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Plaudereien => Politik & Gesellschaft => Thema gestartet von: ganter am 15. Mai 2010, 00:23:59

Titel: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 15. Mai 2010, 00:23:59
Börse, Anleihen, Rohstoffe, Gold
Gibts hier doch noch den einen oder anderen Tipp, was mann machen und was mann lieber lassen sollte?
...Hat eigentlich schonmal jemand Erfahrungen mit Briefgold gemacht? (http://www.briefgold.org/2010/05/www-briefgold-de-erfahrungen/)
Überlege dir einfach mal, womit die die ganze Fernsehwerbung bezahlen. Das geht alles vom Verkaufspreis ab. Ich würde mal bei der Degussa nachfragen, ob die einem eine seriöse Adresse nennen können. Das heißt jetzt nicht, daß Briefgold unseriös sein muß, aber bei Goldschmuck, Zahngold und dergleichen gibt es sicher gewaltige Spannen, jedenfalls bestimmt größere als bei Münzen oder Barren.

Ich würde es aber jetzt sowieso noch eine Weile behalten.
... ich würde jetzt verkaufen. Solange es da noch
was gibt für. Das ist doch alles Spekulation, Gold ist totes Kapital.
Mag sein, aber das ist kein Argument. Dazu ist dieses tote Kapital einfach zu begehrt. Ich würde mindestens noch ein paar Wochen abwarten und dann schauen, ob sich die Lage beruhigt hat. Noch besser wäre es, zu warten, bis sich zeigt, ob GR, P, ES mit ihren Sparanstrengungen eine realistische Chance haben, ihre Defizite nahe Null zu bringen. Gleiches gilt, für Deutschland. Wenn das nicht in den nächsten zwei Jahren gelingt, werden diese 700 Mrd. auch nicht helfen. Dann rückt ein Euro mit Beschränkung auf die Kern-Länder in greifbare Nähe. Und das Theater, das dann abläuft, wird Gold noch mal einen Schub geben.

Wer glaubt an Haushaltskonsolidierung? Also ich nicht. Ich würde es mir wirklich wünschen, aber das halten die Regierungen einfach nicht durch.
...Wenn du dir damit sicher bist, dann kaufe Gold-Puts z.B. die hier (http://www.xmarkets.de/DE/showpage.asp?pageid=54&inrk=&inorder=2&storder=&stinput=&stfilter=&inedgtc=1&inedgs=5&inchanged=4&blnosearch=1&inwpnr=21&inbwpnr=2&inbwnr=19&inlnr=5)

Notierung in USD, Laufzeiten bis 2016. Die in Euro laufen leider nur bis 2011. Bereit, die Wette einzugehen?
...
Ein Blick in andere Zeiten zeigt doch: Gibt es nix zu beißen, bist Du Deine Goldkilos
schnell los, für einen Appel und ein Ei.
Ein Klumpen Gold gegen eine Schachtel Kippen? War doch alles schon da.
Ich kenne Deine Motivation nicht, aber Sicherheit kannst Du nicht bieten. Das ist
doch wieder mal Geschäft mit der Angst. Oder Hoffnung auf Gewinn.
nun ja, beim gold kann mann wenig verkehrt machen. da gibt es keinen "guten" oder "schlechten" ver-/käufer, da schaut jeder auf den tageskurs.
Ob der Tageskurs morgen schon ganz anders aussehen kann?
...
der goldkurs ist eigentlich stabil...
I... Viel wahrscheinlicher ist eine Abwertung der Ersparnisse, ohne daß nun gleich eine Hungersnot eintritt. Sowas kann sich auch schleichend über einen längeren Zeitraum hinziehen, ohne daß dein Kühlschrank leer ist. In so einem Fall ist man mit Gold und Sachwerten einfach besser dran.

Ich mache mal eine Vorhersage: in 15 Jahren werden Bundesobligationen und -schatzbriefe nur noch mit 80% ihres Nominalwertes zurückgezahlt.
...

Ich habe auch kein Gold. Mir ist das subjektiv zu teuer, weil es schon so sehr gestiegen ist. Ich weiß aber, daß ein in der Vergangenheit stattgefundener Preisanstieg eigentlich kein objektives Kriterium für die aktuelle Bewertung ist. Die hängt einzig von den Aussichten ab. Trotzdem kann ich mich nicht überwinden, gegen meine Psyche zu handeln. Das ist eigentlich schlecht und vielleicht ärgere ich mich in einem Jahr darüber und sage: "Ich hab's doch eigentlich gewußt!"

Ich bin aber ganz gut in Öl-, Kupfer- und Düngemittelwerten investiert und von daher habe ich schon einen Teil in rohstoffabhängigen Firmen. Und die laufen bei Inflation auch besser als der Rest. Außerdem glaube ich prinzipiell eher an Eigentum an Produktivmitteln. Da bin ich ganz bei Marx.
Außer dem Gold in meinen Zähnen hab ich auch nix vergraben. Direkte Firmenbeteiligung in Form einer stillen Gesellschaft, so 1 % vom Nennkapital kann ne Menge bringen, wenn die Firma durchstartet. Muss mann nur rechtzeitig einsteigen und das Risiko des Totalverlustes in Kauf nehmen. Also nix für ne Altersabsicherung.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 15. Mai 2010, 04:53:24
Es gibt nur eine sinnvolle Wirtschaft:

(http://farm5.static.flickr.com/4008/4605740943_c840479bfd.jpg)
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 20. August 2010, 01:56:23
Bundesanleihen bringen zur Zeit weniger als 3 Prozent.
Freut den Finanzminister, weil er viel Geld für seine Umschuldungen einspart.
Doch wer macht denn sowas?
Wie mies muss die Stimmung in der Wirtschaft denn sein, dass sie solche Renditen akzeptiert?
Gipps da Infos, über die nur Eingeweihte, also Insider verfügen?
Steht die Welt am Abgrund?
Oil-Peak seit drei Jahren hinter uns?
Wer bitte, außer absolut Vorausschauenden, akzeptiert denn unter 3 Prozent für 30 Jährige (in Worten: Dreißigjährige) Anleihen?
Da muss de Welt, die gestern noch am Abgrund stand, heute schon einen Schritt weiter sein.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: marple am 20. August 2010, 09:44:25
Es ist zwar nur ein Roman, aber mir hat er letzte Woche in ziemlich viele Zusammenhänge der Wirtschafts- und Finanzwelt Einblicke und Verständniserlebnisse vermittelt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Eine_Billion_Dollar

Ziemlich fettes Buch - über 800 Seiten, von denen die ersten etwa hundert noch rein unwirtschaftliches Privatleben beleuchten, ab dann wirds aber recht spannend. Mit einer Billion Dollar IST man "der König der Welt". Wenn man damit die Welt retten will (ist dem Erben als 500 Jahre alte Prophezeiung auferlegt worden), wie stellt man das an? Und wer ist warum dagegen? Geht das überhaupt?

Der Erbe gründet am Ende u.a. eine Stiftung, die weltweit allen Menschen das Finanzwesen beibringen soll. Was offensichtlich wichtiger ist für das eigene Leben, als Geometrie.

Ich hab das Buch in der letzten Woche immer nachts gelesen und kann es nur empfehlen. Wie gesagt, mit der Einschränkung, dass natürlich die ersten 100 Seiten erstmal nur sinnloses Geldausgeben beinhalten. Klar, wenn man grad erfahren hat, nicht mehr Pizzaausfahrer, sondern der einzige Billionär der Welt zu sein. Für das spätere Verständnis seiner Irrungen und Wirrungen ist das notwendig.

Der Autor hat sich von einer Menge Finanz- und Wirtschaftsleuten beraten lassen mit der Thematik und ist trotzdem in der Lage, verschlungene Zusammenhänge so aufzubereiten, dass es mir keine Schwierigkeiten bereitete, eine mir bisher fremde Thematik zu verstehen.

Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Teppichporsche am 20. August 2010, 10:10:39
Also vielleicht macht eine Investition in Silber Sinn:

Silber ist im Vergleich zu Gold in den letzten Jahren nicht so sehr angestiegen.

Gleichzeitig wird Silber in der Industrie gebraucht.

Das Problem ist aber dass Silber oft nicht recycled wird, da sich das bei den üblichen Mengen nicht lohnt.

Es gibt nur begrenzte Silbervorkommen.

Deshalb denke ich, dass Silber eine lohnenswerte Investition darstellt. Ob es das auch wirklich ist, ist eine andere Frage.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Mockingbird am 20. August 2010, 13:10:19
Gestern in 3Sat bei Gert Scobel: Karl-Heinz Brodbeck, FH Würzburg, über "Buddhistische Wirtschaftsethik". U.a. spricht er auch über Hintergründe der Finanzkrise, in einer angenehm allgemeinverständlichen Sprache und mit bemerkenswert wenig erhobenem Zeigefinger.

http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/145153/index.html (http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/145153/index.html)
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: DüDo am 20. August 2010, 14:22:27
da sind wir wieder beim kaffeebauern, der sich keinen kaffee leisten kann... wäre wie in brd ein getreidebauer, der sich kein brot leisten kann...
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 20. August 2010, 15:55:10
oder bei den fischern im victoria-see. die kochen die kopfe und gräten aus..
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 21. August 2010, 02:30:30
... Die Wirtschaft kauft doch keine Bundesanleihen, sondern der Bürger und vielleicht noch Versicherungen und Pensionsfonds. ...
gut, der war etwas kurz gesprungen.
Die Wirtschaft, also die Unternehmen, kaufen wohl tatsächlich keine Bundesanleihen, die müssen mit Geld Geld verdienen.
Doch was macht zum Bleistift der Cheffe vons Ganze. Oder, um mal wieder mit dem Finger auf den Obermotz zu zeigen, uns Acki.
Der verdient erhält 2009 8 Millionen Euro.
http://www.sueddeutsche.de/geld/manager-gehaelter-top-verdienst-fuer-ackermann-1.15851

Was macht er damit? Erst mal zahlt er Steuern, 42 % bleiben ca. 5 Millionen übrig. Abzgl. Renten- und Krankenkassenbeiträgen und sonstigen Versicherungen verbleiben 4,8 Mio. Für seine Hütte, Privatanteil PKW und sonstiges Gedöns ziehen wir mal noch ne Mio ab. Weil: Selbst wenn er jeden Tag ein Steak vom Kobe-Rind vertilgt, kann er nicht mehr verfressen. Seine Family auch nicht. Wenn er schlau ist, splittet er den Rest in Aktien, Rentenanleihen und sicheren Geldanlagen wie Bundesschätzchen. So blöd, sein Geld Aufschneidern wie Windhorst in den Rachen zu schmeißen, ist er nicht.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/koepfe/karriere-wende-das-comeback-des-lars-windhorst;2535416
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 21. August 2010, 09:46:43
Anteile an KKW´s bekommt er seit heut ja umsonst....
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 25. August 2010, 00:35:22
ein 25000 l Tank gefüllt mit Helium könnte demnächst das Mehrfache seiner Investition bringen
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,713535,00.html
gibts nen Fond, der auf steigende Heliumpreise wettet?
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Dionarap am 25. August 2010, 12:16:45
Angebotstext aus einem Silberbarrenverkauf bei eBay:


Zitat
Das evtl. abgebildete 2 Eurostück, das natürlich ungleich wertvoller ist, dient nur dem Größenvergleich und wird nicht verkauft! Nach der Auktion verstecke ich es wieder unter dem Bett und warte darauf, dass es weiter, wie bisher an Wert gewinnt!

Da ich unserem Staatsfernsehen, Staatsrundfunk und den Printmedien glaube,  vertraue ich lieber auf digital erzeugtes Geld ohne jede Wertschöpfung, aus dem Nichts geschaffen!

Frau Dr. Merkel hat vor ca. 7 Monaten gesagt, dass Gold also auch Silber, etwas für ewig Gestrige ist.

Über Aluminium hat sie leider nichts gesagt, ihre ehemalige harte begehrte Heimatwährung.

Bisher dachte ich immer, es handelt sich hierbei um biblische Währungen, die schon 5000 Jahre ihren Wert behalten haben. Sie können nicht wie Geld, beliebig vermehrt werden!  Ausgenommen hiervon natürlich die mit Wolframfüllung veredelten Goldbarren, die angeblich in den Tresoren mancher Notenbanken liegen sollen, zum Vorzeigen für Gläubiger. (Google,  Hartgeld.  und dann com) Das ist bestimmt Quatsch!

Da ich mich augenscheinlich geirrt habe, versuche ich bei Ebay, einen Unwissenden zu finden, der mir das Edelmetall eintauscht, bevor ich es evtl. als Sondermüll, kostenpflichtig entsorgen muss!

Präsident Obama greift scheinbar zur Zeit die amerikanische Notenbank (FED) frontal an, die seit 1913 in Privatbesitz sein soll und unkontrolliert Geld in jeder Menge drucken können soll und jede staatliche Kontrolle bisher angeblich ablehnte. (Google)

Das hat auch Präsident Kennedy versucht er soll wohl daran gestorben sein (Google).

Für mich unverständlich da ich den Bankern stets vertraue!

Vor wenigen Monaten hat der US Abgeordnete Dr. Ron Paul eine erschütternde Rede vor dem Kongress gehalten, die ich zwar nicht in unseren Nachrichten finden konnte aber massenhaft bei Google.

Unter dem Suchbegriff...... Ron Paul Revolution deutsch...findet man das Video und den Text, original und übersetzt.

Ich denke der Mann irrt sich bestimmt, obwohl ich ihm schon oft geglaubt habe. ( freedom to fascism deutsch  ...Endgame deutsch... Videos Google)

 Versand innerhalb D. unversichert per Brief 1,50 € oder Einwurfeinschreiben 3,20 €. Europa muss vorher geklärt werden!       Sammelrabatt ist selbstverständlich möglich!

Zustand siehe Fotos, die Echtheit ist garantiert. Das 3. Foto zeigt die Naturgesetze der Goldpreisdrücker!

Bitte kaufen Sie schnell, ich habe Angst, dass neueste staatliche Untersuchungen ergeben können, das Edelmetealle in physischer Form giftig ( CO²) sind und zwangsweise zur Vernichtung eingezogen werden müssen um die Klimakatastrophe zu mildern. Weiterhin könnten sie auch die Schweinegrippe ausgelöst haben!

Dann hätte ich schon das schöne wertbeständige Geld und könnte mir tolle Silberzertifikate kaufen. Die sind zwar auch aus Papier aber mein Vertrauen in die Banken ist groß genug um zu wissen, dass niemals mehr gedruckt wird als physisch vorhanden ist!

Ich glaube auch nicht das die Glühlampen verboten wurden, weil man das billige Wolfram (Glühfaden in Lampen, fast identisches spezifisches Gewicht wie Gold) für Goldbarrenveredlung (Kern) braucht, das ist ja lachhaft, das wäre das selbe, als wenn mir Einer erzählen will, die BRD sei eine GmbH.

 (Google  HRB 51411 )

Wussten Sie das Silber einzigartig ist und zu Ende geht und das es überirdisch sehr viel seltener geworden ist als Gold? Es wird von der Industrie rasend schnell verbraucht, es wird knapp! Der aktuelle Preis wird künstlich gedrückt   (Leerverkäufe)  damit es keine Panik gibt und sich alle Wissenden noch billig damit versorgen können! Sie wollen von der anstehenden Preisexplosion profitieren! Die Industrie würde bei Knappheit jeden Preis bezahlen.

Ohne Silber dreht sich diese Erde nicht mehr. Bester Stromleiter, Wärmeleiter, Lichtreflektor der Welt und ein Antibiotikum, lesen Sie nach! Silber tötet unter Anderen AIDS Viren in 50 Sekunden! Auf Silber können keine Bakterien überleben. Es wird von der Pharmaindustrie nicht geliebt da man auf Silber keine Patente anmelden kann, auf teure Medikamente schon.

Gold braucht keiner es wird nur gehortet, eine Knappheit gibt es nicht, jedoch will es keiner mehr so richtig herausgeben, es ist ein hervorragender Inflationsschutz, nach Silber!

Kein Umtausch, wegen dem zu erwartenden hohen Sondermüllzuschlag für Edelmetalle! Ich nehme an,  dass man verzweifelt Endlagermöglichkeiten sucht, in denen man das gefährliche Zeug kostenlos verscharren kann! Vermutlich wieder in armen Ländern, in denen sich  sich die Menschen nicht dagegen wehren können!

Deutschland hat gut vorgesorgt, unsere 3600 Tonnen Giftgold (im englischen heißt Gift...Gabe-Geschenk usw.) sind von vorausschauenden Politikern, schon immer, in einem anderen Land gelagert worden. Früher, als ich noch glaubte es wäre wertvoll dachte ich, vielleicht als Pfand für deutsches Wohlverhalten.

Heute, als mündiger, von Medien, Bankern und Politikern aufgeklärter (wissender) Bundesbürger, kann ich diese weise Entscheidung auch nur loben und hoffen, dass die zu entrichtende Auslagerungsmiete nicht zu gering ist, es könnten sonst nach neuesten Nachrechnungen und wissenschaftlichen Erkentnissen, Mietnachzahlungen anstehen!

Mein Vorschlag wäre, Arbeitslose und Hartz IV Empfänger per Gesetz zu verpflichten, den hier erwähnten Müll mit Schutzkleidung und langen Zangen einzusammeln und illegal auf dem afrikanischen Kontinent oder Umgebung zu ensorgen. Das würde wie die gewaltige Klimakatastrophe (mein erster Winter Badeurlaub an der Nordsee)  viele weitere Arbeitsplätze schaffen, auch für notleidende Banker die unmittelbar vom Hungertod bedroht sein könnten!

Wir Bürger (Bürgen) haben die Banker zwar gerettet aber ich glaube es geht ihnen immer noch sehr schlecht. Ich sehe immer mehr Obdachlose im dunklen Nadelstreifen Anzug in Mülleimern suchen, vielleicht nach Sondermüll wie Plastikfolien von Edelmetallen als Ausgleich für entgangene Bonifikation.

Sammelrabatt ist möglich!

Lesen Sie mal z.B. bei Goldseiten, Hartgeld com , MMnews  Klimaschwindel..Videos Google.

Zensur der GoldSilber-Manipulation im Mainstream - von Peter Boehringer

Jeder meint zu wissen woher Geld kommt und wie es gemacht wird.

Um verstehen zu können, wie Geld wirklich gemacht wird und warum immer mehr Menschen verarmen (müssen) und ganze Länder pleite gehen (müssen), empfehle ich den 50 Minuten langen Trickfilm.......Fabian Geld Film......Sie finden ihn z.B. bei Google! Trinken Sie vorher einen Beruhigungstee denn Sie könnten u.U. einen Schock erleiden.

Da eine Währungsreform und der Euroausstieg Deutschlands im Internet für die nächste Zeit angekündigt wird, habe ich unermütlich nach Bildern der neuen DM 2.0 gesucht und bin auf ein geheimes Foto gestoßen, welches den neuen 20 DM Schein zeigen könnte!  Letztes FOTO !

Angeblich wurden diese 20 DM Scheine besonders oft gedruckt da wohl einer davon, (nach neusten Sparplänen) den gesamten Monatsbedarf eines Arbeitslosen abdecken soll! Durch diese Maßnahme könnte die jährliche Neuverschuldung für Zinseszinszahlungen um 0,00014 % gesenkt werden!


Der Stresstest für die europäischen Banken ist gut verlaufen.

Eine Werbektion von Banken für Banken um den Bürgern vorzuspielen alles wäre sicher, Sie können den Banken und dem Geldsystem wieder vertrauen...viel Glück dabei!

Die Hypo Real Estate ist nur durchgefallen mit vermutlich über 1 Billion € das sind 1000 Milliarden € Verlustvortrag, das ist kein Wunder, die Bank wurde klammheimlich über Nacht vertaatlicht. Sie selbst sind jetzt der Bankbesitzer und dürfen sie retten, über Steuern und Abgaben, meinen Glückwunsch dazu, Banker zu sein.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 25. August 2010, 16:29:27
Nein, aber Aktien von Air Liquide oder Linde dürften den gleichen Zweck erfüllen. Die Risiken sind aber die gleichen wie bei allen Rohstoffspekulationen.
Gibt es nicht so etwas wie eine Fausregel für alle Spekulationen, dass, wenn der kleine Sparer davon erfährt, ist es immer schon zu spät?
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: DüDo am 25. August 2010, 16:35:04
aber nur, wenn du wirklich einer bist, der sich in seinem segment auskennt! der lacht dann über weitere käufe, wobei er schon dagegen gewettet hat... vielleicht braucht es auch aktiv die nadel in den fingern...
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 25. August 2010, 21:16:16
gibts nen Fond, der auf steigende Heliumpreise wettet?

Ich hätte in Frühstücksspeck investieren sollen:

http://money.cnn.com/2010/08/24/news/bacon_prices/index.htm
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 27. August 2010, 18:04:03
Jo, NOP, genau so stell ich mir Reichs vor...sie halten die Buddenbrooks für ne Dokumentation...

Und Kinder bekommen Autos...jau...gebrauchte...sicher nur Jahreswagen...

wie weltfremd muss man eigentlich werden bis man son geäffe selbst glaubt? oder schlimmer noch: in Onlineforen als Beispielhaft einstellt?
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 29. August 2010, 10:07:44
:heuld

woran du dich so aufgeilst....  :schild

Naja, du bist eben der Oberchecker, der zu egal welchem Thema, seinen Experten- Alphatierstatus in nicht mehr als 3 Sätzen zur Schau stellt. Geh mal lieber Laster fahren.
vom Grunde her meine ich DAS ANDERE ignorieren. Dummbatz!
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 24. September 2010, 01:04:49
die Mächte des Marktes sind objektiv und unbestechlich und Aktien sind nur von diesen grundlegend positiven Mächten abhängig.
hier hat die pöse Staatsmacht einigen kleinen Fischen das Handwerk gelegt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,719243,00.html
an die großen Haie kommt sie latürnich nicht ran. Weil die das Geschäft gans legal betreiben.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: DüDo am 24. September 2010, 01:25:19
nunja, wenn das kleine fische waren, dann würd der aktienmarkt nichts bekommen... aber es ist schon komisch, dass der achso geschützte und kontrollierte börsenhandel immer wieder ad absurdum geführt wird...
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 24. September 2010, 01:48:36
oh welch wahre Worte. Ich werde sie in Stein meißeln.
Sollte mir mal irgendwann irgendeiner Aktien oder Aktienfonds als sichere Geldanlage empfehlen, werde ich ihm diese steinernen Stelen um die Ohren hauen.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: DüDo am 24. September 2010, 01:49:44
was ist los nop? an der börse verloren? streit mit freundin? aber du hast recht, ganter hätte den  :iro noch igendwo unterbringen müssen...
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: DüDo am 24. September 2010, 02:15:02
hmm. wenn das so wäre, wären mehr laien konkurs gegangen und nicht die "großen". so stupide und naiv sind wir wohl nicht.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 11. Oktober 2010, 23:31:06
der Wirtschaft fehlen Fachkräfte. Unglaublich, aber schwupps, waren keine mehr da. Als wenn die vom Himmel fielen.
Aber es gibt ja auch andere Länder, also kann mann sie ja versuchen, ins Ländle zu locken. Hat schon mit der Greencard nicht funktioniert, aber Politiker sind per se lernunfähig, also nochmal das Ganze.
"Doch halt" schreit der Bayernmufti, "wir wollen nicht jeden, sondern nur die Guten, also nicht die Besten, sondern die, die in unseren Kulturkreis passen. Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen, bzw. die sollen da bleiben, wo der Pfeffer oder was immer mann da anbaut, wäxt."
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,722467,00.html
relativ unglaublich.
Doch es gibt immer noch einen, der so etwas toppen kann. In diesem Fall FDP-Integrationsexperte Tören. Er "zum Beispiel fordert zusätzliche Fachkräfte auch aus islamisch geprägten Staaten: "In Anbetracht des Fachkräftemangels müssen wir uns sogar in Richtung Türkei, Nahost und Nordafrika orientieren."

Mann beachte das kleine Wörtchen "sogar". Ich finde es entlarvend.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: DüDo am 12. Oktober 2010, 01:27:48
das macht mir seit monaten magensausen. da hat ag-chef doch gesagt: "wir brauchen mehr fachtkräfte aus dem ausland!". auf die frage: "wieso nehmen sie nicht die vielen fachkräfte, die in alg1 oder 2 sind?" kam dann unverblümt: "die sind zu teuer!"
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 12. Oktober 2010, 21:06:57
das macht mir seit monaten magensausen. da hat ag-chef doch gesagt: "wir brauchen mehr fachtkräfte aus dem ausland!". auf die frage: "wieso nehmen sie nicht die vielen fachkräfte, die in alg1 oder 2 sind?" kam dann unverblümt: "die sind zu teuer!"


Sowas dummes, die wollen doch tatsächlich angemessenes Geld für Ihren Job. "Fachkräftemangel"  schreien ist natürlich einfacher und bequemer.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: DüDo am 12. Oktober 2010, 21:46:34
natürlich! komisch an der sache ist, dass ausser dem interview, das ich sah, keine printmedien drauf angesprungen sind!!!  :kotz
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 12. Oktober 2010, 22:48:20
Wenn man die Presse braucht, hält sie brav den Schnabel...  braucht man sie nicht, schreit sie so laut, das man es nicht ignorieren kann.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: DüDo am 12. Oktober 2010, 23:07:03
ne, perversion! in den medien wird nach fachkräften geschrien! als ob wir keine fachkräfte hätten! nur wollen oder müssen die wenigstens die tätigkeit als praktikant oder 1€-jobber annehmen! das ist wirklich ein ding, das gaar nicht geht!
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 12. November 2010, 13:55:05
der nimmt noch anlauf...
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 12. November 2010, 14:20:50
btw: unser frischgekürter Forumsbeauftragter für Neoliberalismusverteidigung und Sparbuchsparerbashing nimmt seine Funktion nicht besonders ernst... 8)
Ist Dir langweilig?
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Teppichporsche am 12. November 2010, 15:40:33
btw: unser frischgekürter Forumsbeauftragter für Neoliberalismusverteidigung und Sparbuchsparerbashing nimmt seine Funktion nicht besonders ernst... 8)

Ich mach jeden Job, wenn er nur anständig bezahlt wird.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 09. Dezember 2010, 23:51:29
also das mit dem Raubtierkapitalismus haben unsere gelben freunde aber gans schnell gelernt
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,728609,00.html
Chinas Rolle in Afrika
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 10. Dezember 2010, 07:09:46
Guckst Du auch hier:

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/lesart/1333862/
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 10. Dezember 2010, 21:49:00
sehr interessant.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 19. Dezember 2010, 00:22:51
ich fragte mich die ganze Zeit, was diese überstürzt eingeführte Winterreifenpflicht sollte. Zuerst vermutete ich - wohl nicht gans zu Unrecht - mal wieder ein Milliardengeschäft für die Reifenindustrie.

Tatsächlich ist die Verschwörung sehr viel perfider
http://www.stern.de/panorama/winter-in-europa-schnee-legt-flughaefen-lahm-1635690.html

Zitat:
Wir versuchen alles zu tun, aber wenn man kein Geld hat, wird man teilweise den Winterdienst einschränken", warnte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), Gerd Landsberg. Schon jetzt werde auf einigen Nebenstraßen nicht mehr gestreut. "Die Bürger werden sich wahrscheinlich daran gewöhnen müssen, wie in skandinavischen Ländern, dass man auch auf einer festgefahrenen Schneedecke fahren kann", sagte Landsberg der dpa. "Eine andere Alternative sehe ich zurzeit nicht."

Da kommt der Esel aus dem Sack. Die Kommunen verzichten auf den Winterdienst und gut ist. Hat ja jeder Winterreifen drauf, die eh nur dann bestens funzen, wenn Schnee drunter ist. Sonst fährt mann sich die nämlich schneller kaputt, als mann gucken kann.

Nennt sich Sanierung der kommunalen Haushalte durch die kalte Küche. Herzlichen Glühstrumpf.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 19. Dezember 2010, 02:32:26
kauft ihr auch die günstigen T-Shirts von H&M?
4,95 EUR das Stück
Ich glaub, ich schick Montag das gänslein los, T-Shirt, weiß, in L, 5 Stück sollten erstmal reichen.

Das Die Zeit dafür Werbung macht, find ich gut.
http://www.zeit.de/2010/51/Billige-T-Shirts

und ich tu ein gutes Werk. Immerhin sorg ich dafür, dass Nazma auch morgen noch was zu beißen hat.
Ich könnte latürnich auch bei C&Arrghss kaufen. Dann würd ich Penelope unterstützen.
Oder direkt bei Keks. Die Geförderte hieße dann womöglich Fatima.
Gibts eigentlich noch teutsche T-Shirt Näherinnen?

Was soll mir der Artikel sagen?
Bin ich mal wieder das vollgefressene teutschte Schwein, welches sich am Schicksal der Ausgebeuteten labt?
Und wenn ich 5 EUR mehr für ein Marken T-Shirt einer anderen Marke ausgebe, wer garantiert mir, dass nicht die Kollegin von Nazma direkt neben ihr steht und auf genau die gleichen T-Shirts ein anderes Label heftet?
Je länger ich drüber nachdenke, desto mehr geht mir diese Betroffenheitsschiene auf den Keks.

Sollen die Konzerne, die höhere Preise verlangen, erst mal offenlegen, wie sie diese rechtfertigen.
Ach, Betriebsgeheimnis?

Kennt einer ne Firma, die es vom Namen her wert wäre, höhere Preise zu bezahlen?
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 19. Dezember 2010, 09:28:23
Gibts eigentlich noch teutsche T-Shirt Näherinnen?

zumindest Näherinnen in Schland gibts noch, was die für Pässe haben halte ich für unerheblich.



Und wenn ich 5 EUR mehr für ein Marken T-Shirt einer anderen Marke ausgebe, wer garantiert mir, dass nicht die Kollegin von Nazma direkt neben ihr steht und auf genau die gleichen T-Shirts ein anderes Label heftet?


Das genaue Gegenteil kann man dir locker Garantieren, Lakotz und F of L und andere produzieren genauso in Bangladesh wie andere, auch Markenfakes kommen oft aus den selben Kaschemmen wie Originale, nur halt aus ner anderen Tür.



Sollen die Konzerne, die höhere Preise verlangen, erst mal offenlegen, wie sie diese rechtfertigen.
Ach, Betriebsgeheimnis?


Man wirbt sogar mit diesem "Betriebsgeheimnis" und das seit jahren als einzigem Unterscheidungsmerkmal zur Konkurenz - und scheinbar nicht gans erfolglos.



Kennt einer ne Firma, die es vom Namen her wert wäre, höhere Preise zu bezahlen?
Trigema.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 19. Dezember 2010, 22:15:48
nur was knapp ist, ist teuer.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Huibu am 19. Dezember 2010, 22:29:05
..... Hat ja jeder Winterreifen drauf, die eh nur dann bestens funzen, wenn Schnee drunter ist. Sonst fährt mann sich die nämlich schneller kaputt, als mann gucken kann. ....
Super Schwachsinn.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 19. Dezember 2010, 22:42:17
"Die Bürger werden sich wahrscheinlich daran gewöhnen müssen, wie in skandinavischen Ländern, dass man auch auf einer festgefahrenen Schneedecke fahren kann"

Naja, das kann man ja auch. Besser als auf einer abgestreuten Straße, die gerade wieder am überfrieren ist.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 20. Dezember 2010, 15:21:05
Seltsam, die Leute schaffen es echt über querstehende Lkw...und zeitgleich über ausbleibende/verspätete Waren zu lamentieren, ja was denn nun? soll ich parken oder fahren?
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: marple am 20. Dezember 2010, 15:29:06
Langsam FAHREN. Mir wärs schon recht, wenn meine Expresslieferung vom letzten Mittwoch heut irgendwann mal einträfe. Das wäre dann Schlittengeschwindigkeit - 1 HS.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 25. Dezember 2010, 02:15:10
noch so ein Betroffenheitsartikel
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,736496,00.html
Arme Georgier pflücken Nordmanntannensamen aus 60 m hohen Bäumen, damit wir was haben, um Kugeln und Schnick-Schnack dran zu hängen.

Soll ich also keine Nordmanntanne mehr kaufen oder was?
Dann gibts für die Baum-Steiger auch keine 1000 EUR für 2 Wochen mehr.

Und mal ehrlich: In schland gibts genug Leute, die für 1000 EUR für 2 Wochen in 100 m hohe Bäume steigen würden.
Wahrscheinlich sind auch ein paar Journalisten drunter

Und denen gehts echt gut. Die haben sogar einen Tante-Emma-Laden im Dorf. Speiseöl, Fleischkonserven und Toilettenpapier. Davon können andere nur träumen.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 25. Dezember 2010, 10:21:43
Man soll doch einfach nur froh sein das die die Dinger wegen der samen nicht umkloppen und dann..mangels anderer Verwendung liegen lassen.

Irgendwo kann man auch aus jedem Fliegenschiss nen Skandal machen.

Vieleicht würde es ja helfen den Pulitzerpreis abzuschaffen....dann könnte der ein oder andere wieder ganz normales Zeuch berichten...Feuerwehr rettet Katze aus Baum...oder so...
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Huibu am 26. Dezember 2010, 21:16:54
....Und mal ehrlich: In schland gibts genug Leute, die für 1000 EUR für 2 Wochen in 100 m hohe Bäume steigen würden.
Wahrscheinlich sind auch ein paar Journalisten drunter

Und denen gehts echt gut. Die haben sogar einen Tante-Emma-Laden im Dorf. Speiseöl, Fleischkonserven und Toilettenpapier. Davon können andere nur träumen.
Und ich holze hier ????? Dein Neid als aufdringlicher loosender Türvertriebener... wahrscheinlich Versicherungsdooff ist unter aller Kanne.

Nein, ich hab seit ca. 16 Jahren künstlichen Baum und bin froh damit. Du Wirtschafftswunderuntergangalbtraum......
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 26. Dezember 2010, 21:40:02
<seufz>
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 27. Dezember 2010, 13:18:13
Auch mal wieder. (http://www.welt.de/wirtschaft/article11839474/Mehrwertsteuererhoehung-ist-das-sinnvollste-Konzept.html?wtmc=Newsletter.NL_Weltbewegt)

Ganz ehrlich hab ich´s so langsam satt, in diesem Sauladen den zwangsverpflichteten Steuereintreiber machen zu müssen.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 27. Dezember 2010, 15:54:04
Seltsam, die Leute schaffen es echt über querstehende Lkw...und zeitgleich über ausbleibende/verspätete Waren zu lamentieren, ja was denn nun? soll ich parken oder fahren?

Mit Winterreifen und Schneeketten langsam aber stetig  fahren.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: marple am 27. Dezember 2010, 16:11:40
Hast du schon mal versucht einem LKW Schneeketten anzulegen?
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 27. Dezember 2010, 17:04:51
Hast du schon mal versucht einem LKW Schneeketten anzulegen?
In Russland machen die das wahrscheinlich jeden Tag.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 27. Dezember 2010, 17:20:05
In Russland machen die das wahrscheinlich jeden Tag.

Eher einmal im Herbst, und dann lassen sie sie über den Winter drauf. Die machen ja auch im Herbst den Motor an und im Frühjahr erst wieder aus.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: marple am 27. Dezember 2010, 17:42:11
Also ich hab mir sagen lassen, dass Schneeketten bei einem Laster nicht lange halten, ähnlich wie auch die Winterreifen. Ist zu viel Gewicht und Schneeketten müssen ja auch über die Zwillingsreifen gespannt werden.

Wo ist eigentlich Unikum, wenn man mal nen Fachmann braucht?
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 27. Dezember 2010, 18:41:44
Wo ist eigentlich Unikum, wenn man mal nen Fachmann braucht?

Steht wahrscheinlich im Stau.  8)
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 28. Dezember 2010, 02:49:14
Und ich holze hier ????? Dein Neid als aufdringlicher loosender Türvertriebener... wahrscheinlich Versicherungsdooff ist unter aller Kanne.

Nein, ich hab seit ca. 16 Jahren künstlichen Baum und bin froh damit. Du Wirtschafftswunderuntergangalbtraum......
langsam aber sicher gehst du mir auf den Keks.
Nenn mir in Schland einen Job, wo du in 2 Wochen 1000 EUR verdienst. Mach mal ein Inserat, und darauf bewerben sich mehr Akademiker, als du kucken kannst.
Und ob du den Wirtschaftstotalverweigerer spielst und deine Kohle unter dem Kissen bunkerst, geht mir auch am selbigen vorbei.

Mir kam letztens einer unter, der 2 Nächte lang verpackt hat und dafür 2* 35 Eur kassiert hat. Prompt kam die BFA und kassierte 50 EUR ein, weil er angeblich über Gebühr dazu verdient hat. Ich empfahl ihm einen freundlichen Anwalt, der die Mischpoke auf dem Amt aufgemischt hat. Mit Erfolg, aber wahrscheinlich hat er wieder zugesetzt.

Ehrliche Arbeit lohnt in Schland einfach nicht. Da musst du schon Banker oder Subventionsbetrüger sein.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 28. Dezember 2010, 09:34:51
Ehrliche Arbeit lohnt in Schland einfach nicht. Da musst du schon Banker oder Subventionsbetrüger sein.

War da hier nicht irgendwas vor ein paar Tagen in der Richtung, Arbeit wird nicht danach bezahlt, was sie wert ist?

Ich krieg hier heute früh als allererstes einen Anruf von einer zugegebenermaßen mitunter etwas nervig gewesenen Mandantin. Die Frau bezieht eine kleine Rente und ergänzende Grundsicherung; da sie lange im Ausland war und dort teilweise selbständig, ist ihr Krankenversicherungsverhältnis völlig ungeklärt gewesen. Als sie zu mir kam, hatte ihr britischer (privater) Krankenversicherer sie gerade wegen Zahlungsrückständen rausgeworfen. Dumm, daß sie auch noch Diabetikerin ist. Das Geld für die Medikamente pumpt sie sich jetzt seit einem Jahr bei ihrem Bruder. Jetzt kriegt sie von der AOK ein Versicherungskärtchen geschickt; da hab ich es doch tatsächlich geschafft die Frau nicht nur zum Basistarif bei einem privaten Krankenabzockerversicherer unterzubringen, sondern trotz kaum nachzuweisender Vorversicherungszeitensogar in der gesetzlichen über die KVdR (Krankenversciherung der Rentner). Wow. Und ich weiß selber nix davon, weil die Deppen von der AOK ihr das direkt geschickt haben.  :)

Die Frau ist überglücklich.

Mein "Verdienst" in der Sache: 70 € zuzügl. Belustigungssteuer für ein Jahr umfangreiche Tätigkeit einschließlich Auslandskorrespondenz auf Englisch und Französisch, weil das Mandat über Beratungshilfe abgewickelt wird. Mein geschätzter Stundenlohn: Unter 3 €; vom "gefühlten" Stundenlohn will ich erst gar nicht anfangen.

Wäre ich eine Abmahnhyäne und würde Filesharer abmahnen und mit unanständigen Angeboten der Musikindustrie behelligen, hätte ich in der gleichen Zeit mit demselben Aufwand vielleicht 10.000 € gemacht, eher mehr.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 28. Dezember 2010, 21:23:18
Die Frau ist überglücklich.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 28. Dezember 2010, 22:01:02
Ja. Und? Zahlt das meine Büromiete?

Ich würd ja liebend gerne für mein Seelenheil tätig sein. Leider kann ich mir solche Luxushobbies wie Essen und Wohnen einfach nicht abgewöhnen...
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: DüDo am 29. Dezember 2010, 00:05:39
mach nen lehrgang zum testamentsvollstrecker...

aber mal ehrlich: du hast ja nicht nur solche fälle. und du hättest doch auch - wenn du auf´s geld aus bist - deine arbeitsstunden in rechnung stellen können. aber du bist zu gut für diese welt!
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 29. Dezember 2010, 09:50:38
mach nen lehrgang zum testamentsvollstrecker...

Dazu braucht´s keinen Lehrgang, sondern Leute die in ihr Testament reinschreiben, daß Du das machen sollst.

Zitat
du hast ja nicht nur solche fälle.

Zu viele davon und zu wenige, von denen ich Leben könnte.

Zitat
du hättest doch auch - wenn du auf´s geld aus bist - deine arbeitsstunden in rechnung stellen können.

Du hast nicht richtig gelesen. Die Frau erhält ergänzende Grundsicherung; der könnte ich die tollsten Rechnungen schreiben, und es wäre nur schade um Papier und Porto.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 30. Dezember 2010, 19:29:12
Also ich hab mir sagen lassen, dass Schneeketten bei einem Laster nicht lange halten, ähnlich wie auch die Winterreifen. Ist zu viel Gewicht und Schneeketten müssen ja auch über die Zwillingsreifen gespannt werden.

Wo ist eigentlich Unikum, wenn man mal nen Fachmann braucht?
Wir haben ...eigentlich alle...Schneeketten dabei.

sowas ist aber lediglich eine Anfahrtshilfe oder zum Passklettern in Alp und Hochschwarzwald gedacht.
(wenn ich im Radio höre: "für LKW Schneekettenpflicht" bleib ich stehen und zieh die Gardienen zu denn irgendeiner vor mir packts eh nicht und es gibt Stau)

für normale Standartautobahnen sind Lkw mit Schneeketten der frühe Tod, da kannst du jedes Frühjahr die komplette Republik neu Asphaltieren.

optimal wäre Schnee liegen lassen und moderne Spikes einsetzen.

Oder einfach rigorose Fahrverbote, dann bleib ich Daheim. Aber solang da jedes Bundesland für sich rumeiert ist es Arbeitsverweigerung...also sucht man sich nen gemütliches Stauende...stellt sich an...und sucht den passenden Fernsehsender zum Event...
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: DüDo am 30. Dezember 2010, 20:57:35
Dazu braucht´s keinen Lehrgang, sondern Leute die in ihr Testament reinschreiben, daß Du das machen sollst.
das mit dem testamentsvollstrecker hab ich auch nur geschrieben, weil ich einen anwalt kenne, der den lehrgang gemacht hat, um endlich geld ins portemonnaie zu bekommen. ein schleimiger scheisstyp war das, wie fast alle anwälte, die ich persönlich kenne... auf jeden fall ist im erbrecht wohl echt ne menge zu verdienen, ohne groß aufwand leisten zu müssen...
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 31. Dezember 2010, 02:44:03
unglaublich: von heut auf morgen vergreist die Gesellschaft und es gibt keinen qualifizierten Nachwux mehr. Ein Prob fällt vom Himmel und keiner ist darauf vorbereitet.
http://www.stern.de/wirtschaft/job/arbeitsmarkt-unternehmen-fuerchten-vergreisung-der-belegschaft-1638585.html#utm_source=sternde&utm_medium=zhp&utm_campaign=wirtschaft&utm_content=snippet-links
Wie schön, dass es menschen in verantwortlicher Position gibt, die genau 3 Tage im voraus denken können. Nennt mann Politiker und Nieten in Nadelstreifen. Aber da es eine internationale Verschwörung gibt, die es sich zum Ziel gesetzt hat, aus Schland ein Land der Urlauber, Pflege und Bestattungsindustrie zu machen, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen. Sie hat ihr Ziel in Kürze erreicht und hiesige Verantwortliche haben tatkräftig mitgeholfen, indem sie nix getan haben. Wer hat eigentlich den Bildungsnotstand zu verantworten?
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 31. Dezember 2010, 08:14:44
 Wer hat eigentlich den Bildungsnotstand zu verantworten?
In erster linie mal die Eltern.

Zu meiner Jugendzeit wurde man in den ersten 6 Jahren sozialisiert und "auf Vordermann gebracht" in aller Regel kannte man bei Schulbeginn das Alphabet und konnte bis 10 zählen und man wusste das 2 + 2 dann eben 4 ist und man hatte auch schon eine vage Vorstellung warum es eigentlich nur 4 sein kann.

heute vergehen doch die ersten 3 Schuljahre mit dem erlernen des aufrechten Gangs.

Mein Bruder hat noch 2 solche Kinder alter Schule,- erzogen wie selbst erfahren.

Ohne jede Anstrengung Klassenbeste, der Hammer dabei, der kleinere ist ohne Brille praktisch Blind (Tafellesen unmöglich) hat man aber erst mit 9 Jahren festgestellt, fragt mich nicht warum, Klassenbester war er in den ersten 3 Jahren trotzdem.

Vielfach endet doch heute die Brutpflege unmittelbar nach der Zeugung, auf sowas kann man keinen Lehrer vorbereiten...und diese Versäumnisse aufzuarbeiten, das kann denen auch niemand bezahlen.

Jede Rentnergeneration bekommt die Rentenkasseneinzahler die sie sich selbst züchtet.

Der Staat wirkt nicht zu wenig auf die Erziehung ein, sondern zuviel...und damit glaubt sich viel Volk aus der Verantwortung.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 31. Dezember 2010, 13:41:44
In erster linie mal die Eltern.

Allerdings.

Ich habe zum Glück keine schulpflichtigen Kinder mehr, schon gar keine grundschulpflichtigen. Sind die Defizte bei den Blagen denn inwischen wirklich so gravierend?

Zitat
Vielfach endet doch heute die Brutpflege unmittelbar nach der Zeugung, auf sowas kann man keinen Lehrer vorbereiten...und diese Versäumnisse aufzuarbeiten, das kann denen auch niemand bezahlen.

Aber Du wirst mir doch nicht erzählen, daß sich die Eltern nicht mehr um ihre Kinder kümmern.

Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 07. Januar 2011, 15:08:05
Allerdings.

Ich habe zum Glück keine schulpflichtigen Kinder mehr, schon gar keine grundschulpflichtigen. Sind die Defizte bei den Blagen denn inwischen wirklich so gravierend?
Nö, die lernen mittlerweile auch Englisch. Und ich kann Unis Ansicht nicht teilen (Explizit auch als Elternteil).

Aber Du wirst mir doch nicht erzählen, daß sich die Eltern nicht mehr um ihre Kinder kümmern.

Tun die heutigen Eltern auch nicht, jedenfalls behaupte ich mal dreist, die Eltern die die 30-er Hürde übersprunge haben und die 2. Nachkrieggeneration darstellen.
Wie es danach ist, weiss ich nicht, da kommen mir auch et3ws Zweifel. Und schwarze Schafe gibt es überfall.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 07. Januar 2011, 23:48:02
Nö, die lernen mittlerweile auch Englisch. Und ich kann Unis Ansicht nicht teilen (Explizit auch als Elternteil).
Sie kommen mit Englisch in "Berührung". Meine haben schon im Kindergarten englische Lieder gesungen.
Nicht, dass da irgendwas hängen geblieben wäre. Aber ich mag mich auch täuschen.

