. nicht passiert zeigt, daß es zu den Preisen nicht nachgefragt wird. Alternative: das Handwerk muß wieder deutlich billiger arbeiten als Berufe mit höheren Bildungsanforderungen. Größerer Lohnabstand zwischen Studierten und Handwerkern. Dann aber bitte auch mit Mietskasernen, Gastschläfern und 5 Leuten in 2 Zimmern, denn das wäre die Folge. Welcome back to Bismarck.

Zitat
Sollte das Neid bei "unseren" Arbeitslosen hervorrufen, sollten sie das natürlich auch dürfen.

Warum sollten die neidisch sein? Sie hätten eher zu befürchten, daß das Beispiel Schule macht und sie sich auch so verdingen müssen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 19. Oktober 2015, 22:57:15
was zb ersatzlos gestrichen gehört, ist, dass wer essen offen verkauft eine bis zur decke gefließte personaltoilette vorweisen muß. (muss in bestimmter max.-entfernung sein.)
Ach, und das waere das erste Allheilmittel? Mann, mann, mann, die paar Quadratmeter Fliesen werden sicherlich eine halbwegs funktionierende Integration behindern.
Wie und wo die Ankommenden jedoch sinnvoll - und adequat bezahlt - beschaeftigt werden koennen, erschliesst sich mir bislang noch nicht. Aber das ist der zweite Schritt.
Wie kommen die Frauen, Kinder und Maenner ueber den Winter? Selbst hier hakt es bereits.
Ich kenne genug brachliegende Objekte/Gebaeude wie Praktiker oder Bahr, die zumindest mit entsprechender Heizung, aber natuerlich nicht mit ausreichenden Sanitaereinrichtung ausgestattet sind. In meiner Heimatstadt stehen allein 3 Gebaeude dieser Art leer. Da haetten mit ein bisschen Gipskarton und Staenderwerk immerhin Abtrennungen gebaut werden koennen. Die Trink- und Abwasserleitungen sollten ausreichend dimensioniert sein, um zusaetzliche WCs und Duschen anzuschliessen (Nasszellen liegen ohnehin meistens an den Aussenwaenden, so dass ggf. weitere Anschluesse an den Sammler hergestellt werden koennten).
Nichts passiert. Leerstehende Kasernen einschliesslich der Offizierswohnbauten, besonders in Niedersachsen nach dem Abzug der Briten.
Stoppt BER (da sollte ich vor 3 Jahren schon mal abfliegen - selten so gelacht) und packt die Kohle in ungenutzte Liegenschaften. Und scheisst bitte auf ENEV und Co.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 19. Oktober 2015, 23:02:37
Praktisch muss ich NEIN sagen, weil es Schwarzarbeit wäre, da ich keine Stelle, auch nicht auf 400 Euro-Basis, schaffen kann und will.

Ich erinnere mich an Stimmen (von SPD-Linke bis zu hier im Forum), da hieß es, wer seinen Angestellten keinen Mindestlohn zahlen oder nur ALG2-Aufstocker einstellen kann, der darf sein Geschäft nicht weiter ausüben, wegen Belastung der Gesellschaft usw. usf. Dito, wenn das Geschäft nicht genug abwirft, um genug Altersvorsorge zu leisten, damit man später nicht in der Grundsicherung landet. Deswegen auch die Pläne für eine Rentenversicherungspflicht für Selbständige.

Ich wollt's nur noch mal erwähnt haben. Man ist ja immer gleich der Neoliberale, wenn man die Unternehmerposition einnimmt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 19. Oktober 2015, 23:04:30
Nichts passiert.

Viel schlimmer. Die Kommunen mieten Wohnungen für horrende Summen an. Da frage ich mich immer, wieviele Bungalows man davon bauen kann.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 19. Oktober 2015, 23:14:16
Viel schlimmer. Die Kommunen mieten Wohnungen für horrende Summen an.
Vergiss nicht den Filz in den Buergermeisterstuben. "Du hast doch Wohnungen? Ich sorge dafuer, dass Du die mit vernuenftigen Mieten weiter betreiben kannst. Das reicht dann schon noch fuer eine Sanierung am Ende. Wolltest doch schon immer den und den Mieter loswerden ...".
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: phoenix am 19. Oktober 2015, 23:16:02
Viel schlimmer. Die Kommunen mieten Wohnungen für horrende Summen an. Da frage ich mich immer, wieviele Bungalows man davon bauen kann.

Und die alten Mieter wegen teilweise rausgekündigt. wegen Eigenbedarf.
Sorry, da stimmt doch was nicht. Das ist Murks.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 19. Oktober 2015, 23:16:43
Vergiss nicht den Filz in den Buergermeisterstuben. "Du hast doch Wohnungen? Ich sorge dafuer, dass Du die mit vernuenftigen Mieten weiter betreiben kannst. Das reicht dann schon noch fuer eine Sanierung am Ende. Wolltest doch schon immer den und den Mieter loswerden ...".

Hätte man mal eher wissen müssen. Dann hätte man eine Wohnung gekauft und könnte die mit den Mieten, die die Stadt zahlt, locker finanzieren.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 19. Oktober 2015, 23:22:00
Um mal schnorchel's berechtigten Einwand aufzugreifen:
Viel weiter sind wir immer noch nicht, obwohl ich mal so in den Raum werfe, dass sich hier nicht nur Dumme rumtreiben. Oder sind wir nur Bedenkentraeger? Ich muss selbst zugeben, dass mir zuendende Ideen fehlen - auch mit 4500 km Abstand.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 20. Oktober 2015, 00:02:05
Ideen gibt's schon, aber es gibt eben auch gegenläufige Interessen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 20. Oktober 2015, 00:11:16
Und die alten Mieter wegen teilweise rausgekündigt. wegen Eigenbedarf.
Sorry, da stimmt doch was nicht. Das ist Murks.

In meinen Augen wurde mit diesen Meldungen gezielt Politik betrieben. Sinngemäß so:
Wir haben kein Geld, gebt uns Geld oder Oma Meier steht morgen auf der straße.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 20. Oktober 2015, 00:24:05
das mit den kacheln war ein beispiel für unsinnige vorschriften.

und es war EIN vorschlag. von ideallösung für alles steht da nix.

was notig ist, sind viele kleine ideen.

und wegen der menschen, die wir auf keinen fall hier behalten wollen, brauchen wir eine zentale erfassung mit fingerabdücken und von mit aus auch dna proben.
und geld gibzs für teilnahme an deutschunterricht und politische bildung oder bürgerkunde, egal wie man das tauft. jedenfalls müssen die neuen informiert und belehrt werden, meinetwegen auch gegen unterschrift.

alles andere: wohnen, arbeiten... muß dezentalisiert werden.

klar ist, dass eine große zahl menschen hier her kommen, die unsere sprache, sitten und gewohnheiten nicht kennen, denen teilweise unser recht fremd ist. - das ist eine herausforderung.

zusätzlich haben wir dann noch die braune brut am hals und die, die überall nur dollarzeichen in den augen haben und alles unter den nagel reißen, was es abzugreifen gibt. - und mit den beiden gruppen werden wir vermutlich mehr stress bekommen, als mit den hergekommenen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 20. Oktober 2015, 00:41:39
yepp
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 20. Oktober 2015, 01:48:45
Wir kriegen's ja jetzt schon nicht hin.

 Verfehlte Bildungspolitik: Jeder siebte junge Mensch ohne Berufsabschluss (http://www.spiegel.de/schulspiegel/bildungspolitik-bundesregierung-verfehlt-ihre-eigenen-ziele-a-1058473.html)

Zitat
Ungelernte: Rund 1,5 Millionen junge Menschen zwischen 20 und 29 Jahren waren 2008 ohne Berufsabschluss und befanden sich auch nicht mehr in Bildungsmaßnahmen. Ihre Zahl sollte binnen sieben Jahren deutlich reduziert werden. Doch 2013 gehörten noch immer 1,4 Millionen junger Menschen dieser Problemgruppe an - das ist mehr als jeder siebte in dieser Altersgruppe (13,8 Prozent).

tja, sind die alle doof, wollen nicht oder werden nicht als Lehrling angenommen?

5,7 Prozent Schulabgänger ohne Schulabschluß...

Auch da traut sich ja keiner, wirklich hinzuschauen. 25% Abbrecherquote in Lehrberufen, 31,5% im Handwerk. Wie kann es sein, daß einer die Lehre abbricht? Sind das alles verwöhnte Weicheier, die glauben, daß es im Leben nur nach ihnen geht? Ich habe meine Lehre auch nicht gemocht und es war die beste Motivation für's Abendabitur, aber abzubrechen hätte ich mich nie getraut. Vielleicht wäre dagegen 10 Jahre kein ALG2 eine wirksame Prävention.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 20. Oktober 2015, 02:14:05
was notig ist, sind viele kleine ideen.

und wegen der menschen, die wir auf keinen fall hier behalten wollen, brauchen wir eine zentale erfassung mit fingerabdücken und von mit aus auch dna proben.
und geld gibzs für teilnahme an deutschunterricht und politische bildung oder bürgerkunde, egal wie man das tauft. jedenfalls müssen die neuen informiert und belehrt werden, meinetwegen auch gegen unterschrift.

Reichlich naiv. Klassische Methoden des Überwachungsstaats gemischt mit ein bißchen Lektion in deutscher Obrigkeitshörigkeit für Einwanderer. Das wird bestimmt klappen. Das ist jetzt nicht wirklich eine unkonventionelle Herangehensweise.

Zitat
zusätzlich haben wir dann noch die braune brut am hals und die, die überall nur dollarzeichen in den augen haben und alles unter den nagel reißen, was es abzugreifen gibt. - und mit den beiden gruppen werden wir vermutlich mehr stress bekommen, als mit den hergekommenen.

Achherrjeh, ja.... zur braunen Brut und denen mit den Dollarzeichen kommen dann nur noch die naiven Realitätsverweigerer. Das sind alles nur unterschiedliche Spielarten, die Realität durch eine bestimmte Brille zu sehen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 20. Oktober 2015, 08:01:44
Reichlich naiv. Klassische Methoden des Überwachungsstaats gemischt mit ein bißchen Lektion in deutscher Obrigkeitshörigkeit für Einwanderer. Das wird bestimmt klappen. Das ist jetzt nicht wirklich eine unkonventionelle Herangehensweise.

Hast Du eine bessere Idee für einen Crashkurs in Sachen freiheitliche Gesellschaft?

Zitat
zur braunen Brut und denen mit den Dollarzeichen kommen dann nur noch die naiven Realitätsverweigerer. Das sind alles nur unterschiedliche Spielarten, die Realität durch eine bestimmte Brille zu sehen.

Nur sind die unterschiedlich gefährlich; deshalb sollte man die nicht über einen Kamm scheren.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 20. Oktober 2015, 08:05:17
In meinen Augen wurde mit diesen Meldungen gezielt Politik betrieben. Sinngemäß so:
Wir haben kein Geld, gebt uns Geld oder Oma Meier steht morgen auf der straße.

Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Es ist wie immer nicht so einfach.

Kurze Abhandlung zum Eigenbedarf einer Kommune zwecks Unterbringung von Flüchtlingen (http://www.jurarat.de/eigenbedarfskuendigung-durch-kommunale-wohnungsgesellschaften-zur-unterbringung-von-fluechtlingen)

Gerade bei alten Menschen muß man diese Ängste aber sehr Ernst nehmen und darf sie nicht abtun. Diese Generation hat schon einmal eine Wohnraumzwangsbewirtschaftung erlebt und bekam entweder Flüchtlinge zwangseinquartiert, oder war selbst in die Wohnung anderer Menschen zwangseinquartiert worden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 20. Oktober 2015, 08:21:55
Ja, sowas nennt man Tagelöhner. Mies bezahlt, keine soziale Absicherung. Dafür findet man nur Leute, wenn man denen Hartz streicht und sie es tun müssen, um nicht zu verhungern. Und zum Mindestlohn wird da da keiner holen.

Das gibt es hier in Frankfurt/M. auch. Hier heißt das der Arbeiterstrich; der befand sich früher auf der Hanauer Landstraße direkt vor der Großmarkthalle. Ich nehme nicht an, daß der immer noch dort ist, obwohl das direkt vor der EZB, die da jetzt steht, natürlich einen ganz besonderen Charme hätte.  :evil

Da stehen / standen viele Illegale; wenn zufällig ein Mannschaftswagend er Polizei vorbeifuhr, konnte man die Flitzen sehen.

Zitat
Alternative: das Handwerk muß wieder deutlich billiger arbeiten als Berufe mit höheren Bildungsanforderungen. Größerer Lohnabstand zwischen Studierten und Handwerkern.

Dann will gar keiner mehr Handwerker werden.

Zitat
Dann aber bitte auch mit Mietskasernen, Gastschläfern und 5 Leuten in 2 Zimmern, denn das wäre die Folge. Welcome back to Bismarck.

Yep, so würde das dann bald aussehen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 20. Oktober 2015, 09:41:16
tja, sind die alle doof, wollen nicht oder werden nicht als Lehrling angenommen?

Ich habe keine Ahnung. Wobei das Handwerk zwar auf der einen Seite händeringend sucht, auf der anderen Seite aber selbst immer höhere Ansprüche hat. Wer meint, daß man für eine Lehre als Zimmermann Abitur mitbringen muß, der darf sich nicht wundern, wenn er keine Lehrlinge findet.

Zitat
25% Abbrecherquote in Lehrberufen, 31,5% im Handwerk. Wie kann es sein, daß einer die Lehre abbricht? Sind das alles verwöhnte Weicheier, die glauben, daß es im Leben nur nach ihnen geht?

Ich weiß es nicht.

Das hier in dem Spiegel-Artikel hat mich ziemlich überrascht:

Zitat
Insgesamt gibt es die meisten offenen Lehrstellen in Mecklenburg-Vorpommern. Im Landkreis Vorpommern-Rügen sind es 552, das sind 39,8 Prozent der Ausbildungsstellen, im Landkreis Rostock 465 (entspricht 39 Prozent), in Nordwestmecklenburg sind 395 Stellen offen (43,6 Prozent).

Also ist diese Ecke wirtschaftlich doch nicht ganz tot, wenn da noch ausgebildet wird. Und wie kann es sein, daß bei der hohen Arbeitslosigkeit dort so viele Lehrstellen unbesetzt sind?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 20. Oktober 2015, 12:19:27
Hast Du eine bessere Idee für einen Crashkurs in Sachen freiheitliche Gesellschaft?

Das geht eigentlich nur, indem man liberale Werte selbstbewußt vertritt und nicht zurückweicht. Wir weichen leider zu oft zurück. Sei es, wenn Mädchen aus religiösen Gründen vom Schwimmunterricht freigestellt werden, Lehrerinnen Kopftücher tragen wollen, Richter Straftaten im kulturellen Kontext interpretieren usw. Da wird man immer wieder in Konflikte kommen, aber anstatt die zu vermeiden, muß man die austragen. Dann wird nämlich spürbar, was wir von Einwanderern erwarten.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 20. Oktober 2015, 12:23:31
Also ist diese Ecke wirtschaftlich doch nicht ganz tot, wenn da noch ausgebildet wird. Und wie kann es sein, daß bei der hohen Arbeitslosigkeit dort so viele Lehrstellen unbesetzt sind?

Die Frage wäre nur zu beantworten, wenn man weiß, wieviele Jugendliche dort ohne Lehrstelle bleiben. Vielleicht gehen die ja alle weg?

Und vielleicht sind die Lehrberufe zu unattraktiv. Das meiste wird wohl im Hotel- und Gastgewerbe sein. Aber andererseits: man muß darin dann ja nicht arbeiten. Besser erst mal eine Ausbildung machen und sich dann umorientieren als von vornherein ohne Ausbildung bleiben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 20. Oktober 2015, 12:38:16
Das geht eigentlich nur, indem man liberale Werte selbstbewußt vertritt und nicht zurückweicht.

Richtig.

So lange das nicht geschieht, wird sich da nichts bessern, im Gegenteil.

Die Frage wäre nur zu beantworten, wenn man weiß, wieviele Jugendliche dort ohne Lehrstelle bleiben. Vielleicht gehen die ja alle weg?

Das stand dort leider nicht. Es hatte mich nur verblüfft, wie viele Lehrstellen insgesamt unbesetzt geblieben sind. Wobei die Prozentzahlen drastischer klingen als die absoluten Zahlen. Und natürlich ist keiner scharf darauf, Bäcker oder Metzger zu werden, das will keiner mehr, und dort werden wahrscheinlich die meisten offenen Lehrstellen zu finden sein; dort und im Hotel- und Gaststättengewerbe.

Aber gar keine Ausbildung ist natürlich das Schlimmste. Da bildet sich dann ein Bodensatz heran, der es nicht mehr auf die Reihe bekommt, einem geregelten Leben nachzugehen.

Ich habe einen kleinen Betrieb aus dem Gebäudereinigungsgewerbe für eine Weile betreut, bis der insolvent geworden ist. Gebäudereiniger ist ein regelrechter Beruf, aber die meisten Arbeitskräfte bei denen waren ungelernte Kräfte. Die konnte man aufteilen in zuverlässige, wirklich gute Kräfte einerseits und Totalversager andererseits; zwischendrin gab´s da irgendwie nichts.

Die Letztgenannten kamen zur Arbeit oder auch nicht, machten ihren Job, wenn sie mal da waren, oder auch nicht. Es war keine Kontinuität bei denen zu erkennen. Schrecklich.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 20. Oktober 2015, 15:18:29
 Sozialstaat und Flüchtlinge: National befreiter Arbeitsmarkt (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlingskrise-die-abschottung-der-arbeitsmaerkte-a-1058627.html)

Das alte Dilemma. Den Arbeitsmarkt nach unten öffnen und damit Leute als Hartz4 holen oder lieber den Standard höher halten und dadurch die Arbeitslosenkosten für die Gemeinschaft erhöhen?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 20. Oktober 2015, 17:47:08
stellt euch bitte mal vor, eure lebensumstände änderten sich radikal.
Würdet ihr für weniger als 8.50 brutto arbeiten ?
die 1. std arbeitest du schon beim mindestlohn, nur um zur und von der arbeit zu kommen. evtl die ersten beiden std.
http://www.brutto-netto-rechner.info/
bei 160 std im monat bleiben netto  1.038,71 €

2. aspekt: der export der brd bricht ein. das einzige,was dagegen hilft ist binnennachfrage. und da wäre lohndumping das absolut dümmste überhaupt. das gäbe eine richtige rutschpartie nach unten.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 20. Oktober 2015, 17:49:10
stellt euch bitte mal vor, eure lebensumstände änderten sich radikal.
Würdet ihr für weniger als 8.50 brutto arbeiten ?

Natürlich, insbesondere, wenn die Lebensumstände sich radikal ändern.

Zitat
2. aspekt: der export der brd bricht ein. das einzige,was dagegen hilft ist binnennachfrage. und da wäre lohndumping das absolut dümmste überhaupt. das gäbe eine richtige rutschpartie nach unten.

Wann ist die Binnennachfrage höher? Wenn eine Mio Menschen arbeitslos sind und ALG2 kriegen oder wenn 500.000 arbeitslos sind und 500.000 zum Mindestlohn arbeiten?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 20. Oktober 2015, 18:31:06
wenn alle wenigstenst zum mindestlohn arbeiten.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 20. Oktober 2015, 18:33:22
wenn man nur innerhalb deiner alternativen denkt, wirds natürlich scheiße, keine frage. das ziel muß aber anders definiert werden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 20. Oktober 2015, 19:46:27
Also der syrische Zahntechniker, vom dem heute im Spiegel die Rede war, wird hoffentlich eine bessere Stelle finden. Da geht es um die Anerkennung des Abschlusses. Mittlerweile hört man aber von 70% Einwanderern ohne Abschluß und einer hohen Analphabetenrate. Die haben eben nur zwei Möglichkeiten: Mindestlohn oder Selbständigkeit, was oft dasselbe ist. Oder noch mal einen Abschluß per Erwachsenenbildung machen oder noch mal in die Lehre gehen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 20. Oktober 2015, 20:23:44
wenn einer keinen gesellenbrief der ortlichen handwerkskammer hat, kann trotzdem ein qualifizierter handwerker seim.

die eigentliche bremse ist diese moppelkotze an dusseligen vorschriften. wenn wir diesen überwiegend bürokratischen grauschleier wegbekämen, liefe der laden hier auch besser.


noch was zu den lehrstellen. wenn der öpnv auf dem land verbessert würde oder/und führerschein ab 16, meinetwegen mit ps+tempolimit, in der schule angeboten würde. ...als erster schritt.
langfristig wäre ein schulmodell  ? 11 schuljahre inklusive lehre sinnvoll. -

( ich kenne recht gut 16 jährige zwillinge. die können kaum lesen.- die ganze familie nicht- aber die können maurern, fahräder mit beiwagen aus schrott... und aus 2 kaputten laptops einen funktionierenden rechner mit tv als monitor... kann mir keiner erzählen, dass die nicht lern und bildungsfähig seien. - und sie fangen jetzt an, lesen zu lernen, weil sie merken, dass sie es brauchen. und sie lernen es selbst, ohne förderkram.)

wenn dieses land irgendwas runterzieht, dann ist das die kleinkariertheit.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 20. Oktober 2015, 20:47:34
wenn einer keinen gesellenbrief der ortlichen handwerkskammer hat, kann trotzdem ein qualifizierter handwerker seim.

Kann er sein, aber es ist schon ein Unterschied, ob man einen Beruf inkl. Theorie-Teil lernt oder ob man learning by doing macht. Die sind dann eben oft doch keine guten Handwerker. Guck dir Maurerarbeiten oder Elektro- oder Gas/Wasser-Installationen in Spanien oder irgendwo in der Dritten Welt an. Dann weiß man Bescheid. Das liegt dann nicht nur am fehlenden Geld, sonder auch am fehlenden Können und Wollen.

Zitat
die eigentliche bremse ist diese moppelkotze an dusseligen vorschriften. wenn wir diesen überwiegend bürokratischen grauschleier wegbekämen, liefe der laden hier auch besser.

ja, sicher auch.

Zitat
noch was zu den lehrstellen. wenn der öpnv auf dem land verbessert würde oder/und führerschein ab 16, meinetwegen mit ps+tempolimit, in der schule angeboten würde. ...als erster schritt.
langfristig wäre ein schulmodell  ? 11 schuljahre inklusive lehre sinnvoll. -

ja, ist aber eine andere Baustelle. Die Einwanderer gehen in die Ballungszentren.

Zitat
( ich kenne recht gut 16 jährige zwillinge. die können kaum lesen.- die ganze familie nicht- aber die können maurern, fahräder mit beiwagen aus schrott... und aus 2 kaputten laptops einen funktionierenden rechner mit tv als monitor... kann mir keiner erzählen, dass die nicht lern und bildungsfähig seien.

Wer kaum lesen kann, kann normalerweise erst recht keine Prozentrechnung oder einen Dreisatz. Konnten meine Mitlehrlinge schon kaum und die konnten lesen. Und dann wird eben das Pflanzenschutzmittel falsch verdünnt, der Zement falsch abgemischt oder die Farbe falsch angerührt.

Zitat
- und sie fangen jetzt an, lesen zu lernen, weil sie merken, dass sie es brauchen. und sie lernen es selbst, ohne förderkram.)

wenn dieses land irgendwas runterzieht, dann ist das die kleinkariertheit.

Also ich finde es kleinkariert, nur dann etwas zu lernen, wenn man es braucht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 21. Oktober 2015, 00:51:50
Her mit den Ideen! ...

Ich finde es richtig und wichtig, daß auch Bedenken vorgebracht und einbezogen werden, aber mir geht die öffentliche Diskussion derzeit zu sehr in Richtung Bedenkenträger und Augenverschließen und zu wenig in Überlegen, was zu tun ist, damit die Sache akzeptabel bewältigt werden kann.

...
bingo
Und es tut sich was:
1600 Lehrer gesucht
Deshalb sucht das Kultusministerium in Hannover nun über das Internet pensionierte Lehrer und andere Interessierte, die den jungen Flüchtlingen Deutsch beibringen.
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Land-sucht-Lehrer-fuer-Fluechtlings-Sprachfoerderung,lehrer498.html

Die Bürgermeister der Großstädte sehen die Lage nicht dramatisch.
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/fluechtlinge-in-deutschland-umfrage-unter-buergermeistern-a-1058507.html
Oberbürgermeister von Hannover, Stefan Schostok (SPD): "Aus unserer Perspektive ist es sicher richtig zu sagen: Es geht. Wir bekommen es hin. Wir schaffen das!"
"In Bremen zum Beispiel müssen pädagogische Kräfte immer wieder daran arbeiten, dass Menschen aus Zentral- und Westafrika von Jugendlichen aus Nordafrika akzeptiert werden. Hannover hat Anfang des Jahres 20 weitere Sozialarbeiter eingestellt und will dieses Personal nun noch einmal aufstocken. "Dies hat sich als sinnvoll und notwendig erwiesen, um Konflikte unter Flüchtlingen präventiv zu erkennen und notfalls schneller zu schlichten", sagt Oberbürgermeister Schostok."

Probleme scheint es mittlerweile bei den tausenden ehrenamtlichen Helfern zu geben. Hier wird Geld in die Hand genommen werden müssen. Schafft aber wieder Arbeitsplätze.
http://www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/camp-prinovis-ehrenamtler-in-itzehoe-am-limit-id10996451.html

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 21. Oktober 2015, 00:58:51
"In Bremen zum Beispiel müssen pädagogische Kräfte immer wieder daran arbeiten, dass Menschen aus Zentral- und Westafrika von Jugendlichen aus Nordafrika akzeptiert werden...."

Und mit welchem Ergebnis?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 21. Oktober 2015, 01:09:01
ner glatten 2

Wir werden den Flüchtlingen viel erklären müssen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 21. Oktober 2015, 07:17:49
Zitat
Seit es das Camp Prinovis in Itzehoe gibt, ist sie mit dabei und arbeitet bis zu zwölf Stunden am Tag – ehrenamtlich. „Das geht, weil meine Kinder zur Schule gehen und nachmittags von einer Tagesmutter betreut werden“, sagt die Itzehoerin, die weiter helfen will.

Sie überläßt ihre eigenen Kinder nachmittags einer Tagesmutter, damit sie ehrenamtlich fremden Kindern helfen kann???
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: grashopper am 21. Oktober 2015, 07:40:18
Sie überläßt ihre eigenen Kinder nachmittags einer Tagesmutter, damit sie ehrenamtlich fremden Kindern helfen kann???

Wieso NICHT?  So lernen die Kinder auch schon mal Gesellschaftliches außerhalb der betütttelnden Eltern kennen.

Meine Schwester war über 25 Jahre Kindererzieherin. Was denkst Du, was da abging, wenn ein ansonsten auf Vater und Mutter konzentriertes und verwöhntes Kind die ersten Tage im Kindergarten verbracht hat und sich erst einmal auf Neues einlassen musste?

Da sind Nerven und Entscheidungen (Notarzt oder nicht; Eltern anrufen) angesagt, weil sie nach dem Gehen ihres jeweiligen Elternteils ausrasten, sich oft auch wild fuchtelnd zu Boden werfen und blau anlaufen. Drahtseilakt.

Wenn diese Mutter es so gedeixelt bekommt und ihren eigenen Kindern auch den Grund dafür erklären kann, schafft sie eine Basis für das multikulturelle System in diesem unseren Lande, das eh schon lange besteht.











Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 21. Oktober 2015, 07:57:00
Wieso NICHT?

Halt mich für altmodisch, aber für mich kommen zu allererst meine Kinder, dann die von anderen Leuten, gleich aus welchem Kulturkreis.

Zitat
So lernen die Kinder auch schon mal Gesellschaftliches außerhalb der betütttelnden Eltern kennen.

Ich glaube, da verwechselst Du was. Wenn ich mich selbst um meine Kinder kümmere, statt sie einer Tagesmutter zu überlassen, heißt das nicht, daß sie nichts außerhalb des Elternhauses kennenlernen. Kinder haben Freunde, mit denen sie Umgang pflegen und die sie besuchen bzw. von denen sie besucht werden.

Mich erinnert die Aussage in dem Artikel fatal an eine Frau hier am Ort, die sich ständig "im Auftrag der Kirche" um alles Mögliche kümmerte, während ihre eigenen Kinder daheim ihre Mutter kaum jemals zu Gesicht bekamen (und denen sie vor lauter wohltätiger ehrenamtlicher Arbeit gelegentlich sogar vergaß, was zu Kochen - Tagesmütter waren damals bei uns auf dem Dorf noch nicht in).

Ich finde es befremdlich, fremde Kinder vor die eigenen Kinder zu stellen. Deshalb betüdelle oder verhätschele ich meine Kinder nicht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 21. Oktober 2015, 08:31:07
Da stimme ich Yossarian zu. Kinder, die noch einer Tagesmutter bedürfen, sind vermutlich maximal so um die 10, 11 Jahre, eher jünger. Viel länger als 12 Stunden ist deren Tag auch noch nicht. Diese Art von Hilfsbereitschaft finde ich einfach nur krank und verstehe nicht, wieso sowas positiv vermerkt wird. Vollzeit arbeitende Mütter, deren Arbeitszeit sich irgendwo um die 9 Stunden bewegt, kriegen ganz andere Töne zu hören.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 21. Oktober 2015, 08:33:16
Das größte Interesse an der Aussiebung "falscher" Syrer müssten die echten Syrer haben. Ich bin immer noch stark dafür, dass Syrer zur Unterstützung bei der Befragung neuer Ankömmlinge herangezogen werden. Ein Deutscher würde sofort Schweizer und Österreicher erkennen.