Tun die heutigen Eltern auch nicht, jedenfalls behaupte ich mal dreist, die Eltern die die 30-er Hürde übersprunge haben und die 2. Nachkrieggeneration darstellen.
Wie es danach ist, weiss ich nicht, da kommen mir auch et3ws Zweifel. Und schwarze Schafe gibt es überfall.
Frechheit! Was wir an Zeit in die Kiddies investieren, um Vokabeln abzuhören, mathematische, chemische oder physikalische Zusammenhänge zu erklären oder bei Vorbereitungen auf die allgegenwärtigen Test zu helfen, geht auf keine Kuhhaut. Dazu kommen die Hausaufgaben für die Eltern (1. Klasse: sammelt Blätter und klebt sie auf ein Blatt und beschriftet es. Hallo?)
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 08. Januar 2011, 09:03:33
Sowas ist keine Hausaufgabe für die Eltern, das ist der, meisst kläglich scheiternde, Versuch Eltern zu einem "gemeinsam" mit den Kindern zu bewegen.


Oft kommt dem Kind als Antwort auf die Hilfsbitte allerdings nur eine leere Bierdose in ballistischer Kurve entgegen. - wobei, die Vorfälle werden seltener, dem Einwegpfand seis gedankt.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 08. Januar 2011, 12:28:12
Oft kommt dem Kind als Antwort auf die Hilfsbitte allerdings nur eine leere Bierdose in ballistischer Kurve entgegen. - wobei, die Vorfälle werden seltener, dem Einwegpfand seis gedankt.

Ich kenne natürlich Dein soziales Umfeld nicht; aber ich würde trotzdem ganz aus dem Bauch heraus behaupten, daß der Normalfall noch immer anders ausieht.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Nikibo am 08. Januar 2011, 12:52:43
Oft kommt dem Kind als Antwort auf die Hilfsbitte allerdings nur eine leere Bierdose in ballistischer Kurve entgegen. - wobei, die Vorfälle werden seltener, dem Einwegpfand seis gedankt.
Du guckst zu oft RTL.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 08. Januar 2011, 13:03:15
Du guckst zu oft RTL.
wenn NIE zu oft ist hast du eindeutig Recht.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 31. Januar 2011, 20:30:39
Sie kommen mit Englisch in "Berührung". Meine haben schon im Kindergarten englische Lieder gesungen.

Du meinst Jingle Bells zur Weinachtszeit? 8)

Frechheit! Was wir an Zeit in die Kiddies investieren, um Vokabeln abzuhören, mathematische, chemische oder physikalische Zusammenhänge zu erklären oder bei Vorbereitungen auf die allgegenwärtigen Test zu helfen, geht auf keine Kuhhaut. Dazu kommen die Hausaufgaben für die Eltern (1. Klasse: sammelt Blätter und klebt sie auf ein Blatt und beschriftet es. Hallo?)

Ähm, bist du nicht die 1. Nachkriegsgeneration? ;D
Irgendwie verstehe ich Deinen Kommentar nicht so ganz, :)
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 31. Januar 2011, 23:56:14
Ähm, bist du nicht die 1. Nachkriegsgeneration? ;D

Komm, so alt bin ich nun auch wieder nicht.

Was ich so in meinem eher ländlich geprägten Umfeld mitkriege, kümmern sich die Eltern durchaus um ihren Nachwux (einschließlich schulischer Pflichtaufgaben)
Aber vllt. hab ich dich einfach nur mißverstanden und wir schreiben aneinander vorbei.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 01. Februar 2011, 00:02:44
Komm, so alt bin ich nun auch wieder nicht.

Aber eindeutig älter. :) ;D

Was ich so in meinem eher ländlich geprägten Umfeld mitkriege, kümmern sich die Eltern durchaus um ihren Nachwux (einschließlich schulischer Pflichtaufgaben)
Aber vllt. hab ich dich einfach nur mißverstanden und wir schreiben aneinander vorbei.

Scheint dann fast so.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 01. Februar 2011, 02:11:39
hausaufgaben haben den zweck, das in der schule gelernt durch üben zu festigen.
sie sind so zu erteilen, dass schüler sie selbständig und kurzzeitig erledigen können.

das gibts schriftlich in jeder kultusbehörde. - interessiert nur keinen.
praxis ist, dass lehrer am nächsten tag die lehrleistungen der eltern bei den schülern zensieren....
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 01. Februar 2011, 20:25:50
praxis ist, dass lehrer am nächsten tag die lehrleistungen der eltern bei den schülern zensieren....

Lass mich raten, Du bist Lehrer? :.)
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 02. Februar 2011, 08:16:01
war ich, bin jetzt rentner.
hab in 30 jahren soviel hausaufgaben erteilt wie manche kollegen in ..2? monaten.
und wenn, dann wenig.
(http://1.1.1.1/bmi/www.westermann.de/grundschule/mathematik/dur_neu/images/probeseiten/kopiervorlagen/03/Nachbahrzahlen.jpg)

so, auf seite 21 hätten die kids sich 5 aufgaben aussuchen sollen, auf seite 46: 3
der witz ist: die fragen dann, ob sie mehr machen dürfen, und wenn man nein sagt, betteln sie darum.
und ein oder zwei machen alle aufgaben, die meisten ca die hälft und 1kid mußte mit mama und schwester zum kinderarzt oder einer muss auf die geschwister aufpassen oder war fußball spielen oder hat sie vergessen. so, die schickt man an einen extra-tisch oder auf den flur, um EINE aufgabe zu lösen. können sie die, ist alles ok, können sie die nicht, wird ein superschüler zum mentor ernannt und bringt es dem in 10 minuten bei.- denn wirklich verstanden hat man etwas, wenn man es anderen erklären kann.
die anderen aufgaben schreibt der rest der klasse einzel an die tafel, immer 2vergleichen gemeinsam ihre lösungen, übertragen die anderen lösungen. und innerhalb 20 minuten haben alle alles gerechnet, jede gemachte arbeit wurde gewürdigt.

wenn ein kind zuhause eine std an bescheuerten rechenkastenaufgaben sitzt, so 20- 40 stck, und am nächsten tag gibts per rundlauf vom lehrer nen haken und des heft wird wergepackt... da ist doch zum kotzen.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 03. Februar 2011, 01:35:52
hier mal ein Interview über die Sarrazin
http://www.stern.de/politik/deutschland/experten-zu-den-thesen-ursula-sarrazins-kritik-aus-dem-altertum-1645871.html

was mich allerdings wundert
"Frau Sarrazin geht offensichtlich davon aus, dass früher alle Schüler am Ende der Grundschule perfekt lesen und schreiben konnten. Das war nie der Fall."

Äh, wie jetzt?
Also meiner einer und meine frau und meine Kiddies konnten am Ende der Grundschule perfekt lesen und schreiben. Altersangemessen. Jedenfalls die deutschen Wörter. Mit den Fremdwörtern mögen wir unsere Schwierigkeiten gehabt haben.  Aber ist nicht das Ziel der Grundschule, dass Kiddies nach der 4. Klasse einigermaßen unfallfrei lesen und schreiben und altersangemessen auch verstehen, was sie lesen und schreiben? Vom Rechnen in den vier Grundrechenarten gans abgesehen?
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 03. Februar 2011, 08:19:30
Glaubst du echt Legasthenie wäre ne Modekrankheit?


Du hattest nur früher (meine Grundschulzeit endete in den 60igern) nicht so eine Mediendichte.

Die Sitzenbleiber kamen auch damals schon aus Familien die in Gegenden wohnten in denen andere nicht wohnen wollten und sie blieben nicht sitzen weil sie doof waren ( zum Milchgeldklauen reichte es jeden Morgen allemal).

Man musste schon immer das "Lernen lernen" und DAS wurde immer in der Familie vermittelt - via Vorbild - spass am Lernen ist wesentlich wichtiger als alle anderen Hilfsmittel der Pädagogik.

Wer nicht will, dem bringste nix bei.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 03. Februar 2011, 11:40:47
wir haben ca 20 % funktionale analphabeten. die erkennen firmenlogos auf verpackungen, finden die lieblingssendung im fernsehprogamm etc
oder können die zutatenliste beim rezept lesen, - aber nicht den text über die zubereitung verstehen.
sätze mit mehr als 5 wörtern , briefe an behörden ec..geht nicht.
und ungefähr die hälft ist nicht in der lage, eine dina4-seite zu lesen und den inhalt kurz wiederzugeben. sie können die einzelnen sätze lesen, aber nicht den sinn des ganzen textes entnehmen. und das geht quer durch alle bildungsschichten.
die vier millionen sind richtige analphabeten. ford und cocacola, mcdonalds erkennen sie - aber straßennamen auf einen zettel erkennen sie auf dem schild nicht wieder.
ihr alle kennt leute, die nicht mal richtig zuhören können. mehr als drei sätze und sie sind raus.. glaubt ihr im ernst, die können bücher lesen?
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 03. Februar 2011, 12:53:36
ihr alle kennt leute, die nicht mal richtig zuhören können.

Manchmal hab ich sogar den Eindruck, 95 % meiner Mandanten besteht aus solchen Leuten...
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 11. April 2011, 11:46:45
Interessant, wen sich die Financial Times als Kolumnistin leistet ...

Wie Ungleichheit der Volkswirtschaft schadet (http://www.ftd.de/politik/international/:neue-ordnung-wie-ungleichheit-der-volkswirtschaft-schadet/60036188.html)
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ElTorro am 11. April 2011, 12:26:35
... und es klingt nicht einmal unlogisch.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: DüDo am 04. Oktober 2011, 13:20:27
http://euro-med.dk/?p=3078
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: DüDo am 04. Oktober 2011, 18:40:30
jenau...

obwohl, gibt´s hier keine attac-anhänger? wo bleibt der link zu diesem hier?!

http://www.attac.de/aktuell/eurokrise/europaweiter-aktionstag/aufruf/
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 04. Oktober 2011, 20:07:12
Der Conte hat sich leider zurückgezogen; vielleicht schaut er ja mal wieder rein.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 05. Oktober 2011, 01:34:06
schade. Und hoffentlich schaut er wieder rein.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 04. Januar 2012, 23:18:48
hier äußert sich mal einer sinnreich zur Euro-Krise
www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,807074,00.html
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 11. Januar 2012, 00:46:31
mann kann nur hoffen, dass diese Klientelpartei endlich von der Bildfläche verschwindet
http://www.stern.de/politik/deutschland/finanzmarkttransaktionssteuer-fall-doch-mal-um-fdp-1772033.html#utm_source=sternde&utm_medium=zhp&utm_campaign=politik&utm_content=snippet-aufmacher

Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass die Mehrheit ihrer 53 Mitglieder wirklich gegen die Transaktionssteuer ist.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 20. Januar 2012, 01:08:25
und per se ist die politische Kaste entweder lernunfähig, dumm oder ungebildet.
Ein Artikel über Friedrich den Großen und seine Fiskalpolitik entlarvt die derzeitige Finanzpolitik.
http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2011/04/Preussen-Wirtschaftspolitik

Zitat: Und zum Dritten ging Friedrich nach der Eroberung der Leipziger und Dresdener Münze zur Falschmünzerei im großen Stil über: Er ließ Münzen einschmelzen und mit geringerem Gehalt an Edelmetall wieder ausgeben. Auf diese Weise konnte er nicht zuletzt den Nominalwert der englischen Subsidien um 50 Prozent erhöhen.

In den ersten Kriegsjahren erzeugte der steil ansteigende Heeresbedarf in Verbindung mit dem erhöhten Münzumlauf einen beträchtlichen Boom, vor allem in der noch wenig entwickelten Metallindustrie. Manufakturen wie die Potsdamer Gewehrfabrik, der Eberswalder Kupferhammer oder der Hochofen von Zehdenick konnten den Bestellungen kaum nachkommen. Kriegsgewinnler steigerten die Nachfrage nach Luxusgütern oder investierten ihre Gewinne in Grundbesitz.

Doch den schnellen Profiten folgte bald die Ernüchterung. Denn langfristig richteten die unterwertigen Münzen großen Schaden an – und das nicht nur in den ohnehin schon gebeutelten besetzten Gebieten, sondern auch bei Verbündeten wie Hannover oder Braunschweig. Ja, sogar Preußen selbst wurde die Falschmünzerei schließlich zum Verhängnis, denn sie führte zu einer Inflation. Betroffen waren vor allem Rentenempfänger, Beamte und Kapitalbesitzer wie Johann Ernst Gotzkowsky, ein Unternehmer, der beträchtliche Anstrengungen unternommen hatte, im Sinne Friedrichs die Seidenindustrie in Berlin heimisch zu machen. Weil er gezwungen war, sich seine Waren von seinen preußischen Abnehmern mit schlechter Münzen bezahlen zu lassen, seine ausländischen Kreditgeber aber auf guten Münzen bestanden, ging er 1763 bankrott.


Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 26. Mai 2012, 00:41:56
ah, Fatzbuch
ein geiles Unternehmen mit einer echten performance. Also 38 Dollar für eine Aktie sind doch echt ein Schnäppchen. Und keiner will es haben. So ein Pech auch.
http://www.stern.de/wirtschaft/news/facebook-boersengang-anleger-ueber-den-tisch-gezogen-1831372.html#utm_source=sternde&utm_medium=zhp&utm_campaign=wirtschaft&utm_content=snippet-links
Da haben sich wohl einige in gieriger Erwartung heftig aus dem Fenster gelehnt.
Aber zumindest der teutonische KLeinanleger dürfte seit dem telekotz-Desaster solchen Aktienhypes kritisch gegenüberstehen.

Und um mal nen Tipp auf die letzte Frage des Interviewers abzugeben: also bei 10 Dollar dürfte die Aktie in 180 Tagen gut aufgestellt sein. Macht Salzschlucht auf dem Papier immer noch zum Multimilliadär.
Wichtig wäre für mich, dass diesem Soziopathen ein finanzieller Aufpasser an die Seite gestellt wird. Wer weiß, was dieser Irre sonst mit seinem Geld anfängt.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Stachelhaut am 26. Mai 2012, 16:16:27
ihr alle kennt leute, die nicht mal richtig zuhören können. mehr als drei sätze und sie sind raus.. glaubt ihr im ernst, die können bücher lesen?

Ja, ich denke, sie können. Die Nichtzuhörenkönner, die ich so kenne, haben nämlich eher das Problem, daß sie lieber selbst reden als anderen zuzuhören. Habe so eine Chefin, die ständig mit Kunden in Konflikt kommt, und die dann an mich abschiebt. Ich hatte noch nie ein Problem mit denen, die erweisen sich immer als freundlich und einsichtig. Mir geht's mit der Frau aber auch nicht anders. Etwa einmal pro Stunde stürmt sie in mein Büro, erklärt mir wortreich und am Kern vorbei ein neues Problem, läßt Zwischenfragen nur zu, wenn sie kürzer als ihre Reaktionszeit sind, und hat nie die Geduld, sich meine Antwort anzuhören. Lesen kann sie aber, jedenfalls E-Mails.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 26. Mai 2012, 16:57:14
ich meine nicht das technische lesen. sondern das mitdenkende, begreifende lesen.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 27. Mai 2012, 01:21:32
Da haben sich wohl einige in gieriger Erwartung heftig aus dem Fenster gelehnt.
Aber zumindest der teutonische KLeinanleger dürfte seit dem telekotz-Desaster solchen Aktienhypes kritisch gegenüberstehen.

Da werden eine Menge Kleinanleger dabei sein. Die ganzen Facebook-Heinis, die glauben, daß das doch ganz toll sei, weil ja so viele dabei sind und dabei vergessen, daß das überhaupt nichts über die Gewinnsituation und die Relation zum Preis pro Aktie aussagt. Und hinterher sind sie wieder alle entäuscht und meckern auf die Börse, statt sich mal vorher zu informieren und mit Kennzahlen zu befassen. Der deutsche Anleger darf sich jetzt über 2,5% auf Tagesgeld freuen. Immerhin: wenn die Franzosen sich durchsetzen und die Geldpresse angeworfen wird, gibt's bald wieder 6% oder 7%, nur dann eben bei 5% Inflation. Dann lieber Aktien. Das sind Sachwerte und von daher inflationsgeschützt und oft mit >5% Dividende. Das hat dann aber selten was mit Internet zu tun.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 27. Mai 2012, 01:46:05
guck an, Aktien sind Sachwerte. Ich glaub, mit der Meinung stehst du ziemlich allein da.
Meiner einer denkt, dass Aktien eher Wettcoupons sind, bei denen Hedgefonds und Großanleger den Wert und den Ausgang der Wette bestimmen.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: DüDo am 27. Mai 2012, 08:19:24
nunja, wenn ich den dax sehe und weiss, dass er vor jahren auch schon mal über 7000 war und jetzt bei 6500 rumdümpelt, frag ich mich, wo ich als aktionär in dax-durchschnitt ein mehrgeld erhalten habe...

facebook ist ein anderes thema. kurz vor aktienhandel wurde die marge und der eingabepreis (heisst das so?) erhöht. nur "große" wurden darüber informiert, die - irritiert - ihre käufe reduzierten. dazu noch die wetten "bis 31.12.2012 unter 30 euro" auf die aktie... hört sich an wie der werdegang der deutschen volksaktie telekom.

zudem ist facebook wieder mal die blase, die wir uns vor über 10 jahren nicht mehr wünschten... und jetzt kommen wieder leute, die sich grundlos auf diese aktie stürzen. 900 mio user... wieviel aktiv? wie schaut der datenschutz in ein paar jahren aus? werden alle user die bisherig kostenlosen "apps" mit ein paar dollar/euros subventionieren wollen? kommt werbung auf´s smartphone?

wie schaut es aus, wenn facebook wegen persönlichkeitsrechten/-schutz verklagt wird? der schutz am eigenen bild ist größer zu stellen als jede agb.

wie schaut es aus, wenn google+ immer mehr verbesserungen bringt, so dass viele von facebook aussteigen - so wie damals die leute von studivz auf facebook wechselten (in brd). oder wenn ein bittersee in einer garage eine software programmiert, die um einiges geiler ist als die von facebook...

100 milliarden soll der laden wert sein... bei 900 mio usern, also jeder user gibt mehr als 1.000 euro... für mich eine reine blase. und da investiere ich bestimmt nicht, sondern erfreu mich der hedgefonds und wetter, die facebook runterwirtschaften werden...
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 27. Mai 2012, 13:26:16
guck an, Aktien sind Sachwerte. Ich glaub, mit der Meinung stehst du ziemlich allein da.

Wohl eher nicht. Schließlich gibt es eine Menge Käufer. Aktien sind Unternehmensanteile. Daß Unternehmen Sachwerte sind, kann man wohl kaum bezweifeln.

Zitat
Meiner einer denkt, dass Aktien eher Wettcoupons sind, bei denen Hedgefonds und Großanleger den Wert und den Ausgang der Wette bestimmen.

Das sind so die gängigen Vorurteile. Kurzfristig gibt es starke, irrationale Ausschläge. Langfristig geht der Preis immer in Richtung des echten Wertes. Und den im voraus zu beurteilen, ist das Kunststück.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 27. Mai 2012, 13:49:32
nunja, wenn ich den dax sehe und weiss, dass er vor jahren auch schon mal über 7000 war und jetzt bei 6500 rumdümpelt, frag ich mich, wo ich als aktionär in dax-durchschnitt ein mehrgeld erhalten habe...

Ein Jahr ist ja nun auch ein bißchen kurz. Und im letzten Herbst kam dann Griechenland um die Ecke. Aber um die Frage zu beantworten: z.B. mit DB X-TRACKERS SHORTDAX X2 (WKN DBX0BY). Also umgekehrte Dax-Performance mal zwei. Ich habe mir davon im Februar ein paar gekauft. Sind momentan etwa 7% im Plus. Vor der nächsten GR-Wahl kann man davon noch ein paar kaufen. Dann, wenn der Euro-Austritt der Griechen verdaut ist, wird sich da Sache wieder erholen.

35% von meinem Depot sind aber zwei Einzelaktien, die mir 8% und 10% Dividende im Jahr bringen. Auf den Kaufpreis gerechnet aber eher 25% und 14%. Das sind Käufe seit 2007. Ein bißchen Geduld muß sein.

Zitat
facebook ist ein anderes thema. kurz vor aktienhandel wurde die marge und der eingabepreis (heisst das so?) erhöht.nur "große" wurden darüber informiert, die - irritiert - ihre käufe reduzierten.

Umgekehrt. Die ausgegebenen Aktien und der Preis wurden erhöht, weil es so viele Interessenten gab. Die Info, die angeblich nur an die Institute ging, war die Reduzierung der Prognose. Die war aber trotzdem in den Medien. Außerdem war schon bekannt, daß der Gewinn zum Vorjahr gefallen ist. Letzteres reichte eigentlich, um sich das nicht anzutun.

Zitat
dazu noch die wetten "bis 31.12.2012 unter 30 euro" auf die aktie... hört sich an wie der werdegang der deutschen volksaktie telekom.

Das hat nicht viel zu sagen. Es gibt bestimmt auch Wetten in die andere Richtung.

Zitat
zudem ist facebook wieder mal die blase, die wir uns vor über 10 jahren nicht mehr wünschten... und jetzt kommen wieder leute, die sich grundlos auf diese aktie stürzen. 900 mio user... wieviel aktiv? wie schaut der datenschutz in ein paar jahren aus? werden alle user die bisherig kostenlosen "apps" mit ein paar dollar/euros subventionieren wollen? kommt werbung auf´s smartphone?

Ich würde das Ding auch nicht anfassen. Andererseits war ich auch bei Google skeptisch und die hätte man im Nachhinein doch kaufen sollen.

Zitat
100 milliarden soll der laden wert sein... bei 900 mio usern, also jeder user gibt mehr als 1.000 euro... für mich eine reine blase.

ähm, Moment mal das sind 100 € pro User.

100.000.000.000 / 900.000.000 = $111

Immer noch viel, aber eine Zehnerpotenz weniger.

Zitat
und da investiere ich bestimmt nicht, sondern erfreu mich der hedgefonds und wetter, die facebook runterwirtschaften werden...

Man kann durchaus einen Put auf FB kaufen. Das haben sogar einige gemacht und schon am ersten Tag gut damit verdient. Wenn man sich so sicher ist, bietet sich das an. Anderenfalls ist man sich vielleicht doch nicht so sicher?
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: DüDo am 27. Mai 2012, 21:58:15
sorry, ich habe meine aktien schon ein paar jährchen und sehe sie nicht als kurzfristig an. daher habe ich keine ahnung, was du mit db x-trackern u.ä. meinst... ;)

dass du glück mit deinen aktien hast, ist ja schön und gut. aber wenn man den durchschnitt nimmt (dax), dann hat man eben die letzten jahre keinen geldgewinn, der die inflation ausgleicht. durch meine nestle-aktien, die ich vor ...20 jahren etwa... gekauft habe, habe ich persönlich richtiges glück gehabt. wenn ich mal prahlen darf ;)

ich meinte ja, dass plötzlich mehr aktien von fb angeboten wurden. da haben die großen aktienhändler sich gefragt, warum sie plötzlich doch mit 100% der angefragten papiere rechnen könnten... und dazu noch zu einem erhöhten preis... und sind abgesprungen. die quartalszahlen kamen auch erst sehr spät. noch später die prognosen für das II. quartal.

google kann man m.e. nicht mit facebook vergleichen. allein google als suchmaschine hat sich weltweit als nr.1-adresse verfestigt. dennoch weiss man nicht, was morgen von einem garagen-nerd programmiert werden wird... es ist halt kein produzierendes gewerbe, bei dem man mit absatzzahlen und produktionskosten konkrete rechnungen aufstellen kann. es ist "nur" software. beide firmen werden aber in zukunft mit dem datenschutz konfrontiert werden - hoffe ich. irgendwann müssen die regierungen reagieren und diesen spy-software-firmen den garaus machen. kein trojaner ist gefährlicher als fb!

100 €, du hast recht :) dennoch ist dieser wert immer noch sehr hoch und mit nichts zu rechtfertigen! für mich -wie geschrieben- eine blase, die in max. 10 jahren geplatzt ist. wobei ich nicht weiss, was fb nun mit den milliarden aufkaufen möchte... zuckerberg macht seine bilanzen ja nicht aus lust und laune nun öffentlich.

Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 28. Mai 2012, 18:33:07
sorry, ich habe meine aktien schon ein paar jährchen und sehe sie nicht als kurzfristig an. daher habe ich keine ahnung, was du mit db x-trackern u.ä. meinst... ;)

Das ist ein Short-ETF auf den DAX mit Hebel 2. Das Ding läuft endlos und wird außerdem mit dem dreifachen EONIA-Satz verzinst, weil durch den Leerverkauf ja Geld eingenommen wird, das zusammen mit dem Geld für die Fonds-Anteile beim Fonds bleibt. Es ist kein Zertifikat, d.h. das Fondsvermögen ist nicht Konkursmasse des Emittenten, sondern Sondervermögen.

Zitat
dass du glück mit deinen aktien hast, ist ja schön und gut. aber wenn man den durchschnitt nimmt (dax), dann hat man eben die letzten jahre keinen geldgewinn, der die inflation ausgleicht. durch meine nestle-aktien, die ich vor ...20 jahren etwa... gekauft habe, habe ich persönlich richtiges glück gehabt. wenn ich mal prahlen darf ;)

Ich habe auch ins Klo gegriffen, insbesondere mit britischen Banken. Da sind dicke Verluste aufgelaufen (von wegen Verluste werden sozialisiert, nee, nee). Aber insgesamt und mit Blick auf dividendenstarke Unternehmen in konservativen Branchen, muß man kein Genie sein.

Nestle hatte ich nie, aber z.B. Linde oder Aurubis (ehenals Norddt. Affinerie). Oder die HAWESKO. Weingroßhändler mit guter Dividende. Habe ich für 15 € gekauft, zahlt jetzt 1,60 € Dividende. Macht 10,5%.

Dem stehen aber auch finstere Verluste mit z.B. Pfleiderer gegenüber. Am Ende muß die Mischkalkulation stimmen.

Zitat
google kann man m.e. nicht mit facebook vergleichen. allein google als suchmaschine hat sich weltweit als nr.1-adresse verfestigt.

Schon, aber wenn jemand eine bessere anbietet, wechseln ganz schnell alle dahin. Google verdient ja auch nicht mit der Suche Geld, sondern mit den Werbeeinblendungen. Ich frage mich aber auch, wie sich das für die Werbenden rechnet. Da gibt's oft 0,50 € und mehr pro Klick. Ganz schön viel für einen kurzen Besuch der Webseite.

Zitat
100 €, du hast recht :) dennoch ist dieser wert immer noch sehr hoch und mit nichts zu rechtfertigen! für mich -wie geschrieben- eine blase, die in max. 10 jahren geplatzt ist. wobei ich nicht weiss, was fb nun mit den milliarden aufkaufen möchte... zuckerberg macht seine bilanzen ja nicht aus lust und laune nun öffentlich.

Das platzt viel eher. Dummerweise kommt Diaspora nicht aus dem Mustopf. Da würde ich mich vielleicht sogar anmelden.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 28. Mai 2012, 19:24:30
viel spaß beim monopoli.

das ist alles ein spiel.

aber es gibt halt hooligans beim sport und frustrierte kinder ,die reale wütanfälle bei uno bekommen....
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: DüDo am 29. Mai 2012, 11:33:58
Das ist ein Short-ETF auf den DAX mit Hebel 2. Das Ding läuft endlos und wird außerdem mit dem dreifachen EONIA-Satz verzinst, weil durch den Leerverkauf ja Geld eingenommen wird, das zusammen mit dem Geld für die Fonds-Anteile beim Fonds bleibt. Es ist kein Zertifikat, d.h. das Fondsvermögen ist nicht Konkursmasse des Emittenten, sondern Sondervermögen.

wie wär es, wenn du hier einen thread mit "wertpapier-lexikon?" starten würdest?! ich lese nur bahnhof! :) (und ich glaube, ich bin nicht der einzige...)
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: DüDo am 29. Mai 2012, 11:36:02
viel spaß beim monopoli.

das ist alles ein spiel.

aber es gibt halt hooligans beim sport und frustrierte kinder ,die reale wütanfälle bei uno bekommen....
bei monopoly zwischen meiner schwester und mir fehlten bald schlossallee und badstraße... danach wiener und berliner straße... alle zerrissen... ;)
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 31. Mai 2012, 12:43:15
viel spaß beim monopoli.

das ist alles ein spiel.

aber es gibt halt hooligans beim sport und frustrierte kinder ,die reale wütanfälle bei uno bekommen....

In irgendeiner Statistik wurde mal festgestellt, daß Deutschland das Land mit den meisten Miesepetern ist. Scheint wohl zu stimmen.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 31. Mai 2012, 12:51:51
wie wär es, wenn du hier einen thread mit "wertpapier-lexikon?" starten würdest?! ich lese nur bahnhof! :) (und ich glaube, ich bin nicht der einzige...)

Gibt's schon:
http://boersenlexikon.faz.net/

EONIA steht allerdings nicht drin: Euro OverNight Index Average

Der EZB-Zinssatz für kurzfristige unbesicherte Geldmarktkredite. Der Short-ETF verleiht quasi das durch den Leerverkauf eingenommene Geld immer wieder kurzfristig weiter und bekommt dafür den EONIA-Satz. Im Fonds befindet sich das Geld, für den der Fondsanteil gekauft wurde, und das Geld für den doppelten Leerverkauf. Macht das Dreifache des eingezahlten Geldes. Deshalb kann dreimal soviel verliehen werden und es gibt 3x EONIA auf den Fondsanteil. Das ist jedenfalls mein Verständnis davon.

In so einer unsicheren Lage wie derzeit halte ich das nicht für falsch. Man kauft das Teil, und da es endlos läuft, hat man keine Panik wie bei traditionellen Puts, die irgendwann auslaufen. Während man auf den Kurssturz wartet, kriegt man auch noch (thesaurierte) Zinsen dafür.

Demnächst wählt Griechenland und wenn da keine Regierung zustande kommt, die sich an die Vereinbarungen hält, kann es kurzfristig über Nacht passieren, daß GR aus dem Euro fliegt. Das wird dann noch mal rappeln. Oder vielleicht auch nicht, weil allgemeine Erleichterung eintritt, daß es dann endlich das hinter einem liegt, wovor alle Angst hatten.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 31. Mai 2012, 18:22:09
Das liest sich immer als wenn das wichtig wäre, dabei ists nur Geld.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 01. Juni 2012, 01:27:19
wohl wahr.
Wobei der Glücklichsein-Koeffizient schon vom Geld abhängig ist.
Ein mann, der am Ende des Monats gucken muss, ob er sich noch ein Brot leisten kann, ist unglücklich.
Ein mann, der am Ende des Monats auch noch nen Euro übrig hat, ist erheblich glücklicher.
Einer, der am Ende des Monats 1000 Euro übrig hat, ist erheblich glücklicher, weil er sich existenziell keine Sorgen machen muss.
Ab 1000 EUR aufwärts steigt der Glückskoeffizient nicht mehr linear an. Ab einer gewissen Größe sinkt er wieder, weil mann sich Gedanken machen muss, was er mit dem vielen Geld anfängt und wie er es an der Steuer vorbeischummelt. Es findet ja auch kein Umschlag von Mehrgeld in Mehrwert statt. Mehr als ein Filetsteak am Tag kann ich halt nicht essen.
Stattdessen kotzt es einen an, dass Vatter Staat ab 52.000 EUR 42% einkassiert.
Und schon kommen so spannende Steuersparmodelle wie Immobilienfonds, Biogasanlagen und was weiß ich ins Spiel.
Vor ein paar Jahren ging ein Ehepaar in den Selbstmord, weil sie sich auf die Fahnen geschrieben hatten, dass sie keine Steuern zahlen wollten. Das eine Steuerersparnis von 50 % vorraussetzt, dass mann noch mal 50 % Eigenkapital obendrauflegt, hatten sie irgendwie nicht begriffen. Die drohende Insolvenz vermieden sie durch selbstgewähltes Ableben und hinterließen ihren Dreck ihrer Nachkommenschaft. HG!
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 01. Juni 2012, 10:23:52
sorry, ich schätze deine Meinung sonst wirklich.

Aber das hier ist völliger Unfug.

ALLES was zählt ist Schmerzfreiheit und Restlebenserwartung in pflegefreier Qualität
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Stachelhaut am 01. Juni 2012, 10:35:22
Leider stellt man das erst fest, wenn es damit knapp zu werden droht.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 01. Juni 2012, 10:58:16
danke, unikum.

auf die formulierung wär ich selbst gern gekommen.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 01. Juni 2012, 12:14:28
Das liest sich immer als wenn das wichtig wäre, dabei ists nur Geld.

"Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt ungemein."
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 01. Juni 2012, 12:28:57
ALLES was zählt ist Schmerzfreiheit und Restlebenserwartung in pflegefreier Qualität

Bemerkenswert dabei ist, daß das nicht immer und überall so gesehen wurde.

Im späten Mittelalter und bis weit in das 18. jahrhundert hinein war es in prekären Bevölkerungsschichten durchaus nicht ungewöhnlich, sich selbst oder seinen Kindern Verletzungen mit bleibenden Schäden beizubringen, um so das Recht (!) zur Bettelei zu haben und so seinen kargen Lebensunterhalt zu fristen.

Und natürlich läßt sich Restlebenserwartung in pflegefreier Qualität im Liegestuhl am Strand mit dem Drink in der Hand besser aushalten als unter der Brücke bei einer Flasche billigem Fusel.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 01. Juni 2012, 12:35:03
yossi, wann warst du das letzte mal in einem altersheim? nur mal so, für ne std.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 01. Juni 2012, 16:22:48
yossi, wann warst du das letzte mal in einem altersheim?

Letzten Herbst. Gepflegter Laden, muß wohl so eine Art Tip unter den Älteren meines Wohnortes sein; jedenfalls hab ich dort mehr bekannte Gesichter gesehen als samstags auf dem Wochenmarkt. Trotzdem möchte ich lieber vom Blitz erschlagen werden als dort zu enden.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 10. August 2012, 00:57:36
ah, Fatzbuch
ein geiles Unternehmen mit einer echten performance. Also 38 Dollar für eine Aktie sind doch echt ein Schnäppchen. Und keiner will es haben. So ein Pech auch.
...
nu stehen sie aktuell bei 21 USD. Mal schaun, wo die Reise endet...
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 20. Dezember 2012, 20:10:35
die Justiz scheint ja die teutsche bank für eine Horde von Betrügern zu halten
http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2012-12/deutsche-bank-staatsanwaltschaft-razzia-kirchprozess
Steuerbetrug, Prozessbetrug
mal schaun, was da noch alles hochkocht
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 12. Januar 2013, 01:55:10
Interessant, dass die Blüm-Geisslersche Lüge von der Ausgabenproblematik der Sozialversicherung mittlerweile widerlegt wird:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/sozialversicherung-in-ersten-neun-monaten-2012-mit-ueberschuss-a-877114.html

Die Sozialversicherung hat nie ein Ausgabenprob, sondern durch die steigende Arbeitslosigkeit seit Ende der 70er Jahre ein Einnahmeprob gehabt. Aber alle sind auf die Lügen hereingefallen und haben begeistert den unsozialen Einschnitten zugestimmt.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 12. Januar 2013, 23:45:46
Nicht "alle"! Attac, DieLinke und ein paar andere verfluchte Seelen haben's gleich gesagt.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 17. Januar 2013, 23:20:54
jetzt ist es endlich so weit: Luft kostet Geld!
www.spiegel.de/auto/aktuell/immer-mehr-autofahrer-muessen-bei-shell-fuer-luft-zahlen-a-878179.html

Bald müssen wir fürs Atmen Kohle locker machen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 18. Januar 2013, 00:05:43
wird ja langsam Zeit, dass mal jemand diesen Pennern von den rating-agenturen Feuer unterm Arsch macht.

http://www.stern.de/wirtschaft/geld/moodys-fitch-und-sp-luft-fuer-ratingagenturen-wird-weltweit-duenner-1956474.html#utm_source=sternde&utm_medium=zhp&utm_campaign=wm3

Wer hochriskante "Wert"papiere mit aaa versieht, weiß entweder nicht, was er tut oder er ist ein Betrüger.
Oberpeinlich ist ja, dass diese Penner erst viel geld für ihre Analysen (ha, ha) nehmen und sich anschließend mit "unverbindlichen Meinungsäußerungen" herausreden wollen. So was braucht kein mensch

update
www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/usa-wollen-ratingagentur-s-p-verklagen-a-881473.html
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 17. April 2013, 23:11:33
ich versteh die frauen nicht
das merkelinchen ist gegen die frauenquote, die schwatten sowieso und nu soll sie in 7 Jahren doch kommen. Was ist denn in 7 Jahren anders als jetzt?
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-04/frauenquote-cdu-kompromiss

also alles wahlkampf. Und die frauen lassen sich mal wieder verkackeiern.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 11. Juli 2013, 01:34:51
so viel zu 20 % auf alles
www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/baumarktkette-praktiker-steht-vor-der-pleite-a-910521.html
wer sich diese Werbeaktion ausgedacht hat, sollte mal sein Honorar zurückzahlen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 11. Juli 2013, 06:13:35
Und die Commerzbank hängt auch wieder drin. Nix dazugelernt, die die Deppen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Iphigenie am 11. Juli 2013, 09:57:54
Und die Commerzbank hängt auch wieder drin. Nix dazugelernt, die die Deppen.

Och, die haben jede Menge gelernt, nämlich dass der Steuerzahler eine tolle Weihnachtsgans ist.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 14. August 2013, 01:21:51
mal wieder ein tolles Beispiel schlander Nieten in Nadelstreifen
http://www.zeit.de/2012/28/DOS-ThyssenKrupp
Zitat

Die Chinesen. Sie für das Projekt Rio engagiert zu haben dürfte einer der größten Fehler von Schulz und Köhler gewesen sein.

Statt auf »Made in Germany« zu setzen, hatten sie eine chinesische Firma namens Citic damit beauftragt, die Kokerei des neuen Werks zu bauen, das Herzstück ihrer Anlage. Eine Kokerei dient dazu, aus Kohlebergen jenen Koks zu backen, der dann die Hochöfen befeuert. Dabei fällt normalerweise so viel Energie ab, dass man mit ihr das ganze Werk betreiben kann. Einfach ausgedrückt: Wenn die Kokerei nicht läuft, dann läuft auch alles andere nicht.

Von Citic versprachen sich Schulz und Köhler eine neuartige Technologie, die auch mit billiger, minderwertiger Kohle zurechtkam. Sie schlugen ein, als die Chinesen zeigen konnten, dass sie mit der neuen Technologie umzugehen verstanden – und als sie ein Angebot vorlegten, das rund 60 Millionen Euro günstiger war als das der deutschen Firma Uhde. Das war ein Affront: Sie entschieden sich gegen ihre eigene Tochterfirma, die beim Bau von Kokereien zu den Weltmarktführern zählt.

Es geht doch nix über made in germany
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 29. September 2013, 02:26:50
oooh. Eine Branche, die wie keine andere am Tropf der Subvention hängt, muss sich aus dem Wirtschaftskreislauf verabschieden
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/solarkraftwerke-werden-trotz-energiewende-unrentabel-a-924859.html
Solarpaneele, deren Wirkungsgrad rapide abnimmt, sobald Staub auf selbigen liegt oder Wolken am Himmel vorbeiziehen, sind in schland ein Irrweg. Blöd nur, dass mit schlandem Geld diese Verschandelung der Landschaft gefördert wurde, wobei in letzer Zeit die Profite sowohl bei den Modulen, als auch die Zinsen der Kredite, mit denen dieser Unsinn finanziert wurde, in China landeten. Entwicklungshilfe pur!
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 29. September 2013, 16:26:53
Wie, du zahlst 5,6 Cent pro kWh nicht gerne? Ist doch für die Umwelt.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 29. September 2013, 17:41:59
Gern auch mehr, so 10cent per kwh. aber wenn dann für alle und 100% Verbrauchsabhängig und ohne weitere Nebenkosten.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 29. September 2013, 21:50:34
Ihr glaubt tatsächlich, es geht alles so weiter wie es immer war.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 29. September 2013, 22:39:07
Schon noch eine ganze Weile.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Kulle am 29. September 2013, 22:47:36
Ihr glaubt tatsächlich, es geht alles so weiter wie es immer war.
Naja 2 Euro für die KWH wollte ich erst in 20 Jahren zahlen. Das machst du bereits heute schon gerne.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 30. September 2013, 09:36:42
Schon noch eine ganze Weile.
Habt Ihr irgend eine Perspektive, wie lange das sein könnte? Und wie plötzlich mann anschließend einen neuen Plan braucht? Und welchen?

Ich finde dieses Augen-zu-und-durch ziemlich riskant.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 30. September 2013, 09:44:40
Dann hör endlich auf Mutti und Co zu wählen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 30. September 2013, 11:47:40
Ich doch nicht!
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 30. September 2013, 11:55:41
Habt Ihr irgend eine Perspektive, wie lange das sein könnte? Und wie plötzlich mann anschließend einen neuen Plan braucht? Und welchen?

Ich finde dieses Augen-zu-und-durch ziemlich riskant.

Ich kann da im Moment grade nicht folgen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 30. September 2013, 12:08:37
Ich kann da im Moment grade nicht folgen.
Also noch mal für Anfänger:

Hier wird rumgeheult, dass die Strompreise hoch seien.
Die Strompreise sind hoch auf Grund von Maßnahmen zur Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Quellen.
Diese Maßnahmen werden ergriffen, weil Erkenntnisse vorliegen, dass fossile Quellen das Klima ruinieren und überdies nicht auf ewig verfügbar sein werden, und dass die Atomkraft auch so ihre Probleme hat (Einzelheiten hier jetzt nicht!)

Und ich finde es riskant, solche Maßnahmen nicht zu ergreifen, weil der Strompreis sonst zu hoch ist und wir wissen, dass es für eine Weile cuh so noch geht. Weil wir nicht wissen, wie lange "eine Weile" ist, und eigentlich wir rechtzeitig etwas vorbereiten müssten.

Die Klimakatasthophe ist jetzt schon.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 30. September 2013, 12:36:44
Die Strompreise sind hoch auf Grund von Maßnahmen zur Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Quellen.

Ist das so?

Und wenn das so ist, wie sind die damit verbundenen Kosten auf die Stromverbraucher verteilt?

Ich glaub, Du hast die Pointe haarscharf verpaßt.

Da:

Zitat
Diese Maßnahmen werden ergriffen, weil Erkenntnisse vorliegen, dass fossile Quellen das Klima ruinieren und überdies nicht auf ewig verfügbar sein werden, und dass die Atomkraft auch so ihre Probleme hat

sind wir uns wohl alle einig.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 30. September 2013, 13:12:08
Ist das so?
Wenn es nicht so wäre, warum drängen die Energiekonzerne dann zurück zu fossil und Atom?

Zitat
Und wenn das so ist, wie sind die damit verbundenen Kosten auf die Stromverbraucher verteilt?

Ich glaub, Du hast die Pointe haarscharf verpaßt.
Das ausgerechnet die, die am meisten verbrauchen, befreit werden, ist allerdings 'ne Pointe.

Zitat
Da:

sind wir uns wohl alle einig.
Hoffen wir das Beste.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 30. September 2013, 13:14:30
Hier wird rumgeheult, dass die Strompreise hoch seien.
Die Strompreise sind hoch auf Grund von Maßnahmen zur Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Quellen.

Ob das wirklich Maßnahmen dazu sind? Die Großteil der Subventionen geht in Solarenergie, die aber nur den kleineren Teil der erneuerbaren Energie liefert. Ich sehe das eher als Subventionsmaßnahme für betuchte Grünenwähler. Wer wohnt schon in einem Niedrigernergiehaus in der Stadt oder hat Solarzellen auf dem Dach?

Und für die Umwelt? Ich will nicht wissen, was bei der Produktion in China an Schwermetallen und sonstiger Verseuchung anfällt. Und bei der Entsorgung dann auch noch mal. Abgesehen von den Energiekosten bei der Herstelltung.

Zitat
Diese Maßnahmen werden ergriffen, weil Erkenntnisse vorliegen, dass fossile Quellen das Klima ruinieren und überdies nicht auf ewig verfügbar sein werden, und dass die Atomkraft auch so ihre Probleme hat (Einzelheiten hier jetzt nicht!)

Also ob sie wirklich das Klima ruinieren... In so einer Sendung letzte Woche über Paläobiologie etc.pp hieß es, daß die Atmosphäre langfristig immer mehr CO2 verliert, was jetzt schon dazu führt, daß sich aus ehemals kleinen Gräsern Bambus entwickelt hat. Den gibt's noch nicht sehr lange. Gräser können CO2 besser aufnehmen. In Zukunft mit noch weniger CO2 sollen dann Gräser die Bäume ersetzen.

Und man kann Gas- oder Kohlekraftwerke auch emissionslos betreiben. Das Problem ist eher die endliche Verfügbarkeit des Brennstoffs.

Zitat
Und ich finde es riskant, solche Maßnahmen nicht zu ergreifen, weil der Strompreis sonst zu hoch ist und wir wissen, dass es für eine Weile cuh so noch geht. Weil wir nicht wissen, wie lange "eine Weile" ist, und eigentlich wir rechtzeitig etwas vorbereiten müssten.

Der Strompreis könnte jetzt schon niedriger sein. Man könnte z.B. die Solarzellenbesitzer dazu verdonnern, aus ihren 6-8% Rendite die Subventionen zurückzuzahlen, sobald die Anlagen abbezahlt sind.

Zitat
Die Klimakatasthophe ist jetzt schon.

Die macht doch seit 15 Jahren Pause und die Klimaforscher mühen sich ab, das irgendwie in Einklang mit ihren Modellen zu bringen. Jetzt ist es der Ozean, der die Wärme speichert, aber wissen tut man es nicht. Alles nur Vermutungen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 30. September 2013, 13:18:12
Wenn es nicht so wäre, warum drängen die Energiekonzerne dann zurück zu fossil und Atom?

Weil die Anlagen stehen und ihre Kosten noch reinholen müssen. Es gibt einige recht neue Gaskraftwerke, die Verlust machen. Man braucht sie aber wegen der Netzstabilität. Das ist ja der Witz an Sonne und Wind. Es muß die gleiche Kapazität konventionell vorgehalten werden, solange es keine Speichertechnik gibt.

Zitat
Das ausgerechnet die, die am meisten verbrauchen, befreit werden, ist allerdings 'ne Pointe.

Ja, aber die wollten die "Energiewende" auch nicht. Die, die sie am meisten wollten, verdienen jetzt auch daran.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 30. September 2013, 13:42:39
Wenn es nicht so wäre, warum drängen die Energiekonzerne dann zurück zu fossil und Atom?

Weil sie mit den bestehenden Kraftwerken, von denen die meisten wahrscheinlich schon abgeschrieben sind, ohne Mühe ihre Kohle machen können. Ist für die günstiger als jede Investition.

Die Großteil der Subventionen geht in Solarenergie, die aber nur den kleineren Teil der erneuerbaren Energie liefert.

Im Kleinbereich (Ein- / Mehrfamilienhäuser) sind Kollektoren zur Warmwasserherstellung sinnvoller als die Herstellung von Solarstrom; aber letzterer wird gefördert.

Zitat
Ich will nicht wissen, was bei der Produktion in China an Schwermetallen und sonstiger Verseuchung anfällt. Und bei der Entsorgung dann auch noch mal. Abgesehen von den Energiekosten bei der Herstelltung.

Darüber hört man gar nichts. Kann gut sein, daß da die Ökobilanz so hirnrissig ist wie bei der Umweltplakette.

Zitat
Das Problem ist eher die endliche Verfügbarkeit des Brennstoffs.

Ich meine, das sei schon Problem genug und Anlaß, sich mehr um erneuerbare Energien zu kümmern.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 30. September 2013, 14:22:30
Weil sie mit den bestehenden Kraftwerken, von denen die meisten wahrscheinlich schon abgeschrieben sind, ohne Mühe ihre Kohle machen können. Ist für die günstiger als jede Investition.

Abgeschriebene Kraftwerke muß man auch irgendwann ersetzen. Momentan machen sie aber auch mit denen u.U. Verluste. Siehe hier http://www.tagesschau.de/wirtschaft/rwe-schliesst-kraftwerke100.html

Kritischer finde sich sowas hier (http://www.zeit.de/2013/34/stromversorgung-energiewende-kraftwerke).

Da wird ein Gaskraftwerk mit einer besseren Ökobilanz als Kohlekraftwerke fertig gebaut und geht nicht ans Netz, weil es sich nicht rechnet. Der Großhandelspreis ist zu niedrig. Trotzdem wird der Strom für den Endkunden immer teurer, weil er mit Steuern und EEG-Umlage belegt wird. Planwirtschaft pur.

Und dann reitet es auch noch Kommunen rein:

"Die Stadtwerke Iserlohn, die sich vor zwei Jahren mit einer Investition in Höhe von zwölf Millionen Euro am Bau eines hocheffizienten Gaskraftwerks in Bremen beteiligt hatten, bilden jetzt notgedrungen Rückstellungen. Grund: Die noch nicht einmal fertige Stromfabrik wird wohl von Anfang an ökonomisch schwächeln."

Zitat
Im Kleinbereich (Ein- / Mehrfamilienhäuser) sind Kollektoren zur Warmwasserherstellung sinnvoller als die Herstellung von Solarstrom; aber letzterer wird gefördert.

Tja, was soll man sagen?

Zitat
Darüber hört man gar nichts. Kann gut sein, daß da die Ökobilanz so hirnrissig ist wie bei der Umweltplakette.

Ich habe mal gehört, daß die über ihre Lebensauer die Energie nciht produzieren, die bei der Herstellung aufgewendet wurde. Insofern wird chinesischer Atomstrom gehen deutschen Sonnenstrom getauscht. Stimm vielleicht aber auch nicht.

Zitat
Ich meine, das sei schon Problem genug und Anlaß, sich mehr um erneuerbare Energien zu kümmern.

Selbstverständlich. Finanziell verschieben wir nur gerade das Problem. Früher waren es die großen Energiekonzerne, die viel verdient haben, heute sind es es die Solarzellenbesitzer. Aber nicht wegen hoher Marktpreise, sondern wegen Zwangssubventionen. Ob das jetzt alles so richtig Sinn und Verstand hat, möchte ich mal bezweifeln.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 30. September 2013, 15:24:32
Ja, aber die wollten die "Energiewende" auch nicht. Die, die sie am meisten wollten, verdienen jetzt auch daran.
Die Flutopfer im Indusdelta?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 30. September 2013, 15:42:39
Die Flutopfer im Indusdelta?

Was haben jetzt die Monsunniederschläge damit zu tun? Die gab's doch schon immer und sie waren schon immer sehr stark.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 30. September 2013, 16:32:15
Da:

sind wir uns wohl alle einig.
Tja. Einen Leugner haben wir doch unter uns.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 30. September 2013, 16:57:07
das sind aber nicht unsere paar kohle u. öl- kws.
guck mal auf nen globus, da findestdu uns kaum.
globale industrie. landwirdschaft, flugzeuge, autos UND das ende einer zwischeneiszeit.
du findest keinen einzelnen schuldigen

(welcher zahn der kreissäge hat denn nun.....)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 01. Oktober 2013, 12:32:15
Tja. Einen Leugner haben wir doch unter uns.

Leugnen kann man nur den Glauben. In der Wissenschaft geht's um These und Antithese. Und da sind die Dinge eben gar nicht so eindeutig. Und in der Klimaforschung stimmt's mit dem Klima ja gar nicht mehr. Da geht's nur noch um Hauen und Stechen. Immerhin geht's auch da um ein Geschäftsmodell.

Und das Umweltbundeamt gibt eine Liste von Wissenschaftlern und Journalisten raus, denen man nicht glauben darf (http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article116332834/Eine-Behoerde-erklaert-die-Klimadebatte-fuer-beendet.html). Für eine Demokratie unwürdig.

Man darf gar keine Zweifel mehr äußern. Man ist sofort "Leugner" und sowieso unglaubwürdig und hat nur schlechte Absichten. Die ganze Klima-Debatte trägt religiöse Züge.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 01. Oktober 2013, 12:53:51
Die ganze Klima-Debatte trägt religiöse Züge.

Wie alles, was im weiteren Sinne mit sogenannter political correctness zu tun hat.

Neusprech haben wir schon, jetzt wird das Denken kritischer / eigener Gedanken verboten.

"Leugner" sind "unmoralisch".
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 01. Oktober 2013, 12:57:28
Tja. Einen Leugner haben wir doch unter uns.

Was wird denn geleugnet?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 01. Oktober 2013, 13:55:04
Jetzt komm' mir nicht schoin wieder so.

Wie ein kleines Lind ... :.) :.) :.) :.) :.)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 01. Oktober 2013, 14:10:28
Das hier:

Zitat
weil Erkenntnisse vorliegen, dass fossile Quellen das Klima ruinieren und überdies nicht auf ewig verfügbar sein werden, und dass die Atomkraft auch so ihre Probleme hat

hat hier keiner geleugnet; es wurde allenfalls in Frage gestellt, das aber nachvollziehbar und sehr substantiiert.

Zumindest in den (alten) Industrienationen liegen wir nicht mehr unter giftigen Dunstglocken wie z.B. Liverpool zu Hochzeiten des Manchesterkapitalismus.

Es ist mit der Verfeuerung fossiler Energie wohl auch wie mit der Arznei: Die Dosierung macht das Gift.

Was mich befremdet ist, daß oft genug Klimawandel geschrien wird, um dann der hysterischen grünen Masse einen Knochen hinzuwerfen, und darüber echte Baustellen ausgeblendet werden. Daß z.B. die Umweltzonen völliger Unfug sind, sollte doch der minderbemittelste Umweltaktivist inzwischen begriffen haben.

Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 01. Oktober 2013, 14:33:27
hat hier keiner geleugnet; es wurde allenfalls in Frage gestellt, das aber nachvollziehbar und sehr substantiiert.

Verglichen mit den unterirdischen Dauerbränden in chinesischen Kohleflözen sind unsere Kraftwerke tatsächlich eher nebensächlich. 18% unsrerer Emissionen kommen sowieso vom Verkehr. Und beim CO2 gibt es es Meinungen, daß es überschätzt wird. Schlimmer sei Methan.

Man weiß es eben alles nicht richtig. Letztes Jahr war die Eisdecke über der Arktis besonders klein. Das ist dann ein Alarmsignal. Dieses Jahr ist sie wieder deutlich größer. Das ist dann natürlich keine Trendwende.

Und beim aktuellen IPCC-Report wird darum gekämpft, ob man den 15jährigen Stillstand der Erwärmung darin erwähnen darf. Die Wissenschaftler wollen es, die Politik will es verhindern.

Zitat
Was mich befremdet ist, daß oft genug Klimawandel geschrien wird, um dann der hysterischen grünen Masse einen Knochen hinzuwerfen, und darüber echte Baustellen ausgeblendet werden. Daß z.B. die Umweltzonen völliger Unfug sind, sollte doch der minderbemittelste Umweltaktivist inzwischen begriffen haben.

Da trifft sich eben oft Umweltliebe mit Esoterik und Kapitalismuskritik. Dann entsteht so ein Cocktail aus Bio, bösen Banken und Angst vor Elektrosmog. Ich sehe das mittlerweile als Katechismus einer Quasi-Religion. Ich glaube, ich hatte das schon mal erzählt. Ich war bei so einem Baugruppentreffen und auf meine Frage, ob das die Wohnungen Kamine bekommen, kam eine rigorose Abfuhr. Das sei doch schlecht für die Umwelt. Nun gut, daß das Verbrennen von Holz klimaneutral ist, war dann wohl nebensächlich. Es geht um die Einstellung.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 01. Oktober 2013, 14:50:31
beim aktuellen IPCC-Report wird darum gekämpft, ob man den 15jährigen Stillstand der Erwärmung darin erwähnen darf. Die Wissenschaftler wollen es, die Politik will es verhindern.

Gezielte Desinformation auf Betreiben der Politik!

Ist das nicht schrecklich?

Zitat
Ich sehe das mittlerweile als Katechismus einer Quasi-Religion.

Von mir aus kann jeder glauben, was er will; selbst das Spaghetti-Monster und der Cargo-Kult haben ihre Daseinsberechtigung.

Aber diese Pseudoökoreligion ist intoleranter als die Taliban und die spanische Inquisition zusammen. Alice Schwarzer in Demeterqualität.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 01. Oktober 2013, 15:17:31
Zu den Hochzeiten des Manchesterkapitalismus wurde weniger Kohlenstoff verbrannt als heute. Und die Umweltzonen haben mit dem Klimawandel nichts zu tun.

Mach' Dich doch einfach mal ein wenig mit dem Thema vertraut.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 01. Oktober 2013, 15:46:10
Zu den Hochzeiten des Manchesterkapitalismus wurde weniger Kohlenstoff verbrannt als heute.

Trotzdem ist die Luft in Liverpool heute besser als damals.

Zitat
Und die Umweltzonen haben mit dem Klimawandel nichts zu tun.

Aha (http://www.news.ch/Feinstaub+traegt+Schuld+an+Arktisschmelze/496595/detail.htm). Und weshalb wurden die eingeführt?

Zitat
Mach' Dich doch einfach mal ein wenig mit dem Thema vertraut.

Ich versuch´s ja grade. Aber irgendwie ecke ich mit meinen Fragen an...
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 01. Oktober 2013, 16:25:46
Aha (http://www.news.ch/Feinstaub+traegt+Schuld+an+Arktisschmelze/496595/detail.htm). Und weshalb wurden die eingeführt?

Wegen der Arktis-Schmelze? Interessanter Punkt. Aber da hilft es, wenn man Feinstaub-Autos aus den Innenstädten raushält? Eine Neuinterpretation von Aus-den-Augen-aus-dem-Sinn.

Ich hatte schon den Verdacht, Umweltzonen wurden eingeführt, damit TÜV und DEKRA was extra verdienen können.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 02. Oktober 2013, 09:06:33
Die Umweltzonen wurden eingeführt, weil der Feinstaub (früher hieß das einfach "Rauch") der Gesundheit schadet. Da geht es nicht um den Klimawandel.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 02. Oktober 2013, 09:24:06
Also nach dem von mir geposteten Link ist der Feinstaub für das Abschmelzen der Polkappen verantwortlich. Wenn das nix mit dem Klimawandel zu tun hat, weiß ich auch nicht.  :.)

Darüber hinaus sind die Umweltplaketten eine reine Verkaufsförderungsmaßnahme für die Automobilindustrie. Sonst hätten Lastwagen, Ölheizungen und insbesondere auch die hochgelobten neuen Benzin-Direkteinspritzermotoren alle Feinstaubfilter. Letztere produzieren deutlich mehr Feinstaub als ein Dieselmotor.

Von dem ökologischen Unfug, den Erneuerungszyklus durch die Einführung der Umweltplakette künstlich zu verkürzen, fange ich erst gar nicht an. Aber Hauptsache, es werden intakte Fahrzeuge verschrottet oder irgendwo in die dritte Welt oder den hinteren Ostblock exportiert; da macht das ja nix, wenn sie dort Feinstaub produzieren...  :P
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 02. Oktober 2013, 10:38:11
Also nach dem von mir geposteten Link ist der Feinstaub für das Abschmelzen der Polkappen verantwortlich. Wenn das nix mit dem Klimawandel zu tun hat, weiß ich auch nicht.  :.)
Was postest Du auch für ein Zeugs. Das kann kaum der Grund für Umweltzonen in den Innenstädten sein, denn den Polkappen kann es ja egal sein, wo der Feinstaub entsteht.

Zitat
Darüber hinaus sind die Umweltplaketten eine reine Verkaufsförderungsmaßnahme für die Automobilindustrie. Sonst hätten Lastwagen, Ölheizungen und insbesondere auch die hochgelobten neuen Benzin-Direkteinspritzermotoren alle Feinstaubfilter. Letztere produzieren deutlich mehr Feinstaub als ein Dieselmotor.

Von dem ökologischen Unfug, den Erneuerungszyklus durch die Einführung der Umweltplakette künstlich zu verkürzen, fange ich erst gar nicht an. Aber Hauptsache, es werden intakte Fahrzeuge verschrottet oder irgendwo in die dritte Welt oder den hinteren Ostblock exportiert; da macht das ja nix, wenn sie dort Feinstaub produzieren...  :P
Das mag ja sein. Kapitalismus statt Vernunft.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 02. Oktober 2013, 12:33:20
Die Umweltzonen wurden eingeführt, weil der Feinstaub (früher hieß das einfach "Rauch") der Gesundheit schadet. Da geht es nicht um den Klimawandel.

Ich meine gelesen zu haben, daß die Zonen in dem Punkt keinerlei Veränderung gebracht haben. Und die größten Ruß-Stinker sind ja eh Taxis und LKWs und die fahren weiter rum.

Das mag ja sein. Kapitalismus statt Vernunft.

Nee, das läuft unter Planwirtschaft. Ist schließlich staatlich dirigiert.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 02. Oktober 2013, 13:13:30
Staatlich verordnet ist die Regel. Die Ausnahmen sind Lobbypolitik, also gekaufte Demokratie. Kapitalismus eben.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 02. Oktober 2013, 13:19:46
Was postest Du auch für ein Zeugs.

Wie? Du meinst, das stimmt gar nicht? Aber wenn es doch in der Zeitung stand!  :evil

Zitat
den Polkappen kann es ja egal sein, wo der Feinstaub entsteht.

Eben. Und wenn der Feinstaub wie der Wüstensand auch vom Wind über den halben Globus getragen wird, nutzt es nichts, ein paar deutsche Städte zu Umweltzonen zu machen.

Zitat
Kapitalismus statt Vernunft.

Das Kapital schreit nach Umweltzonen???

Hört, hört!

Sind es nicht irgendwelche bornierten Gut- - nein: *Besser*menschen grüner Provenienz, die uns mit diesem Müll beglücken?

Ich meine, kürzlich hätte noch irgendeine hessische grüne Obertante rumgeschrien, daß gefälligst das gesamte Rhein-Main Gebiet endlich zur Umweltzone erklärt werden muß? Hat die nicht begriffen, daß Umweltzonen Murks sind? Oder ist die von der Automobilindustrie gekauft? Im ersteren Fall ist sie inkompetent, im letzteren korrupt.

Ich meine gelesen zu haben, daß die Zonen in dem Punkt keinerlei Veränderung gebracht haben.

Natürlich nicht; man könnte sie sofort wieder abschaffen.

Zitat
das läuft unter Planwirtschaft. Ist schließlich staatlich dirigiert.

Fast schon eher ein symbiotisches Verhältnis. Staatlich dirigiert zum Nutzen der Autoindustrie.

Ein Schelm, wer Übles dabei denkt.  8)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 02. Oktober 2013, 13:21:12
Staatlich verordnet ist die Regel. Die Ausnahmen sind Lobbypolitik, also gekaufte Demokratie. Kapitalismus eben.

Die Grünen als Lobby der Autoindustrie. So hab ich mir das immer vorgestellt.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 02. Oktober 2013, 13:25:21
Unfug,Mittlerer.
Zu beginn der Einführung der Zonen konnte man überall mit rot gelb grün fahren.
Mittlerweilen gibt es Zonen wo nur rot oder auch gelb und rot ausgeschlossen sind. Das ist grade für ältere Lkw (die ohne Filter)ein Problem.

Im weitern führt jedes dunkle Pigment in der Luft dazu das diese wenn sie sich auf Schnee/Eis absetzen nicht mehr soviel Sonnenlicht reflektiert wird, also wird mehr aufgenommen. kann man gut an Alpengletschern erkennen, sind im Auslauf teils nur noch ne braune Masse.

Strassenverkehr ist Weltweit nunmal der größte Anteilseigner an diesen Pigmenten.

Eine Parteizugehörigkeit ändert an Physike nix.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 02. Oktober 2013, 13:36:25
Unfug,Mittlerer.
Zu beginn der Einführung der Zonen konnte man überall mit rot gelb grün fahren.
Mittlerweilen gibt es Zonen wo nur rot oder auch gelb und rot ausgeschlossen sind. Das ist grade für ältere Lkw (die ohne Filter)ein Problem.

Also ich hab an noch keinen 20-Tonner eine grüne oder sonstwiefarbige Umweltplakette gesehen, hab aber noch nicht wirklich drauf geachtet.

Diese Tabelle (http://www.tuev-sued.de/uploads/images/1171009208653509181131) sagt zwar was aus über LKW, aber es sagt nichts aus über die Menge an Feinstaub, die von Lkw ausgestoßen werden dürfen. Wenn ich mich erinnere (ich hatte da mal was in dem Zusammenhang über Motorräder recherchiert, der entsprechedne Link findet sich wahrscheinlich im alten Forum), sind die Grenzwerte für Lkw vergleichsweise lächerlich.

Edit: Die Grafik läßt sich nicht als Link setzen. Hier die ganze Seite mit der Grafik:

http://www.tuev-sued.de/auto_fahrzeuge/feinstaub-plakette

Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 02. Oktober 2013, 13:54:07
Staatlich verordnet ist die Regel. Die Ausnahmen sind Lobbypolitik, also gekaufte Demokratie. Kapitalismus eben.

Sorry, das hat nichts mit Kapitalismus zu tun. Schon gar nicht nach Marx. Wahrscheinlich erfüllt es sogar eher die Definition von Sozialismus, wenn der Staat in allen Bereichen alles entscheidet.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 02. Oktober 2013, 13:57:53
Die Grünen als Lobby der Autoindustrie. So hab ich mir das immer vorgestellt.

Einen Zusammenhang mit der Autoinudstrie sehe ich da nicht. Den gibt es sicher bei der Dienstwagenbesteuerung, aber bei den Umweltzonen geht's doch eher um Bevormundung durch das grüne Wohlstandsbürgertum, die jedem ein Hollandrad mit Lastenanhänger verordnen wollen. Und das ist so weit weg von irgendwas kapitalistischem...
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 02. Oktober 2013, 14:04:35
Einen Zusammenhang mit der Autoinudstrie sehe ich da nicht.

Ich schon. Immerhin haben tausende Pendler ihr intaktes Auto ohne Not gegen ein neues mit grüner Plakette eintauschen müssen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 02. Oktober 2013, 14:17:39
Ich schon. Immerhin haben tausende Pendler ihr intaktes Auto ohne Not gegen ein neues mit grüner Plakette eintauschen müssen.

Mag sein, aber die Initiative kam doch nicht von da. Alleine das Wort "Umweltzone" als Bezeichnung für die Innenstadt, zeigt ja schon die geistige Herkunft aus dem öko-erzieherischen Umfeld. Die sprachliche Eroberung der Innenstadt. Die Uckermark ist eine Umweltzone, aber nicht Berlin-Mitte.

Davon abgesehen ist es natürlich richtig, die besonderen Stinker draußen zu lassen, aber das passiert ja nicht. Jedes Mal, wenn mich an einer Ampel das Taxi vor mir in eine schwarze Rußwolke einhüllt, weiß ich, daß es nicht wirklch um die Luftreinhaltung geht, sondern um eine Erziehungsmaßnahme. Genauso wie schon der grüne Punkt. So eine Art Öko-Streamlining.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 02. Oktober 2013, 14:28:28
Ich werde Euch jetzt mal verschonen. Ihr versteht sosehr gewaltsam garnix, dass ich besser die Finger davon lasse, wahrscheinlich sollte dass guten Psychotherapeuten überlassen werden.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 02. Oktober 2013, 14:41:31
Ihr versteht sosehr gewaltsam garnix, dass ich besser die Finger davon lasse, wahrscheinlich sollte dass guten Psychotherapeuten überlassen werden.

Wenn nix mehr geht, geht immer noch das argumentum da hominem, was?  :evil

Mag sein, aber die Initiative kam doch nicht von da.

Trotzdem wurde der Effekt gerne mitgenommen und mit Sicherheit von der Industrie noch gefördert.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 02. Oktober 2013, 14:58:24
Wenn nix mehr geht, geht immer noch das argumentum da hominem, was?  :evil
Ach was.

Das ist zwischenmenschliche Vorsicht in aller Freundschaft  O0
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 02. Oktober 2013, 15:20:06
Trotzdem wurde der Effekt gerne mitgenommen und mit Sicherheit von der Industrie noch gefördert.

Das mag schon sein. Wobei die meisten PKW die Plakette ja eh kriegen. Meiner ist jetzt auch 11 jahre alt und hat die. Und irgendwann ist er dann wieder Oldtimer und darf auch in die Stadt. Insofern ist das doch ziemlich sinnlos, wegen den paar Prozenten, die jetzt nur gelb oder gar nichts kriegen, so einen Aufwand zu treiben.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Moody am 03. Oktober 2013, 13:55:20
noch ein Beispiel für verfehlte Grüne Umweltpolitik
http://www.zeit.de/2011/29/Biogas
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 04. Oktober 2013, 12:02:48
http://www.dradiowissen.de/weltklimabericht-wahrscheinlich-katastrophal.33.de.html?dram%3Aarticle_id=263842
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 04. Oktober 2013, 12:34:52
Wie man kommuniziert, dass eine Öko-Diktatur für das Klima am besten wäre

Ökostalinismus.  :kotz
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 04. Oktober 2013, 15:25:37
Wie man kommuniziert, dass eine Öko-Diktatur für das Klima am besten wäre

Ökostalinismus.  :kotz

Ich dachte erst, das sei Ironie, aber die meinen das wohl wirklich so?

"Weil man den Leuten ihre großen und kleinen Freuden aber kaum austreiben kann, muss man die Freuden und die Statussymbole ändern, sagt Soziologie-Professor Ortwin Renn."

Vielleicht sollte man die Verbeamtung von Professoren ändern. Ist schließlich auch u.a. ein Statussymbol.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 04. Oktober 2013, 17:20:00
Ich dachte erst, das sei Ironie, aber die meinen das wohl wirklich so?

Ja klar. Wer solche Leute an Stellen sitzen hat, wo sie was zu entscheiden haben, der braucht keine Taliban mehr.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 04. Oktober 2013, 19:59:59
Ja klar. Wer solche Leute an Stellen sitzen hat, wo sie was zu entscheiden haben, der braucht keine Taliban mehr.

Die halten sich aber für Kämpfer der guten Sache, und das verschafft eine kaum anfechtbare Legitimation.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 04. Oktober 2013, 20:29:25
Die halten sich aber für Kämpfer der guten Sache, und das verschafft eine kaum anfechtbare Legitimation.

Genau wie bei den Taliban.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Moody am 04. Oktober 2013, 20:34:28
der Glaube richtet es halt.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 04. Oktober 2013, 20:49:24
Es sollen sogar schon welche geglaubt haben, die Herrenrasse zu sein.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 04. Oktober 2013, 21:55:02
Ich habe so meine Probleme damit, wenn jemand andere zum "richtigen Verhalten" zwingen will. Es steckt eine unterschwellige Misanthropie darin, zu glauben, daß die Menschen nicht von sich aus das Richtige tun können.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Kulle am 04. Oktober 2013, 22:10:13
Noch schlimmer wenn sie ihre (Klein)Kinder dabei einspannen. Egal ob Linke oder Atomkraftgegner.
Das schlimmste war als 1989 auf den Dresdner Hauptbahnhof, als der Zug mit den Ausreisebewilligten aus der Prager Botschaft durchfahren sollte, und wir mit wollten, die Polizei uns von den Bahnsteigen runter geknüppelt hat, eine Mutter ihr Kind als Schutzschild gegen die Polizeiknüppel verwendet hat.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 05. Oktober 2013, 12:28:55
(http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/81/Lustige_Naturgeschichte_oder_Zoologia_comica_62.jpg)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 05. Oktober 2013, 14:28:14
Meinst Du Dich damit?

Das Klima verhält sich halt nicht politisch korrekt...
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 05. Oktober 2013, 18:11:27
Ich frage mich gerade, ob man mit Einkaufen im Bioladen und Mülltrennung nicht nur die höhere Form des Sand-in-den-Kopf-Steckens betreibt.

Nicht, daß das schlecht ist und die Tomaten schmecken da vielleicht wirklich besser, aber der Ressourcen- und Energiefootprint eines westlichen Lebensstils wird dadurch keinen Deut geringer. Das geht nur durch radikalen Verzicht. Und vielleicht nicht mal dadurch, denn die "Bereitstellungskosten" von Ressourcen und Infrastruktur sind dann immer noch da.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 05. Oktober 2013, 19:17:23
Es sollen sogar schon welche geglaubt haben, die Herrenrasse zu sein.
Arschloch!
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 05. Oktober 2013, 19:42:01
Ich frage mich gerade, ob man mit Einkaufen im Bioladen und Mülltrennung nicht nur die höhere Form des Sand-in-den-Kopf-Steckens betreibt.

Mit Ersterem mit Sicherheit.

Müll Trennen halte ich dagegen für überwiegend sinnvoll, so weit man sicher sein kann, daß das wirklich wiederverwertet wird, wie z.B. Weißblech- und Aluminiumdosen oder die Glas- und Papiercontainer. Der Rest landet doch trotz grünem Punkt mit dem anderen Müll in der Müllberbrennung.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 05. Oktober 2013, 19:51:55
Arschloch!

Wenn ich täglich erlebe, daß Fußgänger von militanten Radfahrern wie Dreck behandelt werden, scheint mit da einiges Herrenmenschenpotential zu schlummern.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 05. Oktober 2013, 20:52:37
Die "militanten" Radfahren haben mit ökologischer Verantwowrtung garnichts zu tun. Die sind einfach nur rücksichtslos wie andere auch. Eer Geschrei hier ist echt krank so langsam.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 05. Oktober 2013, 20:55:27
Müll Trennen halte ich dagegen für überwiegend sinnvoll, so weit man sicher sein kann, daß das wirklich wiederverwertet wird, wie z.B. Weißblech- und Aluminiumdosen oder die Glas- und Papiercontainer. Der Rest landet doch trotz grünem Punkt mit dem anderen Müll in der Müllberbrennung.

Wiederverwertung ist definitiv sinnvoll, aber nicht die Mülltrennung, die wier betreiben, denn das ist gar keine Trennung. Oder schneidet hier irgendwer Tetrapacks auseinander und fitzelt immer schön die Reste der Metallfolie vom Joghurtbecher? Ganz zu schweigen von Dosen, die aus verschiedenen Metallen bestehen, Verpackungen aus verschiedenen Plastiksorten usw. Und dann müßte man eigentlch 20 verschiedene gelbe Beutel abgeben. Dazu kommt dann noch der ökologische Unsinn, den Müll mit warmem Wasser abzuspülen.

Das können die Maschinen in den Recyclyinganlagen alles viel besser und tun es sowieso noch mal. Daß wir uns zu Hause damit abplagen, ist einfach nur Konditionierung.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 05. Oktober 2013, 20:56:30
Die "militanten" Radfahren haben mit ökologischer Verantwowrtung garnichts zu tun. Die sind einfach nur rücksichtslos wie andere auch. Eer Geschrei hier ist echt krank so langsam.

Es ist aber weder krank noch Geschrei. Es ist einfach nur nicht konform.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 05. Oktober 2013, 22:33:25
Ich frage mich gerade, ob man mit Einkaufen im Bioladen und Mülltrennung nicht nur die höhere Form des Sand-in-den-Kopf-Steckens betreibt.

Nicht, daß das schlecht ist und die Tomaten schmecken da vielleicht wirklich besser, aber der Ressourcen- und Energiefootprint eines westlichen Lebensstils wird dadurch keinen Deut geringer. Das geht nur durch radikalen Verzicht. Und vielleicht nicht mal dadurch, denn die "Bereitstellungskosten" von Ressourcen und Infrastruktur sind dann immer noch da.
selbst wenn schland den Co2 Ausstoß auf Null reduzieren würde, würde die Erderwärmung 2100 4 Grad betragen.
Es ist einfach lächerlich, was dem Bürger hier aus Glaubensprinzipien aufoktroiert wird.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 05. Oktober 2013, 23:24:59
Die "militanten" Radfahren haben mit ökologischer Verantwowrtung garnichts zu tun.

Da hast Du objektiv Recht. Auf meinem morgendlichen Fußweg vom Parkplatz ins Büro kreuze ich allerdings die Einflugschneise einer Privatschule und flüchte dort nicht vor SUVs, sondern vor ökologisch korrekten radfahrenden Gutmenschen und Gutmenschinnen, die rücksichtslos mitsamt ihrer Brut über die Gehwege brettern und alles über den Haufen fahren, was ihnen in die Quere kommt. Die sind halt moralisch besser; die dürfen das...

Zitat
Eer Geschrei hier ist echt krank so langsam.

Keiner schreit hier; wir sind alle ganz ruhig. Hier ist auch keiner "rechts", nur weil er Deine (?) Meinung nicht teilt. Vielleicht nimmst Du einfach selbst mal den Kopf aus dem Sand und denkst selbst, statt irgendwelche politisch korrekten Glaubenssätze nachzuplappern.

Mich würde z.B. mal interessieren, was Du von dem obigen Artikel mit der Ökodiktatur hältst, immerhin hast Du das Ding ja gepostet.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 06. Oktober 2013, 14:36:26
Meinst Du Dich damit?

Das Klima verhält sich halt nicht politisch korrekt...
Damit meine ich Typen, die zu faul sind nachzudenken, zu bequem, Verhaltensänderungen in Betracht zu ziehen und das ganze noch mit blöden "männlichen" Sprüchen garnieren.

Spießer eben.

Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 06. Oktober 2013, 14:39:38
Mich würde z.B. mal interessieren, was Du von dem obigen Artikel mit der Ökodiktatur hältst, immerhin hast Du das Ding ja gepostet.
Ironisch ist, dass ich an einer anderen Front heftig gegen die "ökotaliban" andiskutiere.

Leider wird es entweder eine solche Diktatur oder eine immer weiter ausufernde Katastrophe geben. Beides will ich nicht, aber das Zeitfenster für ein gutes Ende ist wohl zu.

Herzlichen Glückwunsch, Iht "starken", "individualistischen" "Männer".
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 06. Oktober 2013, 14:44:33
Du verstehst nicht.

Die Welt geht nicht unter, nur unsere Art, und natürlich ein paar andere Spezies als Kollateralschaden.

Da der Mensch es nicht schaffen wird, das Leben auf diesem Planeten komplett auszulöschen, wird es damit auch irgendwie weitergehen. Nur ohne uns.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 06. Oktober 2013, 14:49:37
zu bequem, Verhaltensänderungen in Betracht zu ziehen

Es gibt einen Unterschied zwischen einer wirklichen Verhaltensänderung und der (zwangsweisen) Einübung irrationaler, neurotischer Zwangshandlungen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 06. Oktober 2013, 14:56:26
wenn ich hinzufügen darf:

die aufgrund völlig ungesicherter Erkenntnisse auf reinem Glauben basieren, die wirklichen probs aber nicht wirklich in Angriff nehmen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 06. Oktober 2013, 14:58:59
Und soviel zum Thema "Gutmenschen":

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.goeppingen-neonazis-drohen-mit-mord.17222dd9-0cde-4b8e-bdd2-c0f84c8f0af7.html
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 06. Oktober 2013, 15:07:54
Gutmensch (http://de.wikipedia.org/wiki/Gutmensch).

Begreif´s doch endlich. Nur weil Nazis jemanden als Gutmenschen bezeichnen heißt das nicht, daß er einer ist.  :P
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 07. Oktober 2013, 03:35:50

Widersprüchliche Prognosen: Forscher entdecken Unstimmigkeiten im Uno-Klimabericht (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/vorhersagen-im-5-ipcc-bericht-2013-kritik-am-uno-klimareport-a-926348.html)

Anhaltenden Alarm vor zunehmenden Flusshochwassern, Dürren, Hurrikanen und Tornados bezeichnet Pielke angesichts der mittlerweile glimpflichen Forschungsergebnisse zu den Themen als "Zombie-Wissenschaft".
...
Im Hauptreport wird ganz offen das Problem des 15-jährigen Hiatus thematisiert: "Dort steht eindeutig, dass nur drei von 114 Klimasimulationen den Trend der letzten 15 Jahre wiedergeben können und dass der Grund für diese Abweichung zwischen Modellen und Beobachtungen unklar bleibt", sagt der Klimatologe Eduardo Zorita vom Helmholtz-Zentrum GKSS.
...
Auf der Pressekonferenz in Stockholm hatte es der Reporter einer britischen Boulevardzeitung gewagt, den IPCC-Wissenschaftlern auf dem Podium die ketzerische Frage zu stellen, warum Computersimulationen die Pause beim Temperaturanstieg in den letzten 15 Jahren nicht vorhergesehen haben. "Ihre Frage ist falsch gestellt", rüffelte der Chef der Welt-Meteorologischen Organisation WMO, Michel Jarraud, den Reporter.


Also mir scheint, daß da viel High-Tech-Stochern-im-Nebel betrieben wird.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 07. Oktober 2013, 03:38:44
Leider wird es entweder eine solche Diktatur oder eine immer weiter ausufernde Katastrophe geben. Beides will ich nicht, aber das Zeitfenster für ein gutes Ende ist wohl zu.

Und die dritte Möglichkeit, nämlich daß es keine Katastrophe gibt, kommt nicht in Betracht?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 07. Oktober 2013, 09:56:36
mal angenommen, wir menschen seien klein und dumm. so, wie wir die ameisen sehen....

nehmen wir mal an, die erde sei ein lebewesen einer höheren ordnung, so wie wir  für  die  ameisen....
dann sind wir wie die flöhe auf dem igel.- parasiten....

das fiese an der idee ist, wir können das gegenteil nicht beweisen.    :evil
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 07. Oktober 2013, 10:42:50
Und die dritte Möglichkeit, nämlich daß es keine Katastrophe gibt, kommt nicht in Betracht?

Theoretisch schon; praktisch glaube ich das allerdings nicht. Zu den "natürlichen" Klimaschwankungen kommt viel zu viel menschengemachter Mist. Ich glaube schon, daß ein wesentlicher Teil der Klimaveränderungen auf das Eingreifen des Menschen zurückzuführen ist. Man hält es aber nicht mit Amuletten, Gebeten oder Umweltzonen auf.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 07. Oktober 2013, 10:47:05
nehmen wir mal an, die erde sei ein lebewesen einer höheren ordnung, so wie wir  für  die  ameisen....

Man muß nicht immer gleich auf die spirituelle Ebene mit höheren Wesen und so einem Kram gehen. Daß dieser Planet mit dem Parasiten Mensch befallen ist, ist offensichtlich. Aber ich glaube auch nicht, daß der Parasit es schaffen wird, seinen Wirt zu töten. Der Wirt muß nur zukucken, bis unsere Art sich selbst ausgerottet hat.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 07. Oktober 2013, 10:58:34
Wie sollte das gehen? alles Leben vernichten? schonmal im Osten gewesen und ne Industriebrache gesehen? nach 30 Jahren holt der Ball sich wieder was ihm gehört.

- den Ball selbst vernichten? das höchste was Mensch kann ist Hiroschima...Bikinis... das ist nichts bleibendes, nchtmal Tschernobyl ist von Dauer.

Was uns in nächster Zeit gelingen kann ist alles von uns zu erlösen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 07. Oktober 2013, 11:05:36
Was uns in nächster Zeit gelingen kann ist alles von uns zu erlösen.

Für den Planeten wäre das ein echter Fortschritt.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Frühstücksdirektor am 07. Oktober 2013, 11:51:34
Wenn die Menschheit ausgerottet wäre, würde wenigstens endlich der Spam hier im Forum aufhören.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 07. Oktober 2013, 13:22:57
sicher?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Frühstücksdirektor am 07. Oktober 2013, 13:36:12
Nein, ehrlich gesagt nicht.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 07. Oktober 2013, 15:00:59
Theoretisch schon; praktisch glaube ich das allerdings nicht. Zu den "natürlichen" Klimaschwankungen kommt viel zu viel menschengemachter Mist.

Selbst dann stellt sich die Frage nach der Katastrophe. Mir scheint, daß der Gedanke, daß selbst eine Klimaveränderung am Ende keine Katastrophe ist, gar nicht vorkommt. Es gab ja selbst in der Menschheitsgeschichte schon stärkere Klimaveränderungen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 07. Oktober 2013, 15:02:37
Für den Planeten wäre das ein echter Fortschritt.

In 500 Mio Jahren ist eh alles vorbei. Da beginnt die Sonne sich so stark auszudehnen, daß hier alles verdampft. Das Leben auf der Erde hat schon die Halbzeit erreicht.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 07. Oktober 2013, 15:24:43
Mir scheint, daß der Gedanke, daß selbst eine Klimaveränderung am Ende keine Katastrophe ist, gar nicht vorkommt.

Ich habe diesen offensichtlichen Gedanken jedenfalls noch nirgends gelesen.

Wobei solche Episoden wie die kleine Eiszeit (http://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Eiszeit) den Menschen schon schwer zu Schaffen gemacht haben.

Und natürlich gehen uns die nicht regenerative Ressourcen auch ohne Klimawandel aus; also kein Grund, sich zurückzulehnen und den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen (vielleicht ist der liebe Gott ja ein Gutmensch...).
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 07. Oktober 2013, 15:34:13
Ich habe diesen offensichtlichen Gedanken jedenfalls noch nirgends gelesen.

Man könnte noch weiter gehen. Im Worst-Case-Szenario, daß sich der Golfstrom umdreht, wird Nordafrika runtergekühlt und bekommt ordentlich Regen ab. Dito in Südamerika. Für uns wird's dann eiskalt, aber für diese Regionen deutlich besser. Die Anpassung von Flora und Fauna wird ein paar Hundert Jahre dauern. Aber was wie und wann passieren wird und welchen Anteil der Mensch hat? Man sollte einfach als Mensch nicht allzusehr rumsauen und verschwenden. Der Klimawandel kann am Ende aber sogar durch 10 Mrd. pupsende Menschen verursacht werden, und dagegen kann man wenig machen.

Zitat
Wobei solche Episoden wie die kleine Eiszeit (http://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Eiszeit) den Menschen schon schwer zu Schaffen gemacht haben.

Weiß ich, auch das "Jahr ohne Sommer", verursacht durch den Ausbruch des Tambora. Aber daran sieht man eben, daß die natürlichen Vorgänge am Ende die dramatischeren sind. Die kommen unvermittelt und viel drastischer.

Zitat
Und natürlich gehen uns die nicht regenerative Ressourcen auch ohne Klimawandel aus; also kein Grund, sich zurückzulehnen und den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen (vielleicht ist der liebe Gott ja ein Gutmensch...).

Natürlich nicht. Zumindest sollte man vorbereitet sein, so daß der Übergang zum Post-Öl-Zeitalter nicht allzu abrupt ist. Letztlich ist aber alles eine Frage der Energiezufuhr. Man kann sogar Erdöl und Kohle herstellen, wenn man die Energie dafür hat. Und ich glaube eher, daß man auf der Seite eine Lösung suchen muß. An einen globalen Wohlstandsverzicht glaube ich nicht.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 07. Oktober 2013, 15:55:25
An einen globalen Wohlstandsverzicht glaube ich nicht.

Der Wohlstandsverzicht ist aber unabdingbar für das Bestrafungs- und Geißelungsbedürfnis der westlichen Intellektuellen.

Der Wohlstand in unserer Ecke wird schon noch weiter abnehmen, auch ohne Klimakatastrophe.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Mattieu am 07. Oktober 2013, 16:09:33
Die Entscheidung, auf Wohlstand zu verzichten, setzt ja den Besitz einen solchen voraus, oder zumindest die Befähigung zur Erlangung desselben. Insofern ist die Ankündigung von Wohlstandsverzicht keine überzeugende Drohkulisse.

Ich glaube auch nicht, dass er nötig sein wird.

Warum sollte man Energie sparen, wenn sie aus rein regenerativen Quellen kommt?
Warum soll ich mir die mit Ökostrom betriebene Elektroheizung nicht auf mukkelige 28 Grad im ganzen Haus einstellen?


Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 07. Oktober 2013, 17:36:51
Die Entscheidung, auf Wohlstand zu verzichten, setzt ja den Besitz einen solchen voraus, oder zumindest die Befähigung zur Erlangung desselben. Insofern ist die Ankündigung von Wohlstandsverzicht keine überzeugende Drohkulisse.

Wohlstand haben wir hier alle, bis hin zum ALG2-Empfänger. Die Fallhöhe ist recht hoch.

Zitat
Warum sollte man Energie sparen, wenn sie aus rein regenerativen Quellen kommt?
Warum soll ich mir die mit Ökostrom betriebene Elektroheizung nicht auf mukkelige 28 Grad im ganzen Haus einstellen?

Ist alles eine Frage des Preises. Ich finde Strom mittlerweile schon teuer genug, um damit kein Haus auf 28 Grad heizen zu wollen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 07. Oktober 2013, 18:05:58
Wenn jeder erst seinen eigenen Strom produziert gibts weder Strommarkt noch Strompreise.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Schelm am 07. Oktober 2013, 18:21:49
Spätestens wenn man alt ist, wird der Wohlstand  aufgelöst..und selbst das ist hier noch Wohlstand ....ich lebe verhältnismäßig bewusst und bescheiden...am Ende sind hier die meisten so oder so alles los...
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 07. Oktober 2013, 19:30:15
Wenn jeder erst seinen eigenen Strom produziert gibts weder Strommarkt noch Strompreise.

Natürlich gibt's dann beides noch, denn den Überschuß wird man dann verkaufen und wenn es davon genug gibt, ist es billig genug, Strom einzukaufen, statt selber x-Tausend Euro für Solarzellen oder Windräder auszugeben. Es wird sich einpendeln. Die Frage ist nur, auf welchem Niveau. Ich sehe jetzt noch nicht, daß Solar- und Windstrom so richtig billig wird.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Kulle am 07. Oktober 2013, 19:40:58
...Ich sehe jetzt noch nicht, daß Solar- und Windstrom so richtig billig wird.
Sollten wir das Problem der Stromzwischenspeicherung im großen Stil gelöst haben, hätten wir es geschafft.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 07. Oktober 2013, 19:59:18
Sollten wir das Problem der Stromzwischenspeicherung im großen Stil gelöst haben, hätten wir es geschafft.

Nee. Erst dann, wenn die EE genug liefert, um auch Spitzen abzudecken und dabei noch die Speicher für die nächste Flaute zu füllen. Und das dann bitte auch noch zu weniger als einem Euro pro kWh. Und dann geht irgendwann der Erneuerungszyklus der abgeschriebenen Anlagen los. Kostet auch noch mal richtig viel.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Kulle am 07. Oktober 2013, 20:09:08
Auch wenn es nur Zukunftsmusik ist. Ich rede in Dimensionen wo wir z.B. im Sommer die gesamte Energie für den nächsten Winter speichern können und mehr. Dann gibt es Geld so wie wir es heute kennen nicht mehr.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Schelm am 07. Oktober 2013, 20:16:33
Solaranlagen brauchen aber ne Menge Platz....die Solarspeicherflächen auf so Einfamilienhäusern reichen gerade mal zum Duschen am Tag...aber immerhin!
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 07. Oktober 2013, 22:27:30
Auch wenn es nur Zukunftsmusik ist. Ich rede in Dimensionen wo wir z.B. im Sommer die gesamte Energie für den nächsten Winter speichern können und mehr. Dann gibt es Geld so wie wir es heute kennen nicht mehr.

Ja, und die Föderation kloppt sich mit dem Dominion.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 07. Oktober 2013, 22:34:22
Solaranlagen brauchen aber ne Menge Platz....die Solarspeicherflächen auf so Einfamilienhäusern reichen gerade mal zum Duschen am Tag...aber immerhin!
Klopp die Dinger in Andalusien zu tausenden in den Boden, dann klappt das auch.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 07. Oktober 2013, 22:48:17
kenau.
Und wegen der ständigen Staubwirbel braucht mann ein riesiges Heer von Leuten, die die Dinger ständig vom Staub befreien. Da herrscht in Spanien auf einmal Vollbeschäftigung. Wahrscheinlich müssen sie noch ein paar Leute einfliegen. Oder sie schwimmen ein.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 07. Oktober 2013, 22:56:15
eben, kommst reingeschwommen kriegst nen handfeger in die hand und darfst nach norden laufen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Kulle am 07. Oktober 2013, 22:57:03
Ja, und die Föderation kloppt sich mit dem Dominion.
;D Nee, aber stell dir mal vor du hast ein modernes Niedrigenergiehaus mit Tiefenwärme und Fotovoltaik und einen 2 x 2 x2 m großen Akku ähnlich wie eine große Autobatterie. Was denkst du brauchst du noch externen Strom?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 07. Oktober 2013, 22:59:14
na, ja, wie viele Niedrigernergiehäuser können wir denn in schland bauen?
Also da, wo Fläche genug wäre, will ja keiner hin.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 07. Oktober 2013, 23:03:13
Ja, und die Föderation kloppt sich mit dem Dominion.
Stimmt auffallend. 8)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Kulle am 07. Oktober 2013, 23:12:43
na, ja, wie viele Niedrigernergiehäuser können wir denn in schland bauen? Also da, wo Fläche genug wäre, will ja keiner hin.
Dann bau die Solarelemente wo keiner hin will und transportiere die Energie wo die Menschen leben wollen. Das geht natürlich nicht mit unseren heute üblichen Wechselstrom.
In Zukunft wir alles nur noch mit Gleichstrom laufen. Da darfste deine heute teure HIFI-Anlage verschrotten.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 07. Oktober 2013, 23:13:00
;D Nee, aber stell dir mal vor du hast ein modernes Niedrigenergiehaus mit Tiefenwärme und Fotovoltaik und einne 2 x 2 x2 m großen Akku ähnlich wie eine große Autobatterie. Was denkst du brauchst du noch externen Strom?