Und wie will die arme Socke hinterher in unserem Mischmaschland noch leben? Das hat für mich was von Denunziantentum.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 21. Oktober 2015, 13:22:51
Da sind Nerven und Entscheidungen (Notarzt oder nicht; Eltern anrufen) angesagt, weil sie nach dem Gehen ihres jeweiligen Elternteils ausrasten, sich oft auch wild fuchtelnd zu Boden werfen und blau anlaufen. Drahtseilakt.

Wenn die das in dem Alter nicht durchmachen, holen sie es mit 25 nach. Das sieht dann nur wenig anders anders aus.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Korinthenkackerin am 25. Oktober 2015, 12:02:57
Eben gelesen, man beachte den letzten Satz  :evil

Zitat
In einer N24-Emnid-Umfrage äußerten am Donnerstag 68 Prozent der Befragten die Befürchtung, dass ein weiterer Zuzug von Flüchtlingen den inneren Frieden im Land verschlechtern werde. 3 Prozent erwarteten das Gegenteil, 22 Prozent sahen keinen Einfluss. Ebenfalls 68 Prozent plädierten dafür, eine zahlenmäßige Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen einzuführen. 30 Prozent wollten das nicht. 64 Prozent der Befragten gaben an, sie seien noch keinem Flüchtling persönlich begegnet. (cai/dpa/afp) © dpa

Ich war am Freitag bei einer Veranstaltung der hiesigen Flüchtlingshilfinitiative und hatte einen netten Abend am schwarzafrikanischen Tisch. Alle erst seit mehreren Monaten in Deutschland und seit drei Wochen bei uns im Städtle. Fünf bildschöne Frauen zwischen 25 und 30 aus Kamerun, teilweise mit Kindern, eine aus Togo, ein junger Mann aus Kamerun, ein junger Mann aus Nigeria. Eine der Kameruner Frauen und der Nigerianer saßen direkt neben mir, sehr begierig darauf, mit mir Deutsch zu sprechen, beide sprachen schon richtig gut und waren sehr bemüht, sich mit mir zu unterhalten. Alle Anwesenden konnten was zum Abend beitragen und nachdem eine Kosovo-Albanerin ein Lied vorgetragen hatte, ging eine der Afrikanerinnen nach vorne um auch zu singen, die beiden Männer trommelten dazu. Sehr schnell kamen die anderen Afrikanerinnen nach, um mitzutanzen. Ab Nebentisch saß eine Truppe mit sieben Personen, drei Frauen mit Kopftuch, zwei Männer, zwei kleine Mädchen. Die konnten zuerst mit der getanzten Lebensfreude nicht viel anfangen, saßen ziemlich starr da. Den Frauen schien es aber zu gefallen, die klatschten dann auch mit und die kleinen Mädchen gingen dann auch nach vorne und tanzten mit den afrikanischen Kindern, die muslimische Mutter filmte dann das Ganze. Bei vielen deutschen Gästen merkte man, dass sie (wie ich) auch zum ersten Mal dort waren, man wußte noch nicht so recht, wie man ins Gespräch kommen sollte. Am Schluß fragte mich meine Sitznachbarin aus Kamerun, ob wir Handynummern austauschen und das haben wir dann gemacht. Die Verabschiedung war sehr herzlich mit Umarmung und als ich wieder zu Hause war, habe ich mich erst mal über die politschen Lage in Kamerun (https://www.amnesty.de/kurzinfo/2014/6/zur-lage-der-menschenrechte-kamerun) informiert. So, und jetzt? Jetzt habe ich also Menschen kennengelernt, die offenbar hauptsächlich aus wirtschaftlichen Gründen hier sind und bei denen ich keine Bange hätte, dass sie sich hier gut integrieren würden.

Nächsten Monat gibt es einen Termin mit den drei syrischen Familien, die hier im Ortsteil einquartiert worden sind. Wenn der Termin öffentlich ist, gehe ich auch dorthin, ich habe gerade einem Mitglied der dörflichen CDU-Fraktion deswegen eine E-Mail geschrieben.

Meiner Meinung nach lässt sich diese ganze Fluchtwelle sowieso nicht aufhalten, sondern wird im schlechtesten Fall völlig eskalieren. Die Menschen, die bereits hier sind, hängen oft völlig in der Luft, weil es einfach keinen richtigen Plan gibt. Manchmal frage ich mich schon, wie in der Politik beschäftigte Menschen arbeiten. Jetzt, zum 01.11., kommen endlich Maßnahmen, um die Asylverfahren zu beschleunigen. Das hätte schon Monate vorher passieren müssen. Würde ich so plan- und ziellos meinen Haushalt führen, würde hier das Chaos herrschen. Seit Jahren hätte man mit einer solchen Situation rechnen und Lösungswege finden/Überlegungen anstellen können. Ich verstehe (mal wieder) nicht, warum unsere Politik hier nicht vorausschauend mitgedacht hat. Dass es nicht gut gehen kann, über 1000 Menschen in einem kleinen Dorf unterzubringen, sagt einem der gesunde Menschenverstand. Wenn die Verteilung anerkannter Ayslanten in Deutschland nicht nur schneller in die Bundesländer, sondern eben von dort aus in die Gemeinden erfolgen würde, könnten schon mal viele Ängste gemindert werden. Überall gibt es Menschen, die gerne helfen würden, aber eben gar nicht wissen, wo und in welcher Form sie das tun könnten. Natürlich fürchten sich beispielsweise die Einwohner von Kleinstädten, wenn da plötzlich 1000 Fremde einquartiert werden. Wären es nur 60, die entsprechend begleitet würden (hier gab es für die angekommenen syrischen Familie eine Liste, wer mit einkaufen gehen kann, wer die Familien zum Arzt oder zu Behördengängen begleiten kann etc.), käme es zu viel weniger Irritationen in der Bevölkerung.

In meinem persönlichen Freundeskreis und in meiner Familie sind die Meinungen völlig unterschiedlich. Mittlerweile treffen wir uns schon mit Freunden mit dem Eingangssatz: "Lasst uns nicht über Flüchtlinge reden", weil man wirklich ganz schlecht aus dem Thema wieder hinausfindet  :-\  . Auch im Urlaub sind wir von anderen Deutschen manchmal total zugetextet worden. Oft habe ich überhaupt keine Lust mehr, mich über das Thema zu unterhalten, weil ständig andere Menschen versuchen, mir ihre Meinung überzustülpen. Deswegen habe ich mich bisher auch an diesem inzwischen 45-Seiten-Thread kaum/nicht beteiligt. Die verlinkten Artikel lese ich manchmal mit Staunen, manchmal mit Kopfschütteln und manchmal mit Zustimmung. Ich glaube aber nicht, dass durch die Diskussion hier jemand seine Meinung zum Thema ändert. Jeder vertritt hier seine Meinung, die auch jeder für sich haben darf.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 25. Oktober 2015, 19:45:33
schöner Beitrag
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kulle am 25. Oktober 2015, 20:14:46
..... So, und jetzt? Jetzt habe ich also Menschen kennengelernt, die offenbar hauptsächlich aus wirtschaftlichen Gründen hier sind und bei denen ich keine Bange hätte, dass sie sich hier gut integrieren würden. .....
Na sowas böse aber. Hier hat letzte Woche eine Albanerin Vierlinge entbunden. Die war seit Mai/Juli hier her wegen der besseren medizinischen Versorgung. Ihre Schwangerschaft war mehr als schwierig. Sie war klar wegen unserer besseren Medizin/Wirtschaft hier her. Trotzdem würde ich sie nicht zurück schicken wollen.
Und nun sollen die Afghanen eher gehen als bleiben. Wahrscheinlich kaum eine einzel Schicksalsprüfung. Wie mans macht ist es verkehrt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 25. Oktober 2015, 21:36:10
Ich glaube aber nicht, dass durch die Diskussion hier jemand seine Meinung zum Thema ändert.

Doch, kann man. Ich habe selber keine eindeutige Meinung zum Thema. Das liegt aber eben auch daran, daß ich selber die verschiedensten Erfahrungen mit Einwanderern mache. Es gibt auch für jede Meinung irgendwelche Fälle, mit denen man die unterstreichen kann. Die Kunst liegt darin, sich dadurch nicht selber festzulegen. Und genauso braucht man ganz verschiedene Herangehensweisen, die auf manche Einwanderer-Typen passen und auf andere nicht. Das ist ja doch eine sehr heterogene Gruppe, auch wenn momentan die Syrer dominieren.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 25. Oktober 2015, 21:45:26
Und nun sollen die Afghanen eher gehen als bleiben. Wahrscheinlich kaum eine einzel Schicksalsprüfung. Wie mans macht ist es verkehrt.

Im Asylverfahren gibt's eine Einzelfallprüfung, aber manchmal glaube ich, bei den Gruppen, die sich besonders schwer mit der Integration tun, sind es die gleichen Gründe, derentwegen schon ihre Heimat so ein rückständiges Chaos bietet, also Bildungsferne, traditionelle orthodoxe Ansichten, Clan-Strukturen, die den Staat ersetzen und dergleichen. Dann flüchten sie vor den schlimmen Zuständen, aber bringen die Gründe dafür ein Stück weit mit und scheitern dann hier erneut.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 25. Oktober 2015, 23:45:05
Sumte, ein dorf in NS hat gut 100 einwohner. bis vor kurzem gab es dort ein bürodorf mit eigener postleitzahl. mehrere inkassobuden. 1000 mitarbeiter. die bürokontauner stehen leer.
da sollen 1000 flüchtlinge rein.
bürgerversammlung.
fragen der besorgten dorfbewohner:
- da waren ja büros drin, wenn nun1000 da wohnen.. die müssen ja auch duschen und waschen..reichen denn die abwasserleitungen ?
- das geht doch nicht. die kann man da doch nicht wegsperren ohne nahverkehr und einkaufsmöglichkeiten und ärzte.

usw.  die machen sich sorgen um das wohlergehen der neuen, nicht um sich selbst.

und ich glaube , die meisten leute sind ähnlich gestrickt. DAS sind besorgte bürger.

aber die braunen schreihälse, die sich so nennen... das einzige, was mir dazu einfällt ist gegenhalten und widersprechen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 26. Oktober 2015, 01:24:27
Man kann seine eigenen Vorbehalte aber auch ziemlich gut hinter eine sorgenvollen Mine verstecken.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 26. Oktober 2015, 06:51:55
.. usw.  die machen sich sorgen um das wohlergehen der neuen, nicht um sich selbst.
Nein, da halte ich es mit Araxes. Das ist vorgeschoben. Dank solcher Aussagen
aber die braunen schreihälse, die sich so nennen... das einzige, was mir dazu einfällt ist gegenhalten und widersprechen.
traut man sich ja kaum noch, Kritik oder Bedenken anzumelden. Gleich ist man als Nazi verschrieen.

In einem Dorf mit 100 Einwohnern könnten 3, 4 Flüchtlingsfamilien viel eher echte "Nachbarschafts"hilfe erfahren. Wie das in Korinthes Dorf läuft, gefällt mir sehr gut.


Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: grashopper am 26. Oktober 2015, 07:23:14
Ich lebe ja auch in einer Großstadt und habe ebenfalls noch keinen Flüchtling persönlich kennengelernt.

Zumindest weiß ich nicht, ob ich einem aktuellen Flüchtling begegne oder multikulturellen Leuten, die sowieso schon lange in unserem Land leben.

Alles verläuft geschmeidig.









Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 26. Oktober 2015, 08:27:20
als ich wieder zu Hause war, habe ich mich erst mal über die politschen Lage in Kamerun (https://www.amnesty.de/kurzinfo/2014/6/zur-lage-der-menschenrechte-kamerun) informiert. So, und jetzt? Jetzt habe ich also Menschen kennengelernt, die offenbar hauptsächlich aus wirtschaftlichen Gründen hier sind und bei denen ich keine Bange hätte, dass sie sich hier gut integrieren würden.

Das ist bitter, ändert aber nichts daran, daß diese Menschen hier keinen Asylgrund haben und wahrscheinlich wieder ausgewiesen werden müssen. Es soll schon Menschen gegeben haben, die auf anderem Weg hier legal Aufenthalt bekommen haben und ihre Einreise nicht auf einer Lüge begründet haben.

usw.  die machen sich sorgen um das wohlergehen der neuen, nicht um sich selbst.

und ich glaube , die meisten leute sind ähnlich gestrickt. DAS sind besorgte bürger.

aber die braunen schreihälse, die sich so nennen... das einzige, was mir dazu einfällt ist gegenhalten und widersprechen.

Das ist dummes Geschwätz. Dann sind Nikibo und ich auch "braune Schreihälse".

Ich werde mir allerdings von niemandem den Mund verbieten lassen. Wenn Leuten wie Dir nichts differenzierteres zu dem Thema einfällt, als mich als braunen Schreihals zu diffamieren, dann ist das halt so.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 26. Oktober 2015, 08:42:49
Es gibt kaum ein Volk auf der Erde, dessen Vorfahren nicht irgendwann ein Mal aus "wirtschaftlichen" gründen herumgewandert sind.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Korinthenkackerin am 26. Oktober 2015, 08:43:24
Sumte, ein dorf in NS hat gut 100 einwohner
.
da sollen 1000 flüchtlinge rein.
.
.
usw.  die machen sich sorgen um das wohlergehen der neuen, nicht um sich selbst.

Es wird mit Sicherheit zu Konflikten dort kommen, das kann einfach nicht gut gehen. Sowas ist für mich nicht logisch.

Unser Dorf hat 4000 Einwohner, von den drei syrischen Familien habe ich noch gar nichts bemerkt. Die Kernstadt hat ca. 15000 Einwohner, da gibt es offenbar rund 300 Flüchtlinge. Da sieht man gelegentlich welche beim Einkaufen oder eben an der Straße. Da wir hier offenbar einen hohen Schwarzafrika-Anteil haben, fallen die dann im gediegenen Schwabenland schon ins Auge  ;D.

Das ist bitter, ändert aber nichts daran, daß diese Menschen hier keinen Asylgrund haben und wahrscheinlich wieder ausgewiesen werden müssen.

Das ist wohl so.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 26. Oktober 2015, 09:22:41
Es gibt kaum ein Volk auf der Erde, dessen Vorfahren nicht irgendwann ein Mal aus "wirtschaftlichen" gründen herumgewandert sind.

Und haben die Kimbern und Teutonen sich auch auf Art 16 GG berufen?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 26. Oktober 2015, 09:25:23
Da siehst Du mal, wie nutzlos Paragraphen sind.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 26. Oktober 2015, 10:09:52
Wo das Grundgesetz doch Artikel hat und keine Paragraphen...  :.)

Abgesehen davon sind Regeln alles andere als nutzlos. Und nur weil eine Regel in Gesetzesform gegossen wird, wird sie dadurch nicht automatisch nutzlos.

Die Achäer haben sich im Übrigen nicht auf der Peleponnes von den dortigen Bewohnern integrieren lassen; sie haben diese kurzerhand platt gemacht, genauso wie die Normannen nach 1066 sich nicht von den Angelsachsen integrieren ließen, sondern diese kurzerhand niedergemetzelt haben, wo immer es ging. Ich denke, beide "Wanderungen" geschahen aus rein wirtschaftlichen Gründen, korrigier mich, wenn ich mich irre. Die Indianer können auch ein Lied davon singen, wie die Wanderungen fremder Massen in das eigene Gebiet enden. Ach so, die Puritaner kamen ja nicht aus wirtschaftlichen Gründen mit der Mayflower rüber, sondern weil sie daheim religiös verfolgt waren. Das hat die armen, verfolgten Puritaner aber nicht daran gehindert, die Indianer zu massakrieren. Zum Glück kann uns das mit einreisenden Islamisten nicht passieren; denen brauchen wir nur zu sagen, daß die Menschen hier alle nett zueinander sein sollen, dann kann gar nichts passieren. Weißt Du, ich warte immer noch drauf, daß die gemeuchelte Redaktion von Charlie Hebdo wieder aus ihren Gräbern aufsteigt und ruft: "War alles nur ein Witz". Ja, ehrlich, zuzutrauen wäre es diesen Schlingeln.

Ist aber auch egal, denn wie das Zentrum für politische Schönheit unter großem Beifall der üblichen Meute verkündet hat, ist in Deutschland noch kein Mensch durch islamistische Anschläge getötet worden. Das beruhigt. Paris ist weit, weit weg, und so ein paar Titanic-Redakteure werden leicht zu ersetzen sein. Hoffentlich nehmen die Islamisten so viel Rücksicht und killen die, wenn sie im Ausland im Urlaub sind. Wär sonst schade um die schöne Statistik des Zentrums für politische Schönheit.

Mir fällt im Augenblick nicht eine einzige dieser "wirtschaftlichen Wanderungen" ein, die für die ursprüngliche Bevölkerung eines Zielgebiets einer solchen Wanderung gut ausgegangen wäre.

Insofern halte ich es erst einmal für einen völlig normalen und gesunden Impuls, diese Menschen erst einmal an der eigenen Grenze zu stoppen, gründlich zu beschnuppern und gegebenenfalls häppchenweise in kleinen, sozialverträglichen Gruppen einzulassen.

 
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 26. Oktober 2015, 11:31:29
Aber aufhalten kannst Du sie nicht.

Übrigens sind einige der mittelalterlichen "Völkerwanderungen" unter anderen Vorzeichen vor sich gegangen: Da haben sich kriegerischen "Eliten" neue Völkerschaften zum ausbeuten gesucht. Das tut Korinthes Kamerunerin offenbar nicht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 26. Oktober 2015, 11:43:57
Aber aufhalten kannst Du sie nicht.

Nein, aber man kann es kanalisieren und lenken und so entschleunigen, daß am Ende jeder - die Einheimischen wie die Zugereisten - im günstigsten Fall davon profitiert, im weniger günstigen Fall die blauen Augen für alle Beteiligten nicht größer sind als notwendig.

Und man muß es umzukehren versuchen, denn ein übervölkertes Westeuropa bei menschenleerem Afrika und Vorderasien bringt auch keinem was. Die Zustände dort sind zu ändern, aber das ist ja nichts Neues.

Daß so was passieren mußte, ist seit Jahren bekannt und erwartet worden, umso peinlicher, wie es jetzt abläuft.

Zitat
Übrigens sind einige der mittelalterlichen "Völkerwanderungen" unter anderen Vorzeichen vor sich gegangen: Da haben sich kriegerischen "Eliten" neue Völkerschaften zum ausbeuten gesucht.

Ein damals wie heute beliebtes Geschäftsmodell; da hat sich nicht viel geändert.

Zitat
Das tut Korinthes Kamerunerin offenbar nicht.

Gib ihr die Möglichkeit, es zu tun, und dann laß uns noch mal drüber reden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 26. Oktober 2015, 12:59:47
Und man muß es umzukehren versuchen, denn ein übervölkertes Westeuropa bei menschenleerem Afrika und Vorderasien bringt auch keinem was. Die Zustände dort sind zu ändern, aber das ist ja nichts Neues.

Die ändern sich aber erst, wenn sich die Menschen dort ändern. Ich wüßte nicht, wie das gehen sollte. Das sind doch alle Kleptokratien. Es müßte sich ein selbstbewußtes, aufgeklärtes Bürgertum bilden, das sich gegen die Kleptokraten stellt. Daß das im größeren Teil Europa passiert ist, lag wohl am Zusammenspiel mehrerer günstiger Umstände und war damit wohl eine Singularität.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Korinthenkackerin am 26. Oktober 2015, 13:19:14
Da haben sich kriegerischen "Eliten" neue Völkerschaften zum ausbeuten gesucht. Das tut Korinthes Kamerunerin offenbar nicht.

Ehrlich, sie war richtig nett, bemüht und dazu noch wirklich sexy, hatte den absoluten geilen Tanzstil und natürlich den Rhythmus im Blut - wie die anderen Frauen aus Kamerun auch. Wörtlich sagte ich nach der Veranstaltung zu meiner Freundin, dass ich eigentlich sicher bin, dass diese Frauen gut bei den deutschen Männern ankommen werden, bzw. einen deutschen Mann finden werden, wenn sie noch eine Weile in Deutschland bleiben können ;D. Das war in keinster Weise abwertend gemeint, sondern einfach sachlich. Die beiden jungen afrikanischen Männer, die mit am Tisch saßen, werden sich sicher schwerer tun als die Singlefrauen (sofern diese Single sind, das habe ich nicht hinterfragt). Ich fragte Annie aus Kamerun, übrigens 25 Jahre alt, was sie denn beruflich in Kamerun gemacht habe. Daraufhin antwortete sie, dass sie die Schule nicht geschafft hätte und deswegen nicht auf die Uni hätte gehen können. Gearbeitet hätte sie - nichts  8). Wie gesagt, mir gefiel eben gut, wie gut sie nach der kurzen Zeit bereits deutsch gesprochen hat, wobei sie auch erzählte, sie hätte in der Schule in Kamerun schon etwas Deutsch gelernt. Ich fand sie sehr bemüht und äußerst lebensfroh. Mit der Not der Kriegsflüchtlinge hat ihr Schicksal aber sicher sehr wenig zu tun. Deswegen bin ich ja auch interessiert daran, diese syrischen Familien im November kennenzulernen. In der Praxis behandeln wir übrigens auch einige Kriegsflüchtlinge aus Syrien, entsetzlich traumatisiert  :(, da kriegt man schon einen Kloß im Hals, wenn man den Arztbericht tippt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 26. Oktober 2015, 13:47:38
Wie gesagt, mir gefiel eben gut, wie gut sie nach der kurzen Zeit bereits deutsch gesprochen hat, wobei sie auch erzählte, sie hätte in der Schule in Kamerun schon etwas Deutsch gelernt.

Das ist wohl das Erbe der Kolonialzeit. Danach kamen die Engländer und Franzosen, weshalb man in Kamerun die deutsche Besatzung etwas verklärt. Aber wie kommt es, daß eine 25-jährige dort nie gearbeitet hat? Die Arbeitslosenquote liegt da offiziell bei 3.8% (2012). Kommt mir allerdings ein bißchen niedrig vor.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 26. Oktober 2015, 15:39:56
Aber aufhalten kannst Du sie nicht.

Irgendwie stößt mir, seit dem ich diesen Satz gelesen habe, ständig ein anderer Satz auf, und ich versuche schon den ganzen Tag, mich zu erinnern, wo ich ihn gelesen habe (Boethius? Der Roman "Julian" von Gore Vidal?) und wie er genau lautet. Er ist im Zusammenhang mit einem Gespräch zwischen einem christlichen "Gelehrten" und einem (paganen) Philosophen (oder der Romanfigur des Julian Apostata) gefallen. Der bescheuerte Christ hat nichts besseres zu tun, als dem weisen Mann so etwas wie "Aber daß wir gewonnen haben, das wirst du doch zugeben müssen" um die Ohren zu hauen und Genugtuung daraus zu ziehen. Manche Menschen werden nie begreifen, wie sehr sich ihre "Siege" an ihnen selbst und íhren Nachkommen rächen werden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 26. Oktober 2015, 16:27:27
Das ist dummes Geschwätz. Dann sind Nikibo und ich auch "braune Schreihälse".

Laut Augstein sogar Faschisten:  Gewalt gegen Flüchtlinge: Der Faschismus lebt (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gewalt-gegen-fluechtlinge-der-faschismus-lebt-kolumne-a-1059574.html#ref=meinunghp)

Der haut ja wieder ein paar Dinger raus:

"Wir sehen gerade, wie ein Stück dieser Geschichte lebendig wird: der Faschismus. Nichts anderes ist es, wenn Enttäuschung, Lüge, Hass und Gewalt zu Politik werden: Faschismus."

Ich sehe nicht, wo da irgendwas davon "Politik" wird. Im Gegenteil, stellt die Politik sich doch dagegen.

"Der Sieg des Neoliberalismus - und die Schwäche sowohl linker als auch liberaler Politik - deuten auf eine "allgegenwärtige, wenn auch uneingestandene Erschöpfung und Verzweiflung an der abendländischen Kultur."

Die Kurve zum "Neoliberalismus" mußte er natürlich irgendwie kriegen. Aber Neoliberalismus gleich Faschismus? Der Augstein wird intellektuell immer dünner. Da kann man ja gleich überall "Faschismus" draufkleben, wo einem was nicht gefällt.

"Der Neoliberalismus hat die Menschen glauben gemacht, ein natürliches Gesetz zu repräsentieren, eine objektive Vernunft. Aber er ist eine totalitäre Ideologie. Er beansprucht und erfasst den ganzen Menschen. Wer im Neoliberalismus versagt, versagt darum total."

Das ist natürlich eine sehr ausgefeilte Herleitung. Alles, was "total" ist, ist faschistisch. Jesus war auch Faschist, schließlich erfaßt die Religion auch den ganzen Menschen. Und Veganer sind auch Faschisten, schließlich lehnen die den Fleischverzehr total ab.

Wenn einer polarisieren und jeden Diskurs abwürgen will, dann kann er gerne von Faschismus reden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: schnorchel am 26. Oktober 2015, 17:37:05
Das ist natürlich eine sehr ausgefeilte Herleitung. Alles, was "total" ist, ist faschistisch. Jesus war auch Faschist, schließlich erfaßt die Religion auch den ganzen Menschen. Und Veganer sind auch Faschisten, schließlich lehnen die den Fleischverzehr total ab.

Nein, er schreibt, wenn "Enttäuschung, Lüge, Hass und Gewalt zu Politik werden", ist es Faschismus. Das sehe ich weder bei Jesus noch bei Veganern.


Wenn einer polarisieren und jeden Diskurs abwürgen will, dann kann er gerne von Faschismus reden.

Das rührt an etwas, das mir bei Gabriel zunehmend Bauchschmerzen bereitet bzw. ich bei der SPD insgesamt seit langem(!) vermisse. Anstatt zu überlegen, wie man Merkel am besten kopiert, nur um den Kanzler zu stellen um der Regierungsmacht willen, würde ich gerne endlich mal wieder eine sozialdemokratische Alternative vorgestellt bekommen, über die man diskutieren kann. Aus der eigenen Weltsicht heraus eine Position und ein gesellschaftliches Konzept entwickeln, das für die aktuelle Gegenwart taugt und für das man um möglichst viel Zustimmung wirbt. Das würde uns voranbringen. Pegida & Co haben doch auch deshalb soviel Zulauf, weil keine erkennbaren Alternativen in die Diskussion eingebracht werden. Stattdessen erleben wir einen Wettstreit, wer am klischeehaftesten an den Symptomen herumdoktort.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 26. Oktober 2015, 19:19:12
Mir wurde ja schon viel an den Kopf geworfen in meinem langen Leben - aber als ich neulich auch als Nazi bezeichnet wurde, fiel mir nichts mehr dazu ein. Meine "Nazi"-Meinung ist, dass Leute, die sich noch im Asylverfahren befinden und strafbar werden, damit ihren Antrag selbst abgelehnt haben sollten.

Ich glaube, dass die inflationäre Verwendung dieser Begriffe letztendlich nur dazu konditioniert, Nazisein nicht mehr schlimm zu finden. Das ist der größte Fehler der selbsternannten "Nichtnazis".
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 26. Oktober 2015, 19:30:17
ich glaube, ich weiß, was du meinst: dass bedenkenträger von den "besorgten-bürger-abernazis" vereinnahmt werden?

mit dem strafbar ist das so eine sache...kriminelle straftaten und solche aus bürokratischen gründen wegen meldepflicht oder seltsamen dokumenten werden gern in einen tof geworfen...
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 26. Oktober 2015, 19:47:25
mit dem strafbar ist das so eine sache...kriminelle straftaten und solche aus bürokratischen gründen wegen meldepflicht oder seltsamen dokumenten werden gern in einen tof geworfen...

Also, zu "seltsamen Dokumenten" fällt mir eigentlich nur der Begriff Urkundenfälschung ein. Ist Urkundenfälschung jetzt Deiner Meinung nach eine "kriminelle Straftat" oder eine "Straftat aus bürokratischen Gründen" (den Begriff muß ich mir merken  :evil ), also sozusagen eine "nicht kriminelle Straftat"?

Verstoß gegen die Meldepflicht ist übrigens eine Ordnungswidrigkeit und keine Straftat.

Note to self: Bei der nächsten Strafverteidigung den Richter in Plädoyer mit dem Begriff "Straftat aus bürokratischen Gründen" verwirren...
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 26. Oktober 2015, 19:49:10
Ich war die letzten 30 Jahre als Anwalt wirklich so blöd zu glauben, es gebe nur entweder kriminell oder nicht kriminell... <kopfschüttel>
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 26. Oktober 2015, 19:56:25
als ich neulich auch als Nazi bezeichnet wurde, fiel mir nichts mehr dazu ein.

Darauf zu reagieren, kann man lernen. Sich daran zu gewöhnen, lernt man nie.

Ich hab mir das schon von ausländischen Mandanten anhören müssen, die Unmögliches wollten. Natürlich ist man ausländerfeindlich, weil man denen ja nicht helfen *will* (daß man bei unmöglichen Ansinnen nicht helfen *kann*, begreift die Sorte, die auf dem ausländerfeindlich-Opferticket reitet, nicht). Und ein oder zwei mal war tatsächlich einer dabei, der meinte, mich als Nazi titulieren zu müssen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 26. Oktober 2015, 19:59:29
würde ich gerne endlich mal wieder eine sozialdemokratische Alternative vorgestellt bekommen, über die man diskutieren kann. Aus der eigenen Weltsicht heraus eine Position und ein gesellschaftliches Konzept entwickeln, das für die aktuelle Gegenwart taugt und für das man um möglichst viel Zustimmung wirbt.

Darauf wirst Du lange warten müssen. Wenn die SPD irgendwann so weit ist, daß sie sich um die 5%_Hürde Gedanken machen muß, wird sie vielleicht wach.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 26. Oktober 2015, 20:05:58
Nein, er schreibt, wenn "Enttäuschung, Lüge, Hass und Gewalt zu Politik werden", ist es Faschismus.