Passivhäuser verbrauchen beim Bau mehr Energie als man später über die Heizkosten sparen kann. Und was braucht man wohl an Energie, um einen 2 x 2 x2 m großen Akku herzustellen?

Noch schlimmer sieht die Bilanz aus, wenn man für das Passivhaus ein bestehendes Haus abreißt.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Kulle am 07. Oktober 2013, 23:16:47
Und in 10 - 20 Jahren gilt das auch noch? Der Akku dürfte dann auch nur noch 0,5 x 0,5 x 0,5 m bei bleicher Energiedichte ausmachen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 07. Oktober 2013, 23:19:44
Dann bau die Solarelemente wo keiner hin will und transportiere die Energie wo die Menschen leben wollen. Das geht natürlich nicht mit unseren heute üblichen Wechselstrom.
In Zukunft wir alles nur noch mit Gleichstrom laufen. Da darfste deine heute teure HIFI-Anlage verschrotten.
ich hör eh nur noch Inetzradio

Andalusien oder Sahara ist ja keine schlechte Idee. Die Folgeprobs wird mann schon in den Griff kriegen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 07. Oktober 2013, 23:40:18
Passivhäuser verbrauchen beim Bau mehr Energie als man später über die Heizkosten sparen kann. Und was braucht man wohl an Energie, um einen 2 x 2 x2 m großen Akku herzustellen?

Noch schlimmer sieht die Bilanz aus, wenn man für das Passivhaus ein bestehendes Haus abreißt.
bei Atomstrom wird die Rechnung auch nur günstiger weil da bei der Müllabfuhr das Verursacherprinzip ausser Kraft ist.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 08. Oktober 2013, 08:48:03
Ich gestehe, ich gehöre auch zu denen.

Aha.

Zitat
Aber das ist auch nicht so einfach, dem zu widerstehen.

Doch, das finde ich schon. Wenn Du mit dem Auto mit 120 durch geschlossene Ortschaften bretterst, macht das auch einen ganz hübschen Adrenalinspiegel. Trotzdem machst Du das nicht, oder?

Schließlich ist das auch kein Spaß; Du kannst jemanden ernsthaft verletzen, wenn Du ihn mit dem Fahrrad anfährst. Unterschätze bitte nicht das Gefährdungspotential, das von einem schnell gefahrenen Fahrrad ausgeht.

Zitat
Das hat m.E. aber nix mit Herrenrasse zu tun.

Bei manchen nicht, bei anderen schon. Ich meinte damit auch ein ganz bestimmtes Klientel von Gut- bzw. Bessermenschen, die ihre Blagen mit dem Fahrrad in die angesagte Privatschule fahren und die Brötchen politisch korrekt bei Alnatura einkaufen. Bei Dir ist es wahrscheinlich eher eine gefährliche Gedankenlosigkeit.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 08. Oktober 2013, 09:54:24
Da sollte man aufpassen, wenn man als Fussgänger die Fahrradspur betritt.

Ds ist der Knackpunkt. In Holland gehen die Radfahrer auch ganz gut zur Sache, aber auf den Radwegen. Da muß man als Fußgänger nun auch wirklich nicht drauf rumlatschen.

In Frankfurt/M. (in anderen deutschen Städten auch, aber hier ist es meiner Meinung nach am Extremsten) scheren die Radfahren sich einen Scheiß um Radwege und heizen in Kamikaze-Manier über die Fußwege. Man kann sich in Frankfurt als Fußgänger nicht mehr wirklich sicher fühlen, und Du wirst eher von einem rücksichtslosen Radfahrer umgebügelt (der mangels Nummernschild unerkannt abhauen kann) als von einem Autofahrer.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Mattieu am 08. Oktober 2013, 09:56:36
Ist alles eine Frage des Preises. Ich finde Strom mittlerweile schon teuer genug, um damit kein Haus auf 28 Grad heizen zu wollen.

Wohlstand bzw. Luxus ist immer eine Frage des Preises.

Mir geht es um die ökologische Komponente. Ich frage mich, was aus der dogmatischen Forderung nach dem Energiesparen wird, wenn alle Energie regenerativ, sprich in unendlicher Verfügbarkeit, bereitsteht.

Und ich werde das Gefühl nicht los, dass man mich dann immer noch nicht nach Herzenslust Energie verbraten lassen würde.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 08. Oktober 2013, 12:29:33
Ich frage mich, was aus der dogmatischen Forderung nach dem Energiesparen wird, wenn alle Energie regenerativ, sprich in unendlicher Verfügbarkeit, bereitsteht.

Dann wird bestimmt ein Straftatbestand "unmoralischesangemessenes Heizen" eingeführt.  8)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 08. Oktober 2013, 12:43:39
bei Atomstrom wird die Rechnung auch nur günstiger weil da bei der Müllabfuhr das Verursacherprinzip ausser Kraft ist.

Stimmt so nicht ganz. Die Konzerne zahlen schon für die Lagerung. Die Politik kann sich aber nicht einigen, wo sie das Endlager haben will. Deshalb ist es auch nicht verkehrt, wenn einen Teil der Kosten der Staat trägt, wenn der ständig die Regeln ändert bzw. die Erkundung gleich ganz verbietet, weil man im schönen Bayern zwar Atomkraftwerke, aber kein Endlager haben will.

Da hätte man von Anfang an sagen sollen: wir wollen keine Endlagerung, also wollen wir keine Atomenergie. Das war aber damals nicht die Beschlußlage und nachträglich die Regeln zu ändern geht nicht einfach so, ohne sich an den Kosten zu beteiligen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 08. Oktober 2013, 12:45:28
Ich gestehe, ich gehöre auch zu denen. Aber das ist auch nicht so einfach, dem zu widerstehen. Bei Fahrradfahren hast du relativ einfach mal einen richtig hohen Adrenalinspiegel, wenn du am Berg an der Ampel anfährst und 20 Autofahrer hinter dir genervt sich an dir vorbeiquetschen.

Das ist alles kein Grund, nachts ohne Licht zu fahren und Kreuzungen bei Rot in der falschen Richtung mit Handy am Ohr zu überqueren. Leider ist das der Normallfall.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 08. Oktober 2013, 12:47:55
Wohlstand bzw. Luxus ist immer eine Frage des Preises.

Es ist eine Frage von Technologie und Ressourcen.

Zitat
Mir geht es um die ökologische Komponente. Ich frage mich, was aus der dogmatischen Forderung nach dem Energiesparen wird, wenn alle Energie regenerativ, sprich in unendlicher Verfügbarkeit, bereitsteht.

Dann suchen die sich was neues. Haben sie ja auch schon gefunden: Wasser sparen. Komplett sinnlos, aber kaum hinterfragt.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 08. Oktober 2013, 12:51:49
Wasser sparen. Komplett sinnlos

Warum?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 08. Oktober 2013, 13:18:55
Warum?

Uns wird gerne mit der Wasserknappheit in Südspanien oder der Sahelzone gedroht, aber wir haben hier genug Wasser und die Sahelzone wird auch nicht grüner, wenn wir weniger verbrauchen. Unser Verbrauch führt ja nicht zu einem Defizit dort.

Durch unsere manische Sparerei trocknet unsere Kanalisation aus, weshalb die Wasserwerke zumindest in Berlin regelmäßig mit Trinkwasser durchspülen. In anderen Städtten wahrscheinlich auch. Das Sparen ist auch deshalb sinnlos, weil am Ende niemand an der Wasserrechnung spart, wenn alle weniger verbrauchen. Dann wird einfach der Kubikmeter teurer. Für den einzelnen gut, aber wenn es alle machen sinnlos. Ein Prisoners Paradoxon.

Aber man hat uns eingebimmst, daß man Wasser sparen muß.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 08. Oktober 2013, 13:23:24
Stimmt so nicht ganz. Die Konzerne zahlen schon für die Lagerung. Die Politik kann sich aber nicht einigen, wo sie das Endlager haben will. Deshalb ist es auch nicht verkehrt, wenn einen Teil der Kosten der Staat trägt, wenn der ständig die Regeln ändert bzw. die Erkundung gleich ganz verbietet, weil man im schönen Bayern zwar Atomkraftwerke, aber kein Endlager haben will.

Da hätte man von Anfang an sagen sollen: wir wollen keine Endlagerung, also wollen wir keine Atomenergie. Das war aber damals nicht die Beschlußlage und nachträglich die Regeln zu ändern geht nicht einfach so, ohne sich an den Kosten zu beteiligen.
Uih, du hälst "Lagerung" für Abfuhr? auch nicht schlecht.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 08. Oktober 2013, 14:23:19
Uih, du hälst "Lagerung" für Abfuhr? auch nicht schlecht.

sorry, ich hielt "Müllabfuhr" für eine flapsige Umschreibung von "Endlagerung". Ich kann ja nicht wissen, daß du damit wirklich die Müllabfuhr meinst. Insofern sorry dafür, daß ich das Thema verfehlt habe. Ich glaube trotzdem, daß die Stadtreinigung dann doch der falsche Ansprechpartner ist, aber da will ich dir nicht reinreden.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 08. Oktober 2013, 14:31:31
ich meine nur dadurch das wir den Krempel nen paar meter tief in Salzwasser lagern sollten wir das nicht gleich Endlager nennen...die Kosten kommen erst noch.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 08. Oktober 2013, 14:31:38
Unser Verbrauch führt ja nicht zu einem Defizit dort.

Nein, aber u.U. zu einem Defizit im Umgeld von Großverbrauchern. Frankfurt/M. bezieht einen erklecklichen Anteil (wie groß, weiß ich nicht; müßte man mal herausfinden) seines Trinkwassers aus dem Umland, d.h. aus dem Taunus und dem hessischen Ried. In trockenen Sommern haben die Bauern unten im Ried schon mal Probleme mit ihren Pumpen auf den Feldern, wenn der Grundwasserspiegel weiter absinkt. Auch hier müßte man natürlich an Zahlen herankommen, wie viel Wasser dem Umland entzogen wird, um es nach Frankfurt zu pumpen. Ich kann verstehen, daß die Frankfurter kein gefiltertes Mainwasser trinken wollen (wirklich widerwärtig, wenn man z.B. in Frankfurt Sachsenhausen den Wasserhahn aufdreht), aber man kann auch nicht wie ein Schwamm das Umland leersaugen.

Ein anderes Ding ist, ob man es sich auf Dauer wird leisten können, Trinkwasser für Klospülung etc. zu verblasen, oder ob es dafür auch "schlechteres" Wasser tut.

Ich habe einen Brunnen auf dem Grundstück und überlege, z.B. die Waschmaschine und den Geschirrspüler mit dem Brunnenwasser zu betreiben. Dieser Vergleich hinkt natürlich auch, denn ich halte mein Brunnenwasser für nicht schlechter als das Leitungswasser; es "fehlt" ihm halt der Segen irgendeines Gurus der unteren Wasserbehörde und darf deshalb offiziell nicht getrunken werden.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 08. Oktober 2013, 15:03:14
ich meine nur dadurch das wir den Krempel nen paar meter tief in Salzwasser lagern sollten wir das nicht gleich Endlager nennen...die Kosten kommen erst noch.

Das sind laufende Kosten, die aus den Einnahmen der jeweiligen Periode bezahlt werden. Klappt jetzt und wird es auch in Zukunft.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 08. Oktober 2013, 15:09:42
Nein, aber u.U. zu einem Defizit im Umgeld von Großverbrauchern. Frankfurt/M. bezieht einen erklecklichen Anteil (wie groß, weiß ich nicht; müßte man mal herausfinden) seines Trinkwassers aus dem Umland, d.h. aus dem Taunus und dem hessischen Ried. In trockenen Sommern haben die Bauern unten im Ried schon mal Probleme mit ihren Pumpen auf den Feldern, wenn der Grundwasserspiegel weiter absinkt.

Wußte ich nicht. Klingt aber eher nach schlechtem Wassermanagement. In Berlin gibt's solche Probleme nicht.

Zitat
Ein anderes Ding ist, ob man es sich auf Dauer wird leisten können, Trinkwasser für Klospülung etc. zu verblasen, oder ob es dafür auch "schlechteres" Wasser tut.

Kann man machen, wäre sicher besser als die Wassermenge weiter zu reduzieren. Irgendwann habe ich mal gehört, daß den Wasserwerken die Spartasten nicht gefallen und sie eine Mindestmenge pro Spülung vorschreiben wollen. Für den Wasserpreis ist das aber irrelevant. Wasser wird dann einfach teurer, wenn weniger verkauft wird.

Zitat
Ich habe einen Brunnen auf dem Grundstück und überlege, z.B. die Waschmaschine und den Geschirrspüler mit dem Brunnenwasser zu betreiben. Dieser Vergleich hinkt natürlich auch, denn ich halte mein Brunnenwasser für nicht schlechter als das Leitungswasser; es "fehlt" ihm halt der Segen irgendeines Gurus der unteren Wasserbehörde und darf deshalb offiziell nicht getrunken werden.

Spülen und Waschen darf man damit sicher. Obwohl, vielleicht darf man nur Wasser entsorgen, das man auch von den Wasserwerken bezogen hat. Es ist ja keine Vorschrift zu absurd.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 08. Oktober 2013, 15:34:43
vielleicht darf man nur Wasser entsorgen, das man auch von den Wasserwerken bezogen hat. Es ist ja keine Vorschrift zu absurd.

Es gibt Kommunen, die Dir an Deinen Brunnen einen Wasserzähler montieren und Dich dafür abkassieren. Aus diesem Grund werden die meisten Brunnen schwarz gebohrt, d.h. nicht bei der Stadt- / Gemeindeverwaltung angemeldet; man weiß ja nie, auf was für Ideen die Verwaltung einr klammen Kommune noch kommt. Da einer meiner Nachbarn ein Obermensch der örtlichen Baubehörde ist, konnte ich mit der Idee nicht mal liebäugeln. Ich hoffe, seinen eigenen Brunnen hat er auch ordnungsgemäß angemeldet.  ;)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 08. Oktober 2013, 16:20:55
Manche Kommunen kassieren eine Abwassergebühr für den Regen, der im Garten versickert.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 08. Oktober 2013, 16:54:33
Ökostrom-Umlage steigt auf 6,3 Cent (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/oekostrom-umlage-steigt-auf-6-3-cent-a-926783.html)

Manchmal ist es gut, kein 5-Personen-Haushalt zu sein.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 08. Oktober 2013, 17:01:16
Manche Kommunen kassieren eine Abwassergebühr für den Regen, der im Garten versickert.

Ich glaube, da verwechselst Du was. Bei uns kassieren die Abwassergebühr für versiegelte Flächen, also für Grundstücksflächen, wo der Regen eben nicht versickern kann, sondern im Kanal abläuft. Alles andere wäre Quatsch.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 08. Oktober 2013, 18:15:37
Ich glaube, da verwechselst Du was. Bei uns kassieren die Abwassergebühr für versiegelte Flächen, also für Grundstücksflächen, wo der Regen eben nicht versickern kann, sondern im Kanal abläuft. Alles andere wäre Quatsch.

Stimmt, man muß nur für Regenwasser zahlen, das in die Kanalisation geht. Aber umgekehrt muß man eine Abwassergebühr auf Trinkwasser zahlen, das man im Garten vergießt. Es sei denn, man hat eine separate Leitung mit Zähler.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 08. Oktober 2013, 18:59:07
Du hast betrunken vergessen.

betrunken weiß ich nicht, aber der Knaller war wirklich mal einer, der nachts, ohne Licht, einhändig mit Handy am Ohr, in der falschen Richtung über den Fußgängerüberweg fuhr. Aber hast Recht, eigentlich geht das nur betrunken.

Cool finde ich auch immer die, die an einer roten Ampel mit Verkehr nicht halten wollen, wahrscheinlich, weil das uncool ist. Sondern einen Halbkreis über die erste Spur fahren, wenn die frei ist, dann zurück zum Straßenrand kommen und dann wieder einen Halbkreis über die Spur fahren. Solange, bis die gegenüberliegende Spur endlich frei ist.

Ein Klassiker sind auch welche, die einen anderen Radfahrer überholen, ohne mal kurz nach links hinter sich zu schauen. Oder wie gestern gesehen, eine Straße nicht auf kürzestem Weg überqueren, sondern als Geisterfahrer auf der falschen Spur fahren bis die andere Spur frei ist und dann in einer langen Diagonale überqueren. Gerade rechtzeitig, um dem Gegenverkehr auszuweichen.

Da gibt's so einiges an Stunts, wo man sich an den Kopf faßt - und ich fahre selber viel Fahrrad.

Und nachts ohne Licht? Ist eh Standard.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Schelm am 08. Oktober 2013, 19:54:54
Ich fahr ja echt gerne Fahrrad.. und auch nur auf den Fahrradwegen .. früher bin ich  auch gerne darauf schnell gefahren..keine Frage...mittlerweile habe ich mir ein gewisses bremsakzeptables Tempo angewöhnt... weil ich durch die in den Fahrradweg rennenden/gehenden Fußgänger oftmals so gestürzt bin... dass es eher mir weh tat...(habe ja immer meine Lenkerstange rumgerissen).. und selbst das half nicht...die gehen hinter kleinbusen am parkplatz plötzlich raus..ok.. ich gebe es zu... ich fahre mittlerweile nur noch Schrittgeschwindigkeit...in der Stadt geht es zum Eigenschutz nicht anders...und um niemanden zu gefährden... aber radikale  Verkehrsteilnehmer sehe ich in allen Bereichen .. nicht alle klar..aber überall (Fußgänger, Fahrradfahrer, Dreiräder, Bobycars,  motoriesierte Teilnehmer...und auch manchmal auch Pferde mit deren Reiter  :.) !!
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 08. Oktober 2013, 20:24:48
...

Ich habe einen Brunnen auf dem Grundstück und überlege, z.B. die Waschmaschine und den Geschirrspüler mit dem Brunnenwasser zu betreiben. Dieser Vergleich hinkt natürlich auch, denn ich halte mein Brunnenwasser für nicht schlechter als das Leitungswasser; es "fehlt" ihm halt der Segen irgendeines Gurus der unteren Wasserbehörde und darf deshalb offiziell nicht getrunken werden.
lass mal spaßeshalber nen Wassertest machen. Kannst auch einfach nur mal ein paar Liter durch nen Teefilter gießen. Ziemlich viel organischer Schweinkram, der da drin herumschwimmt. Und Algen. Für die Toilettenspülung würds gehen, wenn dich ne grüne Schüssel nicht stört.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 08. Oktober 2013, 22:03:58
Ich gestehe, ich gehöre auch zu denen. Aber das ist auch nicht so einfach, dem zu widerstehen. Bei Fahrradfahren hast du relativ einfach mal einen richtig hohen Adrenalinspiegel, wenn du am Berg an der Ampel anfährst und 20 Autofahrer hinter dir genervt sich an dir vorbeiquetschen.

Dafür gibt's aber den "Idiotentest", der die psychische Eignung für den Straßenverkehr feststellen soll. Scherz beiseite. Man muß sich einfach selber beobachten und im Zaum halten. Das muß man im Auto auch. Gibt genug Idioten, die mit ihrem Kamikaze-Stil nur deswegen durchkommen, weil die anderen vernünftig sind.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Moody am 08. Oktober 2013, 22:07:32
oder auch nicht.
Hier hat ein Videowagen den einen oder anderen Erfolg und zieht Raser und Verkehrsgefährder aus dem Verkehr.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 08. Oktober 2013, 22:31:15
oder auch nicht.
Hier hat ein Videowagen den einen oder anderen Erfolg und zieht Raser und Verkehrsgefährder aus dem Verkehr.

Ich hätte so eine Kamera gerne im Auto, so wie viele Russen. Ich war neulich auf der Autobahn und es war relativ leer. Meine Karre fährt ja nun mal nur mit Mühe 150, also bin ich meist so bei 120-130 und auch meist auf der rechten Spur. Da war ich hinter einem LKW und wollte den überholen. Hinten sehe ich einen kommen, aber der war noch relativ weit weg, vielleicht 300 m. Also so weit, daß man nicht erkennen kann, ob und um wie viel schneller der ist. Ich geh also links raus, tret auf's Gas und der kommt von hinten mit einem Affenzahn näher mit sicher mehr als 200. Er hätte einfach nur mal ein Stück vom Gas gehen müssen. Kein Problem. Er fährt aber bis auf meinen Allerwertesten auf, macht Lichthupe usw.

Der fühlte sich nun von mir genervt. Also ich vor dem LKW wieder rechts rein. Er vor mir auch und geht voll auf die Klötzer der Arsch. Hätte ich in dem Moment nicht aufgepaßt, wäre ich ihm raufgeknallt.

Sowas gehört einfach nicht in den Verkehr. Wie kommen die damit nur durch?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Moody am 08. Oktober 2013, 22:32:56
Zeugen im Auto, Kamera und gut ist. Frag yossi, ich glaub, so was ist ziemlich teuer.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 08. Oktober 2013, 22:37:15
Zeugen im Auto, Kamera und gut ist. Frag yossi, ich glaub, so was ist ziemlich teuer.

War leider alleine unterwegs. Ich war so perplex. Ich konnte mir nicht mal die Nummer merken.

Ich habe auch so eine Lieblingskreuzung auf dem Arbeitsweg, wo ich rechts abbiegen muß. Es gibt 3 Spuren, nur eine ist die Abbiegespur. Rechts ist ein Fahrradweg. Man muß also wirklich aufpassen und sich nach rechts drehen und aufpassen. Trotzdem wird es von Jahr zu Jahr üblicher, von der Mittelspur abzubiegen. Die wollen einfach nich wie jeder andere in die Schlange rein. Also mache ich jetzt einen kurzen Blick nach links, ob sich da einer reindrängelt, in der Hoffnung daß nicht rechts ein Fahrradfahrer im toten Winkel verschwindent. Die blinken ja auch nicht vorher. Die wollen ja nicht vom Hintermann angehupt werden. Also denkt man, die fahren alle anständig geradeaus.

Und es sind nie die billigen Autos. Immer irgendwelche Mittel- und Oberklasselimousinen.... und Taxis.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Moody am 08. Oktober 2013, 22:45:10
Ist wohl so: Die Arschlöcher werden nicht weniger, sondern mehr.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 09. Oktober 2013, 00:23:10
...
Wasser sparen. Komplett sinnlos, aber kaum hinterfragt.
Wahre Worte!
Schland ist kein Wassernotstandsgebiet. Das Nullsummenspiel hat Araxas schon genau dargestellt.

Passiert auch im Kleinen: Ein Sanitärfachmann hat mir letztens erzählt, dass er in einem Haus ein Rohr austauschen musste, das durch Urinstein völlig dicht war. Die hatten immer nur die Kurzspültaste betätigt. Dass die Reparatur erheblich teurer war, als das, was sie an Wasser und Abwasserkosten gespart hatten, ging ihnen dann auch auf.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 09. Oktober 2013, 08:51:06
lass mal spaßeshalber nen Wassertest machen. Kannst auch einfach nur mal ein paar Liter durch nen Teefilter gießen. Ziemlich viel organischer Schweinkram, der da drin herumschwimmt. Und Algen. Für die Toilettenspülung würds gehen, wenn dich ne grüne Schüssel nicht stört.

Mein Wasser ist im Frühjahr rot wegen Rotalgen. Ansonsten gibt es für diese Hauswasseranlagen ganz gute Filtersysteme.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 09. Oktober 2013, 08:57:37
Wie kommen die damit nur durch?

Die machen das nur, wenn sie sich ziemlich sicher sind, daß Du keine Zeugen hast; das sind echte Profiarschlöcher. Etwas ähnliches ist mir vor ein paar Wochen auf der A3 auch passiert. Du hättest wenigstens noch den Lastwagenfahrer hinter Dir als Zeugen gehabt.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 09. Oktober 2013, 09:24:29
Radeln ohne Regeln (http://www.dekra.de/de/pressemitteilung?p_p_lifecycle=0&p_p_id=ArticleDisplay_WAR_ArticleDisplay&_ArticleDisplay_WAR_ArticleDisplay_articleID=5344495)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 09. Oktober 2013, 12:55:18
Radeln ohne Regeln (http://www.dekra.de/de/pressemitteilung?p_p_lifecycle=0&p_p_id=ArticleDisplay_WAR_ArticleDisplay&_ArticleDisplay_WAR_ArticleDisplay_articleID=5344495)

Ich fahre selber jeden zweiten Tag Fahrrad. Über Autofahrer kann ich mich weit weniger beschweren als über Radfahrer. Und an meiner Clavikulafraktur war auch ein anderer Radfahrer schuld.

Im Auto habe ich nachts bei Regen immer Schiß, daß ich mal so einen Idioten, der ohne Licht fährt, erwische. Die wissen gar nicht, daß sie dann unsichtbar sind. Wenn man beide Seiten kennt, hilft das schon.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Teppichporsche am 21. Oktober 2013, 10:48:32
Ich hätte so eine Kamera gerne im Auto, so wie viele Russen. Ich war neulich auf der Autobahn und es war relativ leer. Meine Karre fährt ja nun mal nur mit Mühe 150, also bin ich meist so bei 120-130 und auch meist auf der rechten Spur. Da war ich hinter einem LKW und wollte den überholen. Hinten sehe ich einen kommen, aber der war noch relativ weit weg, vielleicht 300 m. Also so weit, daß man nicht erkennen kann, ob und um wie viel schneller der ist. Ich geh also links raus, tret auf's Gas und der kommt von hinten mit einem Affenzahn näher mit sicher mehr als 200. Er hätte einfach nur mal ein Stück vom Gas gehen müssen. Kein Problem. Er fährt aber bis auf meinen Allerwertesten auf, macht Lichthupe usw.

Der fühlte sich nun von mir genervt. Also ich vor dem LKW wieder rechts rein. Er vor mir auch und geht voll auf die Klötzer der Arsch. Hätte ich in dem Moment nicht aufgepaßt, wäre ich ihm raufgeknallt.

Sowas gehört einfach nicht in den Verkehr. Wie kommen die damit nur durch?

Würde denn eine Autokamera als Beweis gelten? Mir ist sowas auch schon ein paar mal passiert und ich denke, dass man solche Leute aus dem Verkehr ziehen sollte ... der Gesundheit zuliebe.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Teppichporsche am 22. Oktober 2013, 09:37:42
Ironisch ist, dass ich an einer anderen Front heftig gegen die "ökotaliban" andiskutiere.

Es ist -glaube ich- weniger ironisch als komplett widersprüchlich.

Leider wird es entweder eine solche Diktatur oder eine immer weiter ausufernde Katastrophe geben. Beides will ich nicht, aber das Zeitfenster für ein gutes Ende ist wohl zu.

Shit. Dann müssen wir wohl alle sterben!

Herzlichen Glückwunsch, Iht "starken", "individualistischen" "Männer".

Danke!
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 22. Oktober 2013, 09:48:59
Würde denn eine Autokamera als Beweis gelten?

Es ist mit Sicherheit hilfreich. Wo man den Beweiswert anzusiedeln hat, dann Dir Stachelhaut aber besser erklären als ich; er ist (bzw. war) Fachanwalt für Strafrecht.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 22. Oktober 2013, 09:50:49
Es ist -glaube ich- weniger ironisch als komplett widersprüchlich.

Besonders stringent ist es jedenfalls nicht.

Wo steckt denn der Conte? Schmollt er noch?

Zitat
Dann müssen wir wohl alle sterben!

Daran führt kein Weg vorbei, so oder so.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Mattieu am 22. Oktober 2013, 10:07:22
Wo steckt denn der Conte? Schmollt er noch?

Das, oder er folgt gerade wieder einer Tuss auf den Leim.

In der Phase, in der er meint, was besseres zu haben, ist hier von ihm dann Sendepause.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Teppichporsche am 22. Oktober 2013, 16:51:07
Besonders stringent ist es jedenfalls nicht.

Ich bin natürlich auch nicht stringtangent.

Daran führt kein Weg vorbei, so oder so.

Vor allem nach dem heutigen Mittagessen. Uiuiui.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 25. Oktober 2013, 11:06:32
Es ist -glaube ich- weniger ironisch als komplett widersprüchlich.
Es ist lediglich eine Frage des Standpunktes der Leute, die mich missverstehen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 25. Oktober 2013, 11:23:28
Oder des eigenen Standpunktes, mißverstanden werden zu wollen.

Hast Du eigentlich einen eBook Reader? Dann würde ich Dir mal "Zen & the Art of Motorcycle Maintenance" rüberwerfen. Ich glaube, da steht einiges drin, was zum Verständnis vom Kommunikationschwierigkeiten beiträgt. Ein herrliches, philosophisches Buch; auch wenn es nicht wirklich was mit Zen oder Motorrädern zu tun hat. Es hätte genausogut Kant und die Kunst des Eierlegens heißen können.

Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 25. Oktober 2013, 11:24:06
Es ist lediglich eine Frage des Standpunktes der Leute, die mich missverstehen.

Das natürlich auch.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 25. Oktober 2013, 11:30:55
Oder des eigenen Standpunktes, mißverstanden werden zu wollen.
Ach was.
Es gibt die GartengrillUndMotorsport_Fraktion (also Ihr), die am liebsten garnichts ändern wollen und alled unbequemen Informationen mit Sophisterei und "Männersprüchen" begegnen, und es gibt die echten Ökotaliban, die am liebsten alles sofort verbieten wollen.
Da ich eine Mittelposition einehme, halten mich die Grillsportler für einen Taliban und umgekehrt.

Zitat
Hast Du eigentlich einen eBook Reader? Dann würde ich Dir mal "Zen & the Art of Motorcycle Maintenance" rüberwerfen. Ich glaube, da steht einiges drin, was zum Verständnis vom Kommunikationschwierigkeiten beiträgt. Ein herrliches, philosophisches Buch; auch wenn es nicht wirklich was mit Zen oder Motorrädern zu tun hat. Es hätte genausogut Kant und die Kunst des Eierlegens heißen können.
Gibt's das auch auf Papier?
Ansonsten findet sich wahrscheinlich was in meinem Linux, um das eBook zu öffne,
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 25. Oktober 2013, 11:52:25
Es gibt die GartengrillUndMotorsport_Fraktion (also Ihr), die am liebsten garnichts ändern wollen

Das ist doch gar nicht wahr. Es müßten eine Menge Dinge ziemlich dringlich geändert werden. Es macht aber weder Sinn noch Effekt, z.B. für Umweltzonen zu plädieren und damit nicht nur nichts für die Umwelt zu erreichen, sondern der Autoindustrie sogar noch in die Hände zu spielen.

Zitat
unbequemen Informationen mit Sophisterei und "Männersprüchen" begegnen

Ich glaube, die unbequemen Informationen kamen hier eher von der Gartengrill und Motorsport Fraktion.

Zitat
Gibt's das auch auf Papier?

Natürlich, sogar auf deutsch. Aber Übersetzungen verlieren halt immer...

Zitat
Ansonsten findet sich wahrscheinlich was in meinem Linux, um das eBook zu öffne,

Du brauchst ein Programm für epub-Dateien. Auf dem Laptop macht das Lesen aber keinen Spaß. Billige Reader gibt es inzwischen schon für 50 Ocken. Ich möchte nicht mehr ohne sein.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 25. Oktober 2013, 13:15:52
Ich glaube, die unbequemen Informationen kamen hier eher von der Gartengrill und Motorsport Fraktion.
Glaube bloß nicht, das Verzichten wäre mir bequem. Mir wäre es auch lieber, wenn das Öl noch tausend Jahren reichen und die Treibhausgase kein Problem wären.
So ist es aber nicht.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Kulle am 25. Oktober 2013, 15:33:42
.....
Du brauchst ein Programm für epub-Dateien. ....
Oder mit Calibre das E-Book in das Format deiner Wahl z.b. Pdf konvertieren. Calibre gibt es auch für Linux und MacOS.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Teppichporsche am 28. Oktober 2013, 16:06:50
Es ist lediglich eine Frage des Standpunktes der Leute, die mich missverstehen.

und eine Frage der eigenen Vergesslichkeit.

Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 28. Oktober 2013, 16:54:08
und eine Frage der eigenen Vergesslichkeit.
Nein.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 29. Oktober 2013, 00:22:47
wo sind wir hier?
mal gans ehrlich:
das kommt dabei raus, wenn mann frauen und Journalistinnen nach gans oben befördert
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-10/susanne-gaschke-ruecktritt-analyse
keine Ahnung von nix, aber auf dicke Hose äh Rock machen.
Der deal selbst hätt ja unter Beachtung einiger grundsätzlicher Kautelen, z.B. die Bonitätsprüfung des Steuerschuldners, die europarechtliche Abklärung einer unerlaubten Beihilfe und vor allem der Einbindung der Ratsversammlung durchaus Sinn machen können, aber soweit ging die Selbstkontrolle wohl nicht. Wohl dem, der aus seiner Wahl nach gans oben den Absolutismusanspruch ableitet.
Zum Glück sind alle anderen schuld, vor allem die testosterongeschwängerten männer.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 29. Oktober 2013, 08:59:30
der 4. kommentar triffts, glaub ich, recht gut.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 29. Oktober 2013, 16:58:05
http://www.facebook.com/photo.php?fbid=694224073923912&set=a.570463456299975.133820.570444646301856&type=1&theater (http://www.facebook.com/photo.php?fbid=694224073923912&set=a.570463456299975.133820.570444646301856&type=1&theater)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 11. November 2013, 21:40:02
http://sphotos-d.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-prn2/1457471_642320812457857_731332969_n.jpg
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 21. November 2013, 15:44:25
(http://sphotos-g.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-frc1/1415138_423872661069001_1546633928_o.jpg)
Ist sauber.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 21. November 2013, 15:52:25
Gibt´s schon einen Koalitionsvertrag? Hab ich was verpaßt?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 21. November 2013, 16:06:50
Ich wette eine große Portion Erdbeereis, dass dieser Teil des Entwurfes nicht verändert wird.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Druide am 21. November 2013, 22:01:43
Gibt´s schon einen Koalitionsvertrag? Hab ich was verpaßt?

So weit ich informiert bin - weder bei Euch in GER - noch bei uns in AUT  :o

LG v. Druiden

P.S.: Bei uns in AUT wird es ohnedies wieder die rot-schwarze/"große Koalition"
geben; ...
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Teppichporsche am 22. November 2013, 10:49:29
Ich wette eine große Portion Erdbeereis, dass dieser Teil des Entwurfes nicht verändert wird.

Nigel war so nett und hat uns auf George Carlin aufmerksam gemacht.

Hier ist wieder ein recht intelligentes Video: http://www.youtube.com/watch?v=2cjRGee5ipM

Human arrogance. Glaubt wirklich irgendjemand, dass der Mensch die Welt und das was auf ihr passiert wirklich steuern kann? Das bedeutet nicht, dass man nicht auf erneuerbare Energie umstellen kann. Ich finde erneuerbare Energie aus irgendwelchen romantischen Vorstellungen heraus besser als das Verbrennen fossiler Energien.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Teppichporsche am 22. November 2013, 10:51:12
Und ... und ... Conte falls das stimmt, dass wir mit dem Verbrennen fossiler Brennstoffe die Umwelt beeinflussen, dann machst du dabei kräftig mit. Ich natürlich auch. Und dann ist es natürlich recht lustig mit dem Finger auf andere zu zeigen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 22. November 2013, 11:32:41
Conte falls das stimmt, dass wir mit dem Verbrennen fossiler Brennstoffe die Umwelt beeinflussen,
Jaja, FALLS das stimmt!  :.) :.) :.) :kotz

Wisst Ihr was? Dein blödes Holland, Araxaes bekackte Spreeniederung und Yossies hessissches Ried dürfen gerne absaufen, ist mir scheißegal! ICH wohne auf'm Hügel!  :P :P
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Teppichporsche am 22. November 2013, 15:24:56
Jaja, FALLS das stimmt!  :.) :.) :.) :kotz

Wieder ein Stöckchen, auf das du wütend bist!  ;D Nicht böse gemeint.

Wisst Ihr was? Dein blödes Holland, Araxaes bekackte Spreeniederung und Yossies hessissches Ried dürfen gerne absaufen, ist mir scheißegal! ICH wohne auf'm Hügel!  :P :P

Das kann sehr wohl passieren. Ob das von Menschen verursacht ist, weiss ich nicht.

Edit: Und was noch viel interessanter ist: ist der Mensch in der Lage das Klima konstant zu halten? Darum geht es ja doch! Und falls er das könnte, wollte er es denn? Auto oder zu Fuss gehen. Gemütliches Leben mit Futter frei Haus, Fernseher, Urlaub etc oder wie früher.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Teppichporsche am 22. November 2013, 15:31:07
Ein so hohes Niveau an Bequemlichkeiten geht nun einmal einher mit Umweltzerstörung. Da müssen wir uns keine Illusionen machen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 22. November 2013, 15:51:02
conte, einer für dich:  http://www.youtube.com/watch?v=sjKy6X_tCe4 (http://www.youtube.com/watch?v=sjKy6X_tCe4)    Hagen Rether - Über Fleisch

http://www.youtube.com/watch?v=nCF20xFqUF0 (http://www.youtube.com/watch?v=nCF20xFqUF0)   Weil es halt so lecker ist......- Hagen Rether -
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 22. November 2013, 22:03:07
Jetzt unternimmt mutti mal richtig was gegen die weltweite überbevölkerung statt immer nur alles auszusitzen da ists auch wieder nicht recht.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 22. November 2013, 23:07:17
Wisst Ihr was? Dein blödes Holland, Araxaes bekackte Spreeniederung und Yossies hessissches Ried dürfen gerne absaufen, ist mir scheißegal! ICH wohne auf'm Hügel!  :P :P

Ich auch. Die Regierung müßte allerdings umziehen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 22. November 2013, 23:11:58
Edit: Und was noch viel interessanter ist: ist der Mensch in der Lage das Klima konstant zu halten?

Natürlich nicht. In irgendsoeiner Science-Doku habe ich neulich erstaunt erfahren, daß unsere Bäume ein Auslaufmodell sind und durch riesiges Bambus ersetzt werden, und zwar, weil der CO2-Gehalt der Atmosphäre langfristig sinkt. Bambus ist ein Newcomer unter den Pflanzen, weil es CO2 effizienter verarbeiten kann und deshalb mit der Veränderung besser klarkommt.

Da geht's dann um ein paar Millionen Jahre, aber unsere Emissionen sind in diesem Zeitraum vielleicht doch nur ein Schluckauf.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 05. Dezember 2013, 00:06:26
dass die Banken Milliarden unverdient ergaunert haben, steht außer zweifel. Nu sollen sie also bluten. Also erst mal zahlen das ja wohl wieder die Bürger, die ihr Geld diesen Verbrechern anvertraut haben. Aber wer kassiert denn die Milliardenstrafen?
Davon ist kein Wort zu lesen.
http://www.stern.de/wirtschaft/news/rekordbusse-wegen-zinsmanipulation-banken-muessen-milliardenstrafe-zahlen-2075357.html
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 05. Dezember 2013, 09:09:19
Geldstrafen gehen üblicher Weise an die Staatskasse, sind also zum Nutzen der Steuerzahler.

Allerdings finde ich dieses Urteil sehr unbefriedigend, da zwar Geldstrafen verhängt wurden, aber kein Schadenersatz. Durch die verteuerten Kredite sind nämlich auch die öffentlichen Hände schwer geschädigt worden.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 05. Dezember 2013, 10:04:11
Durch die verteuerten Kredite sind nämlich auch die öffentlichen Hände schwer geschädigt worden.

Und nicht nur die. Wenn ich sehe, wie kleine und mittelständische Betriebe mittlerweile oft überhaupt keine Betriebsmittelkredite mehr bekommen und wenn, dann zu lausigen Konditionen...
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 09. Dezember 2013, 21:38:26
Und nicht nur die. Wenn ich sehe, wie kleine und mittelständische Betriebe mittlerweile oft überhaupt keine Betriebsmittelkredite mehr bekommen und wenn, dann zu lausigen Konditionen...

Kommt davon, wenn man die Banken zwingt, Risiken mit mehr Eigenkapital zu decken. Wenn keiner EK gibt, müssen eben die Risiken aus der Bilanz. Und selbst mit mehr EK sinkt die Verzinsung desselben. Letztlich will man das ja auch. Als in der Immobilienkrise die Risikoanlagen Löcher in die Bilanz gerissen haben, gab's ja genug Beschwerden, wenn der Staat eingesprungen ist. Daß dann weniger Kredite vergeben werden, war allen Beteiligten bekannt.

Außerhalb Deutschlands kommt noch dazu, daß da die Banken dickt mit Staatsanleihen in der Tinte sitzen und die Staaten sagen: "kauft weiter unsere Schrottpapiere oder wir machen 'nen Schuldenschnitt bzw. stützen euch nicht bei Problemen." Die Marge mit Staatsanhleihen ist dann bis zum Schuldenschnitt vielleicht höher als bei Krediten an Unternehmen. Das geht noch solange, bis diese "amor fou" platzt.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 10. Dezember 2013, 00:15:35
Schuldenschnitt jetzt.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 10. Dezember 2013, 00:34:59
Bankenschnitt!
jeden dieser banker sollte mann strafrechtlich belangen, die ratingagenturen mit strafzahlungen jenseits der Gewinnzone verfolgen, den Bonibankern den Boni abschöpfen und den Vorständen die Eier abschneiden.

Ich liebe diese stammtischdiskussion!  ;D
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 10. Dezember 2013, 02:46:16
Schuldenschnitt jetzt.

gute Idee, aber dann nicht maulen, wenn die Schuldenaufnahme für die Staaten schwieriger wird, weil keiner mehr Geld geben will. Also werden die Risikoprämien steigen. Und daß die Staaten aufhören, Schulden zu machen, daran glaubt wohl niemand.

Übrigens ist es nicht ohne Hintergedanken, daß Banken und Versicherungen für den Kauf von Staatsschulden kein Eigenkapital anrechnen müssen. Bei einem Kredit an einen Mittelständler müssen die das. Und Finanztransaktionssteuer soll bei Staatsschulden auch nicht fällig werden. Das staatliche Schuldenmachen soll eben möglichst nicht behindert werden.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 10. Dezember 2013, 02:57:36
Bankenschnitt!
jeden dieser banker sollte mann strafrechtlich belangen, die ratingagenturen mit strafzahlungen jenseits der Gewinnzone verfolgen, den Bonibankern den Boni abschöpfen und den Vorständen die Eier abschneiden.

Wenn die Ratingagenturen alles mit AAA raten, sind sie hinterher Schuld, wenn Kredite ausfallen und wenn sie die Noten senken, sind sie Schuld daran, daß die Zinsen steigen. Übrigens nimmt die EZB schon Italien-Anleihen als Sicherheit an und wertet die mit A, obwohl keine Rating-Agentur ein A vergeben hat und sogar explizit gesagt wird, daß das A nicht auf diese Art Anleihen übertrage werden kann: http://www.spiegel.de/wirtschaft/bewertung-von-staatsanleihen-die-seltsamen-massstaebe-der-ezb-a-930098.html

Die EZB wird eben mittlerweile von der Politik gesteuert. Ein Rechtsbruch mehr in der EU.

Ab und zu kommt mal ein Politiker um die Ecke und verlangt die EU-eigene Ratinagentur. Das wird dann geil. Dann gibt's gleich nur noch Gefälligkeitsgutachten und keiner wird die beachten.

Zitat
Ich liebe diese stammtischdiskussion!  ;D

Da sind sich immer alle schnell einig. Ist ja auch bequem.

Die Politik will Schulden machen, weil der Bürger es verlangt. Sieht man doch am Koalitionsvertrag. 30 Mrd neue Kosten. Das gibt in 2-3 Jahren entweder Steuererhöhungen oder neue Schulden oder beides, aber Hauptsache man hat Mütterrente, Herdprämie und Rente mit 62. Die Mehrheit der Bürger findet's wahrscheinlich gut. Und die Politik braucht dann die Banken, um die EZB-Gelder an die Staaten durchzureichen. Manch ein Politiker will ja schon die direkte Staatsfinanzierung über die EZB. Soll mir Recht sein. Ich habe einen dicken Kredit laufen. Da kann ich mit 10% Inflation leben.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Kulle am 15. Dezember 2013, 21:30:56
Wenn die Ratingagenturen alles mit AAA raten, sind sie hinterher Schuld, wenn Kredite ausfallen und wenn sie die Noten senken, sind sie Schuld daran, daß die Zinsen steigen....
Wer zur Hölle gibt den Ratingagenturen ihre Legitimation? Wieso können die einfach Länder ihre Glaubwürdigkeit (Kreditwürdigkeit) absprechen und wieso glaubt man denen auch?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 15. Dezember 2013, 21:46:30
Zitat
Wieso können die einfach Länder ihre Glaubwürdigkeit (Kreditwürdigkeit) absprechen und wieso glaubt man denen auch?
Weil es selbsternannte Finanz"Experten" sind ?   :kotz
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 15. Dezember 2013, 21:50:34
Was mich immer mehr in der Hoffnung bestärkt, dass dieses Europa mal kräftig gegen die Wand fährt und sich alles zerbröselt.
Bitte 12 Jahre zurückdrehen diesen "Zustand".
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Kulle am 15. Dezember 2013, 21:51:36
Wer gibt ihnen diese Macht? Zum gehörten Experten wird man doch nicht einfach so!
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 16. Dezember 2013, 01:13:43
wer ratet Ratingagenturen?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 16. Dezember 2013, 14:03:15
Wer gibt ihnen diese Macht? Zum gehörten Experten wird man doch nicht einfach so!
Wenn diejenigen Leute, deren Interessen der Experte für identisch mit dem Gemeinwohl erklärt, hinreichend viele Milliarden besitzen, dann geht das wie von selbst.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 16. Dezember 2013, 14:42:51
Experten treten seltsammerweiser immer dann ins Licht wenn irgendwo die Scheisse überläuft.

Vorher mal son:" Achtung bau da kein AKW hin da kommt gleich ne Welle" kriegt man eigentlich nie mit.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 16. Dezember 2013, 16:45:11
Wer zur Hölle gibt den Ratingagenturen ihre Legitimation? Wieso können die einfach Länder ihre Glaubwürdigkeit (Kreditwürdigkeit) absprechen und wieso glaubt man denen auch?

Wozu braucht man Legitimation? Jeder kann Ratings abgeben. Es muß ja keiner darauf hören. Und wer glaubt, daß die Kreditwürdigkeit dadurch besser ist, daß man keine schlechte Noten gibt, glaubt auch, daß Kinder besser lesen und schreiben, wenn man nur Einsen vergibt.

Alternativ kann man natürlich den offiziellen Statements der Regierungen über die Situation ihrer Länder glauben. Ist man da besser aufgehoben? Oder man kauft einfach keine (Staats-)anleihen. Dann können einem Ratings auch egal sein. Das wird unserer Regierung aber nicht gefallen, die gerade gegen ungedeckte Schecks die Staatkosten um 30 Mrd erhöht hat.

Das Gemecker gegen Ratingagenturen soll nur von den eigentlichen Problemen ablenken und es ist eben sehr verführerisch. Es suggeriert eine einzige Ursache der Probleme, die man auch noch per Verordnung ausräumen könnte, ohne daß es irgendwem schlechter geht. Da stimmt man gerne zu.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 16. Dezember 2013, 16:50:39
Auffällig ist halt, dass Ratingergebnisse oft dazu geeignet sind, dem kleinen Sparer seltsame Wertpapiere zu verkaufen oder in ohnehin schon armen Ländern Lohnsenkungen durchzudrücken.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 16. Dezember 2013, 16:54:48
Auffällig ist halt, dass Ratingergebnisse oft dazu geeignet sind, dem kleinen Sparer seltsame Wertpapiere zu verkaufen oder in ohnehin schon armen Ländern Lohnsenkungen durchzudrücken.

Das sind ja mal zwei völlig verschiedene Dinge in einem Satz. Der erste Teilsatz zielt auf zu gute Ratings ab und der zweite zu schlechte. Letztlich zeigen Ratings nur das, was selbst für den Laien offensichtlich ist, wobei ich Ratings eher als zu gut bezeichnen würde.

Deutschland verdient auch kein AAA mehr.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 16. Dezember 2013, 17:17:03
Deutschland verdient auch kein AAA mehr.

Psst, kannst Du bitte noch 6 Monate warten bis die Rendite fällig wird?  4
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 16. Dezember 2013, 22:23:29
was findet denn hier schon wieder für eine Schweinerei statt?
http://www.zeit.de/2013/50/handelsabkommen-europa-usa

wird Zeit, dass attac mal die Richtigen aufs Korn nimmt.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 16. Dezember 2013, 23:35:15
wird Zeit, dass attac mal die Richtigen aufs Korn nimmt.

Gibt's die noch?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 16. Dezember 2013, 23:49:23
ich hoffe.
Das sind doch die von der letzten Legion, die zwischen uns und der Totalüberwachung stehen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 17. Dezember 2013, 01:27:54
ich hoffe.
Das sind doch die von der letzten Legion, die zwischen uns und der Totalüberwachung stehen.

Die? Dann sind wir verloren.

Und ich dachte, die Piraten sind das letzte Aufgebot.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 17. Dezember 2013, 09:52:36
http://sphotos-f.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-prn1/1524771_3864096577252_1768356834_n.jpg (http://sphotos-f.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-prn1/1524771_3864096577252_1768356834_n.jpg)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 17. Dezember 2013, 09:53:24
ich hoffe.
Das sind doch die von der letzten Legion, die zwischen uns und der Totalüberwachung stehen.
Das sind auch die, die Mindestlohn und BEG wollen. Du kannst nicht das eine oder das andere haben.  :P :P :P
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 17. Dezember 2013, 12:33:58
http://sphotos-f.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-prn1/1524771_3864096577252_1768356834_n.jpg (http://sphotos-f.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-prn1/1524771_3864096577252_1768356834_n.jpg)

Zum Thema Mindestlohn finde ich den besser:

taz-Kommentar: Nicht ohne einen Mindestlohn (http://www.taz.de/!123918/)

"Will man den Fortschritt verallgemeinern, braucht es gesetzliche Regelungen: einen einheitlichen Mindestlohn für alle sowie Kontrollen, ob die Unterkünfte für Beschäftigte menschenwürdig sind und ob ein Scheinwerkvertrag oder ein echter Werkvertrag vorliegt."

Der Witz daran ist, daß die taz selber keinen Mindeslohn zahlt und auch nicht zahlen will. Die werden sicher irgendeine Konstruktion finden, um das auch in Zukunft so zu belassen, und sei es, daß die taz als Vereins-Postille weitergeführt wird.

Einen Monat später klingt das dann auch bei der taz plötzlich ander: Experiment mit offenem Ausgang (http://www.taz.de/Mindestlohn-in-Deutschland/!126027/)

Dazu kann man stehen, wie man will, aber wenn man es fordert, sollte man es auch selber machen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 17. Dezember 2013, 12:51:30
Der Witz daran ist, daß die taz selber keinen Mindeslohn zahlt und auch nicht zahlen will.

Oder kann.

Hier offenbart sich ein meiner Meinung nach völlig vernachlässigter Aspekt der Mindestlohndiskussion.

Kann ich keinen Mindestlohn zahlen, kann ich auch niemamanden einstellen. Komme ich ohne Angestellte nicht zurecht, muß ich meinen Laden also zumachen.

Es gibt unter kleinen und Kleinstkrauterern genug, die keinen Mindestlohn zahlen könnten, ob sie nun wollten oder nicht. Und viele von denen beschäftigen Leute unter den bizarrsten Bedingungen und in den wildesten rechtlichen Grauzonen.

Bei Läden wie der taz wird das mit Sicherheit auch historische Gründe haben, immerhin stammt die aus der Hochzeit der selbstverwalteten Betriebe. Da gehörte Selbstausbeutung einfach zum guten Ton.

Die Druckerei, die aus der hiesigen Zentrale einer ehemals bekannten K-Gruppe und Herausgeberin der sogenannten komischen Volkszeitung hervorgegangen war, ging und geht auch keinen Deut besser mit ihren Leuten um.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 17. Dezember 2013, 13:58:42
Wenn es keinen Mindestlohn gibt, darf es auch keine Hartz-IV-Sanktionen geben. Die Kombination von Anarchie und Repression führt in eine Abwärtsspirale.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 17. Dezember 2013, 14:05:12
Wenn es keinen Mindestlohn gibt, darf es auch keine Hartz-IV-Sanktionen geben.

Womit wir beim bedingungslosen Grundeinkommen wären.

Zitat
Die Kombination von Anarchie und Repression führt in eine Abwärtsspirale.

Den Satz verstehe ich jetzt nicht. Welche Anarchie?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 17. Dezember 2013, 15:11:04
Womit wir beim bedingungslosen Grundeinkommen wären.
Nö. Die alte Regelung der Arbeitslosenhilfe tat es auch.

Zitat
Den Satz verstehe ich jetzt nicht. Welche Anarchie?
Die Marktanarchie, die beliebig niedrige Löhne erlaubt.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 17. Dezember 2013, 15:40:51
Die alte Regelung der Arbeitslosenhilfe tat es auch.

Die Pointe ist doch die: Bleibt jegliches Verhalten des Hilfeempfängers sanktionslos, insbesondere solches, daß die Vermittlung in Erwerbstätigkeit vereitelt, dann ist das bedingungslose Grundeinkommen faktisch eingeführt.

Ich habe auch die Petition gegen die Sanktionen bei AlG2 unterzeichnet, keine Angst.

Zitat
Die Marktanarchie, die beliebig niedrige Löhne erlaubt.

Auf wessen Kosten, denn das sind ja dann mitunter Vollzeitbeschäftigte, die aufstocken müssen?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 17. Dezember 2013, 16:22:23
Oder kann.

In dem Fall ist die Argumentation ja immer, daß Unternehmen, deren Geschäftsmodell sich nur mit Ausbeutung realisieren läßt, vom Markt verschwinden müssen.

Zitat
Hier offenbart sich ein meiner Meinung nach völlig vernachlässigter Aspekt der Mindestlohndiskussion.

Kann ich keinen Mindestlohn zahlen, kann ich auch niemamanden einstellen. Komme ich ohne Angestellte nicht zurecht, muß ich meinen Laden also zumachen.

Das ist im Grunde das, was ich meinte.

Zitat
Es gibt unter kleinen und Kleinstkrauterern genug, die keinen Mindestlohn zahlen könnten, ob sie nun wollten oder nicht. Und viele von denen beschäftigen Leute unter den bizarrsten Bedingungen und in den wildesten rechtlichen Grauzonen.

Die werden sicher noch kreativer. Ich frage mich auch, was z.B. mit den Oxfam-Läden ist, in denen man ganz ohne Gehalt arbeitet. Dürfen die das dann noch? Dürfen die eine Monatsfahrkarte bezahlen? Geht das bei Allgemeinnützigkeit? Wird die taz dann allgemeinnützig?

Es gibt noch einen Aspekt: es fehlt eine regionale Differenzierung. Man kann nicht im Ernst den gleichen Mindestlohn im Münchener Umland und in der Ostprignitz ansetzen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 17. Dezember 2013, 17:04:47
was bringt einem ein Mindestlohn wenn keine Arbeitsstelle in Fussläufiger Entfernung ist in einer Gegend in der der ÖPNV aus einem Schulbus um 7:30 und einem Pendelbus um 16uhr besteht.

Und die Gesetzesvorgabe eine maximale Arbeitsstundenzahl pro Tag von 3 vorsieht.?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 17. Dezember 2013, 17:54:22
was bringt einem ein Mindestlohn wenn keine Arbeitsstelle in Fussläufiger Entfernung ist in einer Gegend in der der ÖPNV aus einem Schulbus um 7:30 und einem Pendelbus um 16uhr besteht.

Gute Frage. Nichts, oder? Aber in dem Fall nützt kein Mindestlohn auch nichts.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 17. Dezember 2013, 18:49:32
Danke, das hilft mir schon weiter.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 17. Dezember 2013, 19:19:41
Wieso ist eigentlich den Ländern, die einen Mindestlohn haben, der Himmel noch nicht auf den Kopf gefallen?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 17. Dezember 2013, 19:49:57
Weil nicht jeder einfach so mit grossdeutschem Himmel  werfen darf.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Schelm am 17. Dezember 2013, 20:15:40
Wieso ist eigentlich den Ländern, die einen Mindestlohn haben, der Himmel noch nicht auf den Kopf gefallen?
...
Weil nicht jeder einfach so mit grossdeutschem Himmel  werfen darf.

...Jep Uni...dat stimmt ... bei mir alltäglich Geschäft ...nach wie vor...
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 17. Dezember 2013, 20:44:59
Wieso ist eigentlich den Ländern, die einen Mindestlohn haben, der Himmel noch nicht auf den Kopf gefallen?

Weil allen Volkswirtschaften der Himmel auf den Kopf fällt, ob Mindestlohn oder nicht. Wir kriegen es nur schön geredet.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 17. Dezember 2013, 21:23:45
Wieso ist eigentlich den Ländern, die einen Mindestlohn haben, der Himmel noch nicht auf den Kopf gefallen?

Ansichtssache. Die Arbeitslosigkeit ist da oft schon deutlich höher. Das Argument, Jugendliche mit geringem Einkommen in den Job zu bringen, ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Wenn jetzt jeder Lehrling 8,50 € kriegen soll...
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 17. Dezember 2013, 22:48:09
in münchen sind die mieen und die lm teurer als zb in brandenburg. dafür gibts aber öpnv.
hier auf dem land, braucht jeder der arbeite ein eigenes auto. busse fahren zu selten oder kurven im slalom über alle dörfer. für ne auto-10-min.-srecke braucht der dann ne std.

überhaupt: gleicher lohn für die arbeit und nicht für den wohnsitz.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 17. Dezember 2013, 23:23:30
überhaupt: gleicher lohn für die arbeit und nicht für den wohnsitz.

Geht nicht. Gibt ja auch nicht gleiche Preise für die Leistungen und Angbote, zumindest nicht da, wo der Mindestlohn greifen soll, nämlich in Service, Hotel & Gaststätten, Handwerk usw.

Eine Taxifahrt kostet in der Prignitz ca. 1,10 € pro km bei mehr als 3km. In Bayern sind's eher 1,50 auf dem platten Land.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Unikum am 17. Dezember 2013, 23:47:10
Taxikosten sind aber nicht Sache des Fahrers sondern des Chefs.

wenn man sich oben etwas mässigte hätte unten locker jeder 8einhalb.

nichtmal die Putzen im Bundestag haben den Mindestlohn.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 17. Dezember 2013, 23:58:31
meiner einer steht dem Thema "Mindestlohn" sehr zwiespältig gegenüber
Auf der einen Seite soll jeder, der mindestens 8 h am Tag arbeitet, davon auch auskömmlich leben.
Auf der anderen seite steht dann wohl die alternative "Arbeit oder Hartz4". Hartz 4 bedeutet 360 € plus angemessene Unterkunft, also als Alleinstehender 600 €. MIndestlohn sind 1250 €, also die Spanne ist schon ziemlich groß.
Zudem sollte mann es jedem mündigen Bürger selbst überlassen, für welchen Lohn, der über Hartz4 liegt, er sich selbst verkauft.
Die Möglichkeit, sich unter MIndestlohn zu verkaufen, beinhaltet zumindest die Chance, weiterzukommen. Hartz4 ist dagegen eine Einbahnstraße, die in der Altersarmut mündet.
Gerade Startups könne grade keinen Mindestlohn zahlen, aber eine Chance auf Teilhabe bieten. Salzschlucht, der Soziopath, wäre heute nicht Milliardär und Arbeitgeber zigtausender Steuerzahler, wenn er einen Mindestlohn hätte zahlen müssen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 18. Dezember 2013, 00:04:54
was ist eigentlich mit den ganzen Selbständigen?
Kriegen die auch einen Mindestlohn? Die ganzen Ein-mann- Betriebe, die 350 € jeden Monat für ihre Krankenversicherung abdrücken müssen, für ne angemessene Altersversorgung noch 100 e drauflegen und das ganze wirtschaftliche Risiko tragen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 18. Dezember 2013, 00:19:16
Taxikosten sind aber nicht Sache des Fahrers sondern des Chefs.

wenn man sich oben etwas mässigte hätte unten locker jeder 8einhalb.

Das halte ich für nicht viel mehr als 'nen flotten Spruch.

Zitat
nichtmal die Putzen im Bundestag haben den Mindestlohn.

Die ist quasi beim Staat angestellt und daher wohl kaum vergleichbar.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 18. Dezember 2013, 00:22:51
was ist eigentlich mit den ganzen Selbständigen?
Kriegen die auch einen Mindestlohn? Die ganzen Ein-mann- Betriebe, die 350 € jeden Monat für ihre Krankenversicherung abdrücken müssen, für ne angemessene Altersversorgung noch 100 e drauflegen und das ganze wirtschaftliche Risiko tragen.

Das ist kein Land für Selbstständige. CDU uns SPD machen Politik für ihr traditionelles Bild des typischen Werkarbeiters, der da von Lehre bis Rente bleibt. Und was die als letztes wollen, sind Leute, die meinen allzuviel selber in die Hand nehmen zu können.

Das Beispiel mit der Krankenversicherung zeigt es doch deutlich. Verdienst du 1500 € als Selbständiger, zahlst du 350 €. Verdienst du 1500 € als Angestellter, zahlts du die Hälfte von 232,50 €. Selbständige, die wenig verdienen, gibt es in deren Welt gar nicht. Bei der CDU nicht, weil die sich nicht damit befassen und bei der SPD nicht, weil die es vorzieht, daß sich so jemand arbeitslos meldet.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 18. Dezember 2013, 00:36:08
richtig, wobei arbeitslos Hartz4 bedeutet.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 18. Dezember 2013, 01:06:48
richtig, wobei arbeitslos Hartz4 bedeutet.

Früher eben Arbeitslosengeld. Deshalb sehnt man sich bei der SPD nach der Zeit vor Hartz zurück. Da war ALG deutlich höher und das u.U. über sehr lange Zeiträume. Die wollten die Leute lieber arbeitslos und gut alimentiert sehen als mit Arbeit und schlecht bezahlt, damit von unten kein Konkurrenzdruck aufgebaut wird. Kann man so sehen, ist aber eben nicht unbedingt jedermanns Sache. Manch einer arbeitet dann doch lieber auch für wenig Geld.

Was dabei völlig außen vor bleibt, sind Leute, die gar nicht unbedingt für's Leben arbeiten, sondern sich z.B. halbtags einfach nützlich machen wollen, weil ihnen zu Hause die Decke auf den Kopf fällt. Ist gar nicht so selten.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 18. Dezember 2013, 07:32:58
Ohne Mindestlohn lässt sich das sog. "Abstandsgebot" zwischen Lohneinkommen und Stütze nicht einhalten. Denn so lange Hartz IV ein Friss-oder-stirb-Angebot ist und das "stirb" durchaus wörtlllich zu nehmen ist, werden die niedrigsten Löhne immer auf dem Hartz-IV-Niveau liegen.
Dann entfällt entweder der Anreiz zu legaler Arbeit, oder der Staat muss eben aufstocken, d.h. den Arbeitgebern Lohnsubventionen zahlen.
Beides ist nicht so ganz im Sinne des Erfinders.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 18. Dezember 2013, 08:31:15
Früher eben Arbeitslosengeld.

Nicht für Selbständige, auch früher schon nicht. Das alte Arbeitslosengeld - das heutige AlG1 - ist eine Versicherungsleistung. Ohne Beiträge keine Leistung. Daß man sich da als Selbständiger versichern konnte, war nur eine kurze Episode.

Zitat
Deshalb sehnt man sich bei der SPD nach der Zeit vor Hartz zurück. Da war ALG deutlich höher und das u.U. über sehr lange Zeiträume.

Meinst Du vielleicht die alte Arbeitslosenhilfe?

Zitat
Die wollten die Leute lieber arbeitslos und gut alimentiert sehen als mit Arbeit und schlecht bezahlt

In meiner Zeit als Berater im Frankfurter Arbeitslosenzentrum kannte ich einige Leute, die sich mit ihrer Arbeitslosenhilfe ganz bequem eingerichtet hatten. Lange ging das auch ziemlich gut, gegen Ende nicht mehr.

Zitat
Manch einer arbeitet dann doch lieber auch für wenig Geld.

Was dabei völlig außen vor bleibt, sind Leute, die gar nicht unbedingt für's Leben arbeiten, sondern sich z.B. halbtags einfach nützlich machen wollen, weil ihnen zu Hause die Decke auf den Kopf fällt. Ist gar nicht so selten.

Das ist aber etwas ganz anderes als die Tätigkeiten, die man mitunter vom Jobcenter aufgebrummt bekommt.

Man muß ganz klar sagen, daß die Jobcenter die Menschen mittlerweile schikanieren, wo sie nur können. Da werden auch völlig kontraproduktive Entscheidungen getroffen, bei denen man nur den Kopf schütteln kann, und mit denen Betroffenen jegliche eigene Initiative und Motivation vergällt wird.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 18. Dezember 2013, 09:24:28
Meinst Du vielleicht die alte Arbeitslosenhilfe?
Wahrscheinlich.

Zitat
Man muß ganz klar sagen, daß die Jobcenter die Menschen mittlerweile schikanieren, wo sie nur können. Da werden auch völlig kontraproduktive Entscheidungen getroffen, bei denen man nur den Kopf schütteln kann, und mit denen Betroffenen jegliche eigene Initiative und Motivation vergällt wird.
Die Sachbearbeiter werden eben nach "Leistung" bewertet, dass heißt danach, möglichst viele Leute aus dem Bezug herauszubringen, egal wie. Das sind auch keine Fachkräfte, sondern oft genug die allerletzten Cretins, die die Arbeitslosen wahrscheinlich auch töten würden, wenn sie von den Vorgesetzten dabei gedeckt würden.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 18. Dezember 2013, 09:42:49
Die Sachbearbeiter werden eben nach "Leistung" bewertet, dass heißt danach, möglichst viele Leute aus dem Bezug herauszubringen

Woher hast Du das?

Zitat
Das sind auch keine Fachkräfte, sondern oft genug die allerletzten Cretins, die die Arbeitslosen wahrscheinlich auch töten würden, wenn sie von den Vorgesetzten dabei gedeckt würden.

Die Qualität des Personals hat in den letzten Jahren deutlich nachgelassen. Es ist auch gar nicht mehr gewollt, daß da eine vernünftige Beratung statfindet oder sonst in irgendeiner Weise konstruktiv mit den Betroffenen umgegangen wird.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 18. Dezember 2013, 09:58:40
Woher hast Du das?
Die Mainzer Linke hat da mal sehr ausführlich recherchiert.

Zitat
Die Qualität des Personals hat in den letzten Jahren deutlich nachgelassen. Es ist auch gar nicht mehr gewollt, daß da eine vernünftige Beratung statfindet oder sonst in irgendeiner Weise konstruktiv mit den Betroffenen umgegangen wird.
Eben.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Gianluca am 18. Dezember 2013, 10:16:42
Es sind aber nicht nur die Arbeitssuchenden, die veraeppelt werden.

Unser Betrieb hat vor geraumer Zeit nach Bauleitern fuer TGA gesucht. Anfoerderungsprofil wurde von mir klar und eindeutig beschrieben. Was mir dann auf den Tisch flatterte, spottete jeder Beschreibung. Es war aber auch nicht ein Bewerber dabei, der auch nur annaehernd den Anforderungen genuegte. Und hierbei meine ich nicht Alter und Berufserfahrung - nein, die hatten noch nicht einmal den beruflichen Hintergrund. Und wir suchten keinen Ingenieur oder Techniker. Ein "alter" Monteurhaudegen haette uns "gereicht".

Der Sachbearbeiter hatte seinen Job gemacht - basta. Auf meinen Anruf - garniert mit den entsprechenden Worten - reagierte er recht ungehalten und meinte, wir sollten doch einfach eine Anzeige schalten. Soviel zu dem Versuch einem ueber 40-jaehrigen zu einem (gut auskoemmlichen) Job zu verhelfen, selbst wenn der Bewerber bereits einige Zeit "vom Markt" war und sich nicht mehr traut auf Anzeigen Bewerbungen zu starten, da er seine Aussichten auf den Job minimal sieht (aufgrund der langen Auszeit).

Es ist einfacher fuer die Sachbearbeiter die Leute in irgendwelche Fort-, Um- oder Ausbildungsmassnahmen zu stecken und damit aus der Statistik zu nehmen, als engagiert den Arbeitssuchenden zur Seite zu stehen. Ausnahmen koennte es aber auch in diesem Bereich geben.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 18. Dezember 2013, 10:44:43
Kann ich nur schwer beurteilen, vielleicht hatten die niemanden mit dem Profil in der Kartei.

Warum in so einem Falle keinen arbeitslosen Ingenieur einstellen? Ich bin auch promoviert und arbeite für einen Arbeiterlohn.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Gianluca am 18. Dezember 2013, 11:03:52
Conte:

Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass ein Ingenieur nicht grundsaetzlich gefordert war. Es haette auch ein Ing sein koennen. Baustellenerfahrung war der Schluessel. Und manch Handwerker steckt den ein oder anderen Ing locker in die Tasche.

Wenn der Herr Sachbearbeiter keinen passenden Kandidaten hat, dann braucht er mir doch aber nicht 24 unnuetze Bewerbungen zu schicken. Ein Anruf: "Tut mir leid, wir haben nichts passendes" und gut ist.
Am liebsten haette ich ihm meinen Stundenverrechnungssatz fuer's Verplembern entgegen gehalten.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Mattieu am 18. Dezember 2013, 11:05:30
Das sind auch keine Fachkräfte

Ich hab in meinem Bekanntenkreis 3 Personen, deren "Anschlussverwendung" nach ihrer Arbeitslosigkeit darin bestand, Arbeitsvermittler zu werden. Die haben einfach die Seiten gewechselt. Eine Garten- und Landschaftsarchitektin, eine Sozialarbeiterin und ein Physiker.

Die sehen das bis heute als Maßnahme des Jobcenters, die endlich ausreichend Kohle bringt und obendrein unbefristet ist. Motivation und Sachkenntnis nada.

Eine überlegt, die Brocken wieder hinzuschmeißen, weil ihr der Arbeitsalltag völlig sinnlos erscheint.


Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 18. Dezember 2013, 11:07:05
Gianluca:

Achso. Jetzt hab ich's begriffen.

Wenn er den 24 Unpassenden keine Vermittlungsvorschläge macht, kann er ihnen auch keine Repressionen androhen. Dafür ist das.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 18. Dezember 2013, 11:19:36
Die Mainzer Linke hat da mal sehr ausführlich recherchiert.

Mich würde schon mal interessieren, ob es da inzwischen eine "leistungsgerechte Bezahlung" im Sinne einer Kopfprämie für jeden aus der Statistik geboxten Leistungsempfänger gibt, oder ob es sich bei den Ermittlungen der Mainzer Linken "nur" um den allgemeinen Druck handelt, unter dem die Bediensteten stehen.

Es sind aber nicht nur die Arbeitssuchenden, die veraeppelt werden.

Natürlich nicht.

Es ist einfacher fuer die Sachbearbeiter die Leute in irgendwelche Fort-, Um- oder Ausbildungsmassnahmen zu stecken und damit aus der Statistik zu nehmen, als engagiert den Arbeitssuchenden zur Seite zu stehen.

Natürlich.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Gianluca am 18. Dezember 2013, 11:27:17
Wenn ich mir die Situation dann hier in Abu Dhabi anschaue, dann haetten die "Unpassenden" in D wahrscheinlich immer noch eine bessere Leistung abgeliefert, als die Spacken mit denen ich hier zu tun habe. Aber das ist ein anderes Thema.

Meine Frau hat die Runde ueber das A****amt auch durch damals. Erst einmal eine Fortbildung, dann sehen wir weiter. Aber sie durfte noch aussuchen. Und dann nimmt mann/frau auch mal Sachen, die einfach nur Spass machen, aber keinen weiteren Bezug darstellen. Und wieder eine/r von der Liste.

Mittlerweile bin ich aber schon zu lange weg aus D, um die Situation richtig beurteilen zu koennen. Die vielen Billigjobs haben das Gefuege durcheinander gewirbelt. Der Einzelhandel baut nur noch darauf und selbst in Grossbetrieben oder Konzernen gibt es die Zwei-Klassen-Mitarbeiter. War besonders anschaulich damals bei Auto 5000 in WOB. Kirschkernspuck-Entfernung voneinander entfernt, aber unterschiedliche Gehaelter.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 18. Dezember 2013, 11:31:31
Mittlerweile bin ich aber schon zu lange weg aus D, um die Situation richtig beurteilen zu koennen.

Ich wünschte, das wäre ich auch...
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Gianluca am 18. Dezember 2013, 11:43:08
Davon solltest Du Dir nicht zuviel versprechen. Inkompetenz ist ueberall.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 18. Dezember 2013, 12:10:32
Wenn es nur Inkompetenz wäre...
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 18. Dezember 2013, 12:47:06
Wenn der Herr Sachbearbeiter keinen passenden Kandidaten hat, dann braucht er mir doch aber nicht 24 unnuetze Bewerbungen zu schicken. Ein Anruf: "Tut mir leid, wir haben nichts passendes" und gut ist.

Das ist dann aber auch nicht unbedingt hilfreich. Am Ende wäre doch ein geeigneter dabeigewesen, den er dann vielleicht nicht losgeschickt hätte.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 18. Dezember 2013, 12:55:07
War besonders anschaulich damals bei Auto 5000 in WOB. Kirschkernspuck-Entfernung voneinander entfernt, aber unterschiedliche Gehaelter.

Die stehen mittlerweile aber auch deutlich besser da und man muß sagen, daß mit Auto5000 eben die im Haustarif Bessergestellten subventioniert wurden. Und da würde kein Gewerkschafter, dafür einstehen, daß die sich in der Mitte treffen.

Alleine mit Haustarif-Leuten kann VW in Deutschland gar nicht existieren. Die sind viel zu teuer. Mittlerweile stellt VW nur noch im Haustarif ein, wenn sie jemanden unbedingt haben wollen. Alle anderen landen bei der Autovision. Jedenfalls ist das bei den Ing-Berufen da so. Vielleicht sind sie bei den Bandarbeitern und Mechanikern damit großzügiger. Ich habe immer wieder Ex-Kollegen, die da hinwechseln und die meisten landen bei der Autovision. Wenn einer viele Jahre in einem Projekt war und VW ihn unbedingt halten will, kriegt er als Wechselanreiz auch mal Haustarif.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Gianluca am 18. Dezember 2013, 13:04:40
Das ist dann aber auch nicht unbedingt hilfreich. Am Ende wäre doch ein geeigneter dabeigewesen, den er dann vielleicht nicht losgeschickt hätte.
Ich war davon ausgegangen, dass ich es mit einem SACHbearbeiter zu tun hatte. Und dann erwarte ich schon, dass eine adequate Vorauswahl getroffen wird. Und er muss ja auch nicht 30 Minuten nach unserer Anfrage die Akte schliessen. Es war ein Zeitraum von 4-6 Wochen angedacht, was ich dem Herrn auch ausfuehrlich erklaert hatte. Aber bei Ohren auf Durchzug und Business as usual kann nix haengen bleiben. Na ja, Freunde wurden wir nicht.

Wenn es nur Inkompetenz wäre...
Es gibt leider keine Statistik, aber ich wuerde mal behaupten, dass die Anzahl der Blender in den VAE leicht hoeher ist als daheim.
Was aber sicherlich zu beachten ist, dass (zumindest fuer meinen Aufgabenbereich) durch die vorhandene Inkompetenz ausreichend Betaetigungsspielraum vorhanden ist, was wiederum eine leichte Reduzierung von Zukunftaengsten jobseitig bewirkt. Damit ist zumindest fuer die naechsten paar Jahre eine Perspektive da. Obwohl immer nur Rohre, Pumpen und Kanaele .....
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Gianluca am 18. Dezember 2013, 13:06:02
Die stehen mittlerweile aber auch deutlich besser da ...
Das stimmt. Aber zu Anfang war das schon seltsam, was da lief.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 18. Dezember 2013, 14:17:26
Das stimmt. Aber zu Anfang war das schon seltsam, was da lief.

Was da lief war, daß die Haustarifler 28,8h die Woche gearbeitet haben, auch die ganzen Büroheinis, und das für richtig viel Geld. Und VW kratzte immer irgendwo an der Verlustzone rum. VW hat sich dann mit Absegnung der Gewerkschaft eine Kaste von "Billigarbeitern" geschaffen, denn an bestehende Privilegien kam und kommt man bei VW nicht ran.

Heutzutage macht man das immer noch, aber jetzt wird der Druck mehr bei den Zulieferern abgeladen. VW genehmigt seinen Leuten jedes jahr 3% mehr Geld und das wird dann bei den Zulieferern wieder rausgequetscht. Da gibt's dann eben mal 5 Jahre lange keine Erhöhungen bei Einkaufspreisen oder Stundensätzen und damit auch keine Gehaltserhöhung.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 18. Dezember 2013, 14:26:49
Und wo bleiben die Pruduktivitätszuwächse?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 18. Dezember 2013, 16:41:30
Und wo bleiben die Pruduktivitätszuwächse?

Wie hoch war der?

In der letzten Tarifrunde gab es 5.6% für 20 Monate. Das sind 3.36% in 12 Monaten. Da muß man schon ordentlich zulegen oder höhere Preise durchkriegen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 18. Dezember 2013, 16:48:20

Widersprüchliche Prognosen: Forscher entdecken Unstimmigkeiten im Uno-Klimabericht (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/vorhersagen-im-5-ipcc-bericht-2013-kritik-am-uno-klimareport-a-926348.html)

Anhaltenden Alarm vor zunehmenden Flusshochwassern, Dürren, Hurrikanen und Tornados bezeichnet Pielke angesichts der mittlerweile glimpflichen Forschungsergebnisse zu den Themen als "Zombie-Wissenschaft".
...
Im Hauptreport wird ganz offen das Problem des 15-jährigen Hiatus thematisiert: "Dort steht eindeutig, dass nur drei von 114 Klimasimulationen den Trend der letzten 15 Jahre wiedergeben können und dass der Grund für diese Abweichung zwischen Modellen und Beobachtungen unklar bleibt", sagt der Klimatologe Eduardo Zorita vom Helmholtz-Zentrum GKSS.
...
Auf der Pressekonferenz in Stockholm hatte es der Reporter einer britischen Boulevardzeitung gewagt, den IPCC-Wissenschaftlern auf dem Podium die ketzerische Frage zu stellen, warum Computersimulationen die Pause beim Temperaturanstieg in den letzten 15 Jahren nicht vorhergesehen haben. "Ihre Frage ist falsch gestellt", rüffelte der Chef der Welt-Meteorologischen Organisation WMO, Michel Jarraud, den Reporter.


Also mir scheint, daß da viel High-Tech-Stochern-im-Nebel betrieben wird.

Vielleicht wirkt das hier klärend:
http://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-die-globale-erwaermung-stoppte-1998 (http://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-die-globale-erwaermung-stoppte-1998)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 18. Dezember 2013, 17:22:44
Vielleicht wirkt das hier klärend:
http://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-die-globale-erwaermung-stoppte-1998 (http://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-die-globale-erwaermung-stoppte-1998)

Nicht wirklich. Da wird einfach mal unterstellt, daß die Behauptung von der ausgesetzten Erwärmung davon darauf fußt, daß 1998 das wärmste Jahr gewesen sein soll. Also wird erst eine Behauptung unterstellt, gegen die dann argumentiert wird.

Ich kenne den Ursprung dieser These anders, nämlich daß die Klimaforscher selber sagen, daß ihre Modelle für Zeiträumen ab 15 Jahren ausgelegt sind. Als für 10 Jahre keine Erwärmung messbar war, hieß es, das bedeute nichts, denn man bräuchte 15 Jahre, um die Modelle zu falsifizieren. Die sind jetzt rum.

Und mittlerweile sieht man Klimaforscher im Fernsehen, die als Tatsache verkaufen, daß die Ozeane die Wärme aufgenommen haben, dabei weiß das keiner. Es ist nur ein Erklärungsversuch.

Cool war auch neulich einer auf Scienceblogs.de Der macht sich da über einen Politiker lustig (http://scienceblogs.de/primaklima/2013/11/28/klimaschmock-des-monats-november-2013-dr-gero-hocker-mdl-niedersachsen/), der irgendwelche Zahlen verdreht, aber behauptet dann: "Ich glaube, dass es praktisch kein einziges Politikfeld gibt, in dem die Unsicherheiten so gering sind, wie beim Thema Klima."

und weiter:

"Diese verbleibenden Unsicherheiten mag man dann immer noch für sehr gross halten, aber im Vergleich zu: Wieviel Polizei mehr bringt wieviel Verbrechen weniger? Wieviel öffentliche Investitionen bringen wieviele Arbeitsplätze? Wieviele Arbeitsplätze kostet der Mindestlohn? Wieviele Asylbewerber mehr “strömen” ins Land, wenn wir die wenigen, die es noch bis Deutschland schaffen, besser behandeln würden? Bei all diesen Entscheidungen und noch hunderten mehr entscheidet der Politiker und die Politikerin kraft maßloser Selbstüberschätzung und dank eines gefestigten ideologischen Innenskellets fröhlich vor sich hin. Aber beim Klima, huii, da brauchen wir jetzt aber eine Faktenlage bei der selbst die formale mathematische Logik a la Gödel wie zufällig dahingeschriebenes Zeugs erscheint."

Das klingt nun nicht gerade wissenschaftlich, sondern eher nach jemandem, der davon genervt ist, daß man von den Klimaleuten so viele Fakten verlangt, statt ihnen einfach zu glauben.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 18. Dezember 2013, 22:22:26
Träum weiter.
Titel: Re:Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 19. Dezember 2013, 00:04:25
nu stehen sie aktuell bei 21 USD. Mal schaun, wo die Reise endet...
z.Z. bei 55 USD
mehr als das Doppelte. Vllt. hätt ich doch investieren sollen...
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 19. Dezember 2013, 08:36:21
Es gibt leider keine Statistik, aber ich wuerde mal behaupten, dass die Anzahl der Blender in den VAE leicht hoeher ist als daheim.

Ich war nie dort und kann es deshalb nicht beurteilen. Aber ich könnte mir vorstellen, daß es nicht so wirklich viele mehr sind als hier. Die Blender agieren dort vielleicht nur plumper als bei uns.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Gianluca am 19. Dezember 2013, 10:30:02
Es wuerde auch nicht reichen, einfach mal einen Abstecher in die arabische Welt zu machen. Dazu sollte mann sich schon etwas laenger hier aufhalten und den Markt beobachten bzw. sich die Leute anschauen, mit denen mann zu tun hat.
Ich habe noch nie so viele Visitenkarten mit dem Titel Manager erhalten oder gesehen. Managen wollen die alle - arbeiten aber nicht.
Die lokalen Absolventen der Universitaeten hier haben auch sonderbare Vorstellungen. Gehalt nicht unter 35.000 AED (= 7.000 Euro) und natuerlich einen Managerposten. Null Plan, aber irgendetwas leiten. Wenn mann denen ein Regulierventil und deren Funktion erklaert, dann blickt man nur in grosse Kinderaugen. Klar, die haben zwar MEP (TGA) studiert, aber wie und was funktioniert wurde denen natuerlich nicht beigebracht. Und sich die Haende auf dem Bau schmutzig zu machen - niemals.

Die Regierung subventioniert hier die privaten Firmen, sofern ein Local eingestellt wird, da die Jungs und Maedels hauptsaechlich in das Beamtentum draengen. Momentan gibt es zwar noch keine klare Quotenregelung, aber wenn, dann eroeffne ich eher einen zweiten Laden, als dass ich mir so etwas anlache. Es sei denn, es ist ein Fortschritt in Motivation und Wissen zu erkennen. Alle jungen Leute hier will ich auch nicht ueber einen Kamm scheren.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 21. Dezember 2013, 13:04:00
http://www.politaia.org/sonstige-nachrichten/der-fall-gfe-eingebuchtet-wegen-alternativer-energie/

ist mir gerade über den weg gelaufen...
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 21. Dezember 2013, 14:31:09
Agrobrennstoffe sind eine gefährliche Scheinlösung.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Stachelhaut am 21. Dezember 2013, 16:02:59
Und da würde kein Gewerkschafter, dafür einstehen, daß die sich in der Mitte treffen.

Na ja. Wenn eine Gewerkschaft sowas machte, würden ihr halt die Mitglieder davonlaufen.

Was man normalerweise in solchen Situationen macht, ist die Einführung eines neuen Tarifsystems mit Besitzständen für vorhandene Beschäftigte. (Bsp.: Öffentlicher Dienst, Post mit allen Ausgliederungen und Töchtern, Lufthansa, DGB Rechtsschutz GmbH). Das wirft allerdings ein paar rechtliche Fragen auf, die die Gewerkschaften und die Arbeitsgerichte bislang ignorieren, an denen der EuGH aber gerade herumkratzt - die nächsten Jahre werden ziemlich spannend (für das geneigte Fachpublikum).
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 23. Dezember 2013, 20:28:12
Agrobrennstoffe sind eine gefährliche Scheinlösung.

Wieso? Er schreibt: "Die  Betriebskosten dieser  sogenannten  Blockheizkraftwerke  (BHKW)  wären minimal,  da  wie  bereits  erwähnt,  der  größte  Anteil  des Treibstoffes  aus  Wasser  besteht. "

Vielleicht wäre Irrenhaus doch passender als Gefängnis?

Dahinter steckt ein Schneeballsystem, bei dem nutzlose "Blockheizkraftwerke" verkauft wurden.

Das Fluchen auf den Staat bzw. die geheimen, konspirativen Kreise dahinter, kennt man von Betreibern anderer Schneeballsysteme. Zur Verkaufsmasche gehört oft, daß die einem weismachen wollen, die große Verschwörung durchschaut zu haben und ihr Wissen nun mit denen profitabel teilen zu wollen, die dafür irgendeine Investition tätigen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 23. Januar 2014, 23:04:34
Wenn Gier Gehirn frisst
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/windparkfinanzierer-prokon-meldet-insolvenz-an-a-945019.html
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Teppichporsche am 24. Januar 2014, 08:13:03
Womit wir beim bedingungslosen Grundeinkommen wären.

http://www.taz.de/!120741/

Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 28. Februar 2014, 00:21:28
Die Energieriesen schlafen tief und fest. Schade eigentlich.
http://www.spiegel.de/auto/fahrberichte/fahrbericht-bmw-i3-rwe-eon-vattenfall-verschlafen-e-mobilitaet-a-955992.html
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 22. Mai 2014, 00:31:48
unser gasfreund Putin zeigt uns grade, wo der Hammer hängt.
Der dealt im Osten mit China und wird uns anschließend die Rote Karte zeigen. Nicht nur gasmäßig.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/gasvertrag-russland-mit-china-folgen-fuer-europa-a-970941.html

Die Penner, die uns vom russischen Gas abhängig gemacht haben, werden von Glück sagen, dass wir sie nicht an dem nächsten Baum aufhängen. Geostrategisch hat sich die EU, allen voran schland, extrem erpressbar gemacht. HG, schrödi!

Der und andere haben schlichtweg nicht verstanden, dass Rußland nicht im Vier-jahres-Rythmus, sondern in Jahrzehnten denkt.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 22. Mai 2014, 12:43:19
unser gasfreund Putin zeigt uns grade, wo der Hammer hängt.
Der dealt im Osten mit China und wird uns anschließend die Rote Karte zeigen. Nicht nur gasmäßig.

China zahlt aber weniger als die EU. Der kann uns gar keine rote Karte zeigen, weil die Chinesen ihn sonst noch weiter drücken.

Zitat
Der und andere haben schlichtweg nicht verstanden, dass Rußland nicht im Vier-jahres-Rythmus, sondern in Jahrzehnten denkt.

Ich bin mir nicht sicher, ob man da überhaupt denkt oder einfach nur irgendwie stolz sein will.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 26. Mai 2014, 23:04:52
mein Fehler. Ich hätte von der herrschenden KLasse, im Zweifel die Ministerialbürokratie und KGB, schreiben sollen.

Die denken wirklich langfristig und Putin war Offizier im KGB.

Es geht ja auch gleich weiter
http://blog.zeit.de/china/2014/05/25/china-und-russland-entmachten-den-dollar/
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 27. Mai 2014, 12:40:58
Wenn der $ zusammenkracht, verlieren die Chinesen und Saudis ihre Sparbücher. Die werden das zu verhindern wissen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Stachelhaut am 27. Mai 2014, 19:02:59
Wenn der $ zusammenkracht, verlieren die Chinesen und Saudis ihre Sparbücher. Die werden das zu verhindern wissen.

Wie denn? Die werden eher noch dazu beitragen, indem sie ihre Sparbücher auf Euro oder Franken umrubeln, bevor der Dollar zusammenkracht. Oder so.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 28. Mai 2014, 12:05:54
Wie denn? Die werden eher noch dazu beitragen, indem sie ihre Sparbücher auf Euro oder Franken umrubeln, bevor der Dollar zusammenkracht. Oder so.
Genau damit würden sie den Absturz auslösen. Netter Doublebind   :P :P :P :P
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 28. Mai 2014, 12:17:45
wat n quatsch.

wir haben international festgelegte masseinheiten. zm kilogramm und meter. das sind definitionen. wenn man das in zoll oder pints umrechnet ändert das nichts an der zu messenden menge.

so und die russen und chinesen hatten einfach ihre währungen in dollargröße definiert um einen gleichbleibenden bezugspunkt zu haben.
wenn die also 30 russische und 32 chinesische waren in einer währung gegeneinander aufrechnen, stellen sie fest: wir sind quitt. die schubsen keine schubkarren voll dollarnoten im grenzverkehr hin und her, die rechnen nur damit.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Mattieu am 28. Mai 2014, 12:52:31
Der Unterschied zu deinem Beispiel mit den SI-Einheiten besteht darin, dass bei der Währungsumrechnung  keine statisch festen Bezüge vorliegen, sondern sich verändernde Kurse die Bezugsgröße sind.

Und man fürchtet auch nicht um Waren - die könnte man tatsächlich zum Momentankurs bewerten- , sondern um Beträge auf Fremdwährungskonten. Die unterlägen ganz gewiss einer drohenden Abwertung.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 28. Mai 2014, 14:45:48
ich lasse mich auf dieses spiel nicht ein.
es gibt die reale wirtschaft. industrie, handwerk , dienstleistung.
im prinzip wird getauscht. und das allgemeine tauschmittel ist geld.
der wert wird durch absprache definiert. ( und wem die kleinen bedruckten zettel nicht reichen, der tauscht dann gegen ein  -verabredet- teures gemälde oder smarakt. die sonnenblumen SIND nicht 12 millionen wert. das wurde nur so abgesprochen.)

nun kann man echtes geld nehmen und zu rennbahn gehen und wetten. oder man nimmt virtuelles geld und spekuliert.

"meine" tankstelle bekommt 1x die woche sprit. und 3-5 mal am tag ändert sich der preis.-  bei feierabend-schrippen beim bäcker kann ich das ja noch nachvollziehen. lieber weniger bekommen als gar nichts.-  aber benzin wird nich schlecht über nacht....

aber wenn aktien steigen oder fallen, weil GERÜCHTE unterwgs sind.... wo bitte gehts denn hier zur realität?

da hocken zugekokste schlipsträger zusammen und entscheiden je nach panik oder hoffnung !
zugeknallte soziopathen, denen scheißegal ist, was mit anderen passiert entscheiden das wohl unserer wirtschaft?
nein , danke. die nehm ich nicht ernst. ( ja, die sitzen am hebel und sind gefährlich) ich glaube denen nicht.
ich mißtraue ihrer insidersprache und den theorien die sie verbreiten. - nicht weil es zu kompliziert ist, sondern zu verlogen.
wer ausser diesen typen hat den einen nutzen davon?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 28. Mai 2014, 15:18:31
ich lasse mich auf dieses spiel nicht ein.
es gibt die reale wirtschaft. industrie, handwerk , dienstleistung.
im prinzip wird getauscht. und das allgemeine tauschmittel ist geld.

Wenn Russen und Chinesen mit Gas handeln aber auch. Kann tatsächlich sein, daß die Dollar-Beträge überweisen. Der Grund wäre dann aber wohl noch am ehesten, daß die gegenseitig ihren Währungen nicht trauen.

Zitat
"meine" tankstelle bekommt 1x die woche sprit. und 3-5 mal am tag ändert sich der preis.-  bei feierabend-schrippen beim bäcker kann ich das ja noch nachvollziehen. lieber weniger bekommen als gar nichts.-  aber benzin wird nich schlecht über nacht....

Aber der Wiederberschaffungspreis hat sich geändert.

Zitat
aber wenn aktien steigen oder fallen, weil GERÜCHTE unterwgs sind.... wo bitte gehts denn hier zur realität?