Faschismus ist nun aber eine bestimmte Form von politischer Bewegung, die sich vor allem selber so bezeichnet hat. Enttäuschung, Lüge, Hass und Gewalt können zu allem möglichen in der Politik führen. Ist das dann alles Faschismus? Laut Augstein ja.

Zitat
Das sehe ich weder bei Jesus noch bei Veganern.

Er bezog sich auf die totalitäre Ideologie, die "den ganzen Menschen erfasst und beansprucht". Mit der Einstufung als "totalitäre Ideologie" kriegt er die Kurve zum Faschismus. Das macht er sozusagen transitiv. Wenn aus a b folgt und aus b c, dann folgt auch aus a c. Mit dem Trick kann er alles mögliche zum Faschismus erklären, eben auch Jesus und Veganer.

Zitat
Pegida & Co haben doch auch deshalb soviel Zulauf, weil keine erkennbaren Alternativen in die Diskussion eingebracht werden. Stattdessen erleben wir einen Wettstreit, wer am klischeehaftesten an den Symptomen herumdoktort.

Du erkennst keine Alternative zu Pegida in der Diskussion? Dabei hat Merkel die doch relativ klar formuliert. Man nimmt die Leute ohne Obergrenze auf läßt sie durch's Asylverfahren gehen. Das ist doch eine Alternative zu Pegida.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 26. Oktober 2015, 20:08:19
Ich meinte was anderes: der Begriff Nazi in der momentanen Verwendung differenziert nicht.

Und wenn jeder, der ein unpopuläres Wort zur Flüchtlingssituation äussert, verbal mit Hakenkreuzverfechtern und Holocaustverleugnern gleich gesetzt wird, wird der Begriff Nazi salonfähig gemacht.

Logische Trotzreaktion: Pff, dann bin ich eben Nazi.

Verharmlosung durch Überstrapazierung.

Was wäre der nächste logische Schritt? Man fühlte sich schon als unkritische Masse, wenn man nicht wenigstens einmal als Nazi bezeichnet würde. Nazi als Adelung?!

DAS ist die große Gefahr. Eine verbale Nazifizierung eines eben nicht nazifizierten Volkes.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 26. Oktober 2015, 20:13:33
Darauf wirst Du lange warten müssen. Wenn die SPD irgendwann so weit ist, daß sie sich um die 5%_Hürde Gedanken machen muß, wird sie vielleicht wach.

Die sozialdemokratische Alternative wird von Merkel vorgeführt. Das ist das eigentliche Problem der SPD. Die wäre viel besser dran, wenn Merkel dichtmachen würde und die SPD dann die Unmenschlichkeit anprangern könnte, ohne daß das natürlich Einfluß auf die Einwandererzahlen hätte. Nun ist es aber so, daß Merkel da eine Position eingenommen hat, die ziemlich unerwartet und freizügig ist. Jetzt muß die SPD erst mal überlegen, was sie wirklich will. Wenn man ganz gemein ist, könnte man sagen, daß Asylrecht auch eher ins CDU-Programm als ins SPD-Programm gehört. Asyl ist einfach kein ureigenes Thema der Arbeiterbewegung.

Damit befaßt sich eher die Bibel:
"Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedrücken. Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn auch ihr seid Fremdlinge gewesen in Ägyptenland. Ich bin der Herr, euer Gott." (3.Mose 19,33-34)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 26. Oktober 2015, 20:15:58
Ich meinte was anderes: der Begriff Nazi in der momentanen Verwendung differenziert nicht.

ja, natürlich, solange der Begriff noch schockt, kann man damit schön diffamieren, aber irgendwann hat sich das abgeschliffen. Dann schockt er nicht mehr und im Ergebnis wird auch das verharmlost, was damit eigentlich gemeint war.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 26. Oktober 2015, 21:17:34
http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www1.wdr.de/themen/politik/plasberg102_v-gseapremiumxl.jpg&imgrefurl=http://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/&h=396&w=704&tbnid=s62g2azs6fVXbM:&tbnh=120&tbnw=213&usg=__WB2gbx8MZFkvRbHqlvB_HmEt7Rc=&docid=9rH46XY7fNYFtM&itg=1

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 27. Oktober 2015, 08:17:53
Merkel wird verheizt für TTIP.

Indem die Lieblingskanzlerin der Nation eine auf der Rechten unbeliebte Haltung in der Flüchtlingsfrage einnimmt, lässt sich im Hintergrund wunderbar die Demokratie abschaffen. Bis jemand was merkt, ist es zu spät, die Billigstlöhner sind im Land und ob Merkel das übersteht, ist den "Investoren" scheißegal. Sie selber wird großzügig apanagiert, wenn es so weit ist.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 27. Oktober 2015, 09:08:15
Indem die Lieblingskanzlerin der Nation eine auf der Rechten unbeliebte Haltung in der Flüchtlingsfrage einnimmt, lässt sich im Hintergrund wunderbar die Demokratie abschaffen. Bis jemand was merkt, ist es zu spät, die Billigstlöhner sind im Land

Na klar, genau so ist es.

Und damit auch ja keiner mehr eigenständig denkt oder seine Gedanken laut äußert, wird jeder, der nicht Beifall klatscht als Nazi beschimpft oder in "Qualitätsmedien" wie der WELT als miesepetriger Defätist und falscher Patriot (http://www.welt.de/debatte/kommentare/article148058069/Diese-miesepetrigen-Defaetisten-sind-falsche-Patrioten.html?wtrid=newsletter.wasdieweltbewegt.newsteaser...aufmacher) verunglimpft.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Mattieu am 27. Oktober 2015, 10:22:18
Klar. Und das Ganze ist von den Marsmännchen angezettelt, die damit ihre Invasion vorbereiten.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 27. Oktober 2015, 10:42:02
Echt? Kein Scheiß?  :o
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 27. Oktober 2015, 13:14:34
Merkel wird verheizt für TTIP.

Was dem Veganer sein Steak, ist dem Globalisierungskritiker sein TTIP. Alles Neurotiker. Die Leute steigern sich in ihre Ängsten rein und schaukeln sich dabei gegenseitig hoch.

Guck mal nach Brasilien. Da regiert eine ehemalige Marxistin, die den Sinn und Nutzen von Freihandel und internationalen Beziehungen auch nicht versteht. Das Land rutscht immer weiter in die Krise. Mit Protektionismus schadet man sich am Ende immer selber.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 27. Oktober 2015, 13:57:53
Was dem Veganer sein Steak, ist dem Globalisierungskritiker sein TTIP. Alles Neurotiker.

Was Merkel & Co aber nicht daran hindern wird, die Gunst der Stunde zu nutzen und den Flüchtlingsstrom als Grund für "Bürokratieabbau" vorzuschieben. Und die Bürokratie dürfte das Letzte in unserem Rechtssystem sein, was da unter die Räder kommt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 27. Oktober 2015, 14:09:04
Was Merkel & Co aber nicht daran hindern wird, die Gunst der Stunde zu nutzen und den Flüchtlingsstrom als Grund für "Bürokratieabbau" vorzuschieben.

Genauso wird die NSA-Affäre unter den Teppich gekehrt, Vorratsdatenspeicherung beschlossen und die Griechenland-Hilfe durchgewunken. Ich glaube aber andererseits nicht, daß man dazu die Flüchtlinge braucht. Die Öffentlichkeit interessiert sich doch einfach nicht für diese Themen.

Zitat
Und die Bürokratie dürfte das Letzte in unserem Rechtssystem sein, was da unter die Räder kommt.

Die wird immer nur größer.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 27. Oktober 2015, 15:04:14
Genauso wird die NSA-Affäre unter den Teppich gekehrt, Vorratsdatenspeicherung beschlossen und die Griechenland-Hilfe durchgewunken.


Richtig.

Zitat
Ich glaube aber andererseits nicht, daß man dazu die Flüchtlinge braucht. Die Öffentlichkeit interessiert sich doch einfach nicht für diese Themen.

Es schadet jedenfalls nicht, das breite Publikum damit beschäftigt zu halten, wenn es gerade keine Fußball-WM, Mondlandung oder ähnliches aus dem Ressort Brot und Spiele gibt. Eine dringende humanitäre Kiste wie massenweise Flüchtlinge hat darüber hinaus den nicht gering zu schätzenden Vorteil, daß die Handvoll von Menschen, die politisch aktiv sind, sich aufopferungsvoll um die Sache der Flüchtlinge kümmern und überhaupt nicht mehr die Kapazitäten frei haben, sich um etwas anders zu kümmern. Die paar Leute, die aufschreien könnten, sind also auf Sicht anderweitig beschäftigt. Regierung, Bundestag, Europaparlament und die diversen Lobbygruppen haben freie Bahn für Schindluder aller Art.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 28. Oktober 2015, 12:07:22
Und dieses Schindluder ist derzeit TTIP.

Wer es neurotisch findet, wenn es verboten wird, für das Wirtschaftsleben Regeln aufzustellen, sollte sich selber mal durchchecken lassen. Oder er ist eben ein Feind der Demokratie.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 28. Oktober 2015, 14:23:09
Warum nicht gleich ein Faschist? 
Weil es das nicht ist.

Zitat
Lies mal genau, was du da schreibst.
Lies es doch selbst.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 28. Oktober 2015, 15:38:00
OH JE!

Jetzt habe ich mich böd verklickt, sorry ... ich wollte bloß zitieren.

Ich hoffe, man glaubt mir den Unfall ....
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 28. Oktober 2015, 16:40:28
Na gut, daß ich's noch im Cache hatte. Aber das andere Posting kannst du selber reparieren.

Wer es neurotisch findet, wenn es verboten wird, für das Wirtschaftsleben Regeln aufzustellen, sollte sich selber mal durchchecken lassen. Oder er ist eben ein Feind der Demokratie.

Warum nicht gleich ein Faschist? Lies mal genau, was du da schreibst. TTIP ist ein Regelwerk. Und seit wann sind Handelsverträge demokratiefeindlich? Wir haben etliche davon? Soll man die alle kündigen? Nach deiner Logik ja, denn sowas ist ja demokratiefeindlich.

Neurotisch ist es, da alles Unheil der Welt reinzuinterpretieren. TTIP wird zum Popanz aufgeblasen. Wäre der Vertrag auch nicht gerade mit den USA, würde das die Demonstranten kaum stören und wäre er mit Russland würden sie ihn vielleicht sogar feiern. Eigentlich geht's denen doch um was anderes.

Am besten gleich die EU auflösen, denn so ein Binnenmarkt ist ja demokratiefeindlich. Und den Euro abschaffen. Der ist auch demokratiefeindlich. Und dann kommt man langsam auch dahinter, aus welcher Richtung der Wind bei den Protesten wirklich weht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 28. Oktober 2015, 16:43:11
Weil es das nicht ist.

Man ist auch kein Feind der Demokratie, wenn man bei TTIP nicht gleich den Herzkasper kriegt und als Chlorhühnchen verkleidet durch die Gegend rennt.

Zitat
Lies es doch selbst.

Du schriebst, es würde "verboten für das Wirtschaftsleben Regeln aufzustellen". Nun ist aber TTIP ein Regelwerk, das eben das Wirtschaftsverhältnis zur USA regeln soll. Insofern ergibt die Aussage nicht besonders viel Sinn.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 30. Oktober 2015, 01:23:46
das Zentrum für politische Schönheit zitiert:
http://www.stern.de/politik/deutschland/fluechtlinge-in-deutschland--es-ist-zeit-den-kreislauf-zu-durchbrechen---gastbeitrag-von-frank-stauss-6526456.html
so ist es richtig!

die von den Rechten gestreuten Gerüchte erweisen sich mal wieder als völlig haltlos und inhaltsleer
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Fluechtlingsunterkunft-Muehlengeez-problemlos,fluechtlinge4664.html

wird von Pegida und Konsorten natürlich wieder als Lügenpresse diffamiert werden. Flimmz
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 30. Oktober 2015, 06:48:31
Das Zenrum für politische Schönheit kann mich mal - jedenfalls seit der "Statistik", nach der es in D keine Morde durch Islamisten gab, währen nebenan ganze Zeitschriftenredaktionen von Islamisten ausradiert werden. Verlogenes Pack, das im Glashaus sitzt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 30. Oktober 2015, 06:59:39
Wenn doch nur jeder dieser verständnisvollen Menschen, die mit so wunderbarer Penetranz täglich ihre Pro-Asyl-Lippenbekenntnisse in die Welt göbeln, nur 2, 3 Flüchtlinge bei sich daheim aufnehmen würde, dann müsste kein Flüchtling über den Winter in Zelten leben.

Aber soweit geht die Nächstenliebe dann wohl doch nicht. 
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 30. Oktober 2015, 08:57:07
Wenn doch nur jeder dieser verständnisvollen Menschen, die mit so wunderbarer Penetranz täglich ihre Pro-Asyl-Lippenbekenntnisse in die Welt göbeln, nur 2, 3 Flüchtlinge bei sich daheim aufnehmen würde, dann müsste kein Flüchtling über den Winter in Zelten leben.

Aber soweit geht die Nächstenliebe dann wohl doch nicht.

 :evil :evil :evil

Die Angst vor Einquartierungen ist allerdings echt und greift um sich, mag sie nun begründet sein, oder nicht.

Waren es anfangs fast nur alte Menschen, die selbst noch nach dem Krieg die Wohnraumzwangsbewirtschaftung miterlebt haben, sind es inzwischen mehr und mehr "normale" Leute. Auf meiner Anwaltsmailingliste mehren sich die Meldungen verzweifelter Kollegen, die von Mandanten angegangen werden, damit sie quasi vorbeugend etwas gegen eine mögliche Einquartierung unternehmen. Das ist grotesk, aber da gibt es echte Ängste, begründet oder nicht.

Uns dann kommen Politik, Mainstreammedien und der übliche Mob aus den sozialen Netzwerken und hat nichts besseres zu tun, als diese Menschen als Nazis zu beschimpfen. So werden diese Menschen überhaupt erst in die Arme von Pegida und Co. getrieben!
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 30. Oktober 2015, 10:32:07
die von den Rechten gestreuten Gerüchte erweisen sich mal wieder als völlig haltlos und inhaltsleer

Deshalb sind es ja auch Gerüchte. Leider gibt es aber nicht nur Gerüchte. Mir ist vor einiger Zeit ein internes Papier aus der Verwaltung einer Flüchtlingsunterkunft zugespielt worden, in dem über gehäufte sexuelle Übergriffe berichtet und dringend um Handlungsanweisungen von "oben" gebeten wird. So was landet nicht in den Mainstreammedien. Es landet in überhaupt keinen Medien.

Und so was:

Flüchtlinge kritisieren Unterkünfte in Rothwesten (http://www.hna.de/kassel/kreis-kassel/fuldatal-ort83863/rothwesten-fluechtlinge-kritisieren-unterkunft-5559771.html)

haben sich ja nicht irgendwelche Pegidisten und Nazis aus den Fingern gesogen. Mir wäre jedenfalls neu, daß es sich bei der HNA um ein faschistoides Hetzblatt handelt.

Zitat
„Schlepper und Presseberichte in ihrem Land machen den Menschen Versprechungen, die nicht der Wirklichkeit entsprechen.“ Unter den Flüchtlingen seien auch zwei syrische Familien mit insgesamt fünf Kindern sowie mehrere Alleinreisende, die sich weigern in der notdürftig fertiggestellten Unterkunft zu bleiben. Die Umstände seien „menschenunwürdig, die Lage der Unterkunft nicht zentral genug. „Die Menschen wollen alle am liebsten in Kassel leben und dort eine eigenen Wohnung beziehen“

Da kommen zum Teil Leute nach Deutschland, die eine Anspruchshaltung an den Tag legen, bei der einem schlecht werden kann. Jede Nacht 5.000 Menschen über einen kleinen Grenzübergang in Bayern und jeder von denen bekommt eine bezugsfertige Wohnung zugewiesen, möglichst in zentraler Lage einer Großstadt? Hallo? Von welchem Planeten kommen die? Wer erzählt denen so einen Scheiß?

Hat irgendein deutscher Emigrant, Jude oder politisch verfolgt, der nach 1933 vor den Nazis aus Deutschand fliehen mußte, irgendeine derartige Leistung für lau irgendwo auf der Welt erhalten?

Kommt doch bitte mal alle wieder zurück auf den Boden der Tatsachen!

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 30. Oktober 2015, 23:19:19
Das Zenrum für politische Schönheit kann mich mal - jedenfalls seit der "Statistik", nach der es in D keine Morde durch Islamisten gab, währen nebenan ganze Zeitschriftenredaktionen von Islamisten ausradiert werden. Verlogenes Pack, das im Glashaus sitzt.
reden wir jetzt über Flüchtlinge oder Islamisten?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 30. Oktober 2015, 23:29:10
https://scontent-ams2-1.xx.fbcdn.net/hphotos-xaf1/v/t1.0-9/12189813_1235328709825993_3137264780513119695_n.jpg?oh=9580415737f5db9619afa0296b81c4d1&oe=56B11B94 (https://scontent-ams2-1.xx.fbcdn.net/hphotos-xaf1/v/t1.0-9/12189813_1235328709825993_3137264780513119695_n.jpg?oh=9580415737f5db9619afa0296b81c4d1&oe=56B11B94)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 30. Oktober 2015, 23:44:24
Wenn doch nur jeder dieser verständnisvollen Menschen, die mit so wunderbarer Penetranz täglich ihre Pro-Asyl-Lippenbekenntnisse in die Welt göbeln, nur 2, 3 Flüchtlinge bei sich daheim aufnehmen würde, dann müsste kein Flüchtling über den Winter in Zelten leben.

Aber soweit geht die Nächstenliebe dann wohl doch nicht.

hab ich schon vor 6 Wochen gepostet.
Hab ich auch schon drüber nachgedacht. Fliegt sie raus, werden ca. 800 Ocken jeden Monat fällig. Zur Zeit sinds 300. Die Differenz wär so in etwa der Preis für die Aufnahme einer Flüchtlingswaise. Soll das Land doch mal ne Homepage einrichten. Wer nimmt Refugees auf? Kann doch nicht so schwer sein.
kam bislang nix.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 31. Oktober 2015, 04:01:08
Auskunft, wie Du das bewerkstelligen kannst, bekommst Du bei Deiner Stadt. Das hier steht seit 10/2014 im Netz.
http://www.proasyl.de/fileadmin/fm-dam/q_PUBLIKATIONEN/2014/Infopapier-Fluechtlinge_privat_aufnehmen-PROASYL-Nov-2014.pdf (http://www.proasyl.de/fileadmin/fm-dam/q_PUBLIKATIONEN/2014/Infopapier-Fluechtlinge_privat_aufnehmen-PROASYL-Nov-2014.pdf)


oder hier:
http://www.fluechtlinge-willkommen.de
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 31. Oktober 2015, 08:58:27
reden wir jetzt über Flüchtlinge oder Islamisten?

Das eine schließt das andere leider nicht aus. Abgesehen davon hast Du von den Islamisten angefangen:

Um es mal auf den Punkt zu bringen:
Anzahl der durch Islamisten in schland getöteten Bürger: Null
Anzahl der hier lebenden Bürger, die durch fremdenfeindliche Attacken getötet oder verletzt wurden. Tausende

Dieser "Vergleich" stammt von diesem Verein für politische Schönheit oder erlangte jedenfalls durch ihn größere Bekanntheit. Mit so einem verlogenen Spruch Stimmung zu machen, während nebenan in Frankreich die Fetzen fliegen oder in Spanien schon mal ein Vorortzug von Islamisten in die Luft gejagt wird, zeugt nicht gerade von Aufrichtigkeit - es sei denn von aufrichtiger Dummheit. Was gestern in Frankreich passiert, wird morgen hier passieren.

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 31. Oktober 2015, 09:39:47
ich denke, ganter meint sowas:

http://www.huffingtonpost.de/2015/10/30/fluechtlinge-maedchen-vergewaltigt_n_8431790.html?ncid=fcbklnkdehpmg00000002

HIER wird mit erfundenen taten angst entfacht.  das ist was anderes als : könnte hier auch passieren.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 31. Oktober 2015, 10:21:49
Erfunden?
http://www.welt.de/regionales/hamburg/article147461333/Wie-Frauen-in-Fluechtlingslagern-zu-Freiwild-werden.html
http://www.welt.de/regionales/hamburg/article147284554/Hamburg-stellt-Schutzzelte-fuer-Fluechtlingsfrauen-auf.html
Nehmt doch einfach mal die rosarote Brille ab.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: grashopper am 31. Oktober 2015, 11:32:42
Interessant (https://de-de.facebook.com/DunjaHayali)

Seit Jahren leben wir hier mit Türken, Spaniern, Italienern, Asiaten, Afrikanern, Franzosen, Holländern, Belgiern und anderen Landesgenossen zusammen.

Mosleme leben hier auch schon seit Jahren. Und?

Ging doch gut, soweit sich keine "Schleicher" eingeschmuggelt haben, die Terrorismus oder Attentate im internationalen Netz planten und an der internationalen Umsetzung daran mitarbeiteten. Bei uns hielt sich doch der Terrorismus seit nahezu zwei Jahrzehnten in Grenzen.

Dass innerhalb von Massen-Flüchtlingslagern Streitigkeiten und auch körperliche Angriffe entstehen, liegt auch an den blanken Nerven von ihnen. Dass bei den Massen an Flüchtlingen auch erst einmal Felder an Müllabfall entstehen, ist irgendwie auch nachvollziehbar.

Diese Flüchtlingswelle kam eben für unser Land ziemlich unvorhergesehen. Genauso wie die Maueröffnung zwischen West und Ost damals bei uns im Lande. Und?

Es wurde geschafft, und der Solidaritätszuschlag  wird weiter gefordert, obwohl wir noch nicht mal wissen, wo er zweckentsprechend einfließt! Pseudo-Zuschlag

Die Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Afghanistan haben vorher wie wir gelebt, Privatatmosphäre, ggf. ohne Angst auf Terror oder Krieg oder Attentate.

Und sich eben jetzt in der erheblichen Krise des Kriegs dazu entschieden, auszuwandern bzw. zu flüchten. Dokumentationen dazu gibt es genug.

Wenn ich mich in einem solchen Ernstfall entscheiden müsste, ob ich den Weg der Flucht auf mich nehme oder einfach den Kopf und das Schicksal von ihm hinhalte, weiß ich selbst nicht, da es Gott sei Dank noch nicht so weit ist und hoffentlich auch nicht soweit kommen wird.













Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 31. Oktober 2015, 12:58:15
Mosleme leben hier auch schon seit Jahren. Und?

Und? Das kann ich Dir sagen: Die Moslems von heute sind nicht mehr die, die hier vor 20, 25, 30 Jahren als Gastarbeiter eingereist sind. Während die sich früher integriert haben, werden heute immer mehr Moslems immer radikaler und lehnen unsere Gesellschaft, in der die meisten von ihnen sogar geboren wurden und aufgewachsen sind, ab. Mittlerweile siehst Du in Frankfurt/M. nicht nur immer mehr Frauen mit Kopftuch, sondern sogar immer mehr Vollverschleierte. Geschichten, wie sie Nikibo über den Freund ihrer Stieftochter berichten, sind leider keine skurrilen Einzelfälle mehr. Wer natürlich in Meck-Pomm wohnt und Neuköllner Zustände nur vom Hörensagen kennt, der kann sich leicht zurücklehnen und Sprüche klopfen. Es gibt Gegenden in Köln, in der Nähe der Kreutzerstr. z.B., da redet fast keiner mehr deutsch. Und es gibt Viertel in Brüssel, da fahre ich mittlerweile nur noch mit verriegelten Türen durch.

Zitat
Bei uns hielt sich doch der Terrorismus seit nahezu zwei Jahrzehnten in Grenzen.

Du schreibst das selbst im Imperfekt. Go figure.

Zitat
Dass innerhalb von Massen-Flüchtlingslagern Streitigkeiten und auch körperliche Angriffe entstehen, liegt auch an den blanken Nerven von ihnen. Dass bei den Massen an Flüchtlingen auch erst einmal Felder an Müllabfall entstehen, ist irgendwie auch nachvollziehbar.

Dann darf man eben nicht so viele auf einmal hereinlassen, sondern immer nur so viele, wie man mit vernünftigem Aufwand menschenwürdig unterbringen und versorgen kann.

Zitat
Diese Flüchtlingswelle kam eben für unser Land ziemlich unvorhergesehen.

Blödsinn. Und sie ist noch gar nichts gegen das, was uns über Lybien her aus Afrika noch bevorsteht. Und das werden alles lupenreine Wirtschaftsflüchtlinge sein.

Zitat
Wenn ich mich in einem solchen Ernstfall entscheiden müsste, ob ich den Weg der Flucht auf mich nehme oder einfach den Kopf und das Schicksal von ihm hinhalte

Darum geht es doch überhaupt nicht!!!

Hat hier eigentlich irgendjemand überhaupt jemals Art. 16 GG gelesen? Oder die Genfer Flüchtlingskonvention?

Ist hier überhaupt jemand, der weiß, worum es hier geht???

Nehmt doch einfach mal die rosarote Brille ab.

Das wird nicht passieren. Da kannste nur noch kopfschüttelnd zukucken.

ich denke, ganter meint sowas

...und generalisiert damit, daß sowas:

http://www.welt.de/regionales/hamburg/article147461333/Wie-Frauen-in-Fluechtlingslagern-zu-Freiwild-werden.html
http://www.welt.de/regionales/hamburg/article147284554/Hamburg-stellt-Schutzzelte-fuer-Fluechtlingsfrauen-auf.html

...erstunken und erlogen ist.

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: grashopper am 31. Oktober 2015, 15:04:28
Ich halte mich jetzt mal aus dem Thema raus.Meine Ansicht der aktuellen Situation lasse ich mir nicht ausreden.











Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 31. Oktober 2015, 18:02:51
Ging doch gut, soweit sich keine "Schleicher" eingeschmuggelt haben, die Terrorismus oder Attentate im internationalen Netz planten und an der internationalen Umsetzung daran mitarbeiteten. Bei uns hielt sich doch der Terrorismus seit nahezu zwei Jahrzehnten in Grenzen.

Den exportieren wir. Man sollte sich mal anschauen, wo die IS-Kämpfer herkommen. Das ist Stand November 2014

 Rekruten für den "Islamischen Staat": Die Weltkarte des Terrors (http://www.spiegel.de/politik/ausland/is-islamischer-staat-zehntausende-auslaendische-kaempfer-machen-mit-a-1001193.html)

Was wird denn in den Herkunfsländern getan? Welche von denen nehmen Flüchtlinge auf?

Zitat
Wenn ich mich in einem solchen Ernstfall entscheiden müsste, ob ich den Weg der Flucht auf mich nehme oder einfach den Kopf und das Schicksal von ihm hinhalte, weiß ich selbst nicht, da es Gott sei Dank noch nicht so weit ist und hoffentlich auch nicht soweit kommen wird.

Die Entscheidung wegzugehen ist ja auch nachvollziehbar, vor allem, wenn man selber wenig dafür tun kann, daß sich dort irgendwas bessert. Die Integration wird trotzdem schwierig. Die kulturelle Barriere ist ziemlich hoch. Man darf auch mal daran erinnern, daß die meisten vor Assads Bomben flüchten und der wird von Iran und Russland an der Macht gehalten. Deshalb sollte man auch mal fragen, wieviele Flüchtlinge diese beiden Länder aufnehmen. Vermutlich so gut wie gar keine.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 31. Oktober 2015, 20:58:02
Habe ich vergessen zu erwähnen, dass meine Süße auch Muslima ist?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 31. Oktober 2015, 20:59:45
1. Das eine schließt das andere leider nicht aus. Abgesehen davon hast Du von den Islamisten angefangen:

2. ... Mit so einem verlogenen Spruch Stimmung zu machen, während nebenan in Frankreich die Fetzen fliegen oder in Spanien schon mal ein Vorortzug von Islamisten in die Luft gejagt wird, zeugt nicht gerade von Aufrichtigkeit - es sei denn von aufrichtiger Dummheit. Was gestern in Frankreich passiert, wird morgen hier passieren.
1. ja leider
2. Ich darf aber höflich darauf hinweisen, dass die Hebdo Attentäter Franzosen waren.
Chérif und Saïd Kouachi wurden in Paris geboren, Coulibaly in  Juvisy-sur-Orge
Der Terrorist Serhane Ben Abdelmajid, der mutmaßlich für die Anschläge auf die spanischen Vorortzüge verantwortlich war, studierte in Madrid.

Was allerdings richtig sein dürfte ist die Befürchtung, dass wir uns auch einige Kriminelle ins Land holen. Die auszusortieren und die hier straffällig Werdenden wieder loszuwerden, gehört zu den Herausforderungen, die gemeistert werden müssen.

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 31. Oktober 2015, 21:07:05
Habe ich vergessen zu erwähnen, dass meine Süße auch Muslima ist?

Und du noch nicht?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 31. Oktober 2015, 23:13:09
Habe ich vergessen zu erwähnen, dass meine Süße auch Muslima ist?

Who the fuck cares?

Ich kenne jede Menge Moslems und die meisten sind "normal". Ich kenne aber auch ein paar, die ich für grenzwertig halte und ein oder zwei, die meiner Meinung nach am Kippen sind.

Und du noch nicht?

Er wird aus ihr eine aufrechte Atheistin machen, stimmt´s?

Ich darf aber höflich darauf hinweisen, dass die Hebdo Attentäter Franzosen waren.
Chérif und Saïd Kouachi wurden in Paris geboren, Coulibaly in  Juvisy-sur-Orge
Der Terrorist Serhane Ben Abdelmajid, der mutmaßlich für die Anschläge auf die spanischen Vorortzüge verantwortlich war, studierte in Madrid.