Gerüchte können Realität werden. Das sind aber nur kurzfristige Bewegungen. Langfristig orientieren sich die Preise immer an den Fundamentaldaten.

Zitat
da hocken zugekokste schlipsträger zusammen und entscheiden je nach panik oder hoffnung !
zugeknallte soziopathen, denen scheißegal ist, was mit anderen passiert entscheiden das wohl unserer wirtschaft?
nein , danke. die nehm ich nicht ernst. ( ja, die sitzen am hebel und sind gefährlich) ich glaube denen nicht.
ich mißtraue ihrer insidersprache und den theorien die sie verbreiten. - nicht weil es zu kompliziert ist, sondern zu verlogen.
wer ausser diesen typen hat den einen nutzen davon?

Ehrlich, wer so rumpöbelt, zeigt doch nur, daß er eigentlich keine Ahnung hat, daran aber auch nichts ändern will, aber trotzdem eine Meinung zum besten geben will. Das kann man überhaupt nicht ernst nehmen. Dummerweise können populistische Politiker solche Stimmungen aber nutzen und den Leuten irgendwas verkaufen, um von sich selbst abzulenken. Die können darauf zählen, daß ihr Publikum das mangels Wissen nicht durchschauen wird. Das war damals so als das "Finanzjudentum" an allem Schuld war und das ist heute so, wo "die Bankster" an allem Schuld sind. Da wird eine Stimmung bedient, nach der da irgendwelche dunklen, undurchschaubaren, eigennützigen Mächte am Werk sind.

Frage mal einen Politiker, warum der Handel mit Staatsanleihen von der Finanztransaktionssteuer ausgenommen werden soll und wie das zu der Forderung paßt, die "Finanzmärkte" an den Kosten eben dieser Schulden zu beteiligen. Genau das Handelssegment, das primär mit den Schulden zu tun hat, wird davon ausgenommen? Daran sieht man die Verarsche, und die Leute kapieren es nicht, weil sie so wie du daran gehen: "Ist mir alles zu kompliziert, zu viel Insidersprache und Theorien von durchgeknallten Soziopathen." Darauf kann man sich als Politiker bislang verlassen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 28. Mai 2014, 15:21:19
Wenn jetzt die USA eine Menge neue Schulden macht (seit Sep. 2012 hat die USA jeden Tag mehr als 2 Mrd. USD neue Schulden gemacht), dann erhöht sich auch die Geldmenge, was die bestehenden Dollarüberschüsse entwertet. Die können ja soviel Geld machen, wie sie wollen.

Gegen welche Währungen soll sich der Dollar denn entwerten? Gegen den Rubel, der gerade crasht, weil Putin eine irrationale Politik macht? Gegen den Euro, der genauso wie der Dollar gedruckt wird, um die Staaten zu finanzieren? Gegen den Yen, der noch viel mehr Gedruckt wird, um die Schulden zu entwerten? Gegen den Renmibi, den die Chinesen schon immer mit aller Gewalt möglichst billig halten? Gegen den brasilianischen Real, der gerade stark an Wert verloren hat?

Mir fallen da eigentlich nur noch der Schweizer Franken und die Norwegische Krone ein. Den CHF will die Schweizer Notenbank aber auch deckeln und zu Not Dollar kaufen. Bleibt noch die NOK.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 28. Mai 2014, 16:11:14
Der Dollar kann gegen den "Warenkorb" entwerten. Sozusagen Inflation, die in den anderen Währungen auch stattfinden kann.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 28. Mai 2014, 16:18:30
genau das meine ich. die sind alle der meinung, dass der $ nicht abgewertet werden darf, dann wird er es auch nicht.


Gerüchte können Realität werden
sag ich doch, aber konjunktiv IST nicht realität.


ich meine auch nicht alle banker. den leuten in meiner sparkassenfiliale würde ich ohne quittung geld in die hand drücken , mit der bitte es 2 jahre für mich aufzuheben. - DIE würden auf ne quittung bestehen, weil sie sich dann wohler fühlten.

araxas, ich schätze mal du kennst genug von den leuten. und du weißt genau wen von denen man im mariannengraben versenken könnte, mit dem ergebnis, dass die sekretärin dann die geschäfte ordentlich und seriös weiter betreiben könnte.
gerade die unter euch, die ordentlich und sauber arbeiten sollten sich von den soziopathen abgrenzen. schmeißt die faulen äpfel raus.

und noch was : wegen mir + "solchen " wie mir ist keine bank über kopp gegangen. oder wegen meiner meinung.  ich hab gearbeitet und steuern bezahlt.

Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 28. Mai 2014, 16:23:52
Gegen welche Währungen soll sich der Dollar denn entwerten?
Der Dollar würde zunächst natürlich gegen diejenigen Währungen entwertet, in den die Chinesen und Ölscheichs ihn umtauschen würden. Ganz egal, was sie auswählen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 28. Mai 2014, 19:06:08
jante, homosexualität kann man sich nicht aussuchen. und wenn ein türke hier geboren wurde , hatte er auch keine wahl.

aber ich hab mir meinen beruf selbst ausgesucht.

wenn leute wie du und ich im beruf mist bauen, ist der schaden relativ klein und begrenzt.
aber wenn ein soziopath in einer bank oder ratingagentur oder börse oben am hebel sitzt....

glaubst du im ernst, die wll-street sepukus handeln aus schlechtem gewissen? die haben schiß vor dem knast oder vem totalen verlust wg regress. geld weg, auto, haus, die olle.. und keiner will ihn mehr haben.

das ganze finanzsystem ist verselbständigt und ein großer teil hat mit richtiger wirtschaft nichts mehr zu tun. - ausser rosinenpicken.
und wenn d irre sitzen, die nix anderes im kopf haben als in die eigene tasche schaufeln, egal was sie bei anderen anrichten.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 28. Mai 2014, 20:33:44
Wenn du so willst: Der Soziopath, er hat auch seine Geschichte

Die hatte Hitler auch.

Zitat
Ich wüsste im Umkehrschluss gerne mal, warum du diese Hexenjagd (Stichwort Soziopath) veranstaltest, statt zu sehen, dass wir alle Spieler dieses Systems sind.

Weil die Zwangsteilnahme an einem Spiel, das man sich nicht ausgesucht hat, keine Ausrede ist.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 28. Mai 2014, 22:09:26
Wenn du jetzt von dem Investmentbänker verlangst, dass er Zivilcourage zeigen soll, sein Tun unter ethischen Aspekten kritisch betrachten soll und sich für mehr Moral einsetzen, statt nach dem gegebenen System zu handeln, dann würde ich mal ganz vorsichtig sein und hinterfragen, wie viel Zivilcourage man selber zeigt, um etwas zu verändern.

Verändern? So hohe Ansprüche habe ich schon lange nicht mehr an mich, geschweige denn an andere. Aber man kann sich so gut wie möglich entziehen. Niemand wird gezwungen, Investmentbanker zu werden. Es braucht nicht viel Zivilcourage, einen Job als Heuschrecke gegen den als Zweigstellenleiter einer Sparkasse einzutauschen. Letzterer ist halt nicht so "schick".
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 28. Mai 2014, 22:57:37
ich weiß nicht mehr, von wem das stammt, darendorf oder dutschke... jedenfalls vor 1970 . - ich weiß nur noch, dass mir dersatz damals einen riedenschrecken eingejagt hat seit dem beziehe ich position.

" dreißig unpolitische und drei faschisten sind dreiunddreißig faschisten. "

Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 28. Mai 2014, 23:42:00
Der Dollar kann gegen den "Warenkorb" entwerten. Sozusagen Inflation, die in den anderen Währungen auch stattfinden kann.

In der momentanen Situation werten aber alle ab, oder wollen es zumindest, und dann ändert sich auch nichts am Dollar als Leitwährung.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 28. Mai 2014, 23:44:45
Ich habe eigentlich auch eher den Wert gegenüber Waren gemeint. De facto nimmt die Kaufkraft mit der Zeit ab, was im Endeffekt bedeutet, dass die vor Jahren geleistete Arbeit nicht mehr den gleichen Gegenwert hat.

Nur, wenn man es als Papiergeld unter die Matratze legt.

Zitat
Man könnte auch sagen, durch die erwirtschafteten Überschüsse hat man einen Teil umsonst gearbeitet, weil die Überschüsse auf Dauer entwertet werden. Da gewinnt der Begriff "Exportweltmeister" eine ganz andere Bedeutung.

Wenn du auf die deutschen Exportüberschüsse anspielst, werden die sofort verfrühstückt, und zwar für Gehälter, Steuern, Investitionen. Die meisten Unternehmen sind keine Sparkassen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 28. Mai 2014, 23:57:06
Niemand wird gezwungen, Investmentbanker zu werden. Es braucht nicht viel Zivilcourage, einen Job als Heuschrecke gegen den als Zweigstellenleiter einer Sparkasse einzutauschen. Letzterer ist halt nicht so "schick".

Ist denn die "Heuschrecke" schlimmer als die Sparkasse? Hedgefonds spielten bei der Subrime-Krise praktisch keine Rolle. Die Kreditpakete wurden von Investmentbanken erfunden und vor allem an stinknormale Banken verkauft, darunten sehr viele deutsche Landesbanken, die Besitzer der Sparkassen, und sogar einige Sparkassen direkt. Hedgefonds sind überhaupt erst auf der Bildfläche erschienen als diese Pakete mit drastischem Wertverlust von den Käufern auf den Markt geschmissen wurden.

Hedgefonds haben eine gewisse Rolle bei dem folgenden Börsencrash gespielt, weil sie aufgrund der starken Abhängigkeit von Fremdkaptal (Hebelung) und der Kreditklemme ihre Investitionen verringern mußten und deshalb Aktien auf den Markt geschmissen haben. Das hat aber im Grunde niemandem wehgetan außer den Aktionären, deren Minuszeichen im Depot immer größer wurden.

Auch in der anschließenden Staatsschuldenkrise, die von Politikern immer gerne den Banken untergeschoben wird, damit sie selber sich nicht der Verantwortung stellen müssen und auch ihre Wähler nicht vor den Kopf stoßen müssen, sind Hedegefonds erst erschienen als es Staatschulden nach dem griechischem Schuldenschnitt mit großem Abschlag zu kaufen gab.

Nun ist es eine besondere Pikanterie oder auch Scheinheiligkeit der Politik, erst immer mehr Schulden zu machen, sich aber dann zu beschweren, wenn jemand diese Schuldtitel kauft. So nach dem Motto: bitte bitte borg mir Geld, aber gib zu daß du ein Schwein bist, wenn du das tust, damit ich jemanden habe, auf den ich den Zorn meiner Wähler lenken kann.

Nicht daß ich jetzt unbedingt riesige Sympathien mit Hedgefonds habe. Ich finde sie für die Geldanlage zu riskant, aber insgesamt ist deren Bedeutung ziemlich gering. Die Polemik soll nur von anderen Dingen ablenken, nämlich die Unfähgikeit der Politik, langfristig solide zu wirtschaften, und die Dummheit der Wähler, ihre Politiker auch noch dazu anzustiften oder es ihnen mindestens durchgehen zu lassen. Wir haben gerade erst zwei grundfalsche Entscheidungen erlebt. Die Rente mit 63 und die Mütterrente. Beides sind teure, sinnlose Projekte, die irre viel Geld kosten werden und in die völlig falsche Richtung steuern. Da geht der Wähler eine unselige Symbiose mit der Regierung ein. Und wenn die teure Rechnung serviert wird, sind die Hedgefonds schuld gewesen?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 29. Mai 2014, 00:04:27
Wenn du jetzt von dem Investmentbänker verlangst, dass er Zivilcourage zeigen soll, sein Tun unter ethischen Aspekten kritisch betrachten soll und sich für mehr Moral einsetzen, statt nach dem gegebenen System zu handeln, dann würde ich mal ganz vorsichtig sein und hinterfragen, wie viel Zivilcourage man selber zeigt, um etwas zu verändern.

Es gab etliche Tausend deutsche Anleger, die für ein halbes Prozent mehr ihr Geld nach Island geschafft haben und dann einen Totalverlust hatten, weil da die deutsche Einlagensicherung nicht greift. Ich sehe nicht, wo die irgendwie einen Deut weniger gierig oder unethisch waren.

Und es ist ärgerlich, daß der deutsche Staat diese Leute rausgehauen und ihnen ihre Verluste ersetzt hat. Davon redet heute keiner mehr. Die geben eben kein so schönes Feindbild ab, im Gegenteil könnte es der Bürger dem Politiker sogar übelnehmen, wenn er erzählt bekommt, daß er mit den bösen Bankern mehr gemein hat, als er zugeben will. Es ist doch viel besser, wenn nur die anderen schlecht sind, nicht wahr nigel?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 29. Mai 2014, 00:05:44
ich weiß nicht mehr, von wem das stammt, darendorf oder dutschke... jedenfalls vor 1970 . - ich weiß nur noch, dass mir dersatz damals einen riedenschrecken eingejagt hat seit dem beziehe ich position.

" dreißig unpolitische und drei faschisten sind dreiunddreißig faschisten. "

Vielleicht solltest du dich daran erinnern, daß hirnloses Polemisieren gegen andere ein Merkmal ebendieser ist.

Wenn schon, dann sollte man seine Kritik fundieren und nicht einfach nur rumpoltern. Es könnte dir dabei aber aufgehen, daß das alles gar nicht so eindeutig gut und böse ist.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 29. Mai 2014, 01:59:27
Zitat
hirnloses Polemisieren

Wenn schon, dann sollte man seine Kritik fundieren und nicht einfach nur rumpoltern.


aahhh-ja.


Zitat
Die Kreditpakete wurden von Investmentbanken erfunden und vor allem an stinknormale Banken verkauft


wer hat´s erfunden?


einige us-banken haben, weil immobilienpreise stiegen dieweitere steigerung ANGENOMMEN und auf diese möglichkeit hin hütten zu irren preisen "bewertet" und völlig überzogene kredite gesteut.
als dann plötzlich und völlig überraschend keiner mehr zu den mittlerweile astronomischen preisen häuser kaufen wollte, weil viele übergroße kredite notleidend wurden....
das konntedoch keiner ahne... - und schon gar nicht , wenn die gier größer wird als das denken.
und als das anfing... haben diegesagt: ups, wir haben mist gebaut, lass uns zusehen, wie wir das begrenzen..?
nee, die haben kredite gebündelt und fleißig die faulen kredite zwischen den guten versteckt und weiterverkauft.
und wegen der von ihnen initierten hysterie haben die bis dahin einigermaßen seriösen banken blind drauflosgekauft,
als die dominoralley schon begonnen hatte, klein und leise.
soll ich weiter erzählen?




leute in dem job müssen wissen, dass schneeball-systeme auf dauer nicht funktionieren.
wenn nicht, hatten sie in dem job nichts zu suchen - und wenn, sind sie schlichtweg kriminell.
und weil das so hoch riskant war und die auf eine arte doch ganz normale menschen sind -
wie konnten sie die anspannung und die panik aushalten? mit meditation und ayuveda?
nee, schnaps, koks, amphetamine und porno zum druckabbau. und dann weitermachen, bloß nicht aufhören, mehr, größer...


ich schätze 80% der aktionen , dieses riesige ausmaßes ist passiert in begleitung von unmengen an drogen.
kein mensch mit klarem verstand käme auf die idee, bungeejump mit nem hutgummi ...


das volumen wurde nicht von risikofreude, begeisterung, arbeitsfreude und erfolgsstreben gezeugt.


die erzeuger dieser katastrophe sind:  das wechselspiel hysterie - panik, gier, dummheit, rücksichtslosigkeit und drogen.


aber wahrscheinlich irre ich mich und das sind alles brave, asketische, kluge philanthopen und altruisten, die sich zufällig ein wenig geirrt haben. eigentlich müßten sie orden bekommen und/oder heilig gesprochen werden.




heute hab ich eine tamariske gesehen. nee, war kein schild dran . erkenn ich so aus erfahrung. und vom angucken erkenne ich ob jemand bier, wein oder schnaps mäßig trinkt oder säuft. und die selten gewordenen reinen kokser oder h-user. die meisten sind politoxikoman. meist reicht schon ein foto oder ein kurzer film. man kann es sehen..


es ist so eine sache mit dem wissen . wie lang der nil ist oder das 1x1 muss man lernen.
und es gibt direktes wissen, dass man nur zulassen muss: wildfremden frauen ansehen, dass sie 2 kinder haben oder seit kurzem schwanger sind. du siehst jemanden zum 1. mal und weißt sofort, der hat magenkrebs. ohne infos, ohne fakten. - bis die rückmeldung kommt, dass es stimmt. nee, das ist keine hellseherei, man muß nur offen sein., gewahrsam...
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 29. Mai 2014, 04:16:23
wer hat´s erfunden?

Investmentbanker. Genauer gesagt, talentierte Mathematiker, die Investmentbanker wurden. Daran gibt's auch gar nichts schönzureden, aber ein bißchen differenzieren wäre trotzdem nett.

Wollen wir mal festhalten, daß
1. Hedgefonds bei der ganzen Sache kaum eine Rolle spielten
2. die ungezügelte Vergabe von Krediten von der Politik gewollt war
3. eine Menge Leute auch in der sogenannten "Realwirtschaft" gut daran verdient haben
4. die Börse dabei gar keine Rolle spielte. Keines dieser Kreditpakete wurde börslich gehandelt.
5. Aktien dabei gar keine Rolle spielten.
6. die Staatsschuldenkrise gerade mal in Irland primär von den Banken verursacht wurde, und sekundär nur Zypern, nachdem dort die Banken den griechischen Schuldenschnitt nicht verkraftet haben. Island mal außen vor, da nicht EU und nicht Euro.

Differenzieren ist aber nicht deine Stärke, sonst würdest du nicht sowas schreiben:

Zitat
wenn leute wie du und ich im beruf mist bauen, ist der schaden relativ klein und begrenzt.
aber wenn ein soziopath in einer bank oder ratingagentur oder börse oben am hebel sitzt....

glaubst du im ernst, die wll-street sepukus handeln aus schlechtem gewissen? die haben schiß vor dem knast oder vem totalen verlust wg regress. geld weg, auto, haus, die olle.. und keiner will ihn mehr haben.

das ganze finanzsystem ist verselbständigt und ein großer teil hat mit richtiger wirtschaft nichts mehr zu tun. - ausser rosinenpicken.
und wenn d irre sitzen, die nix anderes im kopf haben als in die eigene tasche schaufeln, egal was sie bei anderen anrichten.

Bei dir ist es ja immer gleich "das ganze finanzsystem", "die Börse", die xyz...

Zitat
leute in dem job müssen wissen, dass schneeball-systeme auf dauer nicht funktionieren.
wenn nicht, hatten sie in dem job nichts zu suchen - und wenn, sind sie schlichtweg kriminell.
und weil das so hoch riskant war und die auf eine arte doch ganz normale menschen sind -
wie konnten sie die anspannung und die panik aushalten? mit meditation und ayuveda?
nee, schnaps, koks, amphetamine und porno zum druckabbau. und dann weitermachen, bloß nicht aufhören, mehr, größer...

Ich kann meinen Bankberater, bei dem ich einen Kredit abgeschlossen habe, darin irgendwie nicht wiedererkennen.

Zitat
ich schätze 80% der aktionen , dieses riesige ausmaßes ist passiert in begleitung von unmengen an drogen.
kein mensch mit klarem verstand käme auf die idee, bungeejump mit nem hutgummi ...

Worauf beruht diese Schätzung? Auf deiner magischen Fähigkeit, jemandem Magenkrebs anzusehen?

Zitat
es ist so eine sache mit dem wissen . wie lang der nil ist oder das 1x1 muss man lernen.
und es gibt direktes wissen, dass man nur zulassen muss: wildfremden frauen ansehen, dass sie 2 kinder haben oder seit kurzem schwanger sind. du siehst jemanden zum 1. mal und weißt sofort, der hat magenkrebs. ohne infos, ohne fakten. - bis die rückmeldung kommt, dass es stimmt. nee, das ist keine hellseherei, man muß nur offen sein., gewahrsam...

Schon mal über eine Karriere als Wunderheiler nachgedacht? Du strahlst da eine Selbstüberschätzung aus, die den von dir kritisierten Bankern irgendwie nicht viel nachsteht. Mal so als Tip: Hellseherei ist kein Kunststück, wenn man nur die Treffer berücksichtigt.

Diese Art und Weise, ständig alles erklären zu wollen, ohne wirklich was darüber zu wissen, und das Wissen dabei noch als hinderlich zu erklären, nervt.

"Dummheit ist nicht "wenig wissen", auch nicht "wenig wissen wollen", Dummheit ist "glauben, genug zu wissen". Konfuzius
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Mattieu am 29. Mai 2014, 12:28:40
Schon mal über eine Karriere als Wunderheiler nachgedacht? Du strahlst da eine Selbstüberschätzung aus, die den von dir kritisierten Bankern irgendwie nicht viel nachsteht. Mal so als Tip: Hellseherei ist kein Kunststück, wenn man nur die Treffer berücksichtigt.

Diese Art und Weise, ständig alles erklären zu wollen, ohne wirklich was darüber zu wissen, und das Wissen dabei noch als hinderlich zu erklären, nervt.

Geht mir auch verstärkt auf den Keks.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 29. Mai 2014, 13:33:11
Ist denn die "Heuschrecke" schlimmer als die Sparkasse?
Zitat

Es ist die Dosis, die das Gift macht.

Zitat
Die Kreditpakete wurden von Investmentbanken erfunden und vor allem an stinknormale Banken verkauft, darunten sehr viele deutsche Landesbanken, die Besitzer der Sparkassen, und sogar einige Sparkassen direkt.

Das ist ganz normale Gier. Ist die erst mal geweckt, wird sie hoch infektiös und schlägt natürlich durch bis zum Kleinsparer.

Zitat
in der anschließenden Staatsschuldenkrise, die von Politikern immer gerne den Banken untergeschoben wird, damit sie selber sich nicht der Verantwortung stellen müssen und auch ihre Wähler nicht vor den Kopf stoßen müssen, sind Hedegefonds erst erschienen als es Staatschulden nach dem griechischem Schuldenschnitt mit großem Abschlag zu kaufen gab.

Natürlich. Trotzdem muß sich jeder Einzelne daran beteiligt gewesene Banker an die Nase fassen und sich fragen, ob man alles tun muß, nur weil man es tun darf bzw. man weiß, daß man ungestraft damit durchkommt.

Zitat
Nun ist es eine besondere Pikanterie oder auch Scheinheiligkeit der Politik, erst immer mehr Schulden zu machen, sich aber dann zu beschweren, wenn jemand diese Schuldtitel kauft.

Der billige Kredit ist ein süßes Gift...

Zitat
Die Polemik soll nur von anderen Dingen ablenken, nämlich die Unfähgikeit der Politik, langfristig solide zu wirtschaften

Gar keine Frage.

Zitat
und die Dummheit der Wähler, ihre Politiker auch noch dazu anzustiften oder es ihnen mindestens durchgehen zu lassen.

Woher soll der Durchschnittswähler das auch wissen? Er wird von Politik und Mainstreammedien systematisch für dumm verkauft.

Zitat
Wir haben gerade erst zwei grundfalsche Entscheidungen erlebt. Die Rente mit 63 und die Mütterrente

Bei ersterer sehe ich wenig Gefahren. Wer arbeitet denn noch 45 Jahre lang in seinem Leben? Die meisten werden vorher krank und / oder arbeitslos.

Zitat
Da geht der Wähler eine unselige Symbiose mit der Regierung ein

Das Wecken von Begehrlichkeiten klappt eben immer.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 30. Mai 2014, 00:29:12
Natürlich. Trotzdem muß sich jeder Einzelne daran beteiligt gewesene Banker an die Nase fassen und sich fragen, ob man alles tun muß, nur weil man es tun darf bzw. man weiß, daß man ungestraft damit durchkommt.

Wäre schön, wenn sie das tun, das gilt aber für alles im Leben. Menschen werden zu Schweinen, wenn sie sich unbeobachtet fühlen.

Zitat
Woher soll der Durchschnittswähler das auch wissen? Er wird von Politik und Mainstreammedien systematisch für dumm verkauft.

Das kann er schon wissen, die Erkenntnis ist aber u.U. unbequem, vielleicht auch, weil sie den eigenen Partikularinteressen entgegensteht. Jedenfalls will ich noch nicht glauben, daß die Deutschen wirklich in der Mehrheit doof sind.

Zitat
Bei ersterer sehe ich wenig Gefahren. Wer arbeitet denn noch 45 Jahre lang in seinem Leben? Die meisten werden vorher krank und / oder arbeitslos.

Gute Frage. Die aktuelle Regelung ab 62 soll auch nur für Jahrgänge bis 1953 gelten. Es ist also ein Geschenk an die jetzt 61jährigen danach get's erst ab 65 Jahren. Akademiker sind außen vor, denn Studienzeiten werden nicht angerechnet.

Trotzdem habe ich die Zahl von 3% zusätzlichen Kosten für die Rentenversicherung gehört. Das ist schon gewaltig viel. Es ist aber auch ein falsches Signal. Wir müssen länger arbeiten, nicht kürzer, und wir können es auch. Da wird dann immer mit dem Dachdecker argumentiert, der ist aber gar nicht mehr repräsentativ.

Dazu die passende Meldung: Rentenpapst Ruland tritt aus der SPD aus  (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/wegen-rente-mit-63-rentenpapst-ruland-tritt-aus-der-spd-aus-12962403.html)

Mutig wäre ja gewesen, wenn die Regierung die Kosten nicht einfach aus der RV nehmen würde, sondern mit einer Erbschaftsteuer finanzieren. Dann würde diese Wohltat wenigstens aus dem Vermögen der Rentnergeneration finanziert.

Dabei ist völlig untergegangen, daß unsere Regierung derzeit das Recht bricht, wenn sie sich weigert, die momentan zu hohen Reserven der RV für eine Beitragssenkung zu verwenden.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 30. Mai 2014, 01:03:39
... Jedenfalls will ich noch nicht glauben, daß die Deutschen wirklich in der Mehrheit doof sind.

...
Du Optimist!

Mittlerweile bin ich der Meinung, dass selbst der durchschnittliche Abiturient nicht mehr in der Lage ist, 1+1 zusammenzuzählen, von so schwierigen mathematischen Operationen wie 1*1 oder gar 1*0 ganz zu schweigen.
Was gianluca nebenan über bachelor-absolventen schrieb, deckt sich 1:1 mit Erfahrungen, die etliche Entscheider aus meiner Umgebung so erzählen. Ein mir bekannter Steuerberater sucht händeringend eine Auszubildende. Mit Regionalschulabsolventen gibt er sich schon gar nicht mehr ab, weil es dort schon an den Grundrechenarten, Lesen und Schreiben hapert. Selbst Abiturienten haben Probleme, aus einem Bruttobetrag den Nettobetrag herauszurechnen.
Armes Schland
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 30. Mai 2014, 01:06:00
... Menschen werden zu Schweinen, wenn sie sich unbeobachtet fühlen.

...
Also ich bin der Meinung, dass die meisten menschen sich nur unwesentlich von Schweinen unterscheiden und nur unter Beobachtung ihre zivilisatorische Tunika übertun. Ab und an, auch das schrob ich schon, nicht mal dann.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 30. Mai 2014, 01:09:50
axo: Sachargumentativ hast du natürlich Recht: Die Rente ab 63 und die Mütterrente sind finanzpolitisch und wirtschaftlich völliger Quatsch. Ist aber der wachsenden Anzahl der Rentner und derjenigen, die in vier Jahren Rentner werden geschuldet.
Mutti ist auch schon 60, die muss an ihre Rente denken.
Und die Anzahl der Alten-Wähler nimmt immer mehr zu.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 30. Mai 2014, 08:46:35
Also ich bin der Meinung, dass die meisten menschen sich nur unwesentlich von Schweinen unterscheiden

Das ist genetisch belegt; die DNA von Menschen und Schweinen ist sehr ähnlich.

Wäre schön, wenn sie das tun, das gilt aber für alles im Leben.

Ja, aber das ist keine Ausrede.

Zitat
Das kann er schon wissen, die Erkenntnis ist aber u.U. unbequem, vielleicht auch, weil sie den eigenen Partikularinteressen entgegensteht. Jedenfalls will ich noch nicht glauben, daß die Deutschen wirklich in der Mehrheit doof sind.

Ich teile Deinen Optimismus da nicht. Ein befreundeter Kollege unterrichtet BGB und VOB in Meisterkursen bei der Handwerkskammer. Er ist manchmal ziemlich entsetzt über das Niveau dort. Da wird munter unreflektiert nachgeplappert, was die Medien so auftischen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 30. Mai 2014, 15:01:04
" dreißig unpolitische und drei faschisten sind dreiunddreißig faschisten. "
Ach Nigelchen.

Das funktioniert auch mit 3 Bolschewiken, Grünen, Veganern, Feministen oder von welcher Hassgruppe sonst gerade die Rede ist  :.)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Teppichporsche am 03. Juni 2014, 12:46:52
aber wenn aktien steigen oder fallen, weil GERÜCHTE unterwgs sind.... wo bitte gehts denn hier zur realität?

Aktien sind wie Lotto und Lotto ist genauso real wie alles andere auch. Aber natürlich gibt es keinen Zusammenhang zwischen dem Wert einer Aktie und dem "Wert" eines Unternehmens.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 03. Juni 2014, 13:48:03
Natürlich gibt es da Zusammenhänge.
Bloß sind das nicht immer die gleichen, und meistens mangelt es an der Transparenz.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 14. Juni 2014, 21:50:00
Umweltschützer als Spekulant: Greenpeace-Mitarbeiter verzockt Spender-Millionen (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/greenpeace-mitarbeiter-verzockt-spender-millionen-a-975215.html)

jaja, Währungsgeschäfte. Das ist eben doch überall das gleiche.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 15. Juni 2014, 10:02:52
Zitat
Greenpeace International verzeichnete im letzten vorgelegten Jahresbericht von 2012 Einnahmen von rund 270 Millionen Euro, das meiste davon Spenden der knapp drei Millionen Unterstützer.

Respekt. Kann man in dem Bericht auch nachlesen, wo die Kohle hingegangen ist?

Werden die Aktivisten vor Ort eigentlich nach Tarif bezahlt?
Titel: IKEA
Beitrag von: ganter am 14. Oktober 2014, 23:57:40
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ikea-40-jahre-billy-regale-und-co-in-deutschland-a-997069.html

Ich gestehe:
Auch ich bin mittlerweile IKEA Fan.

Weniger wegen der Möbel, das meiste ist für unsere Bedürfnisse nicht brauchbar.
Die Küche ist bislang top, allerdings löst sich bei dem einen Unterschrank neben der Geschirrspülmaschine das Plastikfurnier. Ich schätze, Pattex wird es richten, keinen Bock auf Austausch.
Poäng erfüllt seit 15 Jahren seinen Dienst und IVAR wurde in den Zimmern der Kiddies passgenau eingebaut.
Gössel Nr. 1 hat ihr WG-Zimmer nur durch IKEA eingerichtet, bislang passt alles. Der maßgenaue Aufbau ist latürnich was für den geborenen Heimwerker.

Was wirklich gut ist, kann mann nur ansatzweise beschreiben: Das Kinderland. mann bringt seine kiddies morgens hin, frühstückt in aller Ruhe, anschließend geht mann in der Großstadt shoppen, mittags holt mann sie kurz ab, füttert alle an der IEA Theke durch, anschließend landen sie wieder im smallland und frau kann weiter die Kreditkarte des ganters belasten. Abends sind alle glücklich. Einfach unbeschreiblich.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 31. Januar 2015, 15:52:46
Europe after the Minotaur: Greece and the Future of the Global Economy (http://www.amazon.de/Europe-after-Minotaur-Greece-Economy-ebook/dp/B00SV1T1VE/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1422615195&sr=8-1&keywords=Europe+after+the+Minotaur)

Was der neue griechische Finanzminister zu sagen hat. Download für lau bei Amazon.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 01. Februar 2015, 00:41:23
Die Pressekonferenz mit Dijsselbloom war doch schon ganz interessant. Die Griechen sind schon selbstbewußt. Kein Geld, hohe Schulden, miese Strukturen, aber in die Hand beissen, die einen füttert. Aber wahrscheinlich kommen sie damit durch. Die Bundesregierung will demnächst 20 Mrd. bewilligen, wenn Griechenland Zusagen macht. Eigentlich sollten es nur 10 sein, aber scheiss drauf. Und da Zusagen nicht wehtun, wenn man sie nicht einhält, wird es irgendwelche Versprechen geben und dann wird gezahlt. Vielleicht wird auch mit der Staatspleite gedroht und dann zittern auch wieder alle.

Der IWF wird dann aber vielleicht aus der Finanzierung aussteigen. Der besteht immer auf einer Delegation vor Ort.

Varoufakis: "Lasst uns pleite gehen! Jetzt! Mit einem Lächeln und optimistisch! Ein solches Ereignis sollten andere fürchten, auch die Regierung von Frau Merkel, die deutsche Banken wird retten müssen. Und wisst Ihr, was das Beste ist? Wenn wir uns selbst von der Angst vor einer Staatspleite freimachen könnten, würden unsere deutschen Freunde sich sofort beeilen, sie zu verhindern."

Die Nagelprobe wird sein, ob sie endlich die Reeder und anderen Reichen besteuern. Meine Vermutung ist: sie werden es nicht tun und sie werden genauso wie die Alt-Parteien eine eigene Klientelpyramide aufbauen. Der erste Schritt ist dazu mit der Wiedereinstellung der entlassenen Beamten gemacht.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 01. Februar 2015, 10:10:00
Die Nagelprobe wird sein, ob sie endlich die Reeder und anderen Reichen besteuern. Meine Vermutung ist: sie werden es nicht tun und sie werden genauso wie die Alt-Parteien eine eigene Klientelpyramide aufbauen. Der erste Schritt ist dazu mit der Wiedereinstellung der entlassenen Beamten gemacht.

Eben. Die alte griechische Krankheit: 2.000 Pförtner für 12 Eingänge.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 01. Februar 2015, 20:47:05
Der neue griechische Finanzminister hat auf der Pressekonferenz in Frankreich gesagt, daß Griechenland zu viel Geld geliehen wurde und deshalb die Geldgeber Schuld sind. Ich glaube aber nicht, daß er es ok finden würde, wenn man daraus lernt und fortan weniger Geld leiht.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 01. Februar 2015, 20:50:43
Der neue griechische Finanzminister hat auf der Pressekonferenz in Frankreich gesagt, daß Griechenland zu viel Geld geliehen wurde und deshalb die Geldgeber Schuld sind.

Ja nee, is klar. Normalerweise höre ich solche Sprüche von 18jährigen, die ihren Dispo überzogen oder eine vierstellige Handyrechnung produziert haben und dann vor mir sitzen, weil sie nicht wissen, wie sie das ausgleichen sollen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 01. Februar 2015, 20:54:19
So ungefähr auf dem Niveau läuft das ab, aber er wird damit durchkommen, denn andere Regierungen wollen auch gerne mehr Schulden aufnehmen. Von da wird er Unterstützung kriegen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 01. Februar 2015, 20:56:43
Druckt das Geld doch gleich auf Klopapier.  :kotz
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 01. Februar 2015, 21:54:32
haha, es geht gar nicht um gedrucktes geld.

das sind alles buchungsvorgänge.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/varoufakis-portrait-des-neuen-griechischen-finanzministers-a-1015426.html#js-article-comments-box-pager (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/varoufakis-portrait-des-neuen-griechischen-finanzministers-a-1015426.html#js-article-comments-box-pager)

ich finde den kerl cool. der ist so erfrischend anders als die restliche mischpoke. der hat potential für neue pragmatische lösungen.



"Mir wurde gesagt, jetzt sei die Zeit gekommen, um den Mund zu halten. Ich habe vor, diesen Rat zu ignorieren."
[/size]
[/size]leonidas war auch grieche. :evil
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 01. Februar 2015, 22:31:14
haha, es geht gar nicht um gedrucktes geld.

das sind alles buchungsvorgänge.

Buchen kann man nur Beträge, die sich auf dem Konto befinden. Wenn die Geldmenge auf dem Konto für die Buchungskunststückchen nicht ausreichen, kann ein Staat oder die EZB einfach solange Geld drucken, bis genug davon da ist, um munter weiter rumbuchen zu können.

Zitat
ich finde den kerl cool. der ist so erfrischend anders als die restliche mischpoke.

Man darf jedenfalls gespannt sein, was er jetzt vorhat.

Zitat
der hat potential für neue pragmatische lösungen.

Pragmatische Lösungen hatten der Schinderhannes und Robin Hood auch drauf.  8)

Ich versuche gerade, sein Buch zu lesen, das es bei Amazon zum Download gibt. Besonders weit bin ich allerdings noch nicht damit. Es ist nur ein Teil eines andern Werks und bezieht sich ständig auf Kapitel, die in dem heruntergeladenen Teil natürlich nicht vorhanden sind. Außerdem komme ich mit diesem Konglomerat aus Anspielungen auf die griechische Mythologie und Ökonomensprech nicht klar.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 01. Februar 2015, 23:39:25
ich finde den kerl cool. der ist so erfrischend anders als die restliche mischpoke. der hat potential für neue pragmatische lösungen.

Lösungen hat er auch nicht. Gleichzeitig im Euroraum bleiben, weiter Kredite bekommen und mehr ausgeben, wird nicht gehen. Das Kunststück kriegt er auch nicht hin. Pragmatisch wäre eine Staatspleite und Euro-Austritt. Da hat er nun wieder das Problem, daß Syriza versprochen hat, im Euro zu bleiben, und zwar, weil der Euro mittlerweile zum ersatzweisen Geschäftsmodell geworden ist. Mit dem Euro gibt's Drohpotential und Finanzhilfen. Eine Staatspleite und gleichzeitig im Euro bleiben, wird nicht durchgehen. Aber Staatspleite und Euro-Austritt gehen auch nicht, weil das Drohpotential sofort weg wäre und dann auch die Hilfsprogramme. Dann gäbe es keinen Grund für Transfers mehr, aber ohne Devisen könnte nur das konsumiert werden, was im Land hergestellt wird. Das wäre mit deutlichen Einschränkungen beim Konsum verbunden. Es wäre zwar gut für die Wettbewerbsfähigkeit, aber momentan scheint es noch wichtiger, Euros zu haben, um deutsche Autos kaufen zu können.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Kulle am 01. Februar 2015, 23:48:03
Ich weiß nicht woher jetzt mein Latein kommt. Irgendwo hab ich mal gelesen das der zweite Weltkrieg von den USA hätte viel schneller gewonnen werden können, wenn sie die ganze Ökonomie außen vorgelassen hätten. Der Staat hatte zwar nicht das Geld aber die Wirtschaft war in der Lage zu produzieren was der Staat brauchte um Krieg zu führen.
Das ist natürlich gefundenes Fressen für die Linke. Schaft das Geld ab, es bremst nur. Das dürfte auch demnächst rund um Griechenland wieder Thema werden.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 02. Februar 2015, 01:12:13
Zitat
Dann gäbe es keinen Grund für Transfers mehr, aber ohne Devisen könnte nur das konsumiert werden, was im Land hergestellt wird. Das wäre mit deutlichen Einschränkungen beim Konsum verbunden. Es wäre zwar gut für die Wettbewerbsfähigkeit, aber momentan scheint es noch wichtiger, Euros zu haben, um deutsche Autos kaufen zu können.


die brauchen geld, um strom, essen und kleidung zu bezahlen.
die leute haben suizid begangen um der wahl zwischen erfrieren und verhungern zu entgehen , nicht weil sie sich keinen neuen audi kaufen können.
aber du glaubst ja auch, dsss ich möbelpacker mittagessen für 5€ leisten können.




es ist durchaus möglich, dass varoufakis völlig anders denkt als du oder ich. dass er lösungsansätze findet, die ausserhalb der
grenzen liegen, die jetzt die diskussion einengen.

manchmal muß man paradox handel um erfolg zu haben.

sunzi:

Wollen wir nicht kämpfen, dann können wir verhindern, daß der Feind uns in einen Kampf verwickelt, auch wenn unser Lager nur von einer Linie auf dem Boden umgeben ist. Alles, was wir dazu tun müssen, ist, ihm etwas Seltsames, Unerklärliches in den Weg zu legen.
 Du Mu berichtet eine Kriegslist von Zhuge Liang, der im Jahre 149 v. Chr., als er Yangping besetzt hatte, kurz vor dem Gegenangriff von Sima Yi plötzlich seine Banner einholte, das Trommeln einstellte und die Stadttore öffnen ließ. Hinter dem Tor waren nur einige Männer zu sehen, die den Boden fegten und wässerten. Dieses unerwartete Vorgehen hatte die gewünschte Wirkung, denn Sima Yi vermutete einen Hinterhalt, sammelte seine Armee und zog sich zurück.


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nach langer belagerung war eine stadt kurz vorm verhungern. den belagerern ging es nicht wesentlich besser.
der kommandant der stadt ließ den letzten ochsen schlachten und mit allem essen füllen, das noch da war.
den ochsen warfen sie über die mauer, den belagerern vor die füße.
im glauben, die stadt wolle sie mit der gabe aus ihrer fülle verhöhnen und der folgenden unruhe unter den darbenden belagerersoldaten packten sie zusammen und zogen ab.
einen tag später hätte die stadt kapituliert.
( hab vergessen wann und wo das war, aber das ist tatsächlich passiert.)




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auf ghandis marsch zum meer wurde die große gruppe von berittener polizei gestoppt. ghandi legte sich lang auf den boden und sang.der
rest der marschierer folgtes einem beispiel, statt wegzulaufen . die pferde wurden immer unruhiger und scheuten und waren nicht vorwärts zu bewegen. die polizei zog sich zurück.






mit irrationalem und unerwartetem verhalten kann man situationen grundlegend ändern. ich bin gespannt, was für ein hölzernes pferd die griechen dieses mal bauen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 02. Februar 2015, 08:23:42
https://www.youtube.com/watch?v=BiIO4YciewU (https://www.youtube.com/watch?v=BiIO4YciewU)

Yanis Varoufakis Newsnight interview


und:
https://www.youtube.com/watch?v=FJP1Ysx47fo


"We are going to destroy the Greek oligarchy system" | Channel 4 News
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 02. Februar 2015, 09:48:44
"We are going to destroy the Greek oligarchy system"

Das wäre eine ganz tolle Sache! Warten wir es ab, ob er das wirklich in Angriff nimmt.

die brauchen geld, um strom, essen und kleidung zu bezahlen.

Während einige reiche Griechen keinen Cent Steuer bezahlen und der griechische Staat bisher keine Anstalten gemacht hat, denen mal an die Konten zu gehen.

Die Lösung liegt zu einem guten Teil *in* Griechenland.

Zitat
es ist durchaus möglich, dass varoufakis völlig anders denkt als du oder ich. dass er lösungsansätze findet, die ausserhalb der
grenzen liegen, die jetzt die diskussion einengen.

Das wäre zu wünschen. Blöd scheint er ja nicht zu sein.

Zitat
auf ghandis marsch zum meer wurde die große gruppe von berittener polizei gestoppt. ghandi legte sich lang auf den boden und sang.der
rest der marschierer folgtes einem beispiel, statt wegzulaufen .

Leg Dich doch mal vor ein paar Idioten, die im Namen ihrer Religion mal wieder irgendwas oder irgendwen in die Luft jagen.  :evil
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 02. Februar 2015, 12:59:04
die brauchen geld, um strom, essen und kleidung zu bezahlen.

...und Autos. Das Problem ist nämlich komplexer. Wenn man eine Agrargesellschaft, in der die meisten Strom und jeder Essen und Kleidung haben, mit 40 Mrd Kredit im Jahr auf den Stand eines mitteleuropäischen Landes hievt, ändert sich ein Land. Die Ansprüche steigen, sind teilweise auch andere. Die Menschen gehen vom Land in die Stadt, nehmen Bürojobs an usw. Wenn man dann den Geldhahn zudreht, geht's eben leider nicht wieder auf den relativ ausbalancierten vorherigen Zustand, sondern in eine verarmte Industriegesellschaft, nur eben ohne Industrie.

Es gibt da ein schönes, krasses Beispiel. Der Instelstaat Nauru. Da gab es viel Salpeter und die Leute sind irre reich geworden, haben ihr traditionelles Leben aufgegeben, Immobilien in Paris gekauft und dergleichen. Dann war das Salpeter alle und jetzt herrscht blanke Armut, denn es ging nicht wieder in die alte Lebensweise zurück. Keiner wußte mehr, wie man vor dem plötzlichen Reichtum das Leben und den Alltag organisiert hatte.

Zitat
die leute haben suizid begangen um der wahl zwischen erfrieren und verhungern zu entgehen , nicht weil sie sich keinen neuen audi kaufen können.

Die Suizidrate ist trotzdem niedriger als in Deutschland. Das Statement ist eh zu platt. Denn der Abstieg aus der Mittelschicht kann sicher genauso dramatisch empfunden werden, selbst wenn man dann eben noch nicht efriert oder verhungert, sondern "nur" das Auto abschaffen muß.

Zitat
aber du glaubst ja auch, dsss ich möbelpacker mittagessen für 5€ leisten können.

Sondern? 'nen Döner für 2,50 €? Oder mitgebrachte Stullen? Oder essen die gar nicht?

Zitat
es ist durchaus möglich, dass varoufakis völlig anders denkt als du oder ich. dass er lösungsansätze findet, die ausserhalb der
grenzen liegen, die jetzt die diskussion einengen.

Er muß genau das machen, was die letzten 4 Jahre schon verlangt wurde:
o ein funktionierendes Steuersystem aufbauen, in dem JEDER zahlt, der Einkommen oder Vermögen hat
o die Verwaltung komplett umkrempeln und auf Normalmaß reduzieren
o Korruption bekämpfen
o Entbürokratisieren, damit überhaupt jemand Lust hat, dort zu investieren
o Monopole zerschlagen
o Pfründe abschaffen, z.B. vererbbare Taxi-Lizenzen, Staatsunternehmen als quasi privates Vehikel der Gewerkschaften. Das heißt letztlich auch Privatisieren.
o Militärausgaben runter
o Arbeitsmarkt liberalisieren

All das haben sie nicht gemacht. Sie haben einfach die Finanzierung des Staates runtergefahren, aber den Rest so gelassen. Dann fehlt einfach überall Geld, ohne daß das Gemeinwesen an sich effizienter wird und sich sich besser selber finanziert, indem auch mal die Wirtschaft und die Einnahmen angekurbelt werden. Und das spüren dann die am meisten, die am wenigsten Puffer haben.

Und eigentlich muß er auch die Drachme wieder einführen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 02. Februar 2015, 17:36:31
 Tsipras-Vertraute Dourou: "Ein Schuldenschnitt ist unsere einzige Chance" (http://www.spiegel.de/politik/ausland/tsipras-interview-mit-gouverneurin-dourou-a-1015810.html)

Zitat
SPIEGEL ONLINE: Das Geld dafür muss ja aber irgendwoher kommen?

Dourou: Wir brauchen einen signifikanten Schuldenschnitt. Das ist die einzige Chance, einen wachstumsorientierten Weg zur Erholung unserer Wirtschaft frei zu machen.

Also pragmatisch ist das auch nicht und beantwortet auch nicht die Frage. Griechenland muß derzeit noch gar nicht tilgen und zahlt auf die Kredite aus dem ersten Programm nur 0.5% über Euribor (0.3%), macht 0.8%. Beim zweiten Hilfspaket sind's 3,5%. Im Durchschnitt sind's dann wohl 1,5%, aber es ist schwer, dazu konkrete Infos zu bekommen, obwohl das eigentlich ganz simple Fakten sind. Außerdem hat man festgelegt, daß Gewinne, die die EZB aus dem Handel mit GR-Anleihen macht, an die nationalen Notenbanken gehen und dort für die Tilgung genommen werden. Da ist von 10 Mrd. die Rede.

Wäre mal interessant zu wissen, was überhaupt derzeit an Zinsen gezahlt wird und ob das wirklich die Entlastung wäre, die ihr da vorschwebt. Man kann aber auch davon ausgehen, daß ein entschuldetes Griechenland sofort wieder neue Schulden machen würde.

Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Mattieu am 03. Februar 2015, 10:28:22
Ein Schuldenschnitt für Griechenland ist politisch nicht möglich. Er würde den nationalistischen Parteien in den EU Ländern Zulauf verschaffen. Es wird den übrigen südeuropäischen Ländern nicht zu vermitteln sein, dass sie kurz vor der eigenen Notlage stehend den griechischen Bürgern mehr zukommen lassen sollen als ihren eigenen. 
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 03. Februar 2015, 12:58:53
deshalb reist der neue Finanzminister durch die Lande. Ich denke, unter der Hand verspricht er den südeuropäischen Ländern einen anderen Schnitt oder sonstige Kompensationen. So bekommt er seine Gefolgsleute und gut ist.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Mattieu am 03. Februar 2015, 13:16:42
verspricht er den südeuropäischen Ländern einen anderen Schnitt oder sonstige Kompensationen

Durch wen sollte das legitimiert sein?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 03. Februar 2015, 14:26:56
deshalb reist der neue Finanzminister durch die Lande. Ich denke, unter der Hand verspricht er den südeuropäischen Ländern einen anderen Schnitt oder sonstige Kompensationen. So bekommt er seine Gefolgsleute und gut ist.

Rate mal, warum er zuerst in Frankreich war. Frankreich würde gerne mehr Schulden machen und ist das wackelige Element im "Nordblock".

Durch wen sollte das legitimiert sein?

Es geht um Mehrheitsbeschaffung und um den seit 4 Jahren währenden Kampf um den Charakter des Euro. Soll er wie die DM sein oder wie die Lira? Beim Zusammenschluß hatte der Norden gehofft, den Süden auf seine Linie zu bringen. Jetzt formiert sich der Süden für seine Interessen und seine Art der Währungspolitik. Dazu muß Frankreich auf die Seite des Südens wechseln. Und da gilt "Halb zog sie ihn, halb sank er hin".

Dabei kann man nicht sagen, daß der eine mehr Recht hat als der andere. Es sind einfach verschiedene Herangehensweisen. Schulden machen und weginflationieren oder nur soviel Schulden machen wie das Wachstum erlaubt? Der Konflikt ist eigentlich nicht lösbar, ohne den Euro zu teilen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 03. Februar 2015, 16:17:12
 Syrizas erste Sparaktion: Griechische Regierung schafft Minister-Limousinen ab (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/tsipras-regierung-in-griechenland-dienstwagen-verkaufen-bus-fahren-a-1016488.html)

Absolut sinnvoll. Das sollte man hier auch machen und die Fahrbereitschaft des Bundestages gleich mit dazu.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 04. Februar 2015, 13:46:05
 Varoufakis' Haushaltsschwur: "Nie wieder Defizit! Nie, nie, nie" (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/yanis-varoufakis-verspricht-ausgeglichene-griechische-haushalte-a-1016646.html)

Zitat
Varoufakis forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dazu auf, in der europäischen Schuldenkrise Führung und Verantwortung zu zeigen. Er wünsche sich einen "Merkel-Plan" nach dem Vorbild des Marshallplans der USA für den Wiederaufbau Westeuropas nach dem Zweiten Weltkrieg, sagte er. Damals hätten die USA Deutschland den größten Teil der Schulden erlassen. Heute sei die Bundesrepublik "das mächtigste Land Europas" und müsse "Verantwortung übernehmen für andere".

Es war doch vor allem Syriza, die vom deutschen Diktat geredet hat und nun verlangt er noch mehr davon?

Und dann heißt es in Griechenland wieder, die Deutschen setzen den zweiten Weltkrieg mit anderen Mitteln fort. Nein Danke. Man sollte sich da wirklich nicht noch weiter in die Rolle des Buhmanns drängen lassen.

Der Unterschied zum Marshallplan ist, abgesehen vom geringeren Umfang, daß die USA damals nicht verhaßt waren und für alles verantwortlich gemacht wurden. Der wichtigere Unterschied ist aber, daß die Siegermächte damals Deutschland nach ihrem Belieben regieren konnten. Und ich glaube nicht, daß Varoufakis das auf seiner Rechnung hat. Denen war die Troika ja schon zu viel.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Stachelhaut am 04. Februar 2015, 18:56:59
Außerdem wurde mit Hilfe des Marshallplans investiert und die Wirtschaft aufgebaut. In Griechenland würde die Kohle nur bei irgendwelchen steuerbefreiten superreichen Reedern und einem überbesetzten aber arbeitsscheuen öffentlichen Dienst landen, die Normalos wären trotzdem gekniffen und ändern würde sich nix.

Nee nee, die müssen raus aus dem Euro und fertig.

Ps: Oder die D-Mark muß zurückkommen. Ich will dann aber 1,95583 DM pro Euro haben!
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 04. Februar 2015, 22:30:39
Außerdem wurde mit Hilfe des Marshallplans investiert und die Wirtschaft aufgebaut. In Griechenland würde die Kohle nur bei irgendwelchen steuerbefreiten superreichen Reedern und einem überbesetzten aber arbeitsscheuen öffentlichen Dienst landen, die Normalos wären trotzdem gekniffen und ändern würde sich nix.

Nee nee, die müssen raus aus dem Euro und fertig.

Ps: Oder die D-Mark muß zurückkommen. Ich will dann aber 1,95583 DM pro Euro haben!

Bin dabei, Rückkehr zu einem europäischen Binnenmarkt  mit eigenen nationalen Währungen und nationaler Gesetzgebung. Selbst wenn wir die Zahlungen aus dem 2. Weltkrieg zurückzahlen würden, würde das Griechenland nicht helfen.

Die Milliarden im Vergleich zur den bereits investierten Milliarden machen den Vogel auch nicht mehr fett.
Dann hört vielleicht dieses Gemotzte aus dem Süden auf, wir wären noch was schuldig.

Wenn wir dann noch kurz Hartv IV zurückrollen, wäre ich zufrieden. Und dann sehen wir mal, ob Deutschland  nach der Aufwertung der D-Mark noch mal selbst auf die Beine kommt.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 04. Februar 2015, 22:51:50
Außerdem wurde mit Hilfe des Marshallplans investiert und die Wirtschaft aufgebaut. In Griechenland würde die Kohle nur bei irgendwelchen steuerbefreiten superreichen Reedern und einem überbesetzten aber arbeitsscheuen öffentlichen Dienst landen, die Normalos wären trotzdem gekniffen und ändern würde sich nix.

Ja, trotzdem wird das in Griechenland mißverstanden. Es geht nicht darum, kein Geld geben zu wollen, sondern darum, daß dann die richtigen Reformen angegangen werden, damit es nicht umsonst war. Ich bin höchst gespannt, ob da jetzt was kommt.

Zitat
Ps: Oder die D-Mark muß zurückkommen. Ich will dann aber 1,95583 DM pro Euro haben!

Ein Nord-Euro und ein Süd-Euro wären das richtige. Das hätte man damals schon machen sollen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 04. Februar 2015, 22:57:19
Und dann sehen wir mal, ob Deutschland  nach der Aufwertung der D-Mark noch mal selbst auf die Beine kommt.

Die Schweizer sind gerade nicht so glücklich. Ich glaube zwar nicht, daß das Gerede vom einbrechenden Export so stichhaltig ist und auch nicht das Gerede, wie sehr wir vom Euro profitieren, aber aus rein nationalen oder sentimentalen Motiven will ich auch keine D-Mark wiederhaben. Die ist mir eigentlich ziemlich wurscht. Die Zerrkräfte im Euro sind zu stark. Momentan ist der für alle Beteiligten falsch. Und statt ein Transfer-Karussel in Gang zu setzen, um diese Ungleichgewichte auszutarieren, das aber nur schlechte Stimmung schafft, sollte man lieber wieder Wechselkurse haben.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 04. Februar 2015, 23:00:48
Ein Nord-Euro und ein Süd-Euro wären das richtige.

Wie soll das funktionieren?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 04. Februar 2015, 23:18:21
Ja, trotzdem wird das in Griechenland mißverstanden. Es geht nicht darum, kein Geld geben zu wollen, sondern darum, daß dann die richtigen Reformen angegangen werden, damit es nicht umsonst war. Ich bin höchst gespannt, ob da jetzt was kommt.

Natürlich gehts um die Reformen, ich glaube aber schon, dass man dort über die Zahlungen wegen 194x  nicht unglücklich wäre.

Der erste Stein bröckelt und schafft einen Präsidenzfall. Und das obwohl ich auch für eine etwas sanftere Gangart wäre.
Otto Normalo bekommt dann wieder Luft, aber ich glaube nicht, dass die Reformen wirklich durchgezogen werden.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 04. Februar 2015, 23:19:57
Ein Nord-Euro und ein Süd-Euro wären das richtige. Das hätte man damals schon machen sollen.

Sehe ich nicht, ein Rollback des EURO würde etwas bringen. Die Währungsunion zurückrollen wäre ein Schritt in die richtige Richtung.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 04. Februar 2015, 23:22:46
Ein Nord-Euro und ein Süd-Euro wären das richtige. Das hätte man damals schon machen sollen.

Das ist doch nur Flickschusterei an Symptomen.

 Was kommt als Nächstes?  Ein Nord-Nord Euro und ein Süd und Süd-Süd Euro ? Ein Ost Euro und ein West-Euro?

Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 04. Februar 2015, 23:26:27
Abgesehen davon, eine ähnliche Flickschusterei sehe im Politiksektor.
Jeder will nach Brüssel aber nicht ohne nationales Parlament.

 
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 05. Februar 2015, 00:21:42
Wie soll das funktionieren?

Länder mit ähnlichem Verständnis von Währungspolitik kommen zusammen: Nord-Euro und Süd-Euro (http://de.wikipedia.org/wiki/Nord-Euro_und_S%C3%BCd-Euro)

Also im Grunde Hartwährungsländer und Inflationsländer trennen. Beides sind valide Ansätze, aber man kann sie nicht in einer gemeinsamen Währung unterbringen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 05. Februar 2015, 00:24:44
Sehe ich nicht, ein Rollback des EURO würde etwas bringen. Die Währungsunion zurückrollen wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

Nee, ein größerer gemeinsamer Währungsraum ist schon sinnvoll. Aber man hätte eben die Schweden und Dänen dafür gewinnen sollen, nicht Griechen, Italiener und Portugiesen.

Komplett zurück geht's nicht. Man muß sich auch mal von der D-Mark endgültig verabschieden können. Das ist so eine Sehnsucht wie Bonn als Hauptstadt nachzutrauern, weil man meint, dann wird es wieder so, wie es früher war.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 05. Februar 2015, 00:25:25
Abgesehen davon, eine ähnliche Flickschusterei sehe im Politiksektor.
Jeder will nach Brüssel aber nicht ohne nationales Parlament.

Da kannst du ja auch gleich die Auflösung der EU vorschlagen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 05. Februar 2015, 00:27:50
Das ist doch nur Flickschusterei an Symptomen.

Eben nicht. Damit würde man die Ursachen angehen. Die liegen im unterschiedlichen Verständnis von Staatsfinanzierung in Süd- und Nordeuropa. Jede Zone für sich hat aber genügend Gemeinsamkeiten. Nur die Franzosen passen nirgendwo richtig rein. Die wollen eigentlich ein Hartwährungsland sein, aber haben die Strukturen eines südeuropäischen Weichwährungslandes.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 05. Februar 2015, 09:54:40
Also im Grunde Hartwährungsländer und Inflationsländer trennen.

Netter Gedanke, aber wie soll das technisch funktionieren, den Euro auseinanderzudividieren?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 05. Februar 2015, 12:10:39
Netter Gedanke, aber wie soll das technisch funktionieren, den Euro auseinanderzudividieren?

Eine Hälfte müßte austreten und eine eigene Währung einführen. Das Problem dabei ist der Übergang. Man würde überall in der künftigen Südeuro-Zone die Konten leeren und Bargeld horten, weil man das anschließend günstiger in den Süd-Euro tauschen kann. Keine Ahnung, ob das ein echtes Hindernis wäre.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Stachelhaut am 05. Februar 2015, 21:16:35
Das ist kein Problem. Jedenfalls gibt es eine einfache Lösung. Man müßte einfach nur im Norden sehr plötzlich neue Euros einführen und die nur an Nordlinge ausgeben und nur Nordlingen einen 1:1 Euro-Nordeuro-Umtausch gewähren. Vielleicht auch nur bis zu einem Höchstbetrag, vielleicht 50.000 € oder so, und den Rest sowie alle Schulden 2:1 umstellen.

Muß man halt gut vorbereiten und dann zum passenden Zeitpunkt durchführen. Mitte August wäre ideal. Da feiern die Griechen Mariä Himmelfahrt und die Italiener Ferragosto.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 05. Februar 2015, 22:44:55
Da kannst du ja auch gleich die Auflösung der EU vorschlagen.

Ist es denn jetzt besser? Ich denke nicht.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 05. Februar 2015, 22:46:18
Eine Hälfte müßte austreten und eine eigene Währung einführen.

Das ist aus meiner Sicht noch behämmerter und utopischer als die Rückkehr zu den nationalen Währungen.
Sorry.  :.)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 05. Februar 2015, 22:52:11
Komplett zurück geht's nicht.

Wieso denn bitte nicht? Noch ist der angerichtete Schaden noch irgendwie halbswegs überschaubar.

Man muß sich auch mal von der D-Mark endgültig verabschieden können.

Aber ums Verrecken nicht. Und das sagt einer, der den Euro begrüßt hatte und haben wollte. Obwohl er nicht gefragt wurde.

Das ist so eine Sehnsucht wie Bonn als Hauptstadt nachzutrauern, weil man meint, dann wird es wieder so, wie es früher war.

Das Eine hat mit dem Anderen nicht die Bohne was zu tun.

Aber die Staaten werden wieder handlungsfähiger, behaupte ich mal dreist, wenn sich die EU zurückrollt und wir den europäischen Binnenmarkt wiederherstellen. Kein Gezanke und kein Krisengipfel um alle Länder unter einen Hut zu bekommen.

Das klappt rückblickend anscheinend nicht, dazu ist jeder EU Staat zu anders. Behaupte ich einfach mal.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 05. Februar 2015, 22:53:55
Ich weiss eh nicht, wer diese Idee hatte, erst die Währungsunion und dann die politsche Verschmelzung umzusetzen.  :.)

Ja, im nachhinein ist man immer schlauer.... :P
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 05. Februar 2015, 22:56:07
Ist es denn jetzt besser? Ich denke nicht.

Besser als was? Die Entstehung der EU war ein Prozeß. Es sind viele gute Dinge entstanden und viele nicht so gute. Wenn ich die Wahl hätte, alles auf 1951 zurückzudrehen würde ich klar ablehnen. Dann lieber die jetzigen Probleme.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 05. Februar 2015, 23:02:53
Das Eine hat mit dem Anderen nicht die Bohne was zu tun.

Ich sehe die DM-Nostalgie tatsächlich als hauptsächlich emotional getrieben. Es gibt genug Länder, die gut in eine Währungsunion passen.

Zitat
Aber die Staaten werden wieder handlungsfähiger, behaupte ich mal dreist, wenn sich die EU zurückrollt und wir den europäischen Binnenmarkt wiederherstellen. Kein Gezanke und kein Krisengipfel um alle Länder unter einen Hut zu bekommen.

jein, Gezanke gab's früher auch jedes Mal, wenn ein Land die festen Wechselkurse aufgegeben hat. Wir haben nämlich de facto schon seit 1979 den Euro. Seitdem gelten relativ eng gesetzte Wechselkurse für

    Belgien
    Dänemark
    Deutschland
    Frankreich
    Irland
    Italien
    Luxemburg
    Niederlande

Es standen nur überall andere Namen drauf. Und Dänemark hat im Prinzip jetzt auch den Euro.

Großbritannien trat 1992 aus (Soros). Das war im Prinzip ein ganz ähnlicher Vorgang wie es ein Austritt Griechenlands auch wäre. Hauptsächlich fand eine massive Abwertung statt, die Griechenland auch braucht.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 05. Februar 2015, 23:05:44
Von auf 1951 zurückdrehen war nicht die Rede.

Aber hast Du ein gutes Gefühl das die "jetzigen" Probleme in absehbarer naher Zukunft vernünftig gelöst werden können?
Modelle, die nicht funktionieren, muss man auch mal von Board werfen um einen  neuen  Versuch. zu starten.

Von einem toten Pferd, steig ab. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Aktuell sehe ich das aber skeptisch.


Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 05. Februar 2015, 23:07:02
Ich weiss eh nicht, wer diese Idee hatte, erst die Währungsunion und dann die politsche Verschmelzung umzusetzen.  :.)

Kohl und Mitterand? Ich würde es anders formulieren: "Ich weiss eh nicht, wer diese Idee hatte, eine Währungsunion umzusetzen, ohne daß irgendeiner der Beteiligten jemals vorhatte, die fiskale Eigenständigkeit aufgeben will"
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 05. Februar 2015, 23:10:22
Zitat
Ich sehe die DM-Nostalgie tatsächlich als hauptsächlich emotional getrieben

Das möchte ich nicht abstreiten. Da ist sicher Emotion hinter.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 05. Februar 2015, 23:10:39
Von auf 1951 zurückdrehen war nicht die Rede.

Zitat
Zitat
Komplett zurück geht's nicht.
Wieso denn bitte nicht? Noch ist der angerichtete Schaden noch irgendwie halbswegs überschaubar.

Das hatte ich so interpretiert. Komplett zurück wäre 1951. War aber schon klar, daß das nicht komplett so gemeint war.

Zitat
Aber hast Du ein gutes Gefühl das die "jetzigen" Probleme in absehbarer naher Zukunft vernünftig gelöst werden können?
Modelle, die nicht funktionieren, muss man auch mal von Board werfen um einen  neuen  Versuch. zu starten.

Von einem toten Pferd, steig ab. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Aktuell sehe ich das aber skeptisch.

Die EU funktioniert. Der Euro funktioniert nicht. Daß die EU ein bürokratisches Monster ist, ließe sich korrigieren. Aber die Teilnehmerländer sind zu wohlhabend, um da wirklich einen Handlungsbedarf zu haben. Man kann es sich eben leisten.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 05. Februar 2015, 23:17:27
Die EU funktioniert.
Sehe ich irgendwie nicht. Woran kannst Du das denn ablesen?

Der Euro funktioniert nicht.

Die Währung funktioniert, die Politik funktioniert nicht.
Reformen wurde geschoben. Nun haben wir den Salat.
Es manifestiert sich über den EURO und den Staatsschulden.


Daß die EU ein bürokratisches Monster ist, ließe sich korrigieren.

Wie denn Deiner Meinung nach?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 05. Februar 2015, 23:21:28
War aber schon klar, daß das nicht komplett so gemeint war.

Das hatte ich auch mal stillschweigend vorrausgesetzt, dass Du den Unterton herrausliest.  :)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 06. Februar 2015, 00:07:00
Sehe ich irgendwie nicht. Woran kannst Du das denn ablesen?

Es geht uns und den meisten anderen gut und wir haben Frieden. Ich will auch nicht auf die Freizügigkeit verzichten. Es gab Zeiten, da konnte man nicht nicht einfach so von Preußen nach Sachsen reisen. Überall Zölle und unterschiedliche Währungen. Vor Betreten der Stadt mußte man sich erstmal filzen lassen und Steuern zahlen. Heute kann ich überall hin.

Es ist auch ein Fortschritt, daß wir einen Europäischen Gerichtshof haben. Man kann Recht über Ländergrenzen hinweg durchsetzen.

Zitat
Die Währung funktioniert, die Politik funktioniert nicht.
Reformen wurde geschoben. Nun haben wir den Salat.

Es sind mehr als nur Reformen. Es sind unterschiedliche Auffassungen von Fiskal- und Geldpolitik. Man kriegt ja auch die übertriebene Angst der Deutschen vor Inflation nicht mit Reformen weg. Hier will man eben einen stabilen Geldwert über alles. In Südeuropa ist Inflation ganz normal und ein Mittel, um Schulden abzuwerten. Auch das ist keine Frage von Reformen, sondern ein Weg, der funktioniert. Beide Wege funktionieren, nur eben nicbt zusammen. Ich würde den Griechen oder Italienern nicht mit Reformen beibringen wollen, daß sie nun agieren müssen wie die Bundesrepublik. Die müssen natürlich viele Dinge reformieren, z.B. die Verwaltung, Steuerehrlichkeit, Korruption usw. Aber das heißt alles nicht, daß man keine 8% Inflation haben darf.

Zitat
Wie denn Deiner Meinung nach?

Indem man mehr auf die Briten hört, statt sie nur zum Buhmann zu machen. Und indem man die Kommission durch eine richtige Regierung ersetzt, die von der Parlamentsmehrheit bestimmt nicht und nicht von den nationalen Regierungen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 06. Februar 2015, 00:22:28
Zitat
Es sind unterschiedliche Auffassungen von Fiskal- und Geldpolitik.

Überspitzt ausgedrückt, es existieren unterschiedliche Ziele. Eigentlich wollen aber alle Staaten das gleiche Ziel erreichen, oder doch nicht?

Dass die Methoden unterschiedlich sind, ist von vornerein eigentlich klar, weil die Mentalitäten unterschiedlich sind.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: phoenix am 06. Februar 2015, 00:23:37
Zitat
Und indem man die Kommission durch eine richtige Regierung ersetzt, die von der Parlamentsmehrheit bestimmt nicht und nicht von den nationalen Regierungen.

Ob wir das noch erleben?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 06. Februar 2015, 01:34:17
wie schon dieter hikdebrand fragte: alle macht geht vom volke aus - aber wo geht sie hin?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 06. Februar 2015, 08:46:44
alle macht geht vom volke aus

Und ich dachte immer, in Art. 20 GG steht: Alle Staatsgewalt geht auf das Volk los.  8)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 09. Februar 2015, 13:12:30
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/griechenland-tsipras-rede-schickt-boerse-in-den-keller-dax-im-minus-a-1017446.html#js-article-comments-box-pager

interessanter kommentar:

wie soll Deutschland den seine 2000MRD schulden zahlen? Gr hat nur 300MRD, irgendwelche vorschlaege? Ich haette da welche: Wasser wird privatisiert, steueren um 20% Rauf, (aber nur fuer normal verdiener), Kranken versicherung wird um 155 erhoeht, gleichzeitig wird ein obulus von 50€ pro arzt besuch faellig. Medikamente werden teurer, um ca 200%, den umsonst is ja luxus. Kindergaerten warden privatisiert, die kosten dann ca 800€ im Monat, so wie in anderen laendern eben auch. Benzin wird 50 cent teurer. Wie gefaellt Ihnen das den so?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 10. Februar 2015, 06:52:41
https://www.fischundfleisch.at/blogs/jetzt-ich/ich-bin-ein-opfer-des-letzten-griechischen-schuldenschnittes-und-bin-fuer-einen-neuen.html
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 28. Februar 2015, 07:43:38
Was Griechenland gewonnen hat (http://www.nachdenkseiten.de/?p=25230#more-25230)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 28. Februar 2015, 19:13:40
Und die Nachdenkseiten sind jetzt glaubwürdiger als attac?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 01. März 2015, 17:55:40
Es kommt auf den einzelnen Artikel an, nicht darauf, von wem er wo verlinkt wird. Ich lese auch Achse des Guten, obwohl die meistens ziemlich weit rechts stehen.

Quellentext bleibt Quellentext, egal wer ihn ins Netz stellt oder verlinkt.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 01. März 2015, 22:34:49
Varoufakis: How I became an erratic Marxist (http://www.theguardian.com/news/2015/feb/18/yanis-varoufakis-how-i-became-an-erratic-marxist)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 01. März 2015, 23:44:16
Was Griechenland gewonnen hat (http://www.nachdenkseiten.de/?p=25230#more-25230)

Der Artikel ist ok, aber es steht auch nichts Überraschendes oder Provokantes drin. Beim Presseclub heute Mittag gab's mehr Diskussionsstoff.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 02. März 2015, 05:51:20
Marx’s poignant argument that precisely the opposite applies: wealth is collectively produced and then privately appropriated through social relations of production and property rights that rely, for their reproduction, almost exclusively on false consciousness.
.......Marx was adamant: The problem with capitalism is not that it is unfair but that it is irrational, as it habitually condemns whole generations to deprivation and unemployment and even turns capitalists into angst-ridden automata, living in permanent fear that unless they commodify their fellow humans fully so as to serve capital accumulation more efficiently, they will cease to be capitalists. So, if capitalism appears unjust this is because it enslaves everyone; it wastes human and natural resources; the same production line that pumps out remarkable gizmos and untold wealth, also produces deep unhappiness and crises.
........This is not something that I often volunteer to talk about in “polite society” because the very mention of the M-word switches audiences off.
Yanis Varoufakis 2013
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 02. März 2015, 08:11:23
Es ging darum, Informationen aus erster Hand und nicht vom Hörensagen zu präsentieren; ob diese nun sensationell oder langweilig sind, ist egal.

Presseclub habe ich leider nicht gesehen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 02. März 2015, 20:03:54
ja, und das sind zitate aus dem artikel
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 02. März 2015, 20:06:39
Ich meinte den Conte.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 29. April 2015, 01:43:12
Die Dänen bauen den Ostseetunnel, die Verbindung zwischen Fehmarn und der dänischen Insel Lolland auf eigene Kosten. Warum? Sie wollen, dass er fertig wird.  ;D

Es wird nur nix nützen. Die Hinterlandanbindung von Schienen und Straßen auf Fehmarn ist dermaßen strittig, dass sich das Projekt auf schlander Seite wohl um Jahre verzögern wird.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 14. Mai 2015, 08:04:25
Warum Lissabon und Dublin keinen Tsipras haben (http://www.monde-diplomatique.de/pm/2015/05/08/a0009.text)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 14. Mai 2015, 20:51:37
Mir fehlt da immer, was eigentlich die Alternative zu Austerität sein soll, die ohne fremdes Geld funktioinert. Die kennt Tsipras nämlich auch nicht. Sonst würde er sie wenigstens benennen.

Auf Griechenland trifft der alte Thatcher-Spruch zu: "Das Problem beim Sozialismus ist, daß einem am Ende das Geld anderer Leute ausgeht."

In Irland liegt die Sache ganz anders. Die Ursache der Krise war der aufgeblähte Bankensektor und die anschließende die Bankenrettung. Der Staat selber ist strukturell intakt. Deshalb mußte da auch nicht viel reformiert werden. Portugal ist eher mit GR vergleichbar, weil da die Ausgaben zu hoch waren, aber die Bevölkerung scheint den Staat dort nicht wahlweise als Feind oder Selbstbedienungsladen zu begreifen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 14. Mai 2015, 21:07:35
die Bevölkerung scheint den Staat dort nicht wahlweise als Feind oder Selbstbedienungsladen zu begreifen.

Das ist ein altes griechisches Problem. Diese Mentalität habe ich schon vor fast 40 Jahren kennengelernt, als ich mit einer Griechin zusammen war. Die haben ein für unsere Begriffe sehr merkwürdiges Verhältnis zu ihrem Staat.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 15. Mai 2015, 10:45:12
Das ist ein altes griechisches Problem. Diese Mentalität habe ich schon vor fast 40 Jahren kennengelernt, als ich mit einer Griechin zusammen war. Die haben ein für unsere Begriffe sehr merkwürdiges Verhältnis zu ihrem Staat.
Dazu kannst Du einiges in den Memoiren von Mikis Theodorakis nachlesen. Es hat eben jedes Volk seine eigenen Dämonen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 19. Mai 2015, 15:21:25
Was vernünftiges aus dem Manager-Magazin (http://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/kommentar-stelter-verbietet-den-banken-die-geldschoepfung-a-1034380.html)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 19. Mai 2015, 17:04:39
Wenn wir schon beim Thema Bargeldverbot sind. (http://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/bargeldverbot-als-ultima-ratio/)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 23. August 2015, 22:37:43
der Kapitalismus schafft sich ab
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/boerse-und-kapitalismus-warum-die-aktienkurse-fallen-a-1049369.html
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 24. August 2015, 10:03:30
Heute morgen erzählte mir der Deutschlandfunk, Fachleute machten sich große Sorgen um China. Die dortige Wirtschaft sei so langsam gewachsen, wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr.

Nur noch sieben Prozent!

Was reden die eigentlich für einen Unfug? Sieben Prozent ....

Und da wundern sich die Medien, dass ihnen keiner mehr glaubt.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 24. August 2015, 10:05:30
Nur noch sieben Prozent!

Was reden die eigentlich für einen Unfug? Sieben Prozent ....

Wenn die Gier zu groß ist, sind sieben Prozent zu wenig. So einfach ist das.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 24. August 2015, 10:08:25
Kann man den Thread nicht vielleicht mal aus dem geschlossenen Bereich rausnehmen?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 24. August 2015, 12:56:14
nur zu
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Mattieu am 24. August 2015, 13:40:50
Kann man den Thread nicht vielleicht mal aus dem geschlossenen Bereich rausnehmen?

Ich seh grad, der läuft ja unter "Beziehungen - ernstgenommen".

Wenn das dabei rauskommt, dann nehmen wir Beziehungen doch lieber leicht.  8)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 24. August 2015, 14:00:29
Dort laufen traditionell die nicht-geschlossenen politischen Themen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Kjeld am 24. August 2015, 14:15:46
der Kapitalismus schafft sich ab
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/boerse-und-kapitalismus-warum-die-aktienkurse-fallen-a-1049369.html

Dahinter steckt das sog. Gesetz der tendentiell fallenden Profitrate. Wozu soll denn noch mehr investiert werden, wenn der vorhandene Markt bereits gesättigt ist? Weitere Investitionen versprechen nicht mehr genug Gewinn.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 24. August 2015, 14:19:25
Wozu soll denn noch mehr investiert werden, wenn der vorhandene Markt bereits gesättigt ist?

Der Markt für Geld ist nie gesättigt.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 24. August 2015, 14:31:14
Die Grenzen des Wachstums sind erreicht. Wir haben eigentlich Glück, dass das nicht in einer katastrophalen Weise geschieht, wie es der Club of Rome '81 geweissagt hat, sondern inhärent im Geldsystem.

Aber ich denke, die Milliardäre werden auch diese Chance verstreichen lassen. Die fahren lieber sehenden Auges zu Hölle, bevor sie 2 Cent von ihren EIGENTUM aufgeben.

Sie werden uns alle mitnehmen. Ich denke, es ist zu spät.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 24. August 2015, 14:55:43
Die Grenzen des Wachstums sind erreicht.


Nicht für Geld. Bunte Papierfetzen drucken kann man immer und ohne Ende. Und irgendwelche Jonglagen damit ohne jeden Bezug zur Realwirtschaft gehen auch immer. Das ist ein reiner Selbstzweck geworden. Man müßte eigentlich nur die Kurve kriegen, jeglichen sei es auch noch so geringen Bezug zur Realwirtschaft komplett und endgültig zu kappen. Dann können die mit ihrer Kohle von mir aus leerdrehen.

Zitat
Sie werden uns alle mitnehmen. Ich denke, es ist zu spät.

Immer dieses unsägliche Pathos.  :P
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 24. August 2015, 15:00:00
Immer dieses unsägliche Pathos.  :P
Deine Angst vor Gefühlen müssen wir bei Gelegenheit mal gesondert angehen.

Aber hier nicht. Ich meine das ganz kalt. Es geht nicht mehr weiter, und es wird eine verdammt harte Landung.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 24. August 2015, 15:26:51
Es geht nicht mehr weiter, und es wird eine verdammt harte Landung.

Zeit, meinen Darmkrebs zu pflegen.  :evil

Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 24. August 2015, 22:45:06
was für ein hohles Geschwätz
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/boerse-was-hinter-dem-absturz-beim-dax-steckt-a-1049574.html
Ein Blick in meine Kristallkugel verrät:
Der dax landet demnäxt bei 4000. dann steig ich ein, kauf kolanymäßig dazu, wenn er auf 3000 fällt und verdien mir dann eine goldene nase, wenn ich bei 6000 wieder aussteig.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 25. August 2015, 07:30:55
Jetzt rächt sich die Exportorientierung.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 25. August 2015, 08:27:54
Es rächt sich immer irgendwas. Mir doch egal, ob die Bösrsen knallen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: magolves am 29. August 2015, 17:14:19
Gibts hier doch noch den einen oder anderen Tipp, was mann machen und was mann lieber lassen sollte?. Also nix für ne Altersabsicherung.

Einfache Regeln beachten:Hohe Gewinnmöglichkeiten = hohes Risiko. Tips und Ideen nicht aus den Medien nehmen. Selber überlegen. Bei der WM 2004 habe ich gesehen, wieviel Geld Kollegen verzockten bei Fußbalwetten und habe gesucht, wie man daran mitverdienen kann. Habe einige Aktien eines englischen Buchmachers gekauft und ca. 2 mille gutgemacht. Les mal ein Buch von Andre Kostellany. Das war ein alter sehr schlauer Börsenspekulant in Paris, der sehr schlaue Bücher geschrieben hat.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Küchenchef am 01. September 2015, 20:08:35
Genial: Verbaler Frontalangriff Wagenknecht geht auf Merkel los  (https://www.youtube.com/watch?v=m9294RYjUT4)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ThaKo am 16. September 2015, 17:27:44
Gerade gefunden, schöne Darstellung über die Staatsverschuldung: Scheißspam erneut gelöscht

gez. Stachelhaut
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 16. September 2015, 23:20:25
war in versuchung, einen neuen thread zu öffnen, denke aber es passt hier gut rein....

durch das verhalten in der flüchtlingsfrage der EU-länder scheint es ganz schön zu knirschen...
griechenland, irland, portugal wackeln aus wirtschaftlichen gründen
ungarn und die nachbarn fühlen sich durch brd bedroht (weil merkel sagt: lasst alle herkommen hat H die flüchtlinge im land rumlümmel - sagt orban sinngemäß)
und alle haben aufkommende panik, lächeln aber noch. (ja, die staaten).
ich benutze  mal ein bild, anders kann ich meinen eidruck nicht beschreiben:
die staaten der eu sind inseln, die untereinander mit verschieden großen und unterschiedlich stabilen brücken verbunden sind.
einige brücken haben jetzt z.t. erhebliche risse. ohne gründliche sanierung bröckel die eh weiter...

und dann gibt es kerle, die mit dem dicken hammer kommen.
der hier ist z.b. nicht so leicht in eine ecke zu drägen oder diffamierbar. wenn der an einfluß gewinnt, wirds noch lustig:

http://www.hossli.com/articles/2013/02/03/fur-die-eu-bin-ich-eine-biblische-plage/
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 20. September 2015, 15:10:35
http://www.cashkurs.com/showdown-quellenverzeichnis/

Beim Schreiben des Buches „Showdown“ hatte ich ganz bewusst auf ein Quellenverzeichnis mit Fußnoten verzichtet und stattdessen ein dynamisches Online-Quellenvereichnis angelegt, bei dem die Dokumente in ihrer Gänze abgerufen werden können. Desweiteren ist so eine fortlaufende Aktualisierung mit neuen Informationsquellen möglich.
Dirk Müller
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 22. September 2015, 05:06:28
https://scontent-fra3-1.xx.fbcdn.net/hphotos-xfl1/v/t1.0-9/12046907_875144072573726_4686186315207527916_n.png?oh=7540a1efc816afe3aa254b9dbccd8daf&oe=5693DDDC


Der gelernte Blumenzüchter und ehemalige Präsident Uruguays, José Mujica, galt während seiner Amtszeit von 2010 bis 2015 als „ärmster Staatschef" der Welt. Denn er verzichtete freiwillig auf 90% seines Gehaltes. Das gesparte Geld spendete er regelmäßig an Wohltätigkeitsorganisation[/size][/font][/size]en und an Projekte, die dem Volk zu Gute kamen. Als Dienstwagen fuhr er außerdem jahrelang mit einem alten VW Käfer durch Uruguay und erntete damit den allergrößten Respekt seiner Landsleute.Aus Altersgründen beschloss er, bei der nächsten Präsidentschaftswahl nicht mehr anzutreten. Dafür wurde er mit einem überwältigendem Ergebnis in den Senat des Landes gewählt.
Titel: VW
Beitrag von: Yossarian am 22. September 2015, 09:20:20
Kann mir einer mal erklären, welche Sau da gerade mit VW in den USA durchs Dorf getrieben wird?

Die sogenannten Manipulationen der Abgaswerte durch eine Software, die Testzyklen erkennt, sind doch inzwischen asbachuralt, und alle Hersteller machen das so; die einen offen, die anderen verschämt.

Was ist also der tatsächliche Hintergrund dieses Aufstandes?

Nur eine Retourkutsche von Piech, wie manche vermuten?

Und sollte man nicht jetzt zuschlagen und VW-Aktien kaufen?  :evil
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Kjeld am 22. September 2015, 09:32:31
Da geht es eher darum, den Amis den Diesel madig zu machen, denn die einheimische Industrie hat da nichts vernünftiges anzubieten. Außerdem ist der Euro schwach, und VW kann in A.-Land günstig verkaufen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 22. September 2015, 09:39:32
Die Amis stehen doch sowieso nicht auf Diesel.
Titel: Re: VW
Beitrag von: Mattieu am 22. September 2015, 11:09:54
Kann mir einer mal erklären, welche Sau da gerade mit VW in den USA durchs Dorf getrieben wird?

Eine, die für VW kolossal nach hinten losgehen kann.


Die sogenannten Manipulationen der Abgaswerte durch eine Software, die Testzyklen erkennt, sind doch inzwischen asbachuralt, und alle Hersteller machen das so; die einen offen, die anderen verschämt.

Offen macht es keiner, und einen alten Hut würde ich es auch nicht nennen. Die Automobilclubs rätseln zwar seit Jahren, warum sie in ihrem Messungen stets auf höhere Schadstoffwerte kommen, als die Hersteller angeben, aber dieser nun nachgewiesene Manipulationsvorsatz von VW hat eine ganz andere Qualität. Da geht es nicht mehr um Technikfragen oder Streitereien um Versuchsaufbauten.

Was ist also der tatsächliche Hintergrund dieses Aufstandes?

Nur eine Retourkutsche von Piech, wie manche vermuten?

Kann ich mit nicht vorstellen, dass er sein Lebenswerk dermaßen gefährden würde. Hält der nicht auch VW-Aktien?


Und sollte man nicht jetzt zuschlagen und VW-Aktien kaufen?  :evil

Warte noch 2 Wochen...


Hat eigentlich Brüssel jemals ein US-Unternehmen verklagt, weil es sich nicht an EU-Standards hält?
Schade für VW, dass TTIP noch nicht gilt, sonst könnten sie gegen die EPA wegen Investitionshemmnis klagen...

Witzig auch, dass gerade die USA ihre Schadstoffgrenzwerte so streng verteidigen. Wären es nicht die USA, die an über 24000 Atombombentests seit 45 beteiligt waren und sich seit 10 Jahren das Hirn aus dem Schädel fracken?

Titel: Re: VW
Beitrag von: Yossarian am 22. September 2015, 11:22:15
Offen macht es keiner, und einen alten Hut würde ich es auch nicht nennen.

Als BMW die ersten F650 mit Einspritzung herausbrachte, ist das ziemlich frühzeitig aufgeflogen, daß die Elektronik Testzyklen erkennt und den Motor entsprechend regelt. BMW hatte fadenscheinig Besserung und eine Änderung der Software gelobt, und niemand hatte sich später weiter dafür interessiert. Gelesen hatte ich das damals bei Motorradonline. Man macht das also nicht nur mit Dieselmotoren, und es ist offensichtlich, daß das eine verbreitete Praxis ist. Ich kann mir auch vorstellen, daß das nicht die Idee von BMW war, sondern schon bei anderen Automobil- und Motorradherstellern Praxis war.

Zitat
Die Automobilclubs rätseln zwar seit Jahren, warum sie in ihrem Messungen stets auf höhere Schadstoffwerte kommen, als die Hersteller angeben, aber dieser nun nachgewiesene Manipulationsvorsatz von VW hat eine ganz andere Qualität.

Vielleicht waren die Automobilclubs ja nicht besonders engagiert bei dem Versuch, Manipulationen nachzuweisen.  :.)

Zitat
Hat eigentlich Brüssel jemals ein US-Unternehmen verklagt, weil es sich nicht an EU-Standards hält?

Keine Ahnung, aber eine gute Frage.

Zitat
Witzig auch, dass gerade die USA ihre Schadstoffgrenzwerte so streng verteidigen.

Meiner Meinung nach reiner Protektionismus. Bis auf die Gaga-Fraktion in Kalifornien, die sind wirklich so.
Titel: Re: VW
Beitrag von: Araxes am 22. September 2015, 14:05:49
Meiner Meinung nach reiner Protektionismus. Bis auf die Gaga-Fraktion in Kalifornien, die sind wirklich so.

Hieße, GM,Ford und Chrysler haben kommen mit den strengen Grenzwerten besser klar?
Titel: Re: VW
Beitrag von: Araxes am 22. September 2015, 14:06:46
Kann ich mit nicht vorstellen, dass er sein Lebenswerk dermaßen gefährden würde. Hält der nicht auch VW-Aktien?

14% sind schon ein paar.
Titel: Re: VW
Beitrag von: Conte Palmieri am 22. September 2015, 14:09:00
Zitat

    Hat eigentlich Brüssel jemals ein US-Unternehmen verklagt, weil es sich nicht an EU-Standards hält?

Keine Ahnung, aber eine gute Frage.
Microsoft.
Titel: Re: VW
Beitrag von: Yossarian am 22. September 2015, 14:25:55
Hieße, GM,Ford und Chrysler haben kommen mit den strengen Grenzwerten besser klar?

Haben die in den USA überhaupt Diesel-Pkw im Programm?

Chrysler hatte für die in der EU ausgelieferten Modelle Dieselmotoren bei Mercedes und VW zugekauft; ich bezweifle, daß die bei denen daheim auch im Programm waren. Ford und GM haben das wahrscheinlich genauso gemacht.
Titel: Re: VW
Beitrag von: Conte Palmieri am 22. September 2015, 14:46:40
Es ist kein Zufall, dass VW ausgerechnet in den USA bei Abgas-Manipulationen erwischt wurde. Europa schaut bei so etwas systematisch weg. Ein Kommentar von Gregor Honsel.  (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kommentar-zu-VW-Luschige-Abgas-Kontrollen-2822648.html)
Titel: Re: VW
Beitrag von: Conte Palmieri am 22. September 2015, 19:21:57
Die Bundesregierung wusste von Abgas-Betrügereien (http://www.welt.de/politik/deutschland/article146711288/Die-Bundesregierung-wusste-von-Abgas-Betruegereien.html)

Das Merkel-Regime ist Komplize der kriminellen Konzernspitzen und offenbar auch noch stolz darauf.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 22. September 2015, 19:40:31
Sag ich doch: Das ist seit Jahren bekannt und üblich.

Und wenn die Amis sich jetzt noch Audi, Mercedes und BMW vorknöpfen, haben sie allesamt Probleme.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 22. September 2015, 22:10:43
Deutsche Bank, VW, alles bandenmäßige Betrüger. Und die Hausspitze will mal wieder von gar nix gewusst haben. Vllt. sollte mann doch ernsthaft über die Einführung eines Unternehmensstrafrechts nachdenken.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 22. September 2015, 23:15:19
Und wenn die Amis sich jetzt noch Audi, Mercedes und BMW vorknöpfen, haben sie allesamt Probleme.

Wahrscheinlich alle Diesel-Anbieter, die in den USA verkaufen wollen. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, daß VW die Manipulation als einziger Hersteller nötig hat, um die Grenzwerte zu erreichen. Oder vielleicht doch. Die kriegen ja auch keine sparsamen Motoren hin.

Oder doch:  VW-Affäre: Teurer Sparzwang (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/volkswagen-skandal-durch-gefaelschte-abgaswerte-a-1054193.html)

Ich verstehe die schon seit Jahren nicht. Als Zulieferer wird man geknechtet und ausgequetscht, aber die VWler kriegen jeder 5000 € Prämie. Vielleicht doch lieber 100 € pro Auto mehr ausgeben.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 23. September 2015, 00:38:18
Das ist doch lächerlich. Ein Golf TDi kostet neu 22.980 EUR. Da werden doch 100 EUR drin gewesen sein.
Oder auch nicht.
22980 EUR sind in DM: 45.000 DM. 1990 kostete das gleiche Auto 30000 DM. Bei 2% Inflation pro Jahr  kommt da 2015 ein Preis von 45.000 DM = 22980 EUR raus. Nützt aber nix: Vllt. hätten sie den Kunden die 100 EUR zumuten sollen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 23. September 2015, 06:19:35


Und wenn die Amis sich jetzt noch Audi, Mercedes und BMW vorknöpfen, haben sie allesamt Probleme.
Ich hoffe, sie tun es.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 23. September 2015, 07:19:13
Ich hoffe, sie tun es.

cui bono?

Oder meinst Du, die EU sollte sicherheitshalber die Zündschlösser aller in der EU herumfahrenden Chevrolets und Opels unter die Lupe nehmen?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 23. September 2015, 07:22:03
Wahrscheinlich alle Diesel-Anbieter, die in den USA verkaufen wollen. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, daß VW die Manipulation als einziger Hersteller nötig hat, um die Grenzwerte zu erreichen.