Wovon rede ich denn die ganze Zeit? Doch von den durchgeknallten Radikalisierten, und das sind nicht die der ersten Generation, die sind hier geboren. Und glaubt ernsthaft jemand, unter den Flüchtlingen gäbe es die nicht?

Zitat
Was allerdings richtig sein dürfte ist die Befürchtung, dass wir uns auch einige Kriminelle ins Land holen. Die auszusortieren und die hier straffällig Werdenden wieder loszuwerden, gehört zu den Herausforderungen, die gemeistert werden müssen.

Um diese Herausforderung meistern zu können, muß man darüber offen und ernsthaft reden können und nicht jeden, der das Thema anspricht als Nazi und Pegidisten beschimpfen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 31. Oktober 2015, 23:14:47
Man darf auch mal daran erinnern, daß die meisten vor Assads Bomben flüchten und der wird von Iran und Russland an der Macht gehalten. Deshalb sollte man auch mal fragen, wieviele Flüchtlinge diese beiden Länder aufnehmen. Vermutlich so gut wie gar keine.

Darauf kannst Du einen lassen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 31. Oktober 2015, 23:25:48
Er wird aus ihr eine aufrechte Atheistin machen, stimmt´s?

Mal sehen. Wie sind die thailändischen Muslime eigentlich drauf? Sind ja wohl eine Minderheit von nur 4.5%. Etwa so viele wie in Deutschland.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 01. November 2015, 00:30:04
...
Um diese Herausforderung meistern zu können, muß man darüber offen und ernsthaft reden können und nicht jeden, der das Thema anspricht als Nazi und Pegidisten beschimpfen.
wird doch, also angesprochen.
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-07/bundestag-reform-bleiberecht-asylbewerber
http://www.shortnews.de/id/1173049/organisierte-kriminalitaet-polizei-fordert-abschiebung-straffaelliger-fluechtlinge
http://www.huffingtonpost.de/2015/09/28/express-abschiebung-straffallige-fluchtlinge_n_8208650.html

In Itzehoe haben sich Araber und Kurden eine Massenschlägerei geleistet und Sicherheitsleute und Polizisten angegriffen und verletzt.
http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Studt-verurteilt-Schlaegerei-unter-Fluechtlingen,polizei3328.html

Ich hab kein prob damit, solche Leute erst mal zu kasernieren. Da dürfen sie dann gerne ihren Frust ablassen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 01. November 2015, 00:32:01
...

Dann darf man eben nicht so viele auf einmal hereinlassen, sondern immer nur so viele, wie man mit vernünftigem Aufwand menschenwürdig unterbringen und versorgen kann.

...
Das ist der Wunsch aller. Ich frag mich nur, wie Du Dir die Umsetzung vorstellst.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 01. November 2015, 00:37:04
Da spricht einer ganz laut aus, was er denkt.
http://www.stern.de/politik/deutschland/marcus-pretzell--afd-politiker-will-fluechtlinge-mit-schusswaffen-stoppen-6529554.html
Zitat:
Als ein Zuhörer den Vorschlag, zur Grenzsicherung einen Zaun zu errichten, für unwirksam erklärte, konterte Pretzell mit der Ultima Ratio, eine Schusswaffe zu benutzen. "Damit könnte man signalisieren, dass es nicht weitergeht."

Da hat einer die NPD ja ganz weit rechts überholt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 01. November 2015, 01:27:04
Um diese Herausforderung meistern zu können, muß man darüber offen und ernsthaft reden können und nicht jeden, der das Thema anspricht als Nazi und Pegidisten beschimpfen.

Ich erlebe es nicht nur hier in diesem thread, sondern auch "draußen" viel häufiger anders herum.

Ich bin öfter der penetrant rumgöbelnde Gutmensch mit der rosaroten Brille, als der Nazi.

Offensichtlich gibt es auf allen Seiten das starke Bedürfnis, die Andersdenkenden in Schubladen zu werfen und nicht ernst zu nehmen.

Ich persönlich diskutiere die Flüchtlingsproblematik nur noch mit Leuten, die sich dieses Agumentationsstils nicht bedienen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 01. November 2015, 08:36:27
Das ist der Wunsch aller. Ich frag mich nur, wie Du Dir die Umsetzung vorstellst.

Z.B. Zäune an der Grenze jeden Landes. Hält niemanden wirklich ab, verlangsamt aber den Strom deutlich. Und z.B., daß die Österreicher oder sonstwer die Leute nicht mehr an der Grenze abgreift, in Busse setzt und direkt an die deutsche Grenze karrt. Flüchtlinge dürfen nicht mehr selbst entscheiden, in welches Land sie kommen, und alle Länder in der EU müssen Flüchtlinge aufnehmen.

Ich kann dieses "Mama Merkel"-Geschrei langsam nicht mehr hören!
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 01. November 2015, 08:52:42
Wie sind die thailändischen Muslime eigentlich drauf?

Naja, es gibt bei ihm zuhause kein Schweinefleisch mehr...
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Retro99 am 01. November 2015, 14:08:03
Und was bringt es, wenn man den Strom der Flüchtlinge verlangsamt? Aufgeschoben ist nicht aufgehoben
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 01. November 2015, 16:01:46
Es bringt Zeit, das in geregelte Bahnen zu lenken, die Leute woanders hin zu verteilen und noch so einiges mehr.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 01. November 2015, 17:31:53
Z.B. Zäune an der Grenze jeden Landes. Hält niemanden wirklich ab, verlangsamt aber den Strom deutlich. Und z.B., daß die Österreicher oder sonstwer die Leute nicht mehr an der Grenze abgreift, in Busse setzt und direkt an die deutsche Grenze karrt. Flüchtlinge dürfen nicht mehr selbst entscheiden, in welches Land sie kommen, und alle Länder in der EU müssen Flüchtlinge aufnehmen.

Der letzte Punkt wäre schon eine ziemliche Abschreckung. Wenn die Flüchtlinge damit rechnen müssen, in die Slowakei, nach Estland oder Rumänien zu kommen, wird die Einwanderung deutlich unattraktiver. Nicht daß ich in diesen Ländern nicht selber leben wollte, aber es kursieren über Deutschland hanebüchende Vorstellungen vom Schlaraffenland. Damit meine ich nicht die Vorstellungen vom Leben in einem reichen Land, sondern völlig überzogene Gerüchte über den Umfang staatlicher Leistungen. Vielleicht sollte man in den Herkunftsländern mehr darüber aufklären, was wirklich realistisch ist.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 01. November 2015, 17:32:52
Naja, es gibt bei ihm zuhause kein Schweinefleisch mehr...

Spätestens wenn der Trauschein da ist, beginnt das Ehegattenverbesserungsprogramm und das bedeutet in diesem Fall die Konvertierung.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 01. November 2015, 18:22:20
Spätestens wenn der Trauschein da ist, beginnt das Ehegattenverbesserungsprogramm

Also grundsätzlich genau das, was Frauen nach der Hochzeit so machen. Nichts ungewöhnliches also.  8)

Zitat
und das bedeutet in diesem Fall die Konvertierung.
  :evil
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 01. November 2015, 22:28:41
Mal sehen. Wie sind die thailändischen Muslime eigentlich drauf? Sind ja wohl eine Minderheit von nur 4.5%. Etwa so viele wie in Deutschland.
Für die ganze Gemeinde kann ich nicht sprechen, aber sie ist die buddhistischste Muslima, die man sich denken kann.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 02. November 2015, 01:34:36
schland, wie es lebt und bebt
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/magdeburg-bis-zu-30-angreifer-verpruegeln-fluechtlinge-a-1060579.html
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 02. November 2015, 06:39:36
Das ist auch Deutschland. Und angesichts der Massen machen die das gar nicht schlecht. http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2503430/Flüchtlinge:Willkommen-oder-unerwünscht
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 02. November 2015, 08:28:09
sie ist die buddhistischste Muslima, die man sich denken kann.

Wie hat man sich so was vorzustellen?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 02. November 2015, 08:31:24
schland, wie es lebt und bebt

Wenn sich das genauso rumspricht wie der Auftritt von Ihr-Kinderlein-kommet-Mama-Merkel, dann hätte es immerhin den Effekt, daß einige Flüchtlinge eine differenziertere Haltung zu Deutschland einnehmen und sie schauen, in welchen Ländern sie sonst noch unterkommen könnten.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 02. November 2015, 08:34:44
es kursieren über Deutschland hanebüchende Vorstellungen vom Schlaraffenland. Damit meine ich nicht die Vorstellungen vom Leben in einem reichen Land, sondern völlig überzogene Gerüchte über den Umfang staatlicher Leistungen.

Die Befürchtung habe ich auch.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 02. November 2015, 09:36:38
Wenn sich das genauso rumspricht wie der Auftritt von Ihr-Kinderlein-kommet-Mama-Merkel, dann hätte es immerhin den Effekt, daß einige Flüchtlinge eine differenziertere Haltung zu Deutschland einnehmen und sie schauen, in welchen Ländern sie sonst noch unterkommen könnten.

Ich glaub, ich spinne!

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 02. November 2015, 09:58:32
Wie hat man sich so was vorzustellen?
"Don't eat pork and love me".
Mein Atheismus ist genehmigt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 02. November 2015, 10:12:48
Ich glaub, ich spinne!

Durchaus nicht. Ich habe wirklich ganz stark den Eindruck, daß viele Flüchtlinge ziemlich bizarre Vorstellungen davon haben, was sie hier erwartet. Man muß ihnen aber auch mitteilen, daß es ein paar völlig Durchgeknallte hier gibt, die nicht davor zurückschrecken, Flüchtlinge tätlich anzugreifen oder Flüchtlingsunterkünfte anzuzünden. Man muß den Menschen ein ungeschöntes Bild von Deutschland geben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 02. November 2015, 10:49:04
Open-Source-Map für Flüchtlinge (http://www.computerwoche.de/a/open-source-map-fuer-fluechtlinge,3218237?tap=7f8a9d878e05b6741b0c808fe99a1535&r=764616115279608&lid=461528&pm_ln=35)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 02. November 2015, 12:27:15
"Don't eat pork and love me".
Mein Atheismus ist genehmigt.

Du darfst kein Schwein mehr essen? Da fängt die Ehegattenverbesserung ja schon an.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 02. November 2015, 12:41:12
Das wird ihm als Vegetarier ja nicht schwerfallen.
Und zu dem Atheismus wird ihr auch schon noch was einfallen. Und wenn sie vorgibt, daß er pro forma Muslim werden muß, um sie heiraten zu können.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 02. November 2015, 12:42:49
Mannomann, ihr zwei Saftnasen :D. Nun lasst ihn doch mal glücklich sein.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 02. November 2015, 13:04:03
Wir frozzeln doch nur.  ;D
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 02. November 2015, 21:49:22
Durchaus nicht. Ich habe wirklich ganz stark den Eindruck, daß viele Flüchtlinge ziemlich bizarre Vorstellungen davon haben, was sie hier erwartet. Man muß ihnen aber auch mitteilen, daß es ein paar völlig Durchgeknallte hier gibt, die nicht davor zurückschrecken, Flüchtlinge tätlich anzugreifen oder Flüchtlingsunterkünfte anzuzünden. Man muß den Menschen ein ungeschöntes Bild von Deutschland geben.
das tun wir grade
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/dresden-und-pirna-mehrere-auslaender-bei-angriffen-verletzt-a-1060756.html
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 03. November 2015, 00:05:37
Mannomann, ihr zwei Saftnasen :D. Nun lasst ihn doch mal glücklich sein.

Ich wünsche ihm, daß er mit ihr das Glück seines Lebens gefunden hat. Gegen ein bißchen witzeln wird er dann aber auch immun sein. Und ein bißchen Realitätscheck kann auch nicht schaden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 03. November 2015, 08:22:24
Sozialleistungen für Flüchtlinge im Vergleich (http://www.welt.de/wirtschaft/article146786866/So-grosszuegig-ist-Deutschland-zu-Fluechtlingen-wirklich.html)

In Österreich z.B. gibt´s mehr als in Deutschland. Da gibt es wohl ein Kommunikationsproblem bei denjenigen, die so schnell wie möglich durch Österreich durch nach Deutschland wollen. Es wäre interessant, herauszubekommen, wie das mit Arbeitserlaubnissen in den einzelnen EU-Ländern aussieht.

In meinem Heimatlandkreis gab es eine Order des Landratsamtes an die freiwilligen Feuerwehren im Kreis. Jede Feuerwehr solle 25 "Freiwillige" zum Bau einer Flüchtlingsunterkunft abstellen. Es gibt hier im Kreis Feuerwehren, die haben nicht mal 25 aktive Mitglieder.

Wer weiß, was für Schwierigkeiten Mitgleider der freiwilligen Feuerwehren oft schon wegen ihrer normalen Einsätze am Arbeitsplatz haben, der kann sich vorstellen, wie begeistert die jetzt sind. Was macht eigentlich die Bundeswehr so? Schießen können die doch mit ihren kaputten Gewehren sowieso nicht, und der Rest der Ausrüstung taugt auch nix. Da können die unsere Steuergelder mal sinnvoll einsetzen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 03. November 2015, 09:09:26
Und zu dem Atheismus wird ihr auch schon noch was einfallen. Und wenn sie vorgibt, daß er pro forma Muslim werden muß, um sie heiraten zu können.
Ich habe wesentlich länger meiner Mutter vorgespielt, ein Christ zu sein, als ich jetzt noch leben werde.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 03. November 2015, 09:42:08
Vielleicht wäre es jetzt ein guter Zeitpunkt, eine Beziehung nicht mit einer Lüge zu beginnen und sich nicht mehr zu verbiegen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 03. November 2015, 10:07:02
Ich habe ihr das gesagt. Es geht um ihre Verwandtschaft.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 03. November 2015, 10:19:08
Scheiß auf die bucklige Verwandtschaft. Oder gibt´s dort keine standesdamtliche Trauung?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 03. November 2015, 10:40:53
Sie will nicht auf ihre Familie scheißen.
Ich komme schon klar.
Sie ist nicht besonders religiös. Sie weiß nicht ein Mal, ob sie Sunnitin oder Schiitin ist.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 03. November 2015, 11:17:50
Sie ist nicht besonders religiös. Sie weiß nicht ein Mal, ob sie Sunnitin oder Schiitin ist.

Das ist sympathisch.

Ich weiß nicht viel über Ostasien; aber manchmal habe ich den Eindruck, daß manche Bevölkrungsgruppen sich irgendwann mal haben zwangsislamisieren lassen um ihre Ruhe zu haben, ihnen der Scheiß ansonsten so ziemlich am Arsch vorbeigeht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 03. November 2015, 11:22:08
Die Stadt aus der sie stammt, hatte in vergangenen Jahrhunderten sehr viele internationale Beziehungen; ich vermute, dass die muslimische Gemeinde von daher übriggeblieben ist. Im Umland gibt es jedenfalls keine Muslime.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 03. November 2015, 14:39:17
Neues aus dem kleinen gallischen Dorf vom Kirchenvorstand einer kleinen, den Anwesenden bekannten Kirchengemeinde aus dem Frankfurter Umland. Ein sehr engagierter ehrenamtlicher Helfer aus der örtlichen Flüchtlingsunterkunft berichtet genervt, die Flüchtlinge hätten sich darüber beschwert, daß ihnen das Essen nicht schmecke. Allgemeines Augenverdrehen ob der Anspruchshaltung; insbesondere, weil man sich eigentlich schon auf die Schulter geklopft hatte, weil man es geschafft hatte, von Anfang an nachweislich und ausschließlich Halal zu Kochen.

Ich habe meinem befreundeten Kollegen geraten, er solle den Ehrenamtlichen vorschlagen, in der Unterkunft ein zünftiges traditionelles Haxenessen abzuhalten, zur besseren Integration und zum Kennenlernen der Sitten und Gebräuche im Gastland.  :evil
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 03. November 2015, 14:44:15
Catering in Flüchtlingsheimen ist ein Problem (http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/fluechtlinge-in-deutschland-catering-in-fluechtlingsheimen-ist-ein-problem/12527372.html)

Da finde ich ja eigentlich auch: es wird gegessen, was auf den Tisch kommt. Das Esse muß qualitativ gut sein, aber halal? Nicht so ganz einzusehen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 03. November 2015, 14:52:56
Da finde ich ja eigentlich auch: es wird gegessen, was auf den Tisch kommt.

Natürlich. Das wär ja noch schöner.

Zitat
Das Esse muß qualitativ gut sein, aber halal? Nicht so ganz einzusehen.

Ich denke auch, da muß man die Kirche im Dorf lassen. Da werden Dinge verlangt, die überhaupt nicht mehr zu bewerkstelligen sind bei dem Andrang.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 03. November 2015, 14:57:29
Wer Hunger hat, der fragt auch nicht mehr danach, ob die Wurstpakete halal sind. Es geht aber auch darum, den Leuten frühzeitig beizubringen, daß Religion Privatsache ist. Der Artikel hat Recht, wenn er sagt, die Leute sollen dann selber kochen, aber wenn es stimmt, daß sie das Geld stattdessen nach Hause schicken, ist der Zweck verfehlt.

4-5 Euro für Essen am Tag ist knapp, aber machbar, wenn man die Mengen bedenkt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 03. November 2015, 15:25:16
Wer Hunger hat, der fragt auch nicht mehr danach, ob die Wurstpakete halal sind.

Und wenn er es doch tut, dann hält sich mein Mitgefühl und Verständnis in Grenzen.

Zitat
Es geht aber auch darum, den Leuten frühzeitig beizubringen, daß Religion Privatsache ist.

Das wäre eine wichtige Lektion in Sachen Integration.

Zitat
Der Artikel hat Recht, wenn er sagt, die Leute sollen dann selber kochen

Du kannst aber in den Turnhallen und wo immer die Leute untergebracht sind, keine Spirituskocher an die Menschen verteilen. Das geht einfach nicht, und das müssen die Leute verstehen. Wenn meine Alternative zu "schlechtem Essen" die Rückkehr in ein Kriegsgebiet wäre, wäre ich wahrscheinlich in der Lage, so ziemlich alles zu essen.

Zitat
aber wenn es stimmt, daß sie das Geld stattdessen nach Hause schicken, ist der Zweck verfehlt.

Je mehr sie nach Hause schicken, desto weniger bleibt ihnen selbst für die eigene Ernährung. Das sind Entscheidungen von erwachsenen Menschen, die selbst wissen müssen, was sie tun.

Zitat
4-5 Euro für Essen am Tag ist knapp, aber machbar, wenn man die Mengen bedenkt.

Ich weiß es nicht auswendig und müßte erst nachsehen; aber der Tagessatz eines AlG2-Beziehers für Lebensmittel dürfte nicht höher sein, und der gemeine Hartz-IV-Bezieher hat nicht den Vorteil, in großen Mengen einkaufen zu können.

Edit: Keine 4,75 € kann der AlG2-Bezieher (west) täglich für Essen und alkoholfreies Trinken ausgeben. (http://www.hartziv.org/wp-content/uploads/regelsatztorte2015.jpg)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 03. November 2015, 16:42:49
Ich würde mich ungern öffentlich über die "Anspruchshaltung" erhitzen, bevor ich den Fraß nicht selber probiert hätte.

(Wer kennt noch Günther Schramms Nummer über das Essen im Altersheim?)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 03. November 2015, 17:23:16
Ich würde mich ungern öffentlich über die "Anspruchshaltung" erhitzen, bevor ich den Fraß nicht selber probiert hätte.

(Wer kennt noch Günther Schramms Nummer über das Essen im Altersheim?)

Essen als "Fraß" zu bezeichnen, ist pubertär, vor allem wenn es so gut ist, daß manch einer in ärmeren Regionen darüber glücklich wäre.

Im Artikel steht „Wir nehmen die Standardangebote der regionalen Anbieter, die auch Krankenhäuser und Pflegeheime beliefern. Dementsprechend beliebt ist das Essen.“

Scheint also nicht unzumutbar zu sein der "Fraß". Und dieses Appetito-Sachen kaufe ich selber auch. Das ist völlig in Ordnung.

Lustig finde ich den Nachsatz in diesem Zitat: „Es gibt aber überall Halal-Angebote, weil auch in Kliniken und Pflegeheimen der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund steigt. Man kocht heute ohnehin tabubezogen

Vegatarier, Veganer, halal, koscher, low-carb... Das Bohei um's Essen wird immer größer. Das ist doch alles nur noch neurotisch. Und damit meine ich nicht den Anspruch an gutes Kochen, sondern die tausend Befindlichkeiten und Extra-Ansprüche, die unsere wohlstandsgestörten Mitbürger mittlerweile haben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 03. November 2015, 17:48:40
Man kocht heute ohnehin tabubezogen

Ich bin jetzt grade sehr unentschieden, ob ich über diesen Satz Lachen oder Weinen soll. Ist das hier wirklich das 21. Jahrhundert, in dem wir uns befinden?

Zitat
die tausend Befindlichkeiten und Extra-Ansprüche, die unsere wohlstandsgestörten Mitbürger mittlerweile haben.

Und anscheinend nicht nur die.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 03. November 2015, 22:36:11
Zitat
800 000 Flüchtlinge werden in diesem Jahr in Deutschland erwartet

Warum behauptet  jemand sowas? und woher kommt dieser Zahl ?... klingt für mich so als ob es so gewollt  ???

Zitat
Hunderttausende sind schon da. Menschen fliehen hierher, um ihr Leben zu retten, ihre Kinder in stabilen Verhältnissen aufwachsen zu lassen, ihnen eine Zukunft in einem freien Land zu ermöglichen.

sicher?!
also das was ich bisher bei meiner Einsätze erlebt habe sagt was anderes.

Deutschland wird verarscht Leute, ich kann bis jetzt nicht verstehen was die Mutter sich dabei gedacht hat  :.)

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 03. November 2015, 22:38:50
Es wird und wurde immer und überall tabubezogen gekocht.

Noch Spinne?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 03. November 2015, 23:51:55
Es wird und wurde immer und überall tabubezogen gekocht.

ok, man ißt hier nicht seine Feinde auf. Insofern kochen wir auch tabubezogen. Aber religiöse Regeln haben wir wenige. ok, Freitags nur Fisch, aber wer hält sich noch daran?

Vielleicht sollte man sich sein Zielland auch danach aussuchen, ob einem da die Küche zusagt. Jedenfalls kann man eigentlich nicht erwarten, daß die Flüchtlingsunterbringung passend dafür sorgt. Wir bieten den Menschen Zuflucht, um sie vor der irdischen Hölle zu bewahren, nicht vor der überirdischen. Meinst du, in Russland oder Polen kocht man halal für Flüchtlinge? In meine, wenn sie welche hätten...
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 04. November 2015, 02:30:41
Es wird und wurde immer und überall tabubezogen gekocht.

Noch Spinne?

Ich glaube, da verwechselst Du was.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 04. November 2015, 02:32:28
also das was ich bisher bei meiner Einsätze erlebt habe sagt was anderes.

Nämlich was?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 04. November 2015, 08:50:02
Ich glaube, da verwechselst Du was.
Der Witz an Tabus ist es ja gerade, dass die Leute sie dermaßen internalisiert haben, dass sie für Selbstverständlichkeiten gehalten werden. Tabus haben nur die anderen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 04. November 2015, 08:53:06
Kannst Du das bitte noch mal in dem neuen Thread posten?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 04. November 2015, 11:05:28
Die Flüchtlinge und der Futterneid (http://www.welt.de/regionales/nrw/article148386212/Die-Tafeln-die-Fluechtlinge-und-der-Futterneid.html?wtmc=newsletter.wasdieweltbewegt.newsteaser...standardteaser&r=76457626057565&lid=462055&pm_ln=370373)

Zitat
Die Deutschen sind das eine Problem. Weilerswist berichtet auch von teilweise respektlosem Verhalten junger männlicher Flüchtlinge. So wollten sich einzelne muslimische Männer in Tafeln in Nordrhein-Westfalen bei der Lebensmittelausgabe von bestimmten Helfern nicht bedienen lassen - weil sie Frauen waren.

Na hoffentlich wäre der Inhalt der Tüten, die sie nicht annehmen wollten, wenigstens halal gewesen.  :evil :kotz
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 04. November 2015, 12:17:31
Zitat
Arbeitsministerium beziffert Mehrkosten
Arbeit und Soziales/Ausschuss

Berlin: (hib/CHE) Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) rechnet zur Bewältigung des Flüchtlingszustroms mit Mehrkosten von rund 2,5 Milliarden Euro im kommenden Jahr. Das führten Regierungsvertreter am Mittwochvormittag im Ausschuss für Arbeit und Soziales aus. Sie betonten zugleich, dass es sich dabei bisher um Berechnungen des Ministeriums handele und man vor der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses zum Etat für 2016 noch keine definitiven Aussagen zum Haushalt machen könne. Nach den Kalkulationen des BMAS, die von 800.000 Flüchtlingen in diesem und im nächsten Jahr ausgehen, müssten die Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik um rund 800 Millionen Euro und die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts um rund 1,7 Milliarden Euro gegenüber dem ursprünglichen Haushaltsentwurf aufgestockt werden, um die Herausforderungen der Zuwanderung zu bewältigen. Dazu gehöre auch die Bewilligung von 2.800 neuen Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit, von denen 2.000 unbefristet angelegt seien, hieß es von Seiten der Bundesregierung.

Quelle: heute im Bundestag Nr. 569 von heute
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 04. November 2015, 12:26:34
Da stelle ich doch einfach noch einmal die geschätzten Mehrkosten für den Berlin-Brandenburg Flughafen von 5 Milliarden in den Raum.

Rein finanziell dürften mit diesen Flüchtlingskosten keine Solizuschläge zu rechtfertigen sein. Bekommen sie für ihre Bauruinen ja auch nicht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 04. November 2015, 12:47:27
Da stelle ich doch einfach noch einmal die geschätzten Mehrkosten für den Berlin-Brandenburg Flughafen von 5 Milliarden in den Raum.

Von mir aus gerne; ich hätte nichts dagegen, dieses Geld sinnvoller zu verwenden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 04. November 2015, 13:15:21
Da stelle ich doch einfach noch einmal die geschätzten Mehrkosten für den Berlin-Brandenburg Flughafen von 5 Milliarden in den Raum.

Du vergleichst doch nicht 2,5 Mrd alleine für 2016 mit den Mehrkosten des Flughafens? Wenn dann noch mal eine Mio kommt, sind wir bei 5 Mrd. Dann ist der Flughafen schon eingeholt. 2017 dann noch mal wieviel?

Später wird man sich wahrscheinlich nicht mehr die Mühe machen, die Mehrkosten in den Sozialsystemen separat auszuweisen, aber die nächsten paar Jahre wird's eher noch mehr.

Wenn schon, dann muß man das mit ebenfalls laufenden Budgetposten vergleichen.

Rente mit 63 jährlich 3,1 Mrd.
Bundeszuschuß für die Mütterrente 2 Mrd.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 04. November 2015, 13:17:07
Von mir aus gerne; ich hätte nichts dagegen, dieses Geld sinnvoller zu verwenden.

Wenn man ehrlich gewesen wäre, dann hätte man für den Flughafen gleich mehr veranschlagt. Man sollte sich keine Illusionen darüber machen, daß das ursprüngliche Budget annähernd realistisch war. Das war eine politische Zahl. Jetzt regen sich alle auf. Hätte man gleich 5 Mrd mehr ausgewiesen und mehr Zeit eingeplant, wäre alles ok.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 04. November 2015, 16:00:18
Wenn schon, dann muß man das mit ebenfalls laufenden Budgetposten vergleichen.

Da hast Du allerdings Recht.

Wenn man ehrlich gewesen wäre, dann hätte man für den Flughafen gleich mehr veranschlagt.

Wenn es nur das gewesen wäre. Offensichtlich ist ja auch Murks gebaut worden für das viele Geld.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 04. November 2015, 16:02:58
Straftaten gegen Flüchtlinge - Anfrage der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen, BT-Drucksache 18/6513 (PDF) (http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/065/1806513.pdf)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 04. November 2015, 17:48:05
Du vergleichst doch nicht 2,5 Mrd alleine für 2016 mit den Mehrkosten des Flughafens? Wenn dann noch mal eine Mio kommt, sind wir bei 5 Mrd. Dann ist der Flughafen schon eingeholt. 2017 dann noch mal wieviel?

Als wäre der Flughafen das einzige Milliardengrab in Deutschland. Das ist gerade mal EIN Posten.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 04. November 2015, 22:01:27
Als wäre der Flughafen das einzige Milliardengrab in Deutschland. Das ist gerade mal EIN Posten.

natürlich nicht, aber man kann wenigstens dagegen sprechen ohne gleich als Nazi beschimpft zu werden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 04. November 2015, 23:50:48
Nämlich was?

Ich habe versucht mich zurückzuhalten aber ich kann es nicht ertragen.
Rechtlich gesehen bin ich keine vereidigte Dolmetscherin und unterliege nur "moralisch" gesehen den Schweigepflicht.
Die ersten 2 Einsätze waren in einem relativ dünn befühlten Unterkunft, ruhig und ich habe schon über die Sorgen der Mutter, dass die Kinder in der Schule zurückgestuft werden und dass die Mädels Ehemänner finden, der Mann arbeiten kann,....berichtet.

Schon am ersten Tag folgte mir eine ältere Frau, bat mich unter 4 Augen zu reden und fing an zu heulen, sie sei mit dem Mann und Sohn geflüchtet aber die verheiratete Tochter mit einem 2 jährigen Kind blieb mit ihrem Mann in der Türkei, der Mann misshandelt und schlägt sie täglich, die Tochter schickt jeden Tag Hilferufe, sie kann es nicht mehr, der Tod wäre ihr lieber als das Leben mit ihm. Die Deutschen sollen ihre Tochter aus dieser Hölle retten und zu ihr holen. Am Anfang war ich kurz dafür mit zu heulen, habe ich es doch geschafft mich zusammen zu reißen in dem ich mit Frau weiter über die Tochter zu unterhalten versuchte, ob sie dem Mann überreden kann nach Syrien zurück und von dort versuchen zu fliehen.... nein das schafft sie nicht, na gut, sie soll ihm bei der Polizei anzeigen um den Missbrauch zu dokumentieren....geht auch nicht. Sie verfolgte mich die ganze Zeit und kann nicht akzeptieren, dass ihre Tochter nicht die einzige Frau auf der Welt, Opfer häuslicher Gewalt ist, sie glaubte im Ernst, dass die Deutschen Länder übergreifend eine missbrauchte Ehefrau mit Kind aus ihre "Familie " in der Türkei "drittes Land" holt, nur weil sie eine Syrerin ist  :.)

Danach hat das Rote Kreuz mich wegen einem Arztbesuch beim Frauenarzt gebraucht, der Termin war Vormittag, da musste ich erstmal klären ob ich raus darf. Unser Personaler antwortete: OBB hat es klar gesagt, alles mit Flüchtlinge zu tun hat ist Dienst und geht vor, einfach Dienstgang stempeln und gehen.
Mir wurde gesagt, es handelt sich um eine Schwangere Frau. In der Praxis angekommen, erfahre ich von den überforderten Arzthelferinnen, es seien 2 Frauen und baten mich die Zetteln für die Patientinnen auszufüllen.
Ich versuche es zusammen zu fassen:
1. Frau, wurde mit 14 zwangsverheiratet und somit die Schule verboten bekommen, der Mann hat nicht mal Abitur aber arbeitet gern als Installateur, 3 Jahre mit zwei Jungs, 7 und 10 auf der Flucht in denen die Kinder keine Schule besucht haben.  Vor einem Jahr war sie schwanger aber auf Wünsch des Mannes musste sie abtreiben, weil sie eben auf der Flucht sind und fing an zu verhüten. Am Anfang beklagte sie sich wegen Schmerzen, nach und nach meinte sie, ein Mädchen wäre jetzt schön, und fragte immer wieder ob ein Kaiserschnitt von der Kasse übernommen wird(habe ich erwähnt, dass sie zwei Kaiserschnitt hinter sich hat und nur so entbinden kann?)....nach dem die Ärztin erstaunt den Wünsch ihrer Patientin erfüllt hat, antwortete die Frau auf meine Frage, wieso sie das ganze auf sich nimmt: ja, damit wir mehr Leistung bekommen können  :o 
(sie erzählte auch, dass der Neffe, der größte von 7 Kinder mitgebracht und nach Berlin zum anderen Onkel geschickt wurde, er ist jetzt 17, der Plan ist, wenn er 18 ist, kann dann die anderen Geschwister holen)

2. Frau wurde mit 13 zwangsverheiratet, hat 6 Kinder zur Welt gebracht, das ist ihr zweite Arztbesuch innerhalb von 3 Wochen...ominöse Schmerzen vor allem während des Geschlechtsverkehrs, alle Tests und Untersuchungen waren bisher unauffällig, die Ärztin und ich waren mit unserem Latein am Ende. Sie lehnte jede Hilfe ab und füllte sich enttäuscht... bei weiterem Gespräch im Wartezimmer stellt sich daraus, die gute hat sich auf einen gratis kosmetischen Eingriff abgesehen.... tja die vorgetäuschten Beschwerden konnten nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden.

Ich bin gegangen, weil ich sehe wie die Verwaltung überfordert ist und weil ich dachte, jemand in einem fremden Land in Not ist. Nach 2 Tagen höre ich wie die Vorgesetzten stolz sind so eine "Ressource" zu haben... na und der Einsatz wird noch in der Beurteilung einfließen  :.).... was für eine Ehre  :iro
Ich befinde mich in einem Gewissenskonflikt und weiss ehrlich nicht wie ich persönlich damit umgehen kann, dies habe ich mit meinem SGL besprochen, er wusste auch nicht weiter. 

Das andere wurden 2  Arbeitskollegen ohne Ankündigung zu einer Flüchtlingsunterkunft betreut von einer Stiftung abgeordnet, wir sind ohne hin unterbesetzt.....
Er besuchte uns nach einer Woche und war im Allgemein positiv überrascht, seine Worte "ich fülle mich von den Medien richtig verarscht, was sie über diese Länder für Lügen erzählen"
Die Betreuung in dieser Unterkunft scheint gut organisiert zu sein.
   
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 05. November 2015, 00:27:31
Und wieso fühlst du dich jetzt verarscht? Weil es Menschen gibt, die das System ausnutzen?

Das ist schon immer und überall passiert.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 05. November 2015, 02:00:19
Als wäre der Flughafen das einzige Milliardengrab in Deutschland. Das ist gerade mal EIN Posten.

Eben weil das nur *ein* Posten ist, ist es sinnlos, immer genau den herauszupicken. Wenn einen Verschwendung stören würde und wenn es darauf ankäme, gäbe es Einsparmöglichkeiten in zweistelliger Millardenhöhe. Und das sind nicht alles schiefgelaufene Projekte, sondern absichtliche Verschwendung, von der in jedem Fall irgendeine Interessengruppe irgendwas hat.

Schon mal aufgefallen, daß zwei Drittel unserer Olympia-Teilnehmer Soldaten oder Polizisten sind? Da zahlen wir den Leuten Gehalt für eine pro-forma-Anstellung, damit sie trainieren können, statt zu arbeiten. 28 Mio im Jahr alleine für die Soldaten. Solche Dinge. In Berlin wurde die Fassade einer Feuerwache für 32.000 € mit Schläuchen bemalt. Sowas gibt's überall. Da kommt man in der Summe auch auf Milliarden. Mal abgesehen vom teuren Föderalismus. Wenn wir wirklich mal knapp mit Geld sind, können wir unsere 18 Landesregierungen zu 4 zusammenlegen. Aber eh die Nomenklatura sich selber beschneidet, müssen erst griechische Verhältnisse einkehren.

Was den Flughafen angeht: Ein bestimmter Anteil von Projekten läuft eben aus der Bahn. Das ist überall so, in der Politik und in der Wirtschaft. Mich ärgert es mehr, wenn das Geld von vornherein sinnlos ausgegeben wird. Der Flughafen soll zumindest noch einen Zweck erfüllen. Und vielleicht sollte man die Vorschriften nicht so streng machen, daß man am Ende keinen Flughafen mehr bauen kann.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 05. November 2015, 02:26:28
Eben weil das nur *ein* Posten ist, ist es sinnlos, immer genau den herauszupicken. Wenn einen Verschwendung stören würde (…)

Hier geht es aber um Flüchtlinge und nicht um einen Aufsatz über Geldvernichtung.

Daher ist es für mich eben nicht "sinnlos" ein Synonym dafür zu verwenden.

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 05. November 2015, 08:40:37
Das ist schon immer und überall passiert.

Und deshalb darf man nicht darüber reden oder sich darüber aufregen?

Es tut mir leid, aber was dieFrau da schildert, geht schon deutlich über "normales" Schnorrertum hinaus.

Was ich zu beobachten meine, ist eine ziemlich bizarre Erwartungshalten bei einigen dieser Menschen. Wie hoch der Prozentsatz dieser nach unseren Maßstäben objektiv Durchgeknallten ist, vermag ich nicht zu sagen, aber es scheinen sich doch auch die Klagen von (ehrenamtlichen) Mitarbeitern zu mehren, und die halte ich für vertrauenswürdiger als die meisten Medienberichte.

Wenn ich mein nacktes Leben rette auf der Flucht vor dem Krieg, dann beschwere ich mich nicht darüber, daß mir das Essen in der Unterkunft nicht schmeckt. Wenn ich auf Hilfe angewiesen bin, dann weigere ich mich nicht, mich an der Tafel von einer Frau bedienen zu lassen (wobei ich auch nicht ganz begriffen habe, was Flüchtlinge an der Tafel machen, die werden doch versorgt). Wenn ich mich endlich in meinem Gastland um eine Wohnung kümmern kann, dann verprelle ich den Makler nicht damit, daß ich mir die Wohnung nicht von einer Frau zeigen lassen will.

Das mögen alles Einzelfälle sein, aber es zeigt sich doch eine Linie.

Was bekommen diese Leute daheim von irgendwelchen Schleppern für phantastische Märchen erzählt, was sie hier erwartet?

Was glauben manche dieser Menschen, wie sie sich in einer fremde Kultur zu verhalten haben?

Stell Dir mal vor, hier wäre Bürgerkrieg und Du wärest in Saudi Arabien gelandet und würdest dort laut nach einer Schweinshaxe und einem Bier schreien?

Diese Menschen müssen klipp und klar und rechtzeitig daheim (!) erklärt bekommen, was sie hier erwartet, und daß sie sich der hiesigen Kultur anzupassen haben. Da ist eine Mama Merkel, die sich hinstellt und "Ihr Kinderlein kommet" in die Welt posaunt, wenig hilfreich.

Hier soll jeder, der einen Asylgrund hat oder unter die Genfer Flüchtlingskonvention fällt, Aufnahme finden. Im Gegenzug bitte ich doch sehr um die Beachtung von Art. 2 der Genfer Flüchtlingskonvention durch die sich hier aufhaltenden Flüchtlinge.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 05. November 2015, 08:46:15
Hier geht es aber um Flüchtlinge und nicht um einen Aufsatz über Geldvernichtung.

Dennoch hat Araxes Recht, wenn er sagt, daß man laufenden Kosten nur andere laufende Kosten gegenüberstellen kann.

Die Flüchtlinge werden uns jedes Jahr Geld kosten, den Berliner Flughafen können wir uns aber nur einmal sparen. Klar gibt es noch jede Menge anderer unsinniger Großprojekte, mit deren Einsparung wir noch einige Jahre lang die Kosten der Flüchtlinge kompensieren könnten. Aber systemisch ist das Beispiel falsch.

Da kommt nicht mal eben dieses Jahr eine Million Flüchtlinge rein, und nächstes Jahr isses gut. Das geht jetzt jedes Jahr so weiter, und demnächst kommen noch ein paar Millionen aus Afrika über Lybien kommend dazu.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 05. November 2015, 10:13:51
Bericht aus der Erstaufnahme Offenbach/M. (http://www.welt.de/politik/deutschland/article148411055/Wenn-nichts-passiert-wird-es-hier-richtig-funken.html?wtmc=newsletter.wasdieweltbewegt.newsteaser...meistgelesen&r=76457626387561&lid=462381&pm_ln=371539)

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 05. November 2015, 14:32:41
Es tut mir leid, aber was dieFrau da schildert, geht schon deutlich über "normales" Schnorrertum hinaus.

Wir haben es mit Leuten zu tun, deren Leben quasi zurückgesetzt wurde neu startet. Wenn alles ungewiß ist, werden solche Dinge zu legitimen Mitteln.

Zitat
Wenn ich mein nacktes Leben rette auf der Flucht vor dem Krieg, dann beschwere ich mich nicht darüber, daß mir das Essen in der Unterkunft nicht schmeckt.

Viele kommen eben nicht mehr unmittelbar aus den Kriegsgebieten, sondern aus Aufnahmelagern im Libanon oder der Türkei. Da waren sie schon Monate oder Jahre und eigentlich in relativer Sicherheit. Dann zieht man von da los, weil es alle so machen. Das ist am Ende sicher nicht für jeden besser als da zu bleiben. Die Leute kriegen wir auf Jahre nicht in Wohnungen, geschweige denn Jobs. Insofern sind sie in einer ähnlichen Situation wie schon im Libanon/Türkei. Wobei mich mal interessieren würde, wie da die Versorgung aussieht. Bekommt man da Sachleistungen oder Geld? Vermutlich wird der Standard dort schon noch ein ganzes Stück unter dem in Deutschland sein. Dafür ist da das Wetter besser und man ist näher an der Heimat.

Zitat
Was glauben manche dieser Menschen, wie sie sich in einer fremde Kultur zu verhalten haben?

Vielleicht sind es Menschen, die noch nicht viel von der Welt gesehen haben und deshalb tatsächlich überrascht sind, daß es nicht so ist, wie zu Hause.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 05. November 2015, 14:40:38
Zu Besuch in Berlins Containerdörfern (http://www.tagesspiegel.de/berlin/fluechtlinge-in-berlin-zu-besuch-in-berlins-containerdoerfern/12385246.html)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 05. November 2015, 14:51:25
Es gibt schon Gründe warum so viele Menschen gerade jetzt losziehen. Da sind Ressourcen erschöpft, sowohl in den Nachbarländern wie auch beim UNHCR. Da hat sich der UN-Flüchtlingshauptkommissar zu geäußert. Der Mann heißt Guterres und lässt sich googeln.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 05. November 2015, 14:58:45
Was sagt er denn genau? Ich glaube mittlerweile mehr an die Theorie, daß da eine Eigendynamik losgegangen ist. Das erinnert mich an den Sommer '89. Da sind auch Leute über die ungarische Grenze gegangen, nicht weil sie unbedingt wollten, sonder weil sie das Gefühl hatten, daß es jeder andere auch tut und sie sonst die letzten sind.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 05. November 2015, 15:03:40
Wenn alles ungewiß ist, werden solche Dinge zu legitimen Mitteln.

Es ist auch legitim, dem Grenzen zu setzen. Das muß möglich sein, ohne gleich als Nazi beschimpft zu werden.

Zitat
Vielleicht sind es Menschen, die noch nicht viel von der Welt gesehen haben und deshalb tatsächlich überrascht sind, daß es nicht so ist, wie zu Hause.

Das ist kein Grund, die Helfer hier für ihre enttäuschten Erwartungen verantwortlich zu machen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 05. November 2015, 15:20:36
Da kommen viele Leute aus einfachsten Verhältnissen. Da sind die Umgangsformen nicht immer besonders geschliffen. Und dann gibt es solche Gerüchte, daß Deutschland von der UNO Geld bekommt und nicht weiterreicht. Sowas wird natürlich sofort geglaubt.

Dieses Jahr sollen es nun schon mehr als eine Million werden. Und wer weiß wieviele nächstes Jahr. Die kriegen wir nicht aus den Lagern raus und schon gar nicht integriert. Irgendwie muß man die Kunde in die Herkunftsländer bringen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 05. November 2015, 15:28:55
Irgendwie muß man die Kunde in die Herkunftsländer bringen.

Schnellstmöglich! Und so, daß die das da unten auch glauben!
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 05. November 2015, 15:30:06
Irgendwie muß man die Kunde in die Herkunftsländer bringen.
Ich glaube, welche "Kunde" da bislang hingebracht wurde, ist auch nicht ganz zufällig.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 05. November 2015, 15:31:56
Ich glaube, welche "Kunde" da bislang hingebracht wurde, ist auch nicht ganz zufällig.

Kannst Du das mal in drei dürren Sätzen erläutern? Ich glaube, ich steh gerade auf dem Schlauch.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 05. November 2015, 15:51:39
Das fängt damit an, dass die Schlepper ihnen die Hucke volllügen.
Und wenn ein europäischer Politiker seinem Wahlpöbel die Flüchtlinge vom Hals halten will, könnte er auch lancieren lassen, woanders sei es schöner.
Und ach ja, es ist ist gerade weder Fußballweltmeisterschaft noch Olympiade, womit lenkt man die Doofen jetzt eigentlich ab?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 05. November 2015, 16:05:28
Das fängt damit an, dass die Schlepper ihnen die Hucke volllügen.

Klar. Die lassen sich ihr Geschäftsmodell auch nicht kaputt machen, so lange denen noch einer ihre Geschichten glaubt.

Zitat
Und wenn ein europäischer Politiker seinem Wahlpöbel die Flüchtlinge vom Hals halten will, könnte er auch lancieren lassen, woanders sei es schöner.

Bißchen spät für Mama Merkel. Wie will sie das bei denen glaubhaft rüberbringen, wo sie doch gerade eben noch alle Flüchtlinge der Welt nach Deutschland eingeladen hat.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 05. November 2015, 23:42:35
http://www.abendblatt.de/hamburg/harburg/article206517875/Neuenfelder-wollen-Fluechtlinge-in-ihr-Dorf-holen.html?service=mobile
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: schnorchel am 06. November 2015, 00:47:27
http://www.abendblatt.de/hamburg/harburg/article206517875/Neuenfelder-wollen-Fluechtlinge-in-ihr-Dorf-holen.html?service=mobile
Liegt hinter einer Paywall. Was steht denn sinngemäß drin, was nicht schon die Überschrift transportiert?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 06. November 2015, 01:51:31
na, ja, dass die Neuenfelder eben Flüchtlinge lieb haben.


 ;D
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 06. November 2015, 02:12:29
Bürger kritisieren Pläne für Containersiedlung bei der Sietas-Werft – die Unterkunft ist ihnen zu weit weg.
Neuenfelde.  Damit hatten wohl weder Christiane Kreipe noch Jonte Plambeck gerechnet: Die Vertreterin der Behörde für Soziales, Arbeit, Familie und Integration (BASFI) und der Vertreter des Landesbetriebs Fördern und Wohnen waren nach Neuenfelde gekommen, um darüber zu informieren, dass im Dorf demnächst bis zu 462 Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Üblicherweise stoßen sie bei solchen Informationsveranstaltungen schnell auf Ablehnung in mindestens Teilen des Publikums, müssen beschwichtigen, beruhigen und dennoch beharren. In Neuenfelde war das anders. Zwar gab es Kritik an den Plänen der BASFI, aber nicht etwa, weil die Neuenfelder keine Flüchtlinge in der Nachbarschaft wollen, sondern im Gegenteil daran interessiert sind, die Flüchtlinge aufzunehmen und zu integrieren. Dafür, so der Tenor der Bürgerstimmen, sei die geplante Unterkunft zu abgelegen und zu schlecht angebunden.

Die BASFI hat von der Pella-Sietas-Werft einen schmalen Teil des Parkplatzes gepachtet. Dort sollen zwölf Modulbauten – Häuser aus Büro- und Wohncontainern – entstehen: Eines für Verwaltung und Gemeinschaftsräume, und elf Wohnhäuser. Die Wohnhäuser sind mit je zwei Stockwerken zu sieben Wohnräumen geplant. In den zwölf Quadratmeter großen Wohnräumen werden immer zwei bis drei Menschen wohnen. Eine Zusammenfassung mehrerer Module zu in sich geschlossenen Einheiten, zum Beispiel für Familien, ist nicht möglich. "Der schmale Schnitt des Grundstücks lässt es leider nur zu, die Container so anzuordnen, dass man von einem Modul zum anderen nur über den Flur gelangen kann", bedauerte Christiane Kreipe.

Schon hieran gab es Kritik aus den Zuhörer-Reihen in der bis auf die letzte Bank gefüllten St.-Pankratius-Kirche. "Unzumutbar", und "Käfighaltung", waren Worte, die fielen. Noch mehr Kritik gab es allerdings an der Lage und der Anbindung der geplanten Unterkunft: Ohnehin am Rand des Ortes gelegen, soll die Einrichtung auch noch lediglich über den Neuenfelder Hauptdeich zu erreichen sein. Die Bewohner müssten dann, um ins Ortszentrum Neuenfeldes zu gelangen, den ganzen Neuen Fährweg zurückgehen. Bis zum nächsten Supermarkt sind es so mehr als zweieinhalb Kilometer. "Am Neuenfelder Hauptdeich haben die Leute den 150er Bus dann aber direkt vor der Tür. Dann fahren die nach Finkenwerder", befürchtete ein Zuhörer. "Das wollen wir ja nicht. Wir wollen die Menschen ja gerne in Neuenfelde integrieren."

Nicht nur für die Flüchtlinge sei der Umweg über die ganze Länge des Fährwegs zu lang, sondern auch für Rettungskräfte. merkte Hermann Jonas an. Der Neuenfelder war bis zu seinem altersbedingten Wechsel in die Ehrenabteilung vor fünf Jahren der Bereichsleiter Freiwilliger Feuerwehren in Hamburgs Brandwesen. "Hier muss nachgebessert werden", sagte der Experte. "Es muss eine Anbindung für Fußgänger und Rettungskräfte an den Neuenfelder Fährdeich geben."

Jonte Plambeck und Christiane Kreipe versprachen, diese Anregung mitzunehmen, sagten aber, dass der Mietvertrag mit der Werft bislang so einen Weg nicht ermöglichen würde.

Warum die Unterkunft überhaupt so weit weg sein sollte, fragten verschiedene Neuenfelder und schlugen gleich zwei Alternativen vor: Die Grundstücke an der Hasselwerder Straße, die der Stadt bereits gehören und auf denen Häuser leerstehen und ein geplantes, aber bislang nicht ausgewiesenes Baugebiet nahe am Nincoper Deich. "Das wäre viel zentraler, und dort könnte man die Leute wirklich ins Dorf einbinden", sagte eine Zuhörerin und zeigte auf, wie auch die Neuenfelder davon profitieren könnten. "Vielleicht wären diese 400 Menschen dann auch mal ein Argument für die Buslinie nach Neu Wulmstorf, die immer abgelehnt wird."
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 06. November 2015, 08:16:13
"Vielleicht wären diese 400 Menschen dann auch mal ein Argument für die Buslinie nach Neu Wulmstorf, die immer abgelehnt wird."

Eine echte Win-Win-Situation.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Mattieu am 06. November 2015, 09:47:25
Schon gemerkt? Nigels eigentliches Anliegen ist offenbar die auskömmliche ÖPNV-Anbindung der mecklenburgischen Siechdörfer.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 06. November 2015, 11:57:38
Die wollen auch ihren Supermarkt behalten.

Flüchtlinge generieren "Wachstum". Ist doch cool.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 06. November 2015, 12:42:44
Flüchtlinge generieren "Wachstum". Ist doch cool.

Erstmal ist das nur Umverteilung bzw. Aufzehren von Reserven. Wachstum gibt es, wenn sie selber Werte schaffen oder wenn die anderen mehr arbeiten müssen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 06. November 2015, 13:44:59
Das ist eine Frage des statistischen Rahmens. Für dieses Dorf ist es "Wachstum".
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: nigel48 am 06. November 2015, 14:33:05
Erstmal ist das nur Umverteilung bzw. Aufzehren von Reserven. Wachstum gibt es, wenn sie selber Werte schaffen oder wenn die anderen mehr arbeiten müssen.

wachstum gibt es auch, wenn du einen teil deiner ernte auf den boden wirfst....
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 06. November 2015, 15:25:11
wachstum gibt es auch, wenn du einen teil deiner ernte auf den boden wirfst....

Nur, wenn dann auch jemand gießt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 06. November 2015, 18:44:28
Ist vielleicht der falsche Thread...

http://www.schindluder.net/13310/leipziger-gruene-haben-die-loesung-fuer-das-legida-fluechtlingsproblem-gefunden/

http://www.lvz.de/Leipzig/Stadtpolitik/Leipzigs-Gruene-unterstuetzen-Initiative-fuer-Refugees-Welcome-Platz
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Kulle am 06. November 2015, 22:59:50
Ist vielleicht der falsche Thread...

http://www.lvz.de/Leipzig/Stadtpolitik/Leipzigs-Gruene-unterstuetzen-Initiative-fuer-Refugees-Welcome-Platz
In der Printausgabe habe ich da nix gelesen. Oder ich hab es als falsch platzierten Aprilscherz verdrängt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 08. November 2015, 20:30:01
Ehrlich, sie war richtig nett, bemüht und dazu noch wirklich sexy, hatte den absoluten geilen Tanzstil und natürlich den Rhythmus im Blut - wie die anderen Frauen aus Kamerun auch.

Wenn die mal überhaupt aus Kamerun sind. Bei meinen Eltern im Haus hat die Reinigungsfirma einen jungen Kameruner, der irgendwann nach Bonn zu einem Sprachtest zitiert wurde und keinen einzigen kameruner Dialekt sprach. Er ist aus Nigeria. Da er inzwischen hier aber ein Kind gezeugt hat, kann er dableiben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Korinthenkackerin am 08. November 2015, 23:05:06
Wenn die mal überhaupt aus Kamerun sind. Bei meinen Eltern im Haus hat die Reinigungsfirma einen jungen Kameruner, der irgendwann nach Bonn zu einem Sprachtest zitiert wurde und keinen einzigen kameruner Dialekt sprach. Er ist aus Nigeria. Da er inzwischen hier aber ein Kind gezeugt hat, kann er dableiben.

Es saß auch ein junger Mann aus Nigeria am Tisch, zwei Frauen aus Nigeria am Nebentisch. Die sprachen alle englisch, ich habe diese Frauen auf französisch angesprochen und erntete verständnislose Blicke. Die anderen Frauen aus Kamerun an meinem Tisch dagegen sprachen fließend französisch miteinander. Ich gehe deshalb davon aus, das sie tatsächlich aus Kamerun kommen. Außerdem verstehe ich nicht, was es für dich für einen Unterschied macht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 08. November 2015, 23:53:41
Außerdem verstehe ich nicht, was es für dich für einen Unterschied macht.

Es für mich macht das keinen echten Unterschied. Es scheint aber einen Unterschied zu geben, sonst würde bei der Herkunft nicht so oft getrickst werden. Vielleicht, weil Kamerun als Autokratie gilt und Nigeria nicht.

Hier wird das auch erwähnt, aber auch kein Grund genannt: Ein schwerer Abschied  (http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/behoerden-bei-abschiebung-von-asylbewerbern-ueberfordert-13418947.html)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 09. November 2015, 14:18:35
Anweisung der Bundesagentur für Arbeit zu freiwilligen Flüchtlingshelfern (PDF) (http://www.harald-thome.de/media/files/BA-EAO-2.11.15.pdf)

Ortsabwesenheit für im Leistungsbezug (Arbeitslosengeld 1 oder 2) stehende Flüchtlingshelfertätigkeit ist zulässig. Die Zeiträume als Flüchtlingshelfer sind nicht auf die 21 Kalendertage zulässige Ortsabwesenheit für Urlaub pro Kalenderjahr anzurechnen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 09. November 2015, 20:55:53
Und wieso fühlst du dich jetzt verarscht? Weil es Menschen gibt, die das System ausnutzen?

vielleicht kannst du es besser verstehen, wenn dein Keller/Büro für paar Stunden verlässt und in einem Flüchtlingslager helfen.

Zitat
Das ist schon immer und überall passiert.

und deswegen soll man das akzeptieren, hinnehmen?...wenn mein Nachbar morgen amokläuft und paar aus dem Leben reißt, dann ist auch keine Sache, es ist immer wieder und überall passiert?

Ein dritten Arzttermin war am letzten Freitag, bin hingegangen und 2,5 Stunden bis zum Ende der Öffnungszeiten gewartet, keine ist gekommen, bei der Nachfrage haben sie das Heim verlassen aber nie beim Arzt angekommen und keiner wusste wo sie geblieben.   

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 09. November 2015, 21:50:48
Was bekommen diese Leute daheim von irgendwelchen Schleppern für phantastische Märchen erzählt, was sie hier erwartet?

Ich sage es dir, Sie schmeißen das Grundgesetz und EUV in einem Topf, mit Genfer Flüchtlingskonvention abschmecken,  warm serviert und nach belieben mit einem fetten Schuss Leistung verfeinert.

Ich wusste nicht wie man die Aufklärung so hinkriegen kann, dass sie ankommt und wahrgenommen wird.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 10. November 2015, 11:26:41
Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit vom 09. November 2015
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Deutsche Bahn startet Programm zur Qualifizierung für erwachsene Flüchtlinge

Erste Klasse mit zunächst 15 Teilnehmern für Berufserfahrene – Umschulung zu Elektronikern im Betriebsdienst bis zu 28 Monate. DB-Personalvorstand Ulrich Weber: Gutes Beispiel für Zusammenarbeit mit Bundesagentur für Arbeit, Landeshauptstadt und IHK

Die Deutsche Bahn (DB) startet in Bayern als eines der ersten deutschen Unternehmen ein Qualifizierungsprogramm für Flüchtlinge mit Berufserfahrung. DB-Personalvorstand Ulrich Weber stellte das neue Programm und weitere Projekte für junge Flüchtlinge heute in München vor.

Im November startet eine erste Klasse mit zunächst 15 Berufserfahrenen eine Umschulung zum Elektroniker für Betriebstechnik bei der DB in München. Die Qualifizierung beginnt mit viermonatigen Sprachkursen für Anfänger und Fortgeschrittene. Die fachliche Umschulung bei DB Fernverkehr dauert bis zu 28 Monate. Bei erfolgreichem Verlauf plant die DB, das Programm in Bayern auszubauen und regelmäßig anzubieten.

Zustande gekommen ist das Programm für erwachsene Flüchtlinge aufgrund einer engen Zusammenarbeit mit mehreren Partnern – der Bundesagentur für Arbeit (BA), der Landeshauptstadt München und der IHK für München und Oberbayern (IHK) sowie dem Bildungswerk der Bayrischen Wirtschaft.

Die Teilnehmer des Programms stammen aus acht Ländern, darunter Nigeria, Eritrea, Kongo, Iran, Algerien, Somalia, Syrien, Tunesien. Sie bringen alle Berufserfahrung im elektrotechnischen Bereich mit. Einige sind erst wenige Monate in Deutschland, andere bereits mehrere Jahre. Zuvor wurden in einem eigens entwickelten Verfahren mit Auswahl- und Profiltagen die Vorkenntnisse, Kompetenzen und die Förderfähigkeit geprüft. Das Qualifizierungsprogramm ist in den vergangenen 18 Monaten entwickelt worden. Heute gaben Vertreter aller Beteiligten im ICE-Werk München den Startschuss.