Natürlich nicht. Die bescheißen alle.

Jetzt VW-Aktien kaufen, oder immer noch warten?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 23. September 2015, 08:15:51
cui bono?
Aëre.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 23. September 2015, 08:16:55
Jetzt VW-Aktien kaufen, oder immer noch warten?
Man soll nie in ein fallendes Messer greifen. Alte Börsianerweisheit.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 23. September 2015, 08:18:19
Vllt. sollte mann doch ernsthaft über die Einführung eines Unternehmensstrafrechts nachdenken.
Das sage ich schon seit 20 Jahren.
So lange wir die Shareholder nicht bluten lassen, ändert sich nichts.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Mattieu am 23. September 2015, 09:57:21
Jetzt VW-Aktien kaufen, oder immer noch warten?

Noch warten. Und nächsten Monat schön einen hochrabattierten VW-Diesel abgreifen.  8)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Mattieu am 23. September 2015, 10:19:00
Geht Gutmenschentum eigentlich stets mit Ironieimmunität einher?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Mattieu am 23. September 2015, 12:08:03
Bevor jetzt jemand denkt, ich antworte mir selbst:

Zwischen den beiden Beiträgen von mir, die diesem vorangehen, hatte der Conte etwas gepostet, auf das ich geantwortet habe. Scheinbar hat er seinen Beitrag dann wieder gelöscht.

Ein ganzer Mann halt.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 23. September 2015, 12:27:18
Das ist doch lächerlich. Ein Golf TDi kostet neu 22.980 EUR. Da werden doch 100 EUR drin gewesen sein.

Es wird nicht das einzige Teil sein, an dem sie 100 € sparen. Die Kalkulation ist eh schwierig. Reiner Teilepreis ist vielleicht ein Drittel vom Verkaufspreis. Und ein paar Hundert Euro pro Auto gehen für Werbung drauf. Ich würde da sparen. Werbung für Autos ist komplett überflüssig. Das sagt sogar der Dudenhöfer.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 23. September 2015, 12:30:34
Jetzt VW-Aktien kaufen, oder immer noch warten?

Hängt davon ab, ob man sie haben will, dann könnte man jetzt vielleicht 1/3 kaufen. Wenn's weiter runtergeht das nächste Drittel. maxblue zeigt ein KGV von 5 an. Das ist wirklich günstig, wird aber nächstes Jahr höher sein, weil der Gewinn wegen der Rückstellungen niedriger sein wird. Eine Dividende von ca. 5,50 € bei 110 € für die Vorzugsaktien macht genau 5% Verzinsung. Aber auch die Dividende ist nicht gegen Kürzung gesichert.

Bei BP gibt's allerdings fast 8%, aber wegen Ölpreisverfall alles andere als sicher.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 23. September 2015, 12:45:23
Bevor jetzt jemand denkt, ich antworte mir selbst:

Zwischen den beiden Beiträgen von mir, die diesem vorangehen, hatte der Conte etwas gepostet, auf das ich geantwortet habe. Scheinbar hat er seinen Beitrag dann wieder gelöscht.

Ein ganzer Mann halt.
Bevor ich wieder Ärger bekomme ... man kann eben nicht überall über alles reden.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 23. September 2015, 12:47:43
Hängt davon ab, ob man sie haben will, dann könnte man jetzt vielleicht 1/3 kaufen. Wenn's weiter runtergeht das nächste Drittel. maxblue zeigt ein KGV von 5 an. Das ist wirklich günstig, wird aber nächstes Jahr höher sein, weil der Gewinn wegen der Rückstellungen niedriger sein wird. Eine Dividende von ca. 5,50 € bei 110 € für die Vorzugsaktien macht genau 5% Verzinsung. Aber auch die Dividende ist nicht gegen Kürzung gesichert.
Da wäre ich eher skeptisch.
Die Ratten, die jetzt das sinkende Schiff verlassen, warten doch nur auf solche Nebenerwerbsspekulanten.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 23. September 2015, 12:59:30
Die jetzt verkaufen, machen das wegen der Schlagzeilen. Die realistische Neubewertung unter Einbeziehung der tatsächlichen Kosten des Skandals wird erst in den nächsten Wochen kommen. KGV 5 ist tatsächlich billig. Da kann sich der Gewinn halbieren und ein KGV von 10 ist immer noch moderat.

Momentan sind mir die Zahlen noch zu niedrig. Ich glaube nicht, daß man mit 500 € pro Auto hinkommt, aber der Effekt wird auch nicht sehr lange in die Zukunft reichen. Man denke mal an Bayer mit Lipobay oder BP mit der Deepwater Horizon. Das sind eher einmalige Effekte. VW macht in den USA eh nicht viel Geschäft. China ist viel spannender, also müßte man mal schauen, wie da die Abgaskontrollen sind.

Netto-Gewinn pro Aktie 2013/14 20,84 €. Die Dividende macht sich da mit 4,80 € eher mickrig aus. Aus dem Grund hatte ich VW irgendwann auch verkauft. Das heißt aber auch, daß nur ein Viertel des Gewinns ausgeschüttet wird. Da ist also noch viel Luft, eh die Dividende dran glauben muß.

Der Gewinn ist allerdings sehr volatil. Im Krisenjahr 2008/9 war der gerade mal bei 2,38 €. 2011/12 bei 46,42 €. Ganz schön unstet.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 23. September 2015, 13:13:19
Ich würde erst ein Mal abwarten, ob die Autos mit den ungefälschten Abgaswerten überhaupt noch eine ABE (oder entsprechendes für die USA) bekommen können. Das erscheint mir interessanter als die Börenarithmetik.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 23. September 2015, 13:17:20
VW verkauft 400.000 von 10 Mio Autos in den USA. Das sind 4%.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 23. September 2015, 13:20:33
Aber die Abgaswerte wurden auch in Europa gefälscht.
Ob unser prokapitalistisches Unrechnrechtsregime diese kriminelle Handlung jetzt weiter tolerieren kann, muss sich erst noch zeigen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 23. September 2015, 13:51:26
5 € ins Phrasenschwein.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 23. September 2015, 14:15:43
Das ist wesentlich besser angelegt, als jetzt Automobilaktien zu kaufen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 23. September 2015, 14:48:58
Definitiv. Gibt's ein Derivat auf dich?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 23. September 2015, 15:56:33
 VW-Abgasaffäre: Die digitale Deutung des Dieseldebakels (http://www.spiegel.de/netzwelt/web/volkswagen-affaere-aus-gier-vertrauen-verspielt-lobo-kolumne-a-1054353.html)

Der hat nicht Unrecht. Gegen einen Kauf von VW-Aktien spricht nicht nur der Skandal, sondern auch die fehlende Innovationskraft. Es ist doch ein Witz, daß ein aktueller VW Up genauso viel verbraucht wie mein Auto von 2002 . Die ganze Atmosphäre bei VW ist von Trägheit, Initiativlosigkeit, Saturiertheit und mangelnder Inspiration geprägt. Das ist eine Auto-Behörde.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 23. September 2015, 18:25:08
Hängt davon ab, ob man sie haben will

Nicht haben im Sinne von halten. Nur Zocken. In drei Monaten redet da keiner mehr drüber und sie treiben eine andere Sau durchs Dorf.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 23. September 2015, 18:31:18
Aber die Abgaswerte wurden auch in Europa gefälscht.

Janatürlich. Wasdachtestdudenn?  :.)

Zitat
Ob unser prokapitalistisches Unrechnrechtsregime diese kriminelle Handlung jetzt weiter tolerieren kann, muss sich erst noch zeigen.

Was sollen sie denn sonst machen? Es dürfte dann ja nicht ein einziges Auto mehr zugelassen werden. Die machen das doch alle!

Kauf Dir einen Donkervoort oder so was; als Kleinserienhersteller dürfen denen die Vorschriften ganz hochoffiziell am Arsch vorbeigehen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 23. September 2015, 18:54:48
Gegen einen Kauf von VW-Aktien spricht nicht nur der Skandal, sondern auch die fehlende Innovationskraft.

Da befindet sich VW in guter Gesellschaft mit allen anderen Automobilkonzernen. Der Verbrennungsmotor wird uns noch ziemlich lange erhalten bleiben.

Zitat
Es ist doch ein Witz, daß ein aktueller VW Up genauso viel verbraucht wie mein Auto von 2002

Weil die Autos größer und schwerer werden. Stell doch mal einen aktuellen Golf neben den Urgolf von 1974.

Wenn ich mit dem Mopped auf meiner Hausstrecke unterwegs bin, komme ich immer an einem seltsamen Paar vorbei. Irgendwo in einem kleinen Kaff im hessischen Ried besitz jemand einen Smart (den 2-Sitzer) und einen NSU Prinz von 1958 oder 1960. Die Beiden parken hintereinander parallel zur Straße. Während man den Smart sonst eigentlich nicht als vollwertiges Auto wahrnimmt, ist er im direkten Vergleich zum NSU Prinz fast riesig. Nur sind mit dem Prinz damals komplette Familien mit Gepäck nach Italien unterwegs gewesen; in den Smart passen zwei Leutchen, zwei Satz Unterwäsche zum Wechseln und eine Zahnbürste, die die beiden sich teilen müssen.

Zitat
Die ganze Atmosphäre bei VW ist von Trägheit, Initiativlosigkeit, Saturiertheit und mangelnder Inspiration geprägt. Das ist eine Auto-Behörde.

Na dann schau Dir erst mal die amerikanische GM- oder Ford-Modellpalette der letzten Jahre an.  :P
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 23. September 2015, 19:16:29
Weil die Autos größer und schwerer werden. Stell doch mal einen aktuellen Golf neben den Urgolf von 1974.

ok, der Up ist 10-20% schwerer als der Arosa. Ich will so ein Auto überhaupt nicht haben. Servolenkung ja bitte, elektrische Fensterheber finde ich noch ok, aber was die da heute sonst so einbauen....  Das geht doch alles irgendwann kaputt und kostet dann einen Haufen Geld.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 23. September 2015, 19:19:02
ok, der Up ist 10-20% schwerer als der Arosa. Ich will so ein Auto überhaupt nicht haben.

Ich auch nicht. Und wo findet man heute eine Firma, die einen NSU Prinz baut? Und welche kriminelle Energie wird man aufwenden müssen, um dafür eine Zulassung zu bekommen?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 23. September 2015, 19:50:10
Und ich hatte geglaubt, "legal - illegal - scheißegal" wäre ein Spontispruch.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Kjeld am 23. September 2015, 19:57:29
Was sollen sie denn sonst machen? Es dürfte dann ja nicht ein einziges Auto mehr zugelassen werden. Die machen das doch alle!

Kauf Dir einen Donkervoort oder so was; als Kleinserienhersteller dürfen denen die Vorschriften ganz hochoffiziell am Arsch vorbeigehen.

Es ging hier ja wohl nicht um den CO2- Ausstoß, sondern um die Stickoxide. Und da ist tatsächlich alles ab Euro 3 nur noch sinnlose Verarsche - in der Praxis kann man die Normen nicht sicher erfüllen, und der erforderliche Aufwand steht außer Verhältnis zum Erreichten.

Ab Euro 3 mußten sie bei den Dieseln z. B. eine Abgasrückführung einbauen. Es wird also der Ansaugluft verrußtes Abgas zugesetzt, auf diese Weise senkt man die Verbrennungstemperatur und vermeidet ein paar Stickoxide. Dafür produziert man mehr Ruß und verbraucht mehr Kraftstoff, produziert mehr CO2 und verkürzt die Lebensdauer der Motoren. Der positive Effekt wird nur im Teillastbereich erreicht, wird mehr Leistung abgerufen, muß das Abgasrückführventil geschlossen werden. Das ist technischer Unfug.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 23. September 2015, 19:58:06
Und ich hatte geglaubt, "legal - illegal - scheißegal" wäre ein Spontispruch.

Das mußt Du dialektisch betrachten.  8)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 23. September 2015, 19:59:28
Es ging hier ja wohl nicht um den CO2- Ausstoß, sondern um die Stickoxide. Und da ist tatsächlich alles ab Euro 3 nur noch sinnlose Verarsche - in der Praxis kann man die Normen nicht sicher erfüllen, und der erforderliche Aufwand steht außer Verhältnis zum Erreichten.

So isses.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Kjeld am 23. September 2015, 20:00:11
Ich auch nicht. Und wo findet man heute eine Firma, die einen NSU Prinz baut? Und welche kriminelle Energie wird man aufwenden müssen, um dafür eine Zulassung zu bekommen?

So alte Kisten haben halt miese Bremsen und keine passive Sicherheit. Und wenn Du mit einem leichten Auto gegen ein schweres donnerst, kriegst Du sowieso schon mal mehr ab. Unfälle sollte man mit einem Prinz o. ä. nicht bauen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 23. September 2015, 20:04:16
So alte Kisten haben halt miese Bremsen und keine passive Sicherheit.

Ich bin sicher, daß man so was heute mit guten Bremsen und annehmbarer passiver Sicherheit bauen könnte, wenn man nur wollte.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Gianluca am 23. September 2015, 20:08:02
ok, der Up ist 10-20% schwerer als der Arosa. Ich will so ein Auto überhaupt nicht haben. Servolenkung ja bitte, elektrische Fensterheber finde ich noch ok, aber was die da heute sonst so einbauen....  Das geht doch alles irgendwann kaputt und kostet dann einen Haufen Geld.
Und dann noch ABS, ESP und sonstige sicherheitstechnischen Gimmicks, die immer mehr gefordert wurden. Von den Automobilclubs, den Fachzeitschriften und diversen Experten. Da kommt einiges an Gewicht zusammen. Mein 1302-Käfer und Golf 1 damals waren gewichtsmässig Fliegenschiss gegen heutigen Fahrzeuge gleicher Grösse.


Und wo findet man heute eine Firma, die einen NSU Prinz baut? Und welche kriminelle Energie wird man aufwenden müssen, um dafür eine Zulassung zu bekommen?
Frag mal bei TATA in Indien.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 23. September 2015, 20:19:06
TATA spielte ja ernsthaft mit dem Gedanken, deren Straßenfurz in Europa auf den Markt zu bringen. Leider habe ich nicht mitbekommen, woran diese Bemühungen letztendlich gescheitert sind.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 23. September 2015, 20:21:03
Ich bin sicher, daß man so was heute mit guten Bremsen und annehmbarer passiver Sicherheit bauen könnte, wenn man nur wollte.
Dann wird es aber wieder da schwerer. So eine Art Smart.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 23. September 2015, 20:36:55
Das ist nicht ausgemacht.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Gianluca am 23. September 2015, 20:39:31
TATA spielte ja ernsthaft mit dem Gedanken, deren Straßenfurz in Europa auf den Markt zu bringen. Leider habe ich nicht mitbekommen, woran diese Bemühungen letztendlich gescheitert sind.
Und dann kommen die Crash-Tests und die achso neutrale Zeitschrift Auto, Motor & Sport mit ihrem Verriss und schon kannst du als Hersteller den Markt vergessen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 23. September 2015, 20:43:07
die achso neutrale Zeitschrift Auto, Motor & Sport mit ihrem Verriss

Wenn die wirklich jemand Ernst nähme, führen nur BMW, Mercedes und Porsche rum.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Gianluca am 23. September 2015, 21:09:31
Dann eben die Auto-Blöd ...
Die Stuttgarter Motorpresse schafft es bei Moppeds doch eine "Meinung" zu schaffen
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 23. September 2015, 22:05:24
Ab Euro 3 mußten sie bei den Dieseln z. B. eine Abgasrückführung einbauen. Es wird also der Ansaugluft verrußtes Abgas zugesetzt, auf diese Weise senkt man die Verbrennungstemperatur und vermeidet ein paar Stickoxide. Dafür produziert man mehr Ruß und verbraucht mehr Kraftstoff, produziert mehr CO2 und verkürzt die Lebensdauer der Motoren. Der positive Effekt wird nur im Teillastbereich erreicht, wird mehr Leistung abgerufen, muß das Abgasrückführventil geschlossen werden. Das ist technischer Unfug.

Und was ist mit AdBlue? Da kann man indirekt auch Aktien von kaufen: die norwegische Yara. Großer Hersteller von Harnstoff und Düngemitteln. Die machen auch in AdBlue.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 23. September 2015, 22:18:10
Ich sehe in Berlin manchmal Taxis rumfahren, die beim Losfahren dicke, schwarze Rauchwolken ausstoßen. Wie kommen die wohl durch den TÜV? Bestechung?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 23. September 2015, 22:52:49
Man benutzt für die ASU ein anderes Auto.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 23. September 2015, 23:42:21
Aber der Prüfer klebt doch die Plakette eigenhändig drauf. Oder händigen die die Abziehbilder aus? Oder werden die Nummernschilder getauscht?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Gianluca am 24. September 2015, 00:02:13
Wenn jemand jemand wirklich gut kennt, dann geht alles. Meinereiner hat eine TÜV-Prüfung, einschliesslich Plakette in der Umkleidekabine nach dem Training durchgeführt. War für ein Fahrzeug in Spanien (deutsche Zulassung, welches am Ferienhaus geparkt war - in meinem ersten Leben, nach Scheidung war das weg, weil im Besitz meiner Erstfrau).
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 24. September 2015, 00:05:25
das war hoffentlich kein Motorrad?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Gianluca am 24. September 2015, 00:09:06
Nein, ein abgefuckter Golf 1, den ich ein Jahr zuvor vollbeladen nach Ibiza gefahren habe. Das Teil hat den Tripp geradeso überlebt. Mehr als 100 km/h war nicht drin. Er hat dann noch 3 Jahre herhalten müssen. Die nächste Kiste (Audi 100) war nach meiner Zeit.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Kjeld am 24. September 2015, 02:16:59
Und was ist mit AdBlue? Da kann man indirekt auch Aktien von kaufen: die norwegische Yara. Großer Hersteller von Harnstoff und Düngemitteln. Die machen auch in AdBlue.

Das ist erst ab Euro6 nötig. Funktioniert, ist aber unkomfortabel und stinkt.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 24. September 2015, 08:31:24
Bei meinem C4 ist auch so ein komisches Zeug drin. An den Tank kommt man nicht dran; der Füllstand wird in der Werkstatt im Rahmen der Inspektion geprüft und aufgefüllt, wenn erforderlich. Wenn ich mich Recht erinnere, hätte die Kontrolle bei 80.000 km stattfinden sollen und ein unbedingtes Auffüllen bei 120.000 km. Ich denke, der Behälter ist längst leer, ich hab jetzt fast 150.000 km drauf. Mein Schrauber läßt die Finger von dem Ding. Die Karre fährt aber offensichtlich auch ganz gut ohne.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 24. September 2015, 08:43:24
Aber der Prüfer klebt doch die Plakette eigenhändig drauf.

Ja, aber in großen Werkstätten begnügen die sich in aller Regel damit, wenn sie vom Mechaniker das selbstgemachte ASU-Prüfprotokoll unter die Nase gehalten bekommen; es sollte halt möglichst vom selben Tag sein.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 24. September 2015, 13:31:03
Bei meinem C4 ist auch so ein komisches Zeug drin.

Das ist der Harnstoffbehälter. Geh mal auffüllen. Ich habe Aktien von Yara.

AdBlue (https://de.wikipedia.org/wiki/AdBlue)

"Für die Verwendung von AdBlue ist ein zusätzlicher Tank am Fahrzeug angebracht, der Verbrauch von Harnstoff-Wasser-Lösung beträgt etwa 4–6 % des normalen Kraftstoffverbrauchs und entspricht bei schweren LKW etwa 1,4 Liter auf einer Strecke von 100 km."
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 24. September 2015, 13:43:36
Was passiert denn, wenn ich den nicht auffülle?

Das aktuelle Modell hat einen 17-Liter-Tank, den man anscheinend ohne weitere Probleme selbst auffüllen kann. Angeblich sollen die 17 Liter für 20.000 km reichen.

Mein alter C4 hat das nicht. Der Tank ist nicht frei zugänglich, sondern der Füllstand muß von der Werkstatt im Rahmen einer Inspektion geprüft werden. Außerdem soll der Tankinhalt für mehr als 80.000 km gut sein. Groß kann der Tank nicht sein, denn ich habe ihn noch nicht gefunden. Einen Behälter von 17 Litern Inhalt sollte man nicht so einfach übersehen können.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 24. September 2015, 14:22:23
Was passiert denn, wenn ich den nicht auffülle?

Dann werden mehr Stickoxide ausgestoßen. Ich weiß nicht, ob daran die Welt zugrunde geht. Was kostet das Zeug eigentlich an der Tankstelle? 54 Cent pro Liter. ist ja nicht die Welt, wenn das so lange reicht.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 24. September 2015, 15:08:28
Ich weiß nicht, ob daran die Welt zugrunde geht.

Doch, ganz bestimmt.  :evil

Wenn die Welt jetzt untergeht, bin ich dran Schuld.  :lala
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 24. September 2015, 15:31:24
Wenn die Welt jetzt untergeht, bin ich dran Schuld.  :lala
Nicht allein.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 25. September 2015, 07:39:56
Das Volkswagen-Fiasko und seine Folgen (http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/das_volkswagen_fiasko_und_seine_folgen)

Zitat
Selbstgerechtigkeit ist eine in Deutschland erfundene Tugend
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 25. September 2015, 08:30:04
Jedenfalls gehört "selbstgerecht" zu den Vokabeln, die Martin L. eigens für seine Bibelübersetzung erfunden hat.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: grashopper am 25. September 2015, 10:03:15
Das Volkswagen-Fiasko und seine Folgen (http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/das_volkswagen_fiasko_und_seine_folgen)

Zitat
Da spielt es keine Rolle, dass Deutschland immer noch Autos baut, die den Wettbewerbern technisch überlegen sind – auf legale wie auf illegale Weise.

Dennoch bin ich mal auf den Rattenschwanz gespannt, der dann im Kreis der "Wettbewerber" ebenfalls auffliegt.
Was VW schafft, schaffen auch Andere  ;)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 25. September 2015, 10:16:39
Vielleicht korrumpieren sie besser, und fliegen deswegen nicht auf. VW ist ja schon mit Schoten aufgeflogen, die nicht sehr professionell eingefädelt waren.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 25. September 2015, 17:06:09
Was VW schafft, schaffen auch Andere  ;)

Das sag ich schon die ganze Zeit. Alle machen das.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 26. September 2015, 12:27:57
So groß ist das Pleite-Risiko für Volkswagen (http://www.welt.de/wirtschaft/article146871660/So-gross-ist-das-Pleite-Risiko-fuer-Volkswagen.html?wtrid=newsletter.wasdieweltbewegt.newsteaser...meistgelesen)

Ich finde, jetzt wird aber stark übertrieben. Was GM sich mit der Zündschloßaffaire geleistet hat, halte ich für deutlich schlimmer als diese alberne Abgasmogelei. Daraus jetzt auf den Untergang des Abendlandes eine Pleite von VW zu spekulieren, halte ich für ziemlich gewagt.

Das hier habe ich allerdings nicht verstanden:

Zitat
Das Rating ist auch deshalb so wichtig, weil VW nicht nur seine Autoproduktion finanzieren muss, sondern auch eine Bank. Wie die meisten Autobauer haben auch die Wolfsburger ihren Finanzierer. VW Financial Services vergibt in erster Linie Kredite an Autokäufer.

Um diese Darlehen finanzieren zu können, verwaltet die VW-Bank wiederum Kundeneinlagen auf Tagesgeld- oder Girokonten. Doch die Kundeneinlagen, die sich Ende Juni auf 25,6 Milliarden Euro summierten, decken nur ein Viertel des gesamten Geschäftsvolumens der VW-Bank ab. Ein größerer Teil hängt von der Gunst institutioneller Investoren ab, die die Volkswagen-Anleihen zeichnen.

Wer sind diese institutionellen Investoren, und was hat das mit der VW-Bank zu tun? Zeichnen die Anleihen von VW oder von der VW-Bank?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Kjeld am 26. September 2015, 13:37:16
Der ganze Absatz ist Schwachsinn, versuch gar nicht erst, mehr darin zu erkennen.

Das Kreditgeschäft hat mit den Einlagen nix zu tun. Kredit läuft so:

Du nimmst einen Kredit auf. Du bekommst die Kreditsumme auf einem Konto gutgeschrieben, dafür geht in gleicher Höhe Dein anderes Konto ins Minus. Spiegelbildlich dazu rutscht irgendein Bilanzposten der Bank ins Minus, dem steht die Forderung gegen Dich gegenüber. Das sind alles Luftnummern, die nur im Computer stattfinden. Mit den Spareinlagen hat das nix zu tun.

Du kaufst jetzt einen Scirocco. Die Kreditsumme schiebst Du auf das Konto von VW. Abgesehen von der Sicherungsübeteignung interessiert das die Bank nicht. VW freut sich, weil ihr Guthaben gestiegen ist bzw. die Schuldsumme kleiner ist.

Du zahlst Raten. Der Betrag dieser Spiegelbildlichkeiten wird kleiner, irgendwann ist er weg. Du zahlst auch Zinsen, die sind der Gewinn der Bank. Ende.

Schwierigkeiten tauchen erst auf, wenn Du Bargeld haben willst.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 26. September 2015, 14:39:00
Ich finde, jetzt wird aber stark übertrieben. Was GM sich mit der Zündschloßaffaire geleistet hat, halte ich für deutlich schlimmer als diese alberne Abgasmogelei. Daraus jetzt auf den Untergang des Abendlandes eine Pleite von VW zu spekulieren, halte ich für ziemlich gewagt.

Toyota und Nissan mußten 3  Mio Autos zurückrufen, weil die Airbags einfach so auslösen konnten. VW wird aber seine Diesel-Autos eine ganze Weile nicht mehr verkaufen können. Das tut schon weh.

Zitat
Wer sind diese institutionellen Investoren, und was hat das mit der VW-Bank zu tun? Zeichnen die Anleihen von VW oder von der VW-Bank?

Von beiden. Banken arbeiten aber mit sehr viel mehr Fremdkapital. Bei einer Bank kann man mit 90% rechnen, davon anscheinend ein Viertel Kundeneinlagen, drei Viertel Anleihen. Wenn die nun teurer werden, ist das für die VW-Bank nicht gut. Bei 75 Mrd FK macht ein Prozent mehr Zinsen 750 Mio. 2014 hat die VW Bank 469 Mio Gewinn vor Steuern gemacht (302 Mio nach Steuern.... 36%, von wegen Unternehmen zahlen keine Steuern). Das würde also den ganzen Gewinn auffressen.

Wenn die Zinsen für alle steigen, ist das kein Problem. Dann kann man das an den Kunden durchreichen, aber so nicht.

Die Bank ist Teil der Volkswagen Financial Services. Da kommt noch Leasing und Versicherung dazu. Die arbeiten sicher auch mit Fremdkapital. Das Problem wird also noch ein bißchen größer.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 26. September 2015, 14:45:49
Du nimmst einen Kredit auf. Du bekommst die Kreditsumme auf einem Konto gutgeschrieben, dafür geht in gleicher Höhe Dein anderes Konto ins Minus. Spiegelbildlich dazu rutscht irgendein Bilanzposten der Bank ins Minus, dem steht die Forderung gegen Dich gegenüber.

Genau, und dieses Minus muß die Bank von irgendwo beschaffen. Das kann sie bei der EZB tun, die das Geld einfach erzeugt, aber es muß zu einem bestimmten Anteil mit notenbankfähigen Sicherheiten besichert werden. Da kommen dann die Anleihen ins Spiel.

Zitat
Du kaufst jetzt einen Scirocco. Die Kreditsumme schiebst Du auf das Konto von VW.

Auf das Konto vom Händler.

Zitat
Schwierigkeiten tauchen erst auf, wenn Du Bargeld haben willst.

Verstehe ich nicht. Für die VW-Bank ist es egal, ob ich mein Auto bar bezahle oder per Überweisung. In jedem Fall muß sie das Geld rausrücken und es steht bei denen noch als Forderung der EZB in den Büchern.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 03. November 2015, 18:29:27
Griechische Steuerbehörde ist korrupt. (http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/europa/4856646/Griechische-Steuerbehorde-ist-korrupt?_vl_backlink=/home/index.do)

Das österreichische Wirtschaftsblatt interviewt Varoufakis.

Zitat
Die Troika hat Ihnen aber verboten, Bankdaten auszuwerten, um Steuerhinterzieher zu fangen, wie Sie unlängst behaupteten?

Ja, das stimmt. Aber wir müssen vorsichtig sein. Ich meine damit nicht EZB-Chef Mario Draghi oder Eurokommissar Pierre Moscovici. Sie sind die Leiter der Troika. Doch die Vertreter der Institutionen, die nach Griechenland gekommen sind, waren jene, die sehr gute Beziehungen zu den griechischen Oligarchen geschmiedet haben. Und sie haben uns nicht nur daran gehindert, Daten zu sammeln. Es war weit schlimmer. Wir hatten eine Abteilung geschaffen, um Steuerhinterzieher aufzuspüren, und sie haben sie wieder aufgelöst.

In Brüssel wird das bestritten.

Aber das steht doch sogar im Memorandum of Understanding (Vereinbarung mit der EU, Anm.): Die SDOE (Einheit für Verfolgung von Wirtschaftsverbrechen, Anm.) wird aufgelöst und geht im Sekretariat für Öffentliche Einnahmen auf. Das war in Griechenland aber stets eine Quelle für Korruption. Daher hatte ich die unabhängige, unantastbare SDOE geschaffen. Nach der Auflösung kehren wir zu den alten Problemen zurück.

Sie meinen, die aktuelle griechische Steuerbehörde ist korrupt?

Natürlich, das weiß doch jeder.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 04. November 2015, 09:01:10
Wie man sieht, ist die "Troika" auch korrupt.

Wenn den griechischen Oligarchen was passiert, wo soll das hinführen? Sollen Draghis Golfpartner etwa auch Steuern zahlen?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 12. Januar 2016, 19:03:34
Panikmache? (http://www.theguardian.com/business/2016/jan/12/sell-everything-ahead-of-stock-market-crash-say-rbs-economists)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 12. Januar 2016, 20:58:50
Klingt plausibel. Wer weiß ...

Ich habe schon lange keine Aktien mehr.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 12. Januar 2016, 22:55:01
Panikmache? (http://www.theguardian.com/business/2016/jan/12/sell-everything-ahead-of-stock-market-crash-say-rbs-economists)

Momentan wackelt so einiges. China wackelt, der Ölsektor ist in der größten Krise seit.... seit wann eigentlich? Der ganze Rohstoffsektor ist in der Krise als würde man in Zukunft kein Aluminium, Kupfer oder Öl mehr brauchen. Gerade kam die Meldung, daß der zweitgrößte amerikanische Kohleprodzuzent pleite ist.

Im Ölsektor wird dieses Jahr eine Pleitewelle kommen, gefolgt von einer Welle an Abschreibungen für Kredite im Energiesektor. Mit dem billigem Öl geht's auch den erneuerbaren Energien und allem, was mit Elektromobilität zu tun hat, an die Gurgel. Braucht man dann schlichtweg nicht mehr. Mit Nordseeöl ist es dann bald vorbei und wir sind wieder in der Situation wie vor der ersten großen Ölkrise als wir hauptsächlich vom Golf-Öl abhängig waren. Als die USA zum Netto-Exporteur wurden, haben die Saudis das Flattern gekriegt und führen jetzt einen Ölkrieg gegen die USA und gegen Iran, nur diesmal mit Überfluß statt mit Verknappung.

Die Politik macht es mit ihren Sanktionen gegen Russland noch schlimmer. Da leiden insbesondere deutsche Firmen und die Amis amüsieren sich.

Es ist sicher kein Fehler, mal Gewinne mitzunehmen und dieses Jahr etwas Pulver trocken zu halten, damit man mal was billig kaufen kann.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Conte Palmieri am 22. Februar 2016, 09:10:58
Und Du glaubst, das Geld behält seinen Wert?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 22. Februar 2016, 09:15:52
Und Du glaubst, das Geld behält seinen Wert?

πάντα ῥεῖ  8)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 22. Februar 2016, 15:56:36
Und Du glaubst, das Geld behält seinen Wert?

Es droht eher Deflation als Inflation. Der Wert wird also vielleicht sogar steigen, was gar nicht so gut ist.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 23. Februar 2016, 05:42:10
geld hat keinen wert an sich, es ist ein tauschmittel.

die ganze kapitalblase ist ein traum.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 23. Februar 2016, 12:26:45
geld hat keinen wert an sich, es ist ein tauschmittel.

Wenn es keinen Wert hätte, könnte man nichts dagegen tauschen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 09. März 2016, 22:26:28
http://worldtimes-online.com/news/350-erfundene-krankheiten-der-pharmaindustrie.html
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 29. März 2016, 12:27:01
(https://scontent.ftxl1-1.fna.fbcdn.net/hphotos-xtf1/v/t1.0-9/12592651_874993075932370_2488535541212200989_n.jpg?oh=e35b1618e6d355bd46800e138e9c10ff&oe=5791932F)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 29. März 2016, 13:37:40
https://www.youtube.com/watch?v=US0a81KCubM

Cradle to Cradle - Sinnvolle Ressourcennutzung heute

der ton ist furchtbar, aber der inhalt ist gut.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Kulle am 05. April 2016, 21:31:18
Hat jemand einen Verdacht welche Sau gerade durch Panama (Papers) getrieben wird?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 05. April 2016, 23:19:39
auf jeden Fall keine russische. Die interessiert das nämlich nicht.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 06. April 2016, 06:10:18
http://www.huffingtonpost.de/2016/04/05/die-leistungs-luge--warum-deutschland-wirklich-so-ungerecht-ist_n_9617408.html?ncid=fcbklnkdehpmg00000002
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 06. April 2016, 06:41:30
Hat jemand einen Verdacht welche Sau gerade durch Panama (Papers) getrieben wird?

Keine Ahnung.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Küchenchef am 06. April 2016, 13:50:14
Alles nur böswillige Unterstellungen! Das sind doch durch die Bank ehrenwerte Saubermänner, die nur ihre Peanuts vor gierigen Eichhörnchen verstecken wollten. Und überhaupt: viel schlimmer ist doch sowieso die Schummelei bei der Entfernungspauschale, oder wenn die Omma ihren Gartenzaun vom Nachbarsjungen schwarz streichen lässt...  :P :P :P
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 06. April 2016, 14:17:36
Ein paar Bemerkungen hierzu

Und keine Dummen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 08. April 2016, 05:29:08
https://www.facebook.com/Finanz.Diktatur/videos/561540830680835/ (https://www.facebook.com/Finanz.Diktatur/videos/561540830680835/)


langer film über grundeinkommen...
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 09. Juli 2016, 16:18:52
https://www.facebook.com/PolitikUndZeitgeschehen/videos/1047084865407427/
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 13. Juli 2016, 00:40:05
Unser Wasserversorger hat eine neue Idee, wie er seinen maroden Laden wieder auf Vordermann bringt:
Er kündigt im Versorgungsbereich mit Aufstellern Arbeiten am Trinkwassernetz in der Zeit vom 04.07. bis 11.07. , 21:00 Uhr bis 06:00 Uhr an. Die Wasserversorgung werde in dieser Zeit unterbrochen, mann möge sich bevorraten.
Vor 21:00 Uhr geht hier keiner ins Bett, also muss mann vorsorgen. Waschen und Zähneputzen geht vor 21.00 Uhr, aber Pieseln wird mann müssen. Mann könnte sie Suppe natürlich stehen lassen, aber der Geruch. Also wird die Wanne gefüllt und ein Eimer daneben gestellt, um den Spülkasten zu befüllen.
Die 1. Nacht geschieht nix. Also wird das Wasser wieder abgelassen, weil die Langhaarigen hier morgens ihre Haare über der Wanne waschen.
2. Nacht, dasselbe Spiel.
3. Nacht, immer noch nix.
4. Nacht, mann hat die Nase voll. Und schon wird das Wasser abgestellt. Die Not ist groß, zum Glück wird nach 2 h das Wasser wieder angestellt. Die Panik lässt nach, sorgt aber dafür, dass wieder Wasser gebunkert wird. Tatsächlich waren die 2 h die Einzigen, in denen das Wasser abgestellt wurde.
Dürfte unterm Strich für den Wasserversorger ein echtes Plus gewesen sein, nicht nur wegen des abgenommenen Wassers, sondern wegen der gleichen Menge an Abwasser, die berechnet wird und locker das 3-fache des Wasserpreises ausmacht. Hat daneben den angenehmen Nebeneffekt, dass die Leitungen mal wieder vernünftig durchgespült wurden.

Zudem haben die mit Sicherheit einen Deal mit den Heizungsfirmen hier auf der Ecke ausgeheckt. Weil, wenn kein Druck auf der Leitung oder zu viel Luft in der Leitung, die Umwälzpumpe der Heizung die Biege macht. Ich möcht nicht wissen, wie viele Hausbesitzer nicht daran gedacht haben, ihre Umwälzpumpen auszuschalten und nun mit Kosten zwischen 200- 300 EUR zu rechnen haben.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 13. Juli 2016, 08:33:57
Zudem haben die mit Sicherheit einen Deal mit den Heizungsfirmen hier auf der Ecke ausgeheckt. Weil, wenn kein Druck auf der Leitung oder zu viel Luft in der Leitung, die Umwälzpumpe der Heizung die Biege macht. Ich möcht nicht wissen, wie viele Hausbesitzer nicht daran gedacht haben, ihre Umwälzpumpen auszuschalten und nun mit Kosten zwischen 200- 300 EUR zu rechnen haben.

Da hätte ich jetzt auch nicht dran gedacht.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Gianluca am 13. Juli 2016, 08:55:56
Hmm,
was hat die Trinkwasserversorgung mit der Heizungsanlage zu tun?

Die ist ein geschlossenes System und nicht abhängig vom Trinkwasser - würdet Ihr ständig nachfüllen, ginge die Anlage aufgrund des hohen Sauerstoffeintrages mit anschließender Korrosion und Verschlammung übern Deister.

Zudem sollten anno 2016 nahezu alle Heizungsanlagen mit einer Regelung ausgestattet sein, die die Pumpen bedarfsgerecht steuert - diese gibt es seit den 80er Jahren, also länger als die normale Lebenszeit eines Kessels/einer Therme.

Ein permanenter Anschluss, ohne Rückflussverhinderer, der Heizungsanlage an das Trinkwassernetz ist ohnehin nicht zulässig.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 13. Juli 2016, 09:15:06
Hmm,
was hat die Trinkwasserversorgung mit der Heizungsanlage zu tun?

Naja, die Heizung ist bei mir auch zuständig für die Erwärmung von Brauch- und Trinkwasser.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Gianluca am 13. Juli 2016, 09:37:07
Dann reden wir ggf. über die Warmwasserzirkulationspumpe. Die ist in das Trinkwassernetz eingebunden. Sofern diese Pumpe keinen Trockenlaufschutz hat, verabschiedet sich recht schnell das Lager und damit die Pumpe.

Die Warmwasserbereitung erfolgt über den Heizkreis und der ist geschlossen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 13. Juli 2016, 09:46:22
Ich hatte früher eine Therme; da sprang jedesmal der Durchlauferhitzer an, wenn man Warmwasser zog. Jetzt habe ich einen 100-l-Kessel, aus dem (auch?) das Brauchwasser entnommen wird, und dessen Inhalt permanent auf 60 Grad gehalten wird.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Gianluca am 13. Juli 2016, 11:09:26
Ich hatte früher eine Therme; da sprang jedesmal der Durchlauferhitzer an, wenn man Warmwasser zog.
So soll(te) das auch sein. Vergleichbar mit den Elektrodurchlauferhitzern. Ein Strömungsschalter öffnet die Gaszufuhr und heizt das Trinkwasser auf. Der Heizkreislauf reagiert auf Temperaturunterschiede, ist aber geschlossen (in der Therme ist eine Pumpe und ein Ausdehnungsgefäß für die Heizung verbaut).

Zitat
Jetzt habe ich einen 100-l-Kessel, aus dem (auch?) das Brauchwasser entnommen wird, und dessen Inhalt permanent auf 60 Grad gehalten wird.
Wir nennen es Speicher  ;). Das Trinkwasser wird hier gespeichert und erwärmt. Der Speicher ist mit dem geschlossenem Heizkreislauf über einen internen Wärmetauscher (Doppelmantel oder Spirale) verbunden - vergleichbar mit einem Tauchsieder -. Über einen Thermostaten wird die Wassertemperatur geregelt. (Heizkreis-)Pumpe an/aus je nach Temperatur.
In großen Anlagen wird eine separate Speicherladepumpe eingebaut, in Kleinanlagen (z.B. EFH) gibt es nur eine Pumpe, die über eine Vorrangschaltung auch die Warmwasserbereitung übernimmt. Die Heizung wird dann kurzzeitig nicht versorgt, was durch die Speichermasse des Gebäudes aber nicht spürbar ist.
In Kleinanlagen wird auf die Zirkulationspumpe (Trinkwasser - warm) verzichtet, sofern die Entfernung zwischen der/den Zapfstelle/n und dem Speicher eher gering ist und somit wenig Kaltwasser abgezapft wird, bevor das Warmwasser am Hahn oder Duschkopf ansteht.

Das mit den kaputten Pumpen sollte mir ganter nochmals näher bringen.

Dass Wasserversorgungsunternehmen nicht immer ihre prognostizierten Zeiten einhalten, ist aber alltäglich. Die verschaffen sich immer großzügige Zeitfenster, damit die Verbraucher nicht motzen können. "Haben wir Ihnen doch mitgeteilt ...". Wenn dann der sogenannte Projektleiter noch diverse Angstzuschläge einbaut, wird aus einer Mücke ein Elefant.
Wobei die vorhandenen maroden Netze (Wartungsstau) immer wieder für Überraschungen sorgen können. Bei meinen Eltern hat der örtliche WV innerhalb eines Vierteljahres viermal die Strasse aufgerissen, um dann endlich die Leckagen zu beseitigen. War aber auch nur wieder Flickschusterei. Eigentlich müsste das Netz erneuert werden - die Siedlung gibt es seit Ende der 60er Jahre, somit ist die normale Standzeit von Rohrleitungen erreicht.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 13. Juli 2016, 11:17:37
Dann reden wir ggf. über die Warmwasserzirkulationspumpe. Die ist in das Trinkwassernetz eingebunden. Sofern diese Pumpe keinen Trockenlaufschutz hat, verabschiedet sich recht schnell das Lager und damit die Pumpe.

Die Warmwasserbereitung erfolgt über den Heizkreis und der ist geschlossen.
so ist es. Mein Fehler.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 25. Oktober 2016, 02:03:34
Ceta und die Belgier
http://www.spiegel.de/politik/ausland/ceta-nein-der-wallonie-anmassender-widerstand-kommentar-a-1118035.html
Haut Europa auseinander.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 25. Oktober 2016, 03:23:38
Wenn das "Nein" was mit Ceta zu tun hätte, müßte man sich damit befassen, aber hier geht's eher um belgische Innenpolitik. Von daher wird die Lehre wohl sein, in Zukunft sowas z.B. im Europarat zu entscheiden. Bis dahin wird man der Wallonie ein paar Milliarden Subventionen für irgendwas geben und dann sind die auch zufrieden. Die EU löst ja alles immer mit Subventionen. (die doofen Deutschen zahlen's ja)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Yossarian am 31. Dezember 2016, 10:28:42
WiWo Interview mit Max Otte (http://www.wiwo.de/finanzen/boerse/max-otte-wie-die-ddr-im-endstadium/19179340.html)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 03. März 2017, 21:52:40
ein kleiner Schreibfehler und das Internetz ist tot. Kann ja mal passieren...
http://www.stern.de/digital/online/amazon-mitarbeiter-schaltete-aus-versehen-das-halbe-internet-ab-7352212.html
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 09. Mai 2017, 23:30:33
https://www.facebook.com/PolitikUndZeitgeschehen/videos/1352063804909530/
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Kulle am 09. Mai 2017, 23:36:59
Who the fuck is Facebook?
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 10. Mai 2017, 10:23:48
Ich kenne die auch nicht. Bestimmt gibt es einen 3sat-Beitrag auch in der Mediathek. Dann muß man nicht auf diese obskure Webseite gehen.
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: ganter am 18. August 2017, 22:49:09
vllt. kann mir mal einer folgendes erklären:
wir haben vor 20 Jahren eine Lebensversicherung abgeschlossen. Damit ist ein Teil der Hütte finanziert worden, sprich, wir tilgen den Rest des Hauskredits über diese LV. Gedacht war, dass wir den Rest des Kredits durch Sondertilgungen ablösen und bei Beginn des Rentendaseins einen schönen Batzen Geld in der Hand haben. Nebeneffekt ist, dass in der Kapitallebensversicherung eine Versicherung auf den Todesfall enthalten ist, so dass die Hütte im Falle eines Falles schuldenfrei ist.
Nu krieg ich den aktuellen Kontoauszug nebst Prognose und danach liegt die Todesfallsumme um1/4 höher als die Erlebensfallsumme. Sprich, sollte ich einen Tag vor Ultimo den Löffel abgeben, erhalten die trauernden Erben 25 % mehr, als am Tag danach.

Ich hab das Schreiben versteckt :.)
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: nigel48 am 19. August 2017, 01:09:23
kluger schachzug, alter vogel !
Titel: Re: Die Wirtschaft
Beitrag von: Araxes am 19. August 2017, 04:03:49
vllt. kann mir mal einer folgendes erklären:
wir haben vor 20 Jahren eine Lebensversicherung abgeschlossen. Damit ist ein Teil der Hütte finanziert worden, sprich, wir tilgen den Rest des Hauskredits über diese LV.

Ich werde nie verstehen, wie die Versicherungswirtschaft die Leute dazu gebracht hat, dieses Produkt derart zweckentfremdet einzusetzen. Ich habe auch eine LV, aber wirklich nur für diesen Zweck und ohne Ansparen oder diese ganzen Zusätze. Die kostet dann auch nur 20 € im Monat. Zum Sparen gibt's genug andere Anlageformen und sogar welche mit Kapitalgarantie, aber man kann auch einfach den Immobilienkredit direkt abbezahlen. Dann weiß man genau, was passiert und kann selber nachrechnen. Wenn wir noch 20 Jahre Niedrigzinsen haben, könnte so manch eine Versicherung in ernsthafte Schwierigkeiten kommen.

Zitat
Nu krieg ich den aktuellen Kontoauszug nebst Prognose und danach liegt die Todesfallsumme um1/4 höher als die Erlebensfallsumme. Sprich, sollte ich einen Tag vor Ultimo den Löffel abgeben, erhalten die trauernden Erben 25 % mehr, als am Tag danach.

Der Todesfall ist eben seltener. Die Versicherungen wissen mit ihren Sterbetafeln ziemlich genau,, wie sie kalkulieren müssen.