DB-Personalvorstand Ulrich Weber: „Mit dem Münchner Programm gehen wir einen neuen Weg und geben berufserfahrenen Flüchtlingen im technischen Bereich eine Perspektive. Es zeigt: wenn viele mithelfen, kommt etwas in Bewegung, von dem alle Beteiligten profitieren.“

Raimund Becker, Vorstand Regionen Bundesagentur für Arbeit: „Wir unterstützen Schutzsuchende, damit sie in Deutschland Fuß fassen können. Insbesondere mit Beratungen, nachhaltiger Qualifizierung sowie finanzieller Unterstützung der Arbeitgeber begleiten wir die Menschen auf dem Weg in den Arbeitsmarkt.“

Brigitte Meier, Sozialreferentin Landeshauptstadt München: „Auf dem Arbeitsmarkt entscheidet sich maßgeblich, ob Integration gelingen oder scheitern wird. Im engen Schulterschluss mit den Unternehmen müssen wir Flüchtlinge durch Qualifizierungsmaßnahmen in die Lage versetzten, ihren Lebensunterhalt selbstständig zu finanzieren.“

Dr. Josef Amann, Bereichsleiter Berufsbildung bei der IHK für München und Oberbayern: „Die IHK München unterstützt dieses Projekt aus der tiefen Überzeugung, dass Ausbildung und Arbeit der beste und schnellste Weg zur Integration von Flüchtlingen sind.“

Chance plus für Flüchtlinge:

Gleichzeitig bietet die DB jungen Flüchtlingen Plätze im Rahmen des DB-Berufsvorbereitungsjahres „Chance plus“ an. Bei DB Netz, DB Fahrwegdienste und der DB RegioNetz Verkehrs GmbH in München sind es aktuell zunächst sechs Plätze in vor allem gewerblich-technischen Berufen, bundesweit sind weitere 30 Plätze für junge Flüchtlinge in anderen Regionen geplant. „Chance plus“ ist eine Einstiegsqualifizierung für Jugendliche, die noch keine Ausbildungsreife haben. Ziel dieses Programms, das die DB bereits über 10 Jahre in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit anbietet, ist es, Jugendliche für eine Berufsausbildung zu qualifizieren. Neben praktischen Tätigkeiten bei der DB stehen unter anderem Bewerbungs- und Kommunikationstraining, klassischer Schulunterricht sowie ein Sprachkurs auf dem Stundenplan.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 10. November 2015, 18:32:57
Deutschland kehrt zum Dublin-Verfahren zurück. (http://www.welt.de/politik/deutschland/article148685348/Deutschland-wendet-wieder-Dublin-Verfahren-an.html?wtmc=newsletter.wasdieweltbewegt.newsteaser...standardteaser&r=76457636737567&lid=463737&pm_ln=375280)

War abzusehen. Wird die Österreicher nicht freuen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 10. November 2015, 18:40:06
Ich fand das Dublin-Verfahren immer absurd. Damit haben doch die Staaten mit EU-Außengrenze die Arschkarte. Sinnvoller wäre doch eine Art Königsteiner Schlüssel für die EU. Und wer seine Quote nicht akzeptiert, kriegt keine Mittel mehr aus der EU, die über seine eigenen Zahlungen hinausgehen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 10. November 2015, 18:48:31
Ich fand das Dublin-Verfahren immer absurd. Damit haben doch die Staaten mit EU-Außengrenze die Arschkarte.

Natürlich.

Zitat
Sinnvoller wäre doch eine Art Königsteiner Schlüssel für die EU.

Klar. Aber da sich da keine Einigung innerhalb der EU anbahnt, bleibt Merkel & Co. so langsam nichts anderes mehr übrig, als zu Dublin zurückzukehren. Das setzt jetzt die anderen Länder unter Druck.

Kuck doch mal, was in Schweden los ist. Die ersaufen in Flüchtlingen.

Zitat
Und wer seine Quote nicht akzeptiert, kriegt keine Mittel mehr aus der EU, die über seine eigenen Zahlungen hinausgehen.

Das wäre sinnvoll.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 11. November 2015, 00:34:09
Familiennachzug
http://www.stern.de/politik/deutschland/fluechtlingskrise--die-maer-vom-familiennachzug-fuer-syrische-fluechtlinge-6545696.html
Wenn das stimmt, was der Stern da recherchiert haben will, fragt mann sich zweierlei:
1. Ist de Maizière ein Idiot?
2. Weiß bei der SPD eigentlich noch irgendeiner, was da abläuft, oder was soll das Rumgeheule?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 11. November 2015, 08:10:16
1. Ist de Maizière ein Idiot?

Ja.

Zitat
2. Weiß bei der SPD eigentlich noch irgendeiner, was da abläuft

Nein.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 11. November 2015, 08:56:57
Das wird alles nichts nützen. Ein System das auf gegenseitiger Erpressung beruht, führt nur zu gegenseitigem Beschiss.
Ich fürchte, Europa kann wieder beim Westfälischen Frieden anfangen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 11. November 2015, 14:11:06
Europa hing schon immer an dem seidenen Faden der deutschen Alimentierung. Es wurden Kompromisse gesucht, die dann mit deutschem Geld bezahlt wurden. Deutschland würde das wohl auch weiter so machen, wenn dafür die anderen mehr Flüchtlinge nehmen. Nun wollen die Osteuropäer aber das Geld und trotzdem keine Flüchtlinge und dann ergibt es für Deutschland nicht mehr viel Sinn.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 12. November 2015, 01:29:43
Die, die es wissen müssten, halten die Flüchtlingskrise für verkraftbar
http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-11/fluechtlinge-wirtschaftsweise-kosten-mindestlohn
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 12. November 2015, 01:36:06
Hier schlägt der überforderte Schaumschläger wieder Schaum.
Deutschland wendet Dublin-Verfahren wieder an
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-11/fluechtlingskrise-deutschland-dublin-verfahren-syrer

Hauptsache Symbolpolitik. Stellt die Basis ruhig und verstellt den Blick auf problemorientierte Lösungen. Oder hat dieser Mensch in letzter Zeit irgendetwas Konstruktives zur Lösung der tatsächlichen Probleme beigetragen?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 12. November 2015, 08:37:17
Die, die es wissen müssten, halten die Flüchtlingskrise für verkraftbar

off topic:

Zitat
Für die Sicherung von Wachstum und Wohlstand müsse Deutschland jedoch mehr tun, heißt es in dem Gutachten der fünf Ökonomen. "Derzeit ist wenig von einer Aufbruchsstimmung zu spüren, die Deutschland befähigen könnte, seine starke wirtschaftliche Stellung zu behaupten".

Von diesen Vollidioten hat offensichtlich in den letzten 5 Jahren keiner versucht, eine kleine bis mittelständische Firma zu gründen oder am Laufen zu halten. Wir haben gestern zwei Stunden lang in einem telefonbuchdicken Handbuch des statistischen Bundesamts nach einer Kennummer für bestimmte Motorersatzteile gesucht, die ins Ausland verschifft werden sollen. Die Angabe dieser Murkses, der im Gegensatz zu Zolldeklarationen etc. mit der eigentlichen Versendung nichts, aber auch rein gar nichts zu tun hat, ist verpflichtend. Wenn das nicht korrekt angegeben ist, nimmt der Spediteur die Ware nicht an.  :P

Zitat
Ökonomen fordern Mindestlohn-Ausnahmen

Die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt müsse eine hohe Priorität erhalten, weil sie ein wichtiger Schritt für die gesellschaftliche Integration sei, schreiben die Wirtschaftsweisen außerdem. Vor allem müsse in Bildungs- und Qualifikationsangebote für die Zugewanderten investiert und das Asylverfahren beschleunigt werden. Der Rat schlug vor, arbeitsuchende Flüchtlinge nach ihrer Anerkennung wie Langzeitarbeitslose zu behandeln und riet zudem vorerst davon ab, den Mindestlohn zu erhöhen. "In Anbetracht des steigenden Arbeitsangebots im Niedriglohnbereich sollte der Mindestlohn keinesfalls erhöht werden", schreiben die Ökonomen. Auch eine Staffelung des Mindestlohns nach Alter könne dazu beitragen, mehr junge Erwachsene zu beschäftigen.

Das ist doch das, worum es denen tatsächlich geht: Es sollen die Flüchtlinge zum Anlaß genommen werden, den Mindestlohn zu kippen. So wie noch viel mehr Sozial- und Rechtsstaatabbau mit der Flüchtlingkrise als Vorwand betrieben werden soll und wird.

Vergangenen Samstagabend habe ich in eine Diskussionsrunde reingezapt, in der sich irgendein SPD-Fuzzy nicht entblödet hat, zu sagen, man möge ihn doch angesichts der vielen Menschen in Not "gefälligst mit dieser blöden Juristerei in Ruhe lassen". Ich hab dann weitergezapt, bevor ich noch den Fernseher mit einem Backstein erschlagen hätte.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 12. November 2015, 08:39:15
Das wird alles nichts nützen. Ein System das auf gegenseitiger Erpressung beruht, führt nur zu gegenseitigem Beschiss.

Die EU - und nicht nur die - fußt von Anfang an auf gegenseitiger Erpressung. Man nennt das auch Diplomatie.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 13. November 2015, 10:30:26
"Tiefe Beunruhigung in der Bevölkerung" (http://www.welt.de/politik/deutschland/article148790240/Tiefe-Beunruhigung-in-der-Bevoelkerung.html?wtmc=newsletter.wasdieweltbewegt.newsteaser...standardteaser&r=76457646437567&lid=464437&pm_ln=377109)

Ein sehr lesenswertes Interview mit der Allensbach-Chefin Köcher
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 14. November 2015, 00:55:02
 nicht angesprochen, aber wohl vorhanden ist die Angst vor steigender Kriminalität.
Das scheint bislang jedenfalls nicht zu stimmen.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/fluechtlingskrise-bka-stellt-steigende-kriminalitaet-fest-vor-allem-von-rechts-a-1062661.html
Zitate:
"Insgesamt zeigen uns die derzeit verfügbaren Tendenzaussagen, dass Flüchtlinge im Durchschnitt genauso wenig oder oft straffällig werden wie Vergleichsgruppen der hiesigen Bevölkerung", sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) zu der Erhebung. "Der Großteil von ihnen begeht keine Straftaten, sie suchen vielmehr in Deutschland Schutz und Frieden."

Die Sicherheitsbehörden registrieren aber auch, dass bestimmte Nationalitäten unter den Tatverdächtigen deutlich überrepräsentiert sind. So fallen Serben, Kosovaren und Mazedonier bis zu viermal häufiger im Zusammenhang mit Straftaten auf, als es ihr Anteil an der Gesamtzahl der in der "Erstverteilung von Asylbegehrenden" (Easy) Erfassten eigentlich erwarten ließe. "Signifikant unterrepräsentiert" sind laut BKA hingegen Syrer und Iraker unter den Tatverdächtigen.

"Wir erleben derzeit einen starken, besorgniserregenden Anstieg der Gewalttaten gegen Asylbewerber und Flüchtlinge", sagte BDK-Chef Schulz. "Nicht Flüchtlinge sollten uns Angst machen, sondern die Welle der braunen Gewalt in Deutschland. Wir müssen deutlich machen, dass wir so eine Entwicklung in Deutschland nicht dulden", so Schulz. Notwendig sei hier eine "Zero-Tolerance-Politik".

Die Polizei hat zudem bislang etwas mehr als hundert Hinweise auf mutmaßliche Dschihadisten erhalten, die sich im Schutz der Flüchtlingstrecks nach Deutschland eingeschlichen haben sollen. Knapp 30 davon erwiesen sich bereits als substanzlos, in einigen Fällen war der vermeintliche Terrorhinweis eine perfide Form der üblen Nachrede. Zwölf Ermittlungsverfahren führen die Behörden nach eigenen Angaben derzeit. Dabei geht es jedoch in keinem einzigen Fall darum, dass jemand als Terrorist in Deutschland Anschläge verüben wollte. Ermittelt wird, weil die Männer sich in ihren Heimatländern terroristischen Organisationen angeschlossen oder Kriegsverbrechen begangen haben sollen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 14. November 2015, 08:19:12
nicht angesprochen, aber wohl vorhanden ist die Angst vor steigender Kriminalität.
Das scheint bislang jedenfalls nicht zu stimmen.

Ich habe das nie begriffen, weshalb die Kriminalitätsrate bei Flüchtlingen höher sein soll als bei Einheimischen (aber halt auch nicht niedriger).

Uns trifft es jetzt auch in unmittelbarer Nähe. Eine der drei Sporthallen am Ort, ca. 500 Meter von meiner Bleibe, wird Notunterkunft für Flüchtlinge. Man munkelt was von 200 Personen, was ich mir nicht vorstellen kann. Meiner unqualifizierten Einschätzung nach kann man da vielleicht mal bei einer Naturkatastrophe 200 Menschen für ein oder zwei Nächte unterbringen, aber nicht dauerhaft. Damit die Halle nicht zu einer Art Legebatterie wird, würde ich da höchstens 50 Personen unterbringen.

Egal. Mein Sohn meinte jedenfalls gestern Abend, dann müßten wir eben das Haus besonders gut verrammeln, wenn wir es morgens verlassen und dürften auf der straßenabgewandten Rückseite die Rolläden nicht mehr hochziehen.

Ich war zugegebenermaßen etwas verblüfft über diese Äußerung. Vielleicht sollte ich ihm den Umgang mit seiner schwachsinnigen Mutter verbieten.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: grashopper am 14. November 2015, 08:53:48
Die steigende Kriminalität gab es schon immer. Lange vor der aktuellen Flüchtlingswelle.

Nicht nur auf offener Straße. Und auch auf dem Land. Da wird recherchiert, wer gerade in Urlaub sein könnte oder z.B. in der Christmette ist. Und dann zugeschlagen bzw. eingebrochen.

Rolladen tagsüber runter setzt eher das Zeichen, dass momentan keiner zu Hause ist.....
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 14. November 2015, 11:35:29
Rolladen tagsüber runter setzt eher das Zeichen, dass momentan keiner zu Hause ist.....

Natürlich. Mich verwunderte eher die Äußerung meines Sohnes als sein Vorschlag zur Einbruchssicherung.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: grashopper am 14. November 2015, 12:02:55
Er lässt sich halt auch durch Meinungen anderer beeinflussen.

Die Meinungsmache ist doch derzeit herrschend. Und keiner weiß mehr, was Wahrheit ist oder eben nicht.

Ich gebe zu, im Dunkeln ungerne alleine durch die Stadt zu gehen. Aber das schon seit Jahren. Aufgrund diverser Erlebnisse, die mir Angst machten.

Unsere Stadt hat auch zahlreiche Flüchtlinge aufgenommen. Keine relevanten Vorkommnisse.

Wenn ich mal abends nach der Arbeit noch einkaufen gehe, ist die Warteschlange an der Kasse derzeit länger.

1 Hopper und ggf. noch 2-3 Feierabende, 2 ungeduldige Rentner und dann eben -wie schon jahrelang gewohnt-  eben auch Einkaufende verschiedener Nationalitäten. Normalität. Alles geschmeidig. Eben schon etliche Jahre.

Ich wiederhole mich ungerne, aber da hätte ich woanders  wie z.B. bei einer Veranstaltung oder auch am Hauptbahnhof bei einer Dienstreise mehr Angst, dass etwas passieren könnte.

Das ist wohl das Ziel dieser Idioten, ob es nun Rechtsradikale, fanatische Islamisten oder sonstwelche Radikale sind.

Denen sind Menschen, egal welcher Herkunft, einfach egal. Und sie sich selbst meisten auch.

Ich verstehe es einfach nicht. Sollen sie sich doch selbst über den Regenbogen bringen, wenn sie mit dem System nicht einverstanden sind. Wieso noch andere -vor allem Unschuldige - mit reinziehen????









Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 14. November 2015, 12:09:42
Ich verstehe es einfach nicht. Sollen sie sich doch selbst über den Regenbogen bringen, wenn sie mit dem System nicht einverstanden sind. Wieso noch andere -vor allem Unschuldige - mit reinziehen????

Es ist die Pest nahezu jeder Ideologie, daß sie nicht nur glaubt, besser zu sein als alle anderen, sondern auch, daß man mit ihr den Rest der Menschheit zwangsbeglücken müsse. Das ist seit der Zeit der allerersten frühchristlichen Missionare nie mehr anders gewesen.

Je nach Ideologie werden "die anderen" "überzeugt" oder zum Profit der Anhänger der eigenen Ideologie versklavt oder / und vernichtet. Ob das jetzt "Heiden", "Ungläubige", "Untermenschen" oder sonstwer sind, ist völlig egal.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 21. November 2015, 12:56:00
Jaja, es ist ein Reizthema, und die ersten Stammuser haben sich schon pikiert aus dem Forum zurückgezogen.

Trotzdem möchte ich auf folgenden Artikel aufmerksam machen:

Falsche Propheten: Die Kirchenführer in der Flüchtlingskrise (http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/falsche_propheten_die_kirchenfuehrer_in_der_fluechtlingskrise)

Schon die skizzierte Bevorzugung der exotischen Fremden gegenüber den uninteressant gewordenen eigenen Leuten weist auf ein materialistisches Denken hin, das den Menschen nicht mehr als einzigartiges Individuum, sondern als austauschbare Ware sieht. Da beide Amtskirchen zugleich riesige Sozialkonzerne sind, gehören sie zu den materiellen Hauptprofiteuren der Massenzuwanderung. Mit den Migranten strömen auch die staatlichen Gelder für Diakonisches Werk und Caritas: mehr Heime, mehr Mitarbeiter, mehr Beratungsstellen, mehr-mehr-mehr, auf Teufel komm raus! Kirche im Kapitalismus eben. Dann wäre all die Weltoffenheits- und Willkommensrhetorik nur vorgeschoben, und in Wahrheit ginge es vor allem um materielle Interessen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 21. November 2015, 15:05:52
Jaja, es ist ein Reizthema, und die ersten Stammuser haben sich schon pikiert aus dem Forum zurückgezogen.

Wenn es so ist, kann ich das nicht nachvollziehen. Aber es ist überall so derzeit. Sehr schade.


Den Artikel finde ich sehr gut.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 23. November 2015, 21:00:47
http://www.spiegel.de/politik/ausland/islamischer-staat-der-terror-ist-ein-problem-europas-kolumne-a-1064096.html

Zitat:
Der bedeutende Sozialforscher Gilles Kepel hat die französischen Vorstädte untersucht. Sein Fazit: Die Integration arabischer und afrikanischer Einwanderer in die republikanische Gesellschaft ist gescheitert. In Frankreich wohnen Menschen, die einen französischen Pass haben, die Franzosen sind, die aber nicht zur Republik gehören. Sie wenden sich dem Islam zu. Aber das ist die Folge, nicht die Ursache ihrer mangelnden Eingliederung.
...
Und die Deutschen sollten genau hinsehen. Deutschland ist jetzt ein Einwanderungsland. In den kommenden Jahren werden noch Hunderttausende von Menschen kommen. Ihre Integration ist die beste Prävention.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 23. November 2015, 22:39:30
Was bitte ist denn *aggressive Eindämmung*? An der Grenze stehen und BUH rufen, wenn keine Bomben fallen sollen?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Korinthenkackerin am 23. November 2015, 22:45:52
Letzte Woche Dienstag war ich bei einer Versammlung einer Hilfsbewegung hier im Dorf. Ich war die ganze Zeit von drei syrischen Familien ausgegangen, die inzwischen hier leben, aber die Zusammensetzung ist eine ganz andere:

Ein Paar aus dem Nordirak
Eine vierköpfige Familie aus Afghanistan
Eine vierköpfige Familie aus Nigeria
Eine dreiköpfige Familie (mit geistig behindertem Sohn) aus Bosnien (wohl schon 2 Jahre in Deutschland)
und irgendwie noch eine Frau mit Tochter, da gab es nicht wirklich viel Infos.

Letzte Woche Freitag war ich wieder in der Kernstadt beim Treffen nach dem Motto Kaffee trinken und kennen lernen (bei dem letztes Mal die Afrikaner waren). Dieses Mal fast nur Syrer und o. g. bosnische Familie, bei denen ich am Tisch saß. Dieses Mal keine Musik und kein Tanz  ;D.

Mit einem der Syrer treffe ich mich morgen in der Mittagspause, weil er keine Winterschuhe in 43 hat und hier zwei Paar stehen, die keiner anzieht.

Bei der bosnischen Familie bin ich am Wochenende zum Kaffee eingeladen. Natürlich werde ich ein Schächtelchen packen mit ein paar Lebensmitteln. Die Frau hat mir erläutert, dass Nudeln bei Aldi viel billiger als bei Netto sind  8).

Die LEA in der Kernstadt wird im Frühjahr kommen. Für 1000 Menschen geplant, man muss aber mit bis zu 4000 Leuten rechnen. Im Gegenzug kommen dann im Stadtkreis keine weiteren "Bleibenden".

Wie sieht es an euren Wohnorten aus? Einzig Yossarian hat ja bislang berichtet, dass bei ihm um die Ecke eine Turnhalle umfunktioniert wird.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 23. November 2015, 22:56:56
Hier im Städtchen ist jetzt ein ehemaliges Firmengebäude mit rund 100 Flüchtlingen belegt worden.
In Kassel wurde ein Schwesternwohnheim mit 150 und eine Kaserne mit 195 Flüchtlingen belegt. Das waren jedenfalls die geplanten Belegungszahlen, inwieweit die jetzt noch stimmen, weiß ich nicht.
Dann gibt es noch den alten Flughafen. Dort waren es mal um die 600, die aktuelle Zahl lässt sich nicht ermitteln. Stand 10.09. - 1.750!

Heute erzählte man mir, dass der Hausmeister einer Grundschule in Nachbardorf und sein Nachbar die Kündigung für ihren Gemeindebungalow bekommen haben. Die Häuser werden für die Flüchtlinge gebraucht. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Ich kann es mir aber vorstellen.


Hier sind noch mehr Zahlen .. Stand 10.09.
http://www.hna.de/kassel/fluechtlinge-in-der-region-sti558996/2200-winterfeste-plaetze-fluechtlinge-kasseler-unterkuenfte-fast-voll-5515987.html
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 24. November 2015, 00:50:40
http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/fluechtlinge-container-regensburg-100.html
http://www.regensburg-digital.de/die-zeiten-haben-sich-geaendert/11112015/#comments

Als mein Kollege letztes mal vorbei reingeschaut hat, war angenervt.
Wenige in der Unterkunft halten sich an die Hausordnung oder zeigen Wille die Sprachkurse an der VHS zu besuchen, ansonsten gibt es
einen Alkoholiker, der unbedingt im Zimmer konsumiert
Eltern die ihre Kinder 2,3 u. 5 unbeaufsichtigt verlassen und ausgehen
oder Eltern, die den Behandlungstermin ihrer Krebs kranken Kind unangekündigt sausen lassen, weil sie den schlafenden Kind nicht aufwecken wollen....
Andere wurde mit Handschellen von der Polizei abgeholt, weil er seine Frau geschlagen hat als sie das Kopftuch abnehmen wollte.
 
Für die zwei aus unserem Amt sind bis Ende des Jahres abgeordnet, jetzt wurden alle angeschrieben sich freiwillig anzumelden, ich hoffe ich bleibe da wo ich jetzt bin, bin bereits privat sehr angespannt und schaffe den Alltag gerade noch.

Die Familie von dem ersten Unterkunft sind Mittlerweile in einer möblierten Wohnung untergebracht. Der Sohn hat bereits Freunde, die Zwillings Töchtern kamen in getrennten Klassen wodurch eine der beiden noch nicht angekommen fühlt, aber schulmäßig geht’s denen gut. Alle habe eine befristeter Aufenthaltsgenehmigung bekommen aber bis jetzt keinen regelmäßigen Deutschunterricht oder Beschäftigung für den Vater.

Der junge Mann/ Schwager meiner Schwester landete nach München mit seinem Freund und weitere 5 Flüchtlinge  in diesem Container in Hamm

 (http://i67.tinypic.com/2n08obt.jpg)

 (http://i64.tinypic.com/2mc864y.jpg)

(http://i68.tinypic.com/125tczm.jpg)

 (http://i63.tinypic.com/2i0ktd.jpg)

(http://i63.tinypic.com/if1t2p.jpg)

darunter zwei Kriminelle, so dass er und sein Freund abwechselnd die Nacht Wache hielten, damit ihr Monatsgeld nicht geklaut wird. Nach dem ersten Einkauf war er besorgt, wie sollten 300 € für einen Monat reichen wenn er für eine Dose Tunfisch, Stück Brot , Stück Käse und ein Glas Senf 26 € ausgeben muss!
Ich wusste sofort, der arme war bestimmt in irgendein Feinkostladen einkaufen, die schauen wie bekannte einfache Supermärkte aus.
Ich bin zum Discounter einkaufen gegangen und legte paar Gemüse und Obst auf seine Einkaufsliste drauf, alles für 13,50 €, und schickte ihm(über meine Schwester) Fotos von allen üblichen verdächtigen, die in seine Nähe liegen können.

Er wurde vor 2 Wochen in einer Wohnung untergebracht, nach dem er den Betreuer die Fotos gezeigt und Attest wegen Augenentzündung vorgelegt hat.     
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 24. November 2015, 00:57:47
Aber das ist die Folge, nicht die Ursache ihrer mangelnden Eingliederung.

Was ist denn dann die Ursache? Das klingt immer so als sei Eingliederung ein einseitiger Vorgang, dessen Scheitern im Mangel an gutem Willen und Angeboten liegt. Kann es nicht vielleicht auch ein kleines bißchen daran liegen, daß europäische Gesellschaften und Verhältnisse eben ganz anders sind als die Herkunftsländer und -kulturen und man dort zwangsläufig scheitert, wenn man nicht selber vollständig bereit ist, assimiliert zu werden? ich habe jetzt mal absichtlich "assimiliert" gesagt, weil das eben auch bedeutet, sich von der alten Heimat so weit mental zu verabschieden, wie es einer Eingliederung im Weg steht. Da kommt dann immer das Argument, daß die deutschen Auswanderer das auch nicht tun. Ja, aber gehen die denn in Länder, in denen man den westlichen Lebensstil nicht umstandslos oder weitestgehend beibehalten kann?

Mich würde in dem Zusammenhang mal interessieren, wie die Einwanderer sich gegenseitig so sehen. Wie sieht ein Syrer einen Algerier oder Iraker. Gibt es da Unterschiede und welche? Sind bestimmte Gruppen leichter zu integrieren als andere. Das, was in den französischen Banlieus abgeht, ist ja doch erschreckend. Wie ist das da genau gelaufen? War die erste Generation schon komplett im Abseits, arbeits- und chancenlos? Oder hat die noch für wenig Geld geschuftet oder sich selbständig gemacht und deren Kinder und Enkel haben den sozialen Aufstieg nicht geschafft? Wie verhält sich das im Vergleich von Schwarzafrikanern zu Algeriern und Marokkanern? Gibt es Unterschiede bei den Konfessionen? Sind diese Einwanderer aus den Kolonien wirklich mehrheitlich gescheitert oder gibt es auch Erfolgsgeschichten, die nicht nur reine Ausnahmen sind?

Sind wahrscheinlich alles Dinge, die man nach aktueller political correctness nicht untersuchen darf, aber man könnte was daraus lernen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 24. November 2015, 01:27:37
Kann es nicht vielleicht auch ein kleines bißchen daran liegen, daß europäische Gesellschaften und Verhältnisse eben ganz anders sind als die Herkunftsländer und -kulturen und man dort zwangsläufig scheitert, wenn man nicht selber vollständig bereit ist, assimiliert zu werden?

Kleines bißchen ist zu wenig, denn dieses Assimilieren ist nicht so einfach, vor allem bei Familien.

Diese Anpassungsversuche kann man nicht so verharmlosen. Ein deutscher Bekannter bestätigte es und konnte mein Gefühle diesbezüglich verstehen. In der USA fiel ihm leichter als in Japan, dennoch bleibt immer ein Beigeschmack der "Verrat" gegenüber den eigenen Ich, damit muss man leben können.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 24. November 2015, 02:01:35
Diese Anpassungsversuche kann man nicht so verharmlosen. Ein deutscher Bekannter bestätigte es und konnte mein Gefühle diesbezüglich verstehen. In der USA fiel ihm leichter als in Japan, dennoch bleibt immer ein Beigeschmack der "Verrat" gegenüber den eigenen Ich, damit muss man leben können.

Man muß sich eben vorher überlegen, ob man die Kultur annehmen kann. Und ob man in den Dingen, in denen man das nicht kann, privat und unauffällig bleiben kann. Ich könnte das in Japan auch nicht so einfach und vielleicht auch nicht in den USA.

Die Leute kommen aber nun mal nicht, weil sie mal eben Lust darauf haben, sondern aus Not oder weil sie eine Perspektive suchen. Da rückt sowas vielleicht in den Hintergrund. Irgendwann wird es aber doch wieder wichtig. Bei uns hat das ja in der Vergangenheit auch einigermaßen gut geklappt. Kein Vergleich mit Frankreich. (könnte trotzdem besser sein).
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 24. November 2015, 02:42:53
Was bitte ist denn *aggressive Eindämmung*? An der Grenze stehen und BUH rufen, wenn keine Bomben fallen sollen?
was er wohl meint, ist die robuste (welch niedliches Wort) Verteidigung gegen den IS und anschließende Rückeroberung der Gebiete, die der IS besetzt hat.
Da eine militärische Intervention "westlicher" Mächte wohl nur als Aggression des Imperialismus aufgefasst würde, bleibt nur die Unterstützung der Kräfte, die gegen den IS kämpfen. Da wird mann aber aufpassen müssen, zu wem mann sich ins Bett legt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 24. November 2015, 04:39:41
was er wohl meint, ist die robuste (welch niedliches Wort) Verteidigung gegen den IS und anschließende Rückeroberung der Gebiete, die der IS besetzt hat.
Oh Gott, Kriegsvokabular .. Robuste? Versteh ich genau so wenig. Robust = Bodentruppen?

Da eine militärische Intervention "westlicher" Mächte wohl nur als Aggression des Imperialismus aufgefasst würde, bleibt nur die Unterstützung der Kräfte, die gegen den IS kämpfen. Da wird mann aber aufpassen müssen, zu wem mann sich ins Bett legt.
Und wenn wir nur unterstützend bleiben, dann verstehen die das ncht als Aggression? Das halte ich eher für einen frommen Wunsch.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 24. November 2015, 10:16:06
Oh Gott, Kriegsvokabular .. Robuste? Versteh ich genau so wenig. Robust = Bodentruppen?

Der Terminus ist in dem Zusammenhang auch noch nicht so lange gebräuchlich. Ehrlich gesagt, würde mich auch mal interessieren, was genau damit gemeint ist.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 24. November 2015, 10:21:28
Wie sieht es an euren Wohnorten aus? Einzig Yossarian hat ja bislang berichtet, dass bei ihm um die Ecke eine Turnhalle umfunktioniert wird.

Ich weiß gar nicht, ob die schon bezogen ist. Muß heute Abend mal dran vorbeifahren. Eigentlich war ich davon ausgegangen, daß mir das auffällt. Im größeren Umkreis um eine der Gießener Unterkünfte - die einzige, die ich bis jetzt bewußt gesehen habe - sind viele Flüchtlinge Spazieren gegangen - was sollen sie auch sonst den ganzen Tag tun? - und dachte, daß da öfters mal welche vorm Haus vorbeilaufen, wenn die Turnhalle belegt ist. Bis jetzt gibt es jedenfalls kein erhöhtes Aufkommen von "auffälligen Spaziergängern".  ;)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 24. November 2015, 11:06:19
Wie sieht es an euren Wohnorten aus? Einzig Yossarian hat ja bislang berichtet, dass bei ihm um die Ecke eine Turnhalle umfunktioniert wird.
Nun, in meiner Heimatstadt Braunschweig ist eine zentral Aufnahmestelle. Wer Lust hat, kann ja mal nach Kralenriede - so der Ortsteil -  googeln. Im Sommer wurde die Turnhalle einer nahegelegenen Hauptschule - in meinem Heimatdorf - umfunktioniert, um die Asylsuchenden mit Masern auszugruppieren.
Die Aufnahmestelle ist eine ehemalige Kaserne. Die Gesamtzahl der dort untergebrachten Personen war im September auf etwa 4.000 geschaetzt worden - es weiss ja so richtig niemand wieviele Personen ueberhaupt anlanden -, die eigentliche Kapazitaet betraegt 700.
In Kralenriede selbst gibt in etwa 1 km Entfernung der Aufnahmestelle ein Einkaufszentrum mit den ueblichen Discountern (der mit L fehlt). Hier versorgen sich die Menschen mit Nahrungsmitteln und auch mit reichlich Alkohol, was in unmittelbarer Naehe zu Ausschreitungen fuehrt - vielleicht kann mann die Langeweile, Abgeschobenheit und latente Hoffnungslosigkeit auch nur im Suff ertragen.
Es werden immer wieder von den Anwohnern Straftaten wie Einbrueche und Vergewaltigungen gemeldet, die aber nach Aussage unser oertlichen Polizei meistens (!) als haltlos zu bewerten sind. Okay, Einbrueche sind leicht gestiegen, aber da vermute ich eher Trittbrettfahrer, die die Naehe zu den Asylsuchenden ausnutzen. Die Warschauer Allee (BAB A2) ist als Fluchtweg in unmittelbarer Naehe ...

In 4 Wochen werde ich mir die Gegend anschauen. Mal sehen, was da so abgeht.

In Wolfsburg wurde die Kanalisation verstopft, da die dort ankommenden Personen sich als erstes ihrer Paesse entsorgen, um sich als Fluechtlinge aus bevorzugten Laendern auszugeben. Diese Information habe ich von einer Mitarbeiterin des Baudezernats, kann also nicht nur als Stammtischparole gewertet werden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 24. November 2015, 11:39:30
.
Es werden immer wieder von den Anwohnern Straftaten wie Einbrueche und Vergewaltigungen gemeldet, die aber nach Aussage unser oertlichen Polizei meistens (!) als haltlos zu bewerten sind.

Da würde mich mal interessieren, was das für Vergewaltigungsanzeigen sind. wer soll denn da vergewaltigt worden sein? Frauen in den Unterkünften (was ich für duchaus möglich halte) oder das "anständige, blonde Mädel" auf offener Straße?

Zitat
Okay, Einbrueche sind leicht gestiegen, aber da vermute ich eher Trittbrettfahrer, die die Naehe zu den Asylsuchenden ausnutzen.

Wenn nicht sogar der eine oder andere gefakte Einbruch zum Zweck des Versicherungsbetrugs.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 24. November 2015, 12:28:54
Da würde mich mal interessieren, was das für Vergewaltigungsanzeigen sind. wer soll denn da vergewaltigt worden sein? Frauen in den Unterkünften (was ich für duchaus möglich halte) oder das "anständige, blonde Mädel" auf offener Straße?
Sowohl als auch.
Die letzte Nummer wurde aus dem angrenzenden Wald des Aufnahmelagers berichtet. Stellte sich jedoch als erfunden heraus. Ob diese Anzeige nun von einem "anstaendigen, blonden Maedel" stammte, wurde nicht weiter kommuniziert. Auch der weitere Verlauf mit der Anzeigenden nicht ...

Was innerhalb der Mauern des Lagers mit Frauen passiert, wird mit dem Mantel des Schweigens ueberdeckt. Sowohl von den Behoerden, als auch von den Personen innerhalb.

Extern sind keine Vergewaltigungen passiert. Das gilt es festzuhalten. Anzeigen in dieser Richtung sind in den letzten Wochen gen Null gegangen. Da haben die jeweiligen Personen wohl gemerkt, dass solch ein Fake erhebliche Konsequenzen nach sich zieht.
Zudem wurde eine mobile Polizeistation an der neuralgischen Stelle (Einkaufszentrum) errichtet. Somit wird diesen Maerchen durch die staendige Praesenz ein Riegel vorgeschoben.

Meinereiner ist halbwegs gut informiert, da einer unserer ehemaligen Kreislaeufer/Aussen bei den Uniformierten taetig ist. Die Jungs und Maedels werden zu jedem Geschiss gerufen, der sich vielfach als Unsinn herausstellt. Der ein oder andere Mitbuerger kann wohl nicht ganz glauben, dass die Menschen, die sich da in dem Lager aufhalten (muessen), hauptsaechlich friedlich gesinnt sind.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 24. November 2015, 12:37:27
Nachdem bei uns in den Straßen mit Einfamilienhäusern die Einbrüche wieder hochgingen, tauchten Zettel an unseren Autos auf, wo "Nachbarn" uns vor der Gefahr warnten und uns anhielten, die Augen offen zu halten, wenn "fremd aussehende Menschen" die Straßen "ausspionierten".

Schon klar, wir habe auch ein Heim, zwei Ecken weiter. Und klar gehen die Frauen von dort mit ihren Kinderwagen und Kindern in unseren Straßen spazieren - wir haben Vorgärten mit Blumen und schönen Bäumen, schöne Häuser. Ein besserer Spaziergang als über den Parkplatz und die Hauptverkehrskreuzung unseres Ortes direkt vorm Heim (inklusive Tankstelle und lautem S-Bahnhof).

Ein Einbrecher wurde jetzt unmittelbar nach einem gelungenen Einbruch (bei dem er die 84-jährige Bewohnerin und Zeugin übersah) bei dem Versuch, in das nächste Haus einzubrechen geschnappt - ein Einheimischer.

Überhaupt nehmen die Einbrüche schon seit Jahren in der dunkler werdenden Jahreszeit zu. Immer. Schon lange vor den Heimen und Flüchtlingen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 24. November 2015, 12:48:29
Passend dazu ein Beitrag aus der Welt (http://www.welt.de/politik/deutschland/article149188613/Die-Soko-die-nicht-Asyl-heissen-durfte.html). Der leitende Beamte ist ein Bekannter (Stammkneipe, Stadion) von mir, zu dem ich aber keinen Kontakt pflege.

Überhaupt nehmen die Einbrüche schon seit Jahren in der dunkler werdenden Jahreszeit zu. Immer. Schon lange vor den Heimen und Flüchtlingen.
Natuerlich. Und die Fluechtlinge sind ja auch verdammt mobil, dass sie sich so mir nichts, dir nichts, vom Acker machen koennen. Und dann noch ganzen "Fundstuecke" in die Unterkunft schmuggeln ...  :o
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 24. November 2015, 13:27:38
Der Terminus ist in dem Zusammenhang auch noch nicht so lange gebräuchlich. Ehrlich gesagt, würde mich auch mal interessieren, was genau damit gemeint ist.

Das ist so ein Modewort wie "belastbar".
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 24. November 2015, 13:41:12
Natuerlich. Und die Fluechtlinge sind ja auch verdammt mobil, dass sie sich so mir nichts, dir nichts, vom Acker machen koennen. Und dann noch ganzen "Fundstuecke" in die Unterkunft schmuggeln ...  :o

Die meisten Einbrüche in Berlin werden von mobilen Banden aus Polen, Ukraine und Rumänien gemacht. Und die wissen auch genau, in welchen Bundesländern die Justiz härter bestraft als in anderen. Deshalb fahren sie lieber durch Bayern durch nach NRW. In Stuttgart gab's eine georgische Bande. In Berlin wurden Autos von einer litauischen Bande geknackt. Das wird so lange gehen, wie das Vermögensgefälle so ist und die Täter wenig zu befürchten haben.

Und meist kommen sie tagsüber.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Korinthenkackerin am 24. November 2015, 14:08:00
Mit einem der Syrer treffe ich mich morgen in der Mittagspause, weil er keine Winterschuhe in 43 hat..

Sehr angenehmer und dankbarer Mensch. Er hat mich gleich erkannt von der Veranstaltung am Freitag, ich ihn nicht  8) (klar irgendwie, lila Haare fallen eben auf  :evil). Seine Frau ist schwanger (wußte ich durch die Kontaktadresse), ich habe ihm angeboten, dass er mich gerne anrufen darf, wenn ich irgendwie helfen kann. Erneut viel Dankbarkeit für das Angebot. Er hat mir bestimmt fünfmal die Hand geschüttelt.


@dieFrau
Gräßliche Bilder.... gut, dass der Schwager deiner Schwester anders unterkommen konnte. Vermutlich wird trotzdem irgendjemand in dem Loch einquartiert werden. 

Wenige in der Unterkunft halten sich an die Hausordnung oder zeigen Wille die Sprachkurse an der VHS zu besuchen, ansonsten gibt es
einen Alkoholiker, der unbedingt im Zimmer konsumiert
Eltern die ihre Kinder 2,3 u. 5 unbeaufsichtigt verlassen und ausgehen
oder Eltern, die den Behandlungstermin ihrer Krebs kranken Kind unangekündigt sausen lassen, weil sie den schlafenden Kind nicht aufwecken wollen....
Andere wurde mit Handschellen von der Polizei abgeholt, weil er seine Frau geschlagen hat als sie das Kopftuch abnehmen wollte. 

Ich finde es immer etwas schade, dass solche negativen Verhaltensweisen immer erwähnt werden und die positven eher selten. Dass die Flüchtlinge nicht alle nach europäischem Standard wohlerzogen agieren, war ja wohl nicht zu erwarten (Außerdem verhalten sich auch nicht alle Europäer wohlerzogen  :.) ). Solche negativen Geschichten gehen aber wie ein Lauffeuer durch die Ortschaften und das fördert dann die ablehnende Haltung der sowieso schon mißtrauischen Menschen außerordentlich. Meine Erfahrungen, wenn es bislang auch nicht viele waren (aber vermutlich mehr als beim Großteil), waren überaus positiv und geprägt von sehr viel Herzlichkeit und Dankbarkeit. Mir ist klar, dass auch ich mit Sicherheit mal schlechte Erfahrungen machen werde, so blauäugig bin ich nicht. Es ist aber traurig, dass sich schlechte Neuigkeiten viel schneller verbreiten als gute - und das ist ja nicht nur beim Flüchtlingsthema der Fall.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 24. November 2015, 14:43:01
Danke Korinthe. Ich hoffe, du bleibst als Gegengewicht dabei und berichtest weiter von deinen Erfahrungen. Auch, wenn sie mal nicht positiv sein sollten.

Ich habe keinen engen Kontakt. Ich marschiere häufig an dem Heim vorbei, wenn ich zu meinem Hühnerdealer oder zur Tanke wegen Zigaretten will. Da sitzen tagsüber Mütter und die Kinder spielen Ball und mit Hula-Hoop-Reifen auf dem engen Gehweg zwischen Heim und Parkplatz. Ab nachmittags übernehmen ältere Männer die Bank. Es gibt keinerlei Merkwürdigkeiten. Ab und an stehen paar junge Männer vorm Eingang und reden laut durcheinander und "fuchteln" mit den Armen. Da sie dabei grinsen und oft lachen, halte ich das für ihre normale Kommunikationsart, wie ich sie auch aus Bulgarien und Italien kenne. 8)

Die, die in den örtlichen Supermärkten einkaufen, verhalten sich wie alle anderen auch. Nur, dass sie häufiger Ananas und Mango im Wagen haben.

Als die Sonnenfinsternis war, war ich von mir selbst so begeistert - ich hatte aus den Innereien einer alten Floppy-Disk einen sinnvollen Sichtschutz hingekriegt - dass ich es den paar Passanten an meinem Zaun zum Durchschauen anbot. Zwei Flüchtlingselternpaare nebst Kindern haben sich gefreut, ein ältere deutsches Ehepaar auch, zwei deutsche jüngere Männer haben mich nicht ausreden lassen und angeschnauzt, dass sie nichts kaufen.

Mehr habe ich dazu nicht beizutragen. Gestern war ein netter ADAC-Helfer hier, um mir eine neue Autobatterie einzubauen - der fragte mich die ganze Zeit ganz intensiv aus, ob und wenn ja, was ich von dem Heim um die Ecke mitbekomme. Ob es  Ärger, mehr Einbrüche gäbe…ich weiss nicht, wozu er das wissen wollte.
Er wirkte auch nicht enttäuscht über meine neutrale bis positive Einschätzung der Lage.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 24. November 2015, 18:58:18
Ich finde es immer etwas schade, dass solche negativen Verhaltensweisen immer erwähnt werden und die positven eher selten.

Darum geht es doch überhaupt nicht. Es geht um kulturelle Kompatibilität und darum, wie die EU, insbesondere Deutschland, mit einer riesigen, nicht enden wollenden Zahl von Zureisenden umgehen soll und kann.

Da sind mit Sicherheit jede Menge ganz sympathischer Menschen dabei, aber das ist nicht der Punkt.

Kaninchen sind auch süß und puschelig, aber ab einer gewissen Anzahl pro Quadratmeter verkraftet die kein Rasen mehr.  :P
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Korinthenkackerin am 24. November 2015, 21:43:02
Darum geht es doch überhaupt nicht. Es geht um kulturelle Kompatibilität und darum, wie die EU, insbesondere Deutschland, mit einer riesigen, nicht enden wollenden Zahl von Zureisenden umgehen soll und kann.

Da sind mit Sicherheit jede Menge ganz sympathischer Menschen dabei, aber das ist nicht der Punkt.

Wenn du den Satz im Kontext liest, meine ich damit Folgendes:

Es ist momentan keinem Dorf und keiner Stadt damit geholfen, wenn die Bevölkerung durch das Füttern mit Negativbeispielen aufgehetzt ist, Ihr könnt hier täglich 10 Links setzen mit schlauen theoretischen Artikeln, wie man den Zustrom eingrenzen kann und so weiter. Fakt ist aber: diese Menschen sind JETZT da und je schlechter die Meinung der Bevölkerung gegenüber den Flüchtlingen ist, desto schlechter geht das alles weiter. Mir graut davor, was hier noch alles passieren wird, weil soviele Menschen sich von kursierenden Geschichten beeinflussen lassen, ohne jemals selber mit einem Flüchtling geredet zu haben. Ich habe hier einige Menschen (auch in der Familie), die genau so ticken, die pauschalisieren, weil das eben auch viel bequemer ist. Natürlich ist es leicht, aus der Distanz dagegen zu wettern und alles zu glauben, was der Schwager der Schwester des Arbeitskollegen der Nachbarin gehört hat. Oder eben nur aus diesen negativen Geschehnissen mancher Flüchtlingen seine Meinung gegenüber allen bilden.

Mir stand heute auf dem Marktplatz ein etwa Ende 20-jähriger Mann mit einer Bankausbildung gegenüber, der mir fünfmal die Hand geschüttelt hat, weil ich ihm ein gebrauchtes Paar Schuhe geschenkt habe.

Es beschämt mich und es macht mich traurig.

Mein Lappy ist kaputt gegangen. Heute tippe ich mit einem kleinen chinesischen Minipad. Am Freitag werde ich wohl ein neues Laptop kaufen. Ich bin nicht reich und trotzdem kann ich mir das leisten.

Ich bin nicht der Meinung, dass auf politischer Ebene alles richtig läuft. Ich will aber niemals zu denen gehören, die nur lamentieren, anstatt selber aktiv zu werden. Aber das entscheidet natürlich jeder für sich selber.

Kaninchen sind auch süß und puschelig, aber ab einer gewissen Anzahl pro Quadratmeter verkraftet die kein Rasen mehr.  :P

Es sind Menschen, der Vergleich ist mir zu flapsig. Eigentlich nicht dein Niveau.


Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 24. November 2015, 21:54:16
Es sind Menschen

Ein qualitativer Unterschied, der das geschilderte quantitative Problem nicht auflöst. Das ist bei Kaninchen pro Quadratmeter Rasen nicht anders als bei zu versorgenden Flüchtlingen pro Quadratkilometer / Steuerzahler / Quadratmeter irgendwo aufzutreibendem, aber nicht vorhandenem Wohnraum.

Zitat
Eigentlich nicht dein Niveau.

Mach Dir mal um mein Niveau keine Sorgen. Du hast Dich doch um das eigentliche Problem herumgemogelt durch Deine Ausführungen, daß das doch alles sehr sympathische Leute sind. Klar sind 95 % davon nette Leute, aber darum geht es doch nicht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 24. November 2015, 21:59:10
Gräßliche Bilder.... gut, dass der Schwager deiner Schwester anders unterkommen konnte. Vermutlich wird trotzdem irgendjemand in dem Loch einquartiert werden. 

Er hat sich nicht getraut, aber als ich die Bilder gesehen und von seine Augenentzündung erfahren habe, habe ich "ihn" empfohlen unbedingt zum Arzt zu gehen, dann zu den Betreuern und um eine andere Unterkunft zu bitten, was er auch getan hat.

Zitat
Ich finde es immer etwas schade, dass solche negativen Verhaltensweisen immer erwähnt werden und die positven eher selten. Dass die Flüchtlinge nicht alle nach europäischem Standard wohlerzogen agieren, war ja wohl nicht zu erwarten (Außerdem verhalten sich auch nicht alle Europäer wohlerzogen  :.) ).

Natürlich. Aber hier geht es nicht um die Erziehung sondern um den kulturellen Unterschied. Bis die Flüchtlinge kapieren, dass "Eltern für ihre Kinder haften" und allein die Aufsichtspflicht haben ist ein langer Weg. Je mehr "Schützlinge" umso länger wird der Weg bis diese Selbstverständlichkeit fest sitzt, dafür fehlen die Ressourcen.

Zitat
Es ist aber traurig, dass sich schlechte Neuigkeiten viel schneller verbreiten als gute - und das ist ja nicht nur beim Flüchtlingsthema der Fall.

Das ist menschlich, du selbst hast auf das negative konzentriert und das positive ausgeblendet/nicht wahrgenommen  :P

Wenige in der Unterkunft halten sich an die Hausordnung oder zeigen Wille die Sprachkurse an der VHS zu besuchen, ansonsten gibt es
....
...

Die Familie von dem ersten Unterkunft sind Mittlerweile in einer möblierten Wohnung untergebracht. Der Sohn hat bereits Freunde, die Zwillings Töchtern kamen in getrennten Klassen wodurch eine der beiden noch nicht angekommen fühlt, aber schulmäßig geht’s denen gut. Alle habe eine befristeter Aufenthaltsgenehmigung bekommen aber bis jetzt keinen regelmäßigen Deutschunterricht oder Beschäftigung für den Vater.

vielleicht liegt an meiner allgemein skeptische Haltung zum Thema  ???
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Korinthenkackerin am 24. November 2015, 22:15:28
Du hast Dich doch um das eigentliche Problem herumgemogelt durch Deine Ausführungen, daß das doch alles sehr sympathische Leute sind.

Dem eigentlichen Problem, das unsere Regierung lösen sollte und es nicht hin bekommt?
Dem eigentlichen Problem, dass viele Menschen kommen und ich persönlich auf diese Tatsache NULL Einfluss habe?

Ich glaube nicht, dass wir gerade über dasselbe reden. Ich rede von der Stimmung in einem Dorf|einer Stadt, die immer schlechter wird, wenn  ``nur``diese Geschichten über das schlechte Benehmen einzelner berichtet wird (sorry, ich finde keine Anführungszeichen) und dass ICH persönlich das für mich nicht zulassen möchte.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 24. November 2015, 22:21:59
Es ist momentan keinem Dorf und keiner Stadt damit geholfen, wenn die Bevölkerung durch das Füttern mit Negativbeispielen aufgehetzt ist, Ihr könnt hier täglich 10 Links setzen mit schlauen theoretischen Artikeln, wie man den Zustrom eingrenzen kann und so weiter.
Nicht Du auch noch.
Ich respektiere das, was Du tust und ich finde es gut. Auch ich habe bei meiner Stadt angerufen, um zu erfahren, ob es ähnliche Möglichkeiten, Flüchtlinge kennenzulernen, hier gibt. Ich warte noch auf den Rückruf.
Trotzdem stehe ich dem ganzen Thema (!) kritisch gegenüber. Dem Thema, nicht den Menschen, obwohl ich nicht so naiv bin zu glauben, dass da nur gute Menschen kommen. Unseren Politikern gegenüber bin ich kritisch und wie sie das Thema anfassen.
Und es muss doch möglich sein, sich hier mit dem Thema auf die jeweils eigene Art zu befassen, ohne, dass man sich hier gegenseitig Vorwürfe macht.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 24. November 2015, 23:04:43
Ein qualitativer Unterschied, der das geschilderte quantitative Problem nicht auflöst. Das ist bei Kaninchen pro Quadratmeter Rasen nicht anders als bei zu versorgenden Flüchtlingen pro Quadratkilometer / Steuerzahler / Quadratmeter irgendwo aufzutreibendem, aber nicht vorhandenem Wohnraum.

naja, Deutschland hat noch ordentliche Wohlstandsreserven. Die Frage ist eher, wieviel man abgeben will und wen es trifft. Das eigentliche Problem bei der Einwanderung sind aber die Schwierigkeiten bei der Integration. Keiner weiß, wie man das machen soll und wie man sowas wie die Pariser Banlieus vermeidet. Es wird zwangsläufig so sein, daß die Einwanderer für lange Zeit wirtschaftlich und gesellschaftlich nicht aufschließen werden und alleine das wird bei deren Kindern zu Frust und dem Gefühl der Benachteiligung führen. Und die Gesellschaften und Umstände, aus denen sie kommen, sind nun mal nicht so richtig förderlich, um hier einen schnellen Aufstieg hinzulegen, um es vorsichtig zu sagen.

Dem eigentlichen Problem, das unsere Regierung lösen sollte und es nicht hin bekommt?

Das kann keine Regierung lösen und man sollte das auch gar nicht realistisch erwarten. Das können am Ende nur die Leute selber schaffen. Dabei sind die Voraussetzungen, die sie hier geboten bekommen, eigentlich schon gut. Sie bekommen immerhin ein gewisses Maß an materieller Unterstützung und haben Zugang zum Bildungssystem. Vergleiche das mal mit deutschen Einwanderern in den USA, der Wolgarepublik, Brasilien, den emigrierten Juden in Israel oder sonstwo, wo man außer dem Zusammenhalt der Gruppe gar nichts erwarten konnte. Vielleicht ist es sogar hinderlich, irgendwas zu erwarten, weil man selbst mit staatlicher Hilfe am Ende nur selber seine Situation verbessern kann und sich dann keiner Illusion hingeben kann, daß irgendwer schon dafür sorgen wird, daß man den Aufstieg schafft.

Aber vielleicht ist das auch der Unterschied. Unsere Auswanderer kamen zwar manchmal sprichwörtlich im Dschungel oder in der Wüste an und heute sind das die blühendsten Gegenden, aber sie haben gewisse Fähigkeiten mitgebracht. Jetzt kommen Leute aus Ländern und Gesellschaften, die schon "dysfunktional" sind und das liegt eben oft an der dort herrschenden Mentalität, die auch bei der Auswanderung nicht einfach abgelegt wird. Klingt kulturchauvinistisch vorurteilsbehaftet, aber ich glaube, es ist was dran.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 24. November 2015, 23:32:30
Damals in Dschungel und Wüste gab es auch kein Arbeitsverbot bis zur endgültigen Klärung der Aufenhaltsgenehmigung.  Es gab auch keine Aufenhaltsgenehmigung . 
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 24. November 2015, 23:46:29
Es sind für Asylbewerber nur noch 3 Monate bis zur Arbeitserlaubnis.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 25. November 2015, 00:03:56
Die nur mit Zustimmung der Ausländerbehörde erteilt wird und deren Bearbeitung bis zu 15 Monate dauern darf.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 25. November 2015, 00:48:13
So lange wird's nicht dauern. Die prüfen eben, ob der Mindestlohn gezahlt wird. In der Realität ist das Problem wohl auch weniger, daß man nicht sofort eine Stelle annehmen kann, sondern daß man noch nach Jahren keine bekommt.

In den USA waren die deutschen Kirchengemeinden verpflichtet, den Einwanderer materiell zu helfen. Teilweise hat man es von deren Zusage abhängig gemacht, daß eine Aufenthaltsgenehmigung erteilt wurde.

Das wäre so als wenn man sagen würden, die Syrer dürfen kommen, insofern sie von der syrischen Exilgemeinde versorgt werden können, wobei die syrischen Gemeinden den Übergang in die deutsche Gesellschaft organisieren, der von den Angekommenen durchaus angestrebt wird..

Überfremdungsängste gab es gegen Deutsche in den USA genauso, weil unter den Deutschen so viele Katholiken waren und es gab sogar Ausschreitungen gegen Deutsche und Lynchmorde.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 25. November 2015, 00:59:19
Ich denke, dass es viele Mythen um die erfolgreichen deutschen Auswanderer gibt. Ja, es gibt Erfolgsstorys. Aber es gibt auch die große Dunkelziffer an Gescheiterten und Heimkehrenden.

Vieles ist nur über Briefe erhalten geblieben. Ich würde meiner Familie nicht schreiben wollen, dass ich unter die Räder gekommen bin.

Die Zeit ist auch nicht vergleichbar. Es gab in Amerika bis etwa 1900 auch Landvergaben an Einwanderer. Um die 16 Acre für wenig Geld, wenn sich der Landnehmer verpflichtete, das Land mindestens 5 Jahre lang zu bestellen.

In den meisten historischen Berichten wird beklagt, dass sich die Deutschen noch Jahrzehnte nach ihrer Ankunft nicht integrationswillig zeigten.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 25. November 2015, 08:32:50
Es ist momentan keinem Dorf und keiner Stadt damit geholfen, wenn die Bevölkerung durch das Füttern mit Negativbeispielen aufgehetzt ist

Wer tut das denn? Außerdem sind die Mainstreammedien so voll mit Friede, Freude, Eierkuchen, Willkommenskultur und süßen, puscheligen Syrern mit großen, dankbaren Augen, die sich über Deine alten Schuhe freuen; da kann es doch nicht falsch sein, auch die andere Seite der Medaillie zu beleuchten. Ich habe da keine Befürchtungen, daß sich die Menschen in Deinem Dorf von irgendwelchen Beiträgen aus diesem Forum aufhetzen lassen. Überhaupt wehre ich mich gegen Deine Unterstellung, irgendwen gegen Flüchtlinge aufhetzen zu wollen.

Zitat
Ihr könnt hier täglich 10 Links setzen mit schlauen theoretischen Artikeln, wie man den Zustrom eingrenzen kann und so weiter. Fakt ist aber: diese Menschen sind JETZT da

Und deshalb darf man sich hier nicht darüber austauschen, was da an Millionen von Flüchtlingen noch auf dieses Land zukommt und wie man damit umzugehen hat?

Ist hier eigentlich mittlerweile jeder kritische Gedanke verpönt angesichts großer, trauriger, dankbarer und puscheliger Syreraugen?

Seid Ihr alle noch ganz dicht?

Zitat
Ich bin nicht der Meinung, dass auf politischer Ebene alles richtig läuft. Ich will aber niemals zu denen gehören, die nur lamentieren, anstatt selber aktiv zu werden.

Wie könnte ich denn als einzelner aktiv werden? Soll ich anfangen, mutterseelenalleine an der österreichischen Grenze eine Zaun zu ziehen?

Zitat
Es sind Menschen, der Vergleich ist mir zu flapsig. Eigentlich nicht dein Niveau.

Und immer wieder die moralische Keule, wenn man nicht brav mitapplaudiert. Wenn man keine Argumente hat, wird die Moralkeule rausgeholt. Streitkultur 2015.  :kotz
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 25. November 2015, 09:38:26
Ist hier eigentlich mittlerweile jeder kritische Gedanke verpönt angesichts großer, trauriger, dankbarer und puscheliger Syreraugen?

Seid Ihr alle noch ganz dicht?


Und immer wieder die moralische Keule, wenn man nicht brav mitapplaudiert. Wenn man keine Argumente hat, wird die Moralkeule rausgeholt. Streitkultur 2015.  :kotz

Es tut mir leid, aber du irrst dich.

Hier, in diesem Forum, verstummt gerade die "andere" Seite. Schau dir an, wer sich nicht mehr zu Wort meldet und du hast die Antwort.

Es ist einfacher, die Finger still zu halten, als die eigene Intelligenz in Frage gestellt zu bekommen.

Ich für meinen Teil bin noch ganz dicht. Und mir geht es nicht um puschelige Kaninchen. Ich bin schlicht und ergreifend anderer Meinung. Und das darf ich auch sein. Das darf jeder hier. 

Und Korinthe hat mit einem Wattebäuschchen geworfen. Mir lagen ganz andere Erwiderungen auf der Zunge bei dem Kaninchenspruch. Ich sehe nur einfach keinen Sinn darin, meine Meinung "durchzuboxen". Oder andere zu benoten. Oder ihnen die Kompetenz abzusprechen, weil sie sich nicht "aus ihrem Keller bewegen und erstmal selber paar Stunden mit Flüchtlingen arbeiten".

Mit den Puschelaugenvorwürfen degradierst du jeden, der deine Befürchtungen nicht in dem Maße teilt, wie du, zu einem rührseligen Romantiker, der zu blöd ist, deine Realität zu erkennen.

Ich nehme mich jetzt aus der Schusslinie in politischen Diskussionen. Ich bin Realist genug, um zu erkennen, dass man niemanden "überzeugen" muss und kann.



Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Korinthenkackerin am 25. November 2015, 09:45:21
Ich habe da keine Befürchtungen, daß sich die Menschen in Deinem Dorf von irgendwelchen Beiträgen aus diesem Forum aufhetzen lassen.

Ich habe mich auch mit der Aussage grundsätzlich überhaupt nicht auf das Forum bezogen. Die Frau hatte ein paar Geschehnisse angeführt, was nun einzelne Flüchtlinge angestellt haben und ich habe mein Bedauern darüber geäußert, dass solche Geschehnisse in Form von Dorf-/Stadtgespräch die allgemeine Stimmung (im Leben, nicht im Forum) negativiert.

Ich erlebe es hier (im Leben, nicht im Forum) tagtäglich, dass mir solche Geschichten zugetragen werden, um mich dann beifallheischend zu fragen, ob ich das denn alles in Ordnung finde, was DIE Flüchtlinge so tun. Die Menschen saugen solche Geschichten regelrecht auf, weil sie damit dann ihre Befürchtungen gerechtfertigt sehen. In diesen Momenten würde ich mir eben (im Leben, nicht im Forum) wünschen, dass auch positive Begegnungen stattfinden (bzw. darüber mehr berichtet) würden. Auf diese lassen sich aber (im Leben, nicht im Forum) viele dann gar nicht mehr ein, weil sie schon so eine schlechte Meinung von den Flüchtlingen haben. Darüber habe ich geschrieben. Das schriftliche Wort kann immer mißverständlich sein. Deswegen gehe ich mal davon aus, dass ich "anders gelesen wurde", als ich es gemeint habe.

Zum Thema Forumslinks: in der Tat bin ich der Meinung, dass wir Forumsteilnehmer mit dem Setzen von Links nicht die Bundespolitik ändern werden. Trotzdem finde ich einige Links sehr informativ, egal ob positiv oder negativ. Natürlich können hier kritische Links gesetzt werden, aber ich bin trotzdem der Meinung, dass das Setzen dieser Links nicht das geringste an der Situation ändern werden. Die Meinung möge man mir doch auch zugestehen? Übrigens habe ich durchaus selber auch Ängste, wie das alles weitergehen wird und bin auch der Ansicht, dass sehr vieles in der Flüchtlingspolitik verbessert werden muss. Auch ich bin beispielsweise dafür, dass Flüchtlinge, die hier Straftaten begehen, umgehend abgeschoben werden müssen oder dass Flüchtlinge, deren Asylverfahren abgelehnt wurde, auch wirklich gehen.

Wie könnte ich denn als einzelner aktiv werden? Soll ich anfangen, mutterseelenalleine an der österreichischen Grenze eine Zaun zu ziehen?

Das musst du schon selber für dich entscheiden.

Streitkultur 2015.  :kotz

Ich selber möchte einfach nicht Kaninchen mit Menschen vergleichen und so wie du deine Meinung behalten willst, möchte ich auch meine Meinung haben dürfen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Korinthenkackerin am 25. November 2015, 09:50:14
Ich bin Realist genug, um zu erkennen, dass man niemanden "überzeugen" muss und kann.

Ja. Das habe ich weiter vorne irgendwann auch mal geschrieben. Jeder hat hier seine Meinung und keiner wird den einen anderen überzeugen können. Ist ja grundsätzlich auch in Ordnung. Ich möchte aber eben meine Meinung auch haben und kundtun dürfen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 25. November 2015, 09:50:46
Korinthe, jeder liest anders. Ich habe dich durchaus so verstanden, wie du es gemeint hast.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 25. November 2015, 10:46:07
Ich möchte aber eben meine Meinung auch haben und kundtun dürfen.

Hat hier irgendjemand irgendwann behauptet, daß du das nicht darfst?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 25. November 2015, 10:58:18
Ich möchte aber eben meine Meinung auch haben und kundtun dürfen.

Daran, an Deiner Meinung dazu und an Deinen Erfahrungen, bin ich interessiert. Und auch an den von allen anderen Forumsteilnehmern. Egal, in welche Richtung sie gehen.

Ich möchte nur manchmal meine Meinung dazu sagen, ohne den Anspruch darauf, dass sie euch überzeugen oder zur Umkehr bringen sollen. Ich möchte aber auch nicht immer gleich in die rechte Ecke gestellt werden, nur weil ich die Situation vielleicht sehr kritisch sehe. Es geht doch "nur" um den Austausch miteinander, um eine Darlegung seiner Sicht dazu oder um Information - positiver, negativer oder einfach auch kritischer Art - aus der Presse. Das muss doch möglich sein. Gerade hier. Und ohne dass sich jeder gleich auf den Schlips getreten fühlt oder verstummt.


Ich habe heute lange telefoniert. Bei uns ist die Gemeinschaftsunterkunft der Flüchtlinge noch sehr neu, ein Angebot wie bei Korinthe existiert noch nicht, von der Idee war die Dame aber sehr angetan. Die gesamte Unterkunft wird ausschließlich von ehrenamtlichen Helfern gemanagt, einschließlich Sprach- und Sportkursen und weiteren Angeboten. Zurzeit ist da alles im Aufbau. Ich werde am Freitag dort mal vor Ort in der Kleiderkammer sein und gucken, was mir an Einsatz noch möglich ist. 

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 25. November 2015, 11:03:42
Noch mal zum "Verstummen". Das empfinde ich als ganz schrecklich und begreife es nicht. Darf es nur noch einen Einheitsbrei geben?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 25. November 2015, 11:05:30
Mir lagen ganz andere Erwiderungen auf der Zunge bei dem Kaninchenspruch.

Tu Dir keinen Zwang an.

Zitat
Mit den Puschelaugenvorwürfen degradierst du jeden, der deine Befürchtungen nicht in dem Maße teilt, wie du, zu einem rührseligen Romantiker, der zu blöd ist, deine Realität zu erkennen.

Ganz ehrlich kommt es mir in der Tat manchmal so vor.

Die Flüchtlinge, die bereits hier sind, haben alle ein Dach über dem Kopf und keiner hungert. Wie lange man das bei den ehrandrängenden Massen noch wird gewährleisten können, weiß keiner, zumindest sagt es uns keiner.

Es ist nicht nur legitim, sondern meiner Meinung nach dringend notwendig, den Flüchtlingsstrom gerecht auf alle EU-Länder aufzuteilen; es kann nicht sein, daß Schweden und Deutschland die Hauptlast tragen. Stimmt nicht mehr ganz; Schweden hat gerade begonnen, die Notbremse zu ziehen.

Hier wird ständig vermischt zwischen den bereits hier befindlichen Menschen und den Hunderttausenden, die gerade auf dem Weg hierher sind. Keiner hat was gegen die, die schon hier sind. Keiner hat was gegen die, die unterwegs sind. Aber sie müssen nicht alle hier landen.

Was Interna von hessischen Flüchtlingsunterkünften angeht, werde ich demnächst direkt an der Quelle sitzen: Meine Freundin hat gerade einen Job in einem Aufnahmelager angenommen. Ich werde mir nicht verbieten lassen, das eine oder andere zu berichten - keine Angst, auch Positives.

Hier, in diesem Forum, verstummt gerade die "andere" Seite.

Mit der "anderen Seite" wirst Du ja schließlich auch im Stakkato in allen gängigen Medien zugebombt.

Die Frau hatte ein paar Geschehnisse angeführt, was nun einzelne Flüchtlinge angestellt haben und ich habe mein Bedauern darüber geäußert, dass solche Geschehnisse in Form von Dorf-/Stadtgespräch die allgemeine Stimmung (im Leben, nicht im Forum) negativiert.

Und deshalb muß es stillgeschwiegen und vertuscht werden? So wie das interne Papier über Sexualdelikte in der Unterkunft in Gießen? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf?

Zitat
Ich erlebe es hier (im Leben, nicht im Forum) tagtäglich, dass mir solche Geschichten zugetragen werden, um mich dann beifallheischend zu fragen, ob ich das denn alles in Ordnung finde, was DIE Flüchtlinge so tun.

Offensichtlich pflegst Du außerhalb des Forums mit einem anderen Typ Mensch Umgang als ich. Mir ist das jedenfalls noch nicht passiert.

Zitat
Zum Thema Forumslinks: in der Tat bin ich der Meinung, dass wir Forumsteilnehmer mit dem Setzen von Links nicht die Bundespolitik ändern werden.

Und deshalb darf man auch nicht drüber reden? oder seine Wahlentscheidung bei der nächsten Wahl überdenken als kleinstes mögliches Mittel, etwas zu verändern?

Ja, dann führen wir doch gleich wieder die absolutistische Monarchie und eine strenge Zensur ein! Dann ist (Grabes-) Ruhe, und jeder ist zufrieden, sogar der IS. "Liberty Shtonk!", wie es in Chaplin´s Großem Diktator heißt.

Zitat
Natürlich können hier kritische Links gesetzt werden

Zu gütig.

Zitat
aber ich bin trotzdem der Meinung, dass das Setzen dieser Links nicht das geringste an der Situation ändern werden.

Klar, und wer ohnmächtig ist und sowieso nichts verändern kann, der braucht / darf sich auch nicht zu informieren und Gedanken auszutauschen...  :.)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 25. November 2015, 11:16:35
Du polemisierst.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 25. November 2015, 11:18:20
Du polemisierst.

Ja.

Humor ist die Höflichkeit der Verzweiflung (Chaval).

Ich erkranke am Wahnsinn dieser Zeit.

Willkommen im Club.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 25. November 2015, 11:20:38
Damals in Dschungel und Wüste gab es auch kein Arbeitsverbot bis zur endgültigen Klärung der Aufenhaltsgenehmigung.  Es gab auch keine Aufenhaltsgenehmigung .

Und kein Grundrecht auf Asyl.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 25. November 2015, 11:21:34
Ich erkenne da keinen Humor mehr.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 25. November 2015, 11:23:30
Ich erkenne da keinen Humor mehr.

Mir ist auch nicht mehr zum Lachen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Korinthenkackerin am 25. November 2015, 11:27:40
Ich habe heute lange telefoniert. Bei uns ist die Gemeinschaftsunterkunft der Flüchtlinge noch sehr neu, ein Angebot wie bei Korinthe existiert noch nicht, von der Idee war die Dame aber sehr angetan. Die gesamte Unterkunft wird ausschließlich von ehrenamtlichen Helfern gemanagt, einschließlich Sprach- und Sportkursen und weiteren Angeboten. Zurzeit ist da alles im Aufbau. Ich werde am Freitag dort mal vor Ort in der Kleiderkammer sein und gucken, was mir an Einsatz noch möglich ist.

Das finde ich richtig gut!
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 25. November 2015, 11:30:45
Wir schaffen es ja nicht mal als Deutsche uns gegenseitig in unseren anderen Ansichten zu akzeptieren. Das kann ja dann mit den anderen Kulturen noch sehr heiter werden.

Mannomann ..
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 25. November 2015, 11:31:19
Das finde ich richtig gut!
Abwarten. Ob ich das kann, ist noch die Frage.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: marple am 25. November 2015, 11:45:08
Und wenn ihr noch hundert Mal sagt - man wird ja wohl noch seine Meinung sagen dürfen, ohne gleich in die rechte Ecke gestellt/als Nazi bezeichnet zu werden - ES IST NICHT PASSIERT.

Ich weiß nicht, wo ihr das gelesen haben wollt - hier jedenfalls nicht. Nicht auf jemanden von euch persönlich angewendet.

Ich halte euch auch nicht für rechts. Und schon gar nicht für Nazis.

Ich halte einige von euch für besorgter und kritischer, als ich es bin. Na und?

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Korinthenkackerin am 25. November 2015, 12:08:20
Abwarten. Ob ich das kann, ist noch die Frage.


Weißt du, ich habe keine Ahnung, was ich tatsächlich kann und was nicht. Versuchen will ich es aber und freue mich über jeden, der das auch tut. Mein zeitlicher und auch mein finanziellern Rahmen ist eher klein. Man wird sehen, was sich für Möglichkeiten überhaupt daraus entwickeln können.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 25. November 2015, 12:19:13
Der "besorgte Bürger" und dazu zähle ich mich, wird überall in einem Atemzug mit Pegidaanhängern und Nazis genannt. Der "besorgte Bürger" randaliert z. B. vor Asylunterkünften. Ich wüsste nicht, dass ich das jemals getan hätte, noch tun würde.

Vielleicht könnte man Pegida, Nazis und andere Arschlöcher schreiben. Dann wäre es manchmal vielleicht klarer. Die Bezeichnung ist einfach Mist in dem Zusammenhang.

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 25. November 2015, 12:20:57
Weißt du, ich habe keine Ahnung, was ich tatsächlich kann und was nicht. Versuchen will ich es aber und freue mich über jeden, der das auch tut. Mein zeitlicher und auch mein finanziellern Rahmen ist eher klein. Man wird sehen, was sich für Möglichkeiten überhaupt daraus entwickeln können.
Na ja, ich hab ja nicht ohne Not meine Arbeitsstelle gekündigt. So meinte ich das. Aber vielleicht bekomme ich es ja hin.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 25. November 2015, 12:50:18
Ich denke, dass es viele Mythen um die erfolgreichen deutschen Auswanderer gibt. Ja, es gibt Erfolgsstorys. Aber es gibt auch die große Dunkelziffer an Gescheiterten und Heimkehrenden.

Es gab sicher eine große Anzahl, die erst eine Generation lang unter primitivsten Verhältnissen und in großer Armut gelebt haben. Deutschland hatte seinen Südamerika-Auswanderern irgendwann verboten, sich die Passage von den dortigen Farmern bezahlen zu lassen, damit die nicht in ein lebenslanges Leibeigenenverhältnis reinrutschen, wenn sie die Schulden nie abzahlen können.

Deshalb wäre es interessant zu untersuchen, ob die zweite Generation dann trotzdem den Aufstieg geschafft hat. Ich meine eher: ja. Wenn man nach Frankreich schaut, sieht man aber das Phänomen, daß die zweite und dritte Generation abgehängt wird und sich abschottet und auch nicht mehr die Mehrheitsgesellschaft als das Vorbild ansieht. Da ist doch das eigentliche Ziel der Auswanderung verloren gegangen.

Man sollte viel stärker in die Richtung untersuchen, um rauszukriegen, was gebraucht wird, um die Integration zu schaffen und wie man die Motivation dazu erhält.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 25. November 2015, 13:34:49
Wenn man nach Frankreich schaut, sieht man aber das Phänomen, daß die zweite und dritte Generation abgehängt wird und sich abschottet und auch nicht mehr die Mehrheitsgesellschaft als das Vorbild ansieht. Da ist doch das eigentliche Ziel der Auswanderung verloren gegangen.

Wird sie wirklich abgehängt, oder hat sie sich selbst abgehängt?

Ich kenne das aus unzähligen Beispielen aus meiner Jugend mit den (damals ungefähr gleichaltrigen) Kindern der ersten Gastarbeitergeneration. Da haben die Eltern oft versucht, schnell viel Kohle zu machen, um dann nach hause zu fahren und ein Geschäft aufzumachen oder sonstwas. Oft scheiterte dieser Plan aus welchen Gründen auch immer, und man blieb dann doch in Deutschland. Die Kinder blieben sich oft genug selbst überlassen, da beide Elternteile irgendwelche Ganztagsjobs hatten. Bildung war kein Thema, so weit wurde nicht gedacht. Schule war einfach lästige Pflicht. Am besten war es, wenn man seine Kinder früh von der Schule nehmen und die in ungelernte Jobs stecken konnte zum Kohle ranschaffen. Ich erinnere mich da noch ziemlich genau an ein Drama aus der Bekanntschaft meiner Eltern. Da hatte ein örtlicher Schreinermeister einen unglaublich begabten Jungen in seiner Werkstatt, der seiner Meinung nach ein begnadeter Schreiner hätte werden können (Ich erinnere mich nicht mehr, wie der Junge in die Schreinerwerkstatt geraten war, schulische Betriebspraktika gab es zu meiner Zeit noch nicht). Die Eltern des Knaben (Spanier? Italiener? Keine Erinnerung mehr) weigerten sich, den Jungen zu ihm in die Lehre zu geben und bestanden darauf, daß der arme Kerl irgendeinen Hilfsarbeiterjob bei Opel macht, weil es da von Anfang an mehr Geld gab. Der Schreinermeister war noch verzweifelter als der Junge und hat alles getan, die Eltern zu überzeugen; es half nichts. Solche Geschichten waren kein Einzelfall. Mochten die Eltern zu ihrer Zeit als ungelernte (Gast-) Arbeiter noch ein Auskommen gehabt haben, haben sie mit solchen Mätzchen oft genug ihre eigenen Kinder selbst abgehängt.

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 25. November 2015, 14:55:14
Das meine ich ja, wenn ich davon reden, welchen Stellenwert Bildung und Ausbildung in der verinnerlichten Kultur hat. Wobei das gleiche Phänomen beim deutschen Prekariat besteht und auch bei den nicht prekären Arbeiterfamilien. Da heißt es auch oft, daß das Kind schnell Geld verdienen soll, statt zu studieren, wobei das Studium dann mitunter auch schon einen schlechten Klang hat, weil man Intellektuelle eigentlich ablehnt.

Jetzt steht denen noch der orthodoxe Islam im Weg, der an sich schon keinen Wissenszuwachs fördert, weil dem Koran im Grunde nichts hinzuzufügen ist. Das war ja früher mit der Bibel genauso. Da haben die konfuzianischen Asiaten deutliche Vorteile in ihrer mitgebrachten Mentalität. Da zählt überhaupt nur die Anpassung an die Gegebenheiten und persönlicher Eifer, aber eben kein religiöser Eifer, sondern Lern-Eifer.

Im Islam lernt man den auswendig und ist dann Hafiz und damit sehr angesehen. Wobei "auswendig" sogar noch die richtige Aussprache und Betonung bis hin zu Phonemen meint. Da ist kein Raum für Exegese. Wäre mal interessant, wie das bei den Juden ist. Die haben auch eine Auswendiglerntradition, aber sind trotzdem wissenschaftlich führend (weit vor der gesamten muslimischen Welt). Aber da hat auch die Auslegung durch den Rabbi eine lange Tradition. Man soll denken und diskutieren. Beim Koran soll man das gerade nicht (mehr), obwohl es das mal gab.

Der Zusammenhang zwischen Bildung und sozialem Aufstieg muß eben immer wieder verdeutlicht werden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 27. November 2015, 11:37:14
So,  nun war ich dort in der Gemeinschaftsunterkunft. Getroffen habe ich sehr freundlich lächelnde Menschen, die mich ganz stolz auf deutsch fragten, wie es mir gehe. Ein paar Sachen, Winterstiefel und Spielzeug, hatte ich mitgebracht. Leider wurden mir falsche Zeiten, zu denen meine Ansprechpartnerin da sein sollte, genannt. Insofern war das ein Schuss in den Ofen. Ich soll nun anrufen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 27. November 2015, 11:47:40
find ich prima, dass du dich engagierst.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 27. November 2015, 12:19:25
Na, davon kann ja keine Rede sein. Ich bin da hingefahren, hab was abgegeben und ein paar Sätze gewechselt. Engagement sieht ja nun anders aus.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: ganter am 27. November 2015, 15:30:49
das ist doch schon mehr, als etliche andere machen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 01. Dezember 2015, 09:54:03
Meine Freundin fängt heute ihren neuen Job an in einem Aufnahmelager. Bin mal gespannt, was sie so zu erzählen hat. Der Job ist befristet und beinhaltet Schicht- und Wochenenddienst.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 01. Dezember 2015, 18:37:36
Dürer für Syrer - Immer mehr Flüchtlinge zerbrechen am Kultur-Overkill (http://www.schleckysilberstein.com/2015/12/durer-fur-syrer-immer-mehr-fluchtlinge-zerbrechen-kultur-overkill/)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 02. Dezember 2015, 15:42:09
Heute um 6 Uhr in der Früh eine Nachricht bekommen, wieder bei Gynäkologin zu Dolmetschern.
Und wir, der Sohnemann und ich sind mit allen anderen Helfern von der Landrätin zum Essen eingeladen.
Den Einsatz habe ich zugestimmt, die Einladung müssten wir absagen, da meine Tochter an dem Tag Geburtstag hat.
Wäre interessant gewesen mit anderen darüber auszutauschen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Gianluca am 03. Dezember 2015, 16:25:23
Bitte versteht nachfolgenden Link nicht als Hetze, aber er demonstriert den immer mehr aufkommenden Unmut
TSV Watenbüttel (https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=933998273333010&id=908011235931714)
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Mattieu am 03. Dezember 2015, 16:44:45
Und mal wieder die sowieso ständig überstrapazierten armen Kinder erwähnt. Warum verwässern so viele Leute ihre Argumente mit diesem Polemikscheiß?

Ich halte das Belegen von Turnhallen über einen längeren Zeitraum aber auch mit für den ärgerverursachenden Faktor schlechthin.

Was beim Lesen sonst noch weh tat: Der Text ohne Absätze, diese unsägliche Plenkerei und das Verwechseln von Histologie mit Historie.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 03. Dezember 2015, 18:58:53
Hat vielleicht ein Hautarzt geschrieben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 05. Dezember 2015, 00:12:22
Wieder so ein Fall.
Ein Ehepaar aus dem Irak hat auf mich bei Gynäkologen gewartet.Die Frau bräuchte ein Verschreibungspflichtigen Medikament, das regelmäßig einnimmt....sie hat viele Fragen zu ihrer Beschwerden beantworten können aber sie keine Ahnung was die Tabletten heißen. Der Atzt hat dann was geeignetes verschrieben. 
Der zweite Grund dieses Arztbesuchs, ohne Behandlung kann die Frau nicht schwanger werden, so war es vor neun Jahren(eine Tochter) und jetzt will sie wieder schwanger werden. Der Arzt meinte dafür müssen weitere und aufwendige Untersuchungen gemacht werden, dafür ist ein weitere Termin nötig. Er hat was pflanzliches und rezeptfreies parat gehabt und der Frau gegeben.

Der Mann kann nur kurdisch, die Frau kann arabisch dazu. Beide haben keinen Abschluss, laut der Frau gerade mal die Mittelschule, das gleicht gerade mal die 6. Klasse in Deutschland. Sie haben noch keine Aufenthaltsgenehmigung.

Sie dachte jetzt schon den Termin ausmachen, ich habe ihr gesagt, dass die Versorgung der Flüchtlinge ist nur für akute Krankheitsfälle gedacht, deckt aber die Erfüllung des Kinderwunschs nicht, am besten wenn sie jetzt abwarten und das ganze die Natur überlassen.

Ich habe sie zum Apotheke begleitet, auf dem Weg fragte sie mich ob man hier gut leben kann, ich habe ihr geantwortet, nur wenn man arbeitet.

Wie kann man so leben. Mir tun vor allem die Kinder Leid. 

   
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 05. Dezember 2015, 08:06:43
Der zweite Grund dieses Arztbesuchs, ohne Behandlung kann die Frau nicht schwanger werden, so war es vor neun Jahren(eine Tochter) und jetzt will sie wieder schwanger werden.

Respekt. Auf die Idee, auf der Flucht schwanger werden zu wollen, muß man erst mal kommen.  :evil
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 05. Dezember 2015, 14:50:36
Respekt. Auf die Idee, auf der Flucht schwanger werden zu wollen, muß man erst mal kommen.  :evil

Der Mann hat ihm auch nicht gefallen, dass sie ohne die Starthilfe aus der Praxis gingen.

Mir kommt es wie manche Weiber die mit einem Kind den Mann festnageln versuchen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Conte Palmieri am 07. Dezember 2015, 13:32:21
Vielleicht hat ihnen der Schlepper erzählt, mit einem Baby würden sie nicht so schnell abgeschoben.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 07. Dezember 2015, 13:36:16
Vielleicht hat ihnen der Schlepper erzählt, mit einem Baby würden sie nicht so schnell abgeschoben.

Wer weiß. Ich habe gestern mal einen kurzen Blick auf die Einrichtung machen können, bei der meine Freundin jetzt arbeitet. Das ist schon ein ziemliches Elend, dort.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 08. Dezember 2015, 19:36:17
Fleischhauer: Sozialstaat und Einwanderung: Seid umarmt, ihr Rumänen! (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sozialhilfe-fuer-eu-auslaender-seid-umarmt-ihr-rumaenen-kolumne-a-1066611.html)

Mal sehen, ob und was Augstein zum Thema schreibt. Wahrscheinlich, daß Merkel Schuld ist.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 08. Dezember 2015, 21:57:50
Das ist ja wohl nicht wahr ... Sind die denn alle verrückt geworden?
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 08. Dezember 2015, 22:12:54
Denen ist das einfach egal. Kann es auch sein. Sind ja selber lebenslang versorgt.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 08. Dezember 2015, 22:18:20
Und man kann da nix widerrufen? Das ist jetzt für alle Zeit in Stein gemeißelt?

Da bleibt bald nur noch auswandern. Flüchtlingsflüchtling.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 08. Dezember 2015, 22:30:03
Keine Ahnung. Der EUGH hatte kürzlich anders geurteilt. Ich würde eigentlich denken, daß das mehr zählt, aber offenbar nicht.

Man muß fairerweise sagen, daß die Rumänen in Deutschland eine recht hohe Erwerbsquote haben, aber der Anreiz, jetzt 6 Monate hier irgendwie rumzukriegen, ist für innereuropäische Armutsflüchtlinge deutlich größer geworden.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Nikibo am 08. Dezember 2015, 22:32:04
Danke.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 08. Dezember 2015, 22:38:24
Wie war das nochmal vor paar Monaten als es laut wurde....EU-Bürger, die Freizügigkeit und Arbeitslosengeld  ???

oder ist es wieder eine Ablenkung von Flüchtlingspolitik?   

Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Araxes am 08. Dezember 2015, 23:00:35
Hat damit eigentlich nichts zu tun. Der Rumäne, der da geklagt hat, ist schon länger auf dem Weg durch die Instanzen. Arbeitslosengeld soll selbstverständlich jeder kriegen, der hier Beiträge in die Versicherung gezahlt hat. Bei dem Fall geht es aber darum, daß er im Grunde lebenslang versorgt werden will, ohne die Eignung und vielleicht auch die Absicht, selber was was beizutragen. Wäre interessant zu wissen, ob er sich noch um Arbeit bemüht.

Noch mal kurz nachgelesen. Der EUGH hatte geurteilt, daß Ausländer von ALG2 ausgeschlossen werden dürfen. Das Bundessozialgericht meint nun, daß stattdessen Sozialhilfe nach Ermessen gezahlt werden kann. Nach 6 Monaten ist das Ermessen dann Null, also muß gezahlt werden. Die Familie lebt hier seit 2008.

In Zukunft müssen die Sozialämter arbeitslose EU-Ausländer rechtzeitig abschieben. Ob sie das schaffen? Darf man bezweifeln.

Immerhin kann man auch als Deutscher in Rumänien Sozialhilfe bekommen, allerdings mit strengeren Auflagen. Dort besteht auch die Pflicht zu gemeinnütziger Arbeit. Keine dumme Idee, erzeugt am Ende aber vielleicht mehr Ärger als Nutzen.
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: DieFrau am 08. Dezember 2015, 23:30:05
Mein Arbeitskollege hat wieder mal kurz vorbeigeschaut. Es erzählte, dass man mit einige Flüchtlinge in Deutsch gut unterhalten kann, diese sind die fleißigen von der 184.
 
Das dürfte nicht mehr als Altenheim genutzt werden. Daher wurden die Flüchtlinge bis ihr Verfahren abgeschlossen werden dort untergebracht.

Danach sollten Minderjährige Müttern und und unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge untergebracht (Aussage stammt vom AK).

 
Titel: Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
Beitrag von: Yossarian am 09. Dezember 2015, 17:53:36
Fleischhauer: Sozialstaat und Einwanderung: Seid umarmt, ihr Rumänen![/url]

Mal sehen, ob und was Augstein zum Thema schreibt. Wahrscheinlich, daß Merkel Schuld ist.
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